Da wir in letzter Zeit einige Nachfragen bezüglich dessen, was mit der Webseite los war und wie es jetzt weitergeht, bekommen haben, wollten wir auf diesem Weg noch einmal eine kleine Rundumschau geben, wie es gerade um den Web steht.
Informationen: Wie einige von euch mitbekommen haben, war die Webseite von Mitte Februar bis zum 20. April teilweise gar nicht oder nur über das Uni-Netz erreichbar. Die Deaktivierung diente als reine Sicherheitsmaßnahme, da einige Code-Bestandteile der Webseite von Schadcodes betroffen waren. Aufgrund von Prüfungsphase und vorlesungsfreier Zeit hatten wir nicht die Kapazitäten, um dieses Problem schneller zu lösen. Die Webseite ist nun jedoch wieder davon befreit und seit dem 20. April wieder von überall zugänglich. Leider hatte dies zur Folge, dass wir bei zwei StuPa-Sitzungen nicht mit unserem Ticker-Team dabei sein konnten. Betroffen waren die 16. und 17. ordentliche Sitzung der vergangenen Legislaturperiode (03.02.2026 und 24.03.2026). Wir bitten dafür um Entschuldigung und Verständnis!
Ankündigungen: Nach dieser längeren „Pause“ starten wir nun aber wieder mit vollem Elan in das neue Semester. Der StuPa-Ticker wird wie gewohnt wieder aufgenommen (die ersten beiden Sitzungen aus dieser Legislaturperiode könnt ihr auch schon nachlesen). Zudem sind ein paar neue Projekte und Formate bereits in Planung und Entwicklung. Seid also gespannt auf den Content in den nächsten Wochen!
Herzlich Willkommen zur ersten ordentlichen Sitzung dieser Legislaturperiode! Auf dem Plan stehen unter anderem die Wahlen des AStA, sowie einige Anträge. Also mal schauen was uns inhaltlich erwartet. Bleibt gespannt und verfolgt den Ticker hier LIVE ab 20:15 Uhr!
Hier startet wie gewohnt ab 20:15 Uhr der Live-Ticker
Heute tickern für euch Namid, David, Rudy, Niklas, Jette und Josie
Beginn der Sitzung: 20:26 Uhr
TOP 1 Begrüßung
Ein herzliches Willkommen, „das war die Begrüßung“.
TOP 2 Formalia
Es sind 22 Stupist*innen anwesend, es gibt zwei Stimmübertragungen.
Edona ist von ihrem Amt im AStA, das sie kommissarisch übernahm, zurückgetreten.
Das Protokoll der 17. ordentlichen Sitzung ist automatisch angenommen und hochgeladen.
Das Protokoll der konstituierenden Sitzung dieser Legislatur wird einstimmig angenommen.
Die Tagesordnung wird um zwei Punkte ergänzt und einstimmig angenommen.
TOP 3 Berichte
Es gibt einen Bericht von Louise. Es geht um das Bewerbungsverfahren für eine*n Verwaltungsfachangestellte*n, das eigentlich von der AStA-Vositzenden hätte begleitet werden sollen, dies aber nun von Louise übernommen wurde.
Die Bewerbungsgespräche werden morgen (06.05.2026) stattfinden.
Robert ergänzt, dass er erbost gewesen sei, dass das Bewerbungsverfahren nicht funktioniert habe. Das Ausschreiben laufe seit Dezember und es sei schade, dass Louise die Verantwortung „frisch im Amt“ der Präsidentin des StuPa übernehmen müsse.
Edona antwortet, dass sie den Fehler einräume und könne sich nur bedanken, dass es jetzt Menschen übernommen hätten. Sie weist darauf hin, dass sie das Amt nur kommissarisch übernommen hätte.
Sie betont, dass es ihr wichtig sei, das transparent zu kommunizieren und bittet noch einmal um Entschuldigung.
Es gibt einen kleinen Applaus.
Es gibt keine weiteren Berichte.
TOP 4 Fragen und Anregungen aus der Studierendenschaft
Patrizia hat eine Anregung. Sie sei sehr unzufrieden gewesen, dass die AStA-Finanzstelle nicht besetzt wurde.
Als studentische Prorektorin könne sie dies nicht verstehen. Sie betont die Wichtigkeit, diese Stelle zu besetzen. Auch das Rektorat und Justiziariat teile dieses Unverständnis.
Sie weist darauf hin, dass eine Ersti-Woche nicht möglich sei in dem bekannten Rahmen, wenn die Stelle nicht besetzt werde.
„Wo sollen wir die Ersti-Feiern stattfinden lassen? In meinem Wohnzimmer? Und wir werden keine Mittel für den Merch in den Ersti-Beuteln haben. Wollen wir dann Schrottwichteln machen oder wie?“ – Patrizia
Es gibt viel Zustimmung!
Jonathan wendet ein, dass es einfach Demokratie sei, dass ein Kandidat keine Mehrheiten finde. Er verstehe es, dass es Patrizia aufrege, aber das sei AStA-Aufgabe, jemand mehrheitsfähiges zu finden.
Man solle doch schauen, wie man auch selbst konstruktiv zu einer Lösung komme.
Emma erinnert daran, das sie in einem Studienparlament sind und dass alle Stimmen gleichgestellt seien. Es gäbe keine Wahl nach hochschulpolitischen Gruppen, sondern es könne jeder selbst entscheiden.
Henry wolle ursprünglich Jonathan addressieren, bitte aber nun darum, direkt bei der Vorstellung Gegenfragen und Nachfragen zu stellen.
Inti fügt hinzu, der AStA sei nicht in der Verantwortung eine*n Kandidat*en zu finden, sondern das StuPa. Der Ruf des StuPa könne darunter leiden.
Es gibt keine weiteren Anregungen.
TOP 5 Wahlen AStA
Los geht es mit den Wahlen.
5.1 Vorsitz
Edona beginnt mit ihrer Bewerbung für den AStA-Vorsitz und tritt nach vorne.
Edona korrigiert ihre Bewerbung, dass sie plant, nicht die ganze Legislatur da zu sein, aber den Einarbeitungsprozess zu realisieren. Sie sei aber bereit, den Posten zu halten, bis jemand neues gefunden sei.
Sie zählt ihre Vorhaben auf.
Sie erzählt, wie man den AStA attraktiver für mögliche Interessenten machen könne, bspw. durch eine Präsentation, welche man den neuen Studenten zeigen würde.
Als Grund für Ihre Bewerbung gibt sie an, dass sie trotz ihres Patzers den Job gut machen würde und sie auf eine zweite Chance hoffe.
Paul fragt, wie sie die Funktion des AStA als Dienstleister für die Fachschaftsräte besser gewährleisten wolle, das hätte bisher nicht gut funktioniert und inwiefern sie ihre Zeit aufteilen wolle.
Edona antwortet, sie hätte keine zeitlichen Einschränkungen durch das Studium in Bezug auf diese Legislaturperiode.
Silvio fragt, inwiefern man sichergehen könne, dass auch tatsächlich die angegebene Zeit für den Job zur Verfügung stehe. In der Vergangenheit sei es bereits aufgefallen, dass sie weniger Zeit investieren konnte, als angegeben.
Edona korrigiert Silvio, dass es sich ledeglich um Teilausschüsse handeln würde, bei welchen Sie fehlte.
Des Weiteren aktualisiere und digitalisiere sie gerade die Einarbeitungsdokumente, die ihr selber in der Zeit auch helfen können.
Die 30 Stunden pro Woche sind auf die nächsten zwei Monate gerechnet und sie hoffe darauf, dass sich ein Workflow einstelle, damit sie nicht mehr 30 Stunden investieren müsse.
Robert bedankt sich vorerst, dass Edona sich für diese Position bewirbt.
Er habe zwei Fragen: Was habe sie in ihrer ersten Amtszeit alles so geschafft und wo setze sie an, dass die erwähnten Kritikpunkte umgesetzt werden?
Edona antwortet, sie fokussiere gerade darauf, „Wogen zu glätten“. Aktuell führe sie Gespräche und stelle die Beziehungen wieder her. Bisher wäre vor allem die Erreichbarkeit ein Kritikpunkt gewesen. Sie hoffe darauf, gut mit Patrizia und dem Studierendenparlament zusammen arbeiten zu können.
Im letzten halben Jahr hätte ihre Einarbeitung angestanden, Prüfungszeit und vorlesungsfreie Zeit. Nichtsdestotrotz habe sie besonders den Aktionsmonat geplant, was ein sehr aufwändiger und langer Prozess sei. Ansonsten sei das Tagesgeschäft und das Abarbeiten der Post und von Meetings ihr hauptsächlicher Tätigkeitsbereich gewesen. Die Stimmung im AStA sei bisher gut.
Auch Chris meldet sich zu Wort. Er fragt Edona zu ihrem Bild vom StuPa.
Er fragt, inwiefern der Beschluss des StuPa, einen einzigen Kandidaten für das studentische Prorektorat als Wahlhergang zu entsenden, unterstützenwert sei. Er spielt damit darauf an, wie der Wahlhergang zur letzten Prorektoratsahl gelaufen sei.
Es gibt einen GO-Antrag, zurück zur Sache zu kommen.
Chris gibt Gegenrede zum GO-Antrag.
Es wird abgestimmt und der GO-Antrag wird abgelehnt, Edona muss antworten.
Das hypothetische Beispiel sei in ihrem Fall nicht relevant und würde sie auch nicht betreffen, weil sie sich zum Beispiel nicht für eine Position im Senat bewerbe. Chris müsse sich diesbezüglich keine Sorgen machen.
Edona antwortet aber auf die Frage, was sie für ein Bild vom StuPa habe. Beide Gremien seien bisher „historisch gewachsen“ immer wieder zerstritten gewesen, was sie schade finde. Sie sieht die Beziehung von AStA und StuPa als sehr wichtig, möchte aber gern zur Sache kommen, denn das sei nicht der Kern der Wahl des AStA-Vorsitzes.
Inti bedankt sich für die Bewerbung und merkt positiv an, dass Edona angesprochen habe, dass die SItzungseinladungen bisher „holperig“ sein sollen. Er fragt, was denn die Kriterien seien für eine EInladung zu einer Sitzung.
Edona antwortet die Sitzungsfrist liege bei 3 Tagen.
Sie meint, sie sei mittlerweile im Prozess drin und bezeichnet die Frage als schulisch.
Inti fragt zum Zweiten: Wo sehe sie die politische Ausrichtung des AStAs? Diese Frage bestimme den Vorsitz maßgeblich mit. Außerdem: Welche Maßnahmen wolle sie ergreifen, dass die Sichtbarkeit des AStAs höher wird?
Sie antwortet, dass sie am letzten Mittwoch bei einer Podiumsdiskussion auf die Frage der politischen Neutralität geantwortet habe, dass sie natürlich parteipolitisch neutral seien, aber dass bestimmte politische Themen wie studentische Wohnungsnot nicht ohne Position hingenommen werden sollten.
Zur Sichtbarkeit antwortet sie, dass sie vorallem die Sichtbarkeit nach innen, also zur Studierendenschaft, verbessern wolle. Nach außen hin habe sie bisher eher abgesehen. Sie sei der Meinung, dass der AStA insbesondere auf die Funktion als Dienstleister Wert legen solle.
Bisherige Presseanfragen habe sie mit dem Justiziariat auf Angemessenheit geprüft.
Inti gibt den Hinweis, dass der AStA-Vorsitz aktive Pressearbeit leisten solle.
Emil bedankt sich auch noch einmal bei Edona für ihre Bewerbung. Er bemerke, dass sie den AStA wieder mehr politisiere, was nicht kippen solle.
Edona trägt nach, dass sie hoffe, als AStA arbeitsfähig sein zu können. Dafür müsse von persönlichen Differenzen abgesehen werden.
Henry bedankt sich ebenfalls für die Bewerbung.
Er betont, dass es in der Vergangenheit viele AStA-Vorsitzende und Referent*innen gegeben hätte, die den AStA allein gelassen hätten und verantwortungslos gehandelt hätten. Er meint, wenn die hauptsächliche Kritik an Edona bestehe, dass mal zu einer außerordentlichen statt zu einer ordentlichen Sitzung eingeladen wurde, „dann könnten wir uns alle sehr glücklich schätzen“.
Er wünsche sich, dass sich alle auf ein vernünftiges Verfahren besinnen sollten.
Silvio fragt, ob man nicht bei Fragen bleiben könne und nicht andauernd die eigene Ansicht bezüglich des AStA teilen könne, um die Sitzung weiter voranzubringen.
Es gibt keine weiteren Fragen an Edona.
Es gibt keine weiteren Initiativbewerbungen.
Die moritz.wahlfeen kommen nach vorn und bereiten die Wahl vor. Alle Stimmkärtchen werden erhoben, damit alle ein Stimmzettel bekommen kann.
Der Wahlgang wird eröffnet.
Die Kreuze sind gesetzt und der Wahlgang wird beendet.
Die moritz.wahlfeen sammeln ein und zählen die Stimmen aus.
Edona wird mit 11 Ja- zu 12 Nein-Stimmen nicht zur Vorsitzenden des AStA gewählt.
21:20Uhr
5.2 Geschäftsführung
Oli beginnt mit seiner Bewerbung. Er ist aktuell im FSR Rechtswissenschaften und im Medienausschuss. Er verweist auf die Bewerbung und öffnet direkt den Raum für Fragen.
Robert bedankt sich dafür, dass Oli sich bewirbt.
Henry bedankt sich ebenso und fragt, inwiefern er bereit sei, die kommissarische Leitung des jetzt nicht gewählten AStA-Vorsitzes zu übernehmen. Das falle ja auch in den Bereich der Geschäftsführung.
Oli ist dies klar, jedoch schreckt ihn das nicht ab. Er weist daraufhin, dass es im letzten Jahr, trotz ebenfalls wenig Erfahrung, gut geklappt hätte.
„Von daher – gib ihm.“ – Oli
Paul bedankt sich ebenfalls und fragt Oli aus Neugier, wie er darauf aufmerksam geworden war, sich für diesen Posten zu bewerben.
Er antworte, auch über Instagram.
Inti fragt, was er sich als häufigste Tätigkeiten der Geschäftsführung vorstellt.
Oli erwidert, dass er vor allem administrative Aufgaben habe, sich beispielsweise um Anfragen aus der Studierendenschaft, Emails und Beantragung von Mitteln zu kümmern.
Emma fragt, wie er sich die vermutliche Zusammenarbeit mit ihr und Riecke vorstelle.
Er antwortet, dass er auf ein harmonisches Miteinander hoffe.
Chris fragt, wie er sich die Zeiteinteilung vorstelle, weil er ja auch gegen Ende seines Studiums ist.
Oli antwortet, dass er noch lange nicht an Examensvorbereitung denke und sich ein Pensum von 25-30 Stunden einplane pro Woche. Bei Veranstaltungen etc. würde er aber gern mehr machen.
Oli setzt sich und bekommt Applaus
Es gibt keine Initiativbewerbungen.
Und wieder schreiten die moritz.wahlfeen nach vorn und verteilen die Wahlzettel.
Nach eröffnetem Wahlgang werden die Kreuze gesetzt.
Die gehobenen Stimmkarten signalisieren, dass alle fertig sind.
Die Stimmzettel werden ausgezählt.
Währenddessen gibt es von Edona einen GO-Antrag, nach der Wahl des Finanzrefarates des AStA eine Pause zu machen.
Der Antrag wird ohne Gegenrede angenommen.
Das Ergebnis steht. Für Oli gibt es 22 Ja Stimmen, keine Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen.
Oli nimmt die Wahl an. Halleluja, wir haben ein besetztes Amt!
21:31Uhr
5.3 Finanzen
Marla beginnt mit ihrer Bewerbung.
Sie möchte sich mit der Arbeit mehr für ihren Studiengang BWL begeistern und sich auch polititsch angagieren.
Sie möchte ergänzen, dass ihr der AStA anfangs wenig bekannt war und sie gern mehr Aufmerksamkeit schaffen würde.
Inti meldet sich und betont, dass er sich über den Eifer von Marla freue und fragt, was sie von diesem möglichen Posten erwarte. Er betont, dass das Finanzrefarat nicht hauptsächlich für Öffentlichkeitsarbeit zuständig sei.
Sie erwidert, dass sie aber als Teil des AStA sich dafür zuständig fühle, näher an die Leute heranzukommen.
Inti fragt nach Inhalten in einem BWL-Studium.
Sie erwidert, dass Buchhaltung ein Inhalt gewesen sei, der zwar trocken gewesen sei, ihr aber großen Spaß gemacht habe.
„Mega.“ – Inti
Henry bedankt sich ebenfalls für die Bewerbung und hinterfragt, was Marla mit „der Einbringung von Experten“ meine.
Sie bringt ein, dass sie an der FU in Berlin wöchentliche Expert*innenvorträge erlebt habe und dass ihr das hier an der Uni fehle, sie lieber mehr mit Expert*innen in den Austausch gehen möchte.
Inti möchte den Hinweis geben, dass er sie gern unbedingt im AStA haben wolle, gern für das Veranstaltungsreferat, auch wenn die Wahl jetzt nicht auf sie fiele.
Es gibt keine weiteren Fragen.
Als zweiter Bewerber tritt Lucas an, der in der letzten StuPa-Sitzung leider nicht gewählt wurde.
„Hallo ihr Lieben“ – Lucas
Lucas betont, dass er den dringlichen Jahresabschluss sofort übernehmen könne. Dey sei nicht hier mit der Erwartung gewählt zu werden, aber sei auch nicht hier mit der Erwartung nicht gewählt zu werden. Xier mache nur ein Angebot und sei offen für Fragen.
Inti fragt ebenfalls wie bei Marla, was nach Lucas‘ Ansicht die typischen Aufgaben für Finanzen seien.
Er zählt auf: Bezahlung der Mitarbeitenden, Zusammenarbeit mit dem StuPa, Abschlüsse, Finanzüberblick etc.
Inti fragt weiter, welche Aktivitäten aus seinem Studium ihm bei diesem Amt helfen könnten.
Lucas erwidert, dass dey aus dem Jurastudium die Arbeit mit Normen anwenden kann und als seine Stärke sieht.
Emma fragt, welche Aufgaben er für sich als Verantwortlicher für Personal sieht, was zu seinen Aufgaben dazugehöre..
Lucas gibt zu, dass xier sich nicht allzu viele Gedanken über die Personalien gemacht habe, aber sich in seiner Kompetenz, mit Anderen umzugehen und zu verständigen, sicher fühle.
Er setzt sich wieder und bekommt Applaus.
Es gibt keine Initiativbewerbungen
Die moritz.wahlfeen schweben anmutig nach vorn.
Dieses Mal gibt es Blanco-Wahlzettel. Es wird also ein Name oder „Enthaltung“ geschrieben.
Der Wahlgang beginnt und endet abrupt wieder. Die Zeit scheint gereicht zu haben.
„Das sieht sehr effektiv aus da hinten“ – Louise über die Einsammlung der Wahlzettel durch die flinken moritz.wahlfeen.
Es wird ausgezählt.
Die Spannung steigt so kurz vor der Pause….
Murmeln macht sich breit.
Die erste Entscheidung ist gefallen:
24 gültige Stimmen wurden abgegebe.
Marla:13
Lucas: 11
Enthaltungen: 0
Das bedeutet, es wird jetzt über Marla abgestimmt.
Es kommen wieder die roten Wahlzettel zum Einsatz. Entweder „Ja“, „Nein“ oder „Enthaltung“.
Die moritz.wahlfeen tänzeln erneut durch die Reihen.
Die Wahlentscheidung ist gefallen:
Es gibt 11 Ja-Stimmen, 8 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen.
Damit wird Marla nicht zur AStA-Referentin für Finanzen gewählt.
Der Posten bleibt also ein weiteres Mal vakant und bei der nächsten Sitzung wird ein dritter Anlauf gestartet.
21:52Uhr
Wir machen 10 Minuten Pause. Bis gleich!
22:08Uhr
Der GO-Antrag auf 5 minuten länger Pause bis 22:13 wird angenommen. Bis gleich die zweite.
Das AStA-Team bekommt die Chance, sich zuende zu beraten.
22:15Uhr
5.4 Fachschaftsfinanzen
Und weiter gehts. Mal sehen, wie viele Posten wir besetzt bekommen.
Magnus beginnt mit seiner Bewerbung.
Er stellt sich zur Wiederwahl, er habe es nun schon einen Monat gemacht. Er betont, dass er sein Auslandssemester aus privaten Gründen abgesagt habe und damit für die ganze Legislatur zur Verfügung stehen würde.
Paul bedankt sich für Magnus‘ Bewerbung und fragt ihn, was er davon halte, dass er vorerst bei den Finanzen kommissarisch mitmachen müsse.
Er antwortet, dass er die Tätigkeit kommissarisch schon ausführt. Dazu sehe er sich weiterhin in der Lage, er könne sich aber nicht tief in die Finanztätigkeit einarbeiten.
Inti fragt, ob es weitere Maßnahmen zur Bindung der FSRs zum AStA gebe.
Er antwortet, dass er mit allen FSR’s in Verbindung stehe und die ersten Workshops seien bereits gelaufen, die nächsten stehen an. Außerdem ergänzt er, dass er stets erreichbar sei für sie.
Irma lobt Magnus dafür, dass er sehr verlässlig und engagiert sei und lobt seine bisherige Arbeit. Sie betont, dass er stets anzutreffen und überaus engagiert sei, obwohl er erst so kurz dabei wäre.
Es gibt keine weiteren Fragen und Magnus darf sich setzen.
Es gibt keine Initiativbewerbungen.
Die eifrigen moritz.wahlfeen eilen zur Ausgabe der Wahlzettel.
Der Wahlgang wird durchgeführt und die Stimmzettel werden eingesammelt. Dabei behält eine moritz.wahlfee stets die Kontrolle über die Wahlurne.
Zettel rascheln, das Ergebnis bahnt sich an.
Magnus wird mit 23 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen und 1 Enthaltungen zum Referenten für Fachschaftsfinanzen gewählt!!!
22:25Uhr
5.5 Politische und ökologische Bildung
„Ich kann’s ganz kurz machen“ – Moritz
Weil kein Vorsitz und kein*e FInanzreferent*in gewählt wurde, zieht Moritz seine Bewerbung zurück.
Es gibt keine Initiativbewerbungen.
5.6 Soziales, Gleichstellung und Antidiskriminierung
Grey zieht seine Bewerbung mangels Wahl eine*r Vorsitzenden und Finanzer*in ebenfalls zurück.
Es gibt keine Initiativbewerbungen.
5.7 Studium, Lehre und Lehrer*innenbildung
Auch hier wird die Bewerbung aus den bereits genannten Gründen zurückgezogen.
Es gibt keine Initiativbewerbungen.
5.8 Veranstaltungen
Es gibt keine Initiativbewerbungen.
5.9 Öffentlichkeitsarbeit
Rieke beginnt mit ihrer Bewerbung. Sie möchte ihren Posten weiter halten, weil sie Spaß an der Arbeit habe. SIe möchte bestehende Strukturen sichern und weiter entwickeln. Sie präsentiert die Neustrukturierung des Studierendenportals. Auch für den Instagram habe sie eine neue Idee, nach der der Inhalt mehr nach Nutzungsgewohnheiten strukturiert werden solle.
Sie möchte zwecks Sichtbarkeit die Arbeit studentischer Gremien mehr bewerben.
Emil bedankt sich zumal für Riekes Bewerbung und lobt ihr Engagement in der letzten Zeit. Er findet die Ergebnisse sehr gut.
Emma lobt Riecke ebenfalls.
Robert lobt ihre und Paualas Arbeit ebenfalls und spricht sich dafür aus, dass sie weitermache.
Edona lobt ebenfalls sehr und erwähnt, dass sie den AStA durch Hoch und Tief begleitet habe und wundervolle Arbeit mache.
Inti fragt, inwiefern private Anfragen für Bewerbung für studentische Projekte berücksichtigt werden sollten.
Rieke weist auf den Newsletter hin, mitdem sie plant für besagte Projekte zu werben.
Sie würde jedoch darauf verzichten, alle Veranstaltungen zu bewerben. Es gehe nur um Veranstaltungen, die sich an alle Studierenden richten.
Es gibt keine weiteren Fragen.
Es gibt keine Initiativbewerbungen.
Die moritz.wahlfeen bereiten erneut den Wahlgang vor und der Spaß beginnt von vorn.
Rieke erhält 24 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen und 0 Enthaltungen.
Damit bleibt Rieke die AStA-Referentin für Öffentlichkeitsarbeit.
TOP 6 Wahl der 2. Vertretung der Delergierten für die LKS
Inti bewirbt sich initiativ auf die Vertretung der Delegation. Aktuell ist er unter anderem Senatsmitglied.
Er habe über seine Arbeit mitbekommen, wie wichtig es sei, auf Landesebene die Studierendenschaft gut zu vertreten.
Silvio bedankt sich für Intis Bewerbung und fragt, wie andere Haushalte finanziell darstehen.
Er weist darauf hin, dass es nicht gut aussehe, aber er keine Details nennen werde.
Emil fragt, ob er immer zur Verfügung stehe.
Inti bejaht das.
Henry fragt, was seine Interessen seien, die er in die LKS tragen wolle.
Sein Interesse sei insbesondere die rechtlichen Stärkung Haushaltslage der STudierendenschaft und Hochschulen.
Robert fragt aus Interesse, ob Inti bereit wäre, einen Posten als Sprecher anzunehmen und Greifswald auch auf diesem Wege zu repräsentieren.
Er würde sich nicht davor scheuen, aber habe noch keine genauen Gedanken angestellt.
Henry fragt, inwiefern er sich mit anderen Studierenden aus Unis anderer Städte zusammenschließen würde.
Er antwortet, dass er im demokratischen Rahmen dazu bereit wäre.
Edona fragt, was der demokratische Rahmen sei.
Inti verweist auf den Rahmen, der auch in der GO des AStA angesetzt sei.
Auf die Frage von Edona, ob es irgendwelche hochschulpolitischen Sprecher ausschließen würde, antwortet Inti mit „Weiß ich nicht“.
Es gibt keine weiteren Fragen.
Es wird offen über Intis Mitgliedschaft abgestimmt. Er wird gewählt mit 2 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen.
TOP 7 Wahl Mitglied Medienausschuss
Die moritz.medien haben Tjark und Marie zur Wahl gestellt.
Die moritz.medien stellen Tjark vor: Tjark war bereits Ausschuss-Mitglied. Er war aktiver und aktivierender Part des Ausschusses und ist Mitglied bei den Jusos.
Marie war ebenfalls Mitglied in der letzten Legislatur.
Es gibt keine stellvertretenden Fragen an Tjark.
Henry bewirbt sich als Kandidat des StuPa
Henry stellt einen GO-Antrag auf EInzelabstimmung. Der wird angenommen.
Tjark wird einstimmig gewählt.
Marie wird mit 1 Nein-Stimme und 4 Enthaltungen gewählt.
Die Annahme der Wahl erfolgt per Email.
Henry wird mit 4 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen in den Medienausschuss gewählt und nimmt deíe Wahl an.
22:48Uhr
TOP 8 Wahl Prüfer*in für rechnerische und sachliche Richtigkeit
Irma bewirbt sich als einzige und muss sich nicht vorstellen
Sie verzichtet auf eine Vorstellung, weil alle sie kennen.
Irma wird mit 2 Enthaltungen gewählt.
Sie nimmt die Wahl an.
TOP 9 Wahl der Vertretung des*der Prüfer*in für rechnerische und sachliche Richtigkeit
Emil kandidiert und verzichtet ebenfalls auf eine Vorstellung.
Emil wird mit 3 Nein-Stimmen und 3-Enthaltungen gewählt
TOP 10 Antrag: Aufwandsentschädigung AStA
Irma stellt stellvertretend den Antrag, dass Magnus eine Aufwandsentschädigung bekommt für seine bisherige Tätigkeit.
Keine weiteren Redebeiträge, es geht zur Abstimmung
Der Antrag wurde einstimmig angenommen.
TOP 11 Antrag: Gründungsinitiative: Greifswald taucht ab– für den Umweltschutz
Dorian stellt sich und Robin kurz vor und erläutert das Projekt. Es geht um die finanzielle Unterstützung für Tauchausrüstung, um Gewässergradierung in und um Greifswald durchführen zu können. Es folgt eine sehr ausführliche Erläuterung der Inhalte seines Projekts und des bisherigen finanziellen Rahmens.
Eine Zusammenarbeit mit dem FSR Biowissenschaften bestehe schon und die angeschaffte Ausrüstung könne im universitären Kontext verbleiben.
Emil fragt, wie Dorian und Robin sich weiter finanzieren wollen.
Daraufhin schlüsselt er die Kosten und den Finanzierungsplan auf.
Emil hakt ein, dass die Studierendenschaft die Vereinsgründung finanzieren könnte, weil das die kritische Finanzierungsgrenze darstellt für Fremdfinanzierung.
Er weist darauf hin, dass finanziert werden müsse, was gehe und betont die gesellschaftliche Relevanz von Umweltschutz.
Inti fragt nochmal bezüglich der Vereinsgründung nach.
Dorian erläutert das geplante Vorgehen noch einmal genauer.
Silvio bekräftige die Initiative grundsätzlich, fragt aber bezüglich der Verbindung zur Universität nach, weil das ein relevanter Faktor für Finanzierung sei.
Dorian erklärt, dass die Initiative bereits als Arbeitsgruppe in den FSR integriert sei und sogar eine Kooperation für die Durchführung von Praktika im Gespräch sei.
Henry befürwortet das Konzept, fragt aber nach dem Timing der Ausgaben, speziell, ob gewisse Ausgaben auf später verschoben werden könnten.
Dorian ordnet ein, dass es bereits zu organisatorisch bedingten Wartezeiten gekommen sei und die Umsetzung jetzt in der Warteschleife stehe. Hauptsächlich hänge es an der Besorgung des Tauchequipments. Er wolle die Teilnahme kostenlos halten und Beiträge sollen nur auf freiwilliger Basis gezahlt werden.
Henry fragt nach, über welche Stelle die Abrechnung laufen würden.
Dorian erklärt, dass er vorerst als Verantwortlicher die Organisation übernehmen würde. Langfristig würde sich klären, wie sich der Vorstand aufstelle.
Viktoria möchte als Gästin den Antrag unterstützen und erzählt, dass Kooperation mit Drittmittelgebern schwierig verlaufen würde und dass sie sich wünsche, dass das StuPa unterstützen solle, wo es geht.
Dorian ergänzt noch einmal, wie viel tatsächlich angeschafft werden könne und verdeutlicht die Notwendigkeit der Mittel.
Jonathan fragt nach, wie die rechtlichen Absprachen mit den Behörden laufen würden.
Dorian erklärt die verwaltungstechnischen Grundlagen.
Die Antragstellenden dürfen sich setzen und es werden die Mitglieder des Haushaltsausschusses der alten Legislatur angehört.
Emil erklärt, wie die bisherige Förderbereitschaft war. Man hätte die Vereinsgründung unterstützen wollen.
Henry fragt, ob es möglich sei, dass gestaffelt ausgezahlt und zweckgebunden neubeantragt werden könnte. Der Haushalt würde versuchen, den Betrag frei zu bekommen.
Dorian betont, dass die Dauer der Verwaltungsakte nicht klar absehbar wären, sie sich jedoch über jede Hilfe freuen würden. Er geht davon aus, dass eine gestaffelte Beantragung dazu führen würde, das über die nächsten Haushaltspläne mitziehen zu müssen. Außerdem sei die Tauchsaison im September beendet und nicht mehr möglich. Das Ziel sei gewesen, früh anzufangen.
Paul hinterfragt, inwiefern es in Ordnung sei, einem noch nicht gegründeten höhere Aufwendungen zu gewähren.
Dorian fragt, was die Bedingung für die Finanzierung für das StuPa sei.
Louise möchte die Frage aufschieben und auf den Haushaltsausschuss verweisen.
Henry erklärt, der ehemalige Haushaltsausschuss hätte den Antrag für förderfähig aber noch nicht förderwürdig gehalten. Es müsse sich aber heute geeinigt.
Emil ergänzt, dass der letzte Stand sowohl förderfähig als auch förderwürdig gewesen sei.
Patrizia sagt, dass sie als ehemalige AStA-Referentin aktuell keine Einsicht hat. Sie kann dementsprechend auch nur die damalige Entscheidung wiedergeben. Sie schlägt vor, dass sich der Haushaltsausschuss dazu nochmal trifft und berät.
Die Generaldebatte ist nun eröffnet.
Es etsteht eine Auseinandersetzung zwischen Robert und Dorian, inwiefern zur relevanten StuPa-Sitzung eingeladen wurde.
Robert fragt nach Formalia zu Projektbeginn im Förderantrag.
Der Antrag sei nach Dorian gestellt worden vor Beginn der Initiative, mittlerweile befinde man sich weiter im Prozess.
Henry meldet zu Wort, dass es ihm reiche, dass die Initiative an den FSR angegliedert sei und es für Henry als Kriterium der Förderfähigkeit reichen würde. Es sei also keine luftleere Sache.
Die Änderungsantragsdebatte wird nun eröffnet.
Chris beantragt eine Senkung des Betrages.
Der Änderungsantrag wird abgelehnt, der Betrag bleibt gleich.
Es kommt zur namentlichen Endabstimmung.
Der Antrag wird in der vorliegenden Form angenommen.
TOP 12 Antrag: Sitzungstermine der 36. Legislatur
„Damit geht’s heiter weiter zu den SItzungsterminen der 36. Legislatur“ – Louise
Die Termine werden vorgestellt und erklärt.
Die Generaldebatte wird eröffnet.
Es kommt zur Änderungsantragsdebatte.
Der 16.06.26 wird auf den 23.06.2026 verschoben.
Der Änderungsantrag wird angenommen.
Es kommt zur Endabstimmung.
Der Antrag wird einstimmig angenommen.
23:32Uhr
TOP 13 Antrag: Benennung zwei studentischer Vertretungen für den Expert*innenrat Hochschuldidaktik
Patrizia stellt die Neueinrichtung des Expert*innenrats Hochschuldidaktik vor. Bisher sei eine studentische Person vertreten gewesen, nun sllen es zwei sein. Sie würde sich freuen, wenn sich eigenintiativ Leute finden würden und sie niemanden benennen müsste.
Sie stellt die Rahmenbedingungen für die Arbeit im Expert*innenrat vor und gibt Einblicke in die bisherige Arbeit.
Die Generaldebatte wird eröffnet.
Robert hat zwei Fragen:
1. Ist das der Beirat für Hochschuldidaktik?
2. Werden die Vertreter*innen dann im Rahmen des StuPa gewählt?
Patrizia antwortet, dass der Expert*innenrat eine Neueinrichtung sei, also etwas anderes. Des Weiteren sollen Kandidat*innen aus dem StuPa vorgeschlagen werden.
Es gibt keine Änderungsanträge
Der Antrag wird einstimmig angenommen.
Die Personalien werden in der nächsten ordentlichen SItzung besprochen.
Erklärung (Nachtrag) zum Beirat für die Hochschuldidaktik (von Patrizia): Die Mitglieder des bisherigen Beirats für Hochschuldidaktik haben um eine formelle Grundlage für die Arbeit des Beirats gebeten. Das Rektorat hat die Einrichtung eines Expert*innenrats Hochschuldidaktik beschlossen. Der Expert*innenrat Hochschuldidaktik der Universität Greifswald ist vom Rektorat mit der inhaltlichen Beratung und strategischen Entwicklung im Bereich Lehre, insbesondere Hochschuldidaktik und digitale Lehre, beauftragt. Dies beinhaltet insbesondere die Beratung des Rektorats, die Begleitung des Zentrums für akademische und digitale Kompetenzen und des Zentrums für Qualität in Studium und Lehre.
Qua Amtes sind auch der/die studentische*r Prorektor*in und AStA-Referent*in für Studium, Lehre und Lehrerinnenbildung Mitglieder. Ein/Eine studentische*r Vertreter*in ist durch die Studierendenschaft zu benennen.
Im Beirat für Hochschuldidaktik hat bisher ein studentisches Mitglied mitgewirkt. Für den Expert*innenrat Hochschuldidaktik sollen zwei Studierende benannt werden.
TOP NEU 14 Aufwandsentschädigung für die 36. Legislatur des AStA/ für Ehrenämter
Die Generaldebatte wird eröffnet.
Emma wirft ein, dass es Fehler gebe, es seien beispielsweise falsche Referate benannt.
Es gibt den GO-Antrag auf Vertagung, damit noch einmal drüber geguckt werden kann, damit fundierte Änderungsanträge gestellt werden können.
TOP NEU 15 Unterstützung der Kampagne Heimathafen
Irma stellt die Einnahmen aus der Wohnsitzprämie (WSP) vor. Das Rektorat habe letztlich entschieden, die WSP nicht zur Unterstützung der Kampagne zu verwenden.
Irma stellt die genauen Ausgaben aus der WSP vor. Überschüsse könnten bisher eventuelle Anträge der Fachschaften finanzieren.
Hintergrund des Antrags sei, dass es weniger Ummeldungen unter Studierenden gebe, was zu weniger Förderung des Landes führen würde. Es stehe zur Debatte, diese Mittel für Werbung für die WSP aufzuwenden.
Robert wirft ein, wie sinnvoll es sei, bei der aktuellen landespolitische Lage noch in die WSP zu investieren, weil absehbar sei, dass diese Förderung vom Land wegfallen könne.
Irma bekräftigt diese Position.
Emil unterstützt diese Position auch.
Rieke schließt sich den Wortbeiträgen an.
Irma fragt, ob gar kein Interesse bestehe, oder zu einem geringen Betrag.
Paul plädiert dafür, gar keine Aufwendungen dahin mehr zu gewähren.
Rieke schließt sich an, Werbung könne man auch kostenfrei bewältigen.
TOP NEU 16 Beitragsordnung (2. Lesung)
Es gibt weder Wort- noch Änderungsbeiträge.
Die Beitragsordnung wird einstimmig angenommen.
23:48 Uhr
TOP NEU 17 Sonstiges
Rieke, Oli und Magnus bitten um einen konstruktiven Vorschlag für eine Kandidatur für AStA-Vorsitz und AStA-Finanzposten und in einem anderen Fall eine außerordentliche Sitzung einberufen zu können.
Rieke betont, dass der AStA so nicht arbeitsfähig sei und es in jedes Menschen Sinne sei, dem AStA das Arbeiten zu ermöglichen.
Henry gratuliert den „progressiven“ „rechten Fraktionen“ zu diesem Bild
Emma unterstützt die Bitte nach einer Lösung für den AStA.
Diese herausfordernde Sitzung endet um 23:52 Uhr. Es bleibt spannend, wie es weitergeht. Habt einen schönen Abend und bis zum nächsten Mal!
Herzlich Willkommen zur konstituierenden Sitzung! Es ist die erste Sitzung in diesem Semester und viele neue Gesichter stürmen bereits voller Tatendrang in den Saal. Die Tagesordnung ist lang, also erwartet uns eine intensive und hoffentlich inhaltsreiche Sitzung. Bleibt gespannt und verfolgt den Ticker hier LIVE ab 20:15 Uhr!
Hier startet wie gewohnt ab 20:15 Uhr der Live-Ticker
Heute tickern für euch Namid, David, Jette, Josi
TOP 0 Gruppenfoto
Alle lächeln! Das Gruppenfoto des neu gewählten Studierendenparlaments ist geschossen.
TOP 1 Begrüßung
Das Glöckchen klingelt und Melina begrüßt die Runde als Alterspräsidentin. Sie freue sich sehr, dass „so viele neue Gesichter hier sind.“
TOP 2 Formalia
Es sind 21 Stupist*innen anwesend und es gibt eine Stimmübertragung.
Es gibt einen neuen TOP 20 Wahl zur Datenschutzbeauftragten, er wird einstimmig angenommen.
TOP 3 Beschluss der Geschäftsordnung des Studierendenparlaments
Die GO wird einstimmig angenommen.
TOP 4 Berichte
Edona gibt an, aus Krankheitsgründen keinen Bericht eingereicht zu haben, berichtet aber mündlich.
Sie berichtet vom Aktionsmonat „Kampagne Schlussverkauf Bildung“, Workshops mit anschließendem Protest, um auf die Kürzungen in der Lehre aufmerksam zu machen.
Sie habe sich mit Irma beraten zu Themen der Geschäftsführung, sodass sie im Falle ihrer Wahl in zwei Wochen vorbereitet sei.
Sie gibt an, die Pressemitteilung im Rahmen des Aktionsmonats zu bringen, sie hatte sich bisher verzögert.
Es gibt keine weiteren Fragen an Edona.
Es geht weiter mit Irmas Bericht. Sie möchte einen Eintrag in ihrem Bericht korrigieren.
Es wurde die Kasse des FSR WiWi gesperrt.
Außerdem habe sie sich mit der Verwaltungsfachkraft auseinandergesetzt und dahingehend mit der Uni kommuniziert, sodass hoffentlich bald Bewerbungsgespräche geführt werden können.
Robert fragt Edona und Irma bezüglich der Verwaltungsfachkraft, wieso die Besetzung der Stelle so lange gedauert habe. Die Ausschreibung erfolgte bereits letztes Jahr.
Edona antwortet, dass die Kapazitäten bei Irma zur möglichen Unterstützung bei der Neubesetzung knapp gewesen seien und sie selbst habe nicht schnell genug reagieren können. Die Neubesetzung falle nicht in Irmas Aufgabenbereich.
Magnus möchte in seinem Bericht noch den Finanzworkshop als Termin ergänzen.
Rieke ergänzt, dass die aufgenommenen Videos in Kooperation mit den moritz.medien sowie der Newsletter innerhalb der nächsten zwei Tagen folgen würden.
AG Studierendenportal sei in einer längeren Umbauphase gewesen. Sie zeigt den Stupist*innen die Änderungen, de bisher an der Seite passiert seien. Das Augenmerk hätte auf dem Layout der Seite gelegen.
„Das sieht alles hübscher aus, finde ich.“ – Rieke
Die Arbeiten seien noch nicht beendet, wichtig für die Ersti-Woche sei aber gewesen, dass die Hauptseiten funktionsfähig wären.
Nun zeigt sie uns die Neuerungen auf der Seite – alles sehr hübsch. ˆˆ
Sie bittet die anwesenden Stupist*innen auszuprobieren, wie jetzt alles fuktioniere.
Es gibt einen Knall! Der Beamer gibt kurzzeitig den Geist auf. Er funktioniert aber wieder, puh!
Ben hat keinen Bericht eingereicht und ist selber auch nicht da. Edona berichtet allerdings, dass er demnächst seinen Posten abgäbe.
Moritz ist nicht da, hat aber einen Bericht geschickt, Anfragen könnten per Email erfolgen. Jonathan fragt nach der Intention, die Kneipentour auf einen Sonntag zu legen, da nach einer vollen Woche noch eine Veranstaltung Sonntag Abend teils zu viel sei.
Edona antwortet, dass sie auch mit Moritz darüber im Austausch gewesen sei, die Entscheidung für den Sonntag sei in dem Fall „doof“ gewesen, für die Zukunft müsse man sich einen Termin suchen, der besser passe.
Grey ergänzt zum Bericht, dass er aktuell einen Aktionsmonat zum Thema queerness Akzeptanz plane.
Melina berichtet aus dem Kulturausschuss, dass die bisherigen Anträge zu hohe Summen erfordern würden.
Es gibt keine weiteren Ergänzungen und Berichte.
TOP 5 Fragen und Anregungen aus der Studierendenschaft
Es gibt keine Wortmeldungen.
TOP 6 Wahl Präsidium
Los geht es mit der ersten Wahl.
TOP 6.1 Wahl des*der Präsident*in
Es liegt nur ein Vorschlag vor: Louise
Es gibt keine weiteren Initiativbewerbungen.
Louise stellt sich vor als ehemalige stellvertretende Präsidentin des StuPa.
3. Legislatur im FSR, sie ist Mitglied der FSK
Es gibt keine Fragen von den Stupist*innen, obligatorisch fragt Melina, ob Louise in Vereinen oder Parteien sei, das sei allerdings nicht der Fall.
Die moritz.medien verteilen die Stimmzettel und es wird still. Jede*r hat ein Kärtchen, der Wahlgang beginnt.
Andächtige Stille, die Stimmzettl werden wieder eingesammelt.
Es gibt eine zweiminütige Pause, während die moritz.medien die Stimmen auszählen.
Bis gleich!
Das Glöckchen klingelt erneut.
Melina kündigt ein wunderschönes Ergebnis an.
Louise wird einstimmig als Präsidentin des Studierendenparlaments angenommen. Es gab keine ungültigen Stimmen.
TOP 6.2 Wahl der stellvertretenden Präsident*innen
Louise übernimmt die Situngsleitung.
Es gibt eine Bewerbung: Tim
Er sei unabhängig von hochschulpolitische Gruppen.
Er setzt sich wieder, der Wahlprozess wird durch die „Wahlfeen“ von den moritz.medien wieder eingeleitet.
Alle Stimmzettel sind verteilt, der Wahlgang ist eröffnet.
Nachdem alle Zettel wieder eingesammelt sind, wird nun ausgezählt.
TIm wird einstimmig als stellvertretender Präsident des Studierendenparlaments angenommen. Es gab eine Enthaltung.
TOP 7 AStA-Struktur der 36. Legislatur
Die AStA-Struktur für die Legislatur wird besprochen. Emma meldet sich dazu. Sie sei der Meinung, dass HoPo wieder ein Referat werden solle, da die Arbeit, die sie an der Stelle leiste, entsprechend entlohnt werden solle.
Robert erklärt die Position der AG SHA, dass leider keine finanziellen Mittel dafür zur Verfügung stehen und nun mal leider gekürzt werden musste.
Es gibt keine weiteren Wortmeldungen. Louise eröffnet die Änderungsantragsdebatte. Es gibt keine Änderungsanträge.
Es folgt die Abstimmung.
DIe AStA-Struktur wird einstimmig mit einer Enthaltung angenommen.
TOP 8 Wahl des*der AStA-Referent*in für Finanzen
Es liegt eine Bewerbung vor von Lucas.
Pati sei auf ihn zugekommen und habe ihn gefragt, ob er das übernehmen wolle. Sie habe Lucas auch schon angefangen einzuarbeiten und they habe sehr viel Spaß bisher mit der Thematik gehabt. Zudem sei Lucas im Vorstand für akademische Aktivitäten bei ELSA Greifswald tätig.
Paul fragt nach, ob es zu erwarten sei, dass Lucas im Laufe des Semesters nicht zur Verfügung stehen könne aufgrund eines Auslandssemesters oder Ähnlichem.
They antwortet, dass er die ganze Legislatur zur Verfügung stehe.
Patrizia bedankt sich für die Bewerbung und gibt an, als ehemaklige Referentin für Finanzen schon eine kleine Einarbeitung gegeben zu haben.
Melina fragt daraufhin nach, inwiefern eine Einarbeitung vor der offiziellen Wahl rechtens wäre.
Edona erklärt, dass es absolut möglich sei, jemanden bereits vor der offiziellen Wahl bereits einzuarbeiten solange der Datenschutz gewahrt würde.
Patrizia betont, dass es ein gutes Zeichen sei, dass Menschen eine Einarbeitung wünschen würden, auch bevor sie dafür Geld bekämen. Es wäre vorrangig um eine EInführung gegangen, nicht um Offenlegung sensibler Daten. Außerdem sei eine Einarbeitung sinnvoll bevor man erst nach der Wahl merke, dass man die Arbeit nicht leisten könne.
Es gibt keine weiteren Fragen an Lucas.
Der Wahlvorgang wird erneut von den moritz.wahlfeen vorbereitet.
Alle haben ihren Stimmzettel, der Wahlgang ist eröffnet.
Die Kreuze sind gesetzt, die Zettel werden eingesammelt.
Lucas wird mit 11 Ja-Stimmen, 8 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen als AStA-Referent für Finanzen abgelehnt.
TOP 9 Wahl der Delegierten für die LKS
Melina ergänzt, es sei eine FLINTA*-Person und eine männliche Person vonnöten.
Grey und Yannis bewerben sich als Haupt-Delegierte für die LKS
Grey und Yannis werden einstimig als Haupt-Delegierte angenommen, beide nehmen die Wahl an.
Melina bewirbt sich für die Stellvertretung.
Melina wird einstimmig angenommen als Stellvertreterin, es gibt zwei Enthaltungen. Sie nimmt die Wahl an.
TOP 10 Wahl Mitglieder der AG SHA (strukturelle und hochschulpolitische Angelegenheiten)
Emil und Henry stellen sich zur Wahl auf.
Über die beiden wird im Block abgestimmt. Sie werden angenommen.
TOP 11 Wahl der Mitglieder des Haushaltsausschusses
Henry, Leticia, Paul, Emily und Emil wurden vorgeschlagen.
Die Fünf werden einstimmig angenommen, alle nehmen die Wahl an.
21:07 Uhr
TOP 12 Wahl der Mitglieder des Medienausschusses
Emily stellt sich zur Wahl auf als Mitglied aus dem StuPa. Vorerst meldet sich niemand weiteres.
Emily wird mit einer Enthaltung einstimmig angenommen, sie nimmt die Wahl an.
21:08 Uhr
TOP 13 Wahl Mitglied im Aufsichtsrat des Studierendenwerkes
Es wird eine Person benötigt. Pati meldet sich. Ihr Vorgänger als studentischer Prorektor, Lukas, hat dieses Amt ebenfalls übernommen, daher würde sie dies ebenfalls gerne übernehmen.
Es gibt keine weiteren Kandidat*innen.
Pati wird einstimmig mit drei Enthaltungen als Mitglied im Aufsichtsrat des Studierendenwerks angenommen.
21:10 Uhr
TOP 14 Wahl stellv. Mitglied im Aufsichtsrat des Studierendenwerkes
Melina und Falk
Es wird über die beiden abgestimmt. Melina bekommt 15 Ja-Stimmen, für Falk sind es drei. Es gibt zwei Enthaltungen. Damit ist Melina angenommen.
21:11 Uhr
TOP 15 Wahl der Mitglieder des Mensaausschusses des Studierendenwerks
„Da brauchen wir sage und schreibe 6 Personen“ – Louise
Da schießen auch direkt die Hände hoch. Robert, Melina, Emily, Nele, Laura und Jasmin stellen sich zur Wahl. Wir stimmen im Block ab.
Sie werden einstimmig angenommen.
Alle nehmen die Wahl an.
21:12 Uhr
TOP 16 Wahl der Mitglieder des Kulturausschusses des Studierendenwerks
Falk stellt sich als Entsandten auf und Edona als Stellvertretung.
Melina stellt sich auch als Hauptmitglied zur Wahl, Emma als zweite Stellvertretende.
Edona betont, sie würde den Posten auch überlassen.
Wir stimmen zuerst über die hauptentsandte Person ab. Für Falk gibt es vier Ja-Stimmen, für Melina 16 und eine Enthaltung. Melina wurde damit gewählt.
Wir kommen zu den Stellvertretenden, Emma wird einstimmig gewählt und nimmt die Wahl an.
21:15 Uhr
TOP 17 Wahl des*der Prüfer*in für rechnerische und sachliche Richtigkeit
Es wird eine Person gebraucht.
Henry fragt nach, ob man erklären könne, was die Person machen müsse.
„Das ist eigentlich eine ganz mausige Sache.“ – Pati
Pati erklärt, worin diese Aufgaben bestehen. Die Person käme einmal im Jahr unangekündigt vorbei, um zu überprüfen, ob bei den Finanzen alles korrekt laufe.
Louise betont, dass wir den TOP jetzt ewig mit uns mitschleppen würden, wenn sich keiner aufstelle.
Es stellt sich allerdings niemand auf, also geben wir dem ganzen in der nächsten StuPa-Sitzung nochmal eine Chance.
21:17 Uhr
TOP 18 Wahl der Vertretungen des*der Prüfer*in für rechnerische und sachliche Richtigkeit
Auch hier werden Leute dringend gebraucht, aber es bewirbt sich leider auch niemand.
Wir bekommen eine Zugabe beim nächsten Mal.
21:17 Uhr
TOP 19 Wahl des*der Kassenprüfer*in
Pati ist sich gerade unsicher, ob sie das richtige erklärt habe. Robert bestätigt das allerdings und meint, dass dieser Posten sich ausschließlich auf die Barkasse des AStAs beziehe.
Laura stellt sich zur Wahl und wird einstimmig angenommen.
21:19 Uhr
TOP neu20 Wahl zur Datenschutzbeauftragten
Edona möchte sich nicht aufstellen, stand allerdings neulich mit Herrn Wehlte in Kontakt, der sie darüber informierte, dass dieser Posten vom AStA vorgeschlagen werden müsste.
Edona schlägt vor, dass jetzt jemand gewählt wird, wenn sich jemand aufstelle und nachträglich geprüft, ob das rechtmäßig sei.
Emma würde das dann übernehmen wollen. Sie sei bereits zuständig für Datenschutz in einem Verein und traue sich das zu.
Sie wird einstimmig gewählt.
„So sind wir schon ratzifatzi durch mit allen Wahl-TOPs!“ – Louise
21:21 Uhr
TOP neu21 Festlegung des 1. und 2. ordentlichen Sitzungstermins
Der Antrag komme von Christoph und Louise bringt ihn ein. Es ginge darum, die kommenden Sitzungstermine abzustimmen.
Die Generaldebatte wird eröffnet.
Es gibt weder Wortbeiträge noch Änderungsanträge.
Der Antrag wird in vorliegender Form einstimmig angenommen.
Also sind die nächsten StuPa-Termine der 05.05. und der 19.05.
21:22 Uhr
TOP neu22 Antrag: Auszahlung für kommissarische Tätigkeit
Patrizia stellt ihren Antrag vor, sie habe den Antrag noch als Finanzerin für den AStA eingebracht.
Anna habe die Fachschaftsfinanzen kommissarisch übernommen und solle dafür auch bezahlt werden.
Es gibt keine Wortbeiträge oder Änderungsanträge, der Antrag wird einstimmig in der vorliegenden Form angenommen.
21:23 Uhr
TOP neu23 Antrag: KreativEU Student Ambassadors – neue Besetzung der Positionen qua Amt
Robert erzählt, er habe sich mit der Leiterin des Projekts eine Struktur ausgedacht, wie die Studierendenschaft in diesem Projekt vertreten werden könne. Es gibt eine Änderung in Zuständigkeit und Personalie, somit sei nun die studentische Prorektorin mit dem StuPa-Präsidiums als Stellvertretung die Ambassadors.
Paul fragt nach wofür ESN LEI denn überhaupt stünde. Louise beantwortet diese Frage. Es stünde für Erasmus Student Network Lokale Erasmus Initiative
Es gibt keine Wortbeiträge, die Änderungsantragsdebatte bleibt leer.
Der Antrag wird in vorliegender Form einstimmig angenommen.
21:27 Uhr
TOP neu24 2. Lesung Beitragsordnung der Studierendenschaft
Robert stellt eine Änderung in der Beitragsordnung vor, es gibt keine Wortbeiträge, die nächste Lesung folge dann in der nächsten Sitzung. An der Stelle gäbe es dann Raum für Änderungsanträge.
TOP neu25 Sonstiges
Edona finde es bedauerlich, dass Lucas als AStA-Finanzer nicht gewählt wurde, da die ganze Arbeit nun an der Vertretung Magnus hänge. Es sei sehr wichtig, in den nächsten Monaten das Amt zu besetzen.
Robert schaltet einen Werbeblock für die Ehrenamtsparty am 24.04.26 ab 23 Uhr, organisiert von den moritz.medien, Nightline und dem ehemaligen StuPa-Präsidium. Ehrenämtler*innen kommen kostenlos und auch schon ab 22 Uhr rein.
Irma bewirbt den Markt der Möglichkeiten, der am 25.4. 12-15 Uhr stattfindet und merkt auch an, dass man gerne auch beim Aufbau noch helfen dürfe.
Louise merkt an, dass es schön sei, wenn auf den Namenskärtchen ab nächster Sitzung die Pronomen vermerkt werden könnten, alle Stupist*innen mögen bitte ihre Pronomen in der Namensliste ergänzen.
Die Sitzung wird um 21:30 Uhr beendet.
Habt einen schönen Abend und bis zum nächsten Mal!
Zucker ist eine Gesellschaftsdroge, wir wissen und ignorieren es. Welche Auswirkungen es hat, ganz auf Industriezucker zu verzichten, haben wir zwei Wochen lang für euch ausprobiert.
TRIGGERWARNUNG: Im Folgenden geht es um vollständigen Zuckerverzicht. Bitte beachtet, dass restriktive Ernährung zu ungesundem Essverhalten führen kann.
Dass der Körper, vor allem Muskeln und Gehirn, Energie braucht und diese aus Kohlenhydraten gewinnt, ist allseits bekannt. Kohlenhydrate, das sind Einfach-, Zweifach-, Mehrfach-, und Vielfachzucker. Fruchtzucker (Fructose) und Traubenzucker (Glucose) gehören zu den Einfachzuckern, können also sehr schnell vom Körper aufgenommen werden. Milchzucker (Lactose) und Haushaltszucker (Saccharose) sind Zweifachzucker. Zu den Vielfachzuckern gehört unter anderem Stärke. Sie schmeckt in Lebensmittel nicht süß und muss vom Körper in Einfachzucker gespalten werden, bevor sie aufgenommen werden kann. Vielfachzucker lassen also den Blutzuckerspiegel deutlich langsamer ansteigen.
Der Blutzuckerspiegel im Körper wird über die Hormone Insulin und Glukagon geregelt. Steigt er, wird Insulin ausgeschüttet. Der Zucker wird von den Zellen aufgenommen oder in Speicherzucker (Glykogen) umgewandelt. Sinkt der Blutzuckerspiegel, wird Glukagon ausgeschüttet und der gespeicherte Zucker wird wieder freigegeben.
Wie sehr ein Lebensmittel den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt, legt der Glykämische Index (GI) fest. Mit einem Wert zwischen 0 (sehr langsam) und 100 (extrem schnell). Avocados und Agavensirup befinden sich mit einem Wert von rund 15 im absolut unteren Bereich. Naturreis und Trauben etwa haben einen Wert von 50. Bier liegt im absolut oberen Bereich bei bis zu über 100. Hierbei spielt auch eine Rolle wie die Lebensmittel verarbeitet sind. Frische, rohe Lebensmittel haben immer den niedrigeren GI. Je länger man beispielsweise Nudeln kocht, desto höher wird ihr GI. Um möglichst lange satt zu bleiben und Heißhungerattacken zu vermeiden, sollte man Lebensmittel mit möglichst niedrigem GI konsumieren.
Studien zeigen, dass Zucker das Mikrobiom in unserem Darm beeinflusst. Was wiederum Auswirkungen auf die gesamtkörperliche Gesundheit hat. Dabei geht’s um erhöhtes Krebs- und Diabetesrisiko, Begünstigung von Entzündungsreaktionen und ganz simpel: unsere Stimmung.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)empfiehlt, dass maximal zehn Prozent der täglichen Gesamtenergiezufuhr aus ›Freien Zuckern‹ kommen sollte. Freie Zucker sind zugesetzte Zucker wie Haushaltszucker, Sirup, Honig oder Fruchtsaft. Nicht dazu zählt Zucker aus frischem Obst und Gemüse und Milchzucker. Zehn Prozent entsprechen etwa 50 Gramm Zucker pro Tag und sind die absolute Obergrenze.
Fructose als alleinige Zuckerzufuhr ist im Übrigen auch nicht gesund. Der Einfachzucker wird in der Leber abgebaut und sammelt er sich dort zu viel an, wird er in Fett umgewandelt. Das kann zur sogenannten Fettleber und Übergewicht führen. Ausgewogenheit ist also der Schlüssel.
Für unser Selbstexperiment haben wir uns dazu entschieden, auf zugesetzte Zucker sowie Sirup und Honig zu verzichten. Fruchtsäfte sind nur als Direktsaft und in der Menge erlaubt, die auch die entsprechende Frucht hergegeben hätte. Ein halbes Glas O-Saft für eine Orange also. Lest selbst, wer von uns das Experiment jederzeit wiederholen würde und wer auf seine tägliche Portion Zucker nicht verzichten möchte.
Namids Tagebuch
Tag 1
Alles dreht sich nur darum: Was kann ich essen und vor allem was nicht? Kann ich in die Mensa gehen? Leider nicht, es wird in aller Regel mit ein bisschen Zucker gekocht. Außerdem wird Zucker als Zusatzstoff nicht ausgewiesen und ist praktisch überall mit dabei. Also muss ich vorkochen. Ich starte schlecht vorbereitet in den ersten Tag, ich esse wenig, habe aber noch nie so viel über Essen nachgedacht. Ich scheitere prompt und esse doch in der Mensa. Ich konnte den vorbereiteten Salat nicht essen. Also muss ich besser vorkochen.
Tag 2
Der Tag beginnt besser, es gibt das restliche Ofengemüse zum Mittag, dazu Salat mit Olivenöl. Wer Dressing möchte, muss sich den von zuhause mitbringen. Ich bekomme erste Schwindelmomente am frühen Nachmittag und explizit Appetit auf Kohlenhydrate.
Abends koche ich für die nächsten Tage vor. Es gibt Linsen-Curry, Ofengemüse und zum Frühstück Rührtofu. Letzteren aus Naturtofu, denn sogar Räuchertofu enthält häufig Rohrzucker.
Tag 3
Frühstück gibt es vorgekocht, die gesparte Zeit nutze ich, um Reis für das Mittag der nächsten 2 Tage vorzukochen. Dabei fällt mir auf, dass Kochen einen höheren Stellenwert einnimmt, weil ich viel mehr drauf angewiesen bin.
Ich merke, mir geht es gut, ich bin gut gelaunt.
Mittags gibt es das vorgekochte Essen, bei einer Prüfung habe ich genug Energie und kann mich gut konzentrieren. Ich habe keinen Heißhunger und trinke sehr viel Wasser.
Abends beim Essen fällt mir auf, dass ich ein ungekannt sensibles Sättigungsgefühl habe. Mir fällt es leichter als sonst, nur das erforderliche Maß zu essen.
Tag 4
Heute esse ich stressbedingt sehr wenig, meine erste Mahlzeit ist gegen 17 Uhr. Allerdings bin ich schnell überfordert mit der Menge an Essen, mein Bauch braucht viel Zeit. Abends bekomme ich plötzlich Lust auf Süßes, ich widerstehe, aber muss es dann mit herzhaftem Essen kompensieren.
Tag 5
Heute esse ich ein spätes Frühstück und dann erst wieder abends. Ich empfinde dazwischen keinen Hunger oder Appetit. Ich habe Spaß am produktiven Schaffen und vorausplanen.
Tag 6
Heute ist der erste Tag, an dem ich explizit kein Mittagstief zu verzeichnen habe, dafür ganztägig ein gleichbleibend hohes Energieniveau. Ich kann mich gut konzentrieren und habe einen klaren Kopf. Abends bin ich bei einer Party. Ein alkoholfreies Vergnügen, denn alle Arten von Alkohol treiben den Blutzucker stark nach oben. Ob das schadet? Ich habe keine Wahl und vermisse erstaunlich wenig.
Tag 7
Mein heutiger Tag ist von Kopfschmerzen durchzogen. Ob das am »fehlenden« Zuckerkonsum oder am späten Schlafengehen liegt, kann ich nicht sagen.
Mein Hunger tritt mittlerweile sehr strukturiert auf mit etwa 6 Stunden zwischen den Mahlzeiten. Beim Messen meines Bauchumfangs fällt mir auf, dass er um etwa 2 cm geringer ist als zu Beginn des Experiments.
Tag 8
Morgens fällt mir auf: Mein Hautbild ebnet sich. Heute esse ich das erste Mal seit Beginn des Experiments Obst und merke eindeutig die Wirkung des Fruchtzuckers. Außerdem stelle ich fest: Langwierige Entzündungssymptome im Zahnfleisch sind nicht mehr spürbar.
Tag 9
Langsam denke ich auch weniger über das Essen an sich nach. Beim Abendessen schmeckt Paprika so süß wie nie. Die Geschmacksknospen scheinen wie neu kalibriert.
Tag 10
Ich beginne, mich mit der Situation einzurichten, es kehrt Routine ein. Ich backe Bananenbrot, nur mit Banane gesüßt. Die Süßkraft reicht mir aus, was mich glücklich macht.
Tag 11
Mittlerweile pendelt sich alles ein, die Neuerungen im Körpergefühl manifestieren sich. Ich erwische mich bei dem Gedanken, dass ich mich daran gewöhnen könnte.
Tag 12
Heute kommt doch wieder Hunger auf Süßes. Dabei lerne ich Tofu als Snack noch mehr schätzen. Tofu und Vollkornbrot schlagen jeden Heißhunger.
Tag 13
Heute gibt es Brot und Curry, das Mittagstief bleibt weiterhin aus und langes konzentrieren ist kein Problem, fällt mir sogar leichter als gewöhnlich.
Tag 14
Es gibt wieder meine etablierten zwei Mahlzeiten, heute ist der letzte Tag. Auch wenn ich weiß, dass mir ab morgen die Welt wieder völlig offensteht, fällt mir nichts konkret ein, was ich besonders vermisse.
Namids Fazit
Rückblickend finde ich, mir hat der Verzicht sehr gutgetan. Die geschmackliche Entfernung von stark gesüßten Lebensmitteln und das Ausbleiben von ständigen Ausschlägen im Blutzucker hat mir ein besseres Gefühl gegeben. Außerdem ist mein Bauchumfang letztendlich um vier Zentimeter gesunken. Das kommt mir viel vor, aber es hat sich definitiv etwas verändert. Meine Haut ist ausgeglichener und ich habe wieder ein angenehmes Gefühl für Sättigung entwickelt. Bis zum Ende spüre ich keine Entzündungssymptome mehr. Ich empfehle den Zuckerverzicht also sehr, aber die organisatorischen Hürden sind hoch. Man hat nicht die Möglichkeit, unterwegs einfach irgendwo etwas zuckerfreies zu finden, das erfordert Suche, Zeit und Kopf dafür. Ich halte das für ein strukturelles Problem. Zucker ist selbstverständlich überall mit drin und das oft ohne, dass es nötig wäre.
Mein heißester Tipp für Abwechslung, Snacks und Appetitzügelung: Tofu. Er enthält viel Protein und bietet wahnsinnig viele Zubereitungsarten, man kann sich durch viele Texturen, Geschmacksrichtungen und Konsistenzen probieren.
Und für alle, die es probieren wollen: Versucht nicht, Zucker zu ersetzen und zuckerhaltige Speisen anzupassen. Wer Lust auf Schokolade hat, möchte selten
Möhrensticks essen. Wenn ihr Heißhunger mit einer anderen Geschmacksrichtung stillt, die ihr liebt, dann verschwindet der Heißhunger nach und nach. Sucht euch für den Wocheneinkauf am besten vorher Ideen zusammen und kocht und kauft Lebensmittel, die sowieso zuckerfrei ist, so muss man nicht auf teure, als zuckerfrei angepriesene, verarbeitete Lebensmittel suchen. Zuckerfreie Ernährung bietet eine Chance, auf hochverarbeitete Lebensmittel zu verzichten und so auch wieder mehr relevante Nahrungsmittel und insbesondere Ballaststoffe zu sich zu nehmen.
Minnas Tagebuch
Tag 1
Meine Gedanken nachdem ich mich zu diesem Selbstexperiment verpflichtet habe: Zum Glück gibt es wenig Lebensmittel, die ich nicht esse. Ich brauche aber dringend einen zuckerfreien Snack-Ersatz. Und schon beim Wappnen für die nächsten zwei Wochen fällt mir beim Einkaufen eines auf: Vegane und Bio-Produkte sind meist eher frei von Zuckerzusatz.
Während ich vormittags lerne, würde ich nebenbei gerne etwas knabbern, doch dunkle Schokolade oder Haferkekse sind nicht drin. Also muss es ohne gehen.
15 Uhr, mein Körper schreit nach einem Energiebooster, ich greife doch zum Glas Orangensaft und esse eine Handvoll Datteln.
Tag 2
Diesmal trinke ich nach dem Frühstück mein obligatorisches Glas Organgensaft und stelle beim Belegen eines herzhaften Eierkuchens erschrocken fest, dass jegliche Art von Scheibenwurst Glukose zugesetzt hat.
Auf der Suche nach zuckerfreien Snacks lande ich in der Kleinkindabteilung bei DM: winzige Tütchen mit zu hohen Preisen. Und schmecken tun die Kichererbsenmehl-Cashew-Dattel-Kekse auch nicht. Ich bin entsetzt, als ich feststelle, dass meine organische Erdnussbutter Zucker enthält. Den gesamten Tag über habe ich das Gefühl, keine Energie zu haben.
Tag 3
Endlich finde ich taugliche Snacks. Apfelchips und Erdnussflips. Für süßlichen Geschmack trinke ich literweise Früchtetee.
Tag 4
Das ständige Hungergefühl geht seit Montag nicht weg. Mir fällt auf, dass ich viel größere Portionen als normal esse. Ich besorge mir ein zuckerfreies Spaßgetränk, um meine Lust auf Schokokekse zu stillen. Zum Frühstück esse ich Haferflocken mit Tiefkühlbeeren und Mango-Apfelmark.
Tag 6
Mir fällt auf, dass ich weniger über Snacks nachdenke. Die Hauptmahlzeiten reichen mir, auch wenn ich davon mindestens zwei große brauche. Trotzdem inhaliere ich eine weitere Tüte Apfelchips. Ich kann definitiv sagen, dass ich keine Nachmittags-Tiefs mehr habe. Sonst brauchte ich zwischen 15 und 17 Uhr immer eine Pause und Schlaf. Den Nachmittag durchpowern zu können ist genial, weil ich viel mehr schaffe.
Tag 7
Ich bin ein bisschen am Verzweifeln, weil ich meine Heißhungerattacken während der Regelblutung nicht stillen kann. Große Gnocchi-Pfannen retten mir das Leben, mit Tomatensoße, Gemüse, veganer Kochsahne und Käse. Keine Überraschung mehr: Räuchertofu enthält Zucker, Naturtofu nicht.
Tag 8
Ich entdecke Bananen-Pancakes. Für den Rest der Woche gibt’s nichts anderes mehr zum Frühstück, mal mit Apfelmus, Dattel-Haselnuss-Creme oder Sojajoghurt und zerkochtem Tiefkühlobst. Das Pancakes-Braten morgens ist mir nur möglich, weil ich keine Univeranstaltungen mehr habe. Normalerweise hätte ich nicht die Zeit dafür.
Tag 9
Nach einem langen Spaziergang an der frischen, kalten Luft bin ich so ausgehungert, dass ich nach meinem Abendbrot noch eine halbe Tüte Erdnussflips esse. Mein Gefühl sagt mir, ein Schokohaferkeks hätte es auch gemacht.
Tag 10
Ich merke, wie ich mich an den zuckerfreien Alltag gewöhne. Mittlerweile sind alle meine Vorräte und der Kühlschrank zuckerfrei. Ich kann mir also einfach etwas greifen, ohne nachzudenken. Ich weiß, dass ich größere, ausgewogenere Mahlzeiten essen muss und koche dementsprechend. Den Rest der Woche habe ich keine Probleme mehr mit Heißhungerattacken.
Tag 13
Ich bekomme Besuch und wir machen Pizza selbst: garantiert zuckerfrei. Beim Abstecher zum Bäcker fürs Kaffeetrinken gehe ich allerdings leer aus.
Tag 15 – Rückblick
Zwei Wochen sind herum. Wenn ich es mir nicht nur einbilde, komme ich morgens tatsächlich besser aus dem Bett. Kein Nachmittags-Tief mehr. Ich habe den ganzen Tag Energie. Meine Haut wird wieder besser, aber das liegt vermutlich an meinem sich ändernden Hormonspiegel in der Follikelphase. Laut Bindfaden-Vergleich habe ich auch einen Zentimeter Bauchumfang verloren. Das kann aber auch an meiner aktuellen Zyklusphase liegen, in der ich natürlicherweise weniger und gesünder Esse. Was sich auch verändert hat: Ich habe mehr und abwechslungsreicher Obst gegessen. An meinem Gemüsekonsum hat sich allerdings nichts geändert. Zur Redaktionssitzung am Abend wird Kuchen mitgebracht, ich stürze mich begeistert auf ein Stück und stelle nach zwei Gabeln fest, dass mein Bedürfnis nach Zucker mehr als befriedigt ist.
Minnas Fazit
In den ersten Wochen des Zuckerverzichtes wird in vielen Quellen von erhöhter Nervosität, Unruhe, ständigem Hungergefühl, Müdigkeit, Kopfschmerzen etc. berichtet. Ein paar dieser Merkmale konnte ich auch bei mir feststellen. Jedoch kommen bei mir noch einige andere Faktoren dazu, die ebenfalls diese Symptome auslösen können. Ich befinde mich zur Zeit des Experiments in der Lutealphase meines Zyklus. Natürlicherweise habe ich ein gesteigertes Hungergefühl und andere Symptome des Prämenstruellen Syndroms (PMS). Außerdem befinde ich mich in der Prüfungsphase. Stress und kein geregelter Schlaf- und Essrhythmus sind bei mir alltäglich. Das alles kann die Symptome des Zuckerverzichtes verstärken und meine Ergebnisse des Selbstexperiments beeinflussen. Ich denke das Experiment war besonders hilfreich dafür, mir bewusst zu machen, wo wirklich überall Zucker drinsteckt. Ich meine, im Hinterkopf habe ich das auch schonmal gehört, aber sich wirklich damit auseinanderzusetzen, ist eine andere Nummer. Und ich freue mich danach wieder, die selbstgemachte Marmelade auf meinem Frühstücksbrot essen zu können, oder die Schokolade beim Spieleabend, oder ohne Bedenken Mensen zu gehen. Bei diesem Selbstexperiment geht es uns nicht darum, Zucker zu verteufeln oder eine bestimmte Ernährungsweise anzuprangern. Zuckerfrei zu Essen ist ein Privileg: man braucht die Zeit zum Planen, Vorbereiten und Kochen und das Geld. Denn zuckerfrei einzukaufen ist deutlich teurer. Auch bei mir gilt nach dem Selbstexperiment wieder: Ernährung sollte ausgewogen sein und Essen Spaß machen. 🙂
Vom Uni-Podcast über Praktika bei großen Tageszeitungen bis ins Volontariat bei Table.Briefings: Robert Wallenhauer hat seinen Weg in den Journalismus strategisch geplant. Im Interview spricht er über Spezialisierung, Netzwerke – und warum »Deep Journalism« nicht so leicht durch KI zu ersetzen ist.
Moin Robert, du hast in Greifswald Politikwissenschaft und VWL studiert. Warum Greifswald?
Während eines früheren Familienurlaubs gefiel mir Greifswald bereits sehr gut. Die Entscheidung fiel dann, weil ich unbedingt an der Ostsee studieren wollte.
Du warst außerdem bei den Uni-Medien als Redakteur und später auch als Ressortleiter aktiv – war das so geplant, und woher kam dein Interesse am Journalismus?
Anfangs habe ich BWL in Greifswald studiert, das hat mich irgendwann sehr frustriert. Thematisch fand ich das Studium spannend, die Umsetzung in Greifswald aber schlecht. Währenddessen habe ich in meiner Freizeit mit zwei Freunden einen Podcast über American Football produziert. Dabei ist mir aufgefallen, dass journalistisches Arbeiten Spaß macht. Die moritz.medien liefen mir bereits in meiner Ersti-Woche über den Weg – als ich dann nach Möglichkeiten suchte, mich journalistisch weiter auszuprobieren, sind sie mir wieder eingefallen.
Ab welchem Punkt hast du gemerkt, dass du Journalist werden willst?
Bei den Studi-Medien hat sich dieses Gefühl verfestigt: Zu recherchieren, schreiben, mit anderen Redakteur*innen zusammenzuarbeiten oder über Themen zu diskutieren. Das war einfach super. Die Idee, all das beruflich zu machen, schien mir sehr attraktiv.
Du hast dich schließlich dazu entschlossen, über die moritz.medien hinaus journalistisch zu arbeiten. Was genau hast du gemacht und wie kam es dazu?
Im Internet steht, wer Journalist*in werden will, muss Erfahrungen sammeln, Praktika machen, als freie Mitarbeiterin oder freier Mitarbeiter schreiben. Und das bin ich dann recht strukturiert angegangen: Welche Medien finde ich interessant? Wo werden Praktika ausgeschrieben? Dort habe ich meine Bewerbungen dann hingeschickt. Zusagen kamen von einer Produktionsfirma, die für RTL zuliefert, einer Regionalzeitung und einem Online-Medium. Später hatte ich die Möglichkeit für die Wirtschaftsressorts der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und der Süddeutschen Zeitung zu arbeiten. All diese Stationen waren super spannend und haben mir ganz unterschiedliche Skills beigebracht.
Nun bist du im Volontariat bei Table.Briefings. Was genau macht ihr, und wie unterscheidet es sich von klassischen Medienhäusern?
Table.Briefings produziert Newsletter, die mindestens einmal in der Woche erscheinen und sich sehr spezifischen Themen widmen. Zum Beispiel: Agrar- und Ernährungspolitik, aktuelle Entwicklungen im Weltraum, Afrika und deren Auswirkungen für Deutschland oder in der Bildungs- und Forschungspolitik. Der Anspruch dabei ist Deep Journalism. Also die Themen noch tiefer zu durchdringen als Medien, die sich an ein breites Publikum richten. Unsere Zielgruppe sind vor allem Entscheidungsträger und Experten in ihrem Fach, die durch unsere Berichterstattung in ihrem Job einen Informationsvorsprung bekommen sollen. Wir haben aber auch zwei kostenlose Newsletter, die sich sehr tiefgründig mit der Bundespolitik und Wirtschaftsthemen beschäftigen — die fand ich schon während des Studiums spannend.
Wie sieht dein Arbeitsalltag im Volo aus?
Sehr unterschiedlich. Ich arbeite vor allem im Team des Security.Table, dem sicherheitspolitischen Briefing und fokussiere mich auf Unternehmen in der Rüstungsindustrie, vor allem Tech-Unternehemen. Eine Konstante ist unsere Konferenz am Morgen, in der wir die Themen für die kommende Ausgabe besprechen. Häufig starte ich den Tag in der Redaktion, recherchiere, telefoniere, schreibe aktuell anstehende Artikel oder gehe zu Hintergrundgesprächen mit interessanten Gesprächspartner*innen aus Politik, Wirtschaft oder Forschung. Allerdings bin ich oft auch auf Veranstaltungen zum Thema Sicherheitspolitik oder Rüstungsindustrie in Berlin. Einfach um neue Kontakte zu knüpfen und ein Gefühl dafür zu bekommen, was in der Branche gerade wichtige Themen sind. Insgesamt ist der Alltag also sehr abwechslungsreich.
Was hat dich an Table.Briefings besonders gereizt?
Ich fand die Idee super, mich früh in meiner journalistischen Karriere in ein Thema richtig tief einzuarbeiten. Das ist an sich ein Skill, den ich trainieren wollte. Meiner Einschätzung nach ergibt sich daraus eine journalistische Arbeitsweise, die nicht so leicht durch eine KI zu ersetzen ist: Mit Expert*innen sprechen, ein Netzwerk aus Quellen aufbauen, sein Themengebiet durchdenken und (investigativ) analysieren.
Was hat dir konkret geholfen, dein Volontariat zu bekommen?
Am Ende des Studiums hatte ich überdurchschnittlich viele Praktika gemacht und auch nebenbei viel Erfahrung gesammelt – bei den moritz.medien und anderen privaten journalistischen Projekten. Und ich glaube, ich habe mich im Vorstellungsgespräch ganz gut angestellt.
Was ist dein bisheriges Highlight im Volo?
Im Februar ist unser gesamtes Team zur Münchner Sicherheitskonferenz gefahren. Das war eine komplette Reizüberflutung, aber auch ein absolutes Highlight.
Du hast Politikwissenschaft und VWL studiert. Wie wichtig sind deiner Meinung nach Spezialisierungen (z. B. Politik, Wirtschaft, Datenjournalismus)?
Mir hilft diese Spezialisierung auf jeden Fall. Während meiner Praktika waren viele Redakteure immer positiv überrascht, dass jemand, der nicht Journalismus, Kommunikation oder Germanistik studiert, in die Redaktion kommt und journalistisch arbeiten will.
Meiner Einschätzung nach können aber auch Studis aus eben diesen Gebieten hervorragende Journalist*innen werden. Viel wichtiger als das Studienfach ist, neugierig zu sein, Fragen zu stellen und sich früh ein bisschen journalistisches Handwerk beizubringen.
Gibt es eine Geschichte aus deiner Zeit bei den moritz.medien, die dich besonders geprägt hat?
Keine einzelne Geschichte. Allerdings habe ich während meiner moritz-Zeit mit drei Freunden das ›Investigativ‹-Team ›moritz.Millennium‹ aufgebaut. Die Zusammenarbeit mit den dreien hat immer viel Spaß gemacht.
Was sind aus deiner Sicht die größten Herausforderungen für junge Journalist:innen?
Es gibt auf jeden Fall relativ viele Einstiegshürden: Medienhäuser wollen, dass Praktikant*innen Erfahrungen mitbringen und die Stellen werden dann meistens sehr schlecht bezahlt. Das führt dazu, dass es ein Privileg ist, Erfahrungen bei großen Medien zu sammeln, wenn man selbst in Greifswald studiert – weil es dann immer mit einem temporären Umzug, Wohnungssuche und so weiter verbunden ist. Das muss man erstmal irgendwie finanzieren können. Und dann kann man immer noch beobachten, dass Beziehungen, ein Netzwerk aus Bekannten, ein super wichtiger Bestandteil bei der Jobsuche ist.
Teilweise können Initiativen wie die moritz.medien dagegenwirken. Andere Hürden lassen sich allerdings nicht so schnell abbauen.
Welchen Rat würdest Studierenden im ersten Semester geben, die in den Journalismus gehen möchten?
Erstens: Machen, machen, machen. Du hast eine absurde Artikelidee? Recherchieren und aufschreiben! Du willst einen Podcast starten oder ein Instagram-Format umsetzen? Los gehts! Eine Doku für YouTube-Drehen? Nicht lang zögern, ausprobieren! Zweitens: Vernetzt euch so früh wie möglich mit anderen (Nachwuchs-)Journalist*innen. Das macht alles einfacher — selbst wenns nur darum geht, sich gemeinsam über die Branche aufzuregen. Für beides sind die Studi-Medien ein guter Start.
Wie blickst du auf die Zukunft des Journalismus? Stichwort USA, große Techkonzerne
Die Branche steht auf jeden Fall vor riesengroßen Herausforderungen. Wahrscheinlich schon seit den 1990er Jahren. Jetzt nimmt meiner Wahrnehmung nach einfach die Geschwindigkeit zu. Ich bleibe aber – vielleicht gezwungenermaßen – Optimist: Guter Journalismus ist aktuell wichtiger denn je. Journalist*innen, die neuen Technologien offen begegnen, das Handwerk drauf haben und anpassen können, auf welchen Plattformen sie ihre Zielgruppe erreichen, werden auch in Zukunft Erfolg haben.
Eine kurze Frage zum Abschluss: Print, Online oder Newsletter?
Unstrukturiert, wild und liebenswert. So beschreibt Murat Demirkaya die Rosa. Der Club, mit seinem Sitz beim Einkaufspark Gleis 4, ist vielen bekannt. Doch wie fing alles an? Und warum endet es nun? Murat, 48 Jahre alt, der nebenbei auch als Grundschullehrer arbeitet, gibt uns einen kleinen Einblick hinter die Kulissen, lüftet so manches Geheimnis und wirft Licht auf die Zukunft der Rosa.
Es startete alles mit einfachen Partys in wechselnden Locations. Kostenloser Eintritt und recht bekannte Künstler, dadurch zeichneten sie sich aus. Die Idee, selbst Events zu veranstalten, kam dem Betreiber Murat Demirkaya, als er selbst an der Bar eines Clubs arbeitete, der damals im jetzigen Edekagebäude untergebracht war. Dort konnte er bereits einige Kontakte zu Künstlern und Helfern knüpfen. »Die ursprüngliche Idee war eigentlich Geld zu machen und ich glaube, ich wollte auch gesehen werden, Anerkennung bekommen. Aber das hat sich über die Zeit gewandelt. Wir wollen halt ein Ort sein, wo man sicherer feiern kann. Das ist ganz wichtig. Wo du nicht darauf achten musst, wie du aussiehst, welche Klamotten du anhast, wo du herkommst, welcher Religion du angehörst oder sonst irgendwas. Sondern du kannst einfach dahin kommen, so wie du bist und kannst feiern.« Über die Partys, die unter anderem auch in den Edeka-Hallen stattfanden, ergab sich schließlich der Kontakt zum heutigen Vermieter und damit auch der Weg zum aktuellen Standort. Das ehemalige Callcenter, in dem auch einige Studierende arbeiteten, wurde so zur Rosa WG, die allerdings nur wenige Monate bestand.
Viele Geschichten, ein Name
Die Herkunft des Namens der Rosa war für lange Zeit ein kleines, großes Mysterium. Murat beichtete uns, dass er früher viele Geschichten erzählt habe, wie ihm der Name eingefallen sei. Von in der Badewanne einfallen bis zu dem Hintergrund, dass von innen alle rosa seien, war so einiges dabei. Tatsächlich handelte es sich um eine von ihm veranstaltete Veranstaltungsreihe namens Roter Salon. Inspiriert war der heute 48-Jährige von einer gleichnamigen Veranstaltung aus Hannover. Die dortigen Veranstalter wurden allerdings durch die Buchung der gleichen Künstler auf die Inspiration aufmerksam. Abschrecken ließ er sich davon allerdings nicht. Er kürzte den ursprünglich wegen der roten Beleuchtung verwendeten Namen kurzerhand ab. Somit wurde aus dem Roten Salon, die RoSa. Dabei sind die Schreibweise und der Artikel des Namens für den Betreiber irrelevant. Jede*r könne nach eigenem Sprachgefühl gehen. Er selbst sage aber am häufigsten »die Rosa«.
Ein Club in Eigenregie
Die Anfangszeit war von Existenzsorgen und dem Minimum an Ausstattung bestimmt.Um den Club eröffnen zu können, lieh sich der Clubbetreiber Geld von Eltern und Freunden und investierte sein eigenes Erspartes, um die wichtigsten Anschaffungen zu erstehen. Alles musste vom Rosa Team selbst geregelt werden. »Wir mussten alles selbst konzipieren und uns überlegen, wie bauen wir was und dabei auch immer die Verordnungen und Gesetze im Auge behalten, die du beachten musst. Beispielsweise Brandschutz«, so erzählt Murat dem web.moritz. Neben einer eher schlechteren Anlage und schwierigen akustischen Bedingungen, fehlte es auch an Details wie Selbstschließern an den Toilettentüren. Dennoch kamen die Menschen und verbrachten ihren Abend in der Rosa, damals wie heute. Inzwischen hat sich jedoch trotz völliger Eigenregie einiges getan: So konnte nicht nur die Akustik vor zwei Jahren ausgebaut werden, sondern auch ein besseres Technikkonzept fand seinen Weg in die Rosa. Dennoch mangelt es immer noch an einem vernünftigen Boden, einem guten Lichtkonzept und einer guten Raumaufteilung.
Zwischen Kostenexplosion und Kündigung
Nach neun Jahren Clubbetrieb mit vielfältigen Veranstaltungen und Künstler*innen steht nun die Rosa, wie wir sie kennen, vor dem Aus. Das Ende des Ortes Rosa hat sich schon über längere Zeit angekündigt. Die Gründe liegen in erster Linie beim Umsatzrückgang bei gleichzeitiger Kostenexplosion. Zusätzlich erschweren Konflikte mit dem Vermieter der Rosa Location die Lage des Clubs. »Vor allen Dingen, wenn du einen Vermieter hast, der dich nicht wirklich als Kultur sieht und eher auf die Zahlen achtet. Also der dir ständig im Nacken sitzt und dich eigentlich raushaben will. Das spürst du halt«, beschrieb Murat die Situation. Fünf- bis sechsmal hatte der Vermieter dem Clubbetreiber bereits fristlos gekündigt. Dieser ließ sich davon nicht beirren und tat alles in seiner Macht Stehende, um den Club weiterhin geöffnet zu halten. Dennoch beeinflusste die Unsicherheit das Arbeitsgefühl enorm: »Also, wenn dir das Schwert so über dem Kopf schwebt, dann gehst du ganz anders an einen Club ran, als wenn du frei arbeiten und agieren kannst.«
Auch Corona forderte seinen Tribut: Das Publikum veränderte sich über die zwei Jahre voller Lockdowns und Hygienekonzepte. Der Fokus verschob sich von Konzerten und Raves vor Ort, hin zum Anschauen ebendieser als Streams auf TikTok und Instagram. Im Gegensatz dazu hatte die Clubszene durch Schließungen keine Chance, sich ebenso weiterzuentwickeln wie ihre Kundschaft. Als die Auflagen schließlich gelockert wurden, musste sich die Szene wieder völlig neu orientieren. »Wir standen mit dem alten Personal da und sind auf einmal auf ein komplett neues Publikum getroffen, dessen Geschmack und Stile wir überhaupt nicht kannten. Das hat einen großen Anpassungsschmerz bei uns verursacht« erzählt der Clubbetreiber. Die Rosa stand zwiegespalten zwischen ihrem alten Platz in der Szene und dem Anpassungsdruck der Neuentwicklungen, welche sich gerade in den Musikstilen zeigte. »Stell dir mal vor, du hast dein festes Team, du hast einen großen Freundeskreis mit vielen Künstlerinnen. Du hast ein Standing in der Szene, deutschlandweit, für eine bestimmte Musikrichtung, für einen bestimmten Stil. Und auf einmal machst du nach zwei Jahren wieder auf und dann kommt dein Publikum, das überhaupt nicht darauf steht.« Stile wie House, sophisticated Techno, Deep House und Tech House, die vor Corona die Partygänger in den Club lockten, wurden nach Corona erst von Hard-Tech und später von Bounce und Trance abgelöst. Besonders von Trance ist Demirkaya selbst Fan geworden: »Wir nehmen altes Material und machen daraus Neues. Das finde ich total witzig, wenn man zu Trance auf einmal mitsingen kann.«
Ein Abschied mit Statement
Schluss ist nun leider trotzdem. Leise wird die bevorstehende Schließung allerdings nicht. Vielmehr will das Team bewusst einen Gegenakzent setzen. Statt Resignation wolle man Positives verbreiten und zeigen, dass dieses Ende nicht zwangsläufig auch Stillstand und Schlusspunkt bedeuten muss. »Wir gehen hier zwar raus, aber da, wo eine Lücke entsteht, entsteht auch was Neues. Und das ist was Gutes. Immer Rosa ist auch langweilig.« Die Rosa verabschiedet sich damit nicht im Niedergang, sondern zeigt Haltung und das durch ein letztes, voll beladenes Programm. Geplant ist ein ganzer Monat des Abschieds, in dem jedes Wochenende einer Stilrichtung gewidmet ist, die den Club, besonders in den letzten Jahren geprägt hat: die letzte Techno-Party, die letzte Trance-Party, die letzte Disco-Party und die letzte House-Party. Ende Januar sollen schließlich die letzten beiden Veranstaltungen stattfinden. Statt auf Trauer setzt die Rosa also bewusst einen Schlussstrich.
Doch das Ende des Clubs bedeutet nicht das Ende der Rosa als kulturelles Projekt. Auch in Zukunft will das Team sichtbar bleiben. Geplant sind verschiedene Open-Air-Veranstaltungen, etwa im Rahmen des Fleischer-Vorstadt-Flohmarkts, der Fête de la Musique, der Kulturnacht oder bei Veranstaltungen direkt am Wall, wie sie bereits in den letzten Jahren stattgefunden haben. Diese Formate sollen nicht nur Musik und Begegnung fördern, sondern ganz besonders auch auf das kulturelle Vakuum aufmerksam machen. Dabei richtet sich der Blick auch klar auf die Stadtpolitik. Aus Sicht der Betreiber stehe die Kommune in der Verantwortung, gemeinsam mit Investor*innen nach Lösungen zu suchen. Dieser Kampf finde jedoch auf mehreren Ebenen statt. Einerseits gehe es darum, Räume überhaupt zu erhalten oder neue zu schaffen. Andererseits müsse man gegen tief sitzende Vorurteile in der Bevölkerung anarbeiten. Gerade Clubs werden noch immer mit Bildern aus dem zwanzigsten Jahrhundert assoziiert. Oft gelten sie als reine Konsumorte oder gar problematische Milieus. Dass zeitgenössische Clubs längst andere Verantwortung übernehmen, wird oft übersehen. Die Rosa etwa setzt seit Jahren auf ein Awareness-Konzept, das Besucher*innen ein sichereres Feiern ermöglichen soll. »Nicht sicher, sondern sicherer«, betont Murat selbst. Wenn Eltern wüssten, dass ihre Kinder in Clubs wie der Rosa in guten Händen seien, könne das Vertrauen wachsen. Genau darum gehe es: um die Anerkennung von Clubkultur als kulturellen und sozialen Raum – und nicht als bloßen Vergnügungsbetrieb.
Um die Rosa zu Ehren haben wir ein paar Personen welche in der Rosa oft aufgelegt oder sie besucht haben gefragt, ob sie einen kleinen Beitrag leisten und drei Fragen beantworten wollen. Hier sind die Fragen und was sie geantwortet haben:
Wie würdest du die Rosa in drei Worten beschreiben?
Was ist deine schönste Erinnerung die du mit der Rosa verbindest?
Was bedeutet die Rosa konkret für dich?
Kamäleon:
Zuhause. Bunt. Abgedreht.
Der Abend, an dem ich Techno (mochte ich tatsächlich vorher nicht) lieben gelernt habe. Mein Nachbar und späterer Freund hat mich dort mit hin geschleppt und alles dort war einfach so anders. Alle haben zum DJ geschaut, niemand hat dich voll gequatscht, es gab keine Auseinandersetzungen oder ähnliches, das war eine völlig verändernde Erfahrung für mich. Seit diesem Abend war ich süchtig nach Techno und vor allem nach Techno in der ROSA. (das war Anfang 2019).
Die ROSA bedeutet für mich Zuhause, Spielplatz, Trainingscamp und so was wie Jugendtreff. Zuhause weil ich mich da immer wohl gefühlt habe. Spielplatz weil ich dort immer Spaß hatte. Trainingscamp klingt vllt etwas komisch in dem Kontext, aber das meine ich, weil ich dort damals 2020 das Auflegen während Corona gelernt habe und dort auch die ersten Gigs vor richtigem Publikum hatte.
DJill:
Heilend. Verbindend. Unvergesslich.
Meine schönste und zugleich emotionalste Erinnerung an die Rosa, ist die von meinem letzten GIG. Während ich hinter den Decks stand, wurde mir klar, dass dies einer der letzten Momente an diesem Ort sein würde, einem Ort der so vielen Menschen etwas bedeutet. Ich war überwältigt von Gefühlen – Dankbarkeit, Freude, aber auch tiefer Trauer, weil es nun hieß Abschied zu nehmen. Die Energie und Liebe der Crowd haben diesen Moment zu etwas ganz besonderen gemacht. Es fühlte sich an wie ein gemeinsames Loslassen und Festhalten zugleich.
Die Rosa war für mich weit mehr als ein Nachtclub. Sie war ein Zufluchtsort nach stressigen, gedankenreichen Wochen – ein Ort, an dem mein Kopf endlich still sein konnte und ich mich von der Musik tragen ließ. Hier habe ich Heilung gefunden, Liebeskummer verarbeitet und besondere Momente erlebt. 2025 habe ich selbst mit dem Auflegen begonnen und durfte einige Male in der Rosa spielen – eine Erfahrung, für die ich unendlich dankbar bin. Die Rosa hat Greifswald geprägt und mir Menschen geschenkt, die ich für immer in meinem Herzen tragen werde.
Diana:
Offen. Warmherzig. Tolerant
Ich habe eine tolle Freundin kennengelernt und habe mich direkt wohl gefühlt mit ihr zu tanzen. Man war direkt auf einer Wellenlänge
Rosa bedeutet für mich Freiraum und Ich sein. In keinem anderen Club in Greifswald hat man sich so wohl gefühlt und war von Menschen umgeben die ohne Urteile andere sehen.
Nina:
Cool. Verbindet. Spaß.
Die Musik und die Leute.
Ein Ort zum Durchtanzen, connecten und Spaß haben. Leider habe ich es nie geschafft, bis zum Ende zu bleiben. War immer zu müde, um die volle Rosa-Experience mitzubekommen.