von Christopher Denda | 12.04.2011

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Israel ist das Land im Nahen Osten, welches am meisten mit der deutschen Geschichte verwoben ist. Es verbindet als schmaler Streifen Afrika und Asien. Der Großteil des Staatsgebietes ist identisch mit dem Land Israel, welches aus der Bibel bekannt ist.
Israel ist ein moderner Staat in einer geographisch und klimatisch abwechslungsreichen Region. So gibt es schneebehangene Berge im Norden neben der trockenen Wildnis im Süden, verlassene Gebiete neben modernen und lebendigen Städten. Israel ist nicht nur ein reiches und faszinierendes ethnisches und religiöses Mosaik, sondern besitzt auch zahlreiche Kultureinrichtungen und Unterhaltungszentren. Dank seiner reichen Geschichte und der Tatsache, dass es als Heiliges Land für die drei monotheistischen Religionen gilt, besitzt Israel auch zahlreiche antike und heilige Stätten. (mehr …)
von Oliver Wunder | 24.03.2011
„Es wird so sein, wie mit den Akkuschraubern: Immer wenn du sie brauchst, ist der Akku leer!“ So lautete ein anonymer Kommentar bei einer Umfrage zum Potenzial von Elektroautos in der Region Greifswald.

Übersichtskarte Modellregionen Elektromobilität. Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Mit diesem Thema beschäftigte sich Oliver Reif im Rahmen seiner Diplomarbeit am Geographischen Institut der Universität Greifswald. Seine inzwischen erfolgreich verteidigte Diplomarbeit trägt den Titel „Potenziale der Elektromobilität in peripheren Räumen am Beispiel der Region Greifswald: PKW-Nutzung und CO2-Minderungsszenarien“.
Im August 2009 hatte die damalige Bundesregierung den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität beschlossen. Bis 2020 sollen 1 Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen rollen. In den Städten und Stadtregionen Hamburg, Bremen/Oldenburg, Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Stuttgart, München, Dresden/ Leipzig und Berlin/Potsdam wurden zur Erprobung der Elektromobilität Modellregionen eingerichtet. In diesen sollen Technik, Infrastruktur, Nutzverhalten und Ansprüche an Elektroautos unter die Lupe genommen werden. Finanziert wird die Erprobung aus Mitteln des Konjunkturpakets II.
Die Modellregionen gehören ausschließlich zu den Verdichtungsräumen in Deutschland und zählen zugleich zu den europäischen Metropolregionen. Der ländliche Raum wird überhaupt nicht betrachtet. Hier setzte Reif mit seiner Arbeit an und fragt: Wie sehen die Marktentwicklungschancen der automobilen Elektromobilität in peripheren Räumen im Gegensatz zu Metropolregionen aus?
Nutzung im ländlichen Raum möglich
Um diese Frage zu klären, hatte Reif im Juni 2010 per Online-Umfrage die Bevölkerung von Greifswald und dem Umland, genauer aus den Ämtern Landhagen und Lubmin, zu Kfz-Bestand, Nutzung und gefahrene Kilometer, sowie die Einstellung der lokalen Bevölkerung zu Elektroautos befragt. 367 Haushalte mit 528 PKW nahmen an der Befragung teil.

Tägliche Fahrtwege zur Arbeit und zurück nach Hause. Diagramm: Oliver Reif.
Wichtig ist dabei die Strecke der täglichen Fahrtwege. Zur Arbeit und zurück nach Hause legen die Befragten zu über 90 Prozent unter 100 Kilometer zurück. Die Reichweite einer Akkuladung heutiger Elektrofahrzeuge liegt knapp über 100 Kilometer.
Auch die Parkraumsituation interessierte Reif. Drei Viertel der Fahrzeuge parken zu Hause auf privaten Stellflächen, bei denen die Mehrzahl über einen Stromanschluss verfügt. 71 Prozent der Fahrzeuge werden während der Arbeit durchschnittlich für achteinhalb Stunden auf einem Firmenparkplatz abgestellt. Damit besteht die Möglichkeit die Akkus der Elektrofahrzeuge zu Hause und auf der Arbeit zu laden.
37,5 Prozent der Befragten gaben an, sich den Kauf eines Elektroautos vorstellen zu können. Die Kaufbereitschaft ist also da, auch wenn die Mehrzahl bei der Neuanschaffung eines PKW Gebrauchtfahrzeuge oder günstige Neufahrzeuge bevorzugt. Reif schliesst aus den Ergebnissen, dass der von Bundesregierung für das Jahr 2020 angestrebte Elektrofahrzeug-Marktanteil von circa 2,3 Prozent im Raum Greifswald erreicht werden kann. Elektrofahrzeuge ließen sich sehr gut in die PKW-Nutzungssituation der Region Greifswald, die im übrigen nur wenig von der bundesdeutschen Fahrzeugnutzung abweicht, integrieren.
Nur langfristig hohes CO2-Minderungspotential
Die zweite Frage, die Reif in der Diplomarbeit stellt und beantwortet, lautet: In welchem Maße kann der Einsatz von Elektrofahrzeugen zu Minderungen der CO2-Emissionen in der Region Greifswald beitragen?
Anhand der amtlichen Zulassungsstatistik und der selber erhobenen durchschnittlichen Jahresfahrleistung rechnete Reif aus, dass ein durchschnittliches Auto aus der Region Greifswald einen CO2-Ausstoss von 193 g/km hat. Der Durchschnitt in Deutschland ist mit 179 g/km niedriger. Für die Zukunft geht er von einem Anstieg des Elektrofahrzeuganteils am Gesamtfuhrpark aus und berechnet damit das CO2-Minderungspotenzial.

CO2-Minderungspotenzial durch private Elektrofahrzeuge in der Region Greifswald nach Zeitpunkt und Stromquelle. Diagramm: Oliver Reif.
Kurzfristig betrachtet wird es nur eine geringe CO2-Reduktion geben, da die Marktdurchdringung der Elektroautos vorerst niedrig sein wird. Mit einem steigenden Anteil von Elektroaustos besteht aber langfristig ein großes Reduktionspotential. Die CO2-Gesamtemissionen der Stadt Greifswald würden durch den Einsatz von Elektroautos innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte nur um -0,4 bis -3,8 Prozent zurückgehen. Bis 2050 wäre aber eine Reduktion um 19,5 Prozent möglich. Es zeigt sich auch, dass der Einsatz von Ökostrom für die Elektroautos sich bei steigendem Marktanteil der Fahrzeuge langfristig auszahlt; es wird deutlich weniger CO2 emittiert als beim Strommix der Stadtwerke. Seine Diplomarbeit wird Oliver Reif demnächst online verfügbar stellen.
Am Ende kommt es also drauf an, welchen Strom das Elektroauto tankt. Nur sollte man immer wieder an das Aufladen denken. Sonst ist es tatsächlich so wie mit dem Akkuschrauber, der die Schraube langsam, nur bis zur Hälfte reinschraubt und dann ausgeht.
Fotos: nyuhuhuu // CC BY (Aufmacher), Karte: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Diagramme: Oliver Reif
von Marco Wagner | 22.03.2011

Dieses Jahr will Udo Pastörs durch Greifswald marschieren.
Nazis wollen erneut versuchen, in Greifswald Fuß zu fassen. Nachdem im vergangenen Jahr die NPD damit scheiterte, einen Stand auf dem Greifswalder Fischmarkt aufzubauen, will sie am 1. Mai erneut den Versuch starten, in Greifswald auf sich aufmerksam zu machen.
Wie aus einer Mitteilung des Informationsdienstes Nena.MV hervor geht, planen die neuen Nationalsozialisten einen Aufmarsch durch die Universitäts- und Hansestadt. Angemeldet wurde die Versammlung von Michael Grewe, Landesorganisationsleiter der NPD. Geht es nach dem Willen und Wünschen der Rechtsextremisten, sollen bis zu 500 Neonazis am ersten Mai in die Hansestadt kommen.
Aufmarschgebiet ist Schönwalde I und II
Vom Südbahnhof beginnend, wollen die Neonazis über den Ernst-Thälmann-Ring durch die Stadtteile Schönwalde I und II marschieren. Als prominentester Teilnehmer wird Udo Pastörs, Fraktionsvorsitzender der NPD im Mecklenburg-Vorpommerschen Landtag, erwartet. Darüber hinaus hat der Landtagsabgeordnete Tino Müller seine Anwesenheit angekündigt. Nach Informationen der Universitäts- und Hansestadt Greifswald wollte die Stadt im Vorfeld der Demo ein Koordinationsgespräch mit den Rechtsextremisten führen, was diese jedoch ablehnten.
Oberbürgermeister Dr. Arthur König kündigte einer Pressemitteilung der Stadt Greifswald zufolge an, in enger Abstimmung mit der Polizei versammlungsrechtliche Schritte gegen die angemeldete Versammlung unternehmen zu wollen. „Dabei wird auch entschieden, ob Voraussetzungen für ein Versammlungsverbot vorliegen. Sollte die Chance bestehen, die Demo zu verbieten, werden wir diese natürlich nutzen. Parallel dazu sind alle Greifswalder aufgerufen, sich gemeinsam der NPD entgegenzustellen. Wir wollen den menschenverachtenden Parolen mit bunten und vielfältigen Aktionen antworten. Dazu sind die Ideen aller Demokraten gefragt“, so König abschließend.
Bürgerschaft will über Gegenwehr beraten
Wie Andrea Reimann, Pressesprecherin der Stadt Greifswald, mitteilt, wird am kommenden Montag das erweiterte Präsidium der Bürgerschaft zusammentreten, um über eine gemeinsame Strategie gegen die Neonazis zu diskutieren. In der kommenden Woche möchte der Oberbürgermeister Vereine, Verbände und Initiativen ins Rathaus einladen, um gemeinsam Pläne für eine Gegenaktion zu schmieden. Bei den Vorbereitungen wolle man auch auf die Erfahrungen der Gegendemonstration von vor zehn Jahren zurückgreifen. Institutionen und Vereine, die Aktionen gegen den Aufmarsch der neuen Nazis unterstützen wollen, können sich an die Koordinatorin des Präventionsrates Dr. Christine Dembski wenden.
NPD möglicherweise nicht im kommenden Landtag vertreten

Ob die NPD erneut im Schweriner Landtag residieren wird, ist bislang fraglich.
In den vergangenen Monaten sind Neonazis in Greifswald vorwiegend durch Graffitis in der Innenstadt aufgefallen, mit denen sie gegen Homosexuelle hetzten und für die Mitgliedschaft in einer angeblich existierenden Nationalsozialistischen Hochschulgruppe warben. Zudem beschädigten Greifswalder Rechtsextremisten in der Vergangenheit Banner des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der Universität Greifswald und besprühten oder beklebten an mehreren Orten und Gebäuden der Stadt die Adresse ihres Internetportals.
Die NPD, welche am 1. Mai mit möglichst vielen ihrer Kameraden durch die Stadt Greifswald marschieren will, zog vor vier Jahren erstmals in den Mecklenburg-Vorpommerschen Landtag ein. Neuere Umfragen sehen die NPD jedoch nicht mehr im kommenden Landtag vertreten. Nach einer Spiegel-Online Befragung liegt die rechtsextreme Partei gegenwärtig bei 4 Prozent. In Greifswald holte die NPD bei der vergangenen Landtagswahl fünf Prozent der Stimmen, während im angrenzenden Landkreis Ostvorpommern die NPD mehr als doppelt so viele Stimmenanteile (zirka 12 Prozent) holte. An den vergangenen Bürgerschaftswahlen beteiligte sich die rechtsextremistische Partei nicht.
Foto: Torsten Heil (Udo Pastörs, Aufmacher), Erik Jalowy/ jugendfotos.de (Schweriner Schloss)
von Christine Fratzke | 14.03.2011
Die Ereignisse in Japan hinterlassen ihre Spuren, die Reaktorvorfälle in den Atomkraftwerken geben nicht nur der Bundesregierung zu denken. Die Anti-Atom-Bewegung erhält einen neuen Schub und auch die Bürger äußeren ihren Unmut. So versammelten sich am 14. März in über 450 deutschen Städten Menschen an Mahnwachen, um ihrer Ablehnung Atomkraft unter dem Motto „Fukushima ist überall“ gegenüber Ausdruck zu verleihen. Bundesweit waren es laut Veranstalter über 110.000. Auch in Greifswald fand am frühen Abend eine Mahnwache statt, ebenso in anderen Städten in Mecklenburg-Vorpommern, unter anderem in Stralsund, Neubrandenburg, Rostock und Schwerin.

Greifswalder verteilen Kerzen vor dem Banner.
Über 150 Greifswalder versammelten sich auf dem Marktplatz der Universitäts- und Hansestadt: Familien mit Kindern, Studierende, politisch Aktive und einige Gesichter aus der Hochschulpolitik, wie die AStA-Referentin für Ökologie Stefanie Pfeiffer, waren gekommen. Sie legten ihre Kerzen am neongelben Transparent, auf dem „Strahlen kennen keine Grenzen“ steht, nieder.
Für die kommende Zeit sind weitere Demonstrationen geplant: Am 26. März werde es laut Veranstalter des Anti-Atom-Bündnisses in Berlin, Hamburg und Köln Großdemonstrationen geben. Auch für den 25. Jahrestag des Tschernobyl-Unglücks am 25. April sind Aktionen geplant, an 13 Atomkraftwerken und Atommüll-Standorten soll für die sofortige Stilllegung protestiert werden.
Fotos: Christine Fratzke
von Torsten Heil | 14.03.2011

Wer hat wielviel Geld in der Hansestadt erhalten?
Die SPD-Greifswald möchte die Förderpraxis der Hansestadt Greifswald durchleuchten. Danach soll die Stadtverwaltung alle Subventionen der Stadt an Dritte ab 1.000 Euro auflisten. „Wir wollen als SPD-Fraktion Transparenz und Gerechtigkeit herstellen“, begründet der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Andreas Kerath den Antrag seiner Fraktion.
Es gebe im Greifswalder Haushalt für jeden erkennbare Subventionen. Diese seien offen ausgewiesen. „Wenn wir Spardebatten haben, denken leider nicht wenige zuerst auch an diese Zuschüsse an Dritte“, bedauert Kerath. Nicht erkennbar seien aber vielfältige mittelbare Förderungen durch die Stadt. „Wenn ein Mieter weniger oder keine Nebenkosten zahlt, städtische Räume verbilligt anmietet oder ein Umbau nur für die Zwecke eines Vereins erfolgt, sind das natürlich auch Zuschüsse“, so der SPD-Fraktionschef, „Man erkennt sie nur nicht.“ Genau das wolle die SPD mit ihrer Vorlage ändern. Diese ermögliche auch erstmals zu prüfen, warum dem einen ein Vorteil gewährt werde, dem anderen aber nicht.
Hohe Belastung für Verwaltung
Die CDU-Fraktion beschäftigt sich derzeit mit der Vorlage und könne noch nichts Konkretes dazu sagen, so der Fraktionsgeschäftsführer der CDU, Christian Weller auf Anfrage des webMoritzs. Nur der Greifswalder Jungen Union-Chef und Bürgerschaftsmitglied Franz-Robert Liskow (CDU) wollte sich äußern: „Obwohl man einen Großteil der Subventionen aus dem Haushaltsplan entnehmen kann, ist die Idee einer solchen Auflistung zum Teil begrüßenswert. Dennoch ist der Zeitpunkt unangemessen und hält die Stadtverwaltung von ihren essentiellen Aufgaben, wie der Umsetzung der aufgezwungenen Kreisgebietsreform und der Einführung der Doppik, ab.“ Durch die bevorstehende Kreisreform sei es unklar und zweifelhaft, ob die derzeitigen Subventionen in Zukunft noch gewährt werden können. „Deshalb macht es Sinn, den Subventionsbericht erst für das Jahr 2012 anstatt für das Jahr 2010 anzuregen. Die Bürgerschaftsvorlage in ihrer jetzigen Form erweckt den Anschein, dass die SPD-Fraktion die Verwaltung mit zusätzlichen Aufgaben stärker belasten will“, so Liskow weiter.
Keine Vergleichbarkeit aufgrund der Umstellung im Rechnungswesen
„Politik heißt Steuerung, die gelingt uns als ehrenamtlichen Bürgerschaftsmitgliedern aber erst, wenn wir auch alle Fakten kennen“, begründet der SPD-Fraktionschef die Vorlage. Dafür müssten die mittelbaren Zuschüsse, die im Haushalt nicht offen ausgewiesen würden, erst bekannt sein. „Erst dann können wir fragen und prüfen, warum der eine etwas versteckt bekommt, der andere aber nicht“, so Andreas Kerath.
„Problematisch an der Vorlage ist, dass das sicher gut gemeinte Ziel schon allein deshalb nicht erreicht werden kann, weil durch die Umstellung auf ein neues Rechnungswesen, von der Kameralistik zur kommunalen Doppik, zum 01. Januar 2012, die Haushaltspläne nicht mehr miteinander vergleichbar sein werden“, sagt der Dezernent für Bauwesen und Umwelt und stellvertretende Oberbürgermeister Jörg Hochheim (CDU). Dafür bietet gerade das neue Rechnungswesen zukünftig die Möglichkeit, die gewünschten Informationen ohne großen Mehraufwand zu erhalten, so Hochheim. Vor diesem Hintergrund hat die Verwaltung darum gebeten, die Vorlage zu überdenken und auf einen Bericht für 2010 und 2011 zu verzichten.
Fotos: Rathaus (Aufmacher/Archiv), Geld (Archiv)