Zwischen alten Mauern und neuen Klängen: Die Eldenaer Jazz Evenings am 03. und 04. Juli verbinden Geschichte mit moderner Musik. Wenn die ersten Jazzklänge durch die alten Ruinen ziehen, dann entsteht eine ganz einzigartige Atmosphäre. Die Jazz Evenings gehören seit vielen Jahren zu einem besonderen Kulturereignis in Greifswald und locken immer wieder Jazzfans von nah und fern an.
Kurz & knapp
Datum: 03. und 04. Juli 2026 Tickets und Uhrzeit: Einlass und Abendkasse ist jeweils um 18:15Uhr. Beginn ist jeweils um 19Uhr. Ort: Klosterruine Eldena; Wolgaster Landstraße 41, 17493 Greifswald Veranstalter: Amt für Bildung, Kultur und Sport (Greifswald) in Kooperation mit dem Kunstverein art SIEBEN Greifswald/Vorpommern e. V. Medienpartner: NDR Kultur Weitere Informationen und Tickets findet ihr hier: www.eldenaer-jazz-evenings.de
Ein Festival mit Geschichte
Die Geschichte des Festivals beginnt im Jahr 1981. Gegründet wurde das Festival von Studierenden der Universität Greifswald, welche die Jazzmusik auch in der damaligen DDR sichtbarer machen wollten. Schon die erste Ausgabe bestach durch die Verbindung aus musikalischen und gesellschaftlichen Hintergründen. Musiker aus Ost und West trafen aufeinander und machten das Festival zu einem besonderen Ort des Austausches. Genau wie in diesem Jahr erneut, verwandeln die Eldenaer Jazz Evenings seit über vier Jahrzehnten die ehrwürdige Klosterruine Eldena in einen der stimmungsvollsten Jazzspielorte Deutschlands.
Bildnachweis: Wally Pruß
Jazzprogramm in einzigartiger Kulisse
Die Besonderheit des Festivals entsteht aus der Verbindung aus Musik und Ort. Die historische Klosterruine bildet eine einzigartige Bühne, die den Konzerten eine besondere Stimmung verleiht. Zwischen den Backsteinmauern treffen internationale Künstler*innen, bekannte Größen der Jazzszene und neue Talente aufeinander. Dabei ist die Atmosphäre mindestens genauso wichtig wie die Konzerte und deren Erleben. Auch in diesem Jahr erwartet euch wieder ein abwechslungsreiches Programm. An zwei Konzertabendenden könnt ihr zahlreiche Acts bestaunen. Ein Highlight ist dabei der Auftritt der NDR Bigband gemeinsam mit dem Trompeter und Komponisten Frederik Köster.
Bildnachweis: UHGW
Hier ist eine Programmübersicht: Programm am Freitag (03. Juli): Björn Lücker Berlin Ensemble, NuHussel Orchestra, Julian Maier-Hauff Programm am Samstag (04. Juli): Soundrise Quartet, SirBradley, Frederik Köster & NDR Bigband
Im Web Weekly stellen wir euch jede Woche ein neues Kultur-Ereignis in Greifswald und Umgebung vor. Wir wünschen viel Spaß bei allen Veranstaltungen! (Text: Melanie Ehrhardt; Design: David Langner)
Seit über 30 Jahren prägt Gerhard Heims mit seinem Plattenladen „Fundgrube“ die Greifswalder Musikszene – nun verstummt er. Ein Porträt über die Leidenschaft zur Musik, vergessene Schallplatten und das Abschiednehmen.
Ein leiser Klick – der spinnenbeinartige Tonarm senkt sich, für einen Moment hält die Zeit den Atem an. Dann: Rauschen, ein Knacken und Robert Plant, füllt den Raum. Leise säuselt er: „Made up my Mind to make a new start, Going to California with an aching in my heart“. Gerhard Heims lächelt zufrieden. Ob er den Song bewusst ausgewählt hat, wissen wir nicht. Die Domstraße 39 ist damit offiziell geöffnet.
Seit den 1990er Jahren führt der heute 75-jährige Heims den Plattenladen „Fundgrube“. Drei Jahrzehnten lang, war der Laden ein Treffpunkt für Musikliebhaber und Neugierige, sowie ein belebter Bestandteil der Greifswalder Innenstadt.
Wer den Laden betritt, dem eröffnet sich ein Labyrinth aus Vinyl, vergilbten Postern und Büchern. Es riecht nach Papier, Hülle und Nostalgie – eine echte Fundgrube eben. Doch das letzte Kapitel steht unmittelbar bevor: Nach mehr als 30 Jahren wird Gerhard Heims endgültig die Ladentüren schließen. Der Abschied gilt nicht nur für Heims, sondern auch Greifswald.
Gerhard Heims – ein Greifswalder Original
Im Gespräch mit moritz.tv blickt Heims zurück. Geboren in Greifswald, machte er hier sein Abitur, studierte in Freiberg Energietechnik und arbeitete anschließend im Kernkraftwerk. Verwegen zwirbelt er seinen Schnauzbart, als er erzählt, wie er zunächst auch Sanitäranlagen und Heizhäuser projektierte. Der Wechsel vonKern- zu Klangenergie gelang ihm 1990.
Seine wahre Leidenschaft galt schon immer der Musik. Nicht etwa der Klassik, sondern Rock und Pop. Mit etwa zehn Jahren begann er, Schallplatten zu sammeln. Ein denkbar schwieriges Hobby in der DDR – wie er erzählt. Heims sammelte DDR-Rock – mit etwas Glück allerdings kam er sogar an Westplatten.
In den 80ern schlich sich der damalige Ingenieur alle 14 Tage von der Arbeit, um sich vor Plattenläden anzustehen. „Zehn, zwölf Leute standen da immer. Keiner wusste, was für Platten kommen, aber irgendeine Westplatte kam ja dann auch“, erzählt er vergnügt. Später verkaufte Gerhard Heims die Tonträger gewinnbringend weiter.
Er erinnert sich: Bei einem Durchschnittseinkommen von 600 Mark zahlten einige Musikliebhaber mitunter 200 Mark für Pink Floyds „The Wall“. Ein Drittel des Monatseinkommens für eine Platte – ein lukratives Geschäft also. Nach 1988, als es offener wurde, dachte er: Das könnte ich auch im größeren Stil machen.
Ein Hebel, ein Knistern, ein Stück Geschichte
Er schildert, wie überrascht er gewesen war, als ihm sein Gewerbe genehmigt wurde. Dieser Glücksfall ermöglichte es ihm, seine Leidenschaft endlich in sein Lebenswerk zu verwandeln. Gerhard Heims handelte schnell und der neue Laden entstand kurzerhand in einem Abrisshaus. Als die Wende kam, war er sogar schneller als die Westhändler: Ein halbes Jahr lang holte er „viel Zeug, Videos und alles so aus dem Westen“. Die Platten gab es dort für einen „Apfel und ein Ei“, und so musste Heims eher auf die Achslast seines Wagens achten als auf seinen Geldbeutel.
Es war immer viel Arbeit – und das ist es noch immer. „Die Leute heute, die können alle nicht mehr arbeiten“, schnaubt der hagere Mann mit Schnauzbart und Pferdeschwanz. Einen Nachfolger wird es dementsprechend nicht geben. „Das Konzept ist aus der Zeit gefallen“. Es brauche „viel Zeit, man muss es mögen und können“.
Auf die Frage, was an Schallplatten so besonders sei, gerät Heims ins Schwärmen: Schallplatte seien weit mehr als nur Tonträger: Ganz wichtig ist das Cover. Gute Kunst oder – nicht wie bei einer CD – ohne Lupe lesen zu können, wer mitgewirkt hat, das mache einerseits den Charme der Platte aus. Und wenn eine Platte gepflegt sei, klinge sie klar: kein Knistern. Nach einer kurzen Pause attestiert er mit Stolz: Seine Platten hätten – mit wenigen Ausnahmen – immer 1A Qualität.
„Das ist mein Leben, alles andere ist nebenbei“
Als Heims die nächste Platte auflegt, gemahnt er zum Zuhören: „So heißt das – Sex and Drugs and Rock’n’Roll“, stellt er fest. Dabei presst er die Lippen zu einem steifen Lächeln zusammen und stemmt stolz die Arme in die Hüften. Musik ist für ihn Passion und Alltag. Heims liebt besonders zwei Dinge: Schallplatten und Livemusik. Während er davon erzählt, stellt er mit fast weicher Stimme fest: „Das ist mein Leben, alles andere ist nebenbei“. Auf etwa eintausend Konzerten war er schon.
Gerhard Heims gefallen viele Musikrichtungen: Hard Rock, Heavy Metal, Southern Rock, Blues Rock, guten deutschen Rock. Ein Tabu aber bleibt: Techno. Er schüttelt heftig mit dem Kopf, die Augen zusammengekniffen – der Mund so verzogen, als wäre ihm übel geworden: „Nee, es gibt bei mir keine Technoplatten zu kaufen“. Die „Technoleute“ haben ihn am meisten bestohlen, erzählt er noch immer etwas erhitzt. Ganz anders die Metal-Fans. Das seien ganz andere Leute. Als er auf seine heftige Abneigung gegen Techno angesprochen wird, bestätigt er diese entschieden, anschließend muss er lachen – vielleicht auch ein bisschen über sich selbst.
In einer Zeit, in der Musik zunehmend digital konsumiert wird, erlebte die Schallplatte eine überraschende Renaissance. Gerhard Heims freut sich über diese Entwicklung – nicht nur als Verkäufer, sondern auch als Fan. Seine Kundschaft: Sammler und Touristen. Der Zufallskäufer ist eher selten.
Ein neuer Lebensabschnitt – auf leisen Sohlen
Nach mehr als 30 Jahren ist das Ende der „Fundgrube“ abzusehen. Die Ladenschließung ist durchgeplant und erfolgt langsam, Stück für Stück. Der 75-Jährige steht vor dem Problem, dass nur etwa 4.500 Schallplatten in seine Wohnung passen – da müsse noch einiges weg. Vor allem der Verkauf von Klassik- und Schlagerplatten stellt ihn vor Probleme. Diese würden besonders schwer über die Ladentheke gehen. Bei den Schlagerplatten sei das jedoch verständlich, fügt er schelmisch grinsend hinzu.
Die Entscheidung, den Laden zu schließen, fällt Gerhard Heims nicht leicht. Es ist ein Abschied, der ihn persönlich berührt, jedoch unumgänglich ist. Es ist sein Haus, er wohnt in der obersten Etage, geht bloß die Treppe runter und abends wieder hoch – das sei gut für die Knochen. Aber: Er kann kein Auto mehr fahren. Allein ist das zu schwierig.
Nach dem Aus beginnt ein neuer Abschnitt. Heims will mehr von Deutschland sehen. Nicht nur in den Süden fahren, sondern auch nach Freiberg zurückkehren, wo er studierte. Und er will noch die Bands sehen, die auf Abschiedstournee sind. Stoppock und U.D.O. – das sei authentisch.
Er sagt, er habe alles richtig gemacht. „Ich kann nicht sagen, dass ich irgendwo einen großen Fehler entdecke.“ Die Musik war sein Leben. Und die Fundgrube sein Zuhause. Greifswald hat er nie verlassen. „Durch die Studenten ist diese Stadt eben jung und das genießt man auch.“ Noch bringt er Kisten ins Geschäft, als wolle er der Zeit ein Schnippchen schlagen. Doch bald bleibt nur die Erinnerung – an (sehr wenige) knisternde Platten, die prall gefüllten Regale und diesen einzigartigen Treffpunkt in der Domstraße. Ein Stück Greifswalder Geschichte, das langsam ausklingt: „Standin‘ on a hill in the mountain of dreams Tellin′ myself it’s not as hard, hard, hard as it seems“
Wenn ihr nicht nur über den Plattenladen lesen, sondern ihn auch sehen wollt – dann schaut euch hier das Video an! moritz.tv hat Gerhard Heims getroffen – für eine Reportage über Leidenschaft, Musik, Abschied und einen der urigsten Orte in der Greifswalder Innenstadt.
Der Nordische Klang ist eines der wichtigsten Kulturereignisse in Greifswald. Vom 2. bis 11. Mai bietet das Festival Musik, Kunst, Literatur und Kultur aus dem Norden. Hier bekommt ihr alle Infos zu dem „einzigartigen kulturellen Aushängeschild“.
Der Mai in Greifswald trumpft mit 40 Veranstaltungen und 120 Kunstschaffenden aus sieben Ländern auf: Pop aus Island, Funk aus Estland, Jazz aus Dänemark, Folk aus Finnland, Märchen aus Grönland, Literatur aus Schweden, Indierock aus Norwegen, und so viel, worauf ihr euch freuen könnt
Der Nordische Klang 2025: Wissenschaft, Kunst, Kultur, Musik und mehr
Musik, Kunst, Kultur, Wissenschaft – das sind die vier Säulen des Nordischer Klangs. Das „Fest des Nordens“ ist das wichtigste Festival nordeuropäischer Kulturen in Deutschland. Jedes Jahr besuchen bis zu 10.000 Menschen das zehn Tage dauernde Fest. Die vielfältige nordische Kultur überrascht und überzeugt sie dabei jedes Mal aufs Neue.
Dieses Jahr dauert das Festival vom 2. bis 11. Mai an. Dabei werden auch einige kleinere Veranstaltungen vor und nach dem Zeitraum angeboten. Neben bewährten Formaten wie der Folknacht (6. Mai | St. Spiritus) und der Jazznacht (7. Mai | St. Spiritus) sind auch spannende Neuerungen dabei: Erstmals findet eine Popnacht statt (3. Mai | Straze). Auch neu: Die Global Beats Nacht (8. Mai | Straze) in dieser wird die indigene, nordskandinavische Gesangstechnik Joik mit Afrobeats kombiniert. Mit dieser Playlist könnt ihr die musikalische Vielfalt schon jetzt erkunden.
Neben den Konzerten gibt es mehrere Ausstellungen, Filmvorführungen, Lesungen, wissenschaftliche Vorträge und Podiumsdiskussionen, die nordische Kultur vermitteln. Außerdem wird auch für die kleinsten Gäste der KinderKlang angeboten.
Tickets sichern für den Nordischen Klang 2025 – Das Programm im Überblick
Tickets für das Festival gibt es online und in der Stadtinformation Greifswald. Früh sein lohnt sich – insbesondere die Jazznacht und die Folknacht waren in den letzten Jahren schnell ausverkauft. Viele der Veranstaltungen sind kostenfrei, wie die vier Ausstellungen, wissenschaftliche Podiumsdiskussionen und Vorträge.
Hier eine Programmübersicht:
Design des Programmhefts: Wally Pruß
Fokus auf Island, Klimaschutz und Nachhaltigkeit
Nachdem im vergangenen Jahr Estland die Schirmherrschaft über das Festival übernommen hatte, steht dieses Jahr Island im Fokus. Vertreten wird das nordischste der nordischen Länder durch das Indie-Pop-Duo Kusk & Óviti, die Jazzsängerin Stína Ágústsdóttir und den Autoren Pedro Gunnlaugur Garcia.
Passend dazu bilden Natur und Nachhaltigkeit den thematischen Schwerpunkt der wissenschaftlichen Veranstaltungen. Die Tagung „Resilienz erzählen / resilient erzählen“ untersucht Widerstandsfähigkeit in Tove Janssons Mumins: Die kleinen nilpferdartigen Fantasiewesen erleben Naturkatastrophen und andere Bedrohungen, lassen sich davon aber nie unterkriegen. Unter dem Titel „Untouched Landscapes? Northern Europe Between Preservation and Change“ sprechen Kunstschaffende und Forschende über die idealisierte nordische Natur und deren Bedrohung durch den Klimawandel.
Nachhaltigkeit und das Verhältnis zur Natur spielen auch am Tag danach eine Rolle: Die Podiumsdiskussion „Lebenswerte Stadt – 28x Stadtentwicklung in Dänemark“ basiert auf einer Ausstellung, die seit dem 1. April (und bis zum 3. Juni) in der Zentralen Universitätsbibliothek zu sehen ist. Verschiedene Sachkundige aus den Bereichen Architektur und Stadtplanung sprechen darüber, wie nachhaltig gebaut werden kann.
Manuela Schwesig: „einzigartiges kulturelles Aushängeschild“, „beispielgebend für Völkerverständigung“
Das Festival nahm seinen Anfang 1991, als das Institut für Nordistik zu einem Tag der offenen Tür einlud. Schon damals waren Poesie, Wissenschaft und Musik wichtige Grundpfeiler. Nach dem Konzert eines schwedischen Chores im Dom St. Nikolai schwärmte die Presse von einem „nordischen Klang“, der durch die Stadt strömte und die Menschen begeisterte – Das Festival war geboren.
Der Kulturverein Nordischer Klang, der das Festival seitdem organisiert, wurde im letzten Jahr mit dem Kulturförderpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bezeichnete das Festival als „einzigartiges kulturelles Aushängeschild“ und „beispielgebend für Völkerverständigung.“ Schwesig übernimmt zusammen mit Logi Einarsson – isländischem Minister für Kultur und nordische Zusammenarbeit – dieses Jahr die Schirmherrschaft für das Festival.
Der Nordische Klang ist weiterhin eng mit der Universität Greifswald verbunden. Festivalleiter ist Clemens Räthel, Professor für Neuere Skandinavische Literaturen. Auch der Rest des Teams ist an der Universität angebunden. Viele Studierende aus der Skandinavistik und Fennistik sammeln beim Festival Erfahrungen in Kulturmanagement und Öffentlichkeitsarbeit. Was jetzt noch fehlt? Gäste, die mit ihrer Neugier und Begeisterung den Nordischen Klang erneut durch die Greifswalder Innenstadt klingen lassen.
Kurz vor Weihnachten präsentiert der Görlitzer Kulturverein Ars Augusta e.V. das Ballett „Wanderer“ in der STRAZE in Greifswald. Das Stück, das Klaviermusik und Projektionen von Caspar David Friedrichs Gemälden kombiniert, gehört zu den Jubiläumsveranstaltungen zum 250. Geburtstag des Malers. Die Produktion von Eleni Ioannidou ehrt zwei Romantiker: Caspar David Friedrich und den englischen Dichter Lord Byron, der vor 200 Jahren in Griechenland bei den Befreiungskriegen starb.
Ioannidou, die sowohl Messolonghi, den Todestort Byrons, als auch Greifswald besuchte, fand eine fast metaphysische Ähnlichkeit zwischen den beiden Orten und den Schicksalen von Byron und Friedrich. Der „Garten der Helden“ in Messolonghi, mit all den Grabsteinen der kämpferischen Leute, die für die Freiheit von Griechenland gefallen sind, erinnert an das Bild „An Kügelgens Grab“. Auch der Blick von Pleurona auf die Lagune ähnelt Friedrichs „Abendlandschaft mit zwei Männern“.
Die in Polen geborene und in Sachsen lebende Griechin versucht ihre Faszination für die Schicksale der beiden Künstler und ihre Reisen durch Europa zu thematisieren. Sie nutzt daher nun die Möglichkeit von Caspar David Friedrichs Jubiläum, um ihre Faszinationen auf die Bühne zu bringen. Dafür wählte sie Tanz, Musik und Malerei als universelle Kunstformen. Die Musik stammt von Franz Liszt und Fryderyk Chopin, deren Klavierstücke sie mit Friedrichs Gemälden assoziiert. Der Tanz erzählt die Geschichte Byrons als „Wanderer am Nebelmeer“ und „Mönch am Meer“. Digitale Technik lässt die Figuren aus Friedrichs Bildern lebendig werden und mit der Musik tanzen.
Das Ballett wurde bereits in leicht abgeänderter Form in Bautzen aufgeführt und feiert nun seine Premiere am Freitag, den 20. Dezember, um 19 Uhr in Greifswald. Tickets kosten 15 €, für Jugendliche und Kinder bis 18 Jahre ist der Eintritt frei. Eine Matinee findet am Samstag, 21. Dezember, um 11 Uhr statt, mit ermäßigten Karten für 10 €. Das Projekt wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Stadt Greifswald im Rahmen des Caspar-David-Friedrich-Jubiläums. Kommt gerne am Freitag in die STRAZE und überzeugt euch selbst!
Alles auf einen Blick: Was? Ballettstück „Wanderer“ im Rahmen von Caspar David Friedrichs Jubiläum Wann? Freitag, den 20. Dezember um 19 Uhr ; Matinee am Samstag, den 21. Dezember um 11 Uhr Wo? STRAZE Sonstiges? Weitere Infos findet ihr hier
Beitragsbild: Ars Augusta e.V.
Zur Person des Autoren
Lucas stammt ursprünglich aus dem Rheinland und ist nun schon seit einigen Jahren in Greifswald. Derzeitig ist er Student der Organisationskommunikation im Master. Für den webmoritz. ist Lucas seit 2022 aktiver Redakteur. Sein Lieblingstier ist der Panda 🐼
Liebe Freunde und Freundinnen der polnischen Kultur, ihr seid wieder einmal herzlichst eingeladen die bunte und breitgefächerte Vielfalt Polens beim „polenmARkT“-Festival zu erleben. Vom 14. November bis zum 25. November werden im Rahmen des Festivals wieder eine große Vielzahl an Veranstaltungen aus den Bereichen Musik, Literatur und auch Kunst stattfinden. Einen kurzen Einblick in die Veranstaltungen des Festivals erhaltet ihr in diesem Artikel.
Greifswald darf sich wieder einmal auf die polnischen Kulturtage freuen, denn der „polenmARkT“ steht wieder einmal vor der Tür. Das Festival geht auf einen einfachen und gemütlichen Abend unter ein paar Studierenden zurück, die damals nichts anderes wollten, als den Leuten die bunte Kultur Polens etwas näher zu bringen. Seitdem hat sich das Fest zu einem jährlichen Event weiterentwickelt, welches den Nordosten Deutschlands zur Novemberzeit in einen Sammelpunkt der polnischen Kultur verwandelt.
Auch dieses Jahr haben die Verantwortlichen des „polenmARkT“ wieder ein breites Angebot an Veranstaltungen organisiert. Am 14. November findet der feierliche Eröffnungsabend statt, bei dem es eine Lesung mit Jacek Dehnel geben wird. Dehnel hat viele Talente, so ist er unter anderem Maler, Übersetzer, Literaturkritiker und auch Fernsehmoderator. An erster Stelle ist er aber ein begnadeter Schriftsteller, der es in seinen Werken immer wieder schafft historische Motive mit der polnischen Realität zu verbinden. Seid daher gespannt auf Jacek Dehnel und seine anstehende Lesung. Der Eröffnungsabend wird des Weiteren geprägt durch den 25. Förderpreis der Sparkasse Vorpommern für deutsch-polnische Zusammenarbeit an der Universität Greifswald. Junge Wissenschaftler*innen jeglicher Disziplinen, die einen Beitrag zur deutsch-polnischen Zusammenarbeit geleistet haben, haben die Möglichkeit, für ihre Arbeit ausgezeichnet zu werden. Zu guter Letzt wird der Abend musikalisch begleitet vom Musikduo aus Eva Sand und Alex Marek aus Stettin. Stattfinden wird die feierliche Eröffnung am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald in der Martin-Luther-Straße 14 um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, also kommt gerne vorbei.
Ein paar weitere Highlights des Festivals sind das Konzert von Wojt & Vreen im St. Spiritus am Freitag, den 15. November. Das elektroakustische Duo sorgt durch die Kombination von akustischer und elektronische Gitarre für Musik, die an die Indie-Sounds der 90er erinnern. Im Anschluss wird DJ Dom Panik auflegen und mit gefühlvoller House-Musik und einem Touch von Techno für gute Stimmung sorgen. Am Sonntag den 17. November werden Autorin Inga Iwasiów sowie Marek Fiałek als Moderator eine Buchvorstellung zum Titel „Das späte Leben“ durchführen. Der Roman ist wie eine Sammlung an Kurzerzählungen zu verstehen, welcher zum Nachdenken und Fantasieren anregen soll. Nach und nach wird die Geschichte um unsere Charaktere an jener Küstenstadt an der Ostsee klarer und klarer. Seit gespannt, was „Das späte Leben“ zu bieten hat. Auch was Filme angeht wird der „polenmARkT“ etwas zu bieten haben. Am 22. November wird es eine Präsentation der Animationsfilme der Kunstakademie Krakau und Kurzfilme des Szczecin Film Festivals in der Straze zu sehen geben.
Erkundet doch selbst einmal die Website des „polenmARkT“-Festivals und erfahrt mehr über die Veranstalter*innen des Events und die anstehenden Veranstaltungen.
Das Wichtigste im Überblick: Was? „polenmARkT“-Festival 2024 Wann? 14. November 2024 bis zum 25. November 2024 Sonstiges? Alle Veranstaltungen findet ihr hier im Programmheft