von webmoritz. | 05.06.2026
Die Reform der Psychotherapeut*innenausbildung sollte die Arbeitsbedingungen des Nachwuchses verbessern – doch die Finanzierung der Weiterbildung bleibt vielerorts ungelöst. Deshalb rufen Studierende, zukünftige Absolvent*innen und Unterstützer*innen am 23. Juni zu einer Demonstration auf dem Greifswalder Marktplatz auf. Im Mittelpunkt steht die Forderung nach einer verlässlichen Finanzierung der Weiterbildung und einer nachhaltigen Sicherung der psychotherapeutischen Versorgung.
Alles auf einen Blick
🧠 Demo: Finanzierung der Weiterbildung für angehende Fachpsychotherapeut*innen
📅 23.06. | 18:00 Uhr
📍 Marktplatz Greifswald
🔎 Worum geht’s überhaupt?
In Deutschland schließen jedes Jahr rund 2.500 Absolvent*innen den Master in Klinischer Psychologie und Psychotherapie nach neuem System von 2019 ab. Nach anschließender Approbationsprüfung sollte danach die Weiterbildung zur Fachpsychotherapeut*in eigentlich beginnen. Damit sollen die überaus prekären Arbeitsbedingungen nach altem System (Bachelor → Master → Ausbildung) für die Psychotherapeut*innen in Ausbildung (PiAs) ein Ende finden und das System an die ärztliche Weiterbildung strukturell sowie finanziell angepasst werden. Aus PiAs sollten PtWs (Psychotherapeut*innen in Weiterbildung) werden. Strukturelle Punkte der Reform, wie z. B. die Verlängerung der Weiterbildung von 3 auf 5 Jahre, wurden umgesetzt, allerdings ohne die entsprechende finanzielle Absicherung der Weiterbildung. Das führt dazu, dass die kaum vorhandenen Weiterbildungsplätze häufig deutlich unterbezahlt sind und die Betroffenen mehr leisten müssen, um sich selbst zu finanzieren, als es eigentlich in der Reform vorgesehen war. Außerdem wird das alte Ausbildungssystem 2032 endgültig auslaufen. Die bereits Approbierten und noch kommenden Studierenden nach neuem System können ihrem Wunsch, Psychotherapeut*in zu werden nicht nachgehen und werden blockiert!
⚠️ Weitere Probleme
Schon jetzt ist die Lage angespannt, der Nachwuchsmangel in der Versorgung und die Versorgungslücke für Patient*innen sind deutlich spürbar. Hinzu kommt, dass in den kommenden Jahren viele Psychotherapeut*innen in Rente gehen werden, ohne dass ausreichend Nachwuchs nachrückt. Zusätzlich hat sich die Situation durch die Honorarkürzungen von -4,5 % im ambulanten Bereich im April weiter verschärft.
📢 Forderungen
Eine verbindliche, ausreichende Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung, damit die Reform nicht ins Leere läuft und die Versorgung für Patient*innen auch langfristig gesichert wird.
Kommt zur Demo und lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen!✊
(alle Angaben wurden uns von den Veranstalter*innen der Demo übermittelt!)
Die moritz.memos sind der hauseigene Kurznachrichtendienst des Webs. Behandelt werden verschiedenste aktuelle Themen rund um Greifswald und Umgebung. Also seid gespannt welche News als nächstes kommt!
von webmoritz. | 24.05.2026
Diese Mitteilung steht ganz im Sinne der Universität, der Stadt und der Region Greifswald und des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, denn hier findet am 20. September 2026 die Landtagswahl statt.
Für alle Angehörigen der Universität Greifswald, egal ob Studierende, Mitarbeitende oder Professor*innen, bietet sich am 20. September die Chance, die Zukunft Greifswalds und seiner Universität maßgeblich mitzugestalten. Die Fragen von Wissenschaft, Hochschulfinanzierung, Infrastruktur, Gesundheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt betreffen nicht nur die Studierenden und ihre akademische Laufbahn sondern sie sind gleichzeitig Themen, die maßgeblich von landespolitischen Entscheidungen beeinflusst werden. Dementsprechend wichtig ist es, der eigenen Stimme durch die anstehenden Wahlen Gehör zu verschaffen!
Voraussetzungen zum Wählen
Um wahlberechtigt zu sein, ist es notwendig, seinen Hauptwohnsitz in Greifswald bzw. in Mecklenburg-Vorpommern zu haben. Dafür muss man am Wahltag seit mindestens 37 Tagen im Land Mecklenburg-Vorpommern mit Wohnsitz, bei mehreren Wohnsitzen mit Hauptwohnsitz, gemeldet sein. In diesem Jahr bedeutet das, dass man sich spätestens bis zum 14. August 2026 ummelden muss, um die gesetzliche Mindestfrist zu erfüllen. Wir empfehlen trotzdem eine frühzeitige Ummeldung vorzunehmen, zumal es auch noch andere Anreize für eine Ummeldung gibt.
Sprechzeiten der zuständigen Einwohnermeldeämter:
Greifswald: https://www.greifswald.de/de/verwaltung-politik/verwaltungsstruktur/stellen/32.3.0-Einwohnermeldewesen/
Gemeinden im Amt Landhagen: https://www.landhagen.de/kontakt/amt/standort.html
Gemeinden im Amt Lubmin: https://www.amtlubmin.de/seite/44778/sprechzeiten.html
Gemeinden im Amt Miltzow: https://www.amt-miltzow.de/seite/31130/ihr-weg-zu-uns.html
Gemeinde Süderholz: https://www.terminland.de/suederholz/
Gemeinden im Amt Züssow: https://www.amt-zuessow.de/Amt-Zuessow/Verwaltung/einwohnermeldewesen/
(diese Mitteilung wurde in Anlehnung an die E-Mail von Prof. Dr. Katharina Riedel, der Rektorin der Uni Greifswald, vom 21.05.2026 verfasst. Wenn ihr ihre Worte zu dem Thema lesen möchtet, dann schaut gerne nochmal in euren Uni-Mails!)
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von webmoritz. | 12.05.2026
Die Theaterwerft Greifswald lädt zu einem Theaterabend ein:
Am 30.05.2026 um 20:00 Uhr wird das Gaststück „Krieg oder Frieden“ von Magdalena Scharler und Jenny Helene Wübbe aufgeführt; ein Stück, das aktueller kaum sein könnte. Es geht der Frage nach, warum Krieg heutzutage als faszinierend oder sogar als sexy dargestellt wird, und beleuchtet zugleich, was Krieg eigentlich bedeutet und wo seine Grenzen beginnen.
Mit großer Intensität verbindet die Inszenierung fundierte Aufklärung mit einem engagierten Plädoyer für Frieden und die Freiheit von Menschen. Gerade in einer Zeit, in der kriegerische Konflikte das Weltgeschehen prägen, trägt dieses Thema an bedeutungsvoller Aktualität, regt zum Nachdenken, Hinterfragen und Diskutieren an.
Datum: 30.05.2026, 20:00 Uhr
Eintritt: 15 € | ermäßigt 11 €
Ort: Theaterwerft Greifswald, Bahnhofstraße 44/45
Weitere Infos und Tickets findet ihr unter www.theaterwerft.de
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