web.woche vom 10. Juni bis 16. Juni

web.woche vom 10. Juni bis 16. Juni

Was geht eigentlich ab in Greifswald? In der web.woche geben wir euch eine Übersicht über die kommenden Veranstaltungen in und um unsere Studierendenstadt. Hier findet ihr Termine, Neuigkeiten und Altigkeiten, von Politik und Region, über Universität und Wissenschaft bis hin zu Kultur und Sport. Im Kalender findet ihr eine Übersicht über alle anstehenden Veranstaltungen. In der Übersicht danach haben wir nicht nur die Veranstaltungen in einzelne Ressorts zusammengefasst, sondern auch weitere Neuigkeiten (und Altigkeiten) zusammengetragen.

von  Luise Markwort, Vanessa Finsel und  Simon Fortmann


 

Veranstaltungen

  • Was? Die Spinne im Schlüsselloch – Fabeln von Leonardo da Vinci
  • Wann? Dienstag. 11.06.2024, 15 Uhr
  • Wo? Nachbarschaftshilfe WGG e.V./ Makarenkostraße 18

  • Was? Irish Session
  • Wann? Mittwoch, 12.06.2024, 19:30 Uhr
  • Wo? STRAZE

  • Was? Vernissage: „Ein Bruder der Massen war er nicht“ Eine Ausstellung zum 90. Geburtstag von Uwe Johnson
  • Wann? Freitag, 14.06.2024, 18 Uhr
  • Wo? Koeppenhaus

  • Was? 9. Eldenaer Klostermarkt
  • Wann? Samstag, 15.06.2024, 10 – 19 Uhr/ Sonntag 16.06.2024 11-18 Uhr
  • Wo? Klosterruine Eldena

  • Was? Theaterfrühstück
  • Wann? Sonntag, 16.06.2024, 11 Uhr
  • Wo? Brasserie Herrmann
  • Eintritt? frei
  • Weiteres? Anmeldung unter 0173 3067413

Neuigkeiten

  • Vom 10.06. bis 14.06. findet das Festival up platt statt – alle Veranstaltungen findet ihr hier.
  • Der 9.Eldenaer Klostermarkt findet am Wachende vom 15.-16.06.2024 statt, was man dort alles erleben kann, findet ihr hier.

Altigkeiten

  • Lars Engelbrecht hat das Leben von Caspar David Friedrich als Comic illustriert und mit plattdeutschen Kommentaren versehen – zu sehen ist dies in der Ausstellung Caspar David Friedrich up platt im St. Spiritus.
  • In der Stadtbibliothek werden in der Ausstellung Plakate aus Estland – Ausstellung des Festivals „Nordischer Klang“ alle eingereichten Plakatentwürfe für den Nordischen Klang dieses Jahr gezeigt.
  • Das Leben eines der letzten Naturvölker der Erde, der Himba, zeigt die Fotoausstellung Himba – ein Naturvolk kämpft ums Überleben im BioTechnikum.
  • Im Pommerns zeigen Künstler der Gruppe „Die Buhne“ unter dem Titel Romantisch CDF 2024 ihre Werke und setzen sich dabei mit historischen und aktuellen Positionen zum Romantikbegriff auseinander.
  • Die Ausstellung 30 Jahre kunst offen in der STRAZE zeigt Werke von 50 regionalen Künstler*innen.
  • Die Schüler*innen der Kunstleistungskurse des Jahngymnasiums zeigen ihre Werke in der Ausstellung DINGE&ICH in der STRAZE. 
  • Im Kunstkubus CUBIC ist die Installation „Romantisches Leuchten“ zu sehen.
  • Das Caspar-David-Friedrich-Zentrum zeigt die Ausstellung Caspar David Friedrich: das verborgene Leben der Bilder.
  • Im Pommerschen Landesmuseum lässt sich in der Ausstellung Caspar David Friedrich. Lebenslinien der künstlerische Werdegang Friedrichs nachverfolgen.
  • Die diesjährige Landeskunstschau steht unter dem Motto Luft nach oben!. Zu sehen ist sie in der Marienkirche und der Spielhalle KUNST.

    Veranstaltungen

    • Was? Führung durch Aula und Karzer der Uni
    • Wann? Montag, 10.06.2024, 15 Uhr
    • Wo? Treffpunkt am Rubenow-Denkmal
    • Preis? 5€ (3,50€ ermäßigt)
    • Weiteres? Keine Anmeldung notwendig. Findet bis September täglich statt.

    • Was? Altstadtrundgang
    • Wann? Montag, 10.06.2024, 11 Uhr
    • Wo? Greifswald-Inforrmation
    • Preis? 10€ (8€ ermäßigt)
    • Weiteres? Anmeldung bei der Greifswald-Information nötig. Findet bis September täglich statt.

    • Was? Kulinarischer Rundgang
    • Wann? Freitag, 14.06.2024, 16 Uhr
    • Wo? Treffpunkt Greifswald-Information
    • Preis? 40€
    • Weiteres? Anmeldung unter 03834/85361380 notwendig

    • Was? Nachtwächterführung
    • Wann? Freitag, 14.06.2024, 20 Uhr
    • Wo? Treffpunkt Greifswald-Information
    • Preis? 14€ (10€ ermäßigt)
    • Weiteres? Vorherige Anmeldung bei der Greifswald-Information notwendig

    • Was?  Fahrradtour Sundische Wiese
    • Wann? Samstag, 10.06.2024, 10 Uhr
    • Wo? Landstraße 33, 18374 Zingst
    • Preis? 10€
    • Weiteres? Ein Fahrradverleih ist vor Ort

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    Neuigkeiten

    • Die Stadt Greifswald möchte den in Greifswald geborenen Fußballweltmeister und sechsmaligen Champions-League-Sieger Toni Kroos kurz vor Ende seiner aktiven Karriere ehren. Im Gespräch sind die Vorschläge, eine Statue für ihn zu errichten oder eine Straße nach ihm zu benennen. Entsprechende Vorschläge gab es von Mitgliedern der Greifswalder CDU und der SPD.

    Altigkeiten

    • Es gibt einen neuen Hörspaziergang der Stadt Greifswald. Den Hörspaziergang findet ihr ganz einfach in der kostenlosen Greifswald-App. Bei dem Spaziergang kommt ihr an zwölf unterschiedlichen Gebäuden und Orten vorbei. Dabei sollt ihr Interessantes über Geschichte, Architektur und Kultur in der Innenstadt erfahren

    • Kannst du dich noch an die Radstation am Bahnhof erinnern? Dort kannst du dein Fahrrad nun günstiger abstellen. So kostet ein Stellplatz in der Sammelgarage ab sofort nur noch 50 Cent statt eines Euros, für eine Woche zahlt man nur noch 3 Euro, für einen Monat 6 Euro (bislang 15 €) und für das ganze Jahr 50 Euro (bislang 130 €). Der Grund für die Vergünstigung sei, dass damit die Akzeptanz und die Auslastung der Radstation deutlich erhöht werden sollen, die bisher unter den Erwartungen lag.
    • Ihr sucht eine Toilette in Greifswald? Euer Glück: WC4FREE startet. Dabei werden Gästen der Universitäts- und Hansestadt der Weg zu den WC-Anlagen gewiesen, die sie kostenlos nutzen können, ohne Kunde der Einrichtung sein zu müssen. Zum Start beteiligen sich insgesamt 17 Institutionen, darunter unter anderem die Brasserie Hermann, das Caféhaus Marimar und das Hôtel Galerie. Ausgewiesen werden die Partner mit Aufklebern im Eingangsbereich.

      Veranstaltungen

      Alle Veranstaltungen der Universität findet ihr hier aufgelistet.

      • Was? Jahrestagung „T!Raum One-Health-Region Vorpommern“
      • Wann? Montag, 10.06.2024, 7:30 – 17:00 Uhr
      • Wo? Pommersches Landesmuseum Rakower Straße 9

      • Was? Sitzung der Gender Trouble AG
      • Wann? Montag, 10.06.2024, 18:15 Uhr
      • Wo? Ernst-Lohmeyer-Platz 3 Seminarraum 1.13
      • Was wird besprochen? Unter anderem geht es um den Aktionsmonat, die Umfrage und Instagram.

      • Was? „Queer und (Anti-)Kapitalismus“: Vortrag und Diskussion zum Thema des Buches von Heinz-Jürgen Voß und Salih Alexander Wolter 🏳️‍🌈🏳️‍⚧️
      • Wann? Montag, 10.06.2024, 19:00 Uhr
      • Wo? Ernst-Lohmeyer Platz 6 Hörsaal 3

      • Was? Sitzung der Ständigen Kommission Lehramt
      • Wann? Mittwoch, 11.06.2024, 18:15 Uhr
      • Wo? Ernst-Lohmeyer Platz 3, Seminarraum 2.05
      • Was wird besprochen? Unter anderem geht es um Berichte aus ZLB, GULB, FSR und AStA.

      • Was? Infoveranstaltung „Einführung in die Studienfinanzierung“
      • Wann? Donnerstag, 13.06.2024, 16:00 Uhr
      • Wo? Altes Audimax, Hörsaal 5, Rubenowstraße 1

      • Was? Filmabend zu „Pride“ (OmeU) 🏳️‍🌈🏳️‍⚧️
      • Wann? Donnerstag, 13.06.2024, 19:30 Uhr (Film beginnt 20:00)
      • Wo? Kiste (Makarenkostraße 49)

      • Was? FLINTA* Selbstverteidigungskurs 🏳️‍🌈🏳️‍⚧️
      • Wann? Samstag, 15.06.2024, 9:30-13:30 Uhr
      • Wo? Judohalle Hochschulsport
      • Anmeldung? über diesen Link

      Neuigkeiten

      Altigkeiten

      • Lukas Voigt ist neuer studentischen Prorektor. Hennis Herbst verabschiedet sich von der Hochschulpolitik.
      • Die Universität Greifswald ist Teil des Nachhaltigkeitsbündnisses Greifswald.
      • Seit dem 17. April 2023 bietet das Studierendenwerk Greifswald wieder offene Sprechzeiten an. Diese sind in den Bereichen Ausbildungsförderung, Studentisches Wohnen, Sozialberatung, Psychologische Beratung (nur in dringenden Fällen, sonst mit Termin), Mietbuchhaltung und Kasse. Die genauen Zeiten findet ihr auf der Website des Studierendenwerks. Es ist aber auch weiterhin möglich, einen Termin außerhalb der Sprechzeiten zu vereinbaren.
      • Die Uni baut ein Beschwerde- und Konfliktmanagement auf. Mehr dazu findet ihr auf dieser Seite der Uni.
      • Seit dem 18.06.2022 sind die historischen Gewächshäuser im Botanischen Garten wieder geöffnet. Alle Informationen findet ihr auf dieser Website oder in diesem webmoritz.-Artikel.

          Veranstaltungen

          • Was? Kindermusical: Die Frau und ihr Fischer
          • Wann? Samstag, 15.06.2024, 10:30 Uhr
          • Wo? Klosterruine Eldena

          Neuigkeiten

          • Jeden Mittwoch findet von 10 bis 11.30 Uhr in der STRAZE eine feministische Krabbelgruppe statt. Gemeinsam sollen sich Menschen mit Babys oder Kleinkindern über Themen wie gleichberechtigte Elternschaft austauschen.

          Altigkeiten

          • Jeden Samstag findet ab 10.30 Uhr in der Stadtbibliothek das „Vorlesen am Samstag“ statt. Hierbei lesen ehrenamtliche Vorleser*innen Geschichten für Kinder ab 3 Jahren vor. Treffpunkt ist der Kinderbereich der Bibliothek. Der Eintritt ist frei. 
          • Jeden Donnerstag findet in der STRAZE von 16 bis 18 Uhr der Druck- und Zucktreff für alle Jugendlichen ab 14 Jahren statt.

            Veranstaltungen

            • Was? Latino & RnB – DJ Julien & DJ Mizzle B
            • Wann? Montag, 10. Juni 2024 ab 22:30 Uhr
            • Wo? K3

            • Was? Electric Dance Music
            • Wann? Freitag, 14. Juni 2024
            • Wo? Geographenkeller

            • Was? Uni Rave: Málûmà – Ritual Low Tech
            • Wann? Samstag, 15. Juni 2024 von 14:00 – 15:30 Uhr
            • Wo? Innenhof Institut für Geographie und Geologie
            • Eintritt? Frei

            • Was? Uni Rave: Solévida – Melodic House
            • Wann? Samstag, 15. Juni 2024 von 15:30 – 17:30 Uhr
            • Wo? Innenhof Institut für Geographie und Geologie
            • Eintritt? Frei

            • Was? Uni Rave: Frau Mü und Rae – Italo Disco // Indie Dance
            • Wann? Samstag, 15. Juni 2024 von 17:30 – 19:30 Uhr
            • Wo? Innenhof Institut für Geographie und Geologie
            • Eintritt? Frei

            • Was? Uni Rave: Zapfenstreich und Rob Gau – Melodic Techno
            • Wann? Samstag, 15. Juni 2024 von 19:30 – 21:30 Uhr
            • Wo? Innenhof Institut für Geographie und Geologie
            • Eintritt? Frei

            • Was? Uni Rave: Anja Tomschitz – Melodic Techno // Trance
            • Wann? Samstag, 15. Juni 2024 von 21:30 – 23:00 Uhr
            • Wo? Innenhof Institut für Geographie und Geologie
            • Eintritt? Frei

            • Was? Open Mic
            • Wann? Samstag, 15. Juni 2024 ab 21 Uhr
            • Wo? Ravic

            • Was? Polaar Techno Showcase – Hardtechno // Peaktime // Hardtrance
            • Wann? Samstag, 15. Juni 2024 ab 23:59 Uhr
            • Wo? Rosa

              Wir haben ein wichtiges Event in dieser Woche vergessen? Ihr habt noch einen heißen Tipp für die nächste Woche? Schreibt uns einen Kommentar oder eine Nachricht, wenn ihr etwas zur web.woche beisteuern wollt!

              Beitragsbild: Julian Schlichtkrull

              Juni ist Queerer Informations- und Aktionsmonat!

              Juni ist Queerer Informations- und Aktionsmonat!

              Am Samstag hat der Pride Month begonnen, und somit auch der erste Greifswalder Queere Informations- und Aktionsmonat. Es gibt Parties, Filmabende, Vorträge, einen Trans*-Thementag der Unimedizin, Aktionen und jede Menge Informationen.

              Queeres Leben in Greifswald

              Am Dienstag, den 4. Juni, fand bereits die Auftaktveranstaltung statt. Auf einer Art queerem Mini-Markt der Möglichkeiten haben sich verschiedene Organisationen und Anlaufstellen für queere Personen (v.a. Studierende) vorgestellt, außerdem wurden die Ergebnisse der Umfrage zu queerem Leben an der Universität Greifswald vorgestellt. (Dazu kommt aber auch noch ein separater Artikel.) Diese erste Veranstaltung lieferte Antworten auf Fragen wie „Wo finde ich Hilfe?“ und „Wo kann ich mich engagieren?“.

              Doch falls ihr diese Veranstaltung verpasst habt, keine Sorge, es gibt noch viele weitere Veranstaltungen, sowohl aus dem wissenschaftlichen als auch aus dem kulturellen Bereich. Zu den nichtwissenschaftliche Veranstaltungen gehört der Gender Trouble AG Stammtisch am Freitag, den 07. Juni ab 18 Uhr in ELP3, SR 1.03, der Filmabend zum Film „Pride“ in der Kiste an Donnerstag, dem 13. Juni, Einlass 19:30, der FLINTA* Selbstverteidigungskurs am Samstag, den 15. Juni (hier ist der Anmeldungslink), der Alternative Pride am Sonntag, den 23. Juni, und schließlich die 25 Jahre Gender Trouble AG Jubiläumsparty am Samstag, den 29. Juni im C9.

              Vorträge zu Queerness und Gender

              Beginnend am Mittwoch, den 5. Juni (18:00, Ernst-Lohmeyer Platz 3, Seminarraum 1.06) gibt es jede Woche mindestens einen Vortrag zu queeren Themen oder Gender. Bei dem ersten Vortrag von Carolin Müller-Spitzer und Samira Ochs geht es um „Gender-inklusive Sprache im Deutschen: Linguistischer Hintergrund, empirische Studien, aktuelle Diskurse“, und Laura Strelow erklärt, wie es mit geschlechtergerechter Sprache an der Uni Greifswald aussieht. Spannendes zum Thema Gender gibt es übrigens auch bei der 24h-Vorlesung am 7./8. Juni (und ein bisschen was Queeres ist bestimmt auch mit dabei, vor allem wenn’s um Vampire geht.)

              In der nächsten Woche gibt es gleich zwei Vorträge: „Queer und (Anti-)Kapitalismus“, Vortrag und Diskussion zum Thema des Buches von Heinz-Jürgen Voß und Salih Alexander Wolter am Montag, den 10. Juni ab 19 Uhr im Ernst-Lohmeyer Platz 6, Hörsaal 3 und “’There and Back Again‘: West German queer activism in a transatlantic perspective“ von Dr. Sébastien Tremblay am Dienstag, den 11. Juni ab 18:00 im ELP 3, SR 1.06.

              Am Mittwoch, den 19. Juni ab 19:00 hält Prof. Dr. Kathrin Horn (Anglistik) einen Vortrag zu „Camp – Kommerz und Kritik in Queeren Medien“ im ELP 6, HS 1, und am Tag darauf gibt es um 20 Uhr im ELP 6, HS 1einen Vortrag mit dem vielversprechenden Titel „Trangender Marxism“, allerdings noch ohne Vortragende*n.

              In der letzten Juniwoche gibt es noch einen Workshop von Innawa Bouba zum Thema: „Diversity und Vielfalt: Fassade oder tatsächliche Realität“ am Mittwoch, den 26. Juni um 18 Uhr im ELP 3, SR 1.06, und einen Vortrag über Sexualität und Kolonialismus von Prof. Dr. María do Mar Castro Varela mit dem Titel „Heteronormativität als Zivilisationsprojekt?“ am Donnerstag, den 27. Juni um 18 Uhr im ELP 6 HS 1.

              Themen Tag Trans* der Unimedizin

              Am Freitag, den 28. und Samstag, den 29. Juni bietet die Universitätmedizin im C_DAT-Center der Universitätsmedizin Seminarraum 1&2 Vorträge zu verschiedenen Aspekten rund um Trans*ness in der Medizin an, mit den Vorträgen „Expert by experience“ (Freitag, 16 Uhr, Daniel Masch), „Trans*affirmative medizinische Begleitung – Bedarfe und Perspektiven“ (Samstag, 12:30 Uhr, Dr. Martin Viehweger) und „Trans* Chirurgie“ (Samstag, 14:30 Uhr, Prof. Dr. Markus Küntscher).

              Viel Spaß diesen Monat und happy Pride! 🏳️‍🌈🏳️‍⚧️🥳

              Beitragsbild: AStA Uni Greifswald, Gender Trouble AG, Gleichstellung Uni Greifswald


              Zur Person der*des Autor*in

              Tage der Akzeptanz – Bunte Aktionswochen für Vielfalt in Greifswald

              Tage der Akzeptanz – Bunte Aktionswochen für Vielfalt in Greifswald

              Bald ist es wieder soweit. Greifswald wird im Rahmen der Tage der Akzeptanz wieder deutlich bunter. In den Aktionswochen vom 17.05. bis zum 10.06. soll wieder mehr Aufklärung und Akzeptanz für andersdenkende oder -lebende Menschen geschaffen werden. In mehreren Veranstaltungen wird für eine offenere und vielfältigere Gesellschaft geworben.

              Greifswald wird bunt

              Wie normalerweise üblich, beginnen die Tage der Akzeptanz mit dem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT) am 17. Mai. Das Aktionsbündnis Queer in Greifswald e.V. organisiert die Aktionswochen und hat das Ziel das Bewusstsein aller für ein Leben in Vielfalt zu sensibilisieren. Es werden den ganzen Tag über in allen Teilen Greifswalds Regenbogenflaggen gehisst. Zu den geplanten Orten gehören: der Bahnhof, der Museumshafen, die Universität, die Uni-Medizin, die WGG und das Rathaus. Zudem soll die Stadthalle in der kompletten Pride-Woche wieder abends bunt beleuchtet werden.

              Ein vielfältiges Veranstaltungsangebot

              Wie bereits erwähnt, werden bei den Tagen der Akzeptanz wieder eine Vielzahl an reichlich bunten Veranstaltungen auf euch warten. Am 17.05. wird es um 18 Uhr eine Kundgebung auf dem Marktplatz geben, bei der für eine offenere und diskriminierungsfreiere Gesellschaft demonstriert wird. Um 22 Uhr lädt dann das Theater Vorpommern zur Eröffnung der Pride-Wochen zur Regenbogenparty in der Stadthalle ein. Die Tickets kosten 5€ im Vorverkauf und 7€ an der Abendkasse.

              Am 29.05. ist ein gemeinsamer Gottesdienst im Dom St. Nikolai angedacht. Es ist jede*r eingeladen am Pfingstmontag zusammenzukommen, um zu zeigen, dass das Leben auch im Glauben bunt und vielfältig sein kann. Außerdem ist am 03.06. das „Design your Pride“-Event im Jugendzentrum klex geplant. Dort könnt ihr Shirts bedrucken lassen oder mit Textilfarbe selber bemalen. Zusätzlich ist es auch geplant selbst gestaltete Buttons zu pressen und Plakate für den CSD zu beschriften. Das war aber noch nicht alles, denn am 09.06. findet ein „Get Together“-Abend in der Brasserie Hermann statt, wo ihr die Künster*innen des CSD treffen und kennenlernen könnt. Das große Finale findet dann am 10.06., am Tag des CSD statt. Neben einem kunterbunten Bühnenprogramm und einer Pride-Demo in der Innenstadt, ist auch eine Abschlussparty geplant.

              Schaut für genauere Informationen zu den Veranstaltungen gerne auf der Website des Aktionsbündnis Queer in Greifswald e.V. oder auf deren Instagram nach.

              Programm-Übersicht:

              • Was? – IDAHOBIT
              • Wann? Mittwoch, 17.05.2023 ab 18 Uhr Kundgebung & ab 22 Uhr Regenbogenparty
              • Wo? Kundgebung auf dem Marktplatz und Regenbogenparty in der Stadthalle

              • Was? – Gottesdienst
              • Wann? Montag, 29.05.2023 um 10 Uhr
              • Wo? Dom St. Nikolai

              • Was? – „Design your Pride
              • Wann? Samstag, 03.06.2023 ab 10 Uhr
              • Wo? Jugendzentrum klex

              • Was? – „Get Together
              • Wann? Freitag, 09.06.2023 um 19 Uhr
              • Wo? Brasserie Hermann

              • Was? – CSD Pride 2023: Bühnenprogramm, Demo und Abschlussfeier
              • Wann? Samstag, 10.06.2023 ab 13 Uhr auf dem Marktplatz; Abschlussfeier um 22:30 Uhr
              • Wo? Bühnenprogramm auf dem Marktplatz, Demo durch die Innenstadt und Abschlussfeier im Klub K3

              Beitragsbild: Raphael Renter auf Unsplash

              In Greifswald wird gefeiert: Das Disability & Mad Pride Festival

              In Greifswald wird gefeiert: Das Disability & Mad Pride Festival

              Ihr habt Bock auf ein Festival? Das Disability & Mad Pride Festival in Greifswald ist eure Chance! Ein Festival? Mitten in Greifswald? Ja, das geht! Ganz unter dem Motto: Disability & Mad Pride. Was das genau bedeutet und was euch beim Festival erwartet, erfahrt ihr im folgenden Interview.

              Am 7. Mai wird in der STRAZE das Disability & Mad Pride Festival gefeiert. Normalerweise übernimmt es die Redaktion, euch zu erklären, warum ihr diese Veranstaltung unbedingt besuchen solltet. Dieses Mal tut das Miro, ein Mitglied der Organisation der Veranstaltung. Miro klärt euch über alle aufkommenden Fragen auf.

              Was hat es mit dem Disability & Mad Pride Festival auf sich?

              Das Konzept „Disability Pride“ kommt aus der Behindertenrechtsbewegung, „Mad Pride“ wurde von psychiatrieerfahrenen Menschen entwickelt. Ähnlich wie bei „Queer Pride“ geht es darum, selbstbewusst und stolz gesellschaftlichen Vorurteilen etwas entgegenzusetzen. Wir wollen in Greifswald an diese Ideen anknüpfen. Zuerst hatten wir die Idee einer Parade durch die Stadt. Wir haben aber festgestellt, dass es dabei für uns viele Barrieren gibt, zum Beispiel durch Kopfsteinpflaster oder Reizüberflutung. Daher haben wir uns für die Festival-Variante entschieden.

              Wer sind die Veranstaltenden des Festivals? Wofür setzen sie sich ein?

              An der Planung des Festivals beteiligt sind unter anderem Vertreter*innen des queeren Projektes Qube, der AG Barrierefreie Stadt Greifswald, der Autismus-Selbsthilfegruppe Greifswald und des Gehörlosen Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Unterstützt wird das Festival außerdem vom Behindertenbeauftragten der Stadt Greifswald und vom AStA-Referat für soziale Aspekte und Gleichstellung. Die meisten Personen aus unserer Gruppe sind selbst von Ableismus oder Psychopathologisierung betroffen. Wir setzen uns also aus einer Erfahrungsperspektive für den Abbau von Diskriminierung ein.

              Warum wird das Festival überhaupt veranstaltet? Gab es einen oder mehrere bestimmte Gründe dafür?

              Mit dem Festival wollen wir behinderte und verrückte Kultur feiern, Raum für Austausch schaffen, informieren und politische Forderungen formulieren. Eingeladen sind explizit alle Interessierten, denn wir finden, das Festival ist auch eine wunderbare Möglichkeit, eigene Bilder im Kopf zu reflektieren. Die Idee, etwas in die Richtung zu organisieren, entstand ursprünglich bei einem Treffen mit Qube, dem Behindertenbeauftragten der Stadt und der Vorsitzenden der AG Barrierefreie Stadt. Wir haben uns damals über unsere verschiedenen Lebensrealitäten und Perspektiven ausgetauscht, zum Beispiel auch darüber, was es heißt gleichzeitig behindert und trans* zu sein. Daraus entstand der Wunsch, etwas zu erschaffen, das verschiedene Lebensrealitäten zusammenbringt.

              Warum braucht ausgerechnet Greifswald ein Festival zu der Thematik?

              Was es aus unserer Sicht unbedingt braucht, ist eine Stärkung und Vernetzung von Selbstvertretungen. Perspektiven von behinderten, queeren und anderen diskriminierten Personengruppen sind in der Öffentlichkeit viel zu wenig präsent. Immer noch wird über uns geredet statt mit uns und viel zu oft wird über uns entschieden. Dabei sind Selbsterzählungen oft ganz anders als die Bilder, die andere Menschen über uns haben. Unsere Bedürfnisse, Vorstellungen und Fähigkeiten sind oft ganz anders als das, was die Gesellschaft für uns vorsieht. Das Festival ermöglicht Selbstermächtigung und die Formulierung von Wünschen und Forderungen für gesellschaftliche Veränderungen.

              Was können Besucher*innen von dem Festival erwarten?

              Wir starten mit zwei Workshops, einem DGS-Schnupperkurs und einem Workshop zum Thema Audismus. DGS bedeutet Deutsche Gebärdensprache. Audismus ist die Diskriminierung von gehörlosen und tauben Menschen. Danach geht es weiter mit einem Info-Café. Die an der Orga beteiligten Gruppen stellen sich mit Infoständen vor. Außerdem wollen wir an einer Pinnwand politische Forderungen sammeln, die wir später auf der Bühne vorlesen. Den Abschluss des Festivals bildet dann unser Bühnenprogramm. Es wird künstlerische Beiträge, Gebärden-Poesie und ein Konzert geben, aber auch Redebeiträge zu Themen wie „Queer und Behinderung“.

              Was hofft ihr durch das Festival zu erreichen?

              Ich persönlich und ich denke auch andere Menschen aus der Orga-Gruppe haben im Planungsprozess unheimlich viel gelernt. Von den anderen aus der Gruppe, aber auch zum Thema Barrierefreiheit bei Veranstaltungen. Außerdem war es super empowernd sich in einem Raum auszutauschen, in dem die Normen der Mehrheitsgesellschaft keine so große Rolle spielen. Ich hoffe, dass wir ein bisschen von all dem auch den Menschen vermitteln können, die unser Festival besuchen.

              Habt ihr weitere Projekte in der Art geplant?

              Momentan fokussieren wir uns auf die Organisation unseres Disability & Mad Pride Festivals am 7. Mai. Ich denke aber, dass wir auf jeden Fall in irgendeiner Form an die entstandene Vernetzung anknüpfen werden.

              • Hier noch einmal die gebündelten Fakten:

              • Was? Disability & Mad Pride Festival
              • Wann? Samstag, 7. Mai, 14 bis 19 Uhr
              • Wo? STRAZE drinnen und draußen
              • Mehr Information findet ihr auf der Website zum Festival.

              Beitragsbild: bereitgestellt von Qube

              Pride-Monat in Greifswald – Was bleibt?

              Pride-Monat in Greifswald – Was bleibt?

              Die Regenbogenflagge flatterte im Wind. Nicht nur vor dem Greifswalder Bahnhof, sondern überall auf der Welt, denn Juni ist der Pride-Monat. Was hatte es damit auf sich? Wie ernst nimmt Greifswald den Kampf für die Rechte der LGBTQ+-Community? Wir haben nachgefragt.

              Ein Bericht von Veronika Wehner, Marcel Knorn und Anne Frieda Müller

              In der Nacht auf den 28. Juni 1969 durchsuchte die New Yorker Polizei die beliebte Schwulenbar Stonewall Inn in der Christopher Street. Solche Razzien hatte es schon öfter gegeben, doch noch nie hatte sich die Community gewehrt – bis zu jenem Tag im Juni vor 52 Jahren. Auf die Gegenwehr folgten weitere Demonstrationen und Proteste der LGBTQ+-Community, die damals in den USA mit deutlichen Einschränkungen zu kämpfen hatte. 

              Zur Erinnerung an die Proteste gilt der Juni seit vielen Jahren als Pride-Monat. Seitdem hat sich viel getan, nicht nur in den USA, sondern auch in Europa. Wir haben uns in Greifswald nach Regenbögen umgeschaut und fragen uns: Ist unsere Stadt tolerant oder ist das alles Regenbogenwäscherei? 

              Alles in allem scheint der Anfang gemacht, doch es gibt noch viel zu tun. Das sieht auch Jamie vom Qube in Greifswald so:

              „Einerseits denke ich, dass der Pride-Monat zu einer erhöhten Sichtbarkeit für queere Themen führen kann. Andererseits gibt es mittlerweile viele, insbesondere größere, Firmen, die den Pride-Monat nutzen, um durch Regenbogenkampagnen Profit zu erhalten – und sich dadurch einen ‚progressiven‘ Anstrich verpassen… Deshalb nehme ich den Pride-Monat mit einem gewissen Zwiespalt wahr – denn wenn ich einen Schuh mit einer ‚Nichtbinär-Flagge‘ kaufen möchte, im Anmeldeformular allerdings angeben muss, ob ich eine Frau oder ein Mann bin, läuft definitiv etwas falsch.“

              Die Community 

              Unseren ersten Halt legen wir bei den Initiativen ein, die sich für ein buntes Greifswald einsetzen. Qube, „ein queeres Bildungs- und Antidiskriminierungs-Projekt aus Greifswald”, hat im vergangenen Mai und Juni die Aktionswochen für queere Vielfalt veranstaltet, der webmoritz. berichtete. Nach eigenen Aussagen legt das Projekt selbst keinen besonderen Fokus auf den Pride-Monat. Diskriminierung finde schließlich das ganze Jahr statt, also müsse man sich auch das ganze Jahr dagegen engagieren. 

              Die Initiator*innen sehen in Greifswald zumindest schon einige Voraussetzungen erfüllt, um Rechte für alle zu gewährleisten. Zum Beispiel, dass die Stadt eine Gleichstellungsbeauftragte ernannt habe. Dennoch gibt es beispielsweise noch keine qualifizierten Beratungsangebote für trans* und inter* Menschen sowie für mehrfach Diskriminierte, etwa queere Geflüchtete. 

              Für die Belange queerer Studierender setzt sich an der Universität die Gender Trouble AG ein. Der Pride-Monat werde in Greifswald in ihren Augen nicht besonders groß aufgezogen. Den Höhepunkt bildete die Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter*- und Trans*phobie (IDAHOBIT*) am 17. Mai auf dem Marktplatz und am Theater. Entscheidend dabei wirkte das Aktionsbündnis Queer Mecklenburg-Vorpommern mit, auch der Bürgermeister sprach dort. Künftig möchte sich die Gender Trouble AG mit anderen Gruppen in MV vernetzen. Auf ihrem Instagram-Account stellt sie derzeit queer gelesene Film- und Buchautor*innen vor. 

              Vielleicht wird es in der nächsten Zeit schon ein bisschen bunter auf Greifswalds Straßen. Einige Aktive möchten in den kommenden Jahren eine Pride-Parade in der Hansestadt auf die Beine stellen. Wie es weitergeht, könnt ihr auf dem Instagram-Account pride.greifswald erfahren.

              Große Firmen: Alles nur Regenbogenwäscherei?

              Regenbogenflaggen zierten im Juni die Aktionsbroschüren vieler Handelsketten. EDEKA warb in seiner Werbebroschüre zum Beispiel mit dem Spruch „EDEKA zeigt Flagge!” – umrahmt von den Farben des Regenbogens. Wir haben Edeka gefragt, für wie wichtig der Konzern den Pride-Monat hält und wie sich der Verband außerhalb davon für Toleranz einsetzt. 

              Die Antwort der Pressestelle von EDEKA liest sich eher schwammig: Der Verband stünde für Vielfalt und Toleranz. Alle Mitarbeitenden erhielten Wertschätzung und Förderung, unabhängig von Geschlecht, ethnischer Herkunft oder sexueller Orientierung. Explizite Handlungen nannte der Betrieb nicht. 

              Auch das Schaufenster von Apollo Optik in der Langen Straße ziert ein prominent platzierter Regenbogensticker. Wir fragen die Pressestelle des Konzerns die gleiche Frage wie zuvor EDEKA. Die Antwort der Pressestelle liest sich zunächst ähnlich schwammig. 

              Doch auch unabhängig vom Pride-Monat Juni unterstützt der Konzern Aktionen wie beispielsweise die Charta der Vielfalt. Außerdem probiere die Firma, ihre Reichweite zu nutzen, um die Sichtbarkeit der LGBTQ+-Community zu stärken. Im Firmenmagazin stellte sich zuletzt beispielsweise ein Berliner Filialleiter vor. Im Fokus stand nicht nur seine Arbeit am Brillenregal, sondern auch sein Hobby Drag. 

              Wer aus dem Kreisverkehr in die Lomonossowallee einbiegt, wird schnell von den Regenbogenflaggen gegrüßt, die ganzjährig vor dem REWE-Supermarkt wehen. Auf Nachfrage hin ist das Symbol deutschlandweit an Filialen der REWE-Gruppe zu finden, zu der auch die toom-Baumärkte, PENNY und die DER-Reisebüros gehören.

              Das Hissen der Flagge scheint zwar eher eine Firmendirektive zu sein, die Pressestelle nennt dafür aber konkrete Maßnahmen, mit denen sich der Konzern engagiert. Das firmeneigene Diversity-Netzwerk di.to. bietet von Diskriminierung betroffenen Mitarbeitenden unter anderem Stammtische und Beratungsangebote. 

              Was macht die Stadt?

              Bild: Lena E. Schröpl

              „Jeder Mensch ist gleich viel wert”, antwortet die städtische Pressestelle auf unsere Anfrage. Der Pride-Monat sei nötig, so lange queere Menschen ausgegrenzt und diskriminiert werden. Die Stadt selbst fördert Aufklärungsprojekte wie „Jugend kann bewegen e. V.” und Bücherpakete für diversitätsbewusste Bildung an Greifswalder Kitas. 

              Auf Entscheidung der Stadt hin begrüßten im Mai und Juni Regenbogenflaggen die ankommenden Gäste der Stadt vor dem Bahnhof. Greifswald will sich so offen und für alle sichtbar als weltoffene und bunte Stadt zeigen, denn das, so Oberbürgermeister Dr. Fassbinder, ist die Stadt auch. 

              Kulturhäuser als Vorbild

              Nicht weit vom Regenbogen am Schaufenster des Optikers springt einem am Caspar-David-Friedrich-Zentrum der nächste bunte Sticker ins Gesicht. Der sei zwar erst neu, solle jedoch dauerhaft ein Bekenntnis für Vielfalt und Solidarität sein, betont die geschäftsführende Leiterin Carola Barth. Das Zentrum wolle Solidarität mit allen diskriminierten Gruppen erreichen. Dem stehe nur ein Stein im Weg, gibt Barth zu: Einen barrierefreien Umbau lasse der Denkmalschutz nicht zu.

              Regenbögen zierten nicht nur als Sticker und Flaggen die Stadt, auch die Fassade des Theater Vorpommern leuchtete im Frühling in bunten Farben. Anlässlich des IDAHOBIT* hatten sich die Initiativen Queer MV und Qube das Theater bewusst als Partner gesucht. Das Theater sei bekannt dafür, diese Ziele zu unterstützen, teilt uns der Leiter der Pressearbeit Hans Heuer mit. 

              Ab November wolle das Haus etwa eine queere Tanzveranstaltung initiieren. Geplant sei außerdem ein queerer Theatergänger*innen-Club, der mit dem deutsch-polnischen Partnerschaftsprojekt Fahrten nach Stettin unternimmt. „Wenn es in der ganzen Gesellschaft so zuginge wie im Kulturbereich”, sagt Heuer stolz, „dann hätten wir es wirklich mit der hundertprozentigen Akzeptanz geschafft.”

              Die Hochschulgruppen

              Wir haben auch die Hochschulgruppen der Parteien gefragt, was der Pride-Monat für sie bedeutet. Alle Gruppen, die auf die Anfrage geantwortet haben, schreiben, dass ihnen die Sichtbarkeit und die Solidarität mit der LGBTQ+-Community sehr wichtig sei. 

              Die CampusGrünen verweisen darauf, dass sie zwar aktuell nicht aktiv sind, ihnen das Thema aber schon immer am Herzen gelegen habe. Die JuSos wollen als Unterstützer*innen der Community immer ansprechbar sein. Ihnen sei daher wichtig, sich etwa bei Christopher Street Days präsent zu zeigen sowie auf Aktionstagen im ganzen Land. 

              Auch die Liberale Hochschulgruppe nahm am 26. Juni am CSD in Schwerin teil. Gerade in Anbetracht der Diskussionen, wie sie um die Fußball-EM entbrannt waren, sieht sie den Pride-Monat immer noch als notwendig an. DIE PARTEI antwortet mit gewohntem Humor: Sie zelebriere den Pride-Monat unter dem Motto „Polygamie first, Bedenken second”. Aber mit ausreichend Schutz, bitte. 

              Die SDS antwortete nach mehrmaligen Anfragen nicht auf unsere Nachrichten.

              Fazit: Sichtbarkeit allein löst die Probleme nicht

              In Greifswald gibt es ein Bewusstsein für die Diskriminierung der LGBTQ+-Community. Neben Versuchen, auf den Regenbogen-Zug aufzuspringen, gibt es in der Hansestadt deutlich mehr ernstgemeinte Unterstützer*innen. 

              Trotz der Solidaritätsbekundungen läuft in Greifswald auch vieles falsch: Am 24. Juni schlugen Unbekannte in der Bahnhofsstraße die Scheibe des Koeppenhauses ein und traten einen Aufsteller um. Hinter der Scheibe waren die Regenbogenflagge und das Programm der queeren Aktionstage zu sehen. Das Koeppenhaus postete den Vorfall auf Instagram. 

              Es wurde eine Anzeige wegen Sachbeschädigung aufgenommen, von LGBTQ+-Feindlichkeit fand sich im Polizeibericht jedoch kein Wort. Doch Tom vom Koeppenhaus ist sich sicher: Es ging nur um diese eine Scheibe, nur um die Regenbogenflagge. Für ihn trägt die Tat eine eindeutige Botschaft. Die Rechnung für die Scheibe bezahlte die Stadt, der das Haus offiziell gehört. Damit Greifswald auch wirklich eine weltoffene und tolerante Stadt ist und bleibt, wird Geld jedoch nicht ausreichen.

              Beitragsbilder: Anne Frieda Müller