web.woche 26. Oktober-01. November

web.woche 26. Oktober-01. November

Was geht eigentlich ab in Greifswald? In der web.woche geben wir euch eine Übersicht über die kommenden Veranstaltungen in und um unsere Studierendenstadt. Hier findet ihr Termine, Infos und Neuigkeiten, von Politik und Region, über Universität und Wissenschaft bis hin zu Kultur und Sport.

Uni & Wissenschaft

VERANSTALTUNGEN

  • Was? 9. ordentliche StuPa-Sitzung
  • Wann? Dienstag, 27. Oktober 2020, 20 Uhr c.t.
  • Wo? ELM 6, Hörsaal 3/4
  • Was wird besprochen? Unter anderem die 2. Lesung zur Rücklage der Fachschaften und die Aufnahme in die universitäre Antidiskriminierungsrichtlinie.
  • Was? Sitzung der AG eSports
  • Wann? Mittwoch, 28. Oktober 2020. 18 Uhr s.t.
  • Wo? Discord-Server
  • Was wird besprochen? Unter anderem zukünftige Projekte wie die Witeno-Gründertage oder das Green Office.

NEUIGKEITEN

  • Der erweiterte Senat hat am letzten Mittwoch Frau Prof. Dr. Riedel als neue Rektorin gewählt! Den Ablauf der Rektor*inwahl und die Ergebnisse findet ihr auf dem webmoritz.
  • Die wichtigsten Infos für alle neuen Studierenden sind noch einmal auf der Seite “Auf ins Wintersemester 2020/21” zusammengefasst, unter anderem dazu, wie ihr euren Stundenplan erstellen und euer Studium strukturieren könnt oder was ihr über ein Studium mit COVID-19 wissen müsst.
  • Neben dem Corona-FAQ der Uni-Website hat das Rektorat neue Informationen verschickt, die ihr in eurem Postfach der Uni-Mail auf Groupware findet.
  • Es werden noch Angebote für die Notwohnraumbörse gesucht!
  • Die Greifswalder Universitätsmedizin liegt im Bundesvergleich auf Platz 49 des Krankenhaus-Ratings von Focus und hat sich mit Blick auf 2017 bereits um 14 Plätze verbessert.
  • Bis Ende 2024 stehen unserer Universität zusätzliche 600.000 Euro des DAAD für die Internationalisierung der Lehramtsausbildung und eine Stärkung der Zusammenarbeit mit Partnerhochschulen zur Verfügung.
  • Die eigentlich für den 12. November geplante siebte hochschulpolitische Konferenz muss aufgrund der Coronapandemie leider auf das Frühjahr oder den Frühsommer 2021 verschoben werden.
  • Die BDH-Klinik Greifswald kann mit ihren nun installierten Photovoltaik-Anlagen ihren CO2-Ausstoß um 104 Tonnen verringern und somit den Klimaschutz mit Krankenhaus zusammenbringen.

Kultur & Sport

VERANSTALTUNGEN

  • Was? Schauwerkstatt – Halloweenseifen
  • Wann? Dienstag, 27. Oktober, 14 Uhr bis 16 Uhr
  • Wo? CDFZ, Lange Str. 57, Greifswald
  • Eintritt? 3 Euro plus Materialkosten
  • Anmeldung? Um vorherige Anmeldung wird wegen der Corona-Maßnahmen gebeten.
  • Was? Brot backen im Kräutergarten
  • Wann? Dienstag, 27. Oktober, ab 15 Uhr gibt es die ersten Snacks
  • Wo? Garten des pommerschen Landesmuseum, Rakower Str. 9, Greifswald
  • Was? Kabutze Kleidertausch
  • Wann? Dienstag, 27. Oktober, ab 20 Uhr
  • Wo? STRAZE, Stralsunder Str. 10, Greifswald
  • Anmeldung? Erfolgt direkt vor Ort
  • Noch etwas? Denkt daran einen MNS zu tragen und bringt gerne eure gewaschene und gut erhaltene Kleidung zum tauschen mit.
  • Was? NABU-Herbstspaziergänge
  • Wann? Mittwoch, 28. Oktober 2020, 10 Uhr (Auf den Spuren der Vögel) oder 14 Uhr (Gefiederte Riesen – Kinderführung)
  • Wo? Treffpunkte sind der Carl-Paepke-Platz bzw. für die spätere Führung der STRAZE-Garten
  • Eintritt? Frei
  • Anmeldung? Online auf der Website der STRAZE.
  • Was? KlangFarben – Jazz im Dom
  • Wann? Freitag, 30. Oktober 2020, 20 Uhr
  • Wo? Dom St. Nikolai, Greifswald
  • Eintritt? 8 Euro, Ermäßigt 5 Euro, Kinder bis 14 Jahre kostenlos
  • Was? Schauwerkstatt – Bunte Windlichter
  • Wann? Samstag, 31. Oktober 2020, 14 Uhr
  • Wo? CDFZ, Lange Str. 57, Greifswald
  • Eintritt? 3 Euro plus Materialkosten
  • Anmeldung? Um Anmeldung wird aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen gebeten.
  • Was? (fällt aus) Erstes Greifswalder Drachenfest
  • Wann? Sonntag, 01. November 2020, ab 11 Uhr
  • Wo? Deponie Ladebower Chaussee, Greifswald
  • Noch etwas? Bringt gerne eure eigenen Drachen mit und lasst sie steigen. Die drei schönsten Exemplare werden prämiert.
  • Was? Hermannshof Theater – FAUST
  • Wann? Sonntag, 01. November 2020, 18 Uhr
  • Wo? Musikschule am Wall, Greifswald
  • Eintritt? 10 Euro, Ermäßigt 8 Euro
  • Anmeldung? Bitte meldet euch unter der Nummer 03834 8536-4444 oder per E-Mail unter st.spiritus@greifswald.de bis zum Freitag, den 30.10.2020, um 12 Uhr an.

NEUIGKEITEN

  • Unter dem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen!“ finden noch bis zum 30. Oktober die Interkulturellen Wochen statt. Das mehrwöchige Programm bietet viel Abwechslung: So können beispielsweise Online-Seminare, verschiedene Ausstellungen, Workshops und Vorträge je nach Lust und Laune besucht werden.
  • Noch bis zum 31. Oktober erfüllt die Stadtbibliothek Hans Fallada 100 persönliche Filmwünsche. Die Aktion wurde anlässlich des bundesweiten Tages der Bibliotheken am 24. Oktober ins Leben gerufen. Sendet euren Wunschtitel, Erscheinungsjahr, euren Namen, E-Mailadresse und eure Benutzernummer an die E-Mailadresse stadtbibliothek@greifswald.de oder kontaktiert die Stadtbibliothek bei Facebook beziehungsweise Instagram.

Politik & Lokales

Wir haben ein wichtiges Event in dieser Woche vergessen? Ihr habt noch einen heißen Tipp für die nächste Woche? Schreibt uns einen Kommentar oder eine Nachricht, wenn ihr etwas zur web.woche beisteuern wollt!

Wir haben eine neue Rektorin

Wir haben eine neue Rektorin

Weißer Rauch steigt aus dem Schornstein des Universitäthauptgebäudes in der Domstraße 2 und gibt bekannt: „Wir haben eine Rektorin“. Naja okay, wir geben zu: So ehrfürchtig lief das Ganze dann doch nicht ab. Der weiße Rauch sind die grauen Wolken, die wie immer den Greifswalder Himmel verzieren, und wir haben die Neuigkeit über den (mehr oder weniger zuverlässigen) Livestream aus dem Hörsaal 3/4 des Lohmeyer-Platzes erfahren.

Prof. Dr. Katharina Riedel wurde heute vom erweiterten Senat der Universität Greifswald im zweiten Wahlgang zur neuen Rektorin gewählt. Somit setzte sich die Lehrstuhlinhaberin der Mikrobiologie knapp gegen Prof. Dr. Werner Weitschies aus der Abteilung Biopharmazie und Pharmazeutische Technologie des Instituts für Pharmazie und die externe Kandidatin Prof. Dr. Manuela Pietraß durch. Riedel löst damit Frau Prof. Dr. Johanna Eleonore Weber ab und übernimmt ab März 2021 für vier Jahre die Rektoratsleitung der Uni Greifswald. Sie ist aktuell bereits Prorektorin für die Aufgabenbereiche Forschung und Transfer sowie internationale Angelegenheiten und Gleichstellung.

Wie so eine Rektoratswahl eigentlich abläuft, erfahrt ihr im letzten Artikel auf dem webmoritz.

Beitragsbild: Lilli Lipka

Rektor*inwahl – Aber wie?

Rektor*inwahl – Aber wie?

Morgen wird eine neue Rektorin oder ein neuer Rektor gewählt, die bzw. der ab März 2021 das Amt von Frau Prof. Dr. Johanna Eleonore Weber übernehmen wird. Doch wer wählt eigentlich und wie genau findet die Wahl statt? 

Die Wahl des Rektorats findet im Senat unserer Universität statt. Zunächst setzt der erweiterte Senat einen Rektorwahlausschuss ein. Zu diesem gehören der*die Vorsitzende des Senats, eine Vertretung der Professor*innen jeder Fakultät, zwei Vertreter*innen der Studierenden, zwei der wissenschaftlichen Mitarbeitenden, eine*r der weiteren Mitarbeitenden und die Gleichstellungsbeauftragte Frau Terodde. Der Ausschuss soll geschlechtsparitätisch, also ausgeglichen, sein und ist für die Stellenausschreibung sowie die Erarbeitung von externen Vorschlägen zur Nominierung der Kandidierenden durch den engeren Senat zuständig.

Zusätzlich zu dem Vorschlag durch den Rektorwahlausschuss können auch je 3 Mitglieder des erweiterten Senats Vorschläge machen. Der engere Senat (bestehend aus 22 der 36 Senatsmitglieder mit den vorderen Mandaten) nominiert dann bis zu 3 Personen zur Wahl. Gewählt werden kann nach dem Landeshochschulgesetz, „[…] wer eine abgeschlossene Hochschulbildung besitzt [und] aufgrund einer mehrjährigen verantwortlichen Tätigkeit in Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft, Verwaltung oder Rechtspflege erwarten lässt, dass sie oder er den Aufgaben des Amtes gewachsen ist […]“ (§ 82 (1)). Bevor allerdings gewählt wird, stellen sich die Kandidat*innen hochschulöffentlich vor, wobei auch wir als Studierende teilnehmen und Fragen stellen können. Die Vorstellung der Nominierten war in diesem Jahr sowohl in Präsenz als auch per Livestream mitzuverfolgen.

Die Wahl findet schließlich im erweiterten Senat statt. Wenn die Person die Wahl annimmt, dann beantragt der*die Vorsitzende des Senats die Bestellung durch das Bildungsministerium. Die darauf folgende Amtszeit beträgt vier Jahre, wobei stets die Möglichkeit zur Wiederwahl besteht.

So, und nach dem etwas trockenen Wahlprozedere noch ein paar fun (oder serious) facts:

  • Frau Prof. Dr. Weber war als 353. Person im Amt der Rektor*in die erste Frau an der Universität Greifswald und ist damit eine von 19 anderen weiblichen Universitätsleitungen in Deutschland.
  • Das heißt 77 Prozent der deutschen Universitätsleitungen sind männlich, nur 5 Prozent wurden nicht in Deutschland geboren.
  • Der Altersdurchschnitt der Leitenden in Deutschland beträgt 59 Jahre, davon kommt keine*r aus den ostdeutschen Bundesländern.

Diese und weitere Informationen findet ihr in:
der Grundordnung der Universität Greifswald (§ 12 – Wahl und Abwahl von Mitgliedern des Rektorats) und der Geschäftsordnung des Senates (§ 18 – Wahlen; § 23 – Rektorwahl). Auch im Landeshochschulgesetz M-V sind einige Regelungen vermerkt (§ 83 – Hochschulleiterin oder Hochschulleiter).


Die Angaben zu deutschen Hochschulleitungen beruhen auf der Studie des CHE (Centrum für Hochschulentwicklung). Der Stand der Erhebung aus Internetrecherche und direkten Nachfragen befindet sich auf Dezember 2018.

Beitragsbild: Annica Brommann

web.woche 19.-25. Oktober

web.woche 19.-25. Oktober

Was geht eigentlich ab in Greifswald? In der web.woche geben wir euch eine Übersicht über die kommenden Veranstaltungen in und um unsere Studierendenstadt. Hier findet ihr Termine, Infos und Neuigkeiten, von Politik und Region, über Universität und Wissenschaft bis hin zu Kultur und Sport.

Uni & Wissenschaft

VERANSTALTUNGEN

  • Was? Ordentliche AStA-Sitzung
  • Wann? Montag, 19. Oktober 2020, 20 Uhr c.t.
  • Wo? Rubenowstraße 1, Hörsaal 1
  • Was wird besprochen? Unter anderem die Kooptierung der AG-Vorsitzenden und die zweite Erstiwoche.
  • Was? Sitzung der FSK
  • Wann? Mittwoch, 21. Oktober 2020, 18 Uhr c.t.
  • Wo? Hörsaal, Rubenowstraße 3
  • Was wird besprochen? Unter anderem die Auswertung der Erstiwoche sowie Hilfsangebote für das Studium unter Coronabedingungen.

NEUIGKEITEN

  • Zu diesem Wintersemester haben sich 1999 neue Studierende an unserer Uni eingeschrieben [Stand 09.10.]! Davon kommen etwa 30 Prozent aus Mecklenburg-Vorpommern. 75 Studierende kamen für das neu eingeführte Grundschullehramt. Was für Studiengänge ebenfalls hinzugekommen sind, könnt ihr hier auf dem webmoritz. nachlesen.
  • Die wichtigsten Infos für alle neuen Studierenden sind noch einmal auf der Seite “Auf ins Wintersemester 2020/21” zusammengefasst, unter anderem dazu, wie ihr euren Stundenplan erstellen und euer Studium strukturieren könnt oder was ihr über ein Studium mit COVID-19 wissen müsst.
  • Neben dem Corona-FAQ der Uni-Website hat das Rektorat neue Informationen verschickt, die ihr in eurem Postfach der Uni-Mail auf Groupware findet.
  • Es werden noch Angebote für die Notwohnraumbörse gesucht!
  • Das Verbundprojekt MIX-UP, an dem auch Wissenschaftler*innen der Uni Greifswald beteiligt sind, untersucht die Wertschöpfung aus Plastikabfällen. In dem aktuell veröffentlichten Positionspapier findet ihr eine kritische Beleuchtung des Forschungsstandes sowie verschiedene Strategien für biotechnologische Lösungen beim Abbau und Recycling von Plastik.
  • Bei der Insomnale 2020 des CDFI, die in diesem Jahr digital stattfindet, gewann die CFDI-Absolventin Anna Schmitz mit ihren Arbeiten zu einer Island-Reise. Felix Jess gewann mit seinen Bildern der Container im Hamburger Hafen den Publikumspreis.
  • Der Aufbau des neuen Helmholtz-Instituts in Greifswald beginnt. Gefördert von Mitteln des Bundes und Landes M-V dient es als Schnittstelle zwischen der Uni, Universitätsmedizin, dem Friedrich-Loeffler-Institut und dem Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. Durch die geplante Arbeit des Instituts soll unter anderem die Ausbreitung von Infektionskrankheiten erforscht werden.
  • Der Lehramtsstudierende Gonzalo Landau Brenes ist der diesjährige DAAD-Preisträger und wird für „fachlichen Erfolg, soziales Engagement und persönliche Authentizität“ mit 1.000 € ausgezeichnet.

Kultur & Sport

VERANSTALTUNGEN

  • Was? wing it! – Theaterworkshop des StuThe
  • Wann? Montag, 19. Oktober 2020, 20:15 bis ca. 22:15 Uhr
  • Wo? STRAZE, Stralsunder Straße 10
  • Kosten? Die Teilnahme am Kurs ist kostenlos.
  • Anmeldung? Wegen der Corona-Beschränkungen ist eine Anmeldung auf der Website der STRAZE zwingend notwendig.
  • Was? Schauwerkstatt – Schaurige Wachsfackeln
  • Wann? Dienstag, 20. Oktober 2020, 14 bis 16 Uhr
  • Wo? CDFZ, Lange Straße 57
  • Eintritt? 3 Euro plus Materialkosten
  • Anmeldung? Um Anmeldung wird aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen gebeten.
  • Was? Die Ärzte Record Release – Fanparty mit kostenlosem Livestream
  • Wann? Freitag, 23. Oktober 2020, Einlass ab 20 Uhr, Beginn 21 Uhr
  • Wo? Studentenclub Kiste, Makarenkostraße 49
  • Eintritt? Vor Ort 2 Euro, Livestream kostenlos über Twitch oder live bei radio 98.1
  • Anmeldung? Tische für dich und deine Freunde können an die Mail-Adresse reservierung@kistehgw.de mit der Anzahl der Personen und Ankunftszeit gesendet werden.
  • Was? Kürbisschnitzen für Jung und Alt
  • Wann? Samstag, 24. Oktober 2020, 10 bis 14 Uhr
  • Wo? Boddenhus, Karl-Liebknecht-Ring 1
  • Anmeldung? Eine vorherige Anmeldung ist wünschenswert.
  • Was? Schauwerkstatt – Gespensterkerzen
  • Wann? Samstag, 24. Oktober 2020, 14 bis 16 Uhr
  • Wo? CDFZ, Lange Straße 57
  • Eintritt? 3 Euro plus Materialkosten
  • Anmeldung? Wegen der Corona-Schutzmaßnahmen muss eine Anmeldung erfolgen.
  • Was? Ziesegrundlauf – Oktoberlauf und Walkingtreff
  • Wann? Sonntag, 25. Oktober 2020, 15 bis 17 Uhr
  • Wo? Start und Ziel ist der Gastgeber die Tischlerei Nordic Design im Hohendorfer Gewerbegebiet (in der Nähe von Wolgast), sodass sich eine Laufstrecke von 8,8 km und einer Walkingstrecke von 5,2 km ergibt.
  • Anmeldung? Eine Registrierung mit Adresse und Telefonnummer ist spätestens vor Ort notwendig.
  • Noch etwas? Bitte an einen MNS denken und die Abstandsregeln einhalten.
  • Was? StuThe stellt sich vor
  • Wann? Sonntag, 25. Oktober 2020, ab 16 Uhr
  • Wo? STRAZE, Stralsunder Straße 10
  • Eintritt? frei
  • Anmeldung? Wegen der Corona-Maßnahmen ist eine Anmeldung auf der Website der STRAZE notwendig.

NEUIGKEITEN

  • Die STRAZE (Stralsunder Straße 10, Greifswald) öffnete am Donnerstag, den 15. Oktober, endlich ihre Türen. In den noch andauernden Eröffnungswochen warten viele interessante Veranstaltungen auf euch. Das genaue Programm findet ihr hier.
  • Unter dem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen!“ finden noch bis zum 30. Oktober die Interkulturellen Wochen statt. Das mehrwöchige Programm bietet viel Abwechslung: So können beispielsweise Online-Seminare, verschiedene Ausstellungen, Workshops und Vorträge je nach Lust und Laune besucht werden.

Region & Politik

VERANSTALTUNGEN

  • Was? Kurzfilmnachmittag „Demokratie“
  • Wann? Freitag, 23. Oktober 2020, 16 bis 18 Uhr
  • Wo? STRAZE, Stralsunder Straße 10
  • Eintritt? frei
  • Anmeldung? Wegen der Corona-Maßnahmen ist eine Anmeldung auf der Website der STRAZE notwendig.

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Beitragsbild: Julia Schlichtkrull

Zappen oder clicken: Wie nachhaltig ist Streaming?

Zappen oder clicken: Wie nachhaltig ist Streaming?

Wir, die Redakteur*innen der moritz.medien, machen uns natürlich auch weiterhin Gedanken über unsere Umwelt und berichten daher in einem zweiten Teil unserer Nachhaltigkeitskolumne über weitere Themen, Tipps und Gedanken, damit ihr euer Leben (noch) nachhaltiger gestalten könnt.

Spätestens seit den ersten Kontaktbeschränkungen im März ist die Frage um die Umweltverträglichkeit von Streamingdiensten auch in Deutschland angekommen. Keine Treffen im großen Freun­deskreis, keine Partys, zum Teil keine oder „nur“ digitale Lehre heißt vor allem eins: mehr Zeit zum Füllen. Natürlich gibt es dafür viele verschiedene Möglichkeiten – eine Radtour zum Strand oder ein Spaziergang in den Wald, wenn nicht sogar Pilze sammeln. Aber gerade jetzt, wenn die Tage immer kürzer, grauer und regnerischer werden, wird eine andere Alternative immer attraktiver. Pornos gucken. Oder Serien streamen.

Tatsächlich unterscheiden sich Pornhub und Netflix nicht sonderlich, jedenfalls was ihre Umweltverträglichkeit angeht. Damit wir die Filme auf unseren Endgeräten ansehen können, wird nicht nur unser privater Strom verbraucht, sondern auch jede Menge Rechnerleistung in dem Rechenzentrum, das wir dafür gerade anzapfen. Dieser Strom wird auch heute noch zu einem großen Teil aus fossilen Brennstoffen gewonnen, wobei CO freigesetzt wird. Eine Studie des französischen Unternehmens The Shift Project, die 2019 für großes Aufsehen sorgte, schätzte die dabei verursachte Emission auf 4 Prozent des globalen Wertes – im Vergleich zu 2,5 Prozent, die durch Flugzeuge verursacht werden. Mit 80 Prozent liegt die deutliche Mehrheit an über das Internet konsumierten Daten in Videoform vor: 34 Prozent als Videos on Demand (gestreamt über Plattformen wie Netflix oder Amazon Prime), 21 Prozent auf YouTube, Vimeo und ähnlichen Anbietern, 18 Prozent als Videos in sozialen Netzwerken, Video-Konferenzen und Co. und ganze 27 Prozent – und hier schließt sich der Kreis – durch Pornos. Insgesamt berechnete The Shift Project für die Emissionen durch Videos 300 Millionen Tonnen für das Jahr 2018, also etwa so viel wie ganz Spanien emittiert hat.

Die französische Studie ist aber nicht unumstritten. Anfang des Jahres wurde eine neue Studie veröffentlicht: „Recalibrating global data center energy-use estimates“ (oder auf Deutsch: Wir rechnen alles noch mal um), geführt von einem Forschungsteam der Northwestern University, des Lawrence Berkeley National Laboratory und von Koomey Analytics. Die Studie zweifelt die von The Shift Project aufgestellten Rechnungen an und nutzt dafür neuere Daten, unter anderem zu energieeffizienteren Möglichkeiten in den Rechenzentren. Beispielsweise führt eine Umstellung im Storage-Bereich von sich drehenden Platten zu All-Flash-Arrays zu einer Einsparung an Kilowattstunden. Das spart nicht nur an Strom für die Rechner selbst, sondern auch für deren Kühlungssysteme. Unter Einberechnung der neuen energieeffizienteren Methoden kommt die amerikanische Studie damit auf etwa 1 Prozent an weltweiten Emissionen, die durch Videos verursacht werden.

Erst vor einem Monat veranlasste das deutsche Umweltbundesamt eine erneute Untersuchung, dieses Mal auf „realen Messwerten“ statt auf „Annahmen“ beruhend, wie aus der Pressemitteilung hervorgeht. Berücksichtigt werden dabei die verschiedenen Servertypen und deren Auslastung sowie die tatsächlich genutzten Arten der Datenübertragung. Wer zum Streamen mobile Daten und eine UMTS bzw. 3G-Verbindung nutzt, produziert demnach 90 Gramm CO2 pro Stunde, wobei sowohl Datenübertragung als auch Rechenleistung, nicht aber der eigene Stromverbrauch am Endgerät einberechnet sind. Mit 5G sind es nur noch 5 Gramm, und mit Glasfaser oder einem WLAN Anschluss gerade noch 2 Gramm CO2 pro Stunde. Umweltministerin Svenja Schulze sagt deutlich, dass Streaming also nicht das neue Fliegen ist. Wichtig ist aber vor allem die Art, wie gestreamt wird.

Die Alternative: Fernsehen

Auf der Seite des Umweltbundesamts sind die verschiedenen Umweltbilanzen für Haushaltsgeräte aufgeschlüsselt, darunter auch die des Fernsehers. Grundsätzlich gilt: Umso größer der Bildschirm, desto mehr steigt auch der Stromverbrauch. Flachbildfernseher emittieren theoretisch deutlich weniger, als es ein alter Röhrenfernseher getan hat, es kommt aber auf die Größe an (wo sich der Kreis ein zweites Mal schließt). Ein Gerät mit über einem Meter Bildschirm-Diagonale verbraucht bei durchschnittlicher Nutzung etwas über 200 kWh im Jahr, also so viel wie zwei effiziente Kühlschränke.

Daneben sind sie voller wertvoller Metalle, seltener Erden und Schadstoffen wie Quecksilber. Ein weiterer wichtiger Punkt ist deshalb die richtige Entsorgung. Seit dem Elektrogesetz von 2015 bzw. 2018 ist eine Entsorgung über dafür vorgesehene Sammelstellen Pflicht. Welche kommunalen Wertstoffhöfe es dafür gibt, findet ihr im Abfallkalender oder direkt auf der Seite der VEVG (der Ver- und Entsorgungsgesellschaft des Landkreises Vorpommern-Greifswald). In Greifswald liegen die beiden Wertstoffhöfe übrigens im Eckhardsberg und in der Ladebower Chausee. So banal es klingt, aber die richtige Entsorgung ist immer noch ein Problem, wenn auch weniger auf privater als auf gewerblicher und staatlicher Ebene. So musste vor drei Tagen, am internationalen E-Waste-Day, die Bilanz gezogen werden, dass immer noch nur knapp 17 Prozent des Elektromülls richtig erfasst und recycelt werden. Über 44 Millionen Tonnen hingegen wurden 2019 deponiert, verbrannt oder illegal ins Ausland exportiert.

Achtet also beim Kauf eines Fernsehers auf die Größe und die Energieeffizienz. Bei der Größe gilt grundsätzlich, dass die Diagonale nur etwa halb so groß sein sollte wie eure Entfernung zum Fern­seher, das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch die Augen. Zusätzlich könnt ihr nach dem Kauf Bildschirmhelligkeit und Kontrast anpassen. Bei der Energieeffizienz hilft euch beim Kauf auch das EU-Energieetikett, bei dem die besten Stufen derzeit A++ und A+++ sind. Der „Blaue Engel“ kennzeichnet zusätzlich nicht nur Geräte, die einen geringen Energieverbrauch versprechen, sondern auch quecksilberfrei sind. Gleiches trifft übrigens auch auf Computer zu. Laptops verbrauchen im Allgemeinen bei gleicher Nutzung nur etwa 30 Prozent des Stroms eines PCs und enthalten zudem weniger Kunststoff, Glas und Edelmetalle. Und natürlich ist sowohl bei Fernsehgeräten als auch Computern wichtig, sie nach der Nutzung richtig auszuschal­ten, denn auch im Stand-by-Modus wird Energie verbraucht.

Wirklich eine Alternative?

Leider nein. Das Broadcasten von Filmen und Serien über den Fernseher oder von Musik übers Radio mag zwar besser sein, als die entsprechenden Filme und Lieder zu streamen, aber wie viele der Sendun­gen und Filme, auf die wir über die Streamingdienste zugreifen, laufen schon im Fernsehen? Und sie auf DVD zu kaufen, ist ebenfalls keine klimafreundliche Option, denn hier spielen wiederum hohe Produktions- und Transportemissionen mit rein. Davon abgesehen, ist – wie die neueren Studien zeigen – das Streamen an sich nicht das größte Problem, wenn die Technik mit­spielt, und die liegt nun einmal nicht in den Händen der Konsument*innen. Umweltmi­nisterin Schulze fordert deshalb den Ausbau des WLAN- und des Glasfasernetzes sowie eine größere Transparenz auf Verbraucher*innenseite beim Einsehen der Stromgewinnung der genutzten Rechenwerke.

Denn es geht auch „sauberer“: Die Studie „Clicking Clean“ von Greenpeace verlieh zum Beispiel YouTube die Note A in Sachen Umweltfreundlichkeit, da die Plattform bereits 56 Prozent ihres Stroms aus „clean energy“ bezieht. Oder wie wäre es mit einer nachhaltigen Nutzung der Rechnerleistung übers Internet hinaus? Ein Rechenzentrum in Stockholm bezieht beispielsweise seine Energie aus erneuerbaren Quellen und speist die Abwärme sofort ins Fernwärmenetz ein, das freut die Umwelt also gleich doppelt.

Und bis solche Methoden auch bei uns in Deutschland angekommen sind, gilt für uns als Streaming-Nutzende erst einmal ein Bewusstsein für das Thema Streaming und Umwelt zu entwickeln, und sich die kleinen alternativen Möglichkeiten vor Augen zu führen, die auch wir haben. Die Qualität zu reduzieren und auf kleineren Bildschirmen zu schauen. Nicht unterwegs, sondern nur Zuhause im WLAN zu streamen, oder alternativ die Videos schon einmal herunterzuladen, wo es denn legal ist. Weniger und achtsamer zu streamen und Stranger Things und Game of Thrones nicht nur als Hintergrund­geräusche zu missbrauchen. Oder einfach mal statt eines Filmabends einen Spieleabend einzulegen oder sich ein Buch zu schnappen – ob dort die digitale oder die analoge Alternative die bessere ist, könnt ihr übrigens in unserem letzten Nachhaltigkeitsartikel nachlesen.

Noch mehr Infos für euch:
Die Energieberatung steht euch mittlerweile mit mehr als 500 Beratungsstellen und kommunalen Stützpunkten zur Verfügung und berät über alles, was Stromsparen im eigenen Haushalt angeht. Seit den 70er Jahren wird das Unternehmen durch die Bundesregierung gefördert.

Beitragsbild: CardMapr auf Unsplash
Banner: Jonathan Dehn

Ich ging im Walde so für mich hin…

Ich ging im Walde so für mich hin…

Herbstzeit ist Pilzzeit. Und Sonntag ist Pilzsammeltag, manchmal auch unfreiwillig, wenn am Samstag Abend beim Late-Night-Shopping das Fach mit den Kulturchampignons bereits von den umtriebigen Greifswalder Kulturhungrigen leergesammelt worden war. Wie ihr trotzdem nicht unter eurem knurrendem Magen leiden müsst, lest ihr hier.

Vorab der Hinweis, dass man auf keinen Fall Pilze essen sollte, bei denen man sich nicht absolut sicher ist, ob sie genießbar sind! Falls das doch einmal passieren und es euch anschließend schlecht gehen sollte, ist umgehend ärztlicher Rat einzuholen und/oder der Giftnotruf zu konsultieren (dann ist es gut, wenn man für die Bestimmung noch einen Rest der Pilze zur Hand hat). Damit es aber gar nicht erst so weit kommt, hat das Landesgesundheitsamt die Pilzberatung ins Leben gerufen, auf deren Angebote ich weiter unten noch näher eingehen werde. Hier werdet ihr von Fachkundigen in die faszinierende Welt der Pilze eingeführt, die so vielfältig ist, dass die Namen bald knapp wurden und einige der Arten so heißen, als wäre eine sehr wütende Person durch den Wald gelaufen und hätte wahllos mit kreativen Beleidigungen um sich geworfen: “Filziger Milchling, Klapperschwamm, Vorhautzieher und Ziegenlippe!” (sind das alles echte Pilznamen oder habe ich mir davon etwas ausgedacht? Auflösung unten.) Die Ziegenlippe zumindest gibt es tatsächlich und sie ist sogar in unserer Region zu finden. Und wo Ziegenlippen sind, können Böcke nicht weit sein. Allen voran der gemeine Holzbock, die häufigste Zeckenart in Deutschland, die in bis zu 30% der Fälle den Erreger der Lyme-Borreliose in sich trägt. Schützt euch also so gut wie möglich, außer ihr habt Bock auf Antibiotika-Schlucken. (Während ich das hier schreibe, jucken mich zwei Zeckenbisse vom vergangenen Wochenende.)

So, sind jetzt alle ausreichend desillusioniert und mit Zeckenschutz eingesprüht? Dann kann es wohl losgehen:
Ihr habt ein paar Leute gefragt, ob sie Lust haben mitzukommen, stattdessen wegen des „regnerischen Wetters“ zunächst einen Korb (das It-Piece der Pilzsaison, unbedingt mitnehmen!) bekommen, dann aber doch jemanden zum Mitkommen überreden können und jetzt geht es ab aufs Rad! Aber wohin eigentlich? Pilze wachsen im Wald, so weit so gut, aber wo genau denn? Und was wollt ihr überhaupt sammeln? Grundsätzlich gilt erfreulicherweise, dass in praktisch allen Wäldern in der Greifswalder Umgebung auch Speisepilze wachsen. Wer trotzdem nicht auf gut Glück losziehen möchte, kann ganz klassisch zu einem Pilzatlanten greifen oder sich wie ich eine der diversen Pilzbestimmungs-Apps herunterladen. Ich habe mich für die „Pilze App“ aus dem Play-Store entschieden und inzwischen auch die Vollversion erworben (3,99 €). Die Anwendung bietet unter anderem eine Funktion, mit der man sich anzeigen lassen kann, welche Pilze zuletzt in der Umgebung gefunden wurden. Südlich von Greifswald waren das zum Beispiel Steinpilze und Gold-Röhrlinge. Die App beinhaltet außerdem einen “Pilzführer”, in dem aktuell 212 Arten aufgeführt sind. Mit diesem geballten Wissen seid ihr jetzt also wirklich gewappnet und fahrt los in den Wald eurer Wahl. Bei mir war das in letzter Zeit Ludwigsburg, weil man das Pilzesammeln so mit einem Strandspaziergang verbinden kann. Im nachfolgenden GIF seht ihr übrigens einen regionaltypischen Lubminer (Atom-)Pilz, der für den Geschmack der Allgemeinheit allerdings eher ungenießbar ist (überspitzte Darstellung):

via GIPHY

Wenn ihr im Wald angekommen seid, wird es Zeit, den Spruch vom Facebook-Titelbild eurer verrückten Großtante in die Tat umzusetzen und die ausgetretenen Pfade zu verlassen, um die Pilzreviere zu finden. Bei klassischem Herbstwetter solltet ihr dann bereits nach einigen Metern vielerorts Pilze finden können. Falls nicht, verliert trotzdem nicht den Mut und sucht einfach weiter, irgendwann findet ihr sie! Wenn man dann vor dem ersten Pilz steht, merkt man, dass man absolut keine Ahnung hat. Irgendwie sieht der ja schön aus und lecker auch, außerdem duftet er gut. Also muss er giftig sein, oder? Grundsätzlich ist für Laien die Faustregel hilfreich, sich an Röhrenpilzen (und nicht an Lamellenpilzen) zu orientieren. Ein großer Teil der Röhrenpilze ist essbar. Aber wir sind ja nicht unvorbereitet gekommen und haben moderne Technik zur Hand. Die Bestimmung in meiner App kann über zwei verschiedene Wege durchgeführt werden. Die erste Option ist die manuelle Eingrenzung. Dafür muss ich den Fruchtkörper beschreiben, die Umgebung in der ich mich befinde, die Größe des Pilzes und das Aussehen des Hymenophor (Sporengebers). Meist bleiben dann etwa 5 bis 10 Pilzarten übrig. Schon mal ein großer Fortschritt gegenüber 212, aber auch mit relativ viel Arbeit verbunden. Also lieber Option 2, die App erkennt den Pilz mithilfe der Kamera automatisch. Sobald die Analyse fertig ist, schallt aus dem Handy ein “Hallelujah!” im Chor durch die Bäume. Naja, wie man in den Wald hineinruft… Aber was bedeutet das jetzt? Lustigerweise: Überhaupt nichts. Auch wenn ihr gerade einen Fliegenpilz gescannt habt, habt ihr den Engelschor geweckt. Will er euch etwa zu sich rufen? Also lieber Ton aus und die Waldeinsamkeit fernab der Greifswalder Bluetooth-Boxen genießen. Auch in der automatischen Analyse werden euch meist etwa 5 Arten vorgeschlagen. Letztlich läuft es also erneut auf das eigene Auge hinaus, aber wenn die App bei einem Pilz nur essbare Optionen vorschlägt, hatte ich bisher auch noch keinen giftigen dabei. Wenn ihr glaubt, einen Pilz erkannt zu haben, könnt ihr ihn in der App im „Pilztagebuch“ markieren. Und wenn ihr euch dann so sicher seid oder er euch einfach so gut gefällt, dass ihr ihn mitnehmen wollt, solltet ihr versuchen, ihn möglichst schonend zu lösen. Am besten gelingt das mit einem Messer. Ohne Messer dreht man ihn am Stiel heraus, auf diese Weise kann der Pilz wieder nachwachsen.
Eure gesammelte Beute solltet ihr in einem Korb transportieren. Das sieht nicht nur sehr romantisch aus, sondern verhindert durch die gute Belüftung auch, dass sie matschig oder gar schimmelig (hmm, lecker, Pilz mit extra Pilz!) wird.

„Hallelujah!“ – Pilze App

Wenn der Korb immer voller und der Magen gleichzeitig leerer wird, kommt irgendwann der Punkt, an dem die Stimmung umschlägt und man sich wieder auf den Heimweg macht. Die Entscheidung, ob die Pilze im Topf, der Pfanne, im Backofen, auf dem Grill oder eben doch im Müll (weil ungenießbar) landen, sollte man allerdings wie oben beschrieben auf keinen Fall dem knurrenden Bauch überlassen. Deshalb sollte für Laien den Abschluss eines erfolgreichen Sammeltages immer der Besuch bei der Pilzberatung bilden. Mecklenburg-Vorpommern ist das einzige Bundesland, das eine gesetzlich geregelte Pilzberatung mit amtlichen Lehrgängen ins Leben gerufen hat, und entsprechend gut ausgebaut ist die Beratungsstruktur hier erfreulicherweise auch. In Greifswald bieten Ehrenamtliche jeden Samstag und Sonntag im Oktober von 16-17 Uhr im Pavillon direkt rechts am Eingang des Arboretums eine fachkundige Beratung an. Hier erfahrt ihr von Expert*innen, was ihr gesammelt habt und dabei werden euch oft genug Überraschungen (auch im positiven Sinne!) erwarten. Außerdem erzählen euch die Berater*innen gerne mehr über eure Funde und geben Tipps für die Bestimmung und auch für die Pilzsuche selbst. Und wenn ihr einmal unter der Woche Heißhunger auf frische Pilze entwickeln solltet, stehen euch in Greifswald drei zusätzliche Pilzberater*innen nach telefonischer Absprache mit fachkundigem Rat zur Seite. Die Liste mit den Kontaktdaten und weitere Informationen zur Pilzberatung in Mecklenburg-Vorpommern findet ihr hier. Nach dem Besuch bei der Pilzberatung fühlt man sich meistens (weil im Vergleich zu den Expert*innen) noch unwissender als vorher und ist vielleicht auch ein bisschen traurig, eventuell einen Teil der Pilze wegwerfen zu müssen, hat aber viel Neues gelernt und kann sich nun auf eine bekömmliche und leckere selbst gesammelte Mahlzeit freuen! In diesem Sinne:

Viel Spaß beim Sammeln und guten Appetit!

Wie ein erfolgreicher Sammeltag aussieht, könnt ihr hier an Lillis Korb bestaunen und auch noch einmal in ihrem Erfahrungsbericht vom vergangenen Herbst nachlesen!

Auflösung: Die oben erwähnten Pilzsorten gibt es tatsächlich alle und noch viele weitere mit ebenso schönen Namen, von denen Ulrich Roski (selbst mit 70er Pilz auf dem Kopf) einige in seinem Lied „Des Pudels Kern“ humorvoll besingt.

Titelbild: adege auf Pixabay
Beitragsbilder: Lilli Lipka und Philipp Schweikhard