von Archiv | 09.01.2008
Mit „Polish Spirit“ entdecken Nigel Kennedy und das Polish Chamber Orchestra die polnische Romantik
Vor sechs Jahren trat Nigel Kennedy in die Fußstapfen seines Lehrers und Mentors Jehudi Menuhin. Das 1972 gegründete Polish Chamber Orchestra ernannt ihn zu seinem Künstlerischen Leiter. Polen ist für den gebürtigen Engländer Kennedy seitdem längst zu einer zweiten Heimat geworden – künstlerisch wie privat.
Mit der jüngsten Einspielung „Polish Spirit“ widmen sich der vielfach preisgekrönte Violinist und der ohne festen Dirigenten auskommende Klangkörper aus Krakau eindrucksvoll den spätromantischen Violinkonzerten der polnischen Komponisten Emil Mlynarski (1870 – 1935) und Mieczyslaw Karlowicz (1876 – 1909). Nicht allein das. Mit anrührendem Stolz klingt die Aufnahme mit den Chopinschen Nocturnes op. 9 Nr. 1 und 2 in der Bearbeitung von Krzesimir Debski aus. Was für Raritäten!
Geschrieben von Uwe Roßner
von Archiv | 09.01.2008
1981 schuf Yasushi Inoue (1907 – 1991) mit „Der Tod des Teemeisters“ ein künstlerisches Vermächtnis und eine stille Meditation über den traditionsreichen Weg des Tees.
Viel Anlass zur Spekulation bietet der Tod des Teemeisters Sen no Rikyu (1522 – 1591). Denn der Begründer der japanischen Teezeremonie nimmt sich mit auf der Höhe seines Ruhmes mit 69 Jahren das Leben. Sein Schüler, der Mönch Honkaku, zieht sich kurz darauf zurück und erforscht allmählich die Hintergründe der geheimnisvollen Tat seines ehrwürdigen Lehrers. In einem Tagebuch hält Honkaku in einem recht eigenwilligen Stil die einstigen Geschehnisse fest. Hinter dem Befehl des Kriegsherrn Hideyoshi, der Sen no Rikyus Selbstmord auslöste, tauchen langsam tiefere Intrigen und Machenschaften in der Zeit des ausgehenden 16. und beginnenden 17. Jahrhunderts der Samurai auf.
In Deutschland zählt Yasushi Inoue der zu den meistgelesenen Autoren Japans. Nach dem Studium der Kunst und der Geschichte arbeitete er als Journalist. Mit 36 Jahren begann er seine Karriere als Schriftsteller. Zu seinem vielfach ausgezeichneten Werk gehören der Roman „Der Stierkampf“ und die Novelle „Das Jagdgewehr“. In Ursula Gräfes Übersetzung liegt der Roman „Der Tod des Teemeisters“ in der ersten Auflage beim Suhrkamp Verlag vor.
Geschrieben von Uwe Roßner
von Archiv | 09.01.2008
Mit einer Postkartenaktion wirbt der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald derzeit bei den Landesparteien, Landesministern und Hochschulleitungen für ein weiterhin gebührenfreies Studium in Mecklenburg-Vorpommern. moritz web sprach darüber dem AStA-Vorsitzenden Thomas Schattschneider.
moritz web: Warum ruft der AStA die Greifswalder Studenten zum Protest gegen Studiengebühren auf? In MV gibt es sie derzeit überhaupt nicht.
Thomas Schattschneider: In MV werden bislang nur Studiengebühren für einige Weiterbildungsstudiengänge erhoben. Der Grund, warum der AStA zu dieser Postkartenaktion aufruft, ist ein erfreulicher. Die Landesregierung MV lehnt gemeinsam einigen weiteren Ländern Gebühren ab. Die Postkartenaktion versteht sich daher weniger als Protest als ein Dank an die Verantwortlichen.
moritz web: Was wollt ihr erreichen?
Thomas Schattschneider: Wir verfolgen damit zwei Ziele: Als erstes wollen wir die Studierenden für das Thema sensibilisieren. Das Land aber auch die Rektoren könnten ihre Abneigung gegenüber Studiengebühren ja auch ändern. Ferner wollen wir den politisch Verantwortlichen für ihren Weitblick und ihre Erkenntnis danken, dass Gebühren eine weitere Abwanderung von klugen Köpfen aus dem Land bedeuten.
moritz web: Wie ist die bisherige Bilanz der vorweihnachtlichen Aktion?
Thomas Schattschneider: Binnen einer Woche waren alle 2.500 Karten unter den Studierenden verteilt. Bislang kamen 900 Stück zurück zum AStA. Kurz vor Weihnachten wurden den Landesparteivorsitzenden, Rektoren und Minister mit den ersten Karten beglückt.
moritz web:Wie seid ihr auf die Postkarte gekommen?
Thomas Schattschneider: Wir brauchten eine kreative Idee, die von den Studierenden mit minimalem Einsatz – also durch eine Unterschrift – unterstützt wird.
moritz web: Wie schnell war die Karte fertig?
Thomas Schattschneider: Eine Woche Druck bei Flyeralarm.
moritz web: Was plant ihr weiterhin?
Thomas Schattschneider: Alle Karten versenden und mit den anderen ASten zu diesem Thema koordiniert handeln.
Geschrieben von Uwe Roßner
von Jabbusch | 09.01.2008
Gestern wurde ich in der Mensa von einem alten Freund angesprochen, der von meiner Kandidatur fürs StuPa gehört hat. Er hat mir von seinem Plan erzählt ein Buch zu schreiben, indem er einmal alle große Verfehlungen des StuPa / AStA in Greifswald aufzählen will.
Ein tolles Projekt wie ich finde. Vielleicht kann ich ja mit meinem Blog etwas beitragen…
Falls Ihr Geschichten habt, wo Euch das StuPa so richtig genervt habt, lade ich Euch herzlich ein diese hier in die Comments zu posten! Vertraulich geht es auch als E-Mail an jabbusch @ gmx . de.
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von Archiv | 08.01.2008
Vom 17. bis zum 19. Januar finden an der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald die diesjährigen Hochschulinformationstage statt. moritz web sprach mit den Organisatoren und Studienberatern Dr. Jürgen Damerius und Stefan Hatz.

moritz web: Seit wann gibt es die Hochschulinformationstage?
Damerius: Seit 1992 präsentiert sich damit die Universität in ihrer Vielfalt allen interessierten Schülern.
moritz web: Welche Ziele werden damit verfolgt?
Hatz: Abiturenten für ein Studium an sich und in Greifswald zu bewegen.
moritz web: Wie entstand der Termin?
Damerius: Der Januar kristallisierte sich als eine gute Möglichkeit dafür heraus. Immer zwei bis drei Wochen vor Ende der Vorlesungszeit.
moritz web: Seit wann laufen die Vorbereitungen?
Damerius: Wir beginnen immer im Sommer des Vorjahres mit der Abstimmung des Termins. Ab Oktober folgen die Konzeption und dann die Zuarbeiten.
moritz web: Wie werden die Hochschulinformationstage beworben?
Damerius: 800 Briefe gingen an Schulen in den neuen Bundesländern, nach Hamburg und Berlin. Es sind die Bereich, wo sich die Mehrzahl der späteren Studierenden rekrutieren. Das gesamte Programm steht zudem als PDF im Netz.
moritz web: Mit welcher Resonanz rechnen sie?
Damerius: Gut 1000 bis 1500 Interessierte. Schulen aus der Region und unserem Bundesland reisen mit Bussen an. Einige Schüler kommen gezielt aus Hamburg oder Schleswig-Holstein nach Greifswald, um sich beispielsweise über Medizin oder Humanbiologie zu informieren.
moritz web: Ist in dieser Zeit eine umfassende Studienberatung möglich?
Hatz: Wir haben es gern, wenn die Bude voll ist. Dennoch. In den drei Tagen kann man nicht tiefgehend beraten. Denn das ist bei 150 bis 200 Personen schwer möglich. Erste Fragen können wir klären. Eine Beratung braucht mehr Zeit.
moritz web: Was raten Sie den Schülern zur Vorbereitung?
Hatz: Sie müssen wissen, was sie für sich mitnehmen wollen. Gewiss, das ist schwer. Nur dann fällt es ihnen leichter, eine Lehrveranstaltung mit Gewinn zu besuchen. Besser als über eine Vorlesung kann man eine Universität nicht kennen lernen. Denn wer Deutsch in der Schule hat, weiß nicht unbedingt etwas über Umberto Ecos Semiotik oder den großen Anteil an Statistik in einem Psychologiestudium.
moritz web: Worüber würden sie sich künftig freuen?
Hatz/Damerius: Wenn wir mithelfen können, künftige Abiturienten für ein Studium zu interessieren und damit insgesamt die Studienquote gewinnend zu erhöhen. Denn Studium ist das klügste, was man sich im Leben antun kann.
Geschrieben von Uwe Roßner