Wissenschaft auf der Bühne – Science Slam 2026

Wissenschaft auf der Bühne – Science Slam 2026

Es ist wieder soweit! Nachdem die letzten zwei Ausgaben extrem erfolgreich waren, kehrt der Science Slam mit seiner dritten Ausgabe zurück. Am 08. Juli ab 19 Uhr wird im Hörsaal 3 am ELP wieder geslamt und um den Sieg gekämpft.

Kurz & knapp

Datum: 08. Juli 2026
Tickets und Uhrzeit: Einlass ist ab 18:30 Uhr, Beginn 19:00; der Eintritt ist frei
Ort: Hörsaal 3, Ernst-Lohmeyer-Platz 6
Veranstalter:
Alfried Krupp Wissenschaftskolleg – Junges Kolleg, AstA, Studierendentheater Greifswald, Science Slam Greifswald
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Wissenswertes zum Event

Entstanden ist die Idee im Kreis der Deutschlandstipendiat. Das Konzept ist einfach: Mehrere Slammer präsentieren ihre wissenschaftlichen Themen – egal ob aus einer Seminar-, Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit. Das Ganze erinnert an einen Poetry Slam, nur dass statt Gedichten Forschung im Mittelpunkt steht. In zehn Minuten gilt es, ein oft komplexes Thema verständlich, kreativ und möglichst unterhaltsam auf die Bühne zu bringen.
Ob Naturwissenschaften, Medizin oder Geisteswissenschaften – beim Science Slam geht es nicht nur darum, Wissen zu vermitteln, sondern das Publikum mitzunehmen. Humor, anschauliche Beispiele und überraschende Ideen sind ausdrücklich erwünscht. So zeigt sich, dass hinter jeder wissenschaftlichen Arbeit eine spannende Geschichte stecken kann.
Wer am Ende den Sieg mit nach Hause nimmt, entscheidet das Publikum. Sechs zufällig ausgewählte Zuschauer vergeben nach jedem Vortrag Punkte von eins bis zehn. Aus den Durchschnittswerten ergibt sich schließlich die Gewinnerin oder der Gewinner des Abends.

Der Science Slam macht deutlich: Wissenschaft kann begeistern, überraschen und richtig Spaß machen. Wer einen Abend voller interessanter Ideen, kreativer Präsentationen und guter Unterhaltung erleben möchte, sollte sich den 8. Juli vormerken.

Im Web Weekly stellen wir euch jede Woche ein neues Kultur-Ereignis in Greifswald und Umgebung vor.
Wir wünschen viel Spaß bei allen Veranstaltungen! (Text: Melanie Ehrhardt; Design: David Langner)

Wissenschaft auf der Bühne – Science Slam 2026

Zwischen Rhythmus und Ruine: Jazznächte in Eldena

Zwischen alten Mauern und neuen Klängen: Die Eldenaer Jazz Evenings am 03. und 04. Juli verbinden Geschichte mit moderner Musik. Wenn die ersten Jazzklänge durch die alten Ruinen ziehen, dann entsteht eine ganz einzigartige Atmosphäre. Die Jazz Evenings gehören seit vielen Jahren zu einem besonderen Kulturereignis in Greifswald und locken immer wieder Jazzfans von nah und fern an.

Kurz & knapp

Datum:
03. und 04. Juli 2026
Tickets und Uhrzeit:
Einlass und Abendkasse ist jeweils um 18:15Uhr. Beginn ist jeweils um 19Uhr.
Ort:
Klosterruine Eldena; Wolgaster Landstraße 41, 17493 Greifswald
Veranstalter:
Amt für Bildung, Kultur und Sport (Greifswald) in Kooperation mit dem Kunstverein art SIEBEN Greifswald/Vorpommern e. V.
Medienpartner: NDR Kultur
Weitere Informationen und Tickets findet ihr hier: www.eldenaer-jazz-evenings.de

Ein Festival mit Geschichte

Die Geschichte des Festivals beginnt im Jahr 1981. Gegründet wurde das Festival von Studierenden der Universität Greifswald, welche die Jazzmusik auch in der damaligen DDR sichtbarer machen wollten. Schon die erste Ausgabe bestach durch die Verbindung aus musikalischen und gesellschaftlichen Hintergründen. Musiker aus Ost und West trafen aufeinander und machten das Festival zu einem besonderen Ort des Austausches. Genau wie in diesem Jahr erneut, verwandeln die Eldenaer Jazz Evenings seit über vier Jahrzehnten die ehrwürdige Klosterruine Eldena in einen der stimmungsvollsten Jazzspielorte Deutschlands.

Bildnachweis: Wally Pruß

Jazzprogramm in einzigartiger Kulisse

Die Besonderheit des Festivals entsteht aus der Verbindung aus Musik und Ort. Die historische Klosterruine bildet eine einzigartige Bühne, die den Konzerten eine besondere Stimmung verleiht. Zwischen den Backsteinmauern treffen internationale Künstler*innen, bekannte Größen der Jazzszene und neue Talente aufeinander. Dabei ist die Atmosphäre mindestens genauso wichtig wie die Konzerte und deren Erleben.
Auch in diesem Jahr erwartet euch wieder ein abwechslungsreiches Programm. An zwei Konzertabendenden könnt ihr zahlreiche Acts bestaunen. Ein Highlight ist dabei der Auftritt der NDR Bigband gemeinsam mit dem Trompeter und Komponisten Frederik Köster.

Bildnachweis: UHGW

Hier ist eine Programmübersicht:
Programm am Freitag (03. Juli):
Björn Lücker Berlin Ensemble, NuHussel Orchestra, Julian Maier-Hauff
Programm am Samstag (04. Juli):
Soundrise Quartet, SirBradley, Frederik Köster & NDR Bigband

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Wir wünschen viel Spaß bei allen Veranstaltungen! (Text: Melanie Ehrhardt; Design: David Langner)

Wissenschaft auf der Bühne – Science Slam 2026

„The Olympians“ – Frauenpower auf dem Olymp

Es zieht ein frischer Wind durch den Olymp! Die drei selbstbewussten, emanzipierten Göttinnen Athena, Artemis und Aphrodite entsenden drei sterbliche Frauen auf eine gefährliche Reise, um die festgefahrenen Machtverhältnisse der Götterwelt ins Wanken zu bringen. Doch gelingt es den Heldinnen die patriarchale Ordnung des Olymps herauszufordern?
Das Jukebox-Musical „The Olympians“ verbindet griechische Mythologie mit Frauenpower, Emanzipation und Gleichberechtigung und entführt das Publikum, begleitet von bekannten Hits der letzten Jahrzehnte, in eine alte und neue Welt.

Kurz & knapp

Aufführungstermine:
Fr 26.06.2026 / 19:30 Uhr (ausverkauft)
Sa 27.06.2026 / 19:30 Uhr
Mo 29.06.2026 / 19:30 Uhr
Mi 01.07.2026 / 19:30 Uhr

Tickets: Hier gehts zum Kartenverkauf für die Aufführungen

Ort: Kaisersaal Stadthalle Greifswald (Robert-Blum-Straße 18, 17489 Greifswald)

Veranstalter: Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium Greifswald und Theater Vorpommern Greifswald

Zum Stück:
Ein Jukebox-Musical, präsentiert von Schüler*innen des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums in Kooperation mit dem Theater Vorpommern Greifswald. Buch von Clara Reichel; Musikalisches Arrangement von Peter Mills; Zusätzliche Arrangements von Matthew Surico; Deutsche Fassung von Nico Rabenald

Weiterführende Links:
Hier gehts zu Webseite des Theater Vorpommern Greifswald
Hier gehts zum Instagram-Account des Theater Vorpommern
Hier gehts zur Webseite des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium Greifswald

 

Nice to know

Das Theater Greifswald gehört gemeinsam mit dem Theater Stralsund (seit 1994) und dem Theater Putbus (seit 2006) zum Theater Vorpommern. Während das Theatergebäude am 10. Oktober 1915 eröffnet wurde, eröffnete die Stadthalle bereits am 10. Dezember 1914. Nach umfangreichen Renovierungs- und Restaurationsarbeiten wurde zusätzlich am 18. Dezember 2009 auch die Stadthalle wiedereröffnet. Seitdem bilden Theater und Stadthalle mit dem Kaisersaal und dem Rubenowsaal wieder einen einheitlichen Gebäudekomplex.
Die Stadthalle und Theater wurden im Stil des Neoklassizismus, nach den Plänen der Berliner Architekten Richard und Heinrich Iwan sowie Erich Trehde errichtet. Innerhalb der Stadthalle befinden sich zwei Säle, der etwas kleineren „Rubenowsaal“, benannt nach Heinrich Rubenow, und der großen „Kaisersaal“. Der nach historischem Vorbild restaurierte Kaisersaal umfasst 450 Plätze im Parkett sowie weitere 150 Plätze auf der Empore.

Bild des Greifswalder Theaterhaus

Im Web Weekly stellen wir euch jede Woche ein neues Kultur-Ereignis in Greifswald und Umgebung vor.
Wir wünschen viel Spaß bei allen Veranstaltungen! (Text & Design: David Langner)

WM 2026: Das große Spiel hinter dem Spiel

WM 2026: Das große Spiel hinter dem Spiel

Auf dem Feld wird mit dem Ball, und außerhalb mit Politik gespielt.
Und trotzdem sollen Politik und Sport getrennt stehen. Ist das überhaupt möglich?

Von: David Langner, Lara Meyerdierks, Marek Schlösser
(Stand: 31. Mai 2026)

Übersicht

Nur noch wenige Wochen, dann ist es soweit: Vom 11. Juni bis zum 19. Juli 2026 findet die 23. Fußball-Weltmeisterschaft der Männer statt. Die 48 qualifizierten nationalen Fußball-Teams kämpfen bei dem Turnier in den USA, Kanada und Mexiko um die höchste Auszeichnung im internationalen Fußball. Neben der deutschen Nationalmannschaft messen sich auch erstmals die vier Debütanten Kap Verde, Curaçao, Jordanien und Usbekistan mit den anderen Nationalmannschaften. Das Turnier knackt dabei zahlreiche Bestmarken: niemals zuvor haben so viele Mannschaften teilgenommen, niemals zuvor gab es 104 Partien, niemals zuvor waren gleich drei Länder Gastgeber und dann nimmt mit Curaçao auch noch der gemessen an der Einwohnerzahl kleinste WM-Teilnehmer aller Zeiten an dem Großereignis teil. Gleichzeitig gab es wohl auch nur wenige Sportereignisse, die so umstritten sind und öffentlich diskutiert werden wie das Turnier im kommenden Sommer.

Foto: Ank Kumar via Wikimedia Commons,
CC BY-SA 4.0 (Bild zugeschnitten)

Ein globales Turnier mit Grenzen

In den USA, wo rund drei Viertel aller Spiele stattfinden, trifft ein Turnier für Fans aus aller Welt auf ein politisches Klima, in dem Einreise, Migration und Zugehörigkeit immer stärker kontrolliert werden. Verschärfte Grenzkontrollen, hunderttausende Abschiebungen und die wachsende Rolle der Einwanderungsbehörde ICE prägen die Debatte. Besonders umstritten ist deshalb die Frage, welche Rolle US-Behörden im Sicherheitsapparat der WM spielen werden.

ICE steht seit Jahren in der Kritik. Menschenrechtsorganisationen werfen der Behörde Racial Profiling, willkürlicher Razzien, unrechtmäßiger Inhaftierungen und Abschiebungen vor. Gerade deshalb fordern Kritiker*innen klare Garantien von den US-Behörden oder der FIFA, dass internationale Fans nicht selbst in Gefahr laufen, ins Visier migrationspolitischer Maßnahmen zu geraten.
Besonders deutlich wird dieser Konflikt bei den Einreisebeschränkungen. Für Fans aus Ländern wie Iran, Senegal, Haiti und der Elfenbeinküste wird der Besuch von Spielen in den USA verboten, obwohl sich diese Nationen sportlich für das Turnier qualifiziert haben. Damit entscheidet nicht mehr nur der Fußball darüber, wer bei einer WM dabei sein kann. Auch Pass, Herkunft und Visa Status werden zu Faktoren, die über Teilhabe bestimmt werden.

Fotos: U.S. Immigration and Customs Enforcement
(Public Domain)

Noch deutlicher zeigt sich dies im Fall der iranischen Nationalmannschaft. Diese hat sich sportlich für die WM qualifiziert, zugleich steht ihre Teilnahme in den USA im Schatten geopolitischer Spannungen. Die USA weigern sich unter anderem, die iranische Nationalmannschaft im eigenen Land unterzubringen, weshalb diese nun spontan in Mexiko ihr Quartier aufschlagen wird. Die Gruppenspiele muss sie derweil trotzdem in Los Angeles und Seattle in den USA austragen, da die FIFA einen Antrag des Irans, die Gruppenspiele nach Mexiko zu verlegen, ablehnte. Berichten zufolge wurde zeitweise sogar die Idee ins Spiel gebracht, Iran durch Italien zu ersetzen, ein Land, dass die sportliche Qualifikation verpasst hatte. Auch wenn dieser Vorschlag keine wirkliche Durchsetzungschance hatte, zeigt allein die Debatte, dass sportliche Zugehörigkeiten von politischen Interessen überlagert werden.

Nationalflagge Mexikos

Foto: Juan Carlos Fonseca Mata
via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Mexiko steht vor einer anderen, aber nicht weniger schweren Herausforderung. Das Land ist seit Jahren von Gewalt durch organisierte Kriminalität geprägt. Mehr als 125.000 Menschen gelten als verschwunden und immer wieder werden Sicherheitskräfte selbst mit Menschenrechtsverletzungen in Verbindung gebracht. Für Journalist*innen und Aktivist*innen zählt Mexiko seit Jahren zu den gefährlichsten Ländern weltweit. Dies unterstreichen ebenfalls die erst kürzlich gefundenen Massengräber in der Nähe einiger Spielorte. Letztendlich stellt sich deshalb mit Blick auf die in Mexiko stattfindenden Spiele die Frage, unter welchen Bedingungen ein globales Sportereignis stattfinden kann und ob Sicherheitsrisiken und Gefährdungen ausgeschlossen werden können. Als Lösung setzt der Staat auf massive Sicherheitsmaßnahmen, darunter zehntausende Einsatzkräfte und Soldat*innen. Ein großer Kontrast zwischen einer auf die Weltöffentlichkeit vorbereiteten Infrastruktur und Menschen, die vergebens nach ihren verschwundenen Angehörigen suchen, bleibt dennoch.

Das letzte Gastgeberland, Kanada, wirkt im Vergleich zunächst wie der ruhigste Austragungsort unter den drei Gastgeberländern. Doch auch dort zeigen sich typische Schattenseiten großer Sportevents. Städte sollen während des Turniers sauber, geordnet und präsentabel wirken. Für obdachlose Menschen oder andere marginalisierte Gruppen kann das Verdrängung bedeuten. Auch hier bedeutet die Austragung einer WM dementsprechend zu entscheiden, welche Realität sichtbar sein darf, und welche man lieber von der globalen Weltöffentlichkeit fernhält.

So entsteht insgesamt ein deutlicher Widerspruch. Die WM 2026 präsentiert sich als größtes, offenes und globales Fußballturnier. Gleichzeitig wird an ihren Rändern sichtbar, wie stark Grenzen, Behörden und Sicherheitsapparate darüber entscheiden, wer wirklich teilnehmen kann, auf dem Platz und auf den Rängen.

Ticketpreise

„Diese Zahl war mir nicht bekannt. Ich wäre sicherlich gerne dabei, aber um ehrlich zu sein: Ich würde diesen Preis auch nicht zahlen.“
Zitat aus einem Interview mit der New York Post

Donald Trump

45. und 47. Präsident der Vereinigten Staaten

Mit diesen Worten kommentierte der amtierende US-Präsident die Ticketpreise für das Auftaktspiel der USA gegen Paraguay. Er gibt damit wohl auch die Sorgen vieler Fans wieder, wenn sie überlegen, ob sie für über 1000 Dollar eine Eintrittskarte für das Spiel kaufen sollen. Vor allem für ausländische Gäste wird die kommende WM, zusätzlich zu den drastischen Einreisebeschränkungen und -vorkehrungen, sowieso bereits ein kostspieliges Unterfangen. Flüge, Hotels und öffentliche Verkehrsmittel kosten bereits eine große Summe Geld und sind bei weitem nicht für jeden Fußballfan ohne Probleme finanzierbar.
Hinzu kommen dann noch die hohen Ticketpreise für die WM-Partien. Bereits kurz nach dem Verkaufsstart kritisierten viele Fans die dynamische Preisgestaltung der FIFA, bei der die Ticket-Kosten je nach Nachfrage steigen oder fallen. Hinzu kommt der neu eingeführte FIFA-Zweitmarkt, bei dem erworbene Tickets weiterverkauft werden können. Dieser stellt einen Versuch dar, den teils illegalen Handel mit Tickets auf dem Zweitmarkt, wie man ihn bei Sportevents oder Konzerten häufig sieht, in eine legale und offizielle Bahn zu lenken. Die Probleme bleiben jedoch auch hier die gleichen. So gibt es ebenso keine Preisobergrenze für Tickets, weshalb die Preise ausschließlich von den Verkäufer*innen selbst bestimmt werden. Dadurch werden teils horrende Summen für die Eintrittskarten aufgerufen. Hinzu kommt, dass die FIFA eine 15 prozentige Provision für jedes auf dem Zweitmarkt verkaufte Ticket erhält.
Im Klartext bedeutet das, dass viele Fußballfans auf eine Reise zur WM verzichten müssen, da die anfallenden Kosten zu hoch wären. Eine weitere Grenze, die vielen Menschen einen direkten Zugang zu dem Großereignis verwehrt.

Der WM-Vergabeprozess unter der Lupe

Die WM-Vergabe der FIFA ist ein Prozess, der in der Vergangenheit selten unumstritten und ohne politische Machtspiele verlaufen ist. Dies gilt nicht nur für die kommende Weltmeisterschaft in den USA, sondern ebenso für die zwei vergangenen WMs in Russland und Katar.

Foto: U.S. Department of State via Wikimedia Commons (Public Domain)

Russland erhielt bereits 2010 den Zuschlag für die Gastgeberschaft bei der WM 2018. Diese Entscheidung geriet spätestens 2014 in die Kritik, als das Land mit der gewaltsamen Krim-Annexion begann.
Zudem kritisierten viele Journalist*innen das starke restriktive Vorgehen der Behörden, um die
Versammlungs-, Vereinigungs- und Meinungsfreiheit zu unterdrücken. Unter anderem verweigerte man dem Sportjournalisten Hajo Seppelt das Visum, um zur WM reisen zu können. Dieser hatte zuvor in Zusammenarbeit mit der ARD ausführlich über den russischen Doping-Skandal berichtet.

Foto: Mos.ru via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Foto: FIFA Worldcup Ball 2022 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die Weltmeisterschaft in Katar im Jahr 2022 wurde ebenfalls 2010 vergeben, als sich das Land gegen die Mitbewerber USA, Südkorea, Japan und Australien durchsetzte. Im Zentrum der Kritik standen vor allem die zahlreichen aufgedeckten Menschenrechtsverletzungen und die Situation der Gastarbeiter auf den WM-Baustellen (mehr dazu in “Rückblick auf Katar”). Zudem hinterfragte man die rein sportlichen Absichten des Gastgeberlandes und warf Katar, ähnlich wie bereits Russland 2018, vor lediglich von der Situation im eigenen Land ablenken zu wollen und das eigene Image aufzupolieren.

In beiden Fällen wurde im gleichen Atemzug auch die Rolle der FIFA bei den WM-Vergaben hinterfragt und kritisiert. Unter anderem “Human Rights Watch” kritisierte 2018, dass sich die FIFA zu wenig für die Einhaltung der Menschenrechte einsetze. Sie habe eine gewisse Machtposition und solle diese noch stärker nutzen, um Menschenrechtsprobleme klar zu benennen und anzugehen.

Ob diese Forderung seitdem eingehalten wurde, ist zumindest mal zu hinterfragen. Bereits im Dezember 2024 stand fest, dass die übernächste Weltmeisterschaft 2034 in Saudi-Arabien stattfinden wird. Um diese Vergabe nachvollziehen zu können, lohnt es sich einen Blick in den tatsächlichen, formalen Prozess der WM-Vergabe zu werfen.
Es gilt generell das Rotationsprinzip, welches besagt, dass nie zwei Endrunden hintereinander auf einem Kontinent (von einer Konföderation) ausgetragen werden dürfen.

Nationalflagge Saudi-Arabiens

In der Praxis bedeutet das, dass die Weltmeisterschaft 2030 von Spanien, Portugal, Marokko, Argentinien, Uruguay und Paraguay ausgetragen werden wird. Die gemeinsame Kandidatur führte dazu, dass Europa, Afrika und Südamerika bei einer einzigen Weltmeisterschaft abgedeckt wurden. In den drei südamerikanischen Ländern findet dabei jedoch jeweils nur ein einziges Spiel statt. Für die WM 2034 bedeutete dies, dass lediglich die Verbände aus Asien, Ozeanien oder der nord-und mittelamerikanische Verband als Austragungsorte in Frage kamen. Letzterer wurde vom FIFA-Rat jedoch für die Bewerbung ausgeschlossen, was man mit der Rotation zwischen den Konföderationen begründete. Neben Saudi-Arabien (als Vertreter Asiens) war auch Australien ambitioniert, zusammen mit CO-Gastgeber Indonesien die WM auszutragen. Als sich Indonesien jedoch von dem Unterfangen zurückzog, verfielen diese Ambitionen, weshalb letztendlich nur noch Saudi-Arabien als einziger Bewerber für die WM 2034 feststand. Zum Abschluss dieses Prozesses erfolgte ein weiteres Novum in der FIFA-Vergabegeschichte. Es gab eine Doppelabstimmung für die WM 2030 und die WM 2034, welche quasi als “ein Paket” behandelt wurden. Dadurch hatten die Verbände beispielsweise nicht die Möglichkeit, nur die Weltmeisterschaft 2030 zu befürworten und die WM in Saudi-Arabien abzulehnen. Lediglich ein einziges Mal zuvor, im Jahr 2010 bei der Abstimmung zu den WMs in Russland und Katar, wurden zwei WMs am selben Tag vergeben. Damals stimmte man jedoch in jeweils einzelnen Abstimmungen für die Gastgeberländer ab und nicht im Rahmen einer einzigen Abstimmung.

Neben diesem viel kritisierten Vergabeverfahren, wird ähnlich wie in Katar und Russland auch in Saudi-Arabien die Menschenrechtssituation aufs schärfste kritisiert. Amnesty International spricht in diesem Zusammenhang von 200 Hinrichtungen im Jahr 2024. Auch die Presse- und Meinungsfreiheit ist zum jetzigen Zeitpunkt immer noch stark eingeschränkt. Auch hier wird die FIFA wieder dafür kritisiert, die WM 2034 in ein Land vergeben zu haben, dem regelmäßig Verschleierungen von Menschenrechtsverletzungen und ein reines Image-Interesse an dem Großereignis vorgeworfen wird.
Dennoch bleibt abzuwarten, ob sich die Menschenrechtslage im Zuge der WM verändert, oder ob sich die Kritik letztendlich bewahrheitet.

Foto: Alisdare Hickson via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Image und Inszenierung

Dass die Austragung großer Sportereignisse für das eigene Image und die eigene Präsentation genutzt werden, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Trotzdem scheint die kommende WM alle bisherigen Standards in dieser Hinsicht noch einmal übertreffen zu wollen. Dieses Bestreben scheint vor allem ganz im Interesse von Donald Trump zu stehen, der nicht nur die USA, sondern auch seine eigene Person vor dem globalen Publikum inszeniert.

Einen ersten Eindruck, konnte man bereits Mitte Juli letzten Jahres im Finale der Klub-WM bekommen. Das globale Vereinsturnier wurde  ebenfalls von der FIFA organisiert und in den USA ausgetragen. Auf dem Siegerpodest überreichte der US-Präsident die Trophäe dem Turnier-Sieger FC Chelsea und entschied sich daraufhin auf der Bühne zu bleiben und inmitten der Spieler für das Sieger-Foto zu posieren. Diese Geste sorgte unter anderem bei dem Chelsea-Kapitän Reece James für Verwirrung.

Foto: Official White House Photo (Public Domain)

Foto: Daniel Torok / White House via Wikimedia Commons
(Public Domain)

Grafik: OneLove-Design (Public Domain)

Das vorläufige WM-Highlight für Trump schien die Verleihung des „FIFA-Friedenspreis – Fußball vereint die Welt” gewesen zu sein. Diesen erhielt er von FIFA-Präsident Gianni Infantino bei einer feierlichen Zeremonie im Dezember 2025 im Rahmen der Gruppenauslosung für die WM. Da der Preis neu eingeführt wurde und von nun an jährlich vergeben wird, wurde Trump damit zum ersten Friedens-Preisträger in der FIFA-Geschichte. Eine interessante Ehrung mit Blick auf die politische Neutralitätspflicht in den selbst auferlegten Statuten der FIFA. Man behält sich nach eigenem Ermessen zwar Ausnahmen von dieser Regelung vor, unklar sind jedoch die Entscheidungsprozesse und die Ermessensmaßstäbe, die zu solch einer Ausnahme führen.
Diese Unklarheiten wurden auch in der vergangenen WM in Katar deutlich, bei der die FIFA unter anderem der deutschen Mannschaft verbot die sogenannte „One Love“-Binde zu tragen, da sie sie als ein politisches Symbol wertete. Dass dieses Symbol unter anderem als Zeichen für Toleranz und Vielfalt im Rahmen sexueller Orientierung dienen sollte, einem Grundsatz, dem sich auch die FIFA explizit verschreibt, schien dabei keine Berücksichtigung zu finden. Nebst der Debatte um politische Symbole hingen der letzten WM auch einige weitere Kontroversen an.

Rückblick auf Katar

Seit der Vergabe im Jahr 2010 war die vergangene Fußball-Weltmeisterschaft im November und Dezember 2022 in Katar aus diversen Gründen umstritten. Zum einen wurden Vorwürfe aufgrund schwerwiegender Menschenrechtsverletzungen gegenüber Frauen und LGBTQ+-Menschen und umfassende Kritik an den ökologischen Auswirkungen des Turniers geäußert. Zum anderen standen Korruptionsvorwürfe innerhalb der FIFA im Rahmen des Vergabeprozesses im Raum. In Frage gestellt wurde der Austragungsort auch aufgrund der mangelnden Tradition des Fußballs im Gastgeberland und dem geringen Faninteresse an dem Turnier.

Im Zentrum der Kritik stand die Situation der beschäftigten Gastarbeiter auf den Baustellen an den WM-Stadien und der WM-Infrastruktur. Zahlreiche Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International kritisierten das Vorgehen in Katar in der Vorbereitung auf die WM. So hätten die Arbeiter häufig stundenlang bei bis zu 50° C Hitze ohne ausreichende Pausen, medizinische Versorgung, ausreichend Lebensmitteln und Trinkwasser arbeiten müssen. Mangelnder Arbeitsschutz und körperliche Gewalt durch Arbeitgeber seien keine Seltenheit auf den Baustellen gewesen.

Foto: Alex Sergeev via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Allein im Jahr 2013 seien innerhalb von zwei Monaten, zwischen Juni und August, rund 40 Arbeiter als Folge dessen ums Leben gekommen. Des Weiteren wurde den Angestellten der Lohn häufig zu spät, zu niedrig oder auch gar nicht ausgezahlt. Darüber hinaus sei es gängige Praxis gewesen, dass die Arbeitgeber den Gastarbeitern ihre Pässe abnahmen, was eine vorzeitige Ausreise oder auch nur einen Arbeitsplatzwechsel erschwerte bis unmöglich machte.

Foto: Kabhi2011 via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Im Zuge des Klimaschutzes wurden ebenso die ökologischen Konsequenzen der WM im Winter kritisiert. In insgesamt acht Stadien, wovon sieben Stadien extra neu gebaut und klimatisiert wurden, spielte man Fußball. Um annehmbare Temperaturen zwischen 18 und 23 Grad zu erreichen, erforderte es einen extremen Energiebedarf alleine für die Klimatisierung der Stadien. Hinzu kam ein immenser Wasserverbrauch, da neben den Stadionplätzen auch 136 Trainingsplätze fortlaufend gewässert werden mussten. Jeder einzelne Fußballplatz verbrauchte circa 10.000 Liter Wasser am Tag im Winter und sogar bis zu 50.000 Liter Wasser täglich während des Sommers. Da Katar zudem über keine natürlichen Wasserressourcen wie zum Beispiel Grundwasser verfügt, musste das Wasser über die thermische Entsalzung von Salzwasser gewonnen werden. Dieser Vorgang ist ebenfalls mit einem hohen Energieverbrauch verbunden.

All diese Kritiken änderten letztendlich nichts daran, dass man das Turnier in Katar stattfinden ließ. Einem Land, das viel Geld und einen immensen Aufwand investierte, um sich auf einer der größten sportlichen und politischen Bühne präsentieren zu können.

Blick in eine andere Sportart – Olympische Spiele 1936

Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-P017073 / Frankl, A. / CC-BY-SA 3.0 DE

Dass große Sportereignisse zur politischen Bühne werden, ist jedoch kein neues Phänomen. Ein besonders prägnantes historisches Beispiel sind die Olympischen Spiele 1936 in Berlin. Nachdem die Spiele bereits vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten an Deutschland vergeben worden waren, nutzte das NS-Regime die internationale Aufmerksamkeit gezielt, um sich vor der Weltöffentlichkeit als leistungsfähiges, friedliches und modernes Deutschland zu präsentieren. Die Realität im Inneren des Landes sollte dabei möglichst unsichtbar bleiben. Antisemitische Schilder wurden zeitweise aus dem Berliner Stadtbild entfernt, offene Gewalt und Hetze wurden zurückgedrängt, und die Verfolgung von Jüd*innen Sinti und Roma sowie politischen Gegner*innen wurde während des Turniers nach außen hin verschleiert. Die Spiele wurden so zu einem sorgfältig inszenierten Gegenbild der tatsächlichen nationalsozialistischen Herrschaft.

Gleichzeitig waren die Olympischen Spiele 1936 weit mehr als ein sportliches Großereignis. Sie waren ein Propagandaprojekt, in dem Architektur, Massenchoreographien, Medienbilder und sportliche Höchstleistungen miteinander verbunden wurden. Stadien, Fahnen, Zeremonien und die internationale Berichterstattung sollten den Eindruck eines geordneten, starken und bewundernswerten Deutschlands erzeugen. Schon vor Beginn der Spiele wurde deshalb international über einen Boykott diskutiert. Kritiker*innen sahen in der Teilnahme die Gefahr, einem rassistischen und autoritären Regime Legitimität zu verleihen. Letztlich fanden die Spiele dennoch statt, und genau darin zeigte sich bereits damals ein Grundproblem des internationalen Sports: Die Berufung auf politische Neutralität kann selbst politisch werden, wenn sie dazu führt, bestehende Machtverhältnisse, Gewalt oder Ausgrenzung auszublenden.

Besonders häufig wird in diesem Zusammenhang auf Jesse Owens (rechts im Bild) verwiesen. Der afroamerikanische Leichtathlet gewann in Berlin vier Goldmedaillen und widerlegte damit sichtbar die rassistische Ideologie der Nationalsozialisten von einer angeblichen “arischen Überlegenheit”. Sein sportlicher Erfolg wurde zu einem der bekanntesten Gegenbilder zur nationalsozialistischen Propaganda. Trotzdem änderte dies nichts daran, dass das Regime die Spiele insgesamt erfolgreich für seine Selbstdarstellung nutzen konnte. Gerade deshalb bleiben die Olympischen Spiele von 1936 ein zentraler Bezugspunkt, wenn über Sport und Politik gesprochen wird. Sie zeigen, dass internationale Turniere nicht außerhalb gesellschaftlicher  Konflikte stehen. Sie können sportliche Begegnung ermöglichen, aber zugleich auch dazu dienen, Unterdrückung zu verdecken, Herrschaft zu legitimieren und politische Botschaften in scheinbar unpolitische Bilder zu übersetzen.

„Der Mythos vom unpolitischen Sport“

Immer wieder wird von Fußballfans gefordert, Sport und Politik zu trennen. Dieser Grundsatz erscheint jedoch in Anbetracht der Realität und den gegebenen Umständen als unrealistisch. Bereits vergangene Events haben gezeigt, dass globale Sportereignisse zwangsläufig einen politischen Charakter aufweisen. Auch die WM 2026 zeichnet sich noch vor ihrem Beginn überwiegend durch politische Konflikte, Skandale und Debatten und nicht durch sportliche Vorfreude aus. Turnier-Rekorde und Debütauftritte geraten in den Hintergrund. Die Politik überlagert den Sport!

Beitragsbild: SachinDaluja via Wikimedia Commons, CC BY 2.0
Beitragsdesign: David Langner
Info: Artikel wurde bereits Ende Mai (ca. 2 Wochen vor der WM) geschrieben

Wissenschaft auf der Bühne – Science Slam 2026

GrIStuF 2026 – Begegnungen über Grenzen hinweg

Greifswald wird wieder international: Vom 17. bis 21. Juni bringt das GrIStuF Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen nach Greifswald. Unter dem Motto „Shaping Spaces – Creating Communities“ lädt das Studierendenfestival dazu ein, neue Perspektiven kennenzulernen und gemeinsam darüber nachzudenken, wie Gemeinschaft gestaltet werden kann. Workshops, Vorträge und kulturelle Abendveranstaltungen schaffen dabei Begegnungen über Länder- und Kulturgrenzen hinweg – und machen Greifswald zu einem Ort des internationalen Miteinanders.

Was ist GrIStuF?

GrIStuF steht für Greifswald International Students Festival. Es ist eins von zwei großen internationalen Studierendenfestivals in Deutschland. Das Festival bildet einen bunten Rahmen zur Begegnung und Verständigung zwischen Menschen verschiedener Nationen, Kulturen und Religionen. Dabei setzen sich die Teilnehmenden unter anderem in Workshops, Vorträgen und Diskussionen mit dem jeweiligen Motto des Festivals auseinander. Zudem werden den internationalen Gästen und den Greifswalder*innen vielfältige Abendveranstaltungen angeboten, um sich in einem lockeren Rahmen kennenzulernen und auszutauschen.
Das GrIStuF ist das umfangreichste und namensgebende Event des gristuf e.V.. Der Verein gründete sich vor 25 Jahren, um der Organisation des Festivals nachzugehen. Lange fand das Festival alle zwei Jahre statt. Durch Corona und den Folgen der Pandemie auf das Ehrenamt musste der Verein eine achtjährige Festival-Zwangspause einlegen. Mit dem GrIStuF 2026 wagt der Verein nun endlich wieder den Schritt zum Festival.
Hier gehts zur Webseite des Vereins

Worum geht es in diesem Jahr?

Das diesjährige GrIStuF steht unter dem Motto „Shaping Spaces – Creating Communities“ und legt damit einen Fokus auf sogenannte Third Spaces. Diese Räume außerhalb der Arbeits- und Wohnumgebung, werden von den Teilnehmenden hinsichtlich der Gestaltung von Gemeinschaften, dem Austausch von Ideen und der Schaffung einer gesunden pluralistischen Gesellschaft diskutiert. Um tiefergehende Einblicke in dieses Thema zu ermöglichen, finden im Rahmen des Festivals fünf dreitägige Workshops statt, in den die Teilnehmenden in Gruppen angeleitet von externen Teamer*innen arbeiten. Die Workshops behandeln die Themen: Green Spaces, Lost Spaces, Reclaiming Spaces, Spaces for Democracy und Digital Spaces. Sie finden vormittags und am frühen Nachmittag statt und sind nur für Teilnehmende des Festivals zugänglich!

Angebote und Kulturveranstaltungen

An den Abenden des Festivals finden Kulturveranstaltungen statt, die offen für alle interessierten Personen zugänglich sind!

Am Donnerstag, den 18. Juni findet im klex ein Open Space statt. Der Abend wird von Teilnehmenden der Veranstaltung mitgestaltet, indem Bühnen zur Verfügung gestellt werden für Karaoke, Poetry Slam und dem Meeting oft he Cultures, bei dem Teilnehmende Aspekte (bspw. Tänze, Lieder etc.) ihrer Kultur präsentieren können.
Hier gehts zum Instagram-Account des klex

Am Freitag, 19. Juni findet der gristuf-Klassiker, das Running Dinner statt. Unter dem Motto „Pan-National: Die Welt in deiner Pfanne“ steht das 3-Gänge-Menü mit Ortswechsel ganz im Zeichen des Festivals. Ab 18 Uhr wird sich an dem Abend in Teamkonstellationen von 2 bis 3 Personen durch Greifswald geschlemmt. Anschließend findet die Running Dinner Afterparty im klex statt, die auch offen für Nicht-Teilnehmende des Running Dinners ist.

Samstag, dem 20. Juni, folgt dann Abends das KinoAufSegeln im Museumshafen. Seit ein paar Jahren unterstützt der gristuf e.V. bei der Ausrichtung der Filmabende auf Schiffssegeln, weshalb die Veranstaltung nicht im Rahmen des Festivals fehlen darf. Der Einlass startet ab 20:30 Uhr. Der Film beginnt mit Sonnenuntergang.

Abschluss des Festivals bildet am Sonntag, den 21. Juni, die zweit größte Veranstaltung des gristuf e.V.: die Fête de la Musique in Greifswald. Das Musikfestival entstand in Frankreich und findet traditionell jedes Jahr am 21. Juni, dem längsten Tag des Jahres, statt. Zur Zelebrierung des Sommerbeginns und unter dem Motto „Musik für alle, umsonst und draußen“ wird in über 1000 Orten weltweit gefeiert. Durch das Engagement und die Organisation des gristuf e.V. und verschiedener Partner*innen feiert die Fête dieses Jahr ihr 20. Jubiläum in Greifswald. Mit 10 Bühnen verteilt in der ganzen Stadt treten Musiker*innen live auf und laden zum Lauschen, Tanzen und Mitmusizieren ein.
Hier gehts zur Website Fête de la Musique Greifswald

Zu allen Veranstaltungen wird auch auf der Vereinswebsite und über Instagram informiert werden.

Eindrücke vom letzten Fête de la Musique:

Fotos: Ole Kracht, Instagram-Account

Im Web Weekly stellen wir euch jede Woche ein neues Kultur-Ereignis in Greifswald und Umgebung vor.
Wir wünschen viel Spaß bei allen Veranstaltungen! (Text & Design: David Langner)

Wissenschaft auf der Bühne – Science Slam 2026

Tradition und Gegenwart – 110 Jahre Pommerscher Künstlerbund

Vom 11.06. bis zum 07.08. könnt ihr euch die neue Ausstellung des Pommerschen Künstlerbundes: „Tradition und Gegenwart – 110 Jahre Pommerscher Künstlerbund“ in der kleinen Rathausgalerie anschauen. Die Ausstellung findet im Rahmen des 110 jährigen Jubiläums des Künstlerbundes statt und wird sowohl malerische, als auch grafische und fotografische Werke zeigen. Zeitgleich sind auch im Pommerschen Landesmuseum sowohl Werke von den Mitgliedern als auch von einigen polnischen Künstler*innen zu sehen, welche in einem gemeinsamen Workshop entstanden sind.

Veranstalter und Künstler*innen

Veranstalter der Ausstellung ist der Pommersche Künstlerbund, welcher 1916 in Stettin gegründet wurde. Trotz einiger Schwierigkeiten und Brüche, speziell in den 12 Jahren von 1933 bis 1945, in denen die Vereinigung von der Kultur der Nationalsozialisten okkupiert wurde, fasste der Künstlerbund nach der Wiedervereinigung 1990 in Mecklenburg-Vorpommern Fuß und verlagerte seinen Schwerpunkt nach Greifswald. Die heutigen Mitglieder entstammen verschiedener Generationen und auch ihre künstlerischen Werke sind sowohl im Medium, als auch in ihren Thematiken sehr divers. Nicht nur die Malerei ist vertreten, auch Fotografien, Grafiken oder die Bildhauerei finden ihre Plätze im Rampenlicht. Mit seiner Jubiläumsausstellung möchte der Künstlerbund die Vielfalt des Vereins offenbaren, aber auch zeigen, wie Tradition und Gegenwart die Mitglieder dennoch miteinander verbindet.
Hier findet ihr weitere Infos zum Verein

Bildnachweis: Manfred Prinz, Hiddenseer Heide, © Manfred Prinz

Location

Die Kleine Rathausgalerie ist im ersten Stock des historischen Rathauses zu finden, welches sich direkt am greifswalder Marktplatz befindet. Die Ausstellungen der Galerie wechseln regelmäßig und haben zum Ziel einen besonderen Fokus auf regionale Themen und Künstler*innen zu legen. Wer sich für zeitgenössische Kunst aus der Region interessiert oder sich allgemein mit dieser befasst, ist hier genau richtig und kann sich kostenlos die verschiedenen Ausstellungen anschauen.
Eine Übersicht der kommenden Ausstellungen in der Rathausgalerie findet ihr hier:
kommende Ausstellungen Kleine Rathausgalerie

Kurz & knapp

Wann? 11.06.2026 – 07.08.2026
Öffnungszeiten:
Montag, Mittwoch & Donnerstag 8:30 – 17:30 Uhr
Dienstag 8:30 – 18:30 Uhr
Freitag 8:30 – 13:00 Uhr
Wo? Kleine Rathausgalerie; Am Markt, 17489 Greifswald
Wer? Pommerscher Künstlerbund
Der Eintritt ist kostenlos.
Veranstalter: Pommerscher Künstlerbund e.V. & UHGW
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Bildnachweis: © Manfred Prinz

Im Web Weekly stellen wir euch jede Woche ein neues Kultur-Ereignis in Greifswald und Umgebung vor.
Wir wünschen viel Spaß bei allen Veranstaltungen! (Text: Emily Fricke; Design: David Langner)