Kultur kompakt: Was geht vom 25. bis 29. Januar?

Kultur kompakt: Was geht vom 25. bis 29. Januar?

Bevor hier wieder ein Text darüber folgt, dass man ja trotz anstehender Klausuren mal ein Lernpäuschen einlegen soll: Bleibt lieber in der warmen Stube oder in der Bibliothek sitzen, haut euch die Nächte damit um die Ohren, den überlasteten Kopf mit noch mehr Lernstoff zu füttern, kurz, bereitet euch optimal auf eure Prüfungen vor. Eure Freunde werden euch dann von den schönen Veranstaltungen berichten und ihr könnt vielleicht mit grandiosen Noten glänzen. Im Folgenden nun eine Übersicht von Terminen, nach denen ihr dann in zwei, drei Wochen, wenn wieder Luft ist, fragen könnt: (mehr …)

Provinzposse entartet in Hausmeister-Kleinkrieg

Ein Beitrag von Alexander Müller und Torsten Heil

Dieser Mann hat das Anzeigen-Blatt angeblich wieder eingesammelt.

In Greifswald liefern sich eine Verlegerin und der Geschäftsführer der WVG einen erbitterten Kleinkrieg. Dabei überschreiten sie anscheinend nicht nur Grenzen des guten Geschmacks, sondern auch die Schwelle zur Kriminalität. Die Polizei ermittelt.

Als der Optiker Andreas Arnold die Türglocke seines Geschäftes hört, ahnt er noch nicht, dass dieser Moment der Auftakt zu einem neuen Kapitel einer Provinzposse der ganz besonderen Art sein wird. Durch die Tür tritt ein Mitarbeiter des Anzeigenblattes „Stadtgespräch“. Wie immer lässt er ein paar kostenlose Hefte im Laden und setzt seine Tour durch die Geschäfte der Greifswalder Innenstadt fort. Doch diesmal ist etwas anders als sonst.

Nur wenige Minuten nachdem der Verteiler den Optiker verlassen hat, läutet die Türglocke ein weiteres Mal. Ein kräftig gebauter Mann mit grünem Overall und schwarzer Weste betritt das Brillengeschäft. „Wir müssen die Ausgaben vom ‚Stadtgespräch‘ wieder mitnehmen, es hat sich dort ein Druckfehler eingeschlichen“, erklärt er dem verdutzten Andreas Arnold. Kurzerhand steckt der Unbekannte alle Hefte ein und verschwindet wieder. Wer ihn geschickt hat, sagt er nicht. Verwundert blickt ihm Andreas Arnold durch sein Schaufenster hinterher und beobachtet, wie noch zwei weitere in grün und schwarz gekleidete Männer die Nachbarläden durchstreifen, überall auf der Suche nach dem kostenlosen Anzeigenblatt. Mehrere Hundert von ihnen werden sie am Ende des Tages eingesackt haben. Bei der Truppe handelte es sich aber keinesfalls um Mitarbeiter des „Stadtgesprächs“. Vielmehr wollen Augenzeugen die Männer mit den grünen Overalls als Hausmeister der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Greifswald (WVG) erkannt haben.

„Das bedroht meine Existenz“

Der Unbekannte versteckte sich hinter einer Aktentasche.

Der Unbekannte versteckte sich hinter einer Aktentasche.

Als Grit Juhnke, Herausgeberin des Stadtgesprächs, von einer verwunderten Leserin über die seltsamen Vorgänge informiert wird, glaubt sie zunächst an einen schlechten Scherz. Von einem Druckfehler in ihrem Heft weiß sie nichts und von einer großflächigen Rückrufaktion erst recht nicht. Sofort fährt sie an den Ort des Geschehens. Noch im Auto beschleicht sie eine düstere Ahnung, wer hinter dem Diebstahl ihrer Hefte stecken könnte. In der aktuellen Ausgabe für Oktober und November befindet sich nämlich ein kritischer Beitrag über die Mieterhöhungen der WVG, illustriert mit einer martialischen Fotomontage mit dem WVG-Geschäftsführer Klaus-Peter Adomeit. Das Bild zeigt den Funktionär gefesselt in einem Schandpfahl und der öffentlichen Schmähung preisgegeben. Juhnkes Verdacht: Adomeit könnte seine Hausmeistertruppe von der WVG Diensleistungsgesellschaft (DLG) losgeschickt haben, um die Hefte mit dem unliebsamen Beitrag einzusammeln und zu vernichten. „Das bedroht meine Existenz“, so Juhnke weiter.

Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, wäre das nur der traurige Höhepunkt einer Privatfehde zwischen zwei Menschen, die jedes Maß im respektvollen Umgang miteinander verloren haben. Adomeit gegen Juhnke – dieser Konflikt schwelt schon seit langem. Bereits im März erschien in Juhnkes Anzeigenblatt ein umstrittener Beitrag über die Mehrkosten der Stadthallensanierung, an der Adomeit als Geschäftsführer der Projektgesellschaft Stadthalle (PGS) maßgeblich beteiligt war. Mithilfe seines Anwalts erwirkte der WVG-Chef wiederum eine Gegendarstellung im aktuellen „Stadtgespräch“. Außerdem ließ er alle Ausgaben aus seinen WVG-Gebäuden entfernen.

„Ich habe nichts gegen Pressefreiheit“

Aber hat der WVG-Chef nun tatsächlich die Grenze zur Kriminalität überschritten und seine Getreuen damit beauftragt, Juhnkes Magazin aus dem gesamten Stadtbild zu beseitigen?

Adomeit will die Vorwürfe nicht kommentieren. Ob er für die unrechtmäßige Rückrufaktion nun verantwortlich ist, will er weder bestätigen noch dementieren. „Ich habe nichts gegen die Pressefreiheit, aber gegen die Darstellung meiner Person im aktuellen Stadtmagazin habe ich mir Rechtsbeistand geholt“, erklärt er weiter.

Fakt ist: Verlegerin Juhnke stellt Strafanzeige wegen Verdachts auf Untreue, Unterschlagung und Diebstahl gegen drei bekannte Tatverdächtige und eine unbekannte Person. Wie Polizeisprecher Axel Falkenberg bestätigt, liegt WVG-Geschäftsführer Adomeit im Fokus der Ermittlungen. Auch die Namen der drei angeblichen DLG-Hausmeister liegen der Polizei vor. „Herr Adomeit wird sich persönlich zu den Vorwürfen äußern müssen“, erläutert Falkenberg das weitere Vorgehen der Beamten.

Doch während die Polizei noch ermittelt, scheint die nächste Runde in der Posse zwischen den Streithähnen Adomeit und Juhnke bereits eingeläutet zu sein. „Wer wie Frau Juhnke den Weg über die Medien geht, der muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen“, poltert Adomeit. Der Punkt, an dem noch eine vernünftige Lösung zwischen zwei vernünftigen Menschen möglich wäre, ist längst überschritten.

Fotos: privat (Unbekannter Mann), Bildschirmfoto (Startseite)

„Das Wort Fusion möchte ich mit aller Vorsicht benutzen.“

Der Greifswalder Oberbürgermeister Dr. Arthur König (CDU) sprach im Sommerinterview über die aktuellen Probleme und die Zukunft Greifswalds sowie seine Ambition für den Kreistag im Greifswalder Café Caspar.

 

 

Arthur König im Gespräch mit dem webMoritz im Café Caspar in Greifswald.

webMoritz: Herr Dr. Arthur König, die politische Sommerpause ist vorbei. Wo hat der Oberbürgermeister seinen Urlaub verbracht?

Dr. Arthur König: Im Sommer habe ich zwei Wochen Urlaub gemacht und diese zu Hause mit meiner Frau verbracht. Haus und Garten kommen im Alltag doch ein wenig zu kurz. Einen Kurzbesuch in Bayreuth haben wir uns noch erlaubt, um uns „Lohengrin“ anzusehen.

webMoritz: Sie hatten also die Möglichkeit, sich zu erholen. Fühlen Sie sich für die kommenden Herausforderungen gewappnet? Die Kostenexplosion beim Technischen Rathaus ist weiter Thema Nummer eins. Haben Sie das im Griff?

König: Zunächst: Ich sehe die Zentralisierung der Verwaltung am Standort der alten Post als vernünftig und gewinnbringend an. Die Wege für die Bürgerinnen und Bürger werden kürzer und gleichzeitig erfolgt eine weitere Revitalisierung der Innenstadt. Zudem werden bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt geschaffen. Die Steigerung der Kosten hat ihre Ursache in mehreren Punkten: Auf der einen Seite haben sich die Baukosten insgesamt erhöht. Auf der anderen Seite kamen die entdeckte Schadstoffbelastung und weitere ungeplante Neubauten hinzu. Ursprünglich waren zudem nur fünf städtische Gebäude in Planung, die freigezogen werden sollten. Nun können wir sogar acht Einrichtungen im neuen Technischen Rathaus unterbringen. Somit war es keine Verschwendung von Mitteln der Stadt, sondern eine sinnvolle Investition.

webMoritz: Leider wird diese Auffassung nicht von allen Greifswalder Bürgerinnen und Bürgern geteilt…

König: Diese skeptische Haltung teile ich nicht. Ich denke nach wie vor, dass dieses Projekt so gewollt ist. Am 5. Juli hat die Bürgerschaft das Projekt im Grundsatz gebilligt, mit Ausnahme des Archivs. Und dies hätte die Bürgerschaft sicher nicht getan, wenn sie der Meinung gewesen wäre, in diesem Projekt würden Gelder verschleudert werden. Ohne Frage hätte die sich ergebende Kostensteigerung besser kommuniziert werden müssen, sowohl in Richtung Bürgerschaft als auch zwischen Stadtverwaltung und dem Sanierungsträger BauBeCon, das gebe ich gern zu. Die Kommunikation zwischen der BauBeCon und Stadtverwaltung muss künftig besser organisiert werden. Aber die BauBeCon ist nun nicht mehr Bauherr des Projektes. Entweder übernimmt zukünftig die Stadtverwaltung die Bauherrenschaft oder wir suchen uns einen Dritten.

webMoritz: Wann wird das entschieden? Eigentlich soll es doch im September mit dem Bau weitergehen. Ist der Termin noch zu halten?

König: Voraussichtlich nicht, weil das Landesförderinstitut vor der Entscheidung über den Fördermittelantrag zunächst die Beantwortung eines Fragenkatalogs bis Ende September erbeten hat. Dieser wird gerade beantwortet.

DIE STAATSANWALTSCHAFT ERMITTELT ABER NICHT IM EIGENEN HAUS

webMoritz: Wie viel Schaden ist durch die BauBeCon-Affäre entstanden, ist das Vertrauen verspielt?

König: Die Fälschung der Unterschrift belastet das Verhältnis zwischen Stadtverwaltung und BauBeCon natürlich. Noch ermittelt die Staatsanwaltschaft.

webMoritz: Wie ist der Sachstand bei den Ermittlungen?

König: Ich kann nur sagen, dass die Staatsanwaltschaft noch nicht bei mir war und auch noch nicht bei städtischen Mitarbeitern. Sie setzt wahrscheinlich einen anderen Fokus auf die Dinge.

 

 

Die Verantwortung in der BauBeCon-Affäre liegt nicht im eigenen Haus

webMoritz: Sie fordern die 417.000 Euro, die im Zuge der Affäre gezahlt worden sind, zurück. Warum?

König: Es gibt unterschiedliche Rechtsauffassungen zwischen der BauBeCon und der Stadtverwaltung. Es gab keinen Auftrag an die BauBeCon, Planungsleistungen selbst vorzunehmen. Die BauBeCon sieht als Handlungsgrundlage den Treuhändervertrag und den Bauherrnbeschluss der Bürgerschaft. Wir müssen das jetzt klären. Aber wir fordern erst einmal das Geld zurück, das ist richtig.

webMoritz: Wie muss ich mir die Klärung vorstellen?

König: Das läuft auf der Ebene der Rechtsabteilung der Stadt und den Rechtsanwälten der BauBeCon ab.

webMoritz: Für die 417.000 Euro ist aber eine Leistung durch die BauBeCon erfolgt…

König: Es ist eine Leistung erbracht worden. Diese ist in großen Teilen auch nutzbar für den weiteren Fortgang, aber es fehlt nach unserer Auffassung die rechtliche Grundlage für die Beauftragung.

webMoritz: Welche konkreten Leistungen sind für die 417.000 Euro erbracht worden?

König: Planungsleistungen im Zusammenhang mit dem Postgebäude.

webMoritz: Hat sich die BauBeCon verselbstständigt?

König: Die Bürgerschaftlichen Gremien sind immer informiert darüber, wofür der Sanierungsträger die Mittel ausgibt. Eine engere Abstimmung ist bestimmt wünschenswert, aber das muss die Bürgerschaft selbst klären. Auch ein eventueller Sanierungsträgerwechsel müsste durch die Bürgerschaft beschlossen werden, das ist nicht Sache des Oberbürgermeisters. Andere Projekte laufen aber gut, daran möchte ich auch erinnern.

webMoritz: Wie steht das Innenministerium zu den ganzen Vorgängen?

König: Das Innenministerium möchte über den Sachstand informiert werden und das machen wir natürlich auch. Es gibt da keine Geheimniskrämereien. Wir agieren offen und transparent, sind aber auch nicht immer mit allen rechtlichen Bewertungen des Innenministeriums einverstanden.

„EINE „SOWOHL-ALS-AUCH-POLITIK“ AN DIESER STELLE IST VERNÜNFTIG“

webMoritz: Ein weiteres Großprojekt ist der Hafen Ladebow. Dort droht sogar die Rückforderung von Fördermitteln. Wie geht es dort weiter und haben Sie Fehler gemacht?

König: Ich stehe weiterhin dazu, dass der Hafen Ladebow ein gewerblicher und maritim-touristischer Standort wird. Das schließt sich gegenseitig nicht aus. Eine „Sowohl-als-auch-Politik“ an dieser Stelle ist vernünftig. Aber es gibt momentan noch keinen Investor für eine Marina an diesem Standort und deshalb ist es müßig darüber zu diskutieren. Planerisch sind wir in beide Richtungen offen, es sollte aber auch gewerbliche Nutzung mit beinhalten, das sieht auch das Wirtschaftministerium so. Eine Rückforderung in Höhe von 13 Millionen steht momentan nicht an. Die Wirtschaftsfördergesellschaft sucht ständig nach Investoren und ist stets bemüht um Firmenansiedlungen.

webMoritz: Das Thema schlägt aber auch immer hohe Wellen und erscheint regelmäßig in der Öffentlichkeit . . .

König: Es gibt immer auch Betroffene, die gegen solch ein Projekt sind, mit denen muss man sich dann auseinandersetzen. Aber die Stadt sollte auch nicht leichtfertig das Gleis aufgeben. Wir sollten uns alle Möglichkeit für die Zukunft offen halten.

webMoritz: Auch in Sachen Industriehafen hat das Wirtschaftsministerium eine Stellungnahme von Ihnen gefordert. Haben Sie die bereits erbracht?

König: Ja, die wurde bereits beantwortet.

webMoritz: Reden wir aber nicht nur über Vergangenes, sondern auch über die Zukunft der Hansestadt.

König: In der Vergangenheit lag der Schwerpunkt der Stadtverwaltung in den kommunalen Infrastrukturmaßnahmen. In den nächsten 20 Jahren müssen wir kluge Köpfe für die Stadt gewinnen, Studierende von Greifswald begeistern und Firmenansiedlungen einwerben sowie uns national und international noch besser vernetzen. Eine starke Philosophische Fakultät mit einer hohen Anzahl an Studierenden ist somit für Greifswald auch künftig sehr wichtig. Die Menschen sollen in der Hansestadt einen attraktiven Lebensmittelpunkt sehen. Es freut mich, dass beispielsweise Greifswald in einem bundesweiten Ranking, in dem es um ehrenamtliches Engagement der Bevölkerung ging, sich relativ weit vorn platziert hat

OBERBÜRGERMEISTER KÖNIG KANDIDIERT FÜR DEN NEUEN KREISTAG

webMoritz: Ein wesentliches Thema, welches die Zukunft Greifswalds bestimmt, ist die Kreisgebietsreform. Hat Greifswald noch vor, gegen die Kreisgebietsreform zu klagen?

König: Gemeinsam mit den kreisfreien Städten Stralsund und Wismar haben wir uns an Professor Dombert – einen renommierten Potsdamer Verwaltungs- und Verfassungsrechtler – gewandt und ihn gebeten, die Erfolgsaussichten einer Verfassungsbeschwerde zu untersuchen. Das Ergebnis dieser Prüfung wird uns, so hoffe ich, in den nächsten Tagen zugehen.

webMoritz: Sie gehen zurückhaltender an die Klage heran als früher, das ist schon verwunderlich.

König: Was meinen Sie mit Zurückhaltung? Ich handle im Auftrag der Bürgerschaft, die diese Art der Vor-Prüfung festgelegt hat. Und die Bürgerschaft wird im Ergebnis der Empfehlungen von Prof. Dombert darüber entscheiden, ob die Universitäts- und Hansestadt Verfassungsbeschwerde gegen das Landkreisneuordnungsgesetz einlegen wird. Auch die Hansestädte Wismar und Stralsund werden eine solche Entscheidung treffen. Insofern bin ich schon sehr gespannt auf die Vorschläge von Prof. Dombert. Und eines ist sicher: Es wird keine Verfassungsbeschwerde um ihrer selbst geben.

 

 

König: "Ich kandidiere für den neuen Kreistag"

webMoritz: Möglicherweise kommen die Strukturen aber so wie beschlossen. Haben Sie vor, als Landrat für den neuen Großkreis zu kandidieren?

König: Ich bin gerne Oberbürgermeister und erst vor zwei Jahren mit einer deutlichen Mehrheit wiedergewählt worden. Dieses Amt möchte ich auch bis zum Ende der Wahlperiode ausfüllen und nicht als Landrat kandidieren.

webMoritz: Die Personaldecke ist dünn. Wer könnte dann aus der CDU für diesen Posten kandidieren?

König: Ich werde jetzt keine Namen nennen, aber die CDU hat einige Kandidatinnen und Kandidaten, die durchaus Chancen haben.

webMoritz: Aber Sie haben doch bestimmt ein Wörtchen mit zureden?

König: Natürlich nehme ich auch Einfluss darauf.

webMoritz: Herr König, werden Sie für den neuen Kreistag kandidieren?

König: Ja! Es liegt mir am Herzen, dort ein Maximum an Greifswalder Interessen zu vertreten. Ich denke, es ist auch vernünftig und wichtig, dass der Bürgermeister der größten Stadt des Kreises auch im neuen Kreistag vertreten wäre. Aber natürlich ist das eine Wahl und insofern entscheiden dies die Bürgerinnen und Bürger.

NEUER KREISNAME: GREIFSWALD ODER VORPOMMERN

webMoritz: Was ändert sich für den Oberbürgermeister, der dann nicht mehr kreisfreien Stadt Greifswald?

König: Es wird sich der Kompetenzbereich ändern. Wir werden einen Großteil der jetzigen kreisgebundenen Aufgaben verlieren, beispielsweise Schulträgerschaft, Schulentwicklungsplanung sowie Aufgaben im Jugend- und Sozialbereich. Auch im Bereich wirtschaftlicher Tätigkeit wird es zu Veränderungen kommen. Die Abfallentsorgung werden wir beispielsweise ab September nächsten Jahres nicht mehr durchführen. Der ÖPNV wird nicht mehr in Greifswald entschieden. Das alles hat Auswirkungen auf die Stadt und die in diesen bereichen tätigen Mitarbeiter.

webMoritz: Das Damoklesschwert der Arbeitslosigkeit schürt Ängste. Muss die Aufgabe der Müllentsorgung mit der Kreisgebietsreform neu ausgeschrieben werden?

König: Ich kann das nicht allein entscheiden. Es muss nach einer Lösung mit meinen Amtskollegen aus Ostvorpommern, Uecker-Randow und Demmin gesucht werden. Wenn das nicht klappt, werden wir einen Kompromiss im neuen Kreis finden müssen. Sollte das auch nicht funktionieren, muss eine Einigung mit dem Innenministerium erzielt werden. Aber, ob sich all diese Themen „friedlich“ und harmonisch regeln lassen, vermag ich zur Zeit nicht zu sagen. Es wird auch Dinge geben, die Konflikte in sich bergen.

webMoritz: Gab es schon Beratungen?

König: Wir Landräte und Oberbürgermeister saßen bereits zusammen, um künftige Angelegenheiten zu klären. Das läuft alles parallel. Im September gibt es eine weitere Gesprächrunde, wo wir die nächsten Dinge besprechen. Wir werden Arbeitsgruppen schaffen und dort weitere Einzelheiten beraten. Für uns als Stadt ist das auch ein schwieriger Prozess und es ist zeitlich alles sehr eng. Auch das ist ein wesentlicher Mangel des Gesetzes.

König lacht

König freut sich gemeinsam mit Redakteur Schönebeck über die gestellte Frage

webMoritz: Ist Greifswald eigentlich das gallische Dorf von Mecklenburg-Vorpommern, welches sich gern mal gegen die Landesregierung auflehnt?

König: (Lacht) Wir machen es zumindest nicht aus Prinzip. Aber die Greifswalder Interessen versuchen wir schon optimal und mit dem nötigen Nachdruck zu vertreten, das ist auch eine Aufgabe des Oberbürgermeisters.

webMoritz: Es gibt viele Diskussionen um den künftigen Kreisnamen, welchen Namen wünschen Sie sich?

König: Es ist eine emotionsgeladene Diskussion. Südvorpommern wäre für mich aber kein gelungener Name. Eine geografische Namensbezeichnung mit Himmelsrichtungen fände ich eher ungünstig, ebenso Flussnamen. Die drei Gebietskörperschaften, sprich die Kreistage Ostvorpommern, Uecker-Randow und die Bürgerschaft in Greifswald, haben die Möglichkeit Namensvorschläge zu machen. Ich hätte nichts gegen Greifswald oder Vorpommern, am Ende entscheiden die Bürger im September 2011.

webMoritz: Das Theater Vorpommern ist ebenfalls eine Baustelle geworden. Wird die Stadt ihren finanziellen Anteil für das Theater zukünftig erhöhen, damit es überleben kann?

König: Wenn eine Zuschusserhöhung kommen sollte, dann müsste dies durch alle Träger geschehen. Aber ich sehe hier vor allem auch das Land in der Pflicht.

webMoritz: Herr Tesch, als zuständiger Minister, sieht in erster Linie die Träger in der Pflicht…

König: Ich gehe auch davon aus, dass das Land seinen Zuschuss für das Theater Vorpommern nicht erhöht. Dann müssten die drei Träger des Theaters Vorpommern, also Rügen, Stralsund und Greifswald, sehen ob separat bezuschusst wird. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob dies die Haushaltslage der drei Gebietskörperschaften hergibt. Somit ist auch das Theater gefordert, Einsparmöglichkeiten von sich aus zu suchen und Prozesse zu optimieren, sowie die Effizienz an einigen Stellen zu erhöhen. Wir müssen aber auch über die Strukturen und Kooperationen des Theaters generell nachdenken.

webMoritz: Wie soll die zukünftige Theaterstruktur aussehen?

König: Die Bürgerschaften Greifswalds und Stralsunds sowie der Kreistag des Landkreises Rügen haben im Sommer einen Prüfauftrag verabschiedet. Ziel ist es, die Zukunft des Theaters Vorpommern zu sichern. Eine Möglichkeit wäre die Zusammenarbeit mit der Theater- und Orchester GmbH in Neubrandenburg und Neustrelitz. Es wäre aber auch denkbar, entlang der Ostsee-Küste zu kooperieren, beispielsweise mit Rostock.

webMoritz: Wurden denn schon Gespräche mit Rostock geführt?

König: Nein, ich habe noch keine Gespräche mit Rostock geführt. Für mich ist dieses Szenario aber denkbar. Der Prüfauftrag lässt das auch offen. Warum müssen die Kultur- und Kooperationsräume längs der A 19 verlaufen? Ich kann mir auch andere Kooperationsräume vorstellen.

webMoritz: Gibt es konkrete Pläne für die künftige Zusammenarbeit?

König: Die Oberbürgermeister und Landräte als Träger des Theater Vorpommern, sowie die Amtskollegen aus Neubrandenburg und Neustrelitz saßen auch schon zusammen. Dort wurde grundsätzlich erst einmal betrachtet, ob wir gemeinsame Dinge auf den Weg bringen können. Hierzu haben wir uns auch Rechtsbeistand geholt. Es wird geprüft, ob eine Kooperation überhaupt möglich ist, wie sie ausgestaltet sein könnte und bis wann wir sie umsetzen könnten. Fest steht, dass wir noch Zeit brauchen, um ein tragfähiges, nachhaltiges Konzept zu erarbeiten. Somit ist das Ansinnen, das aus Neubrandenburger und Neustrelitzer Richtung kam, eine möglichst schnelle und umfassende Kooperation zu erzielen, in die Ferne gerückt.

„DAS WORT FUSION MÖCHTE ICH MIT ALLER VORSICHT BENUTZEN“

Interims-Geschäftsführer auch noch im Jahre 2011

webMoritz: Können Sie einen Zeitrahmen für anstehende Kooperationen nennen?

König: Der Aufsichtsrat des Theater Vorpommerns hat sich das zu Aufgabe gestellt gemacht und der Geschäftsführung die Hausaufgabe erteilt, Vorstellungen zu entwickeln. Wir als Verwaltung wollen da auch keine Vorgaben machen.

webMoritz: Ihr Kollege aus Mecklenburg-Strelitz sprach vom Jahr 2012 für eine Fusion…

König: Das Wort Fusion möchte ich mit aller Vorsicht benutzen. Wir schauen erst einmal, ob wir unser Theater aus eigenen Kräften stabilisieren können und erst dann ziehen wir Kooperationen in Betracht. Die Fusion steht nicht im aktuellen Fokus.

webMoritz: Die Interims-Geschäftsführer Herr Steffens und Herr Westphal möchten die Leitung des Theaters bestimmt nicht dauerhaft machen. Wie geht es mit der Geschäftsführung des Theaters Vorpommerns weiter?

König: Da ist auch der Aufsichtsrat gefordert. Die Geschäftsführer haben das Theater Vorpommern stabilisiert, das freut mich sehr. Ihre Verträge sind bis zum Ende des Jahres befristet. Der Aufsichtsrat muss über Form und Zeit einer Stellenausschreibung für die Geschäftsführung entscheiden.

webMoritz: Was ist denn ihre Auffassung als einer der Mitgesellschafter des Theaters zur Vertragsverlängerung?

König: Die Verträge der beiden Interimsgeschäftsführer sollten zunächst verlängert werden, auch wenn über eine Ausschreibung in absehbarer Zeit nachgedacht wird. Man muss wissen, was ausgeschrieben wird und wie das Theater künftig strukturiert sein soll. Das ist nicht innerhalb von wenigen Tagen zu bewältigen. Ich gehe davon aus, dass wir auch im Jahr 2011 mit dieser Interimslösung gut aufgestellt sind.

webMoritz: Können Sie eigentlich ausschließen, dass es zukünftig zu betriebsbedingten Kündigungen kommen wird?

König: Ich denke, das kann das Theater nicht gänzlich in Eigenregie entscheiden. Angenommen, das Theater möchte sich von einer Sparte trennen, so müsste dies in den jeweiligen Bürgerschaften schon besprochen werden. Aber ehrlich gesagt, kann ich mir diesen Fall nicht vorstellen.

THEATERCAFÉ: INVESTOR HAT INTERESSE ANGEMELDET

webMoritz: Wie ist ihr Fazit zur Stadthalle?

König: Ich bin mit dem Ergebnis der Stadthallensanierung sehr zufrieden. Anfangs lief die Bewirtschaftung zwar nicht ganz reibungslos, doch ich denke, das hat sich jetzt gut eingespielt. Inzwischen wird die Stadthalle von großen Greifswalder Firmen genutzt, sogar Kongresse finden dort statt. Augenscheinlich ist die Stadthalle für Greifswald ein Gewinn. Ich würde es auch begrüßen, wenn das Theatercafé wieder einen Betreiber findet. Dies würde das Theater als kulturellen Knotenpunkt noch attraktiver machen.

webMoritz: Gibt es einen Interessenten für das Theatercafé?

König: Bei der Projektgesellschaft Stadthalle Greifswald mbH (PGS) hat ein Investor Interesse angemeldet. Nur soviel: Es ist ein Einheimischer.

webMoritz: Und dafür werden die Räumlichkeiten noch etwas hergerichtet?

König: Ja, und ich hoffe, dass es funktioniert. Damit vielleicht noch in diesem Jahr oder ab 2011 die Stadthalle komplett mit Kaisersaal, Rubenow-Saal und Theatercafé nutzbar ist.

DIAGONALQUERUNG UNGEWISS

"Ich habe grundsätzlich kein Problem mit der Diagonalquerung."

webMoritz: Sie standen bis jetzt hinter der Diagonalquerung, nun stellt ihre eigene Partei, die CDU, einen Antrag zur Umwidmung des Geldes. Was halten Sie davon?

König: Ich habe grundsätzlich kein Problem mit der Diagonalquerung. Ich möchte gern eine komplette Sanierung der Europakreuzung, denn diese ist kein wirkliches städtebauliches Highlight. Dafür gibt es auch bereits Vorstellungen und ein Konzept, aber es wird mehr als 100.000 Euro kosten.

webMoritz: Wie viel mehr?

König: Knapp 200.000. Somit ist es sinnvoller, wenn die Bürgerschaft diese Summe in den Haushalt 2011 einstellt. Ich hätte etwas dagegen, wenn wir in diesem Jahr eine provisorische Notlösung realisieren würden.

webMoritz: Zum Abschluss: Was erwarten Sie eigentlich von den Bürgern Greifswalds?

König: Ein weiterhin hohes Engagement der Bürger und dass sie sich auch zukünftig für die städtischen Belange interessieren. Die Einwohner der Hansestadt dürfen durchaus stolz darauf sein, was in den letzten 20 Jahren in Greifswald erreicht und geschaffen wurde.

webMoritz: Herr König, vielen Dank für das Gespräch.

Das Gespräch führten Torsten Heil und Carsten Schönebeck.

Fotos: Torsten Heil (Arthur König)

Familienfeier-Atmosphäre bei Leonce und Lena

Am vergangenen Mittwoch führte die Laien-Theatergruppe „die VerkaNnten“ Georg Büchners Leonce und Lena auf. Die informelle Natur der Aufführung wurde schon dadurch klar, dass dem Zuschauer freie Platzwahl im Rubenowsaal der Stadthalle gelassen wurde – und der Eintritt mit 3 Euro auch eher gering war.

Die Geschichte der beiden Hauptfiguren ist absurd zu nennen: Sie sollen zwangsvermählt werden, laufen davon, treffen und verlieben sich unbekannterweise. Bis hierhin eine allseits bekannte Situation, die jedoch ungewöhnlich aufgelöst wird. König Peter, Leonces Vater, ist verzweifelt, da die Hochzeit nicht stattfinden kann und lässt es zu, dass eine Truppe Verkleideter eine Ersatzhochzeit durchführt. Natürlich handelt es sich hierbei um die beiden Königskinder, deren Streich nach hinten losging, da sie genau die vorgesehene Verbindung eingegangen sind, die sie zu verhindern versucht hatten.

Leonce und Lena: Hofstaat in Aufruhr

Leonce und Lena: Hofstaat in Aufruhr

Unter der Leitung von Theaterpädagogin Barbara Gottwald entstand die kurzweilige Inszenierung. Eingeläutet wird das Stück mit einer Parade der zehn Darsteller, die mit Klatschen und Anfeuerungsrufen aus dem Publikum begleitet wurde. Der Spaß kommt also nicht zu kurz, was dem Lustspiel angemessen scheint. Allerdings schrieb der damals 23-jährige Büchner das Stück durchaus mit politischen Untertönen und Anspielungen. Dazu gehören z.B. Bezeichnung Popo und Pipo, der winzigen Königreiche, aus denen Prinz Leonce und Prinzessin Lena stammen. Die überspitzten Formulierungen werden augenzwinkernd und mit angemessener Selbstironie  präsentiert. Besonders schön gelang das Natalie Bachmaier als König Peter. Alle Rollen bis auf Leonce (Christoph Waak) werden von Frauen gespielt, was die Absurdität weiter verstärkt.

Die musikalische Untermalung stammt von der Band Haindling aus ihrem Album Schrilles Potpourri – Das Beste ohne Worte von 1995. Größtenteils passt die ungewöhnliche Instrumentalmusik, stellenweise hat man jedoch das Gefühl, einem PUR-Konzert im Rahmen einer Folge Großstadtrevier beizuwohnen.

Wer sich ebenfalls 75 Minuten lang unterhalten lassen will, hat dazu am 22. Juni um 20 Uhr erneut Gelegenheit. Karten gibt es online, telefonisch (03831 / 26 46 6) oder an der Theaterkasse (Di – Fr 10 – 18 Uhr).

Bilder: Theater Vorpommern

Stadt ehrt engagierte Bürger – erstmals auch einen Studenten

Am 14. Mai 1250 wurde Greifswald das Lübische Recht verliehen und der Ort stieg damit zur Stadt auf. Dieser Tag ist seit fünfzehn Jahren Anlaß für einen Empfang und die Ehrung verdienter Bürger.

Hatte man 2009 noch im Landesmuseum gefeiert, konnte in diesem Jahr die neu eingeweihte Stadthalle genutzt werden. Bürgerschaftspräsident Egbert Liskow erklärte dem webMoritz gegenüber: „Es ist schon etwas Besonderes, dass wir wieder hier feiern können. Ich glaube, alle Greifswalder und ihre Gäste haben die besondere Atmosphäre genossen.“

Strahlende Gesichter: Bürgermeister König, Preisträger Mettenleiter

Rund 200 Gäste folgten der Einladung, darunter viele Kommunal- und Landespolitiker aus Greifswald. Gesondert eingeladen waren in diesem Jahr die Mitarbeiter des städtisches Bauhofs, die Feuerwehr und das THW, die im vergangenen Winter im Kampf gegen die Schneemassen besonders gefordert waren. Anonym anwesend waren zudem Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Telefonseelsorge, die wegen ihrer Tätigkeit aber nicht öffentlich geehrt werden können.

„Ehrungen für Kultur, Umwelt und Tierseuchen“

Die Rubenwomedaille, die höchste Auszeichnung der Stadt, wurde in diesem Jahr an Professor Thomas Mettenleiter, den Präsidenten des Friedrich-Loeffler-Institus für Tiergesundheit auf der Insel Riems verliehen. Mettenleiter habe „mit hohem persönlichen Engagement der Stadt Greifswald zu erheblichem Ansehen verholfen – und das nicht nur in der Region und im Bundesgebiet, sondern auch in einem beachtlichen internationalen Ausmaß“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Arthur König.

Laudator Professor Reinhard Kurth hob die Leistungen des Instituts unter Mettenleiters Führung hervor. Dieser sei trotz seiner Erfolge „menschlich und bescheiden geblieben.“ Er hob auch Mettenleiters Verdienste als gesundheitspolitischer Berater hervor. Er habe die Fähigkeit „zwischen Politikern, die auf schnelle Ergebnisse aus sind, und Forschern, die eher langfristig denken, zu vermitteln.“

Kritisch betrachtet wurde von einigen Gästen, dass die Rubenowmedaille in den vergangenen Jahren an Personen verliehen wurde, die sich um Kultur und Ehrenamt bemüht hatten – und das der Preisträger dieses Jahr offensichtlich in eine andere Kategorie falle. Der Preisträger selber bemerkte selbstironisch nun würde sich in die Reihe „Musik, Ballet und Umweltschutz der Begriff ‚Tierseuchen‘ einreihen“.

Kritik an Kreisgebietsreform – Unterschriftenaktion startet

In den Ansprachen des Oberbürgermeisters und des Bürgerschaftspräsidenten kritisierten beide unisono die anstehende Kreisgebietsreform, durch die Greifswald seine Kreisfreiheit verlieren könnte. Sie kündigten an, dass die Stadt in den kommenden Tagen eine Unterschriftenaktion gegen die Neuregelung des Landes starten wolle. Der Landtag will die kommunale Neuordnung womöglich bereits im Juni beschließen.

Ebenfalls geehrt: Senator und StuPist Thomas Schattschneider

Neben der Verleihung der Rubenowmedaille wurden die Greifswalder Dörte Frieling, Ursel Otto, Dr. Kurt Feltkamp, Ulrich Marckwardt und Matthias Gattner für ihr ehrenamtliches Engagement in Kirche, Vereinen und Stiftungen mit dem „Silbernen Greifen“ ausgezeichnet. Elf weitere Bürger durften sich in das Ehrenbuch der Stadt eintragen. Darunter war auch Thomas Schattschneider. Der Lehramtsstudent engagiert sich seit Jahren in den Gremien der Greifswalder Universität. Besonders hervorgehoben wurden seine Verdienste „an einer sachlichen, ergebnisorientierten Diskussionen zur Namensdebatte der Universität“ hervorgehoben.

Thomas Schattschneider erklärte dem webMoritz gegenüber, seine Auszeichnung stehe besispielhaft für viele Studenten, die sich für Universität und Stadt engagieren. Im Nachklang äußerte er sich per Twitter kritisch zu der Veranstaltung und schrieb: „Stadtempfang der Universitäts- und Hansestadt Greifswald: Durchschnittsalter 50plus. Wo bleiben Universität und ihre Angehörigen?“

Fotos: Gabriel Kords

hohem persönlichen Engagement der Stadt Greifswald zu erheblichem Ansehen verholfen hat – und das nicht nur in der Region und im Bundesgebiet, sondern auch in einem beachtlichen internationalen Ausmaß.“