Zwei Kindermorde, umstrittene Prozesse, ein bahnbrechender Bluttest: Die neue Greifswalder Krimi-Führung macht True Crime erlebbar.
Greifswald – Es ist ein milder Sommerabend. Das Licht der untergehenden Sonne taucht den Rubenowplatz in goldenes Licht. Vor dem Denkmal haben sich Menschen versammelt – neugierig, lauschend. Ein Mann tritt vor, in der Hand ein vergilbtes Foto, auf dem das alte Schwurgerichtsgebäude zu erkennen ist. Was folgt, klingt wie die Szene eines Krimis – ist aber passiert. Genau hier.
Zwei Kinder verschwinden auf Rügen beim Brombeerpflücken. Wenig später tauchen ihre Leichen auf – verstümmelt, und die Körperteile verstreut. Ein Verdächtiger ist schnell gefunden: Dessen blutverschmierte Kleidung reicht den Ermittlern als Beweis. Doch der Beschuldigte hat eine Erklärung: Es handle sich gar nicht um Blut, sondern um sogenannte Tischlerbeize. Ein Mittel zum Einfärben von Holzflächen.
Die Ermittler zweifeln, und stehen vor einem großen Problem: Anfang des 20. Jahrhunderts konnte niemand nachweisen, ob es sich bei den dunklen Flecken wirklich um Blut handelte – geschweige denn um menschliches.
True-Crime mitten in Greifswald: Zwei Morde, eine Führung
An diesem Punkt der Geschichte, verlagert sich die Handlung nach Greifswald. Und heute – knapp 100 Jahre später – beginnt auch Fabian Kleinkes Krimi-Führung „Dem Täter auf der Spur“. Die einzigartige Stadtführung lädt jetzt dazu ein, einen spektakulären Kriminalfall aus der Zeit um die Jahrhundertwende hautnah zu erleben.
Die Tour führt vom Rubenow-Denkmal über die Domstraße bis zum alten Hygiene-Institut – vier Stationen, die alle eng mit dem Fall verknüpft sind. Kleinke erzählt dabei nicht nur, er rekonstruiert, erklärt, zeigt Originalfotos und archivierte Gebäudechroniken. Seine Tour ist keine klassische Stadtführung, sondern ein True-Crime-Fall im Stadtraum.
Im Interview mit den moritz.medien spricht Kleinke von seinem Anspruch, „Geschichte erfahrbar zu machen“ – über bloße Fakten hinaus. Seit über zehn Jahren lebt er in Greifswald, und doch sei es „faszinierend zu sehen, wie stark dieser Fall mit der Stadt verknüpft ist“. Als Tourguide für die dunkleren Kapitel des Heimathafens berichtet er davon, wie „hier in der Stadt“ einst Wegweisendes geschah – juristisch, wissenschaftlich und gesellschaftlich.
Was die Tour besonders macht, ist Kleinkes akribische Vorbereitung. Er hat Gebäudechroniken aus dem Stadtarchiv kopiert, historische Aufnahmen recherchiert, Fundstücke gesichtet. Alles bringt er mit zur Führung – zum Anfassen und Nachfühlen. „Ich will, dass Geschichte greifbar wird“, erklärt er. „Nicht als Faktentext – sondern als Erleben.“ Dass dabei auch Diskussionen entstehen, ist gewollt. „Oft bleiben die Leute nach der Führung noch stehen. Es ist spannend, was für Gespräche daraus entstehen.“
Im Interview erzählt Kleinke von seinen eigenen umfassenden Recherchen zu dem historischen Mordfall, der später vor dem Greifswalder Schwurgericht (s. Foto links) verhandelt wurde.
Dort ging es um weit mehr als Schuld oder Unschuld – es prallten ganze Welten aufeinander: Medizin gegen Jurisprudenz, Fortschritt gegen Dogma, Zweifel gegen Härte. Am Ende standen zwei Prozesse und zwei Todesurteile.
„Das ist kein erfundener Krimi. Das ist passiert – hier, in diesen Straßen“
„Ich will, dass die Leute verstehen: Das ist kein erfundener Krimi. Das ist passiert – hier, in diesen Straßen“, sagt Kleinke. Auf seiner rund 45-minütigen Tour erzählt er nicht nur vom Mordfall selbst, sondern auch von den Orten, an denen sich die Geschichte entfaltet hat: von der Untersuchungshaft im Greifswalder Gefängnis, vom Streit zwischen Gutachtern und Staatsanwälten, und von einem Urteil, das sogar unter den Nationalsozialisten Bestand hatte – bis diese selbst das letzte Kapitel schrieben.
Die Geschichte endet bei einer Gedenktafel in Stralsund – und mit dem dunklen Kapitel des NS-Euthanasiewahns.
„Der Fall zeigt, wie stark ein Verbrechen ein System herausfordern kann“, so Kleinke. „Und wie tief die Spuren noch über 100 Jahre später reichen.“
Die Greifswalder Krimi-Tour läuft „solange es abends warm ist“
Ursprünglich handelte es sich bei Fabian Kleinkes Führung, um eine Art Sommerprojekt. Doch inzwischen ist „Dem Täter auf der Spur“ fester Bestandteil im Greifswalder Veranstaltungskalender – und Kleinke denkt noch nicht ans Aufhören: „Ich mache das, solange es abends warm ist“, erzählt er lachend. Termine gibt es über den Sommer hinweg regelmäßig, neue Daten werden laufend ergänzt.
Die nächste Tour findet am Mittwoch, 30. Juli um 18:30 Uhr und am Sonntag, 3. August um 15:30 Uhr statt.
Was passiert sonst? Uni & Wissenschaft: Geschichte der Virologie – Am Sonntag, den 3. August 2025, lädt der Naturerlebnispark Gristow (Wiesenweg 1A, Mesekenhagen) von 14:00 bis 17:00 Uhr zu einer wissenschaftlichen Führung durch die Geschichte der Virologie ein. Der Rundgang bietet Einblicke in historische Entwicklungen und zentrale Etappen der Virusforschung.
Region und Politik: Fotoausstellung „Inhabited Spaces“ – Am 28.07.2025 zeigt eine Ausstellung eindrückliche Fotografien über das Leben in Gaza und dem Westjordanland. Eine künstlerische Auseinandersetzung mit politischen Realitäten und regionalen Konflikten.
Kultur & Sport: KinoAufSegeln: THE RIDER – Am Samstag, den 2. August 2025, wird um 21:15 Uhr auf der Museumswerft der vielfach ausgezeichnete Film The Rider gezeigt. Das Open-Air-Kinoformat KinoAufSegeln verbindet großes Kino mit maritimer Atmosphäre. Direkt am Wasser, unter freiem Himmel.
Bild: Canva, Idee (Fabian Kleinke), KI-generiert, Konstantin Ochsenreiter (collage)
Was geht eigentlich ab in Greifswald? Ihr wollt etwas unternehmen, wisst aber nicht, was? Wir haben da was für euch! Ob kreative Workshops, spannende Vorträge oder faszinierende Ausstellungen – hier stellen wir euch jede Woche unsere Veranstaltungstipps rund um die Themen Uni und Wissenschaft, Politik und Region sowie Kultur und Sport vor.
Universität & Wissenschaft
Was bewegt die Atmosphäre? – und was bringt sie aus dem Gleichgewicht? Dr. Axel Kleidon vom Max-Planck-Institut erklärt anschaulich, wie Sonnenenergie, Temperaturunterschiede und globale Dynamiken zusammenspielen – mit aktuellem Blick auf den Klimawandel.
Wo? Alfried Krupp Wissenschaftskolleg
Wann? Dienstag, 8. Juli, 18:00 Uhr
Universität im Rathaus: Digitales Orgelmusikverzeichnis: Wie kann man hunderte Jahre alte Orgelmusik heute digital erschließen? Prof. Dr. Matthias Schneider stellt ein interdisziplinäres Forschungsprojekt vor, das Musikgeschichte, Datenbanken und kluge Suchlogik verbindet.
Wo? Rathaus
Wann? Montag, 7. Juli, 17:00 Uhr
Region & Politik
Sei dabei, wenn die 1. außerdentliche Sitzung des Studierendenparlaments tagt.
Wann? Dienstag, 8. Juli, 20 Uhr c.t.
Wo? Hörsaal 2, ELP 6
HGWomen goes ländliche Räume: Ein Netzwerkabend für Frauen mit Ideen, die auch jenseits der Großstadt gründen wollen. In entspannter Atmosphäre geht’s um Austausch, Mutmachen und konkrete Tipps zur Selbstständigkeit im ländlichen Raum.
Wann? Mittwoch, 09. Juli, 17:00 Uhr
Wo? Festhof Schwedenschanze
Vernetzungstreffen für Engagement & Demokratie: Ob Verein, Klimagruppe oder Lokalpolitik: Wer sich engagiert, steht oft vor ähnlichen Herausforderungen. Dieses Treffen bringt Menschen aus der Region zusammen, die aktiv mitgestalten wollen – mit Raum für Diskussion, Planung und neue Allianzen.
Wann? Freitag, 12. Juli, 11:00 Uhr
Wo? STRAZE
Kultur & Sport
Der König der Zäune – Theater: Ein satirisches Stück über Heimat, Grenzen und Identität. Mit bissigem Witz erzählt das Ensemble von kleinen Gartenzäunen und großen gesellschaftlichen Mauern – und davon, was uns trennt und verbindet.
Wann? Mittwoch, 10. Juli, 20:00 Uhr
Wo? Theaterwerft
No one in the world – Musical: Ein Musical über das Gefühl, allein zu sein – und darüber, wie viel Verbindung wir trotzdem brauchen. Mitreißende Musik und starke Stimmen machen diese Eigenproduktion der Musikschule Greifswald zu einem besonderen Sommerhighlight.
Was geht eigentlich ab in Greifswald? Ihr wollt etwas unternehmen, wisst aber nicht, was? Wir haben da was für euch! Ob kreative Workshops, spannende Vorträge oder faszinierende Ausstellungen – hier stellen wir euch jede Woche unsere Veranstaltungstipps rund um die Themen Uni und Wissenschaft, Politik und Region sowie Kultur und Sport vor.
Kultur und Sport
Am Wochenende finden die Eldenaer Jazz Evenings statt. Genießt Sie „Das sanfte Jazzfestival des Nordens“ unter freiem Himmel! Zwei Abende mit jeweils drei Jazzgruppen versprechen eine stimmungsvolle Atmosphäre in historischer Kulisse
Wo? Klosterruine Eldena
Wann? Freitag, 4. Juli, und Samstag, 5. Juli 2025, jeweils Beginn um 19:00 Uhr
Tickets? Festivalpass: 46 €, Tageskarte je 28 € (22 € ermäßigt) – den Link findet ihr hier
Entfalten Sie Ihre künstlerische Seite beim Aktzeichnen mit Karin Wurlitzer! Dieser Workshop ist ideal für Einsteiger*innen und Fortgeschrittene, die ihre Fähigkeiten im figürlichen Zeichnen erweitern möchten.
Wo? Soziokulturelles Zentrum St. Spiritus
Wann? Samstag, 5. Juli 2025, um 10:00 Uhr
Tickets? 22 €, ermäßigt 20 €
Region & Politik
Sei dabei, wenn die 5. ordentliche Sitzung des Studierendenparlament tagt. Es stehen wichtige AStA-Wahlen an. Erlebe, wie Entscheidungen debattiert werden, die deinen Studienalltag direkt beeinflussen. Diskutiere mit zu Themen wie digitalen Studierendenausweisen, studentischem Wohnraum, der Ausfinanzierung der Studierendenwerke oder der Versorgung mit Periodenprodukten.
Wann? Dienstag, 1. Juli, 20 Uhr
Wo? Hörsaal 2, am ELP 6
Meine Freiheit. Deine Freiheit – Ausstellung des Anne-Frank-Zentrums: Tauchen Sie ein in sechs bewegende Biographien von Menschen, die im Nationalsozialismus Widerstand leisteten. Diese Ausstellung regt zum Nachdenken über Freiheit und Mut an und wird am Samstag zusätzlich durch eine Führung des Anne-Frank-Zentrums bereichert.
Wann? Die Ausstellung ist die ganze Woche verfügbar (z.B. Montag, 30. Juni 2025, Dienstag, 1. Juli 2025, Mittwoch, 2. Juli 2025, Donnerstag, 3. Juli 2025, Freitag, 4. Juli 2025, Samstag, 5. Juli 2025, Sonntag, 6. Juli 2025).
Eine spezielle Ausstellungsführung findet am Samstag, 5. Juli 2025, um 10:00 Uhr statt.
Wo? Jacobikirche
Universität & Wissenschaft
David d’Angers’ Goethebüste als Beitrag zur Völkerverständigung. Erfahren Sie in diesem fesselnden Fellow Lecture von Professor Dr. Gregor Wedekind, wie David d’Angers’ Goethebüste einen Beitrag zur Völkerverständigung leistete. Ein tiefgründiger Vortrag, der Kunst und internationale Beziehungen miteinander verbindet.
Wann? Montag, 30. Juni 2025, um 18:00 Uh
Wo? Alfried Krupp Wissenschaftskolleg
Zwei spannende Vorträge von Sarah-Matio Elangwe Milo und Dipl.-Pharm. Phillip Lübcke vom Helmholtz-Institut für One Health zu hochaktuellen Themen: klinische Überwachung in den afrikanischen Tropen und Antibiotikaresistenzen in der Ostsee. Wissenschaft zum Anfassen!
Was geht eigentlich ab in Greifswald? Ihr wollt etwas unternehmen, wisst aber nicht, was? Wir haben da was für euch! Ob kreative Workshops, spannende Vorträge oder faszinierende Ausstellungen – hier stellen wir euch jede Woche unsere Veranstaltungstipps rund um die Themen Uni und Wissenschaft, Politik und Region sowie Kultur und Sport vor.
Kultur und Sport
Beim Sommer-Open-Air wird es romantisch. In der Streit von Pierre Carlet de Marivaux geht es um Lust und Liebe, Hingabe und Verrat. Bei kühler Sommerluft dreht es sich am längsten Tag des Jahres um die Frage, ob zuerst die Frauen oder Männer untreu wurden. Und spielt das überhaupt eine Rolle?
„Aus den Archiven: Mysteriös, Ungesehen, Verstaubt: Greifswalds antike Schätze“ heißt die nach wie vor bestaunbare Ausstellung in der zentralen Unibibliothek. Gezeigt werden seltene Gegenstände der Antike – und Einblicke in das wissenschaftliche Sammeln und Bewahren an der Universität, das sonst meist hinter verschlossenen Türen stattfindet. Mehr dazu findet ihr in diesem webmoritz-Artikel.
Wann? Geöffnet während den regulären Öffnungszeiten, Führungen gibt es immer dienstags von 15-16 Uhr sowie samstags von 11-12 Uhr und von 13-14 Uhr.
Eintritt? Eintritt und Führungen sind kostenlos
Region & Politik
Tauche ein in die Welt der Magie, Abenteuer und Fankultur! Die GreifFANcon verwandelt den Lohmeyer-Platz der Universität Greifswald in einen bunten Treffpunkt für alle, die Harry Potter, Naruto, Dungeons & Dragons und vieles mehr lieben. Ob du dich kreativ in Workshops austoben, spannende Panels besuchen oder einfach mit Gleichgesinnten ins Gespräch kommen möchtest – hier ist für jede*n etwas dabei. Pack dein Cosplay, schnapp dir Würfel oder Zauberstab und sei dabei, wenn Greifswalds erste Fan-Convention zum Leben erwacht.
Wann? Am Samstag von 10:00 Uhr bis ca. 19:30 Uhr
Wo? Auf dem Loeffler-Campus
In dieser Woche findet wieder die jährliche Greifswalder Bachwoche statt. Im Jahre 1946 gegründet, ist das Festival Geistlicher Musik im Norden das älteste Musikfestival in Mecklenburg-Vorpommern und bietet zahlreiche Konzerte und weitere Veranstaltungen.
Wann? In der gesamten Woche finden Veranstaltungen statt.
Wo? Zum Veranstaltungskalender kommt ihr unter diesem Link.
Universität & Wissenschaft
Die Gesundheits- und Nachhaltigkeitstage finden statt, mit vielen spannenden Angeboten, wie eine Umtopf-Aktion und Zimmerpflanzenberatung, ein Bike Fitting und ein Moor Escape Room. Einen Überblick dazu findet ihr hier.
Wann? Dienstag, 10:30 – 16:00
Wo? Beitz-Platz
Was lehrt uns KI über Sprache und Gesellschaft? Diese Frage stellt sich Prof Dr. Noah Bubenhofer, und diskutiert Konzepte von Autorschaft, Verantwortung und Interaktion.
Wann? Mittwoch, 18 Uhr
Wo? Kruppkolleg
Das Meer, das verbindet, oder das Meer, das abgrenzt? Karolina May-Chu beschäftigt sich mit der Ostsee als fließende Grenze in deutschen und polnischen Narrativen des Kalten Kriegs.
Heute geht´s wieder richtig ab im StuPa. Unter anderem gibt es heute mal wieder Wahlen. Falls euch die Stellen interessieren, könnt ihr auch einfach heute Abend vorbeikommen und euch initiativ bewerben. Viel Erfolg! In jedem Fall treffen wir uns um 20:15 Uhr am Ernst-Lohmeyer-Platz 6 (das Hörsaalgebäude) in Hörsaal 2.
Unter den folgenden Links findet ihr… das Drucksachenpaketder heutigen Sitzung, das Protokollder letzten Sitzung.
Die Tagesordnung der heutigen Sitzung findet ihr im Folgenden:
Wir begrüßen euch heute wieder zum StuPa-Ticker. Wir hoffen mal wieder, dass es SuPa wird und freuen uns auf konstruktive Diskussionen. Für euch tickern heute Lina, Luise, Konstantin und Adrian.
TOP 1 Begrüßung
Servus und Moin Moin!
Heute ist der Welt-Apfelwein-Tag, und das StuPa!
Robert begrüßt alle.
TOP 2 Formalia
Das vorliegende Protokoll der letzten Sitzung ist einstimmig angenommen.
Chris stellt einen GO-Antrag, den TOP 7 zum öffentlichen Auftritt des AStA nicht zu behandeln. Er habe auch in dem Antrag Rechtschreib- und Grammatikfehler gefunden – was okay sei.
Luis findet den Antrag sinnvoll: Er befürchtet, Erstis könnten die Internetpräsenz „unprofessionell“ finden.
Es wird abgestimmt und Chris‘ Antrag wird angenommen: Der Antrag zum öffentlichen Auftritt des AstAs wird nicht verhandelt. Die neue Tagesordnung wird mit einer Enthaltung angenommen.
TOP 3 Berichte
Robert erklärt, das Präsidium hätte jetzt endlich einen Computer. Toll.
Edona berichtet von der Senatssitzung. Frau Terodde, die bisherige Gleichstellungsbeauftragte, ist in Rente gegangen.
Sie habe ihren letzten Vortrag zur Gleichstellung gehalten, es ging hauptsächlich um die paritätische Besetzung in den Fakultäten, die vor allem durch Professuren erreicht wird. Bei den meisten Fakultäten sieht es schon gut aus mit der Parität, nur in der Theologie noch nicht.
Es gibt keine weiteren Berichte.
TOP 4 Fragen und Anregungen aus der Studierendenschaft
Irma möchte sich zu dem alten Tagesordnungspunkt äußern: Wenn Wünsche zur Öffentlichkeitsarbeit beständen, würde sich Irma freuen, wenn Luis sich direkt bei ihr melden würde.
Nadine, vom FSR Bio-Wissenschaften, hat eine Email erreicht. In dieser stand, dass über die Gründung eines FSR Humanbiologie spekuliert wurde. Sie bestehen zur Zeit aus 9 gewählten Mitgliedern und es ging darum die Gesamtheit der Studierenden zu vertreten. Es sei wichtig, dass keine Konflikte und Spannungen unter den Studierenden entstehen würden.
In der Humanbiologie sehe man, dass Zweidrittel gegen einen weiteren FSR wären. Nadine könne auch die Argumentation des restlichen Drittels „nicht nachvollziehen“, diese unterliege Fehlinformationen. Im Folgenden erläutert Nadine Argumente und möchte sich dazu äußern. Der FSR Bio-Wissenschaften sieht sich übergangen und kritisiert fehlende Kommunikation.
Robert erklärt aus der Sitzung der AG SHA. Dort hätten Vertreter*innen von dem Bestreben erfahren, und sie hätten sich der Sache angenommen.
Es gebe noch keine Entscheidung, Emma als Referentin für Hochschulpolitik wird sich erkundigen.
Nico bedankt sich beim FSR für das einbringen.
Robert erklärt, dass es das Gerücht und den Wunsch von der Trennung schon länger gegeben hätte. Da in der AG SHA gerade ein FSR zusammengelegt wird, würde es sich anbieten, die Trennung nun durchzuführen.
Nadine (FSR-Vorsitzende) erklärt, dass sie stets bemüht war, die Humanbiolog*innen zu inkludieren. Der Humanbiologie-Verein sei beispielsweise zu Sitzungen eingeladen worden – aber nicht gekommen.
Sie stellt fest:
„Wir haben alle Angebote gemacht“
doch dieser Schritt sei verletzend gewesen.
Robert begrüße einen anderen Blickwinkel und verweist nochmal auf die AG SHA.
Stupa-Chris erklärt, dass die UMG viele Veranstaltungen für den Master Humanbiologie veranstaltet. Zwischen ihm und Nadine (FSR) entwickelt sich eine hitzige Diskussion.
Es gibt keine weiteren Fragen und Anregungen.
20:39 Uhr
TOP 5 AStA Wahlen
5.1 Referent*in für Digitales
Es liegen keine Bewerbungen vor.
5.2 Referent*in für Internationales und Antidiskriminierung
Auch hier liegt keine Bewerbung vor, obwohl es hier sogar eine Aufwandsentschädigung gäbe.
5.3 Referent*in für Drittmittel und Wohnsitzprämie
Ebenfalls keine Bewerbung.
5.4 Referent*in für Lehramt
Keine Freiwilligen, keine Bewerbungen.
In Robert kommt der innere Auktionator hervor.
TOP 6 Wahl Datenschutzbeauftragte*r der Studierendenschaft
Auch dieses Amt bleibt ohne Bewerbung.
TOP NEU 7: Wahl Medienausschussmitglied
Josi (m.m GeFü) erklärt, dass sich Tjark bereits auf der heutigen Sitzung der moritz.medien vorgestellt, und sei einstimmig gewählt worden. Sie würde das gerne zur Bestätigung in den StuPa tragen.
Henry fragt ob Tjark Mitglied einer politischen Vereinigung etc. sei. Er ist Mitglied der JuSo-Hochschulgruppe.
Es kommt zur Abstimmung: Tjark ist einstimmig gewählt.
TOP 8 Antrag: Bestätigung Vorsitz der Ausschüsse und AG SHA
Robert erklärt, dass alle Ausschüsse jetzt besetzt und konstituiert worden seien.
Dieser Antrag ist mit einer Enthaltung angenommen.
TOP 9 Antrag: Uhrzeiten der Sitzungstermine
Phi bringt den Antrag ein, die Stupa-Sitzungen ab 19 Uhr starten zu lassen. Es würde für die Stupist*innen günstiger liegen, wenn die Sitzungen früher sind. Da das Parlament sich die Termine selbst geben könne, wäre es sinnvoll.
Einerseits spreche die Zugänglichkeit für die Hochchulöffentlichkeit als Argument für die späten Zeiten (Start um 20:15Uhr), andererseits gingen viele Stupist*innen übermüdert nach langen Sitzungen oft morgens in den Vorlesungen sitzen.
Es sollte keine Abwägung zwischen genügend Schlaf und einer Stimme im StuPa geben. Sollte es eine*n gewählte*n Stupist*in geben, welche*r zu dieser Zeit unpässlich wäre, würde Phi den Antrag zurück ziehen.
Marie spricht sich gegen den Antrag aus, und sagt, dass man dabei eine große Gruppe von Studierenden (bspw. Studierende der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät) ausschließen würde. Stattdessen spricht sie sich für „mehr Disziplin“ aus. Es werde zu oft über gleiche Sachverhalte diskutiert – Studierende auszuschließen wäre da der falsche Ansatz.
Luis lässt verlauten, dass sein Hochschulgruppenkollege Konstantin früher nicht könne.
Angelina hebt auch nochmal hervor, dass Maybritt nicht früher kann – die AStA Vorsitzende auszuschließen halte sie für unklug.
Paul könne sich vorstellen, dass Berichte beispielsweise auf später verlagert werden könnten. Auch Mediziner würden ausgeschlossen werden, da deren Veranstaltungen besonders früh beginnen würden.
Für beide Seiten gibt es Argumente. Noch bevor es zur Abstimmung kommt, zieht Phi den Antrag zurück.
20:48 Uhr
TOP 10 Sonstiges
Nico erkundigt sich nach dem Widerspruchsbescheid. Es geht hier um die vorgelegte AStA-Struktur.
Maybritt berichtet, der Hauptargumentationspunkt sei, dass das Wort „antifaschistisch“ im Referat für Politische Bildung steht.
Das StuPa kann entscheiden welcher Weg eingeschlagen wird.
Robert erklärt, im Gespräch mit dem Anwalt sei herausgegangen, dass dieser keine Erfolgsaussichten sehe. Der Anwalt meinte, der Titel bestimme nicht den Inhalt. Der AStA könne seine Veranstaltung trotzdem antifaschistisch gestalten, ohne dass das dokumentiert sei.
Auch Robert rät, nicht den Rechtsweg einzuschlagen, und den Empfehlungen des Anwalts zu folgen.
Silvio findet Roberts Ausführung sehr sinnvoll. Er wolle Geld sparen, wenn die Klage „eh sinnlos“ sei.
Henry stellt fest, dass er kein Jurist sei. Er weist darauf hin, dass es gemäß der neuen Landesverfassung Aufgabe staatlicher Stellen sei, sich faschistischem Gedankengut entschieden entgegenzustellen. Henry hält „von der Begründung recht wenig“ Es würde ihn interessieren ob Neutralitätspflichten sich auch auf den AStA beziehen. Er spricht sich stark für eine weitere anwaltliche Meinung aus.
Silvio sagt, der Widerspruchsbescheid sei rechtsgültig.
„Der AStA ist für die innere Organisation der Studierendenschaft zuständig“.
Die politische Funktion sei dienend, und der AStA sei durch einseitige Aktionen aufgefallen. Er sieht die Rechtslage im Widerspruchbescheid geklärt, und möchte nicht noch mehr Geld verschwenden.
Marie erfragt ob er unter Einseitigkeit verstehe, dass auch faschistische Veranstaltungen wieder stattfinden sollten. Sie sieht eine Verantwortung darin, in Zeiten in denen sich Faschismus in Hörsälen und auch den Straßen vermehrt findet, nicht aufzuhören sich aktiv dagegen zu stellen.
Jonathan schließt sich Silvio an. Der Bescheid sei sehr informierend und die Normen „eindeutig“. Er sieht die Aufgabe nicht beim AStA sondern eher beim Verfassungsschutz. Daraufhin streifen vereinzelte Lacher durch den Raum. Man kann Klage einwenden, wenn man sich lächerlich machen will, sagt Jonathan. Man tue gut daran, es sein zu lassen. Er gibt auch die Kosten für einen Anwalt zu bedenken, und rät dem Volljuristen zu vertrauen.
Paul erklärt der Bescheid käme vom Justiziariat – also von der Uni, welche sich selbst für Demokratie einsetze. Er empfindet den Zwist als einen „Streit um Begrifflichkeiten“.
Er halte es für sinnvoll, sich weniger um Wortklauberei und mehr um Inhalte zu kümmern.
Silvio stimmt zu. Er echauffiert sich über die Anprangerung über das Wort „Beamter“ an. Er appelliert, dass die AStA-Mitglieder Vertreter*innen des öffentlichen Rechts seien, und zur Neutralität angehalten seien. Er wolle „nicht weiter Geld verbrennen“. Der angespannten Haushaltslage seien bereits Projekte zum Opfer gefallen.
Henry empfiehlt weitere Anwälte, und befürchtet dass „Sachlagen vermengt werden“.
Er möchte sich nicht auf die Einschätzung des RCDS verlassen. Auch möchte er nicht die Angelegenheiten vermischen: Es geht hier um den Titel, nicht um die AStA-Mail. Er spricht sich für eine weitere anwaltliche Meinung aus, weil da ungeklärte Gemengelagen vorliegen. Eine weitere anwaltliche Prüfung erachtet er für sinnig.
Silvio empfiehlt eine Pro-Bono Beratung, und er wisse bereits wie die Beurteilung ausgehe. Er empfinde die Situation weiterhin für aussichtslos. Es ließe sich der Studierendenschaft gegenüber nicht erklären dieses Geld auszugeben, wenn an anderen Stellen (bspw. bei GreiMUN) Unterstützung für Lehrangebote und -fahrten gekürzt werden.
Eine Person fragt, was für eine E-Mail gemeint sei.
Maybritt klärt die Situation auf. In einer Mail sei ein aktives Zeichen gegen Rechtsextremismus gefordert worden. Explizit wurde dazu aufgerufen am 07. Mai in Demmin gegen Rechtsextremismus zu protestieren. Weiter sei aufgerufen worden, vor dem Hintergrund des Verfassungsschutzes demokratisch bei der Landratswahl zu wählen.
Robert holt ein Meinungsbild ein. Wer möchte den Widerspruch hinnehmen, wer nicht? Es gibt acht Stimmen dafür, den Widerspruch zu akzeptieren, und „mehr“ Stimmen dagegen.
Für eine weitere anwaltliche Beratung (zunächst entgeldfrei, ansonsten mit verbundenen Kosten) sind „mehr“ Stimmen dafür und sieben dagegen.
Stupa-Chris hat eine technische Frage: Wie wurden solche Probleme in der Vergangenheit gelöst?
Henry klärt auf, dass damals ein Widerspruch „verbaselt“ worden sei. In der Folge hätte es nur das Referat für politische Bildung gegeben – nicht das Referat für politische Bildung und Antifaschismus.
Silvio schlägt vor, den Verfasser des Widerspruchs ins StuPa einzuladen, damit er den Sachverhalt erklären könne, bevor über Kosten entschieden wird.
Maybritt weist darauf hin, dass es auch Anwältinnen gäbe, an die man sich wenden könne. Sie rät zwar von einer Einladung ab, man könne das trotzdem gerne machen.
Luis erfragt, warum auf der Internetseite noch immer „politische Bildung und Antifaschismus“ stehe. Nach kurzer Prüfung stellt sich allerdings heraus, dass das nicht stimmt. Auf welcher Universitätsseite Luis dieses Referat gesehen hat, erscheint fraglich – Greifswald war es nicht.
Jonathan bittet um Transparenz: Welche Anwält*innen konsultiert würden und welche laufenden Kosten entstünden, interessieren ihn. Außerdem spricht er sich für einen guten und transparenten Austausch bei dem Thema aus.
Henry weist darauf hin, dass die Bezeichnung für Moritz‘ Amt korrekt sei.