Fakultätsrat der PhilFak konstituiert

Eine ganz kurze Kurzmeldung. An 30. April kamen folgende Mitglieder der Philosophischen Fakultätsrat endgültig in Amt und Würden:

  • Prodekan Nummer 1 ist Thomas Stamm-Kuhlmann
  • Prodekan 2 ist Prof. Dr. Horst Krist
  • Studiendekanin ist Prof. Dr. Amei Koll-Stobbe
  • Dekan bleibt Prof. Dr. Matthias Schneider

Die Wahlen hatten sich durch Nicht-Anwesenheit von Herrn Stamm-Kuhlmann und einen fehlenden Kandidaten für den Platz des Studiendekans um eine Sitzung verzögert. Mehr zu diesem Fakultätsrat erfahrt ihr hier.

Greifswalds unrühmlicher Spitzenplatz

Greifswald-Uecker-Peene sehen mit Unbehagen, dass Greifswald eine Spitzenstellung beim Sanktionieren von ALG II ? Beziehern einnimmt. Im Osten der Republik ist Greifswald einsam an erster Stelle zu finden, selbst im bundesweiten Vergleich sind lediglich vier Kreise oder kreisfreie Städte zu verzeichnen, die härter gegen Langzeiterwerbslose vorgehen.

Mit der Vorlage des neuesten Sanktionsberichtes der Bundesagentur für Arbeit von April 2008 wird deutlich, dass die ARGE Greifswald mit einer Sanktionsquote von 5,2 % aller erwerbsfähigen Hilfebedürftigen im Osten der Republik den ersten Rang einnimmt. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt unterliegen 1,9 % aller erwerbsfähigen Hilfebedürftigen (mindestens) einer Sanktion, Ostdeutschland hat eine Quote von 1,5 %, Mecklenburg-Vorpommern eine von 1,7 %. Damit sanktioniert die ARGE Greifswald dreimal so häufig im Vergleich zum Landesdurchschnitt.

Wir glauben nicht, dass die Menschen in Greifswald integrationsunwilliger als die Menschen im Rest der Republik sind?, so der sozialpolitische Sprecher des Kreisverbandes, Gregor Kochhan. Eher stehe zu befürchten, dass die in den letzten Wochen häufig beschriebenen Missstände bei der ARGE Greifswald die Ursache für die extrem hohe Sanktionsquote ist. Keine andere ARGE in Mecklenburg-Vorpommern käme nach dem Bericht der Bundesagentur für Arbeit auch nur annähernd in die Nähe der Quote in Greifswald, so Kochhan weiter.

Hartz IV steht bekanntlich unter dem Motto ?Fördern und Fordern?. Zum Fordern gehören auch die Sanktionen. Trotz des starken Forderns seitens der ARGE Greifswald – wenn man denn die hohe Sanktionsquote als Ausdruck des ?Forderns? begreifen will -, ist Greifswald die einzige Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, die im April eine leichte Zunahme der Arbeitslosenzahlen zu verzeichnen hatte. Während im Landesdurchschnitt die Quote sank (von 15,6 % im März auf 15,3 % im April), stieg der Anteil der Erwerbslosen in Greifswald von 15,2 % im März auf 15,3 % im April – trotz der überproportional häufigen Sanktionen!

Geschrieben von Stefan Fassbinder (Bündnis 90/Die Grünen)

Sport in Greifswald

„Ich muss mehr Sport machen!“, sagen sich viele, wenn man mal wieder liest, dass Deutschland immer dicker wird. Aber dieser fromme Wunsch erledigt sich für viele schon mit der Anmeldung zum Hochschulsport. Zusammenbrechende Server, überfüllte Kurse und unpassende Trainingszeiten sind nun mal kein Freund des schwindenden Bauches.

Guckt man sich aber mal etwas um, stellt man fest, dass es in Greifswald eine große Auswahl an Sportvereinen gibt, die vielfältige Sportangebote zum (großteils) günstigen Preis bieten und zudem nicht an Semesterzeiten gebunden sind. Das Angebot beinhaltet hochklassigem Leistungssport, aber auch für reine Freizeitsportler ist einiges dabei.

Eine Übersicht bietet die Vereinsliste auf www.greifswald.de. Allerdings fehlen dort oftmals die Webseiten. Eine Suchmaschine kann hier aber schnelle Abhilfe schaffen.

Der größte Sportverein in Greifswald ist die HSG (Ja, die Homepage ist grenzwertig). Dort gibt es von Aerobic bis Volleyball 22 Sportarten, die auch als Nichtleistungssportler machbar sind. Die Mitgliedschaft gibt es ab circa 50 € pro Jahr (Abteilungsabhängig, kann auch mehr sein), aber dafür gibt es im allgemeinen auch mehrere Trainingstermine in der Woche. (mehr …)

Keine Resonanz bedeutet die größte Frustration

Uni Greifswald würdigt die Verdienste eines außergewöhnlichen deutsch-amerikanischen Geisteswissenschaftlers

Er gilt als Provozierer und Polarisierer und als einer der allgegenwärtigen Zwischenrufer in der intellektuellen Debatte Deutschlands. Seine Publikationsliste ist über 45 Seiten stark. Seine Bücher erschienen nicht nur in deutscher und englischer Sprache, sondern auch auf Chinesisch, Niederländisch, Portugiesisch, Russisch und Spanisch. In einem Akademischen Festakt würdigt die Philosophische Fakultät der Universität Greifswald am Mittwoch, dem 14. Mai 2008, die langjährigen Verdienste des an der amerikanischen Eliteuniversität Stanford lehrenden Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans Ulrich Gumbrecht mit der Verleihung einer Ehrendoktorwürde

Mit der Ehrenerweisung zeichnet die Universität Greifswald die prägnante geisteswissenschaftliche Forschung Gumbrechts auf dem Gebiet der Allgemeinen und Romanischen Literaturwissenschaft aus. Durch seine umfassenden Arbeiten und bahnbrechenden Publikationen zur Philosophie des Verstehens sowie zur Philosophie der Präsenz eröffnete er den Geisteswissenschaften bisher ungeahnte Wege.
Prof. Hans Ulrich Gumbrecht  (geb. 1948 in Würzburg) ist seit 1989 Lehrstuhlinhaber für Komparatistik (Lehrstuhl für italienische, französische und Vergleichende Literaturwissenschaft) an der amerikanischen Universität Stanford. Er studierte Romanistik, Germanistik, Philosophie und Soziologie in Deutschland, Italien und Spanien. Bereits im Alter von 26 Jahren wurde der Geisteswissenschaftler ordentlicher Professor an der Ruhr-Universität Bochum, an der er zwischen 1975 und 1982 wirkte. Von 1983 bis 1989 lehrte und forschte er an der Universität in Siegen. Gumbrecht nahm Gastprofessuren an zahlreichen ausländischen Universitäten wahr. Seit März 2000 ist er US-Bürger. Der Wissenschaftler, der seit über zehn Jahren in Kontakt mit der Greifswalder Philosophischen Fakultät steht, gehörte 2004 (bis 2007) zu den Gründungsmitgliedern des Greifswalder Universitätsrates.
Gumbrecht ist Mitherausgeber der Grundrisse der romanischen Literaturen des Mittelalters, Figurae – Readings in Medieval Culture, Writing Scene und Espaces Metisses. In regelmäßigen Abständen schreibt er für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und für Merkur – Zeitschrift für europäisches Denken. In einem ZEIT-Artikel aus dem Jahr 2007 bezeichnet er es selbst als größte Frustration, keine Resonanz zu finden.

Geschrieben von Constanze Steinke

Uniklinikum Greifswald hat 6,1 Millionen Euro für die Anteile am Kreiskrankenhaus Wolgast überwiesen

Das Uniklinikum Greifswald hat zweieinhalb Jahre nach Abschluss des Anteilskaufvertrages die vereinbarte Summe für den Erwerb von 94,9 Prozent der Gesellschafteranteile an der Kreiskrankenhaus Wolgast gGmbH in Höhe von 6,1 Mio. Euro an den Landkreis Ostvorpommern überwiesen, informierte heute Gunter Gotal, Kaufmännischer Direktor des Uniklinikums Greifswald. 5,1 Prozent verbleiben beim jetzigen Träger, dem Landkreis Ostvorpommern. Damit gilt die Fusion als vollzogen.

Nachdem das Bundeskartellamt Ende 2006 die Fusion des Uniklinikums Greifswald mit dem Kreiskrankenhaus Wolgast untersagt hatte, wurde 2007 Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingereicht sowie eine Sondererlaubnis im Bundeswirtschaftsministerium beantragt. Die Gremien haben inzwischen grünes Licht für das Zusammengehen beider Einrichtungen gegeben.

„Mit der Empfehlung der unabhängigen Monopolkommission, einer klaren Entscheidung des Oberlandesgerichtes Düsseldorf und einer Sondererlaubnis des Bundeswirtschaftsministers ohne Auflagen im Rücken ist die Rechtslage hinreichend geklärt“, unterstrich Gotal. „Es gibt aus Sicht des Uniklinikums nun keine weiteren Gründe, die lange überfällige Zahlung an den Landkreis, der jetzt die Gelder für eigene Zwecke einsetzen kann, weiter aufzuschieben.“

Geschrieben von Constanze Steinke