von Jabbusch | 08.04.2008

Greifswald versinkt im Schnee – am 8. April. Wo bleibt der Frühling?
Vom Schnee ist offenbar nur der äußerste Nordosten betroffen. Im restlichen Land scheint es zu regnen. Hier eine Meldung vom NDR:
„Starke Schneefälle haben am Dienstagmorgen in Mecklenburg-Vorpommern für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. […] Dort hatte sich am Morgen eine teilweise bis zu zehn Zentimeter dicke Schneedecke gebildet. […] Im Raum Greifswald gab es mehrere leichte Autounfälle. Die B 109 und B 111 wurden gesperrt. Im Laufe des Vormittags entspannte sich die Lage.“
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von Jabbusch | 08.04.2008
Aus der OZ, erreicht uns folgende beunruhigende :
„Greifswald startet mit kostenlosem Essen für arme Kinder
Greifswald (dpa) In Greifswald bekommen Kinder aus sozial benachteiligten Familien seit Montag ein kostenloses Mittagessen. In der Startphase erhielten zunächst etwa 20 Schüler einen Imbiss, teilte die Stadt mit. In einem Monat würden die Kinder dann mit einem warmen Essen versorgt. Initiatoren sind der Kinderschutzbund und das Deutsche Rote Kreuz. Die Lebensmittel stellen das DRK und die Greifswalder Tafel bereit, die sich aus Spenden finanziert. Fast 40 Prozent aller Kinder in Greifswald leben nach Angaben der Stadt von Sozialleistungen. Im betroffenen Wohngebiet Schönwalde seien es sogar 70 bis 80 Prozent der Kinder.“
Kostenloses Essen ist sicher sinnvoll, aber wohl höchstens ein Tropfen auf den heißen Stein…
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von Florian Bonn | 08.04.2008

Gestern gegen 13:20 war ich in der Mensa am Wall essen, also durchaus außerhalb der Hauptbetriebszeiten. Trotzdem war der Essensausgabebereich von einer recht langen Schlange dominiert, die kam aber nicht (wie früher) von den Kassen, sondern von den Essensausgaben. Hier hatte sich grandioserweise eine Schlange für alle Gerichte gebildet – nur an die SB-Theke kam man direkt. Aber warum bildet sich diese „eine“ Schlange, anstatt wie, vor dem Umbau, mehrere kleine?
Eklatante Planungsfehler
Grund ist in meinen Augen ein eklatanter Planungsfehler beim Mensaumbau (wir berichteten). Die Kassen liegen genau gegenüber den Ausgaben 3 und 4, die meistens am stärksten frequentiert sind und wo sich folglich auch die längsten Schlangen bilden. Würden sich „normale“ Schlangen bilden, wären diese genau im Bereich der Kassenschlangen. Auch die typische Kurvenform, die sich früher gebildet hat ist kaum noch möglich, da die Theke im Bereich von Ausgabe 1 in den Raum reinragt (Wieso eigentlich, beim Tellergericht ist eigentlich selten erhöhtes Personalaufkommen?).
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von Jabbusch | 07.04.2008
Klick, klick – in fünf Minuten kann man sich im Internet über vier der fünf Oberbürgermeister-Kandidaten informieren. Rund um die Uhr, schnell, trocken und im Warmen. Auch die Kandidaten haben das günstige und schnelle Medium für sich entdeckt. Wir werfen einen kritischen Blick auf ihre Auftritte.
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von Archiv | 07.04.2008
Die Bilanz kann sich sehen lassen. Mit einem Besucherrekord endete am vergangenen Sonnabend das siebte Festivaljahr der Barther Kammermusiktage.
?Es ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen“, sagte der bewegte Künstlerische Leiter Martin Panteleev. Insgesamt 800 Zuhörer erlebten die fünf Konzertabende im Ringhotel „Speicher“ am idyllischen Hafen. 200 mehr als 2007. Dem nicht genug. Spürten die Veranstalter bislang den Bedarf an Karten erst an der Abendkasse, so buchten in diesem Jahr gleich 80 Prozent der Gäste ihre Karten vorab. Entsprechend musste die Bestuhlung im Konzertsaal des einstigen Kornspeichers und heutigen Vier-Sterne-Hotels nach hinten erweitert werden.
Dennoch blieb es allein nicht bei diesen Überraschungen. Beim Themenabend „Klassik ohne Grenzen“ gab Martin Paneteleev und seine Freunde am vergangenen Freitag mit einen ansprechenden Programm aus Klassik und Tangomusik den Ton an. Ein insgesamt begeistert aufgenommener Ersatz für die kurzfristige Absage des Echo-Preisträgers Jozsef Landvays von 2005. Vor allem dank der bewegend eingängigen Tango Nuevos des argentinischen Komponisten Astor Piazzollas.
Zu einer guten Tradition ist der musikalische Marathon am Abschlussabend des Festivals geworden. Ungewöhnlich schwach starteten Lida Panteleev (Klavier) und Julia Krastev (Violoncello) den langen Samstagabend mit Robert Schumanns Fantasiestücke op. 73 und der eigentlich gut in Ohr und Händen liegenden Cellosonate op. 38 in e-Moll von Johannes Brahms. Dies gänzlich vergessen und im romantischen Spielfluss gefangen nehmen konnten Johannes Brahms Klavierquartett „alla zingarese“ op. 25 in g-Moll und das beschwingend dargebotene „Forellequintett“ op. 114 in A-Dur. Natürlich und am Ende immer mit viel Applaus bedacht. Egal ob von jung oder alt.
Die Angst, Martin Panteleev könnte die Kammermusiktage in Barth durch seine jüngsten internationalen Erfolge zurückstellen, ist unberechtigt. Zu sehr ist ihm die Boddenstadt zugleich Ruhepol und musikalisches Experimentierfeld geworden. Sprich ans Herz gewachsen. Nicht allein das. Denn spätestens seit diesem Jahr hat er dem Publikum und der Stadt gegenüber eine künstlerische Verpflichtung. Auf welchen neuen Bahnen das Festival in den kommenden Jahren wandeln wird, ist derzeit offen. Eines steht allerdings jetzt bereits fest: Es bleibt spannend.
Geschrieben von Uwe Roßner