Am nächsten Freitag, den 26. November um 18 Uhr, lädt die STRAZE zu einer höchst exklusiven Musikveranstaltung mit hochkarätiger Besetzung ein. Im Zuge der NDR Kultur Foyerkonzert on tour bringt der NDR die Klassikmusik nach Greifswald, um sie auch für euch erlebbar zu machen.
Doch was bedeutet jetzt eigentlich hochkarätig und höchst exklusiv? Am nächsten Wochenende gastieren zwei besondere, junge Ausnahmetalente der Klassikmusik in Greifswald. Auf der einen Seite haben wir hier den Violinisten Emmanuel Tjeknavorian. Der 26-jährige ist der jüngste „Artist in Residence“ in der Geschichte des Wiener Musikvereins und konzertiert regelmäßig mit namhaften Musiker*innen sowie Orchestern. Für sein Debüt-Album wurde er bereits mit dem OPUS Klassik ausgezeichnet. Auf der anderen Seite haben wir den Pianisten Mario Häring, der ebenfalls in vielen Konzertsälen seine Stücke zum Besten geben durfte. Seine Liebe gilt der Kammermusik, welche er auf seinem Album Indentity präsentiert und damit bereits für den International Classical Music Award nominiert wurde.
Karten gibt es weder online, noch an der Abendkasse zu kaufen – um genau zu sein gibt es gar keine Karten zu kaufen. NDR Kultur verlost diese bereits seit dem 9. November on air im Radioprogramm sowie online und in der NDR Kultur-App. Doch keine Angst. Wir haben noch eine weitere Option für euch, an die begehrten Tickets zu kommen: Die moritz.medien verlosen am heutigen Samstag, den 19. November, über unseren Instagramkanal vier mal je zwei Tickets für euch. Nehmt einfach an der Verlosung teil und mit etwas Glück könnt ihr schon in einer Woche in den Genuss klassischer Musik auf ganz hohem Niveau werden.
Das Wichtigste auf einen Blick: Kartenverlosung? Heute auf dem Instagramkanal @moritz.medien Das Konzert? Am Freitag, den 26.11.2021 um 18 Uhr in der STRAZE
Musik – Töne mit Zusammenhang, oder gerne auch ohne. Im Prinzip systematischer Krach. Jede*r hat schonmal Musik gehört, aber was ist die Geschichte hinter den einzelnen Stücken, auch Lieder genannt, und womit verbinden wir sie? Was lösen sie in uns aus und wer hat sie erschaffen? webmoritz. lässt die Pantoffeln steppen, gibt vor, was angesagt ist und buddelt die versteckten Schätze aus. Unsere Auswahl landet in eurer moritz.playlist.
„Ich liebe Cro“. Ein Satz, von dem ich noch vor circa 10 Jahren nie gedacht hätte, ihn so über die Lippen zu bringen. Aber Cro? Ist das nicht dieser Pop-Rapper mit der Pandamaske, der immer nur in musikalischem Einheitsbrei über Frauen rappt? Mit einer pessimistischen Engstirnigkeit könnte man das vielleicht behaupten. Jedoch ist der Rapper so viel mehr, wenn man nur richtig hinschaut. Oder eben hinhört.
Höchstwahrscheinlich ist Cro kein Künstler, der einer umfangreichen Vorstellung bedarf. Solltet ihr allerdings die letzten zehn Jahre jeglicher Beschallung von Popmusik entgangen sein, hier einmal im Schnelldurchlauf: Cro (bürgerlich Carlo Waibel) wuchs in Mutlangen in der Nähe von Stuttgart auf und begann mit zehn Jahren Musik aufzunehmen. Schon im Jahr 2011 erreichte er im Alter von 21 Jahren mit der Single Easy und dem dazugehörigen Mixtape seinen Durchbruch. Beides veröffentlichte er kostenlos. Ein Jahr später kam sein erstes Album Raop heraus, welches an den Erfolg anknüpfte. Und dann hatte Cro es auch schon geschafft. Innerhalb eines Jahres wurde er zum erfolgreichsten Rapper Deutschlands, indem er dem Genre und seiner Musik den nötigen Style und Leichtigkeit verlieh. In den darauffolgenden Jahren brachte er weitere Alben heraus, tourte durch Deutschland und produzierte Musik bis zum Umfallen.
Doch was macht Cros Musik eigentlich so besonders? Es ist die Unbeschwertheit in den einen Songs und es sind die Gefühle und die Emotionen in den anderen Songs. Dabei hat Cro die „ist mir scheißegal“-Attitüde perfektioniert, zeigt aber auch in späteren Songs und Releases, dass es eben nicht immer so ist. Deutlich wird dies vor allem in seinem vorletzten Album tru., welches künstlerisch und musikalisch einen starken Richtungswechsel darstellt, aber auch einen Wendepunkt in Cros ganzer Karriere. Er hat hier zu sich gefunden und ist ein Stück weit erwachsen geworden. Demnach lässt er in diesem Album auch einen Blick in sein Privatleben zu und schafft so auch sehr intime Momente in der Musik.
„Früher wollt‘ ich ja nicht anecken. Ich wollte aalglatt durch die Mitte und in jedes Herz der Welt einfach rein.“
Dieser von ihm beschriebene „Schub an Stil und Ästhetik“ brachte auch eine ganz neue künstlerische Dimension außerhalb der Musik hinzu. Denn Cro produziert neben seinen Strophen auch die Beats, die Texte, das Musikvideo dazu, Kunst, Mode und so ziemlich alles, was er veröffentlicht selbst. Bis heute.
Die moritz.playlist wird um zwei Songs von Cro erweitert. Der Erste ist eine der Single-Auskopplungen des besagten dritten Albums tru. mit dem Titel Unendlichkeit. Dieses Lied ist eines seiner bekanntesten, aber auch ein Sinnbild für seinen künstlerischen Werdegang und die Entwicklung seiner Musik. Hier stellt sich Cro die großen Fragen, die sich jede*r Künstler*in an einem gewissen Punkt in seiner*ihrer Karriere stellt und dessen Antworten mit Geld nicht zu kaufen sind. Als zweites haben wir den Song NICE vom letzten Album trip, welches erst im April dieses Jahres erschienen ist. Hier ist der Sound aus den ersten zwei Alben wiederzuerkennen, mit dem viele Menschen Cro verbinden. Allerdings ist er nun verfeinert, mit einer neuen emotionaleren Herangehensweise, ohne dass es schnulzig oder unecht klingt. Ganz im Gegenteil. Als Drittes und Letztes kommt der Song X von Danju in die Playlist. Danju ist ein Künstler, der musikalisch eng an Cro anliegt, aber einen ganz eigenen Stil in die Sache bringt und an die älteren Cro-Songs erinnert.
Alles in Allem ist Cro ein Künstler, welcher leider viel zu lange unter meinem Radar blieb. Es ist die Einfachheit und die Unbeschwertheit in der Musik, aber auch in der Person dahinter, die ihn als Künstler ausmachen. Er traut sich immer wieder Innovation nicht nur ins Genre, sondern in die Musik generell zu bringen, wobei Grenzen verschwimmen und die Kunst hinter der Musik zum Vorschein kommt. Natürlich ist Cro nicht der Underground-Rapper mit dem fast schon klischeebehafteten Straßenimage, tru. ist er dennoch geblieben und nach wie vor einer der interessantesten Musiker*innen, die Deutschland zu bieten hat.
Titelbild: Paulette Wooten Beitragsbild: Adrian Siegler
Musik–Töne mit Zusammenhang, oder gerne auch ohne. Im Prinzip systematischer Krach. Jede*r hat schonmal Musik gehört, aber was ist die Geschichte hinter den einzelnen Stücken, auch Lieder genannt, und womit verbinden wir sie? Was lösen sie in uns aus und wer hat sie erschaffen? webmoritz. lässt die Pantoffeln steppen, gibt vor, was angesagt ist und buddelt die versteckten Schätze aus. Unsere Auswahl landet in eurermoritz.playlist.
Fünf Freund*innen – vier Menschen und ein Hund. Nein, die Rede ist nicht von Enid Blytons Kinderbuch, sondern von der italienischen Rockband Måneskin. Und zugegeben, die kleine Hundedame der Bassistin Victoria ist auch nicht immer dabei, obwohl sie zwischenzeitlich sogar als neue Managerin der Band im Gespräch war. Am Ende wurde es ein alter Freund der Band und die Firma Exit Music Management quasi extra für sie gegründet. Freundschaft ist ohnehin das Grundrezept für Måneskin und sicherlich auch eine ganz besondere Geheimzutat bei ihrem derzeitigen weltweiten Erfolg, gerade in Zeiten von Corona und sozial belastender, wenn auch notwendiger, Isolation.
Als vier Freund*innen beginnen Måneskin ihre Karriere 2015 zunächst auf der Straße, mit gerade einmal 14, 15 und 16 Jahren. Anderthalb Jahre streiten sie mit anderen Nachwuchskünstler*innen um die besten Plätze in Roms Einkaufspassagen, bis sie irgendwann genug Geld für ihr erstes Album verdient haben, auch wenn das mit dem Bezahlen nicht ganz so einfach ist, wenn man die 300 Euro nur in gespendetem Münzgeld vorweisen kann. In Italien erreichen sie bereits 2017 durch ihre Teilnahme bei der Castingshow X Factor Bekanntheit, europaweit dann 2021 mit dem Gewinn beim ESC und schließlich auch global durch ihre Coverversion von Beggin‘. Aber Måneskin sind weit mehr als ein vier Jahre altes, für eine Castingshow nachgesungenes Lied. Ihre eigenen Songs zeigen nicht nur in der instrumentellen Komposition eine enorme Tiefe, sondern auch in den Texten, vor allem in den italienischen.
Das zentrale Element: Der Wunsch nach Freiheit, nach gleichen Rechten und Akzeptanz, unabhängig von Geschlecht, Sexualität, Ethnizität. Eine Message, die gerade dem jungen, queeren Publikum viel Identifikationspotenzial liefert, so wie bereits in den 1970ern und 80ern bei Queen, David Bowie und Co. Ein kleiner Wermutstropfen, dass diese eigentlich doch so banale Botschaft – der Wunsch sein zu dürfen, wer man eben ist – auch 40 Jahre später noch so berührt und so relevant ist. Aber ein umso schöneres Zeichen, wie es dieser queeren Freund*innengruppe mit italienischen Liedern und an den 70ern orientiertem Stil derzeit gelingt, die Charts der Welt zu erobern.
Auf die moritz.playlist kommt jeweils ein Lied der beiden eigenen Alben von Måneskin sowie zwei Lieder von Bands, die als Vorbilder der Gruppe gesehen werden können. Morirò da Re (Ich werde als König sterben) handelt wie fast jedes Lied auf Il Ballo Della Vita von Marlena, der Personifizierung von Kunst, Inspiration, Freiheit, mit deren Hilfe sich jedes noch so unüberwindbar scheinende Hindernis besiegen lässt. Im zweiten, aktuellsten Album Teatro d’Ira – Vol. I wird es noch persönlicher, dadurch aber auch nur noch ergreifender, weil nachvollziehbarer. Was mache ich aus meinem Leben, jetzt wo ich Vent’Anni, zwanzig Jahre alt, bin? Wie wähle ich den richtigen Weg, auf dem ich nicht nur mir selbst, sondern auch meinen Mitmenschen helfen kann?
Iggy Pop ist nicht nur der Godfather of Punk, sondern auch eine große Inspiration von Måneskin. Für die italienische Version des Disney-Films Cruella durften die vier I Wanna Be Your Dog von The Stooges covern, während Iggy zuletzt I Wanna Be Your Slave von Måneskin covern durfte. Eine schöne gegenseitige Anerkennung. Zum Schluss darf auch noch etwas Deutsches auf die moritz.playlist: Mit He’s a Woman – She’s a Man werden die Scorpions 1977 etwas punkiger, als man es sonst von ihnen gewohnt ist, sowohl in den Klängen als auch in der Botschaft des Liedes, die ihrer Zeit ein paar Jahrzehnte voraus gewesen sein durfte, aber voll in Måneskins Mentalität liegt.
Måneskin sind jung, aber retro – der Sound eine Mischung aus modernen Rockbands mit 70er-Jahre Classic Rock, dazu die raue und trotzdem gefühlvolle Stimme von Sänger Damiano. Måneskin sind provokativ, aber nicht um zu provozieren – sie sind einfach nur ehrlich, ohne etwas beschönigen zu wollen, inspirierend, indem sie es nicht darauf anlegen, inspirierend zu sein, Kontroversen gehen nicht von ihnen aus, sondern sind Antworten der Gesellschaft auf eine Jugend, die sie selbst sein will, ohne sich verstellen zu müssen. Måneskin allein sind sicherlich keine Lawine, die die Ungerechtigkeit in der Welt umstürzen kann, aber doch ein netter kleiner bunter Stein – und auch über den kann man stolpern.
Endlich ist wieder was los! Es ist beinahe so, als wäre alles wieder normal: Der Hafen füllt sich mit Studierenden, die Extremprokrastination betreiben, in der Einkaufspassage trifft man auf barfüßige Straßenmusiker*innen und sogar Festivals finden wieder statt. Bei der „Fête de la Musique“ am 21. Juni, dem längsten Tag des Jahres, kannst du dich auf viele unterschiedliche Acts, unter anderem in der STRAZE, dem Klex und dem St. Spiritus, freuen. Organisiert wird das Ganze von radio 98eins, demgemeinnützigen Greifswald International Students Festival e.V. — kurz “GrIStuF” —und St. Spiritus.
Die allererste „Fête de la Musique“ wurde 1982 in Paris abgehalten und zog eine Verbreitung durch ganz Europa nach sich. 2007 wurde dann der Ruf der „Musique“ auch an der Ostsee vernommen und seitdem findet das Festival auch in Greifswald statt. Ziel ist es, regionalen und kleineren Künstler*innen eine Bühne zu geben, die vielleicht nicht direkt in unseren Spotify-Algorithmus reingedrückt werden. Somit zeichnet sich das Festival auch durch seine unschlagbare Vielseitigkeit aus. Sei es nun die Ska-Band „Turtleneck“ oder das Rap-Duo „Hinterlandgang“, hier findet jede*r was zum Mitwippen. Wenn dein Interesse jetzt geweckt sein sollte, kannst du dich über die Homepage der Fête de la Musique anmelden.
Damit unter den aktuellen Bedingungen so ein Festival überhaupt möglich ist, müssen einige Dinge noch beachtet werden. Zum einen besteht eine Testpflicht. Wer also noch nicht geimpft oder genesen ist, muss einen tagesaktuellen Coronatest vorlegen. Außerdem herrscht auf den Veranstaltungen ein Tanz- und Alkoholverbot. Falls euch das Risiko trotzdem zu hoch sein sollte, kann natürlich auch im privaten Rahmen ordentlich abgezappelt werden. radio 98eins bietet nämlich die Möglichkeit, das gesamte Programm entweder über ihren Youtube-Kanal oder direkt übers Radio auf der Frequenz 98,1 MHz mitzuverfolgen. Natürlich kann es auch sein, dass du den ganzen Tag überhaupt keine Zeit hast, weil du, sobald die Corona-Schranken oben waren, deinen Malle-Urlaub gebucht hast. Für diesen Fall wird moritz.tv am Start sein und die Essenz des Festivals in einem Aftermovie festhalten.
Musik – Töne mit Zusammenhang, oder gerne auch ohne. Im Prinzip systematischer Krach. Jede*r hat schonmal Musik gehört, aber was ist die Geschichte hinter den einzelnen Stücken, auch Lieder genannt, und womit verbinden wir sie? Was lösen sie in uns aus und wer hat sie erschaffen? webmoritz. lässt die Pantoffeln steppen, gibt vor, was angesagt ist und buddelt die versteckten Schätze aus. Unsere Auswahl landet in eurer moritz.playlist.
Cage The Elephant verfolgen keineswegs Ambitionen in einer Karriere als Tierfänger. Im Gegenteil: Der Name entstand im Gründungsjahr 2006, als ein psychisch beeinträchtigter Mann die Gruppe nach einem Auftritt aufsuchte, den Sänger Matt Shultz umarmte und immer wieder sagte: „You have to cage the elephant“. Von da an verkehrten sie als Cage The Elephant und produzierten bis zum heutigen Tag fünf Studioalben, beginnend im Jahre 2008 mit dem kreativen gleichnamigen Album „Cage The Elephant“. Dabei verhielt sich ihr Song „Aint‘t No Rest For The Wicked“ für die aus Kentucky stammende Gruppe eindeutig als Dosenöffner Richtung Ravioli der ganz großen Bühne. Fortan waren auch die kommenden Platten „Thank You Happy Birthday“ und „Melophobia“ große Erfolge, da die Musik mit traumhaften Melodien geschmückt wurde. Melophobia bedeutet dabei eigentlich so viel wie „Angst vor Musik“, soll jedoch dafür stehen, Musik unter falschen Voraussetzungen zu schreiben, um den sozialen Standards gerecht zu werden oder unter die Etikette des „Cool-Seins“ zu fallen. Die neuesten Alben „Tell Me I’m Pretty“ und „Social Cues“ gewannen jeweils den Grammy Award als beste Rockalben.
Bei Cage The Elephant findet man alles, was man in einer Indie Rockband suchen kann. Vom Punkeinfluss der früheren Alben entwickelten sie einen ganz eigenen Sound, der sich nur schwer beschreiben lässt. Besonders ist er allemal, denn es wird sich nie zu sehr auf etwas festgelegt. Stile werden innerhalb der Alben, von Lied zu Lied, gelegentlich geändert, dem Kernkonzept wird jedoch immer treu geblieben. Zu außergewöhnlichen Gitarrenriffs gesellen sich ruhige Passagen an den passenden Stellen. Thematisiert wird oft das Sonderbare oder Besondere in der Masse. So sind auch Depressionen und das Nicht-Funktionieren häufig besprochene Komplexe.
Auf die moritz.playlist kommen drei ganz besondere Lieder der Gruppe selbst sowie zwei Lieder der Support-Acts der letzten Tour 2020 –SWMRS und Post Animal. Der erste Song ist „Back Against The Wall“ aus dem Debütalbum „Cage The Elephant“. Er spiegelt die Divergenz, von der die Band bereits in frühen Tagen lebt, perfekt wider. Durch den sichten Beginn wird bis zur letzten kräftigen Note ein Spannungs- und Euphorieaufbau vollzogen. Anders verhält es sich mit „Cigarette Daydreams“. Das Lied ist vom ersten bis zum letzten Ton einfach nur perfekt. Kein weiterer Kommentar nötig. „Telescope“ ist ein textliches und emotionales Meisterwerk. Interpretationsfreiheiten lassen offen, ob es reine Depressionen und das Gefühl der Verlorenheit thematisiert, oder als Anlass zum Aufstehen und Etwas-Schaffen gewertet werden kann. Allemal lädt es zum Träumen ein, wobei auch mal eine Träne verdrückt werden kann. Der Support-Act meiner persönlichen Cage The Elephant-Erfahrung –SWMRS– ist auf dem Weg, ein ähnlich wunderbares Werk zu schaffen. In „Lose it“ schafft die Band, in der auch Billie Joe Armstrongs Sohn Joey Armstrong Mitglied ist, eine nostalgisch soft-punkige Atmosphäre. Schlussendlich bietet Post Animals „Googles“ einen Einblick in den psychedelic Rock.
Mit Cage the Elephant kann man sehr lange Spaß haben. Die Musik lädt dazu ein, ein Album nach dem anderen durchzuhören. Und dann, wenn man die Songs kennen und lieben gelernt hat, bleiben sie an einem heften wie Heftklammern. Die textlich und audiotive Mischung bringt einen zum nostalgischen Schwelgen, oft kann man einfach die Seele baumeln lassen. Gleichzeitig gibt es aber auch genug zum aus allen Löchern Mitsingen und zum hektischen aber begeisterten Füßewippen. Was möchte man schon mehr in einer Zeit von austauschbarer Belanglosigkeit?
Titelbild: blocks auf unsplash.com Beitragsbild: Patrick Perkins