von Namid Joschko | 10.08.2026
Als Verbesserung gemeint bereitet das »Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung« der Psychologie sieben Jahre nach Verabschiedung Kopfzerbrechen.
Wie kam es dazu und was sind die Aussichten?
Der gut gemeinte Ursprung
Der Ausgangspunkt der Diskussion ist das »Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung« von 2019, welches die Ausbildungssituation der angehenden Psychotherapeut*innen grundlegend ändert. Bis dato war die Regel, dass Psychologiestudierende erst einen Bachelor und einen Master ablegen, um dann den Status als ›Psychotherapeut*in in Ausbildung‹ (PiA) zu erlangen. Diese Ausbildung war für viele mit erheblichen finanziellen Belastungen verbunden: Neben hohen Ausbildungskosten wurden die praktischen Tätigkeiten häufig nur unzureichend vergütet, sodass das System vielfach als strukturell ungerecht und ausbeuterisch kritisiert wurde. Die Ausbildung schloss mit der Approbation ab.
Mit der Reform wurde die Ausbildung an die anderer Heilberufe, insbesondere der Fachärzt*innen, angepasst. Seitdem erhalten Absolvent*innen die Approbation bereits nach dem Masterstudium und der ›Psychotherapeutischen Prüfung‹. Daran schließt sich eine in der Regel fünfjährige Weiterbildung als ›Psychotherapeut*in in Weiterbildung‹ (PtW) an. Erst nach deren erfolgreichem Abschluss erwerben sie die Qualifikation als Fachpsychotherapeut*in.
In dieser Zeit dürfen approbierte Absolvent*innen unter Supervision einer Fachpsychotherapeut*in bereits behandeln. Die Weiterbildung umfasst diesen praktischen, aber auch einen theoretischen Teil. Erst nach Abschluss der Weiterbildung erfolgt die Eintragung ins Arztregister, was die Voraussetzung für die Abrechnung der Leistungen bei Krankenkassen ist.
Das Gesetz wurde im Herbst 2019 unter dem damaligen Gesundheitsminister Jens Spahn mit einer 12-jährigen Übergangsfrist beschlossen und gilt seit dem 1. September 2020. Im Jahr 2026 befindet sich die Reform damit mitten in der Umsetzungsphase. Die Reform war intendiert, um den Status der Psychotherapeut*innen und die Patient*innenversorgung zu verbessern.
Die Reform selbst war 2020 längst überfällig, erklärt Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier. Sie ist Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Greifswald, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs), Mitglied im Wissenschaftsrat sowie Initiatorin und Vize-Präsidentin des Vereins Gemeinsam für psychische Gesundheit e.V.. Zudem betont sie, dass die Reform nicht zu Ende gedacht wurde. Schon damals sei absehbar gewesen, dass die Finanzierung der Weiterbildung nicht ausreichend geklärt sei.
Sie spricht von einem ›Dreiklang der Krisen‹. Zunächst eröffnet die Reform selbst eine große Finanzlücke. Die approbierten Psychotherapeut*innen in Weiterbildung müssen nun nach Tarifvertrag bezahlt werden – ein wichtiger Fortschritt, denn die frühere Ausbildung sei für viele mit erheblichen finanziellen Belastungen verbunden gewesen. Viele Absolvent*innen mussten sich die Ausbildungszeit selbst finanzierenund sich verschulden. Gleichzeitig führt die tarifliche Vergütung zu deutlich höheren Kosten für Weiterbildungseinrichtungen.
Da sich diese Kosten nicht allein über die Einnahmen aus der ambulanten Patient*innenversorgung decken lassen, entstehen bislang bundesweit zu wenige Weiterbildungsstellen. Auch an der Universität Greifswald gibt es bislang keine Weiterbildungsstelle.
Die zweite Ebene ist die Kürzung der Honorare für Psychotherapeut*innen, die durch den Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) zum 1. April 2026 beschlossen wurde. Das geschah auf Grundlage des Sozialgesetzbuchs, welches die jährliche Bewertung psychotherapeutischer Vergütungen durch einen Bewertungsausschuss festlegt. Dieser entschied, die Honorare um 4,5 Prozent zu kürzen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung legte dagegen Klage ein und beantragte dazu einen Eilrechtsschutz, der am 9. Juli gewährt wurde. Dadurch kann die Kürzung der Honorare nicht in Kraft treten, bis das Gericht rechtskräftig über die Klage entschieden hat.
Die dritte Schwierigkeit kam Anfang Juli mit dem Beschluss des ›GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes‹, welches eine Reaktion auf die Erhöhungen der Abgaben an die gesetzlichen Krankenkassen durch Versicherte in den letzten Jahren darstellte. Um die Versicherten nicht mit weiter steigenden Beiträgen zu belasten, schlug die Ex-Bundesgesundheitsministerin Nina Warken vor, die Beiträge zu stabilisieren, indem unter anderem kassenärztliche Leistungen budgetiert werden. Hiervon sind nun auch die psychotherapeutischen Kassenleistungen betroffen, was die Stellung der Vergütung weiter schwächt.
Dennoch gibt es auch hier Bewegung. Mit dem Beschluss des Gesetzes am 10. Juli 2026 verabschiedete der Bundestag zugleich einen von den Fraktionen von CDU/CSU und SPD eingebrachten Entschließungsantrag. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, zeitnah gesetzliche Regelungen vorzulegen, die die Fortführung bereits begonnener Psychotherapien sicherstellen, die Durchführung psychotherapeutischer Sprechstunden bei dringendem Behandlungsbedarf weiterentwickeln und offene Fragen bei der Umsetzung des Gesetzes klären. Der Entschließungsantrag greift damit zentrale Anliegen auf, die von der Profession im Gesetzgebungsverfahren wiederholt eingebracht wurden.
Prof. Brakemeier blickt den kommenden Monaten mit vorsichtigem Optimismus entgegen. Gemeinsam mit den psychologischen Fachgesellschaften, Berufsverbänden, den Studierendenvertretungen und Psychotherapeutenkammern möchte sie sich als Präsidentin der DGPs dafür einsetzen, dass die angekündigten gesetzlichen Nachbesserungen zügig umgesetzt und die offenen Fragen im Dialog mit der Politik konstruktiv gelöst werden. Gerade in dieser sensiblen Situation sei eine enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Profession, Studierenden und Politik entscheidend: »Das ist für uns jetzt eine wichtige Chance. Wenn nicht jetzt – wann dann?«
Durch die studentische Brille
Trotz dieser aufmunternden Worte herrscht Anspannung unter Studierenden. Eine dieser Studierenden ist Miriam Reimers. Sie studiert Psychologie an der Universität Greifswald und befindet sich am Ende ihres Bachelors.
Sie erzählt, der Druck sei nicht nur mit Blick auf die Weiterbildungsplätze gestiegen. Der neue Masterstudiengang ›Klinische Psychologie und Psychotherapie‹, der im Rahmen der reformierten Struktur entstanden ist, sei einerseits eine tolle Möglichkeit der Spezialisierung, bilde aber andererseits eine extreme Zuspitzung unter Studierenden. Der Notendruck sei für viele gestiegen, weil der hohe NC in vielen Städten den Zugang zum Master erschwere und der Weg in die psychologische Psychotherapie dadurch bereits vor der Weiterbildungszeit enden könne.
»Psychologie-Studierende kämpfen viel und sie kämpfen auch schon lange«
Miriam Reimers betont außerdem, dass ihr nicht nur die Unsicherheit bezüglich der Finanzierung Kopfschmerzen bereitet. Natürlich gäbe es auch die Möglichkeit, als Psycholog*in zu arbeiten, ohne Fachpsychotherapeut*in zu sein. Aber darum gehe es nicht nur:
»Wir wollen ja auch dieses fachliche Wissen, wir wollen ja auch die Weiterbildung, weil wir noch tiefer wollen und noch mehr erfahren wollen über das, wofür wir brennen. Wir dürfen uns dann ja auch in einem Verfahren unserer Wahl spezialisieren. Und das ist für viele extrem interessant, nachdem sie fünf Jahre lang schon sehr viel Theorie darüber gesammelt haben, dann endlich in die Praxis starten zu dürfen.«
Auf die Frage, was sie sich von der Politik wünscht, erwidert sie:
»Ich wünsche mir, dass die Politik hinschaut, unsere Probleme anerkennt und sich die Politiker*innen langfristig, nicht nur kurzfristig durch eine Reform, die nicht zu Ende gedacht wurde, für uns einsetzen und uns die Finanzierungslücke schließen. Und dass sie uns ein Stück weit die Anerkennung schenken, dass Psychotherapeut*innen einen extrem wichtigen Job leisten, der Menschenleben rettet.«
Sie nimmt ihr Schicksal nicht einfach hin. Die Greifswalder Demonstration im Juni hat sie mit organisiert. Dass sich inzwischen erste positive Entwicklungen abzeichnen, führt Prof. Brakemeier auch auf die zahlreichen Demonstrationen und weiteren Aktionen der vergangenen Monate zurück. Besonders wichtig sei dabei das Engagement der Studierenden gewesen. Die Beteiligten der Demonstration unterschrieben außerdem Postkarten mit Wünschen und Forderungen an Politiker*innen. Die Resonanz bisher sei ermutigend gewesen.
Auch Patient*innen sind betroffen
Natürlich haben die Kürzungen auch Effekte auf Patient*innen. Die Verunsicherung ist groß, erzählt Prof. Brakemeier. Es habe bereits erste Nachfragen gegeben, ob die Therapie weiter angeboten werden kann. Hier nimmt die Professorin auch ihre Fachkolleg*innen in die Pflicht, die Situation differenziert einzuordnen. Wer von einem ›Todesstoß für die Psychotherapie‹ spreche, verunsichere Patient*innen ebenso wie Studierende – ohne zur Lösung der bestehenden Probleme beizutragen. Die geplanten Regelungen stellten die ambulante psychotherapeutische Versorgung vor erhebliche betriebswirtschaftliche Herausforderungen. Gleichzeitig sieht Prof. Brakemeier die Gefahr, dass sich soziale Ungleichheiten weiter verschärfen könnten. Wenn wirtschaftlicher Druck zunimmt, könnten Privatpatient*innen oder Selbstzahlende bevorzugt werden, da ihre Behandlung nicht von den Honoraren der gesetzlichen Krankenversicherung abhängt.
»Das halte ich für hochproblematisch. Ob ein Mensch eine notwendige Psychotherapie erhält, darf keine Frage des Geldbeutels sein. Gerade Menschen in sozioökonomisch belastenden Lebenslagen tragen ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen und für ungünstigere Krankheitsverläufe. Wenn ausgerechnet für sie der Zugang zu einer evidenzbasierten Behandlung erschwert wird, verstärken wir bestehende gesundheitliche Ungleichheiten, statt sie abzubauen.«
Neben der finanziellen Komponente sieht Prof. Brakemeier auch eine gesellschaftspolitische Dimension.
»Unbehandelte psychische Erkrankungen können dazu beitragen, dass sich Menschen zurückziehen, soziale Kontakte verlieren und Einsamkeit zunimmt. Gerade Gefühle des Ausgeschlossenseins und der Perspektivlosigkeit können Menschen anfälliger für vereinfachende Weltbilder und extremistische Ansprachen machen. Antidemokratische und extremistische Akteur*innen können solche Erfahrungen gezielt aufgreifen, indem sie einfache Erklärungen, vermeintlich klare Feindbilder und vor allem Zugehörigkeit anbieten. Psychische Gesundheit ist deshalb nicht nur eine individuelle Ressource, sondern auch eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und Zusammenhalt.«
Eine verlässliche psychotherapeutische Versorgung sei daher nicht nur gesundheitspolitisch, sondern auch gesellschaftspolitisch von Bedeutung.
Die Verunsicherung bei Patient*innen und Studierenden ist groß. Prof. Brakemeier rät insbesondere Studierenden, sich von den aktuellen Entwicklungen nicht entmutigen zu lassen. Wichtig sei nun: »gut informieren und sich jetzt nicht von dem Weg durch diese aktuellen Entwicklungen abbringen lassen. Wenn Sie Psychotherapeut*in werden möchten, dann verfolgen Sie diesen Weg weiter.«
Realistisch betrachtet komme man um Sparmaßnahmen und ihre Auswirkungen nicht herum. Das gehöre zur politischen Aufgabe des Staatshaushaltens. Wichtig sei jedoch, mit Weitblick zu sparen.
»Wenn man bei der Psychotherapie spart, zeigen viele Studien, dass das langfristig höhere Kosten verursacht. Ein in Psychotherapie investierter Euro zahlt sich zwei bis drei Mal aus. Werden Menschen nicht frühzeitig ambulant behandelt, steigt das Risiko schwererer Krankheitsverläufe und damit auch deutlich kostenintensiverer stationärer Behandlungen.«
Hinzu kämen die erheblichen volkswirtschaftlichen Folgen psychischer Erkrankungen, etwa durch Arbeitsunfähigkeit, Frühverrentung oder verminderte Erwerbsfähigkeit. Eine gut ausgebaute psychotherapeutische Versorgung sei deshalb nicht nur gesundheitspolitisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch eine nachhaltige Investition.
Für Prof. Brakemeier bedeutet die aktuelle Situation vor allem eines: aktiv zu bleiben, miteinander im Gespräch zu bleiben und sich gemeinsam für gute Lösungen einzusetzen.
»Jetzt ist nicht die Zeit, den Mut zu verlieren. Es ist die Zeit, sich einzubringen, miteinander im Gespräch zu bleiben und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.«
Als Professorin der Universität Greifswald und Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie setzt sie dabei insbesondere auf Dialog, Vernetzung und den Austausch mit Politik, Profession und Studierenden. »Brücken bauen und Netzwerke stärken – gerade auch im Austausch mit der Politik – ist jetzt wichtiger denn je.«
von webmoritz. | 19.07.2026
So langsam wird es dunkel über der Burg Klempenow. Doch der Spaß fängt gerade erst an! Lasst eurer Kreativität und Handwerkskunst im Rahmen eines Töpferkurses freien Lauf. Ganz nach dem Motto: „(Aus-)probieren geht über studieren!“.
Töpferangebot
Der Kurs findet in entspannter Atmosphäre auf dem Burghof statt und es werden euch sowohl Modellierwerkzeuge als auch Anleitungen und Tipps an die Hand gegeben.
Für 5€ könnt ihr eure Kreation direkt im Anschluss mit nach Hause nehmen. Wenn ihr euer Kunstwerk gebrannt haben wollt, damit es etwas länger hält, könnt ihr dies für weitere 6€ „dazubuchen“ und es nach 2-3 Wochen abgeholen und zu Hause dekorieren. Zudem gibt es die Möglichkeit die Töpferware mit Keramikfarben zu bemalen und transparent glasiert zu bekommen. Für weitere 7€ könnt ihr dann sowohl Tassen als auch Schalen nach circa 4 Wochen fertig abholen.
Historie der Burg Klempenow
Die erste urkundliche Erwähnung als landesherrliche Burg pommerscher Herzöge geht bereits auf das Jahr 1231 zurück. Nachdem die Burg Klempenow 1631 durch die Schweden erobert wurde, erhielt Dodo von Knyphausen, ein bedeutender Feldherr der protestantischen Konfliktpartei im Dreißigjährigen Krieg, vom schwedischen König Gustav Adolf IV. Klempenow als Pfandlehen. Etwa 90 Jahr später wurde Klempenow Preußisch Königliches Amt und Domäne. Nach einigen weiteren Halter- und Nutzungswechseln der Burg, gründete sich 1991 die Bürgerinitiative Kultur-Transit-96 e.V., deren Aufgabe es bis heute ist, den Verfall der Burg zu stoppen und Instandsetzungsarbeiten durchzuführen. Durch ihr Engagement kann die Burg bereits seit 1998 besichtigt werden. Ebenso sind eine Galerie und ein Café für Besucher zugänglich.
Im Web Weekly stellen wir euch jede Woche ein neues Kultur-Ereignis in Greifswald und Umgebung vor.
Wir wünschen viel Spaß bei allen Veranstaltungen! (Text & Design: David Langner)
von webmoritz. | 12.07.2026
Das Fischerfest Gaffelrigg ist eines der absoluten Highlights in jedem Jahr. Es gehört zu den größten Veranstaltungen in Vorpommern und lockt sowohl große als auch kleine Gäste mit tollem Programm in das gediegene Wieck. Erlebt vom 17. – 19. Juli ein vollgepacktes Programm mit sportlichen Highlights, Spaß und Musik!
Bildnachweis: Franziska Vopel
Tickets
Das gesamte Event ist grundsätzlich öffentlich und ohne Tickets zugänglich. Es gibt jedoch die Möglichkeit eine einzigartige Segelerfahrung bei einer Ausfahrt auf der „Vorpommern“ mitzumachen. Die „Vorpommern“ ist ein traditioneller Segelschoner aus Greifswald. An Bord können seemännisches Handwerk und maritime Romantik erlebt werden und wer möchte, kann sogar selbst mit anpacken.
Den Link zu den Tickets findet ihr hier:
Ausfahrt „Vorpommern“ – Fischerfest
(c) Bild: Sozialwerk Vorpommern e.V.
Programm
Das Fischerfest Gaffelrigg erstreckt sich insgesamt über drei Tage und drei Nächte. Es begeistert mit einem vielfältigen Programm bei dem für jeden etwas dabei ist. Auf gleich drei Bühnen erwartet die Gäste ein vielfältiges musikalisches Programm. Zudem ist in den kleinen Fischerdorf Wieck ein bunter Jahrmarkt mit einem Riesenrad aufgebaut, auf dem auch für das leiblich Wohl mit einigen regionalen Köstlichkeiten gesorgt ist. Einer der Höhepunkte und auch Namensgeber des Fischerfests dürfte allerdings die Gaffelrigg sein. Liebhabende von Traditionsschiffen können sich auf rund 40 Museumsschiffe und moderne Yachten freuen, welche am Samstag die Wiecker Brücke durchlaufen. Auch Sportbegeisterte kommen an dem Wochenende auf ihre Kosten. Von den Weltmeisterschaft im Ryckhangeln, über die Regatta der ZK10-Kutter bis hin zum Kanu-Polo ist für jeden etwas dabei.
Den Link zum vollständigen Programm findet ihr hier:
Programmheft Fischerfest 2026
Im Web Weekly stellen wir euch jede Woche ein neues Kultur-Ereignis in Greifswald und Umgebung vor.
Wir wünschen viel Spaß bei allen Veranstaltungen! (Text & Design: David Langner)
von Allan Kant | 04.07.2026
Am 21. Februar 1944 wurde der katholische Greifswalder Priester Doktor Alfons Maria Wachsmann von den Nationalsozialisten in Brandenburg an der Havel ermordet. Er hatte den Nationalsozialismus von Beginn an öffentlich kritisiert und diese Position als Hochschulseelsorger auch regelmäßig den Studierenden erläutert. Hintergründe über das Leben und Denken des Widerstandskämpfers und katholischen Märtyrers liefert dieser Artikel.
Kindheit, Jugend und 1. Weltkrieg
Wachsmann wurde 1896 in Berlin geboren, wuchs aber nach dem Tod seines Vaters 1887 unter wirtschaftlich bescheidenen Verhältnissen in Schlesien auf. Nur durch die Unterstützung seines lokalen Pfarrers war es ihm möglich, eine höhere schulische Bildung zu erlangen und 1914 das Abitur zu absolvieren. Er nahm 1914 zunächst als Kriegsfreiwilliger am Ersten Weltkrieg teil. 1915 wurde er wegen einer Fußverletzung aus dem Kriegsdienst entlassen. 1916 zog man ihn jedoch dennoch wieder ein und er musste trotz Fieberanfällen, hervorgerufen durch eine Malaria-Erkrankung, bis 1919 Soldat bleiben. Durch seine traumatischen Erfahrungen im Kriegsdienst wurde er zum Pazifisten und trat im Jahr seiner Entlassung aus dem Militärdienst dem Friedensbund Deutscher Katholiken bei, der sich seit 1917 für ein Ende des Ersten Weltkriegs und nach dem Kriegsende 1918 für eine dauerhafte Friedensordnung einsetzte.
Beruflicher Werdegang
Wachsmanns Theologiestudium endete 1921 mit seiner Priesterweihe. Danach wirkte er in Görlitz und Berlin, bevor er 1929 als Pfarrer nach Greifswald zog. In dieser Funktion war er auch als Studierendenseelsorger tätig. Die bis heute bestehende Katholische Studierendengemeinde entstand in dieser Zeit. Bei regelmäßigen, etwa 14-tägigen Treffen, hielt der intellektuell gebildete Wachsmann Vorträge zu verschiedenen religiösen Themen. Neben seiner Tätigkeit als Pfarrer, begann er an der Philosophischen Fakultät zu promovieren. Abschließen konnte er sein Promotionsstudium 1934. Im Zuge dessen wurde sein Pfarrhaus zu einem intellektuellen Gesprächspunkt für Akademiker*innen verschiedener Disziplinen und Religionen. Gerade vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus, stand er dem Protestantismus für seine Zeit ungewöhnlich offen gegenüber. Die hasserfüllte Botschaft des Nationalsozialismus war für ihn der große Feind des Katholizismus, nicht die anderen christlichen Konfessionen.
Friedlicher Widerstand im Nationalsozialismus
Seine Ablehnung des Nationalsozialismus zeigte Wachsmann auch nach der Machtübernahme offen durch Kleinigkeiten. So begrüßte er beispielsweise mit „Grüß Gott“ oder „Guten Tag“ anstelle von „Heil Hitler“ oder gab bei Spendensammlungen der NSDAP nichts und erklärte bereits für die Caritas, ein katholisches soziales Hilfswerk, gespendet zu haben. Zudem verspottete er das Regime in persönlichen Gesprächen mit Witzen. Des Weiteren argumentierte er offensiv gegen die nationalsozialistische Ideologie und die staatlichen Restriktionen gegenüber der katholischen Kirche. Bei seinen regelmäßigen Vorträgen und Diskussionsrunden mit Studierenden und Akademiker*innen animierte er sein Publikum subtil dazu, die nationalsozialistische Ideologie zu hinterfragen. Noch etwas deutlicher tat er dies in persönlichen Gesprächen. Um sich unabhängig informieren zu können, las er eine vatikanische Tageszeitung und hörte verbotenerweise ausländische Radiosender. Auffallend ist hierbei, dass er dies im Gegensatz zu vielen anderen bei offenen Fenstern in starker Lautstärke tat, sodass es allgemein bekannt war. Überlieferte Aussagen von ihm hierüber lassen darauf schließen, dass er die Gefahr, in die er sich hierdurch begab, nicht wirklich wahr- oder ernst nahm.
Politisch motivierte Verfolgung
Aufgrund seiner regimekritischen Positionen wurde Wachsmann von den Nazis schon früh bespitzelt. Ab 1934 kontrollierte die NSAP seine Predigten, etwas später auch sein Telefon. Aufgrund seiner kritischen politischen Einstellung wurden ihm zudem mehrfach Auslandsaufenthalte verweigert. Am 23. Juni 1943 wurde er von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) verhaftet. Bereits im Februar 1943 waren mehrere regimekritische katholische Priester aus Pommern und einer aus Parchim verhaftet und zum Teil hingerichtet worden. Diese wurden zuvor durch einen Spitzel in den katholischen Kirchengemeinden Stettins belastet. Die Haftbedingungen waren hart. Er musste die meiste Zeit in Einzelhaft verbringen und regelmäßig körperliche Arbeit verrichten. Eine Linderung war es, dass ihm zumindest eingeschränkt das Lesen der Bibel sowie theologischer und geschichtswissenschaftlicher Bücher erlaubt wurde. Gleiches galt für das Schreiben und Lesen von Briefen, Besuche und kurze Spaziergänge. All das war allerdings ebenfalls nur restringiert und zweitweise gar nicht möglich. Am 03. Dezember 1943 wurde Wachsmann nach mehreren Prozessterminen, die keinen fairen rechtsstaatlichen Standards entsprachen, vom „Volksgerichtshof“ wegen „Wehrkraftszersetzung“, also kritischen Äußerungen zur deutschen Armee, und „Defätismus“, also der (militärtaktisch offensichtlichen, aus Sicht der Nazis illegitimen) Erklärung, der Zweite Weltkrieg sei für Deutschland nicht mehr zu gewinnen, zum Tode verurteilt. Als besonders schwerwiegend galt, dass er auch andere Personen mit diesen Haltungen geprägt habe. Die Hinrichtung mittels Guillotine erfolgte am 21. Februar 1944. In der Haftzeit zwischen Verurteilung und Hinrichtung war Wachsmann nahezu konstant an Händen und Füßen gefesselt. Auch brannte nachts eine Lampe an seinem Bett und erschwerte sein Schlafen. Besuche waren jedoch weiterhin eingeschränkt möglich.
Beisetzungen
Kurz nach der Hinrichtung wurde Wachsmann in sehr stiller Weise in Brandenburg bestattet. Die Information, dass er gestorben war, konnte nur verklausuliert und ohne Kritik weitererzählt werden, um keine weiteren Ermittlungen der Gestapo zu provozieren. Nach dem Ende des Nationalsozialismus wurde Wachsmanns Leichnam noch zwei Mal feierlich umgebettet: zunächst auf den Alten Friedhof und später neben die katholische Kirche in Greifswald. Dort liegt er noch heute begraben.
Bedeutung für die Gegenwart
Wachsmann war ein Mensch, der sich in einem menschenfeindlichen Systems seine Menschlichkeit und seine Überzeugungen bewahrt hat. Dies tat er vielfach durch Kleinigkeiten. Dass das bereits ausgereicht hat, um getötet zu werden, zeigt die Brutalität des Nationalsozialismus deutlich. Zugleich kann sein Beispiel aber auch als Vorbild dienen, sich autoritären und extremistischen Bewegungen nicht zu beugen, sondern sich mutig in alltäglichen Handlungen dagegen zu stellen, so wie er es getan hat.
Bibliographie: Herberhold, Franz: A. M. Wachsmann. Ein Opfer des Faschismus, Leipzig 1963.
von Meryem Kocabas | 30.06.2026
Sie sind in fast jeder deutschen Stadt zu finden und genießen
einen durchwachsenen Ruf. Plattenbauten und ihre Stellung
in Gesellschaft, Kunst und Geschichte unter der Lupe.
Jeder hat beim Wort Plattenbau ein Bild vor Augen. Irgendwo zwischen grauen Betonwiesen, Armut, Ostdeutschland und Ästhetik, versteckt sich eine Geschichte, die uns viel über Nachkriegsdeutschland erzählt. Ost wie West. Das Wort ›Plattenbau‹, bezeichnet umgangssprachlich aus Betonfertigteilen hergestellte Massenwohnkomplexe. Der Begriff ist selbst nicht unumstritten. Manche Stimmen aus Ostdeutschland plädieren aufgrund der negativen Konnotation für die Bezeichnung Neubau. Das Wort ›Platte‹ bezieht sich hier auf die fertigen Wand- und Deckenplatten, die auf Baustellen montiert werden können. Das damals neue und innovative Verfahren wurde vor allem in der DDR und anderen Ländern Osteuropas als Zeugnis einer positiven Zeitenwende gelobt. Im Westen gewann sie auch stetig an Bedeutung, wenngleich mit anderer Konnotation. Heutzutage werden Plattenbausiedlungen oft mit negativen Schlagzeilen assoziiert. Wie es dazu kam, dass die Platte heutzutage einen so schlechten Ruf bedient und was sie heute noch so relevant macht, bedarf einem Blick in die Vergangenheit.
Westdeutschland befand sich am Ende des Zweiten Weltkrieges in einer ebenso prekären Wohnlage wie die DDR. Die Bevölkerung wuchs rapide an und der Wohnraum fehlte. Auch viele westdeutsche Innenstädte wie beispielsweise jene in Köln wurden zerstört. Was zum Bevölkerungswachstum des Westens ebenfalls stark beitrug, waren die Wellen an Gastarbeiter*innen in den 70er Jahren, die die Demographie von Industrieorten wie dem Ruhrgebiet stark prägten. So wurden die meisten westdeutschen Plattenbauten weniger nach dem sozialistischen Ideal vom gemeinschaftlichen Wohnen gebaut, sondern als soziale Wohnprojekte für diejenigen, die im Zentrum der Stadt keinen Platz fanden. Später nannten gewisse Expert*innen westdeutsche Plattenbauten »Enklaven sozial Benachteiligter«. Besonders bekannte Beispiele sind das Märkische Viertel oder die Gropiusstadt in West-Berlin. Heute sind sie oft Schauplätze von Berichten über Gewalt und vermeintlich gescheiterter Integration.
Plattenbauviertel haben einen schlechten Ruf als angebliche ›Problemviertel‹, erleben eine starke Abwanderung und haben so mit hohen Leerstandsquoten zu kämpfen. Den schlechten Ruf haben Platten in Ost und West gemeinsam. Doch wie viel ist an den Aussagen und Überschriften tatsächlich dran? Die Berichte in Foren oder Videobeiträgen gehen auseinander, einige loben die Gemeinschaft unter Nachbar*innen – es herrscht eine unausgesprochene Verbundenheit gegen alle, die auf das Viertel herabschauen. Andere Stimmen bemängeln die sanierungsbedürftigen Gebäude, fühlen sich im Stich gelassen und wollen wegziehen. Ohne Kontext könnte es in den Berichten um Neuköllns ›Weiße Siedlung‹, oder Hohenschönhausen gehen.
Das Greifswalder ›Problemviertel‹
Greifswald ist von der größeren Debatte auch nicht ausgeschlossen. Das Plattenbauviertel Schönwalde fällt immer wieder in örtlichen Nachrichten mit negativen Schlagzeilen auf. Auch unter Studierenden kann der Ton gegenüber dem Wohnviertel verächtlich sein. Das Viertel am Rande der Stadt ist für manche fern vom romantisierten Bild der Hansestadt. Schönwalde und seine Geschichte sind ein Paradebeispiel für die Geschichte des deutschen Plattenbaus. Im Stadtteil wurden in den 1970er Jahren viele Plattenbauten errichtet, hauptsächlich für Arbeiter*innen und Angestellte der Großbetriebe wie im Kernkraftwerk Lubmin. Mit der Zeit wurden die Blöcke saniert und das Viertel mit Grünanlagen aufgewertet. So weit so Plattenbau. Trotzdem kommt man nicht um die negative Konnotation herum. Es lohnt sich, Schönwalde exemplarisch zu betrachten, um zu analysieren, wie viele Vorurteile über das vermeintliche Problemviertel wahr sind.
Um die Voreingenommenheit gegenüber dem Viertel zu verstehen, muss man sich vor Augen führen, mit welchen Anekdoten die Siedlung assoziiert wird. Die Berichterstattung der Ostsee-Zeitung verweist in mehreren Artikeln auf Gewalt, Vandalismus und Alkoholmissbrauch. Schönwalde wird als Brennpunkt dargestellt, in dem regelmäßig Einsätze stattfinden. Der NDR berichtet von der Perspektivlosigkeit junger Leute vermerkt mit Migrationshintergrund. Ein Bild, wie es auch in anderen Plattenbausiedlungen bekannt ist. Der Darstellung entgegen wirkt ein Forschungsbericht aus dem Jahre 2016 der Universität Greifswald. Dieser setzt sich mit Kriminalität und ihrer Wahrnehmung in verschiedenen Stadtteilen auseinander. Die Idee der Kriminalitätsfurcht wird vorgestellt, also die Angst eine Straftat mitzubekommen oder selbst Opfer zu werden. Diese soll in den Randvierteln Schönwalde I und II besonders hoch sein. Dabei liegen beide Stadtteile bei ihrer Kriminalitätsstatistik noch unter der Innenstadt. Vor allem Schönwalde II wird immer wieder als Gebiet mit Handlungsbedarf erwähnt. Die Probleme, so die Studie, wären aber auch teils dem Ruf zuzuschreiben. Was diesem Ruf nicht hilft, ist die schlechte Anbindung in Greifswald. Der selten fahrende öffentliche Verkehr macht es einfach, das Stadtviertel zu meiden. Infrastrukturelle Isolation ist ein Muster, das sich durch viele Plattenbausiedlungen und ärmere Viertel zieht. Das führt unter anderem dazu, dass sich eine Stadt in ihrer Demographie immer mehr aufteilt. Der Austausch zwischen der bürgerlichen Mitte und Arbeiter*innen schwindet und das Plattenbauviertel hat unter Studierenden ein niederes Ansehen.
Der Plattenbau hat auch in der Popkultur seinen Platz eingenommen. Er wird als eine Säule des Deutschraps beschrieben, Filme wie Sonne und Beton oder Goodbye Lenin sowie die Geschichten von Christiane F. und Co. festigen dieses Bild. Auch das Internet hat sein ästhetisches Auge auf die brutalistische Architektur am Rand vieler Städte geworfen. So findet man unter Suchwörtern wie ›Plattenbauromantik‹ unzählige Videos und Bilder, die versuchen, eine Faszination für die Gebäude darzustellen. Inwieweit diese ein Produkt von ›Problemvierteltourismus‹ sind, ist nicht immer erkennbar. Der Plattenbau ist vielleicht wieder cool geworden. Und handelt es sich nicht jetzt um die perfekte Zeit für die große Plattenbau-Renaissance? Der Wohnungsmarkt in Deutschland ist in Groß- und Universitätsstädten besonders angespannt, da Material teuer und nur limitiert verfügbar ist. Man könnte fast denken, die Umstände, die den Plattenbau vor über 70 Jahren so attraktiv gemacht haben, sind heute immer noch da. Platten zu bauen, gehört mit zu den effizientesten und schnellsten Baumethoden und ein bisschen mehr Gemeinschaft würde uns doch guttun, oder?
So einfach ist das leider nicht. Laut einer Studie des WWF ist der für die Betonherstellung benötigte Zement für acht Prozent der globalen Treibhausemissionen verantwortlich, was die große Produktion von Platten zumindest nachhaltig fragwürdig macht. Nicht zu vergessen sind die Gründe, warum so viele Plattenbauviertel, Ost wie West, heute von Armut und vermeintlicher Kriminalität gebrandmarkt sind. Billig bauen ohne Geld und Pläne für Sanierungen. Marginalisierte Gruppen an den Rand der Stadt vertreiben ohne ausreichend Infrastruktur. Wer verspricht, dass sich die Geschichte nicht wiederholt? Der Plattenbau gehört nicht verteufelt, sein historischer Hintergrund wahrgenommen, aber auch nicht romantisiert. Ob in Kunst oder Politik, heute über die Platte zu reden, wirft immer Themen von Armut, Ungleichheit und der Kluft zwischen Ost und West in den Raum. Diskussionen, die seit Jahrzehnten gehalten werden und so zeitlos sind wie die eindrucksvollen Betonriesen selbst.
Fotos: Jakub Weiner & Namid Joschko
von webmoritz. | 28.06.2026
Zwischen alten Mauern und neuen Klängen: Die Eldenaer Jazz Evenings am 03. und 04. Juli verbinden Geschichte mit moderner Musik. Wenn die ersten Jazzklänge durch die alten Ruinen ziehen, dann entsteht eine ganz einzigartige Atmosphäre. Die Jazz Evenings gehören seit vielen Jahren zu einem besonderen Kulturereignis in Greifswald und locken immer wieder Jazzfans von nah und fern an.
Kurz & knapp
Datum:
03. und 04. Juli 2026
Tickets und Uhrzeit:
Einlass und Abendkasse ist jeweils um 18:15Uhr. Beginn ist jeweils um 19Uhr.
Ort:
Klosterruine Eldena; Wolgaster Landstraße 41, 17493 Greifswald
Veranstalter:
Amt für Bildung, Kultur und Sport (Greifswald) in Kooperation mit dem Kunstverein art SIEBEN Greifswald/Vorpommern e. V.
Medienpartner: NDR Kultur
Weitere Informationen und Tickets findet ihr hier: www.eldenaer-jazz-evenings.de
Ein Festival mit Geschichte
Die Geschichte des Festivals beginnt im Jahr 1981. Gegründet wurde das Festival von Studierenden der Universität Greifswald, welche die Jazzmusik auch in der damaligen DDR sichtbarer machen wollten. Schon die erste Ausgabe bestach durch die Verbindung aus musikalischen und gesellschaftlichen Hintergründen. Musiker aus Ost und West trafen aufeinander und machten das Festival zu einem besonderen Ort des Austausches. Genau wie in diesem Jahr erneut, verwandeln die Eldenaer Jazz Evenings seit über vier Jahrzehnten die ehrwürdige Klosterruine Eldena in einen der stimmungsvollsten Jazzspielorte Deutschlands.
Jazzprogramm in einzigartiger Kulisse
Die Besonderheit des Festivals entsteht aus der Verbindung aus Musik und Ort. Die historische Klosterruine bildet eine einzigartige Bühne, die den Konzerten eine besondere Stimmung verleiht. Zwischen den Backsteinmauern treffen internationale Künstler*innen, bekannte Größen der Jazzszene und neue Talente aufeinander. Dabei ist die Atmosphäre mindestens genauso wichtig wie die Konzerte und deren Erleben.
Auch in diesem Jahr erwartet euch wieder ein abwechslungsreiches Programm. An zwei Konzertabendenden könnt ihr zahlreiche Acts bestaunen. Ein Highlight ist dabei der Auftritt der NDR Bigband gemeinsam mit dem Trompeter und Komponisten Frederik Köster.
Hier ist eine Programmübersicht:
Programm am Freitag (03. Juli):
Björn Lücker Berlin Ensemble, NuHussel Orchestra, Julian Maier-Hauff
Programm am Samstag (04. Juli):
Soundrise Quartet, SirBradley, Frederik Köster & NDR Bigband
Im Web Weekly stellen wir euch jede Woche ein neues Kultur-Ereignis in Greifswald und Umgebung vor.
Wir wünschen viel Spaß bei allen Veranstaltungen! (Text: Melanie Ehrhardt; Design: David Langner)