Unstrukturiert, wild und liebenswert. So beschreibt Murat Demirkaya die Rosa. Der Club, mit seinem Sitz beim Einkaufspark Gleis 4, ist vielen bekannt. Doch wie fing alles an? Und warum endet es nun? Murat, 48 Jahre alt, der nebenbei auch als Grundschullehrer arbeitet, gibt uns einen kleinen Einblick hinter die Kulissen, lüftet so manches Geheimnis und wirft Licht auf die Zukunft der Rosa.
Es startete alles mit einfachen Partys in wechselnden Locations. Kostenloser Eintritt und recht bekannte Künstler, dadurch zeichneten sie sich aus. Die Idee, selbst Events zu veranstalten, kam dem Betreiber Murat Demirkaya, als er selbst an der Bar eines Clubs arbeitete, der damals im jetzigen Edekagebäude untergebracht war. Dort konnte er bereits einige Kontakte zu Künstlern und Helfern knüpfen. »Die ursprüngliche Idee war eigentlich Geld zu machen und ich glaube, ich wollte auch gesehen werden, Anerkennung bekommen. Aber das hat sich über die Zeit gewandelt. Wir wollen halt ein Ort sein, wo man sicherer feiern kann. Das ist ganz wichtig. Wo du nicht darauf achten musst, wie du aussiehst, welche Klamotten du anhast, wo du herkommst, welcher Religion du angehörst oder sonst irgendwas. Sondern du kannst einfach dahin kommen, so wie du bist und kannst feiern.« Über die Partys, die unter anderem auch in den Edeka-Hallen stattfanden, ergab sich schließlich der Kontakt zum heutigen Vermieter und damit auch der Weg zum aktuellen Standort. Das ehemalige Callcenter, in dem auch einige Studierende arbeiteten, wurde so zur Rosa WG, die allerdings nur wenige Monate bestand.
Viele Geschichten, ein Name
Die Herkunft des Namens der Rosa war für lange Zeit ein kleines, großes Mysterium. Murat beichtete uns, dass er früher viele Geschichten erzählt habe, wie ihm der Name eingefallen sei. Von in der Badewanne einfallen bis zu dem Hintergrund, dass von innen alle rosa seien, war so einiges dabei. Tatsächlich handelte es sich um eine von ihm veranstaltete Veranstaltungsreihe namens Roter Salon. Inspiriert war der heute 48-Jährige von einer gleichnamigen Veranstaltung aus Hannover. Die dortigen Veranstalter wurden allerdings durch die Buchung der gleichen Künstler auf die Inspiration aufmerksam. Abschrecken ließ er sich davon allerdings nicht. Er kürzte den ursprünglich wegen der roten Beleuchtung verwendeten Namen kurzerhand ab. Somit wurde aus dem Roten Salon, die RoSa. Dabei sind die Schreibweise und der Artikel des Namens für den Betreiber irrelevant. Jede*r könne nach eigenem Sprachgefühl gehen. Er selbst sage aber am häufigsten »die Rosa«.
Ein Club in Eigenregie
Die Anfangszeit war von Existenzsorgen und dem Minimum an Ausstattung bestimmt.Um den Club eröffnen zu können, lieh sich der Clubbetreiber Geld von Eltern und Freunden und investierte sein eigenes Erspartes, um die wichtigsten Anschaffungen zu erstehen. Alles musste vom Rosa Team selbst geregelt werden. »Wir mussten alles selbst konzipieren und uns überlegen, wie bauen wir was und dabei auch immer die Verordnungen und Gesetze im Auge behalten, die du beachten musst. Beispielsweise Brandschutz«, so erzählt Murat dem web.moritz. Neben einer eher schlechteren Anlage und schwierigen akustischen Bedingungen, fehlte es auch an Details wie Selbstschließern an den Toilettentüren. Dennoch kamen die Menschen und verbrachten ihren Abend in der Rosa, damals wie heute. Inzwischen hat sich jedoch trotz völliger Eigenregie einiges getan: So konnte nicht nur die Akustik vor zwei Jahren ausgebaut werden, sondern auch ein besseres Technikkonzept fand seinen Weg in die Rosa. Dennoch mangelt es immer noch an einem vernünftigen Boden, einem guten Lichtkonzept und einer guten Raumaufteilung.
Zwischen Kostenexplosion und Kündigung
Nach neun Jahren Clubbetrieb mit vielfältigen Veranstaltungen und Künstler*innen steht nun die Rosa, wie wir sie kennen, vor dem Aus. Das Ende des Ortes Rosa hat sich schon über längere Zeit angekündigt. Die Gründe liegen in erster Linie beim Umsatzrückgang bei gleichzeitiger Kostenexplosion. Zusätzlich erschweren Konflikte mit dem Vermieter der Rosa Location die Lage des Clubs. »Vor allen Dingen, wenn du einen Vermieter hast, der dich nicht wirklich als Kultur sieht und eher auf die Zahlen achtet. Also der dir ständig im Nacken sitzt und dich eigentlich raushaben will. Das spürst du halt«, beschrieb Murat die Situation. Fünf- bis sechsmal hatte der Vermieter dem Clubbetreiber bereits fristlos gekündigt. Dieser ließ sich davon nicht beirren und tat alles in seiner Macht Stehende, um den Club weiterhin geöffnet zu halten. Dennoch beeinflusste die Unsicherheit das Arbeitsgefühl enorm: »Also, wenn dir das Schwert so über dem Kopf schwebt, dann gehst du ganz anders an einen Club ran, als wenn du frei arbeiten und agieren kannst.«
Auch Corona forderte seinen Tribut: Das Publikum veränderte sich über die zwei Jahre voller Lockdowns und Hygienekonzepte. Der Fokus verschob sich von Konzerten und Raves vor Ort, hin zum Anschauen ebendieser als Streams auf TikTok und Instagram. Im Gegensatz dazu hatte die Clubszene durch Schließungen keine Chance, sich ebenso weiterzuentwickeln wie ihre Kundschaft. Als die Auflagen schließlich gelockert wurden, musste sich die Szene wieder völlig neu orientieren. »Wir standen mit dem alten Personal da und sind auf einmal auf ein komplett neues Publikum getroffen, dessen Geschmack und Stile wir überhaupt nicht kannten. Das hat einen großen Anpassungsschmerz bei uns verursacht« erzählt der Clubbetreiber. Die Rosa stand zwiegespalten zwischen ihrem alten Platz in der Szene und dem Anpassungsdruck der Neuentwicklungen, welche sich gerade in den Musikstilen zeigte. »Stell dir mal vor, du hast dein festes Team, du hast einen großen Freundeskreis mit vielen Künstlerinnen. Du hast ein Standing in der Szene, deutschlandweit, für eine bestimmte Musikrichtung, für einen bestimmten Stil. Und auf einmal machst du nach zwei Jahren wieder auf und dann kommt dein Publikum, das überhaupt nicht darauf steht.« Stile wie House, sophisticated Techno, Deep House und Tech House, die vor Corona die Partygänger in den Club lockten, wurden nach Corona erst von Hard-Tech und später von Bounce und Trance abgelöst. Besonders von Trance ist Demirkaya selbst Fan geworden: »Wir nehmen altes Material und machen daraus Neues. Das finde ich total witzig, wenn man zu Trance auf einmal mitsingen kann.«
Ein Abschied mit Statement
Schluss ist nun leider trotzdem. Leise wird die bevorstehende Schließung allerdings nicht. Vielmehr will das Team bewusst einen Gegenakzent setzen. Statt Resignation wolle man Positives verbreiten und zeigen, dass dieses Ende nicht zwangsläufig auch Stillstand und Schlusspunkt bedeuten muss. »Wir gehen hier zwar raus, aber da, wo eine Lücke entsteht, entsteht auch was Neues. Und das ist was Gutes. Immer Rosa ist auch langweilig.« Die Rosa verabschiedet sich damit nicht im Niedergang, sondern zeigt Haltung und das durch ein letztes, voll beladenes Programm. Geplant ist ein ganzer Monat des Abschieds, in dem jedes Wochenende einer Stilrichtung gewidmet ist, die den Club, besonders in den letzten Jahren geprägt hat: die letzte Techno-Party, die letzte Trance-Party, die letzte Disco-Party und die letzte House-Party. Ende Januar sollen schließlich die letzten beiden Veranstaltungen stattfinden. Statt auf Trauer setzt die Rosa also bewusst einen Schlussstrich.
Doch das Ende des Clubs bedeutet nicht das Ende der Rosa als kulturelles Projekt. Auch in Zukunft will das Team sichtbar bleiben. Geplant sind verschiedene Open-Air-Veranstaltungen, etwa im Rahmen des Fleischer-Vorstadt-Flohmarkts, der Fête de la Musique, der Kulturnacht oder bei Veranstaltungen direkt am Wall, wie sie bereits in den letzten Jahren stattgefunden haben. Diese Formate sollen nicht nur Musik und Begegnung fördern, sondern ganz besonders auch auf das kulturelle Vakuum aufmerksam machen. Dabei richtet sich der Blick auch klar auf die Stadtpolitik. Aus Sicht der Betreiber stehe die Kommune in der Verantwortung, gemeinsam mit Investor*innen nach Lösungen zu suchen. Dieser Kampf finde jedoch auf mehreren Ebenen statt. Einerseits gehe es darum, Räume überhaupt zu erhalten oder neue zu schaffen. Andererseits müsse man gegen tief sitzende Vorurteile in der Bevölkerung anarbeiten. Gerade Clubs werden noch immer mit Bildern aus dem zwanzigsten Jahrhundert assoziiert. Oft gelten sie als reine Konsumorte oder gar problematische Milieus. Dass zeitgenössische Clubs längst andere Verantwortung übernehmen, wird oft übersehen. Die Rosa etwa setzt seit Jahren auf ein Awareness-Konzept, das Besucher*innen ein sichereres Feiern ermöglichen soll. »Nicht sicher, sondern sicherer«, betont Murat selbst. Wenn Eltern wüssten, dass ihre Kinder in Clubs wie der Rosa in guten Händen seien, könne das Vertrauen wachsen. Genau darum gehe es: um die Anerkennung von Clubkultur als kulturellen und sozialen Raum – und nicht als bloßen Vergnügungsbetrieb.
Um die Rosa zu Ehren haben wir ein paar Personen welche in der Rosa oft aufgelegt oder sie besucht haben gefragt, ob sie einen kleinen Beitrag leisten und drei Fragen beantworten wollen. Hier sind die Fragen und was sie geantwortet haben:
Wie würdest du die Rosa in drei Worten beschreiben?
Was ist deine schönste Erinnerung die du mit der Rosa verbindest?
Was bedeutet die Rosa konkret für dich?
Kamäleon:
Zuhause. Bunt. Abgedreht.
Der Abend, an dem ich Techno (mochte ich tatsächlich vorher nicht) lieben gelernt habe. Mein Nachbar und späterer Freund hat mich dort mit hin geschleppt und alles dort war einfach so anders. Alle haben zum DJ geschaut, niemand hat dich voll gequatscht, es gab keine Auseinandersetzungen oder ähnliches, das war eine völlig verändernde Erfahrung für mich. Seit diesem Abend war ich süchtig nach Techno und vor allem nach Techno in der ROSA. (das war Anfang 2019).
Die ROSA bedeutet für mich Zuhause, Spielplatz, Trainingscamp und so was wie Jugendtreff. Zuhause weil ich mich da immer wohl gefühlt habe. Spielplatz weil ich dort immer Spaß hatte. Trainingscamp klingt vllt etwas komisch in dem Kontext, aber das meine ich, weil ich dort damals 2020 das Auflegen während Corona gelernt habe und dort auch die ersten Gigs vor richtigem Publikum hatte.
DJill:
Heilend. Verbindend. Unvergesslich.
Meine schönste und zugleich emotionalste Erinnerung an die Rosa, ist die von meinem letzten GIG. Während ich hinter den Decks stand, wurde mir klar, dass dies einer der letzten Momente an diesem Ort sein würde, einem Ort der so vielen Menschen etwas bedeutet. Ich war überwältigt von Gefühlen – Dankbarkeit, Freude, aber auch tiefer Trauer, weil es nun hieß Abschied zu nehmen. Die Energie und Liebe der Crowd haben diesen Moment zu etwas ganz besonderen gemacht. Es fühlte sich an wie ein gemeinsames Loslassen und Festhalten zugleich.
Die Rosa war für mich weit mehr als ein Nachtclub. Sie war ein Zufluchtsort nach stressigen, gedankenreichen Wochen – ein Ort, an dem mein Kopf endlich still sein konnte und ich mich von der Musik tragen ließ. Hier habe ich Heilung gefunden, Liebeskummer verarbeitet und besondere Momente erlebt. 2025 habe ich selbst mit dem Auflegen begonnen und durfte einige Male in der Rosa spielen – eine Erfahrung, für die ich unendlich dankbar bin. Die Rosa hat Greifswald geprägt und mir Menschen geschenkt, die ich für immer in meinem Herzen tragen werde.
Diana:
Offen. Warmherzig. Tolerant
Ich habe eine tolle Freundin kennengelernt und habe mich direkt wohl gefühlt mit ihr zu tanzen. Man war direkt auf einer Wellenlänge
Rosa bedeutet für mich Freiraum und Ich sein. In keinem anderen Club in Greifswald hat man sich so wohl gefühlt und war von Menschen umgeben die ohne Urteile andere sehen.
Nina:
Cool. Verbindet. Spaß.
Die Musik und die Leute.
Ein Ort zum Durchtanzen, connecten und Spaß haben. Leider habe ich es nie geschafft, bis zum Ende zu bleiben. War immer zu müde, um die volle Rosa-Experience mitzubekommen.
Mit einer Faszination für Skandinavien schreibt Hobby-Autorin Hanne Benden am liebsten Bücher mit Hyggefaktor, in deren Welt man gemütlich auf der Couch eintauchen kann. In ihrem Roman „Der Weihnachtsbrief“ widmet sie sich allerdings einem gänzlich anderen Thema: „Der zweite Weltkrieg, die durch ihn verursachten Einberufungen und wie er Familien spaltete“.
Protagonistin Jette, eine junge talentierte Journalistin, findet 2018 im Nachlass ihres kürzlich verstorbenen Opas einen Brief an eine mysteriöse Frau, die weder sie selbst noch jemand aus ihrem Umfeld kennt und ein Foto dieser Dame. Für Jette ist schnell klar, dass sie die Fremde ausfindig machen oder zumindest ihre Verbindung zu ihrem Opa erkennen möchte. Dafür nimmt sie Überstunden eigenmächtiger Recherche und Vernachlässigung ihrer eigentlichen Arbeit in Kauf. Agnes ist eine junge Frau in den 1940ern, die damit zurechtkommen muss, dass ihr Freund an die Front geschickt wird, aber nie die Hoffnung auf ein freudiges Wiedersehen aufgibt. Sie lebt ihr Leben zwar weiter, erzieht ihre Kinder und wirkt glücklich, doch den Gedanken an ihn wird sie nie so richtig loslassen können.
Stück für Stück enthüllt sich den Leser*innen Kapitel für Kapitel der Zusammenhang zwischen den Schicksalen der beiden jungen Frauen. Von Anfang an verbindet sie jedoch der Schmerz über den Verlust von Personen, die ihnen sehr nahestanden.
Die Geschichte wechselt kapitelweise zwischen den beleuchteten Charakteren hin und her, dabei geschehen Zeitsprünge, sowohl vorwärts als auch rückwärts, bis die Handlungsstränge im finalen Szenario zueinanderfinden. Das Buch hat 80 Seiten, eingeteilt in 24 Kapitel und lässt sich damit in kurzer Zeit lesen. Die wechselnden Perspektiven steigern die Lust, am Buch dranzubleiben, und die Zeitsprünge sorgen für ein Voranschreiten der Handlung in angemessenem Tempo. Die Charaktere sind von unterschiedlichen Wesenszügen, werden emotional und sind alle nicht perfekt, was den Leser*innen die Möglichkeit bietet, sich in sie hineinzuversetzen oder sogar sich mit ihnen zu identifizieren.
Empfehlen würde ich dieses Buch Leuten, die sich allgemein für Stories über die Kriegszeit und was sie bei den Menschen anrichtet interessieren. Aber auch Leuten die sich gerade von einem dicken Schinken erholen (optional) und auf der Suche nach einer kleinen Geschichte sind, die sowohl wohlige als auch aufwühlende Momente beinhaltet, die persönliche Schicksale beleuchtet, zum Nachdenken anregen und einem auch nahegehen kann.
Ähnlich wie die Charaktere, fühlt man sich auch als Leser*in daran erinnert, die Anwesenheit der geliebten Mitmenschen aktiv wertzuschätzen. Auch wenn die Geschichte zur Weihnachtszeit spielt, ist das Buch dadurch nicht darauf beschränkt, nur in dieser gelesen werden zu können. Der Roman erschiehn bei Books on Demand und ist für 12,00 Euro als Taschenbuch oder 6,99 Euro als eBook erhältlich.
Der Nordische Klang ist eines der wichtigsten Kulturereignisse in Greifswald. Vom 2. bis 11. Mai bietet das Festival Musik, Kunst, Literatur und Kultur aus dem Norden. Hier bekommt ihr alle Infos zu dem „einzigartigen kulturellen Aushängeschild“.
Der Mai in Greifswald trumpft mit 40 Veranstaltungen und 120 Kunstschaffenden aus sieben Ländern auf: Pop aus Island, Funk aus Estland, Jazz aus Dänemark, Folk aus Finnland, Märchen aus Grönland, Literatur aus Schweden, Indierock aus Norwegen, und so viel, worauf ihr euch freuen könnt
Der Nordische Klang 2025: Wissenschaft, Kunst, Kultur, Musik und mehr
Musik, Kunst, Kultur, Wissenschaft – das sind die vier Säulen des Nordischer Klangs. Das „Fest des Nordens“ ist das wichtigste Festival nordeuropäischer Kulturen in Deutschland. Jedes Jahr besuchen bis zu 10.000 Menschen das zehn Tage dauernde Fest. Die vielfältige nordische Kultur überrascht und überzeugt sie dabei jedes Mal aufs Neue.
Dieses Jahr dauert das Festival vom 2. bis 11. Mai an. Dabei werden auch einige kleinere Veranstaltungen vor und nach dem Zeitraum angeboten. Neben bewährten Formaten wie der Folknacht (6. Mai | St. Spiritus) und der Jazznacht (7. Mai | St. Spiritus) sind auch spannende Neuerungen dabei: Erstmals findet eine Popnacht statt (3. Mai | Straze). Auch neu: Die Global Beats Nacht (8. Mai | Straze) in dieser wird die indigene, nordskandinavische Gesangstechnik Joik mit Afrobeats kombiniert. Mit dieser Playlist könnt ihr die musikalische Vielfalt schon jetzt erkunden.
Neben den Konzerten gibt es mehrere Ausstellungen, Filmvorführungen, Lesungen, wissenschaftliche Vorträge und Podiumsdiskussionen, die nordische Kultur vermitteln. Außerdem wird auch für die kleinsten Gäste der KinderKlang angeboten.
Tickets sichern für den Nordischen Klang 2025 – Das Programm im Überblick
Tickets für das Festival gibt es online und in der Stadtinformation Greifswald. Früh sein lohnt sich – insbesondere die Jazznacht und die Folknacht waren in den letzten Jahren schnell ausverkauft. Viele der Veranstaltungen sind kostenfrei, wie die vier Ausstellungen, wissenschaftliche Podiumsdiskussionen und Vorträge.
Hier eine Programmübersicht:
Design des Programmhefts: Wally Pruß
Fokus auf Island, Klimaschutz und Nachhaltigkeit
Nachdem im vergangenen Jahr Estland die Schirmherrschaft über das Festival übernommen hatte, steht dieses Jahr Island im Fokus. Vertreten wird das nordischste der nordischen Länder durch das Indie-Pop-Duo Kusk & Óviti, die Jazzsängerin Stína Ágústsdóttir und den Autoren Pedro Gunnlaugur Garcia.
Passend dazu bilden Natur und Nachhaltigkeit den thematischen Schwerpunkt der wissenschaftlichen Veranstaltungen. Die Tagung „Resilienz erzählen / resilient erzählen“ untersucht Widerstandsfähigkeit in Tove Janssons Mumins: Die kleinen nilpferdartigen Fantasiewesen erleben Naturkatastrophen und andere Bedrohungen, lassen sich davon aber nie unterkriegen. Unter dem Titel „Untouched Landscapes? Northern Europe Between Preservation and Change“ sprechen Kunstschaffende und Forschende über die idealisierte nordische Natur und deren Bedrohung durch den Klimawandel.
Nachhaltigkeit und das Verhältnis zur Natur spielen auch am Tag danach eine Rolle: Die Podiumsdiskussion „Lebenswerte Stadt – 28x Stadtentwicklung in Dänemark“ basiert auf einer Ausstellung, die seit dem 1. April (und bis zum 3. Juni) in der Zentralen Universitätsbibliothek zu sehen ist. Verschiedene Sachkundige aus den Bereichen Architektur und Stadtplanung sprechen darüber, wie nachhaltig gebaut werden kann.
Manuela Schwesig: „einzigartiges kulturelles Aushängeschild“, „beispielgebend für Völkerverständigung“
Das Festival nahm seinen Anfang 1991, als das Institut für Nordistik zu einem Tag der offenen Tür einlud. Schon damals waren Poesie, Wissenschaft und Musik wichtige Grundpfeiler. Nach dem Konzert eines schwedischen Chores im Dom St. Nikolai schwärmte die Presse von einem „nordischen Klang“, der durch die Stadt strömte und die Menschen begeisterte – Das Festival war geboren.
Der Kulturverein Nordischer Klang, der das Festival seitdem organisiert, wurde im letzten Jahr mit dem Kulturförderpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bezeichnete das Festival als „einzigartiges kulturelles Aushängeschild“ und „beispielgebend für Völkerverständigung.“ Schwesig übernimmt zusammen mit Logi Einarsson – isländischem Minister für Kultur und nordische Zusammenarbeit – dieses Jahr die Schirmherrschaft für das Festival.
Der Nordische Klang ist weiterhin eng mit der Universität Greifswald verbunden. Festivalleiter ist Clemens Räthel, Professor für Neuere Skandinavische Literaturen. Auch der Rest des Teams ist an der Universität angebunden. Viele Studierende aus der Skandinavistik und Fennistik sammeln beim Festival Erfahrungen in Kulturmanagement und Öffentlichkeitsarbeit. Was jetzt noch fehlt? Gäste, die mit ihrer Neugier und Begeisterung den Nordischen Klang erneut durch die Greifswalder Innenstadt klingen lassen.
In October 2024, Wren Scarborough self-published That Which Sings an action-packed Young Adult Fantasy novel. We sat down with Wren to discuss her new book, her perspective on fairy tales and her own unique approach to writing fantasy.
Interview by Franz-Herman Krauel
This interview was published in a shortened version in the 172. issue of moritz.magazin. You can find the issue with other articles online here, or in physical form in our libraries, canteens and other university buildings.
moritz.magazin: That Which Sings is a “punk rock fairytale”. What makes a punk rock fairytale and what inspired you to write one?
Wren Scarborough: The term “punk-rock fairy tale” actually came after writing the book. It was coined by my friend and reader Grace a few drafts in, at which point I informed her that I would be stealing it for marketing purposes. She may have her own definition, but as a lover of both the punk spirit and fairy tales, I think of it like this:
Firstly, it must have at least the bones of a fairy tale: escapism and adventure, peril and comfort, enchantment and the eucatastrophe. It must take place in Faerie, the realm we are summoned to by the words “once upon a time”, where magic is a simple fact of reality and we do not question why the Wolf speaks or the Giant may take his heart from his body.
Secondly, it must be animated by the values of the punk – the real, proper punk, not just anybody who wears leather and spikes and listens to loud music (and in fact, conformity to the punk aesthetic for the sake of it is completely the opposite of punk). The willingness to be thoroughly and unapologetically oneself regardless of societal pressures, furthermore to rebel against oppressive establishments and authorities, and to suffer the consequences.
To be frank, fairy tales are already pretty punk. They are stories for those who already know the world is rife with monsters, but need to hear that the monsters can be defeated. That even when it seems hopeless, it is your solemn duty to carry on, to endure and to fight to whatever end awaits you.
You’re a big fan of C. S. Lewis (author of the Chronicles of Narnia). Does his work inspire your own writings?
Indirectly, yes, and there are several scenes in That Which Sings where I noticed that inspiration coming through. I’ve never found myself actively drawing from the works of C. S. Lewis, but I love him dearly, and everything I love comes up one way or another in what I write.
The worldbuilding in That Which Sings is very immersive. The magical world of Elphame (setting of the story) feels very alive (often in a literal sense) and the Faeries are very different from the popular image of what a fairy looks like. What’s your worldbuilding process like?
My process is very… maybe “organic” would be the word. I’m not a worldbuilder by nature, those Tolkien (author of Lord of the Rings) types who actively delight in constructing a world down to the smallest details. I love and appreciate hard worldbuilding like that, but I am and have always been a soft worldbuilder (perhaps another area of Lewis’ influence).
I feel things out; I go where the story takes me. I knew I needed Elphame to be beautiful, lush, dangerous, and not quite right. There had to be something uncanny to every aspect, some edge to all that beauty that could be frightening or sickening or mysterious. I also knew I didn’t want my faeries to be either stuck in ancient or medieval times, or overly modernized, and that I needed them to still feel deeply folkloric. I drew from folklore, but played with it freely—the glossary exists in part to clarify how the fae of my Elphame work, not just to explain the basics of what they are in mythology and folklore. So while I did know going in several essentials to the world, mostly I was feeling it out, wandering through Elphame just as much as Nes herself.
The book is thrilling and surprisingly fast paced. How important is pacing to you as a storyteller?
I do think good pacing is essential to making a story work, if only to keep the reader from putting the book down, but good pacing is not necessarily fast pacing. A slower, lingering book can be paced perfectly; it just needs to keep up the tension to continue pulling the reader along. That Which Sings does start rather slowly, all things considered. There’s a long, tense buildup before the action kicks in and immediately starts escalating. This is the kind of thing you feel out, especially with help from your beta readers and critique partners to let you know that hey, Wren, turns out it is actually possible to spend too long describing a faerie market.
The fight scenes in the book oscillate between being delightfully brutal and horrifying. What’s your approach to writing action scenes?
I love writing action scenes, which is probably obvious to anyone who’s read the book. The trick to them is to understand they’re just a collection of moving parts, so as soon as you create a system to track those parts they become far easier to write. I did actually write an extensive Substack post on this, but to summarize:
Know your opponents, weapons, terrain, and how those relate to each other. Take them one movement at a time, like you’re choreographing a dance. Track movements, wounds, and ammunition of multiple opponents by visualizing the scene, either by acting it out or creating the fight in miniature with anything from LEGOs to labeled corn kernels and beans. Figure out when to disorient your reader and when to show them exactly what’s happening. Write out the beats and then flesh them out into prose.
It might sound like a lot, but again, once you have a system it starts to become simple. And really, really fun.
The delightful brutality and the horror are mainly determined by the tone the story calls for at that moment, as different action scenes have different implications. Either one, though, is the result of me enjoying myself a little too much and asking myself just how far I can take this.
Throughout the story, Nes (the protagonist) turns into a bit of a badass. At the same time, she is very vulnerable and suffers through much physical and emotional pain. How important was it to strike that balance between Nes’ badassery and her vulnerability?
Absolutely essential. When I first had the vague notion of this story I was probably around fourteen or so, and a sixteen-year-old girl going on a perilous adventure sounded like an exciting romp and hardly anything more. When I actually sat down to write the story a few years ago, though, I understood that Nes, whatever else she may be or become, was first and foremost a child, and that her story was not so much one of adventure but of a terrible and costly necessity.
One of my rules for writing the book was, “No one is allowed to forget she’s a child.” The only exception to that rule was Nes herself. She could forget, she could tear herself apart and attempt to reforge herself into whatever thing would best complete her mission, but the rest of us, even the faeries, must see the little girl underneath it all.
You argued that it’s essential to the story that Nes is a girl. Could you elaborate on that point?
Could I? Excessively. But it’s a little tricky to do so properly without getting into spoilers.
The most basic aspect of this book’s premise, the rescue/vengeance mission, is the sort of story one usually expects to have a male lead. A lot of the struggles – the physical ones, anyway – which Nes suffers are the sort one is more used to seeing a male character going through, and the sort more easily stomached when it is a man, or even a boy, enduring them. We send real, flesh-and-blood teenage boys into war; we have done so since the dawn of time. We are accustomed, in a sense, to subjecting men and boys to certain kinds of horrors. To subject a woman or a girl to them is something else.
In The Lion, the Witch and the Wardrobe, Father Christmas says that “battles are ugly when women fight.” I found myself dwelling on that quote while writing this book, in part because it’s often misunderstood. It does not mean that women must not fight, or that women make fighting ugly, or any other reactionary interpretation. It means that it is a terrible, hideous thing for circumstances to become so dire that women must fight, that it is unnatural and disordered for women to engage in mortal combat even when it is necessary. Nes suffers in That Which Sings what she, as a girl, is not meant to suffer, but it becomes necessary for her to do so. That alone makes her being a girl essential to the story.
Nes’ girlhood infects endless aspects of the book, in large part because a girl is the thing she cannot allow herself to be. She cannot be soft or gentle or merciful. She cannot hold on to her own feminine weaknesses – which might not sound so bad, unless you understand what must be let go with them. It affects character dynamics, and that’s not even limited to those we see: Nes is her father’s daughter, and to be your father’s daughter is not the same as to be your father’s son.
But it would be essential no matter the story. Being a girl is essential to the story of any girl, just as being a boy is essential to the story of any boy.
Are you already working on a new writing project and would you write a That Which Sings-sequel?
Yes! And never!
The new book is referred to publicly only as 5th Side at this juncture, and it’s quite a bit different from That Which Sings in a lot of ways. A slower, softer, far less straightforward book with a protagonist rather unlike Nes. But of course it’s still me; it’s still filled with strange entities and brutality and fairy tale logic. It’s giving me a hard time, but all the same I’m very much enjoying myself.
Everybody asks about (and a few readers have been lobbying for) a sequel, but That Which Sings was always meant to be a standalone story. I feel I’ve put Nes through more than enough, thank you very much. And anyway, were I to actually continue her story in a sequel, I’m quite sure it would be an almost entirely separate genre from the original story. I’m not sure how many people would be up for that.
I do, however, intend to return to the world of That Which Sings. I didn’t write that glossary for nothing. Elphame and I aren’t done with each other yet.
How can people support your work?
The first thing, of course, is to read the book. You can find That Which Sings on Amazon, or order it from your local library or bookstore. After that, leaving an honest review makes a huge difference, and I do mean an honest review. It’s easy to get the idea that you’re only helping an author if you leave them a four or five star review, but in reality it helps way more to have a lot of varying reviews than a few glowing ones. Plus, what you dislike in a story will likely appeal to another reader, and may even convince them to give the book a shot. Tell your friends and family about it, suggest it for your book club, suggest it to your favorite book reviewer – anything that helps make people aware of it can help.
Neben mir werden blau-weiß-rote Schals durch die Luft gewirbelt, die Menschen um mich herum haben die pure Freude im Gesicht. Und ich stehe da – die Hände in den Manteltaschen und in mir ist Freude. Aber was war passiert?
Mein bisheriges Verhältnis zur Kogge
Aber springen wir an den Anfang. Mein Verhältnis zu Hansa Rostock war bisher kein leichtes. So hatte ich mich aus zwei Gründen nie wirklich mit dem Fußballverein beschäftigt. Als jemand, der in Niedersachsen aufgewachsen ist, war Hansa Rostock nicht der attraktivste Verein und ich wurde mit jungen Jahren Fan des FC St. Pauli. Ich beschäftigte mich also nur mit der Kogge, wenn diese wegen Fan-Ausschreitungen in der Presse war oder diese gegen St. Pauli spielte. Natürlich hatte ich hier immer die Rivalität der beiden Vereine im Hinterkopf und spätestens seit dem Derby im Februar 2023 eine klare Position zu den Fans von Hansa Rostock. Die bedeutende Mehrheit sind Chaoten, mit denen ich lieber nichts zu tun haben wollen würde.
Mein Stadionerlebnis
Ich hatte also eine gewisse Meinung über die Fans und der Verein interessierte mich eher wenig bis gar nicht. Nach einiger Überzeugungsarbeit und persönlicher Sympathien habe ich mich doch bereit erklärt, bei einem Hansa-Spiel ins Stadion zu gehen. Am Samstag bei der Partie gegen Wehen Wiesbaden war es dann so weit. Über das Spiel an sich braucht man nicht viel zu sagen, nur so viel: Fan wäre man wegen des Spiels nicht geworden. Am Ende steht eine 1:4 Heimniederlage auf der Anzeigetafel. Während des Spiels passierte aber etwas mit mir. Mich packte die Magie, die das Ostseestadion und die Hansa-Fans haben. Ging es mir am Anfang noch darum, möglichst nicht als „Event-Fan“ aufzufallen (hierfür lernte ich die Trikotnummern der Hansa-Spieler, damit ich zumindest mitreden konnte), war ich am Ende doch frustriert, weil Hansa nicht gut spielte, verdient verlor. Spätestens als die Kogge das zwischenzeitliche 1:3 erzielte, stand ich da – Hände in den Manteltaschen, neben mir wurden die Hansa-Schals durch die Luft gewirbelt. Die Menschen um mich herum hatten die pure Freude im Gesicht, und ich freute mich einfach mit. Die Hansa-Magie hatte mich gepackt. Nach dem Spiel stand eigentlich sofort fest, dass ich wiederkommen würde.
Ein häufiges Bild im Ostseestadion; die typischen Hansasticker
Meine Erkenntnisse
Zugegeben hat mich das Spiel eher weniger begeistert, das Erlebnis im Stadion mit der Stimmung hat insgesamt aber schon sehr Bock gemacht. Die Stimmung im Ostseestadion ist einzigartig. Mich hat zwar die Hansa-Magie während des Spiels gepackt, wirklich Fan bin ich aber nicht geworden. Besonders das Spiel hat da auch einen gewissen Anteil dran. Meine Sicht auf Hansa Rostock hat sich aber geändert. War meine Schwarz-Weiß-Sicht auf die Fans der Kogge doch deutlich zu einfach. Hier braucht es, wie in einigen Lebensbereichen auch, Grautöne. Als „Event-Fan“ komme ich aber immer gerne ins Ostseestadion. Hoffentlich mit einem besseren Spiel beim nächsten Mal.
Es ist die Zeit des Jahres, wo leckere Plätzchen gebacken werden und vorzügliche Schokolade verköstigt wird. Doch was wäre ein festlicher Abend ohne den wärmenden Genuss von Glühwein? In unserer exklusiven Glühweinverkostung laden wir euch ein, ein (nicht ganz so seriöses) Ranking der Glühweine (und der Kakaos) am Greifswalder Weihnachtsmarkt zu erleben. Unsere Redakteur*innen haben sich dafür auf eine Mission begeben, um den besten Glühwein Greifswalds zu küren.
Ein Beitrag von einigen fleißigen webmoritz.Redakteur*innen
Disclaimer: Wir wollen den Verzehr von Alkohol mit diesem Artikel nicht glorifizieren.
Bratwurst Glühwein Bratwurst
Das Ambiente
Unser erster Stand in diesem Ranking. Hier haben wir zuerst mit Freude festgestellt, dass die neuen Tassen verfügbar waren. Das Design ist zwar nicht unser All-Time Favorit, aber im letzten Jahr hatten wir auch noch Tassen aus den Jahren davor in der Hand. Auch die Rückgabe des Flaschenpfands erfolgt hier zwar nur über Plastikchip und 2€ Pfand. Die 2€ begegneten uns aber bei allen Ständen als Pfand. Bei dem Ambiente waren wir uns uneinig, da dieser Stand neben den Greifautomaten steht. Einige fanden es super, haben danach aber auch Geld bei den Greifautomaten „verloren“, andere waren weniger überzeugt. Auch, dass dies kein reiner Glühweinstand ist, sondern man auch etwas feste Nahrung erwerben kann, gefiel unserer Jury.
Der Geschmack
Kommen wir nun zum spannenden Teil. Der Glühwein war schön warm, vielleicht sogar ein wenig zu heiß, geschmacklich war dies ein solider Glühwein. Unsere Jury war überzeugt. Unser redaktionseigener Kakaotester, bei diesem Stand umfasste die Kakaojury nur eine Person, fand den Kakao an diesem Stand in Ordnung. Er vergab 7 Punkte.
Das Ergebnis
Insgesamt ergeben sich für diesen Stand folgende Punktzahlen: 7 Punkte, 7,5 Punkte und 8,5 Punkte. Wir waren von diesem Stand überzeugt.
Zum Elchtreff
Das Ambiente
Das Ambiente wusste unsere Jury zu überzeugen, es gab genügend Platz zum entspannten Stehen und auch die Dekoration und das Design des Standes haben unsere Jury überzeugt. Auch hier gab es die 2024er Tassen. Fand die Jury gut. Auch stellte die Jury fest, dass die Bedienungen an den Ständen Gurls Girls seien. Ein weiterer Pluspunkt. Auch waren die Preise in der Wahrnehmung der Jury moderat.
Der Geschmack
Hier konnten wir, bevor wir bestellt haben, feststellen, dass es mehr als nur den klassischen Glühweingeschmack gibt. Hier sind auch einige Geschmacksvariationen bestellbar. Der Glühwein in mehreren Variationen wusste zu Überzeugen. Und es war auch sehr zur Freude der Jury festzuhalten, dass es eine Stempelkarte gibt. Der Kakao war nach unserer Kakaojury in einer angenehmen Temperatur. Auch fand die Kakaojury den Geschmack sehr gut.
Das Ergebnis
Der Kakao erhielt 6 und 7 Punkte. Der Glühwein erhielt Punkte von 8,5, 8 und 7,5. Wir waren also vom „Zum Elchtreff“ überzeugt.
Glühweinbaude
Das Ambiente
Auch hier gab es verschiedene Tische und ein vom Design ansprechenden gestaltenden Stand. Auch hier konnte man verschiedene Variationen von Glühwein bestellbar. Auch hier gab es eine Stempelkarte. Die Preise waren moderat und unsere Jury insgesamt mit dem Ambiente zufrieden.
Der Geschmack
Hier konnten wir sehr zur Freude unserer Jury feststellen, dass die Temperatur so gut auf den Punkt getroffen war, dass man, wie es Jurymitglied Hannah zu Protokoll gab:
„Nicht zu kalt oder heiß, man konnte gut sippen“
Hannah – begeistert
Auch geschmacklich konnte der Glühwein und auch der Kakao überzeugen. Über den Bratapfelglühwein gab Jurymitglied Hannah zu Protokoll:
„uiuiui der ballert“
Jurymitglied Hannah
Hier ist allerdings festzuhalten, dass der Glühwein vom „Zum Elchtreff“ der Jury besser gemundet hat.
Mutzenpause
Zwischen dem ganzen Testen des Glühweins und des Kakaos auf dem Weihnachtsmarkt hat die Jury auch die ein oder andere Mutzenpause gemacht. Hier hat sich ein klarer Favorit. Der Mutzenstand gegenüber der Sparkasse war hier der Favorit der Jury. Unser Fazit lautet:
„Fluffig, mutzig, pudrig, geil“
Fazit der Jury
Zur Pichlhütte
Das Ambiente
Insgesamt ist das Ambiente ganz süß eingerichtet, man bekommt ein bisschen das Gefühl, man befinde sich an einer Skihütte. Ansonsten ist der Standort an einem sehr lebhaften Ort des Weihnachtsmarktes, daher kommen einem dort oft Leute entgegen.
Der Geschmack
Das Angebot an der Pichlhütte ist sehr ausgiebig, weshalb unsere Redakteur*innen hier auch vielseitige Wünsche bei ihren Bestellungen geäußert haben.
Den Grog hat hier ein sehr hartes Urteil erwischt, da dieser wohl überhaupt nicht geschmeckt hat:
„Es wird mit jedem Schluck schlimmer“
Hannah (von moritz.TV)
Daher kassiert der Grog einen soliden Score von 0.
Als nächstes folgt die heiße Schokolade. Diese schmeckt akzeptabel, aber an den anderen Ständen schmeckte diese im Vergleich etwas besser. Der einzige Pluspunkt ist, dass man sie direkt trinken kann, weil sie nicht allzu heiß ist. Der Score liegt am Ende bei einer mittelmäßigen 4,6.
Auch der normale Glühwein musste hier an diesem Stand natürlich getestet werden. Unsere Redakteurin Ida findet ihn hier eigentlich ganz passabel, aber er schmeckt etwas sauer, daher bewertet sie ihn mit einer 7. Auch unser Chefredakteur Jan-Niklas findet ihn zu sauer, weshalb der Glühwein von ihm sogar nur eine 6 bekommt.
Ein kleines Highlight auf der Karte war der Mango-Glühwein. Unser Chefredakteur Lucas war ganz angetan vom Gedanken eines Mango-Glühweins und bestellte diesen daher auch sofort. Das Fazit? Riecht mehr nach Mango, als das er danach schmeckt. Der Geschmack der Mango kommt nur ganz schwach hervor, bietet aber trotzdem eine nette Abwechslung zu dem ganzen Einheitsbrei auf den Weihnachtsmärkten. Am Ende bekommt er eine solide 7. Ein nettes Detail ist auch noch, dass dieser Stand im Vergleich zu vielen anderen tatsächlich auch andere Tassen, als die aus diesem Jahr zur Verfügung hat, dabei ist aufgefallen, dass die Tassen von 2023 schöner waren.
Was können wir nun letztendlich aus dieser Glühweinverköstigung für ein Fazit ziehen? Wir hoffen euch mit diesem nicht allzu ernst gemeinten Glühwein- und Kakao-Ranking vielleicht ein paar Kaufentscheidungen abgenommen zu haben. Wenn ihr selbst erfahrene Glühwein-/Kakao-Tester*innen seid, schreibt uns gerne eure Eindrücke in die Kommentare.