StuPa-Ticker 8. Ordentliche Sitzung

StuPa-Ticker 8. Ordentliche Sitzung

Herzlich Willkommen zur achten ordentlichen Sitzung dieser Legislaturperiode! Wir sind zurück aus der Pause. Kurz vor der anstehenden Ersti-Woche geht es heute nochmal in eine neue Runde StuPa. Heute gibt es unter anderem einen Antrag zur Terminierung der studentischen Gremienwahlen. Mal schauen was uns sonst noch inhaltlich erwartet. Bleibt gespannt und verfolgt den Ticker hier LIVE ab 20:15 Uhr!


Das ist die vorläufige Tagesordnung:

TOP 1 Begrüßung

TOP 2 Formalia

TOP 3 Berichte

TOP 4 Fragen und Anregungen aus der Studierendenschaft

TOP 5 Wahlen AStA

5.1 Vorsitz

5.2 Finanzen

5.3 Politische und ökologische Bildung

5.4 Soziales, Gleichstellung und Antidiskriminierung

TOP 6 Antrag: “Termin für die studentische Gremienwahlen 2027”

TOP 7  Wahl studentische Wahlleitung

7.1 Wahlleiter*in

7.2 stellv. Wahlleiter*innen (bis zu 4)

TOP 8 Sonstiges


Hier startet wie gewohnt ab 20:15 Uhr der Live-Ticker

Heute tickern für euch Allan, David, Emma, Pheline

Beginn der Sitzung: 20:25 Uhr

Wir sind mit zehn Anwesenden und vier Stimmübertragungen beschlussfähig.

Die Tagesordnung wird einstimmig ohne Enthaltungen angenommen, das Protokoll der letzten Sitzung mit einer Enthaltung.

Das Berichtspaket wird gezeigt.

Das Präsidium ergänzt zu seinem Bericht, dass die Finanzordnung in Bezug auf Reisekosten nicht vom Justiziariat genehmigt worden sei. Ein Paragraph müsse gestrichen werden. Jonathan habe bereits im Vorfeld für diesen Fall Änderungsanträge vorgeschlagen.

Zu den weiteren Berichten gibt es zunächst keine Fragen.

Julia hat eine Frage zu Merles Bericht, die wir leider nicht verstanden haben.

Grey hat den Bericht nachgereicht. 

Julia merkt zu Yanniks Bericht an, dass es unnötig sei, dass er seine Büroschichten angegeben habe. Er ist allerdings nicht da.

Eine weitere Frage von Julia haben wir leider nicht mitbekommen. Zu unserem Bericht gibt es keine Fragen.

Der TOP wird beendet

20:32 Uhr

Silvio fragt an, warum Kassen gesperrt wurden. Die genaue Frage haben wir leider nicht mitbekommen. Hintergrund war in jedem Fall, dass sich die entsprechenden Verantwortlichen nicht an Regeln gehalten hätten, wie erläutert wird.

Es gibt keine weiteren Fragen oder Anregungen aus der Studierendenschaft.

Die nächste Runde startet.

Es gibt keine (Initiativ-)Bewerbungen.

Es gibt eine Initiativbewerbung von Magnus.

Magnus stellt sich vor.

Er ist 21 Jahre alt und studiert im fünften Semester Jura. Bisher hatte er die Fachschaftsfinanzen verwaltet, möchte nun aber davon zurücktreten und stattdessen, das AStA-Referat übernehmen, da dort viel anstehe und er es wichtig finde, dass dies von einem gewählten Mitglied und nicht nur einer*einem Vertreter*innen gemacht werde.

Es gibt keine weiteren Fragen an Magnus.

Die moritz.wahlfeen gleiten nach vorne und teilen die Stimmkarten aus.

Um als AStA-Referent*in gewählt zu werden, benötigt man 14 Stimmen, die Wahl muss also heute bei der geringen Anzahl anwesender Stupist*innen einstimmig erfolgen.

Das Ergebnis wird verkündet. Magnus erhält 14 Ja-Stimmen und ist gewählt! Er nimmt die Wahl an.

20:43 Uhr 

Es gibt keine (Initiativ-)Bewerbungen.

Es gibt keine (Initiativ-)Bewerbungen.

Die AStA-Wahlen sind damit beendet.

Das Präsidium bringt den Antrag stellvertretend für Emma ein. Die Gremienwahlen müssen etwa neun Monate, bevor sie stattfinden, beschlossen werden. Im Antrag ist ein Zahlendreher. Zu dessen Korrektur gibt es bereits einen Änderungsantrag. Jonathan fragt noch etwas zum genauen Termin.

Grey fragt ob „12 Uhr“ mittags oder nachts bedeutet. Es bedeutet mittags.

Der Antrag wird einstimmig ohne Enthaltungen angenommen.

20:46 Uhr

Die nächsten Wahlen stehen an.

Ollie bewirbt sich initiativ, ohne sich vorzustellen.

Da es keine Einwände dagegen gibt, wird in offener Abstimmung gewählt. Er wird einstimmig ohne Enthaltungen gewählt und nimmt die Wahl an.

Es gibt eine Bewerbung von Nina. Sie studiert Medizin und ist bereits sehr lange im FSR engagiert. Magnus bewirbt sich und schlägt eine weitere Kandidatin vor. 

Alle werden einstimmig in einer gemeinsamen offenen Abstimmung gewählt.

20:50 Uhr

Im Hochschulrat wurde über die Verleihung des akademischen Lehrpreises gesprochen. Dessen Kriterien sollen stärker an den Wünschen der Studierenden orientiert sein. Die FSRs seien in einer E-Mail darum gebeten worden, hierzu Kriterien vorzuschlagen. Bisher habe es dazu leider nur eine Rückmeldung gegeben. Daher bittet Janne ?darum, Vorschläge hierfür an ihn? zu schreiben.

Patrizia fragt, ob Menschen gibt die Lust hätten, beim Ersti-Beutel packen, zu unterstützen. Dies findet am Sonntag um 14 Uhr auf dem Campus Beitzplatz statt.

Es wird gefragt, ob der Mensaauschuss bereits getagt habe. Robert erklärt, dass dies nicht der Fall sei, obwohl es eigentlich bereits hätte passieren sollen.

Jemand vom AStA bittet um Hilfe beim Ersti-Beutel austeilen am Montag und beim Auf- und Abbau beim Markt der Möglichkeiten am Dienstag der Ersti-Woche.

Die Sitzung wird um 20:56 Uhr beendet.

Wir wünschen einen schönen Abend und eine super Ersti-Woche!


Wer bei StuPa, AStA und Co. den Überblick behalten will, findet hier unseren Guide zu den „Vokabeln der Hochschulpolitik“.

Singende Balkone und Elfenohren im Nebel

Singende Balkone und Elfenohren im Nebel

Greifswalder Kulturnacht – ein Streifzug zwischen Hula-Hoop, Stadtgeschichte und Musik.

Wenn die Tage im September kürzer werden, verwandelt sich Greifswald jährlich für eine Nacht in eine offene Bühne. Kunst, Gesang, Instrumente, Lichter, Geschichten, Workshops. Die Greifswalder Kulturnacht ist eine Möglichkeit, neue Orte kennenzulernen und sich durch die bunten Angebote der Stadt zu schlängeln. Alles an einem Abend und fast alles kostenfrei.

Was passiert in der „Stadt der kurzen Wege“, wenn die Kultur gefeiert wird?

Das Programm war so vielfältig, dass man beim Planen Abstriche machen musste. Gerade in der Innenstadt bekam man jedoch die geballte Kulturnacht zu spüren. Schnell blieb man zwischen A und B an einer Ecke hängen, die man vorher gar nicht auf dem Schirm hatte. Hier und da ein paar Lichter, schöne musikalische Untermalung, und schnell nahm man die ein oder andere Station mehr mit.

Wer schon nachmittags etwas Neues erfahren wollte, begann seine Kulturnacht in diesem Jahr bei der Kirche St. Jacobi, mit einem Vortrag zu Frauen in der Geschichte der Stadt oder ließ sich von den Mitarbeiter*innen des Botanischen Gartens etwas über Blüten und Blätter erzählen. Wer sich eher unterhalten lassen wollte, ging später zu einer Nachtführung mit Legenden, Sagen und Gruselgeschichten der Universität Greifswald.

Das Stadtleben vermischt sich

In Schönwalde II sangen Balkone, die Moschee sang wenig später mit und bot Köstlichkeiten an. Ein lebendiger und nachbarschaftlicher Auftakt. Auch in der Innenstadt verdichtete sich daraufhin das Geschehen und die Instrumente wurden angestimmt. Ob Folk/Rock auf der Straße, eine offene Jamsession in Wohnzimmeratmosphäre, Sprechgesang mit Wein in der Studio-Galerie, bunte Lichter im Keller der Bibliothek oder doch eine Techno-Session mit Nebelmaschine vor dem Landesmuseum – für alle war etwas dabei! Jeder konnte irgendwo schunkeln, schauen und vielleicht sogar singen, wie bei der Aufführung der Musikschule im Historischen Gewächshaus.

Dazwischen passieren Begegnungen, die so einen Abend ausmachen. Beim Hula-Hoop Workshop in der Volkshochschule traf ich eine alte Frau, die auch die Reifen ausprobieren wollte, später sah ich sie wieder zu Techno vor dem Landesmuseum wackeln. Ganz vorn beim DJ! In der Menge waren auch Menschen mit Elfenohren zu entdecken, die sie vorher bei einem Workshop in der Straze gebastelt hatten. Viele beendeten ihren Abend bei entspannter Musik am Hafen oder doch weiter aufgeheizt bei der Aftershow Party im C9. Mit dem Beutel voller Funde vom Flohmarkt der Stadtbibliothek, ging es zumindest für mich danach nach Hause.

Wer dieses Jahr Zuhause geblieben ist oder erst jetzt von diesem besonderen Kulturereignis in Greifswald erfährt, sollte sich diesen Spätsommertermin für nächstes Jahr dick im moritz.magenta anstreichen, die Vielfalt an Workshops und Musik erleben und die Kultur in Greifwald mitfeiern.

Erfahrungsbericht zur Greifswalder Kulturnacht am 11. September 2026; Bild & Text von Medea Gädke

Am Sonntag sind wir dran!

Am Sonntag sind wir dran!

Dran zu wählen. Bitte nehmt euch die Zeit und geht wählen! Eine niedrige Wahlbeteiligung hat direkten Einfluss auf die nächste Regierungsbildung und der Ausgang der Wahl kann sowohl das universitäre Leben als auch die Hochschulpolitik maßgeblich beeinflussen.

Was sagt die AfD?

Im Wahlprogramm der AfD steht: „Über fächerweite Eignungsfeststellungsprüfungen ist nachzudenken, damit Hochschulen ihren wissenschaftlichen Nachwuchs gezielter auswählen können. Unser Ziel ist ein Absolventenbild, das Fachkompetenz und charakterliche Reife verbindet.” Zukünftig setzt sie sich für einen selektiveren Zugang zu den Hochschulen in MV ein. Das kann in Zukunft den Studierenden-Alltag direkt beeinflussen.

Ein Blick über die Ländergrenzen

In Sachsen-Anhalt hat die AfD die Möglichkeit erwirkt, aus der verfassten Studierendenschaft auszutreten. Den Gesetzesentwurf für MV dazu legte die AfD im Februar letzten Jahres vor, erhielt dafür jedoch bisher keine Mehrheiten. Nachzulesen im webmoritz.-Artikel. 

Für Sachsen-Anhalt sieht die AfD die Universität als eine Institution, die „Erkenntnis und Bildung vermittelt und damit etwas, was nicht demokratisch verhandelt werden kann, und wo der am meisten zu sagen hat, der über die größte Erfahrung verfügt: die Professoren.“

Die Idee, dass alle Gruppen der Institution Universität Mitbestimmung erhalten, findet die AfD Sachsen-Anhalt falsch und will sie beenden. Eine Universitätsreform in Sachsen-Anhalt soll auch dafür sorgen, dass die demokratischen Gremien der Mitbestimmung abgeschafft werden. Das könnte in MV an unserer Universität das StuPa, den AStA, die studentische Vollversammlung und auch uns als studentische Medien betreffen. 

Natürlich sind es zwei verschiedene Länder, Landesverbände und Wahlprogramme. Aber dass sich die AfD-MV bei ihren Parteikolleg*innen zu schärferen Maßnahmen an Hochschulen inspirieren lässt, sollte sie sichere Mehrheiten im Landtag bekommen, ist denkbar.

Wenn Vielfalt zur Störung wird – Über die Pathologisierung menschlicher Varianz

Wenn Vielfalt zur Störung wird – Über die Pathologisierung menschlicher Varianz

Synchronität ist institutionalisiert; wer aus dem Raster fällt, wird als Störfaktor betrachtet. Der moderne Mensch lebt in einer Welt, die Gleichförmigkeit zum Ideal erhoben hat. Dabei ist der Mensch kein normiertes Wesen. Biologische, soziale und kognitive Varianz ist seit jeher Teil der biologischen und kulturellen Entwicklung.

Wie funktional solche Unterschiede sein können, zeigt zumindest ein Blick auf heutige Jäger- und Sammler-Kontexte. Der Mensch ist weder das stärkste Lebewesen noch das größte. Weder riecht er besonders gut, noch hat er das beste Gehör. Und auch die Nachtsicht ist nicht besonders ausgeprägt. Wer sich schon einmal die Frage gestellt hat, wie es sein kann, dass der Mensch, lange bevor er sesshaft wurde, nicht bereits des Nachts den zumeist nachtaktiven Raubtieren vollständig zum Opfer gefallen ist, bekommt hier eine mögliche Antwort auf die Frage.

Synchronität wider die biologische Uhr

In einer 2017 erschienenen Studie wurde das Schlafmuster von 33 erwachsenen Angehörigen der Hadza untersucht, einer indigenen Gruppe aus Tansania, deren Lebensweise bis heute stark von Jagd und Sammeln geprägt ist. Dabei wurde festgestellt, dass die unterschiedlichen Chronotypen, also vereinfacht gesagt die Spanne zwischen Morgen- und Nachtmenschen, dazu führen, dass es unter den gemessenen Personen nur eine Zeitspanne von 18 Minuten gab, in der alle untersuchten Personen als schlafend klassifiziert wurden. Während die einen besonders früh schlafen, sind andere besonders lange wach, was dazu führt, dass zu fast jeder Zeit auch ohne Nachtwache Wachheit und potenzielle Reaktionsfähigkeit in der Gruppe vorhanden ist.1

Betrachtet man diese Unterschiede und vergleicht sie mit der heutigen Zeit, drängt sich einem unweigerlich die Frage auf, wie gesund unsere erzwungene Synchronität, von der Schul- bis zur Arbeitswelt, für den Einzelnen wie für die Gesellschaft als Ganzes sein kann. Studien, die bei Schichtarbeitenden durchgeführt wurden, zeigen dabei, dass eine Fehlanpassung an den zirkadianen Rhythmus das Risiko für viele der heutigen Krankheitsbilder erhöhen kann. Hierbei werden unter anderem Stoffwechselerkrankungen wie Adipositas und Diabetes genannt sowie Bluthochdruck und Entzündungen im Körper, welche Herz-Kreislauf-Risiken erhöhen.2
Auch wird in vielen Studien von einem ‚Social Jetlag‘ gesprochen; wer unter der Woche gegen seinen eigenen Chronotyp arbeitet, beispielsweise durch frühes Aufstehen, ist übermüdet, geht am Wochenende wieder später schlafen und steht später auf. Dadurch fühlt sich Montag wie ein ‚Mini-Jetlag‘ an.3

Das Prinzip reicht jedoch über Schlaf hinaus: Auch andere Formen menschlicher Varianz werden heute vor allem sichtbar, wenn sie mit institutionellen Normalformen kollidieren. In den letzten Jahrzehnten sind Diagnosen wie ADHS oder Autismus häufiger geworden. Entgegen mancher populärer Verkürzungen, die Autismus vor allem als Folge äußerer Schädigungen oder moderner Umweltfaktoren deuten, gibt es auch evolutionäre Erklärungsansätze, nach denen bestimmte autistische Merkmalsprofile nicht bloß als Defizit, sondern als Teil menschlicher kognitiver Varianz verstanden werden können.4 Detailfokus, Spezialwissen oder technische
Präzision waren oft Motoren für die technologische und kulturelle Entwicklung des Menschen. Weiterhin wird die Stigmatisierung als Krankheitsbild auch dadurch aufgebrochen, dass heute vermehrt auch im Erwachsenenalter Diagnosen ausgesprochen werden, bei Menschen, die gelernt haben, die typischen Auffälligkeiten zu maskieren. Hier sind besonders Frauen und Mädchen betroffen.5; 6

Das Gleiche gilt für ADHS, welches ebenfalls als diagnostische Störung geführt wird. Bei der kenianischen Bevölkerungsgruppe der Ariaal wurde in einer Studie verglichen, wie sich eine mit ADHS-assoziierten Merkmalen in Verbindung gebrachte Genvariante bei nomadisch lebenden und sesshaft gewordenen Männern auswirkt. Dabei zeigten sich Unterschiede im Ernährungs- und Körperstatus: In der sesshaften Gruppe schnitten Träger dieser Variante etwa beim BMI (Body Mass Index) ungünstiger ab, während derselbe genetische Faktor im nomadischen Kontext offenbar weniger nachteilig oder sogar funktional eingebettet war.7 Auch hier spricht einiges dafür, dass unsere moderne Lebensweise zum Teil unserer Biologie widerspricht und Krankheitsbilder begünstigen kann. Weiterhin führt eine andere Studie die Theorie ins Feld, dass diese Individuen durch verstärktes exploratives Verhalten eine wichtige Funktion innerhalb von Gruppen erfüllt haben, als Tester und Grenzgänger.8

Die Kosten der Anpassung

Viele dieser Beispiele zeigen, dass menschliche Varianz nicht automatisch ein Defekt ist. Viele dieser Merkmale könnten in der Evolution der Menschheit funktionale Rollen gespielt haben, welche uns möglicherweise erst zu dem Punkt gebracht haben, an dem wir heute sind. Heute werden viele dieser Varianzen jedoch vor allem als dysfunktional wahrgenommen. Somit sollten wir
uns an dem Punkt die Frage stellen: Wenn Individuen in einem System dysfunktional erscheinen, ist das Problem das Individuum, oder ist es unsere Lebensweise, die uns zunehmend von unserer evolutionären Ausgangslage und damit von uns selbst entfremdet?
Ist es korrekt, den natürlichen Bewegungsdrang von Kindern in 20-Minuten-Pausen zu pressen oder jedem Menschen dieselbe soziale Zeitstruktur aufzuzwingen? Wenn wir uns die sogenannten ‚Zivilisationskrankheiten‘ anschauen und den Anstieg derselben betrachten, drängt sich einem eine gewisse Absurdität in der Ignoranz gegenüber dieser Problematik auf.

Damit wird Gesundheitspolitik jedoch schnell paradox: Sie behandelt zunehmend die Folgen einer Lebensweise, deren Grundstruktur kaum infrage gestellt wird. Wenn Schlafrhythmen, Bewegungsbedürfnisse, neurokognitive Varianz und soziale Zeitordnungen systematisch gegeneinander arbeiten, entstehen Kosten nicht nur durch individuelle Erkrankungen, sondern auch durch institutionelle Normalitätsannahmen. Betrachtet man zudem die aktuellen politischen Debatten in Deutschland zu der finanziellen und strukturellen Überlastung in unserem Gesundheitssystem, stellt sich die Frage, ob der Mensch heutzutage noch als Teil der Gesellschaft gilt, oder ob sich der politische Begriff von Gesellschaft vom konkreten Individuum vollkommen gelöst hat. Wenn wir darüber reden, dass es in Deutschland zu viele Krankheitstage gibt, aber nicht darüber, dass die Arbeitsbedingungen selbst Menschen krank machen, dann zeigt sich genau an dieser Stelle diese Losgelöstheit. Der Mensch wird lediglich als Teil einer Maschinerie und Produktionskette gesehen, die möglichst störungsfrei funktionieren soll. Und die Frage ‚wozu?‘ wird nur noch mit dem Bruttoinlandsprodukt beantwortet.


Quellenverzeichnis:

1 Samson, David R., Crittenden, Alyssa N., Mabulla, Ibrahim A., Mabulla, Audax Z. P. & Nunn, Charles L. (2017). Chronotype variation drives night-time sentinel-like behaviour in hunter-gatherers. DOI: 10.1098/rspb.2017.0967 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28701566/

2 Scheer, Frank A. J. L. , Hilton, Michael F., Mantzoros, Christos S. & Shea, Steven A. (2009). Adverse metabolic and cardiovascular consequences of circadian misalignment. DOI: 10.1073/pnas.0808180106
https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.0808180106

3 Parsons, Michael J., Moffitt, Terrie E., Gregory, Alice M., Goldman-Mellor, Sidra, Nolan, Patrick M., Poulton, Richie & Caspi, Avshalom (2014). Social jetlag, obesity and metabolic disorder: investigation in a cohort study. DOI: 10.1038/ijo.2014.201
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4422765/

4 Reser, Jared E. (2011). Conceptualizing the autism spectrum in terms of natural selection and behavioral ecology: the solitary forager hypothesis. DOI: 10.1177/147470491100900209
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22947969/

5 Quinn, Patricia O. & Madhoo, Manisha (2014). A review of attention-deficit/hyperactivity disorder in women and girls: uncovering this hidden diagnosis. DOI: 10.4088/PCC.13r01596
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25317366/

6 Russell, Ginny, Stapley, Sal, Newlove-Delgado, Tamsin, Salmon, Andrew, White, Rhianna, Warren, Fiona, Pearson, Anita & Ford, Tamsin (2022). Time trends in autism diagnosis over 20 years: a UK population-based cohort study. DOI: 10.1111/jcpp.13505
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34414570/

7 Eisenberg, Dan T. A., Campbell, Benjamin, Gray, Peter B. & Sorenson, Michael D. (2008). Dopamine receptor genetic polymorphisms and body composition in undernourished pastoralists: An exploration of nutrition indices among nomadic and recently settled Ariaal men of northern Kenya. DOI: 10.1186/1471-2148-8-173
https://link.springer.com/article/10.1186/1471-2148-8-173

8 Williams, Jonathan & Taylor, Eric (2006).The evolution of hyperactivity, impulsivity and cognitive diversity.
DOI: 10.1098/rsif.2005.0102
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16849269/


Beitragsbild: cottonbro studio; Link zum Bild

StuPa-Ticker 8. Ordentliche Sitzung

StuPa-Ticker 7. Ordentliche Sitzung

Herzlich Willkommen zur siebten ordentlichen Sitzung dieser Legislaturperiode! Trotz der vorlesungsfreien Zeit, stehen heute einige Anträge an und auch die Wahlen der vier unbesetzten AStA-Referate begleiten uns erneut. Also mal schauen was uns inhaltlich erwartet. Bleibt gespannt und verfolgt den Ticker hier LIVE ab 20:15 Uhr!


Das ist die finale Tagesordnung:

TOP 1 Begrüßung

TOP 2 Formalia

TOP 3 Berichte

TOP 4 Fragen und Anregungen aus der Studierendenschaft

TOP 5 Wahlen Präsidium

5.1 Präsident*in

5.2 stellv. Präsident*in

TOP 6 Finanzanträge 

6.1 Antrag: “Nightline”

6.2 Antrag: “Soldan Moot Court”

TOP 7  Wahlen AStA

7.1 Vorsitz

7.2 Finanzen

7.3 Politische und ökologische Bildung

7.4 Soziales, Gleichstellung und Antidiskriminierung

TOP 8 Antrag: “Schluss mit PDF-Suche in der Mensa – Zurück zum physischen Ausweis-Ausdruck”

TOP 9 Sonstiges


Hier startet wie gewohnt ab 20:15 Uhr der Live-Ticker

Heute tickern für euch Marie, Philipp, Emma, Pheline

Beginn der Sitzung: 20:35 Uhr

Tim eröffnet die heutige Sitzung.

Wir sind mit 8 Anwesenden und 6 Stimmübertragungen beschlussfähig. 

Das Protokoll der letzten Sitzung wird einstimmig angenommen. 

Auch die TO wird einstimmig angenommen.  

Robert berichtet über den Mensaausschuss und die anstehende Tagung. 

Er berichtet, dass das Studierendenwerk die neue Beitragsordnung beschlossen hat.

Die Studierendenschaft brauche demnächst ein eigenes Formular zur Rückerstattung des Semesterbeitrags. Der Asta würde zusammen mit dem Studierendenwerk diese Rückerstattung abwickeln, wofür es dann ein neues Formular braucht.

DIe neue Beitrafgsordnung soll voraussichtlich Anfang nächsten Jahres in Kraft treten. 

Melina berichtet, dass die Studierendenschaft in einen engeren Austausch mit dem Ministerium treten möchte. Bei dem Termin anwesend waren Melina, Oli, Tim und die Geschäftsführung des Ministeriums. 

Inti fragt inwieweit die LKS mit an den Tisch geholt werden soll. Tim antwortet, dass das Ministerium und die Studierendenschaft in Kontakt und Austausch treten und dafür Raum geschaffen werden sollen bzw. es darum geht. 

Robert fragt welche sorgen das Ministerium hat. 

Melina meint, dass deren Hauptsorge sei, dass schlecht über das Minesterium geredet werde. Da es wohl statt Kürzungen erhöhte Kosten geben soll, welche auf das Budget drücken.

Es gibt keine weiteren Berichte und der TOP wird geschlossen.

Es gibt keine Fragen oder Anregungen aus der Studierendenschaft.

Melina erzählt, dass das Präsidium aktuell keinen Präsident*in hat und fragt, ob sich jemand zur Wahl aufstellen will. 

Tim meldet sich als StuPa-Präsident und stellt sich vor. 

Tim stellt sich vor: Er studiert Mathe und Physik auf Lehramt und würde sich nun als StuPa-Präsident zur Wahl stellen.

Die Wahl für Tim wird durchgeführt.

Tim wird einstimmig angenommen.

Der Vorschlag von Tim ist Melina.

Paul stellt eine Zwischenfrage, ob Melina nicht schon vor Kurzem gewählt wurde?

Melina stellt sich kurz vor und erklärt, dass sie zwar vor 2 Wochen schonmal gewählt worden ist, dies nun aber nochmal passieren muss. 

Die Wahl für Melina wird durchgeführt.

Melina wird einstimmig angenommen.

Der TOP wird geschlossen.

20:53 Uhr

Die beiden Finanzanträge werden vorgestellt.

Luisa, von Nightline stellt sich und Nightline vor.

Sie hat beantragt Geld für den Erhalt der Nightline, einem Hilfetelefon von Studierenden für Studierende. Alle dort Arbeitendenen sind ehrenamtlich dabei. Das besondere ist, dass sie besonders Nachts erreichbar sind. 

Sie seien ein gemeinnütziger Verein und ein Hilfsangebot für Studierende bezüglich des Studiums, WG oder ähnlichen Dingen. 

Das Geld wird unter anderem für die Mitarbeitenden von Nightline gebraucht.

Stellungnahme des AStAs: Magnus erklärt, dass er sich dem Haushaltsausschuss (HHA) anschließen würde und der Antrag fristgerecht eingegangen ist und es eine Sache ist, die gefördert werden sollte. Er möchte den Antrag unterstützen. 

Tim eröffnet die Generaldebatte.

Es wird sich im Namen der Studierendenschaft für die Arbeit von Nightline bedankt.

Die Stellungnahme des HHA ist schriftlich erfolgt und reicht so aus. 

Robert wirft ein, dass in der Begründung ein Satz korrigiert werden sollte. 

Es gibt keine Änderungsanträge und es kommt zur namentlichen Abstimmung. 

Der Antrag wird mit 14 Stimmen einstimmig angenommen. 

21:00 Uhr

Tim bittet die Antragsstellenden den Antrag einzubringen.

Benni und Julien erklären, dass sie dieses Jahr als Coaches mit der Uni organisieren. Es geht um den hohen Theorieanteil des Jurastudiums und sie bieten die Möglichkeit das erste Mal in einer Simulation praktisch tätig zu werden. Es gehe um einen Verhandlungswettbewerb der schlussendlich in Hamburg, Berlin und Hannover stattfinden soll. 

Es gebe 2 Phasen- eine mündliche und eine schriftliche. 

Letztes Jahr gab es die Unterstützung der Universität, welche dieses Jahr fehlen würde. Als einzige Fakultät fehle hier die Finanzierung. 

Das Geld werde gebraucht um die Studierenden finanziell zu entlasten und den Eigenanteil zu reduzieren.

Vorher wurde bisher versucht, andere Sponsoren zu akquirieren, welche sich aber bisher nicht gemeldet haben. Nun drängt die Zeit.

Stellungnahme AStA: Der Antrag ist am 22.7 fristgerecht eingegangen. Die Zwecke werden auch erfüllt und als förderfähig betrachtet. Problem ist, dass es um zu viel Geld ginge. Die Fördersumme sollte/muss deshalb herabgesetzt werden.

Die Generaldebatte wird eröffnet.

Paul erklärt im Namen des HHA, dass das ganze förderfähig ist. Es handle sich um ein Projekt, was auch für die Außenwahrnehmung der Uni gut wäre. 

Es seien keine großen Ausgaben mehr in diesem Haushaltsjahr zu erwarten und deshalb würde er sich für eine höhere Summe aussprechen.

Zwischenfrage vom Antragsteller: Wie viel Geld max. noch zur Verfügung stehen würde.

Magnus antwortet, dass der Nordische Klang bereits Geld beantragt hatte. Sie können diese Förderung jedoch nicht abrufen, weshalb der Titel wieder steigt. Er verweist jedoch auf die Lage des AStAs, wodurch dies nicht garantiert ist. 

Julien erklärt, das weder Verpflegung noch Anreise im Antrag mit einberechnet seien und eine Kürzung drastisch wäre, da sie kaum etwas abdecken würde. 

Die Studierenden müssten selbst die eigene Fallakte finanzieren.

Robert fragt, wie viele Studierende vom Antrag gefördert werden würden. 

5 Teilnehmende aus dem letzten Jahr hätten sich bereiterklärt den neuen Teilnehmern alles zu erklären und die Veranstaltung zu leiten.

Robert merkt an, dass der Haushaltsplan aus Gründen so aufgeschüsselt ist. Er verweist auf die GreiMUN-Debatte im letzten Jahr, wo es um eine New York Reise ging. Er denkt es kommen auf jeden Fall noch weitere Projektanträge und empfindt die geforderte Geldsumme für 13 Teilnehmende nicht für angemessen. 

Die Antragssteller erklären, dass sie auf den AStA verwiesen worden sind, da andere Universitäre Förderer kein Geld zur Verfügung hätten. 

Dem GreiMUN-Verein würden außerdem im Gegensatz zu diesem Antrag sehr viele Fördermittel zur Verfügung stehen, weshalb in dem Fall, die geringere Geldsumme ausreichen würde.

Paul ergänzt, dass der HHA (Haushaltsausschuss) nichts hypothetisches finanzieren wolle, sondern nur mit dem Geld, was aktuell zur Verfügung stehe. Außerdem sei die geforderte Geldsumme ohnehin nicht realistisch finanzierbar, weshalb der HHA mit dem StuPa in den Austausch treten möchte. 

Jasmin ergänzt, dass sie versteht, dass das Projekt für die Antragssteller sehr wichtig sei. Aber bei der Kostenaufschlüsselung sei ihr aufgefallen, dass die Hotelkosten sehr hoch gewesen seien. 

Sie stellt die Frage: warum es keine günstigere Alternative gebe?

Es wird über den Ablauf des Projekts geredet und die Rechtfertigung der Summe, als Entschädigung.

Die Hotelkosten werden, vor allem durch den immer näherrückenden Zeitraum und die Nähe zur Fakultät erklärt. 

Robert versteht das Argument mit der Förderung bei GreiMUN, aber er würde ungern mehr Geld für diesen Antrag geben.

Magnus wirft die Frage ein, wie hoch die geplanten voraussichtlichen Spendeneinnahmen seien und wie sicher diese sind.

Die juristische Studiengesellschaft gebe keinen festen Fördersummen.

Die Spenden seien ebenfalls nicht fest, da das Ganze über die juristische Studiengesellschaft läuft und das Projekt selber keinen Einblick darauf habe. Sie können nicht nachvollziehen, was wirklich ankommt. Der Finanzvorstand wurde bereits angeschrieben, aber es gibt bisher keine Antwort, da dieser im Urlaub ist. 

Außerdem können die Spenden nur ankommen, insofern eine Spendenquittung ausgestellt werden kann. Sie selber können dies aber nicht tun, da sie kein Verein sondern ein Projekt seien. Die Entscheidung woran sie teilnehmen können stehe und falle heute mit der StuPa-Entscheidung. 

Sollte keine Förderung bestehen, erklären die Antragsteller, dass das Projekt sonst verloren gehen würde, da Studierende dies nicht finanzieren können und sie so niemanden anwerben könnten. 

Jasmin würde die Finanzierung gerne ermöglichen, allerdings sei die finanzielle Lage gerade schwierig. Für sie sei es nicht schlüssig, weshalb man nicht auf andere Unterkünfte (wie Ferienwohnungen) ausweichen könnte, um dadurch die Kosten pro Person zu senken. 

Leticia wirft ein, dass die Hotels in den letzten Jahren bereits sehr einfach waren und nach einem ganzen Tag Verhandlungen keine Ferienwohnung mit vielen anderen Teilnehmer*innen in Frage kommt (für sie, als ehemalige Teilnehmerin). 

Außerdem merkt sie an, dass diese Pre-Moots wichtig seien um zu erkennen, ob sie mit anderen Universitäten mithalten können und es nichts bringt die Teilnehmer*innen einfach ohne Vorbereitung in den Pre-Moots in die Hauptrunde zu werfen. 

Es sei wichtig die Teilnehmer*innen durch eine finanzielle Unterstützung zu motivieren, um weiterhin die Repräsentation der Uni nach außen hin gewährleisten zu können.

Die Antragsteller werfen außerdem ein, dass eine Fereinwohnung für viele Menschen schwierig wäre, da die Studierenden in Vorkasse treten müssen und dies so zu teuer werden würde. 

Die Verhandlung läuft so ab, dass man eine Fallakte bekommt und innerhalb einer Stunde diese bearbeiten muss, um danach die Richter zu überzeugen. Deshalb sei es wichtig für die Teilnehmenden diese Situation mithilfe der Pre-Moots zu üben.

Die vorgeschlagende Summe des HHAs würde bereits helfen, um die Teilnehme an der Hauptrunde überhaupt zu sichern und das Verständnis dafür da ist, dass das beantragte Geld nicht vorhanden ist. 

Robert wirft ein, dass erst einmal die Einnahmen des Vereins geklärt werden müssen, um das Projekt überhaupt gewährleisten zu können. Er fragt, welche Einnahmen jetzt fest zu erwarten sind und wie die finanzielle Lage bisher aussieht.

Die juristische Studiengesellschaft hat die Summe in Aussicht gestellt, kann diese aber nicht versichern. 

Kanzleispende hatte Spende per Email zugesagt, sich dann aber nie wieder gemeldet. 

Spendeneinnahmen beinhalten die Kosten, welche sie noch brauchen, um auf ihre Ausgaben zu kommen. 

 Eine weitere Spendenzusage der Rechtsanwaltskammer sei zwischendurch dazu gekommen.

Robert wirft ein: Sollte der Antrag bewilligt werden, das Projekt aber nicht durchgeführt werden können, dann ist das Geld geblockt und kann für andere Projektförderungen nicht genutzt werden. 

Paul sagt, dass das Projekt grundsätzlich unterstützenswert sei, aber die Finanzlage im Moment eben sehr knapp wäre. Es sei ihm wichtig, dass man sich gemeinsam auf eine Geldsumme einigt, mit der alle mehr oder weniger einverstanden sind. 

Paul stellt einen GO-Antrag auf ein Meinungsbild zur runtergesetzten Unterstützungssumme. 

Die Stupist*innen sprechen sich mehrheitlich dafür aus.

Magnus wirft ein, dass er das Projekt ansich sehr unterstüzenswert findet, er dennoch bei seiner runtegesetzten Summe bleiben würde, aufgrund des Haushalts des AStAs. 

Die Antragssteller stimmen Robert zu, dass die Finanzierung sehr wacklig sei. 

Tim stellt einen GO-Antrag auf Ende der Redeliste ohne Gegenrede. 

Robert trifft eine abschließende Bemerkung und wirft ein, dass er Bedenken bezüglich der Spendenzusagen hat und ob diese in den nächsten Monaten wirklich noch endgültig bestätigt werden, wenn dies bis jetzt nicht der Fall sei.

Magnus erklärt, dass Dorian noch einen Projektantrag bewilligt kriegen sollte und dort auch nochmal recht viel Geld draufgehen würde. Er empfindet den Antrag als zu schwammig und würde gerne bei seiner Empfehlung bleiben. 

Tim eröffnet die Änderungsantragsdebatte. 

Robert stellt einen Änderungsantrag mit der vorgeschlagenen Summe des AStAs. 

Die Antragsteller fragen warum der Änderungsantrag entgegen des Stimmungsbildes geringer ausfällt. 

Tim erklärt noch einmal den Änderungsantrag und die bisherige Debatte.

Der Änderungsantrag wird von den Antragstellern abgelehnt

Tim eröffnet die Änderungsantragsdebatte. 

Paul wirft ein, dass er nicht gegen das StuPa agieren will und bei der vorgeschlagenen Summe mitgehen würde. 

Auf Anfrage der Antragsteller, erklärt Robert, dass das StuPa eine große Summe für einen Förderantrag von Dorian (Tauchausrüstung) versprochen habe und dieser ebenfalls in dieses Haushaltsjahr fallen würde. Allerdings zu einem anderen Zeitpunkt der noch debattiert und abgestimmt werden würde. 

Es gibt keine weiteren Fragen.

Es wird über den Änderungsantrag abgestimmt. 

Dieser wird mit 2 Enthaltungen angenommen.

Es gibt keine weiteren Änderungsanträge.

Der Antrag wird in der Endabstimmung mit 14 Stimmen einstimmig angenommen. 

Melina bedankt sich noch einmal für den Antrag.

Der TOP wird geschlossen.

21:52 Uhr

Los geht es mit der nächsten Runde der AStA-Wahlen.

Ein GO-Antrag auf 5 min Pause, wird abgelehnt.

Es gibt keine (Initiativ-)Bewerbungen.

Inti bewirbt sich auf den Posten und stellt sich vor. Er hat aktuell die Buchhaltungsstelle und kann daher nachvollziehen, wie viel Arbeit Magnus aktuell als stellvertretender Finanzleiter hat. Deshalb sieht er die dringende Notwendigkeit, dass es einen AStA-Finanzer gibt. Aufgrund der bisher geführten Debatte bestätigt sich die Dringlichkeit, dass diese Stelle besetzt werden muss. Er möchte trotz dessen die bisherige Buchhaltungsstelle gerne behalten.

Robert fragt, wie sein Kenntnisstand zum Thema Finanzen sei. 

Inti antwortet, dass er gut informiert sei. 

Außerdem fragt er, ob er es nur übergangsweise machen wollen würde oder bis zum Ende der Legislatur. 

Inti möchte sich, wenn er gewählt wird in die Stelle reinknien und die Arbeit ernsthaft angehen. 

Paul hält eine Fürrede für Inti. Er sei sehr erfahren und ein Kandidat der schon (teilweise) eingearbeitet sei und somit kompetent für die Stelle sei.

Magnus schließt sich Paul an und erklärt, dass Inti ihn selber mit eingarbeitet habe und somit kompetent sei. 

Es gibt keine weiteren Fragen.

Die geheime Wahl wird eröffnet.

Mit 13 Für- und einer enthaltender Stimme wird Inti nicht gewählt.

Es gibt keine (Initiativ-)Bewerbungen.

Jasmin fragt, ob eine Bewerbung trotz fehlender Kapazitäten sich jetzt oder doch später zu bewerben.

Tim verweist, auf den ASta und eine spätere Bewerbung.

Es gibt keine (Initiativ-)Bewerbungen.

22:03 Uhr

Inti sagt, dass keine konkreten Daten mehr bei der Validierung auf den Studierendenausweis aufgedruckt werden, sondern: siehe Studienbescheinigung.

Dies sei ein großer Rückschritt für die Studierendenschaft.

Auf Anfrage würde vom Sekretariat als Begründung angeführt, dass die Kosten für die Ausweise ohne Auschrift sehr viel niedriger seien.

Paul kann die Kritik grundsätzlich nachvollziehen, aber er befürchtet, dass es zu spät sei noch etwas zu bewirken.

Man würde sich dadurch erhoffen Geld zu sparen. 

Das Ganze sei bereits sehr weit fortgeschritten. Es sei ein relativ kleines Problem, da in den folgenden Monaten größere Probleme bzgl. Finanzen auf den StuPa zukommen werden würden. 

Robert würde prinzipiell lieber den Audruck haben, aber der Senat sei bisher nicht eingeschritten und es würde seltsam erscheinen, sollten sie dies nun mit dem vorliegenden Antrag tun. 

Er würde die Verwaltungsgebühren, die mit Aufdruck anfallen würden, gerne umgehen und schlägt eine Alternative vor, bei der keine persönlichen Daten einzusehen seien. 

Die Änderungsantragsdebatte wird eröffnet.

Es gibt keine Änderungsanträge.

Die Abstimmung wird eröffnet.

Der Antrag wird mit 4 Ja, 5 Nein und 5 Enthaltungen abgelehnt. 

22:12 Uhr

Inti hat einen Telegram-Bot gebaut, in dem der aktuelle Mensaspeiseplan angezeigt wird. 

mensa-hgw.bot

Die Sitzung wird um 22:13 Uhr geschlossen.

Habt einen schönen Abend!


Wer bei StuPa, AStA und Co. den Überblick behalten will, findet hier unseren Guide zu den „Vokabeln der Hochschulpolitik“.

Unbezahlbare Reform

Unbezahlbare Reform

Als Verbesserung gemeint bereitet das »Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung« der Psychologie sieben Jahre nach Verabschiedung Kopfzerbrechen.
Wie kam es dazu und was sind die Aussichten?

Der gut gemeinte Ursprung

Der Ausgangspunkt der Diskussion ist das »Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung« von 2019, welches die Ausbildungssituation der angehenden Psychotherapeut*innen grundlegend ändert. Bis dato war die Regel, dass Psychologiestudierende erst einen Bachelor und einen Master ablegen, um dann den Status als ›Psychotherapeut*in in Ausbildung‹ (PiA) zu erlangen. Diese Ausbildung war für viele mit erheblichen finanziellen Belastungen verbunden: Neben hohen Ausbildungskosten wurden die praktischen Tätigkeiten häufig nur unzureichend vergütet, sodass das System vielfach als strukturell ungerecht und ausbeuterisch kritisiert wurde. Die Ausbildung schloss mit der Approbation ab.

Mit der Reform wurde die Ausbildung an die anderer Heilberufe, insbesondere der Fachärzt*innen, angepasst. Seitdem erhalten Absolvent*innen die Approbation bereits nach dem Masterstudium und der ›Psychotherapeutischen Prüfung‹. Daran schließt sich eine in der Regel fünfjährige Weiterbildung als ›Psychotherapeut*in in Weiterbildung‹ (PtW) an. Erst nach deren erfolgreichem Abschluss erwerben sie die Qualifikation als Fachpsychotherapeut*in.

In dieser Zeit dürfen approbierte Absolvent*innen unter Supervision einer Fachpsychotherapeut*in bereits behandeln. Die Weiterbildung umfasst diesen praktischen, aber auch einen theoretischen Teil. Erst nach Abschluss der Weiterbildung erfolgt die Eintragung ins Arztregister, was die Voraussetzung für die Abrechnung der Leistungen bei Krankenkassen ist. 

Das Gesetz wurde im Herbst 2019 unter dem damaligen Gesundheitsminister Jens Spahn mit einer 12-jährigen Übergangsfrist beschlossen und gilt seit dem 1. September 2020. Im Jahr 2026 befindet sich die Reform damit mitten in der Umsetzungsphase. Die Reform war intendiert, um den Status der Psychotherapeut*innen und die Patient*innenversorgung zu verbessern.

Der Dreiklang der Krisen

Die Reform selbst war 2020 längst überfällig, erklärt Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier. Sie ist Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Greifswald, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs), Mitglied im Wissenschaftsrat sowie Initiatorin und Vize-Präsidentin des Vereins Gemeinsam für psychische Gesundheit e.V.. Zudem betont sie, dass die Reform nicht zu Ende gedacht wurde. Schon damals sei absehbar gewesen, dass die Finanzierung der Weiterbildung nicht ausreichend geklärt sei.

Sie spricht von einem ›Dreiklang der Krisen‹. Zunächst eröffnet die Reform selbst eine große Finanzlücke. Die approbierten Psychotherapeut*innen in Weiterbildung müssen nun nach Tarifvertrag bezahlt werden – ein wichtiger Fortschritt, denn die frühere Ausbildung sei für viele mit erheblichen finanziellen Belastungen verbunden gewesen. Viele Absolvent*innen mussten sich die Ausbildungszeit selbst finanzierenund sich verschulden. Gleichzeitig führt die tarifliche Vergütung zu deutlich höheren Kosten für Weiterbildungseinrichtungen.

Da sich diese Kosten nicht allein über die Einnahmen aus der ambulanten Patient*innenversorgung decken lassen, entstehen bislang bundesweit zu wenige Weiterbildungsstellen. Auch an der Universität Greifswald gibt es bislang keine Weiterbildungsstelle.

Die zweite Ebene ist die Kürzung der Honorare für Psychotherapeut*innen, die durch den Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) zum 1. April 2026 beschlossen wurde. Das geschah auf Grundlage des Sozialgesetzbuchs, welches die jährliche Bewertung psychotherapeutischer Vergütungen durch einen Bewertungsausschuss festlegt. Dieser entschied, die Honorare um 4,5 Prozent zu kürzen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung legte dagegen Klage ein und beantragte dazu einen Eilrechtsschutz, der am 9. Juli gewährt wurde. Dadurch kann die Kürzung der Honorare nicht in Kraft treten, bis das Gericht rechtskräftig über die Klage entschieden hat.

Die dritte Schwierigkeit kam Anfang Juli mit dem Beschluss des ›GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes‹, welches eine Reaktion auf die Erhöhungen der Abgaben an die gesetzlichen Krankenkassen durch Versicherte in den letzten Jahren darstellte. Um die Versicherten nicht mit weiter steigenden Beiträgen zu belasten, schlug die Ex-Bundesgesundheitsministerin Nina Warken vor, die Beiträge zu stabilisieren, indem unter anderem kassenärztliche Leistungen budgetiert werden. Hiervon sind nun auch die psychotherapeutischen Kassenleistungen betroffen, was die Stellung der Vergütung weiter schwächt.

Dennoch gibt es auch hier Bewegung. Mit dem Beschluss des Gesetzes am 10. Juli 2026 verabschiedete der Bundestag zugleich einen von den Fraktionen von CDU/CSU und SPD eingebrachten Entschließungsantrag. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, zeitnah gesetzliche Regelungen vorzulegen, die die Fortführung bereits begonnener Psychotherapien sicherstellen, die Durchführung psychotherapeutischer Sprechstunden bei dringendem Behandlungsbedarf weiterentwickeln und offene Fragen bei der Umsetzung des Gesetzes klären. Der Entschließungsantrag greift damit zentrale Anliegen auf, die von der Profession im Gesetzgebungsverfahren wiederholt eingebracht wurden.

Prof. Brakemeier blickt den kommenden Monaten mit vorsichtigem Optimismus entgegen. Gemeinsam mit den psychologischen Fachgesellschaften, Berufsverbänden, den Studierendenvertretungen und Psychotherapeutenkammern möchte sie sich als Präsidentin der DGPs dafür einsetzen, dass die angekündigten gesetzlichen Nachbesserungen zügig umgesetzt und die offenen Fragen im Dialog mit der Politik konstruktiv gelöst werden. Gerade in dieser sensiblen Situation sei eine enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Profession, Studierenden und Politik entscheidend: »Das ist für uns jetzt eine wichtige Chance. Wenn nicht jetzt – wann dann?«

Durch die studentische Brille

Trotz dieser aufmunternden Worte herrscht Anspannung unter Studierenden. Eine dieser Studierenden ist Miriam Reimers. Sie studiert Psychologie an der Universität Greifswald und befindet sich am Ende ihres Bachelors. 

Sie erzählt, der Druck sei nicht nur mit Blick auf die Weiterbildungsplätze gestiegen. Der neue Masterstudiengang ›Klinische Psychologie und Psychotherapie‹, der im Rahmen der reformierten Struktur entstanden ist, sei einerseits eine tolle Möglichkeit der Spezialisierung, bilde aber andererseits eine extreme Zuspitzung unter Studierenden. Der Notendruck sei für viele gestiegen, weil der hohe NC in vielen Städten den Zugang  zum Master erschwere und der Weg in die psychologische Psychotherapie dadurch bereits vor der Weiterbildungszeit enden könne.

»Psychologie-Studierende kämpfen viel und sie kämpfen auch schon lange«

Miriam Reimers betont außerdem, dass ihr nicht nur die Unsicherheit bezüglich der Finanzierung Kopfschmerzen bereitet. Natürlich gäbe es auch die Möglichkeit, als Psycholog*in zu arbeiten, ohne Fachpsychotherapeut*in zu sein. Aber darum gehe es nicht nur:

»Wir wollen ja auch dieses fachliche Wissen, wir wollen ja auch die Weiterbildung, weil wir noch tiefer wollen und noch mehr erfahren wollen über das, wofür wir brennen. Wir dürfen uns dann ja auch in einem Verfahren unserer Wahl spezialisieren. Und das ist für viele extrem interessant, nachdem sie fünf Jahre lang schon sehr viel Theorie darüber gesammelt haben, dann endlich in die Praxis starten zu dürfen.«

Auf die Frage, was sie sich von der Politik wünscht, erwidert sie:

»Ich wünsche mir, dass die Politik hinschaut, unsere Probleme anerkennt und sich die Politiker*innen langfristig, nicht nur kurzfristig durch eine Reform, die nicht zu Ende gedacht wurde, für uns einsetzen und uns die Finanzierungslücke schließen. Und dass sie uns ein Stück weit die Anerkennung schenken, dass Psychotherapeut*innen einen extrem wichtigen Job leisten, der Menschenleben rettet.«

Sie nimmt ihr Schicksal nicht einfach hin. Die Greifswalder Demonstration im Juni hat sie mit organisiert. Dass sich inzwischen erste positive Entwicklungen abzeichnen, führt Prof. Brakemeier auch auf die zahlreichen Demonstrationen und weiteren Aktionen der vergangenen Monate zurück. Besonders wichtig sei dabei das Engagement der Studierenden gewesen. Die Beteiligten der Demonstration unterschrieben außerdem Postkarten mit Wünschen und Forderungen an Politiker*innen. Die Resonanz bisher sei ermutigend gewesen.

Auch Patient*innen sind betroffen

Natürlich haben die Kürzungen auch Effekte auf Patient*innen. Die Verunsicherung ist groß, erzählt Prof. Brakemeier. Es habe bereits erste Nachfragen gegeben, ob die Therapie weiter angeboten werden kann. Hier nimmt die Professorin auch ihre Fachkolleg*innen in die Pflicht, die Situation differenziert einzuordnen. Wer von einem ›Todesstoß für die Psychotherapie‹ spreche, verunsichere Patient*innen ebenso wie Studierende – ohne zur Lösung der bestehenden Probleme beizutragen. Die geplanten Regelungen stellten die ambulante psychotherapeutische Versorgung vor erhebliche betriebswirtschaftliche Herausforderungen. Gleichzeitig sieht Prof. Brakemeier die Gefahr, dass sich soziale Ungleichheiten weiter verschärfen könnten. Wenn wirtschaftlicher Druck zunimmt, könnten Privatpatient*innen oder Selbstzahlende bevorzugt werden, da ihre Behandlung nicht von den Honoraren der gesetzlichen Krankenversicherung abhängt.

»Das halte ich für hochproblematisch. Ob ein Mensch eine notwendige Psychotherapie erhält, darf keine Frage des Geldbeutels sein. Gerade Menschen in sozioökonomisch belastenden Lebenslagen tragen ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen und für ungünstigere Krankheitsverläufe. Wenn ausgerechnet für sie der Zugang zu einer evidenzbasierten Behandlung erschwert wird, verstärken wir bestehende gesundheitliche Ungleichheiten, statt sie abzubauen.«

Neben der finanziellen Komponente sieht Prof. Brakemeier auch eine gesellschaftspolitische Dimension. 

»Unbehandelte psychische Erkrankungen können dazu beitragen, dass sich Menschen zurückziehen, soziale Kontakte verlieren und Einsamkeit zunimmt. Gerade Gefühle des Ausgeschlossenseins und der Perspektivlosigkeit können Menschen anfälliger für vereinfachende Weltbilder und extremistische Ansprachen machen. Antidemokratische und extremistische Akteur*innen können solche Erfahrungen gezielt aufgreifen, indem sie einfache Erklärungen, vermeintlich klare Feindbilder und vor allem Zugehörigkeit anbieten. Psychische Gesundheit ist deshalb nicht nur eine individuelle Ressource, sondern auch eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und Zusammenhalt.«

Eine verlässliche psychotherapeutische Versorgung sei daher nicht nur gesundheitspolitisch, sondern auch gesellschaftspolitisch von Bedeutung.

Und wie geht es weiter?

Die Verunsicherung bei Patient*innen und Studierenden ist groß. Prof. Brakemeier rät insbesondere Studierenden, sich von den aktuellen Entwicklungen nicht entmutigen zu lassen. Wichtig sei nun: »gut informieren und sich jetzt nicht von dem Weg durch diese aktuellen Entwicklungen abbringen lassen. Wenn Sie Psychotherapeut*in werden möchten, dann verfolgen Sie diesen Weg weiter.« 

Realistisch betrachtet komme man um Sparmaßnahmen und ihre Auswirkungen nicht herum. Das gehöre zur politischen Aufgabe des Staatshaushaltens. Wichtig sei jedoch, mit Weitblick zu sparen.  

»Wenn man bei der Psychotherapie spart, zeigen viele Studien, dass das langfristig höhere Kosten verursacht. Ein in Psychotherapie investierter Euro zahlt sich zwei bis drei Mal aus. Werden Menschen nicht frühzeitig ambulant behandelt, steigt das Risiko schwererer Krankheitsverläufe und damit auch deutlich kostenintensiverer stationärer Behandlungen.«

Hinzu kämen die erheblichen volkswirtschaftlichen Folgen psychischer Erkrankungen, etwa durch Arbeitsunfähigkeit, Frühverrentung oder verminderte Erwerbsfähigkeit. Eine gut ausgebaute psychotherapeutische Versorgung sei deshalb nicht nur gesundheitspolitisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch eine nachhaltige Investition. 

Für Prof. Brakemeier bedeutet die aktuelle Situation vor allem eines: aktiv zu bleiben, miteinander im Gespräch zu bleiben und sich gemeinsam für gute Lösungen einzusetzen. 

»Jetzt ist nicht die Zeit, den Mut zu verlieren. Es ist die Zeit, sich einzubringen, miteinander im Gespräch zu bleiben und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.« 

Als Professorin der Universität Greifswald und Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie setzt sie dabei insbesondere auf Dialog, Vernetzung und den Austausch mit Politik, Profession und Studierenden. »Brücken bauen und Netzwerke stärken – gerade auch im Austausch mit der Politik – ist jetzt wichtiger denn je.«

Fotos: Namid Joschko