„Das Verfassungsrecht ist nicht als Schwert geeignet.“

„Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören (…) den Zutritt zu Veranstaltungen zu verwehren oder von dieser auszuschließen.“

Dieser Satz am Ende der offiziellen Ankündigung wies vielleicht subtil aber doch eindeutiger auf das Thema des Abends hin, als so mach inhaltliche Umschreibung.

Zum Thema „Wie wehrhaft sollte Demokratie sein? Über den Umgang mit Gegnern der Demokratie“ diskutierten am gestrigen Mittwoch Helmut Wolf (Verfassungs- und Verwaltungsrichter a.D.) und Prof. Hubertus Buchstein (Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Uni) unter der Moderation von SPD Kreischef Christian Pegel.

Gut 130 Interessierte fanden den Weg ins Koeppenhaus, um sich zu informieren und mitzudiskutieren – mit so viel Andrang hatte wohl auch der Veranstalter (der Greifswalder Präventionsrat) nicht gerechnet. Das Thema des Abends war die NPD und ihre Umtriebe in MV und der gesamten Bundesrepublik. In kurzen Statements umrissen die beiden Diskutanten ihre Sicht der Fragestellung jeweils aus ihrem spezifischen Fachbereich. (mehr …)

Bildungsministerin Schavan wirbt für Studiengebühren

Quelle: http://commons.wikimedia.orgIm Vorfeld des am Mittwoch beginnenden Bildungsgipfels von Bund und Ländern in Dresden hat sich Bildungsministerin Dr. Annette Schavan für die bundesweite Einführung von Studiengebühren ausgesprochen. Diese „seien international üblich und stärkten die Weiterentwicklung der Hochschulen“, so die Ministerin. Doch davon ist bisher nichts zu merken, auch weil sich die Hochschulen, ob der weiterhin unklaren Rechtslage, gar nicht trauen die Gelder einzusetzen. In Hessen beispielsweise wurden die Studiengebühren vor kurzem für verfassungswidrig erklärt und zurückgenommen. Stattdessen wird das Geld vielfach gespart, um auf eventuell notwendige Rückzahlungen vorbereitet zu sein.

Die Universität Greifswald hatte bis letztes Semester ebenfalls Verwaltungsgebühren – wenn auch nur in Höhe von 10 Euro – je Student und Semester erhoben. Auch diese wurden sicherheitshalber unangetastet auf einem Konto eingefrohen. Nachdem eine Klage des AStA gegen die Gebühr im Sommer erfolgreich war, musste die Universität das Geld wieder zurückzahlen.

Schavan erklärt jedoch, die Studenten seien gerne bereit, Beiträge für die Universität zu zahlen, wüssten Sie doch, dass diese Ihrer Ausbildung zugute kämen.

Neuste Studien, stellen diese Sichtweise jedoch in Frage: Am Montag berichteten Medien, dass dem Bildungsministerium seit Wochen eine Studie vorliegt, die nachweist, dass sich im Jahr 2006 etwa 18.000 Abiturienten aufgrund der Bildungs-MAUT gegen den Weg zur Hochschule entschieden haben. Vor allem Frauen und Abiturienten aus sozial schwächeren Schichten werden durch die zusätzlichen Kosten abgeschreckt. Und das, obwohl es 2006 erst in zwei Bundesländern Studiengebühren für das Erststudium gab. Mittlerweile sind (ohne das hessische Intermezzo) fünf weitere hinzugekommen.

Die Zahl der Studienanfänger nimmt in den letzten Jahren deutlich ab (vorrangig in den Ländern mit Gebühren), und das obwohl aufgrund demographischer Entwicklung die Zahl der Abiturienten kontinuierlich steigt. Führende Sozialdemokraten warfen Schavan vor, die Studie zurückgehalten zu haben. Das Bildungsministerium begründete die Maßnahme mit einer weiteren Untersuchung (Studienanfänger 2007) die zurzeit ausgewertet würde. Beide Studien sollen Ende November gemeinsam veröffentlicht werden.

Was vielen Beteiligten schon lange klar schien ist nun auch statistisch nachgewiesen. Spannend bleibt ob diese Fakten den Bildungsgipfel lähmen oder beflügeln, schließlich wollte sich Dr. Schavan dort besonders für ein sozial gerechteres Bildungssystem einsetzen.

Greifswalder Studentin vermisst

Heute Nachmittag hat uns ein besorgter Student [Name der Redaktion bekannt] angerufen. Er vermisst seit einigen Tagen eine gute Freundin. Er bittet uns die Universität auf ihr Verschwinden aufmerksam zu machen.

image-9893″ style=“margin-left: 10px; margin-right: 0px;“ title=“paul“ src=“http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2008/10/paul.jpg“ alt=““ width=“300″ height=“400″ />Nach seinen Informationen wird Janine Blaul seit dem 15. Oktober vermisst. Die Hintergründe über ihr Verschwinden sind bisher völlig unbekannt.

Der webmoritz fragt deshalb: Weiß jemand was passiert sein könnte bzw. hat Sie am 15. Oktober (letzte Woche Mittwoch) oder später gesehen?

Die

letzte Spur der Studentin ist ihre Tasche , welche an einem Strand auf Usedom gefunden wurde (siehe ). Darin waren alle ihre persönlichen Dinge, inklusive das Zugticket von Greifswald nach Usedom/Zinnowitz vom 15. Oktober.

Darüberhinaus ist wenig bekannt. Der Student hat mit einem Polizisten gesprochen. Er weist darauf hin, dass die zuständige Polizei in Heringsdorf sitzt.

Es geht der Polizei nun darum, zunächst um Informationen über ihren Verbleib zu sammeln. Die Telefonnummer der zuständigen Polizei lautet: 038378 2790.

Janine ist 28 Jahre alt, studiert Jura, arbeitete in studentischen und akademischen Gremien und ist in der SPD / bei den Jusos aktiv. Sie wollte jetzt ihr Examen schreiben und ist auf Grund ihrer Studienleistungen auch bei den Professoren gut und positiv bekannt.

Der webMoritz wird die Kommentarfunktion für diesen Artikel zwar eingeschaltet lassen, bittet aber um Zurückhaltung. In Anbetracht der Ungewissheit über die Umständen, bitten wir daum eigene Spekulationen bitte der Polizei mitzuteilen, nicht jedoch auf unserer Internetseite zu veröffentlichen. Aussagen zu Privatsleben der Betroffenen oder Spekulationen o. ä. werden gelöscht. Wer glaubt Hinweise geben zu können, rufe bitte direkt die Polizei an.

Wer Kontakt zum Autor der E-Mail möchte, schicke bitte eine E-Mail an web [at] moritz-medien.de. Wir leiten Eure Mail dann an die Person weiter.

Vielen Dank für Eure Rücksicht.

Foto: von privat

Kommentar: Was kostet Kultur?

Ein kritischer Kommentar zu den anstehenden Kürzungen am Theater Vorpommern

Der Aufschrei ist groß in Greifswald und ganz Vorpommern. Die Kürzungspläne der Landesregierung im Theater- und Orchesterbereich werfen viele Fragen auf, über die Zukunft von Kunst und Kultur in unserm Land. Dies ist auch notwendig, denn neue Lösungen müssen gefunden werden, um in den nächsten Jahren mit weniger Geld auszukommen. Den Untergang des Abendlandes, wie er von manch kritischer Stimme beschworen wird, wird Minister Tesch mit seinen Plänen aber wohl kaum herbeiführen.

Mein letzter Theaterbesuch in Greifswald liegt nun etwa zwei Wochen zurück. Die Karten gibt es für Studenten ab sieben Euro, für „Normalsterbliche“ ab elf Euro. Mit Abos geht es noch etwas günstiger – da kann sich wohl niemand beschweren. Und wir alle könnten uns freuen, dass die Vorstellungen so stark subventioniert sind, wenn es denn auch dazu führen würde, dass sie gut besucht sind. Doch dies ist nicht der Fall. Der zu zwei Dritteln leere Saal gähnte mich an, und das obwohl Dürrenmatts „Die Physiker“ durchaus das Potential hat alte wie junge Zuschauer zu begeistern. (mehr …)

Wie gut ist unsere Mensa?

Wie jedes Jahr beteiligt sich unsere Mensa auch dieses Jahr wieder am Wettbewerbung „Mensa des Jahres“ des Werbeblattes „UNICUM“. Vom 1. Oktober bis Ende Dezember den diesjährigen Wettbewerb „Mensa des Jahres“.

Das Studentenwerk freut sich jedoch

trotzdem auf Feedback und fordert Studierende aus Greifswald, Stralsund und Neubrandenburg auf, unter Como Dormir Sin Roncar – 1st Stop Snoring System In Spanishw.mensadesjahres.de“>www.mensadesjahres.de ihr Votum zu ihrer Mensa abzugeben.

Es werden virtuelle Tabletts in insgesamt 5 Kategorien: Freundlichkeit, Auswahl, Service, Atmosphäre und Geschmack vergeben. Die drei besten Mensen der Gesamtwertung und in jeder einzelnen Kategorie werden mit goldenen Tabletts ausgezeichnet.

Diese Aktion läuft bis zum 15. Dezember 2008. Die beliebtesten Mensen kürt UNICUM mit dem Titel „Mensa des Jahres 2008“. In den letzten Jahren gewann regelmäßig die Mensa aus Bremen.

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Zinsen für Bildungskredite steigen – Kritik gerade rechtzeitig

Quelle: http://commons.wikimedia.org

Quelle: http://commons.wikimedia.org

Wie spiegel.de berichtet, hat Bundesbildungsministerin Anette Schavan (53) die Erhöhung der Zinsen für den KfW-Studienkredit um 0,71% auf nunmehr 7% kritisiert. Mit dieser Erhöhung hat die KfW innerhalb von 2 Jahren die Hälfte ihres Erhöhungsspielraumes ausgenutzt. Der Zinssatz lag beim Start des Kreditprogrammes bei 5,1% und darf nur auf  maximal 8,9% angehoben werden.

Allerdings kam diese durchaus wünschenswerte Kritik deutlich zu spät. Sie erfolgte erst, nachdem das Thema in den Medien thematisiert wurde. Die Zinsen wurden allerdings schon zum 1.10 erhöht, die nächste Entscheidung über die Zinssätze steht erst wieder zum 1.4.2009 an, also wenn die Sache schon längst wieder aus dem allgemeinen Gedächtnis verschwunden ist.

Man kann davon ausgehen, dass Frau Schavan schon vor der entgültigen Entscheidung informiert war, da die KfW eine staatliche Bank ist und mehrere (u.A Gabriel, Glos und Steinbrück) Bundesminister im Aufsichtsrat der KfW sitzen. Zum Zeitpunkt der Entscheidung, als Kritik nützlich gewesen wäre hörte man aber keine. So  bleibt als Fazit nur der (schlechte) Versuch von Frau Schavan sich auf Kosten der Studenten zu profilieren, die unter den massiven Fehlentscheidungen des KfW-Managmentes zu leiden haben.

*Update 17 Oktober – 14 Uhr*

Überraschenderweise hat die KfW auf die öffentliche Kritik reagiert und die Erhöhung teilweise zurückgezogen, die Zinsen steigen jetzt nur noch auf 6,5%, wie das BMBF in einer Pressemitteilung bekannt gab.