Einige machen ihren Wunschzettel schon Monate im Voraus und andere erst kurz vor Heiligabend. Für manche fällt die Entscheidung, etwas zu finden, was man sich wünscht, ziemlich einfach und für andere ist es eine Mammutaufgabe. So oder so, der eigene Wunschzettel muss am Ende stehen. Was sich unsere Redakteur*innen so dieses Jahr wünschen, erfahrt ihr in Türchen Nummer sieben unseres Adventskalenders.
Der Wunschzettel des webmoritz.
Lucas: Da die Suche nach möglichen Weihnachtsgeschenken bei mir selbst meistens länger dauert, als für meine Familie, hab ich tatsächlich gar nicht so viel zu bieten für diesen Wunschzettel. Was sich jetzt zuletzt ergeben hat, aber vielleicht auch etwas öde ist, ist der Wunsch nach einer neuen Pfanne, da meine jetzige so langsam aber sicher davor ist, ihre letzten Fischstäbchen zu braten und das Zeitliche zu segnen. Darum bräuchte ich tatsächlich eine neue. Außerdem brauchen wir beim webmoritz. ja auch immer Top-Equipment, um weiterhin schmackhafte Artikel für euch kochen zu können 🙂
Ida: Eigentlich macht mir das Beschenken immer viel mehr Spaß, als Materielles geschenkt zu bekommen. Dieses Jahr habe ich aber tatsächlich eine Idee für meinen „Wunschzettel“. Eine Wärmflasche. Ich bin grade nach Greifswald gezogen und eine Wärmflasche stand nicht auf meiner Packliste, hätte aber dringend drauf gemusst.
Simon: Für mich persönlich würde ich mir wünschen, dass die Ideen für materielle Wünsche mir mal vor Weihnachten anstatt wie sonst im März oder August in den Sinn kommen. Jetzt sitze ich wie jedes Jahr grübelnd da und weiß nicht, was ich dem Christkind mitgeben soll. Dabei hatte ich im Laufe des Jahres sicherlich schon viele Ideen…
Im Rückblick auf dieses Jahr fällt mir noch ein zweiter Wunsch ein. Für das Miteinander im ganzen Land würde ich mir wünschen, dass wir viel häufiger so ein Miteinander wie während der Fußball-Europameisterschaft im Sommer haben. Der Fokus auf das Positive, Ermutigen statt zu meckern, sowie der Zusammenhalt on großen Teilen der Gesellschaft: Es wäre doch schön, wenn es dafür nicht einen Ball und 22 Millionäre auf dem Platz bräuchte. Diese Wochen im Juni und Juli haben jedenfalls ein Beispiel gegeben, an dem man sich stimmungstechnisch in Deutschland orientieren sollte.
Allan: Ich habe momentan keine wirklichen Weihnachtswünsche, da ich eigentlich nicht wirklich etwas brauche. Insofern lasse ich mich einfach überraschen und hoffe, dass ich etwas bekommen werde, was mir gefällt.
Ida: Ganz standardisiert und auch aus persönlichen Gründen wünsche ich mir und euch, dass alle eure Liebsten gesund bleiben bzw. es werden. Oft unterschätzt im Alltag, ist Gesundheit eines der größten Reichtümer, die es gibt. Weihnachten ist ein Fest der Freude und des Zusammenkommens, da kann so ein kleines Weihnachtswunder Leben verändern.
Nessa: Ich wünsche mir, ein schönes Weihnachtsfest mit wenig Stress und vielen schönen Momenten mit der Familie. Es gibt wenig Materielles was ich mir wünsche. Eigentlich bin ich auch recht zufrieden gerade. Ein bisschen weniger Stress wäre schon aber das okay.
Lucas: Ich wünsche mir, dass alle ein besinnliches und frohes Weihnachtsfest mit ihrer Familie oder mit ihren Liebsten feiern können. Ein friedliches Weihnachtsfest ist das beste Geschenk, was man sich wünschen kann. Niemand möchte die Festtage alleine oder im Zwiespalt mit der Familie verbringen müssen, daher wünsche ich allen, die diesen Artikel lesen ein fröhliches und liebevolles Weihnachtsfest.
Unsere Redaktion scheint nicht wirklich materialistisch sein, wenn man mal so über die ganzen Wünsche rüber liest. Wer hier noch auf der Suche war nach eigenen Ergänzungen für den Wunschzettel, wird hier glaube ich nicht fündig. Was wir aber zu Genüge bieten können, sind ganz viel Liebe, Wohlsein, Gesundheit und Ruhe für die kommenden Festtage. Vielleicht haben einige von euch ja noch andere kreative Weihnachtswünsche. Schreibt uns diese gerne in einem Kommentar.
Weihnachten ist die Zeit der Besinnlichkeit und vor allem des Zusammenkommens. Einige von uns werden bereits den studentischen Trubel, die überfüllten Mensen und die Bibliotheken voller rauchender Köpfe hinter sich gelassen haben. Der Rest von uns wird sich wahrscheinlich spätestens im Laufe der kommenden Woche ganz der Familie widmen können und den Alltag hinter sich lassen dürfen. Doch nicht alle Menschen können auf die Weihnachtszeit mit solch schönen Aussichten blicken.
So traurig es klingen mag, aber einige Menschen werden die Weihnachtszeit in Einsamkeit verbringen müssen. Insbesondere ältere Menschen blicken dieser deprimierenden Tatsache Jahr für Jahr aufs Neue entgegen. Dass das nicht nur der Psyche, sondern auch der Gesundheit schadet, steht längst außer Frage. Umso wichtiger ist es, darauf zu achten, dass einsame Menschen nicht in Vergessenheit geraten.
Eine gute Freundin hat mich vor ein paar Tagen auf genau eine solche Initiative aufmerksam gemacht und diesen Artikel inspiriert. Die Organisation heißt Post mit Herz und hat es sich zum Ziel gemacht, dass jeder einsame Mensch „Post mit lieben Worten bekommt“. Die Idee dahinter ist dabei ganz einfach. Soziale Einrichtungen melden sich bei der gemeinnützigen Organisation an und erhalten dann Postkarten von freiwilligen Postkartenschreiber*innen.
Ihr habt auch Lust eine Postkarte zu schreiben? Dazu müsst ihr euch zuerst auf der Seite anmelden, dann wird euch eine soziale Einrichtung zugeteilt, an die ihr eine Karte schreibt. Nun besorgt ihr euch einfach eine Karte und schmückt sie mit lieben Worten (diese müssen auch nicht zwangsläufig weihnachtlich sein) aus. Briefmarke drauf und abgeschickt. Das war’s. Alle weiteren Infos gibt es im FAQ auf der Seite.
„Wir engagieren uns dafür, dass sich einsame Menschen nicht vergessen fühlen. Wir wollen Kontakt herstellen, den Betroffenen Freude schenken und Mut machen.“
Glücklicherweise sind zum jetzigen Zeitpunkt bereits so viele Karten eingegangen, dass die Initiative vor allem auf der Suche nach weiteren sozialen Einrichtungen ist, die Karten empfangen. Solltet ihr in einer solchen Einrichtung arbeiten oder euch engagieren, könnt ihr euch ebenfalls einfach anmelden.
Am 12. September findet der Gesundheitstag 2023 der Universität Greifswald statt. Neben spannenden Impulsvorträgen, sportlichen Aktivitäten und gemeinsamem Grillen könnt ihr miteinander ins Gespräch kommen und sowohl physische als auch psychische Gesundheit für einen Tag besonders in den Fokus rücken lassen.
Der Gesundheitstag 2023 steht unter dem Motto „gemeinschaftlich – nachhaltig – gesund“ und fokussiert sich dabei ganz auf das eigene Wohlbefinden. Von 10 bis 16 Uhr soll eine Vielzahl an Angeboten Studierende und Mitarbeitende dabei unterstützen, die eigene Gesundheit nachhaltig zu fördern und für das Thema zu sensibilisieren. Dabei gibt es neben dem Markt der Möglichkeiten mit verschiedenen Infoständen auch Sportangebote wie Yoga und Sportspiele. Außerdem bekommt ihr die einmalige Gelegenheit, ein Wirbelsäulenscreening machen zu lassen, Beweglichkeit und Stresslevel zu messen oder bei einer Bio-Impedanzanalyse auszuprobieren, wie euer eigener Körper genau zusammengesetzt ist.
Unter anderem werden auch Impulsvorträge auf verschiedene Themen wie kollegiale Suchtberatung, Konfliktmanagement oder Prokrastination eingehen. Darüber hinaus könnt ihr in Workshops wie „The Working Mind“ hineinschnuppern und z.B. einen Einblick in das Thema der Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen im beruflichen Kontext erlangen. Und wen eher die kulinarische Seite anzieht, ist eingeladen, zur Mittagspause oder zum gesunden Grillen vorbeizuschauen (bitte mit eigenem Besteck, Teller, Gemüsemesser und Brett im Gepäck).
Die Teilnahme gilt für Mitarbeitende der Universität als Arbeitszeit, ausgenommen Mitarbeitende in der Universitätsmedizin. Organisiert wird der Tag übrigens von der Gesunden Uni, die sich aus dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM), und dem Studentischen Gesundheitsmanagement (SGM) zusammensetzt.
Hier findet ihr eine Übersicht des Programms. Für die Uhrzeiten sowie weitere Informationen und Anmeldungen schaut bitte hier vorbei.
Auf dem Sportplatzgelände
Markt der Möglichkeiten mit vielen Infoständen
Mini-Symposium – Impulsvorträge
Gesundes Grillen – 2 Durchgänge (mit Anmeldung)
Smoothie-Bike
Mobee-Fit Beweglichkeitsmessung (mit Anmeldung)
Sportspiele
Tobezeit des Famiienservice
Wasser für alle von den Stadtwerken
Im Bürogebäude des Hochschulsports Hans-Fallada-Str. 11
Bewegtes mobiles Arbeiten – ein Raumkonzept
Bio-Impedanzanalyse (mit Anmeldung)
Ergonomische Arbeitsplatzberatung
Impfberatung
Stressmessung
Wirbelsäulenscreening (mit Anmeldung)
Im Sporthallengebäude
Fitnessstudio Einweisung (mit Anmeldung)
Workshop: The Working Mind (mit Anmeldung)
Yoga (mit Anmeldung)
Das Wichtigste auf einen Blick: Was? Gesundheitstag 2023 Wann? am Dienstag, den 12. September, von 10 bis 16 Uhr Wo? Hans-Fallada-Straße 11 (auf dem Sportplatz und in den Sport- und Büroräumen) Programm? Das Programm findet ihr hier (Anmeldungen sind bis einschließlich 08. September möglich)
2021/2022 nahmen die Menschen in Deutschland laut Statista im Jahr 34,8 Kilogramm Zucker zu sich, was einem täglichen Verzehr von ca. 95 Gramm entspricht. Die WHO empfiehlt jedoch, nicht mehr als 50 Gramm Zucker pro Tag zu verzehren. Sie raten sogar eher, den Zuckerkonsum auf 25 Gramm pro Tag zu reduzieren, was etwa 6 Teelöffeln entspricht. Zu viel Zucker kann langfristig verschiedene gesundheitliche Probleme nach sich ziehen, wie Diabetes Typ 2, Schädigung der Leber etc. Ein großes Problem: Es gibt in vielen Lebensmitteln versteckten Zucker! In einer Tiefkühlpizza stecken beispielsweise ca. 4,5 Würfel Zucker, in einem 100g Fruchtjoghurt 4,4 Würfel Zucker. Das ist ganz schön viel, finde ich! Deshalb dachte ich mir, ich starte ein Experiment, bei welchem ich eine Woche komplett auf industriellen Zucker verzichte (nicht jedoch auf frisches Obst).
Eine Woche ohne industriellen Zucker. Ich dachte zuerst, dass das ja nicht so schwer sein könnte, da ich mich eigentlich schon relativ gesund ernähre – würde ich zumindest behaupten. Zugegebenermaßen habe ich dieses Experiment schon einmal starten wollen. Als ich mich dann aber damit auseinandergesetzt habe, wo überall Zucker versteckt ist und damit, dass ich deshalb einige meiner normalen Rezepte nicht kochen könnte, war ich entmutigt und habe das Experiment erst einmal verschoben. Aber jetzt gibt es keine Ausreden mehr, diese Woche wird es in Angriff genommen!
Tag 0 – Vorbereitungen Bevor es überhaupt los ging, habe ich mich in meiner Küche auf Spurensuche nach verstecktem Zucker gemacht. Leider musste ich nicht lange suchen, bis ich etwas gefunden hatte. Nein, ich rede nicht von Schokolade oder anderen Süßigkeiten, welche ich nur ab und zu esse. Ich meine Konservendosen. Das wissen vielleicht schon einige von euch, dass in Dosen Industriezucker zu finden ist. Mir war es auch bewusst, aber hin und wieder habe ich zum Kochen trotzdem Mais, Kichererbsen, Erbsen oder Bohnen aus der Dose verwendet. Das wird für diese Woche verbannt aus meiner Küche, denn ich denke mir: Aus den Augen, aus dem Sinn! Vielleicht komme ich weniger in Versuchung, solche Lebensmittel zu mir zu nehmen, wenn ich sie gar nicht griffbereit habe. Wenn ich also jetzt etwas mit den besagten Lebensmitteln kochen möchte, muss ich die Hülsenfrüchte eben einige Stunden davor in Wasser einlegen, damit sie leichter bekömmlich sind. Das geht, aber es dauert eine gewisse Zeit und man muss schon eine Weile vor dem Kochen daran denken, sonst kann man sie nicht verwenden. Sojasauce und Tomatenmark muss ich auch aus der Küche verbannen, genauso wie natürlich Tomaten in der Dose. Bei manchen Lebensmitteln bin ich mir nicht sicher, ob natürlicher oder zugesetzter Zucker enthalten ist. Bei meiner Gemüsebrühe steht beispielsweise dabei „enthält von Natur aus Zucker“ – das finde ich bei den Tomatendosen nicht, also lasse ich sie diese Woche lieber weg. Auch bei meinem Erdnussmus ist Zucker enthalten, es steht aber bei der Zutatenliste nichts von industriellem Zucker, genauso wenig findet sich jedoch ein Hinweis, dass von Natur aus Zucker enthalten ist. Ich lasse das also auch sicherheitshalber weg. Bei der Sojasoße hingegen steht bei der Zutatenliste der zugesetzte Zucker explizit mit drauf, die wird diese Woche also auf jeden Fall nicht verwendet. Bei den Konservendosen mit Mais etc. steht zwar „natursüß, ohne Zuckerzusatz“, in den Sternchen darunter findet sich aber zu lesen: „bezogen auf das abgetropfte Produkt“. Da vertraue ich aber lieber nicht drauf, dass beim Abspülen mit Wasser auch wirklich jeglicher Zucker weggeht.
Nächster Punkt: Morgens esse ich meistens Porridge. In Mandel-, Hafer-, Soja oder den anderen Milchalternativen findet sich aber leider meistens Zucker auf der Inhaltsliste. Da ich keine Lust hatte, sämtliche Milchalternativen zu studieren, ob in diesen natürlicher Zucker enthalten war oder dieser zugesetzt wurde, entschied ich mich einfach, zuckerfreie Pflanzenmlich zu verwenden. Teilweise esse ich mein Porridge mit Banane und etwas Kakao. Leider steht auf der Verpackung des Kakaos auch Zucker drauf. Ich finde jedoch keine Hinweise, ob dieser zugesetzt ist oder von Natur aus enthalten ist, also lasse ich ihn auch lieber weg.
Nachdem ich meine Küche „entrümpelt“ hatte, machte ich mich auf die Suche nach geeigneten Rezepten für diese Woche. Beim Frühstück musste ich zum Glück nicht so viel anpassen, ich hatte in letzter Zeit eh schon darauf geachtet, zuckerfreie Pflanzenmilch zu kaufen und auf den Kakao konnte ich diese Woche auch verzichten. Manche meiner sonst üblichen Rezepte waren eher schwer umsetzbar. Nudeln mit Linsen, Karotten und gestückelten Tomaten aus der Dose koche ich eigentlich gerne. Das ging diese Woche nicht, es sei denn, ich würde die Dose mit Tomaten durch natürliche Tomaten ersetzen…vielleicht sollte ich das ausprobieren. Oder natürlich jegliche Gerichte mit Sojasauce oder Erdnussmus.
Tag 1 – Aller Anfang ist schwer Das Frühstück aus zuckerfreier Mandelmilch, Blaubeeren, Zimt und Kardamom stellte keine Probleme dar, das esse ich so normal auch öfter. Auch das Mittagessen, bestehend aus Nudeln, Tomaten, Spinat, Rucola, Lauchzwiebeln und Sprossen schmeckte mir und ich hatte nicht das Gefühl, dass ich auf etwas verzichten würde. So weit, so gut. Nachmittags hatte ich dann ein Blockseminar und unser Dozent hat Snacks und Süßigkeiten für uns mitgebracht. Das war eine wirklich nette Geste, aber ich konnte davon ja nichts essen, obwohl mich alles vier Stunden lang angelacht hat. Ich blieb jedoch standhaft, auch wenn es nicht immer leicht war; vor allem, wenn andere zugriffen und ich ihnen beim Essen der Süßigkeiten zusehen musste. Das nächste kleine Problem offenbarte sich, als mich zwei Freundinnen fragten, ob ich am Montag mit ihnen essen gehen würde. Da ich jedoch nicht wusste, welche Zutaten in dem Restaurant verwendet werden, musste ich leider absagen und habe die beiden stattdessen zu mir nach Hause eingeladen, um zusammen ein Gericht zu kochen. Mein Abendessen hat mir auch geschmeckt und ich hatte nicht das Gefühl, als würde etwas fehlen. Es gab Hirse mit Mango, Gurke, Minze und gerösteten Mandeln.
Tag 2 – Der Versuchung erfolgreichwiderstanden Mein Frühstück bestand an diesem Morgen aus Porridge mit Banane, Zimt und Kardamom, aber ohne Kakao. Heute war der zweite Teil des Blockseminars und wieder hatte der Dozent Süßigkeiten und Snacks für uns dabei…heute starrten sie mich noch länger an als gestern, aber ich konnte dennoch der Versuchung widerstehen. Ich versuchte einfach, über sie hinweg zu sehen, sie nicht zu beachten, jedoch war das nicht immer so einfach, wenn die Komiliton*innen sich etwas davon schnappten. Okay ich gestehe: Dadurch, dass ich wusste, ich darf es nicht essen, quälte mich der Anblick der Süßigkeiten mehr, als wenn ich dieses Experiment nicht durchgeführt hätte
Zu essen gab es heute die Reste von gestern. Bei meinen eigenen Kreationen habe ich bisher nicht das Gefühl, als würde ich etwas vermissen, aber es war ja auch erst der zweite Tag und ich war noch voll motiviert. Zudem war für den nächsten Tag kein Blockseminar angesetzt, ich konnte Süßigkeiten also gut aus dem Weg gehen.
Für morgen hatte ich auch schon Rezepte rausgesucht: Spinat und Pilz mit Polenta und abends sollte es einen Linsen-Eintopf geben.
Tag 3 – Aus den Augen, aus dem Sinn Mein morgendliches Porridge gab es heute mit frischen Erdbeeren und Mango. Hat mir wieder sehr gut geschmeckt! Da heute vor meinen Augen keine Süßigkeiten für mehrere Stunden platziert waren und ich die Rezepte schon herausgesucht hatte, hatte ich heute keine Probleme mit dem Zuckerverzicht. Der Spruch „Aus den Augen, aus dem Sinn“, passte somit bei mir.
Tag 4 – Kochen mit Freundinnen Das Frühstück bestand an diesem Morgen zur Abwechslung nicht aus Haferflocken, sondern aus Milchreis mit Mandelmilch, Zimt und Blaubeeren. Mittags gab es dann Linsensuppe mit Salat. Die zwei Freundinnen, die mit mir Essen gehen wollten, kamen stattdessen zum Abendessen zu mir und wir haben gemeinsam ein Spargel-Pilz-Risotto gekocht. Natürlich alles ganz ohne industriellen Zucker, dafür aber sehr lecker! Zucker oder irgendeine Süßigkeit habe ich heute nicht vermisst. Ich hatte aber auch keine Süßigkeiten vor meiner Nase stehen. Mal sehen, wie es die nächsten Tage wird!
Tag 5 – Einkaufen und Rezeptsuche Vom Milchreis habe ich extra mehr gekocht, weshalb es diesen auch heute morgen wieder mit Zimt, Kardamom, Blaubeeren und Erdbeeren gab. Heute musste ich mal wieder einkaufen gehen und mir neue Rezepte suchen. Die Rezeptsuche wurde langsam immer schwieriger, da in vielen meiner veganen/vegetarischen Rezepten Sojasoße, Erdnussbutter, Kokosmilch oder Tomatendosen verwendet werden und das einfach wegzulassen oder zu ersetzen, ist gar nicht so einfach. Ich hatte mich dafür entschieden, am nächsten Tag die vegane Linsen-Bolognese ohne die gestückelten Tomaten in der Dose zu probieren und stattdessen echte Tomaten weich zu kochen. Neben meinem Porridge mit Beeren gab es heute die Reste vom Spargel-Pilz-Risotto und vom Linseneintopf.
Tag 6– Linsen-Bolognese geht auch ohne Tomaten aus der Konservendose! Mein Frühstück bestand heute aus Porridge mit einer Banane, Kardamom und Zimt, es war wieder sehr gut! Ich muss sagen, dass ich mittlerweile den Zucker gar nicht mehr vermisse und ich habe auch kein Verlangen danach. Außerdem habe ich mich daran gewöhnt, bei Rezepten genau hinzuschauen, ob in einer Zutat versteckter Zucker enthalten sein könnte. Ich habe auch gemerkt, dass ich Dosen gar nicht brauche, denn mein Versuch, die vegane Linsen-Bolognese mit weichgekochten Tomaten zu kochen, war ein voller Erfolg! Sie schmeckte mir so sogar fast noch besser als mit den Tomaten aus der Dose, auch wenn es etwas mehr Arbeit war. Abends gab es eine Süßkartoffel-Suppe mit zuckerfreier Hafermilch.
Tag 7– Experiment erfolgreich geschafft Juhu, der letzte Tag des Experiments war gekommen! Es gab natürlich wieder Porridge, aber heute mit einer Birne. Mittags gab es die Reste der veganen Linsen-Bolognese und abends die Reste der Suppe.
Die Zeit ging dann doch schneller vorbei, als ich anfangs dachte. Als ich zu Beginn nach Rezepten gesucht und meine Küche auseinander genommen habe, kam mir das Experiment sehr kompliziert vor. Mit einer guten Vorbereitung und Durchhaltevermögen ging die Zeit dann doch relativ schnell vorbei. Aber ich freue mich jetzt auch darauf, wieder essen gehen zu können oder mal ein Eis etc. zu essen.
Fazit Was mich wirklich schockiert hat, war, in wie vielen Lebensmitteln Zucker zu finden ist und dass es durchaus schwierig ist, ihn immer zu umgehen und, dass man sich auch einschränken muss. Essengehen ist beispielsweise schwierig, da man keine Kontrolle darüber hat, ob sich irgendwo im Essen Zucker versteckt hat. Ich esse zwar nicht jeden Tag Süßes und koche auch nicht jeden Tag etwas mit Konservendosen o.ä., aber wenn man sich für eine Woche den Verzicht auferlegt, werden solche Dinge gefühlt doch schmackhafter. Es stimmt also schon, dass man durch Verbote noch mehr Verlangen nach den genau diesen Dingen hat, das habe ich bei dem Blockseminar-Wochenende selbst erlebt.
Ich habe jedoch in dieser Woche gelernt, dass man sehr wohl ohne Konservendosen auskommt und ich habe noch einmal mehr auf meine Ernährung geachtet. Komplett ohne Industriezucker auszukommen, geht also schon, aber es ist etwas mühselig, da man bis auf Gemüse und Obst jedes Produkt umdrehen und studieren muss. Außerdem darf man auch nicht essen gehen, weil man nie weiß , was sich in den Zutaten versteckt. Wo es geht, werde ich in Zukunft darauf achten, die natürlichen Lebensmittel zu verwenden, auch wenn es vielleicht mehr Arbeit macht, aber für den Körper ist es auf jeden Fall besser! Man ist schließlich, was man isst. Ich werde aber trotzdem ab und zu mit Freund*innen essen gehen und auch ab und an Kichererbsen aus der Dose essen oder Tomatenmark verwenden.
Deshalb: den Zuckerkonsum einschränken: JA! Aber nie mehr Essen gehen oder Süßes essen? NEIN!
Seit etwa 3 Wochen werden nun auch in Deutschland Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Zunächst jedoch nur Angehörige der Hochrisikogruppen, also besonders ältere Menschen, und medizinisches Personal, um die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems auch während der Pandemie gewährleisten zu können. M-V nimmt (trotz anfänglicher Pannen) bei den Impfzahlen bundesweit bisher eine Führungsrolle ein. Wir haben mit einer der ersten Personen gesprochen, die hier in Greifswald geimpft wurde.
Wie kam es, dass du zu den ersten Personen gehörst, die deutschlandweit überhaupt geimpft wurden? Ich bin Medizinstudentin und arbeite im Abstrichzentrum der Universitätsmedizin Greifswald. Die Universitätsmedizin ist aktuell in “weiße”, “graue” und “schwarze” Bereiche aufgeteilt. Der “schwarze” Bereich ist der Teil der Klinik, in dem man auf jeden Fall Kontakt zu Corona-positiv getesteten Menschen hat. Um die Mitarbeiter*innen in diesem Bereich zu schützen, wurde bei ihnen priorisiert mit den Impfungen begonnen. Das Abstrichzentrum gehört auch zum “schwarzen” Bereich. Deshalb wurde ich schon so früh geimpft.
Welchen Impfstoff hast du erhalten? Ich habe den mRNA-Impfstoff „Comirnaty“ von BioNTech/Pfizer erhalten.
Wann wurdest, bzw. wirst du geimpft und ab wann solltest du Immunität aufgebaut haben? Am 29. Dezember 2020 wurde ich das erste Mal geimpft. Drei Wochen nach der ersten Impfung wird die zweite Impfung empfohlen. Das bedeutet, für mich wird die zweite Impfung ab dem 18. Januar möglich sein, einen genauen Termin habe ich aber noch nicht. Und sieben Tage nach der zweiten Impfung sollte mein Körper dann schließlich die Immunität aufgebaut haben.
Wie lief die Planung im Voraus ab, das ging dann vermutlich plötzlich alles viel schneller als erwartet, oder? Ja, ging es! Die Universitätsmedizin hat kurz nach Weihnachten eine Online-Umfrage erstellt, bei der die Impfbereitschaft der Mitarbeiter*innen abgefragt wurde. Da konnte man sich direkt auf eine Liste setzen lassen, wenn man an einer Impfung interessiert war. Das habe ich natürlich gemacht.
Wie viel Zeit verging dann letztlich von der ersten Anfrage bis du tatsächlich geimpft wurdest? Am 27. Dezember 2020 hab ich mich auf die Impfliste setzen lassen. Einen Tag später kam schon der Impftermin für den 29. Dezember 2020 per E-Mail. Also keine 48 Stunden später war ich geimpft. Ich war selber überrascht, wie schnell das ging!
Wie lief der „Tag X“ ab? Und wie hast du dich danach gefühlt? Der Ablauf war eigentlich recht unspektakulär: Ich musste mich gesund fühlen und konnte geimpft werden. Die Termine für die Impfungen wurden sehr gut organisiert von der Universitätsmedizin. Um Menschenansammlungen zu vermeiden, haben wir Zeiträume erhalten, in denen wir vorbeikommen konnten. Deshalb waren da nie mehr als 5 oder 6 Mitarbeiter*innen zum gleichen Zeitpunkt versammelt. Ich wurde von einem Arzt auf der Intensivstation der Universitätsmedizin Greifswald geimpft. Ich muss sagen, er hat das wirklich super gemacht! Meine Laune war danach super gut – ich war sehr aufgedreht und dachte: „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.“
Hast du nach der Impfung Nebenwirkungen bei dir festgestellt?Falls ja, welche? Ich wurde in meinen linken Oberarm geimpft, der hat sich zwei Tage nach Muskelkater angefühlt. So vergisst man wenigstens nicht, wie sich Sport anfühlen könnte. (lacht)
Wie geht es dir jetzt? Wunderbar!
Musstest du nach der Impfung noch etwas Spezielles machen? Nein, aber ich habe mich mit meiner Einwilligung in die erste Impfung auch für die zweite Impfung verpflichtet. Das wäre ja sonst auch total die Verschwendung, zumal die Bundesregierung die Kosten für die Impfung übernimmt.
Hattest du vor der Impfung Zweifel und falls ja, wie wurde damit umgegangen? Ich selbst hatte keine großen Zweifel. Ich war jedoch etwas aufgeregt und habe mich gefragt, wie die Nebenwirkungen wohl werden. In der Online-Umfrage der Universitätsmedizin, mit der ich mich für die Impfung angemeldet habe, waren vorher wissenschaftliche Artikel zur Wirkweise und möglichen Nebenwirkungen des BioNTech-Impfstoffs aufgeführt worden. Ich habe ehrlich gesagt am Ende auf die ärztliche Aufklärung verzichtet, weil ich mich vorher selbst schon ausführlich informiert hatte. Ich kann aber verstehen, dass Zweifel aufkommen, wenn man den Wirkmechanismus hinter den Impfungen nicht versteht. Durch Informationen kann man aber wahrscheinlich die meisten Bedenken schnell relativieren.
‚Ich war sehr aufgeregt und dachte: „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.“‚
In den Medien war zuletzt von eher geringer Impfbereitschaft des medizinischen Personals die Rede gewesen. Haben sich Menschen aus deinem Arbeitsumfeld dagegen entschieden, die Impfung durchführen zu lassen? Unter den anderen Mitarbeiter*innen des Abstrichzentrums habe ich noch von keiner Person gehört, die sich nicht impfen lassen hat.
Was waren für dich persönlich die entscheidenden Gründe, dich impfen zu lassen? Ich bin jung und gesund. Mit einer Impfung schütze ich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mich, sondern meine Mitmenschen. Ob man infektiös werden kann trotz Impfung, ist aktuell allerdings noch nicht genau bekannt.
Hat sich durch die Impfung etwas an deinem Alltag geändert?Machst du jetzt Sachen anders als vorher? Momentan bin ich ja noch nicht immun gegen das Virus. Aber wenn sich herausstellt, dass ich nicht mehr ansteckend sein kann für andere Menschen, dann werde ich nach Hause fahren und meine Familie wiedersehen. Bei denen war ich seit über 7 Monaten nicht mehr. Die haben sich auch sehr gefreut, als sie gehört haben, dass ich zu den ersten Leuten gehöre, die geimpft wurden! Mit der Familie werden wir Weihnachten nachfeiern, das hatten wir dieses Jahr wegen Corona verschoben. Auch, weil ich über die Feiertage hier im Abstrichzentrum gearbeitet habe.
Das ist ein interessantes Thema, das du gerade angesprochen hast: Was hältst du von der aktuellen Debatte über Sonderrechte für Geimpfte? Sehen wir bald Reisebusse voller geimpftem medizinischem Personal und Rentner*innen? Kritisches Thema. Das wird ja momentan heiß diskutiert. Rechtlich sieht es aktuell so aus, dass man die Geimpften nicht mehr einschränken darf, wenn sie nicht infektiös sein können – aber ob man nicht trotz Impfung Überträger*in sein kann, weiß man leider noch gar nicht momentan. Und ich hoffe in Zukunft auf viele gefüllte Reisebusse, aber nicht nur gefüllt mit medizinischem Personal und Rentner*innen! Diese Personengruppen sind ja nur der Anfang. Ich hoffe in naher Zukunft auf eine Impfung für alle, die sie sich wünschen – damit meine Elektro-Partys wieder stattfinden! (zwinkert)
Worauf freust du dich nach der Pandemie am meisten? Ich möchte unbedingt wieder neue Menschen kennenlernen, zu Elektro-Partys gehen und etwas eskalieren.
Möchtest du Impfskeptiker*innen noch etwas sagen? Falls ja, hier ist deine Chance! Vielleicht sehen wir uns ja nochmal auf der Intensivstation, falls es da dann noch Plätze gibt. Da kann ich bestimmt bald nochmal ein Praktikum machen, wenn ich immun bin! (lacht)
Und zum Abschluss natürlich die wichtigste Frage: Welches Microsoft-Produkt hast du nach der Impfung als erstes gekauft, bzw. planst du zu kaufen? Da ich seit Kindheitstagen regelmäßig und nach Impfpass gechippt werde, besitze ich schon ewig ein Microsoft-Office-Abonnement! Das habe ich nochmal verlängert. Ist aber auch einfach praktisch. (zwinkert)
Das Interview wurde ganz regelkonform über einen Telegram-Chat geführt.
Hier könnt ihr das aktuelle Video von moritz.tv sehen.
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