von Archiv | 04.05.2008
In der Sitzung am 28. April hat das Studierendenparlament den Beschluss gefasst, sich als Vertreter der Studierendenschaft und damit als Herausgeber des Sommermoritz 2008, vom ?Tapir-Comic? mit dem Titel ?Gott und die Welt? entschieden zu distanzieren. Der Herausgeber hält weder die Zeichnungen noch den Text für akzeptabel.
Die freie, inhaltliche und künstlerische Gestaltung der studentischen Medien ist ein sehr hohes Gut. Der Erfolg der studentischen Medien ist genau auf diese Freiheiten zurückzuführen.
Die Grenzziehung zwischen redaktioneller Freiheit auf der einen Seite und Haftungsansprüchen von Dritten, (auch wenn nur eine mittelbare Verletzung von Rechten vorliegt), auf der anderen Seite, ist das Spannungsfeld, indem sich das Verhältnis zwischen Herausgeber und Medien abspielt.
Da Grenzen, historisch gesehen, weder endgültig noch unverschiebbar sind, ist es die Aufgabe der Studierendenschaft, den Vertretern der Studierendenschaft und damit des Herausgebers sich ständig über diese Grenzen auszutauschen und wenn nötig, sie neu zu bestimmen.
Das Studierendenparlament hat sich entschieden gegen die Form und den Inhalt des oben genannten Artikels gestellt und damit klar Position bezogen.
von Jabbusch | 03.05.2008
Versuchen wir es kurz: Nach der Wahl des Studentenparlaments wird – wie jedes Jahr im Mai – das komplette AStA-Team neu zusammengestellt.
Der jetzige ASTA (Quelle: Asta-Greifswald.de)
Während sich der AStA in den letzten Jahren jedoch dank eng verknüpfter Netzwerke meist aus den selben Personen und deren Freunde immer wieder selbst zusammensetze, gibt es dieses Jahr nur wenige Referenten, die weitermachen wollen. Also werden jetzt jede Menge neue Kräfte gebraucht! Auch das frisch zusammengesetzte StuPa ist hochmotiviert neue und kompetente Referenten in AStA-Ämter zu heben.
Unter diesen Ämter sind auch die zwei Spitzenpositionen: Der AStA-Vorsitzende und sein neu eingeführter Stellvertreter. Dafür gibt es derzeit noch nicht mal einen Bewerber (ja wirklich – niemanden!!).
Vielleicht ist das eine gute Chance, dass wir die (wohl?) erste wieder eine weibliche AStA-Vorsitzende bekommen? (Ergänzung: Karen Flügge war im Jahr 2000 AStA-vorsitzende.) (mehr …)
von Fleischervorstadt-Blog | 03.05.2008
Wieder eine Meldung aus der Ostsee Zeitung, die ich in einen bestimmten Kontext stellen möchte.
Nachdem in der jüngeren Vergangenheit mehrfach eine vielleicht wiedererstarkte junge Rechte mit hässlichen direkten Aktionen auf sich aufmerksam machte (vgl hier), war ja noch nicht für alle klar, ob es sich bei den Aktionen nicht um ein grosses Täuschungsmanöver der Linken handeln könnte, um eine Stimmung gegen rechts zu schaffen.
In der Nacht zu Mittwoch wurde wieder zur Dose gegriffen, es wurden wieder rechte Parolen (Arbeit macht frei, Nationaler Sozialismus schafft Arbeit) und Hakenkreuze gesprüht, auf 12 mal 1,50 Meter. Ob solche Leute mit einem Präventionskonzert (Eintritt jeweils über 20€) von Jennifer Rostock und den Scorpions erreicht und verändert werden?
=======
Ein Beitrag von unserem Kooperationspartner Fleischervorstadt-Blog.
von Archiv | 02.05.2008
„Wir schließen uns der Forderung des Greifswalder CDU-Kreisvorsitzenden Egbert Liskow an den CDU-Bundestagsabgeordneten Ullrich Adam nach schnellen Konsequenzen an“, erhielt der Greifswalder CDU-Chef am Freitag unerwartete Unterstützung vom geschäftsführenden SPD-Kreisvorstand Greifswald-Ostvorpommern. Die Sozialdemokraten kritisierten die „nur widerspenstige Aufklärungspolitik“ von Adam und „Teilen der CDU“ als „Hinhaltetaktik“.
Adam hatte eingestanden, in den Jahren 1998 bis 2005 erhebliche Sachspenden von dem in U-Haft sitzenden Ex-Vorsitzenden der AUB Wilhelm Schelsky erhalten zu haben, ohne diese ordnungsgemäß anzugeben. Schelksy soll an der sogenannten „Siemens-Finanz-Affäre“ beteiligt sein und Millionen-Beträge von Siemens erhalten haben.
„Wenn Adam immer nur gerade das eingesteht, was zuvor schon schwarz auf weiß in den Zeitungen stand, klärt er nicht auf, sondern mauert!“, kritisierte der SPD-Kreisvorsitzende Christian Pegel die bisherigen Äußerungen Adams. Wenn Adam versuche, Wahlkampfspenden von mindestens 60.000 Euro als unwesentliche persönliche Schenkungen „unter Freunden“ von „ein paar Kugelschreibern und Flugblättern“ zu beschreiben, „kommen sich die Menschen doch verschaukelt vor!“, ärgert sich der SPD-Kreischef aus Greifswald und Ostvorpommern.
„Wenn ein Bundestagsabgeordneter die von ihm mitbeschlossenen Parteispenden- und Steuergesetze selbst nicht einhält, entsteht der Eindruck, ‚die da oben’ dürften sich alles erlauben“, fürchtet Pegel. Deshalb müsse die Greifswalder CDU dem Vorschlag ihres Kreisvorsitzenden Egbert Liskow folgen, der seinen Parteifreund Adam über die Medien bereits zu schnellen Konsequenzen aufgefordert hatte. „Wenn Teile der CDU abwarten wollen, frage ich mich: Worauf wollen sie warten?“, wundert sich der SPD-Kreischef.
„Wir reden bei Herrn Adam nicht über einen einmaligen Ausrutscher wegen ein paar Kugelschreibern, sondern über das wiederholte Verschweigen von erheblichen Sachspenden in drei Wahlkämpfen!“, mahnt Pegel, „Die CDU muss jetzt mit Herrn Adam Tacheles reden und schnelle, klare Schritte von ihm fordern!?
Geschrieben von Christian Pegel (SPD-Kreisvorsitzender)
von Jabbusch | 02.05.2008

Es war am Mittwoch um circa halb zwölf. Ich hatte mir gerade etwas Geld vom Bankautomaten geholt. Ich wollte nach meinem Geschichtsseminar in meinen Wochenend-Kurzurlaub starten. Da klingelte mein Handy…
Es meldete sich die Sekretärin des Rektorats und lud mich ein um 13 Uhr (also circa eine Stunde später) mit dem Rektor Prof. Rainer Westermann, dem Prorektor Prof. Wolfgang Joecks und Frau Dr. Susanne Stratmann aus der Rechtsabteilung zu treffen. Worum es ginge, wüsste sie selbst auch nicht. Obwohl ich dadurch mein Geschichtsseminar nur zur Hälfte würde besuchen können, sagte ich zu.
Die nächsten zwanzig Minuten war ich damit beschäftigt Freunde anzurufen, die mich als Zeugen begleiten könnten. Ich ahnte bereits, dass es wahrscheinlich nicht um ein gemütliches Kaffee-Trinken gehen würde…
Um 13 Uhr ging es dann zum Rektorat. Dort traf ich Herrn Joecks, Frau Stratmann (und ihre Assistentin Frau Anja Schäferjohann) sowie den Kanzler Dr. Thomas Behrens. Auch ohne den Rektor wurde eine Menge wichtiges Personal in dieser Runde versammelt. Es schien ihnen also wichtig zu sein…
Dann ging alles Recht schnell über die Bühne. Man schob mir im Büro des Kanzlers vier Schriftstücke über den Tisch und forderte mich auf bis Montag „den Stecker rauszuziehen“. Die Internetadresse „uni-greifswald-blog.de“ verletze die Namensrechte der Universität. Diese Verletzung werde man nicht hinnehmen. Eine Frist gibt es nicht. (mehr …)