Harte Männer in der staubigen Wüste

Zurecht mit Preisen überschüttet, glänzt “No Country For Old Men“ mit atmosphärischen Bildern und einem herausragendem Javier Bardem

Die Coen-Brüder scheinen ihr Tief überwunden zu haben und liefern mit „No Country For Old Men“ einen wirklich spannenden Thriller ab. Das sah auch die Academy of Motion Picture Arts and Sciences so und zeichnete den auf dem gleichnamigen Buch von Cormac McCarthy basierenden Film mit vier Oscars (u. a. beste Regie, bester Film) aus.

Im Texas der 80er findet Jäger und Vietnam-Veteran Llewelyn Moss (Josh Brolin) einige erschossene Mexikaner, kiloweise Heroin und einen Koffer mit zwei Millionen Dollar. Unglücklicherweise nimmt er den Koffer mit zu seiner Frau und wir nun von Auftragskiller Anton Chigurh (Javier Bardem) gejagt, der mit eindrucksvollen Accessoires und psychopathischem Blick alles tötet, was sich ihm in den Weg stellt. Dieser wiederum wird von dem alternden Sheriff Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones) gesucht, der allerdings immer einen Schritt hinterher hinkt.

Vor dem staubigen Hintergrund der texanischen Wüste wird mit viel schwarzem Humor und noch mehr blutigen Szenen eine Geschichte über harte Männer in einer rauen Welt erzählt. Besonders Javier Bardem, sein starrer Blick, seine Art zu Sprechen und seine Kaltblütigkeit jagen dem Zuschauer einige Male einen Schauer über den Rücken – seine schauspielerische Leistung vermag es, ihn über einige Längen am Ende und dem etwas zu abrupten Schluss hinwegzutrösten.

Geschrieben von Jennifer Seelig

Ein Leben der Lyrik gewidmet

Prof. Ulrike JekutschÜber den Übersetzer Karl Dedecius sprach moritz web mit der Slawistin Prof. Ulrike Jekutsch vom Institut der Fremdsprachlichen Philologien.

moritz web: Wer ist Karl Dedecius?

Prof. Jekutsch: Ganz sicher der bedeutendste Übersetzer in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nicht allein als Übersetzer, sondern auch ein starker Kulturvermittler.

moritz web: Wie begann seine Karriere?

Prof. Jekutsch: Mit einer Anthologie zeitgenössischer polnischer Lyrik mit beispielsweise von Ziebgniew Herbert, Syzmborska und Rozewicz. Das war damals ein schmaler Band. (mehr …)

Nordischer Klang: Bunt, schräg und frech

Festivalchef Prof. Walther Baumgartner, Christine Nickel und Dr. Fritjof Strauß vom Organisationsteam des diesjährigen Nordischen KlangsMit diesem Motto, einem breit gefächerten Programm und gut 150 Künstlern lädt der Nordische Klang vom 1. bis 9. Mai zum 17. Veranstaltungsjahr nach Greifswald ein

Das Festival ist eine Institution. Nicht allein für die am Bodden gelegene Universitäts- und Hansestadt. Weit über die Stadtgrenzen hinaus besitzt der Nordische Klang einen klangvollen Namen. „Wir haben in Skandinavien einen guten Ruf“, bestätigt der Festivalchef Prof. Walther Baumgartner.

(mehr …)

Dank für Hauptwohnsitznahme: Segeltörn für Studierende

Universität zum Segeln auf die GREIF ein. Die Bewerbungfrist läuft noch bis zum 5. Mai

Vierzig Studentinnen und Studenten können am Tagestörn, der am Donnerstag, 5. Juni vom Heimathafen Greifswald-Wieck hinaus auf die Ostsee führt, teilnehmen. Noch bis zum 5. Mai können sich Studierende, die sich mit Hauptwohnsitz in Greifswald angemeldet haben, um einen der begehrten Mitsegelplätze auf dem stadteigenen Schiff bewerben. Bewerbungsunterlagen finden sich im Internet unter www.greifswald.de. Die Kosten für den Törn übernimmt seit 2007 ein renommiertes Greifswalder Unternehmen. Mit an Bord sind Oberbürgermeister Dr. Arthur König und Vertreter der Universitätsleitung. (mehr …)

Uni wirbt für Sparkassen-Konzert

Seit einigen Wochen findet sich auf der Startseite der Uni-Website ein „Tipp“. Darin wird auf das SCORPIONS-Konzert (Archiv) der Sparkasse hingewiesen. Außerdem erhielten am 28. April alle Studenten eine persönliche E-Mail mit den Konzertterminen in ihr Uni-Postfach. Selbst im Büro des Rektorats im Uni-Hauptgebäude liegt ein großes Scorpions-Plakat über dem Tisch im Vorzimmer…


Konzert-Plakat (Quelle: Sparkasse)

Was daran schlimm ist? Zunächst nichts. Außer, dass vielleicht die Grenze zwischen Werbung für die Sparkasse (bzw. deren Konzert) und dem redaktionellen Inhalt der Uni-Website verschwimmt. (mehr …)