von Kerstin Zuber | 08.07.2008
Greifswalder Studenten haben mit mühseligen Recherchen das geschafft, was Nationalsozialisten während des Dritten Reiches eigentlich verhindern wollten: sie schaffen Erinnerung an Verfolgte und Ermordete.
Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden auch in Greifswald Bürgerinnen und Bürger verfolgt, verschleppt und ermordet. Dabei wurde nicht nur die rein physische Existenz der Betroffenen ausgelöscht, sondern es wurden auch amtliche Hinweise, etwa Geburtsurkunden und Grundbucheinträge, vernichtet. Greifswalder Studenten haben einige dieser Schicksale nachrecherchiert und zum Gedenken 11 Stolpersteine (siehe Bild) hergestellt, die in ganz Greifswald verlegt werden sollen (Webmoritz berichtete).
Neben vielen privaten Spendern unterstützt nun auch das Studierendenparlament (StuPa) unserer Universität dieses Projekt. 650 € sollen zwei weitere Stolpersteine sowie die Organisation von Lesungen im Rahmen dieses Projektes ermöglichen.
Info: Bereits heute, am 9. Juli 2008, findet eine Lesung im Hörsaal des heutigen Pharmakologischen Instituts in der Friedrich-Löffler-Straße 23d statt. Beginn ist um 18.15 Uhr, der Eintritt ist frei.
Morgen, am 10. Juli 2008, werden dann die ersten Stolpersteine verlegt. Den Zeitplan der Stolpersteiverlegung findet Ihr hier.
von Christin Brennenstuhl | 07.07.2008
Am 8.Juli um 20Uhr findet die öffentliche Sitzung des Studierendenparlamentes (StuPa) im Konferenzsaal des Universitätshauptgebäudes statt.
Die Tagesordnungspunkte sind unter anderem die Besetzung der offenen Stellen der AStA-Referate und der moritz-Geschäftsführung, sowie der Internetauftritt der Fachschaften.
Die Studierenden sind herzlich eingeladen.
von Archiv | 07.07.2008
Patrick Leithold entwickelt sich langsam zum Dauerbrenner, wenn das Studentenparlament (StuPa) zur Wahl aufruft. Im letzten Jahr versuchte er zweimal erfolglos, Finanzreferent des Allgemeinen Studentenausschusses (AStA) zu werden. Damals sah er persönliche Probleme mit alten AStA-Mitgliedern als Grund für seine Niederlage. Zuvor war der Theologiestudent nämlich als Queer-Referent für die Studenten unterwegs. Am 13. Mai stellte er sich dann für den Posten des AStA-Vorsitzenden auf. Trotz langer, intensiver Debatte: Leithold schaffte es wieder nicht. Nur zaghaft wagten sich indes auch Neulinge in das hochschulpolitische Terrain. (mehr …)
von Archiv | 07.07.2008
Während nun die Vertreter im Studentenparlament (StuPa) lustig vor sich hingammeln und dabei nach bestem Gewissen versuchen, so gut wie möglich auszusehen – was hoffnungslos ist, wenn sie es in der Legislatur noch nicht ein einziges Mal vollzählig in den Konferenzsaal geschafft haben – steht der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) vor einer ernstzunehmenden Krise. (mehr …)
von Christin Brennenstuhl | 07.07.2008
Am 20.Mai brannte ein Zimmer in einem Wohnheim der Geschwister-Scholl-Straße komplett aus. Neun Studenten waren durch das Feuer betroffen, darunter Petra*, die alles verlor – inklusive ihre Abschlussarbeit, ihrem Laptop und aller Sicherheitskopien (Bild). Die Betroffenen wandten sich mit einem Hilfegesuch an das Studierendenparlament (StuPa). Die Studenten baten um eine finanzielle Unterstützung von maximal 300 Euro pro Person.
Das Anliegen der Studenten wurde in der StuPa-Sitzung heftig diskutiert. Man war sich nicht einig, ob die Satzung eine solche Unterstützung vorsieht. Frederic Beeskow, der amtierende StuPa-Präsident, gab zu bedenken, dass die Finanzordnung keinen Zuschuss vorsieht, sondern nur ein Darlehen. Thomas Schattschneider, der AStA-Vorsitzende bemühte Gesetze und Kommentierungen, um das Gegenteil darzustellen.
In der Endabstimmung über die Hilfe für Petra* fiel der Antrag knapp zu Gunsten für die Hauptgeschädigte aus. Dabei sprachen sich 13 Mitglieder für „ja“ aus, 12 für „nein“ und eine Stimme hat sich der Entscheidung enthalten. Mit nur einer weiteren Neinstimme wäre der Hilfegesuch abgelehnt worden. Die enthaltene Stimme war somit Hauptentscheidungsträger der Abstimmung.
In der zweiten Abstimmung für die verbliebenen Nebengeschädigten entschieden sich einige StuPa-Mitglieder um. Insgesamt stimmten 13 mit ja und 13 mit nein. Damit ist der Antrag abgelehnt worden und die Nebengeschädigten erhielten keine Unterstützung.
* Name von der Redaktion geändert.