von Archiv | 02.05.2008
In einem Planspiel stehen die Hochschulen des Landes in spielerischer Konkurrenz
Für die teilnehmenden Teams des diesjährigen Planspielwettbewerbs EXIST-priME-Cup, veranstaltet vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, wird es nun ernst. Am 6. und 7. Mai 2008 findet die Vorrunde der Region A (Nord) im Greifswalder Technologiezentrum Vorpommern statt. Studierende der Hoch-schulen des Landes können sich dabei in realistischen Szenarien an Wirtschafts-strukturen und Entscheidungsprozesse herantasten. Praxisbezogene Kenntnisse der Unternehmensführung und unternehmerisches Denken werden auf spielerische Art und Weise erlernt.
Es folgt die Veranstaltung am 4. und 5. Juni im Baltic College Güstrow. Das hochschulweite Gründernetzwerk Gründerflair und seine Partner unterstützen den landesweiten Wettbewerb der einzelnen Hochschulteams aus M-V. Der Wettbewerb wird bundesweit durchgespielt. Zunächst geht es in der Vorrunde um den Master Cup, es folgt die Zwischenrunde, der Professional Cup, und schließlich der Champions Cup im Finale in Berlin. Der Professional Cup Region A (Norddeutschland) findet am 3. und 4. September 2008 in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät (Ulmenkaserne) der Universität Rostock statt.
Master-Cup am 6. und 7. Mai 2008:
Ort:
- Technologiezentrum Vorpommern, Brandteichstraße 20, 17489 Greifswald
Zeit:
- 10.00 bis 16.30 Uhr (6.5.08)
- 09.00 bis 16.30 Uhr (7.5.08); Bekanntgabe der Sieger ab 16.00 Uhr
Geschrieben von Rene Portwich (Gründerbüro der Universität Rostock)
von Archiv | 01.05.2008
Gedenkaktion in der Greifswalder Innenstadt anlässlich des 75. Jahrestags der Bücherverbrennung
Am Samstag, dem 10. Mai 2008, jährt sich zum 75. Mal der Tag, an welchem im Jahre 1933 unzählige Bücher deutscher wie auch fremdsprachiger Autoren und Wissenschaftler den Flammen zum Opfer fielen. Auf dem Berliner Opernplatz sowie in 21 weiteren deutschen Städten, darunter auch in Greifswald, wurden in groß inszenierten öffentlichen Verbrennungen zehntausende Werke verfemter Autoren unter großem Jubel von Studenten, Professoren und NS-Organen ins Feuer geworfen. Dieser Akt war der Abschluss und traurige Höhepunkt der studentischen „Aktion wider den undeutschen Geist“.
Gegen unzählige Autoren wurde in der Folge ein Arbeitsverbot verhängt. Ihre Stigmatisierung bedeutete den Verlust ihres Publikums, die Vernichtung der beruflichen Existenz und zugleich einen nachhaltigen Schaden für das deutsche Geistesleben. Viele Autoren gingen ins Exil, nicht wenige nahmen sich dort das Leben, so u. a. Stefan Zweig, Ernst Toller und Walter Benjamin. Carl von Ossietzky sei stellvertretend für die im KZ, in Gefängnissen und Gestapo-Kellern des Dritten Reiches gepeinigten und ermordeten Schriftsteller genannt.
Gemeinsam mit der Künstlerin Angelika Janz möchte das Koeppenhaus dieser Autoren gedenken und ruft alle, die nicht vergessen wollen, zu einer einmaligen Aktion in der Greifswalder Innenstadt auf. Denn was wäre unsere Kultur ohne die Werke von Autoren und Denkern wie Bertold Brecht, Albert Einstein, Franz Kafka, Alfred Kerr, Anna Seghers, Kurt Tucholsky und vielen, vielen anderen.
Die Aktion findet von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr auf der Langen Straße statt. Vom Fischmarkt ausgehend, wo ein Informationsstand des Koeppenhauses vorzufinden ist, sind alle interessierten Bürger eingeladen, mit Kreide die Namen der verbrannten Autoren auf den Gehweg zu schreiben. Die Liste der verbrannten Dichter wird am Fischmarkt verteilt und liegt vorab im Koeppenhaus, in der Bahnhofstraße 4, aus. Für ausreichend Kreide ist gesorgt. Aktionsbeginn und Treffpunkt: 10.30 Uhr, Koeppenhaus.
Darüber hinaus sind alle herzlich eingeladen, ein Buch aus der eigenen „Bibliothek“ mitzubringen, und einen Text oder ein Gedicht des Lieblingsautors im Rahmen dieser Gedenkaktion vorzutragen. Ausführliche Informationen zu dieser Aktion erhalten Sie im Büro des Literaturzentrums unter der Telefonnummer: 03834-773510.
von Archiv | 01.05.2008
Kurzfristig musste das Theater Vorpommern Udo Zimmermanns ?Weiße Rose? am 30. April abgesagen und auf den 8. Mai verlegen.
(TVP) 18. Februar 1943: Die Geschwister Hans und Sophie Scholl werden bei dem Versuch, antifaschistische Flugblätter im Lichthof der Münchner Universität abzuwerfen, festgenommen. Vier Tage später verurteilt sie der Volksgerichtshof wegen „Hochverrats und Feindbegünstigung“ zum Tod. Noch am selben Tag wird das Urteil vollstreckt. Die studentische Widerstandsgruppe „Weiße Rose“, der die Geschwister Scholl federführend angehörten, wird zerschlagen.
Die Kammeroper von Udo Zimmermann konzentriert Aktion und Scheitern der „Weißen Rose“ auf die zwei Protagonisten Hans und Sophie Scholl. In der Stunde vor ihrer Hinrichtung werden die Geschwister sich über die Konsequenzen ihres Handelns klar. 16 assoziativ verbundene Szenen schildern episodisch die Empfindungen der beiden Verurteilten. In visionären Bildern werden Erinnerungen an das Fronterlebnis, die Angst beim Abtransport von Kindern und die letzte Begegnung mit den Eltern heraufbeschworen. Ihrer Todesangst begegnen die Geschwister mit Zweifeln und Hoffnungen, bis beide das Urteil und den Tod akzeptieren.
Der 1943 in Dresden geborene Udo Zimmermann bedient sich in seiner Musik gleichermaßen des zeitgenössischen wie traditionellen Vokabulars. Die so entstehende, von Zitaten durchsetzte, persönliche Klangsprache verleiht diesem „Stück gegen Gleichgültigkeit“ eine enorme suggestive Kraft. Das Libretto von Wolfgang Willaschek basiert auf Brief- und Tagebuchzitaten der Geschwister Scholl sowie auf Texten von Tadeusz Rozewicz, Franz Fühmann, Dietrich Bonhoeffer und Reinhold Schneider. Willaschek montiert die Gedankensplitter zu Texten, deren hochexpressionistisch formulierte Lamenti, Appelle, Fragen und Reflexionen dem Stück eine ungeahnte textliche Dichte verleihen. Nach ihrer Uraufführung in der Hamburger Opera stabile 1985 avancierte die „Weiße Rose“ innerhalb kürzester Zeit zu einer der meistgespielten und erfolgreichsten deutschen Nachkriegsopern.
von Archiv | 30.04.2008
Informationskrieg im Mitmachnetz: Wer schreibt was ? wen ins Onlinelexikon Wikipedia – und wer streicht es wieder heraus? Eine deutsche Version des Wiki-Scanners schafft Transparenz. …und stie?auf umfangreiche L?-Aktionen.
von Archiv | 30.04.2008
Dutzende studentische Fernseh- und Radiosender tummeln sich auf den Frequenzen und erz?en vom Campusleben…