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Spinnereien im Stupa: Erinnerungen an Wahlversprechen (kommentiert)

Geschrieben von | Veröffentlicht am 7. Juli 2008 um 22:00 Uhr

Streicheleinheiten und Lob – nichts wünscht sich das Studentenparlament (StuPa), welches auf seinen Sitzungen Licht in die großen Fragen der Hochschulpolitik bringt, sehnlicher. Am besten gepaart mit einem hübsch aufpolierten Image. Mit ?mehr Transparenz und mehr Öffentlichkeit? versprach eine breite Mehrheit der Mitglieder im Wahlkampf genau das, woran man im letzten Jahr so überaus kläglich gescheitert ist und damit zunächst einmal das Image weiter in archäologisch interessante Erdgefilde befördert hat.

Für Alexander Schulz-Klingauf ist die mangelnde Wahrnehmung des Gremiums ein durchaus „selbstverständlicher Prozess einer Demokratie“. Daher besuchte der Lehramtsstudent schon in seiner Zeit als AStA-Referent Vorlesungen, um über getroffene Entscheidungen aufzuklären. Nur kann sich ein einzelner Parlamentarier nicht vierteilen und wirkt somit recht begrenzt. Deshalb wälzt der RCDS diesen Themenkomplex konsequenterweise gleich komplett auf den Allgemeinen Studentenausschuss (AStA) ab. Aber Öffentlichkeit beginnt schon beim einzelnen StuPa-Mitglied. Jedenfalls hat der RCDS in der neuen AStA-Struktur mit dazu beigetragen, den Posten für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gigantisch aufzuwerten, nämlich einem stellvertretenden Vorsitzenden unterzuschieben. „Meist lieblose und wenig aussagekräftige Flyer sind einfach unzureichend“, bemängelt Schulz-Klingauf bisherige Ergebnisse in diesem Bereich. Schon mehrfach wies er in den Sitzungen auf eine ihm zur Hand liegende, angeblich

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″Wir sind ja keine Berufspolitiker″: Thomas Schattschneider gibt den AStA-Vorsitz ab

Geschrieben von | Veröffentlicht am 7. Juli 2008 um 22:00 Uhr

Thomas Schattschneider ist vielen durch seine langjährigen Mitgliedschaften im Allgemeinen Studierendenausschuss, im Studentenparlament und im Senat bekannt. Anderen zeigt er sich als offene, verständige Persönlichkeit mit Humor und in seiner Arbeit in den Gremien ist er als kompetenter, offensiver Vertreter und Verfechter der Studenten der Universität Greifswald fast schon berühmt geworden. Genug Anlass für etwas, wovon Stupisten träumen: Ein durchaus wohlwollendes Porträt.

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Halbes BWL-Studium für Terminologie

Geschrieben von | Veröffentlicht am 7. Juli 2008 um 21:45 Uhr

Ende des Jahres 2003. Erleichtert hält der damals 27-jährige Jens Glatzer einen Brief in der Hand. Der Lehramtsstudent für Philosophie und Kunst steht kurz vor seinem Studienabschluss an der Uni Greifswald. Allerdings bereitet eine akute Geldnot ihm Schwierigkeiten. Er empfängt kein BAföG mehr, seine Eltern zahlen nicht und ein Nebenjob ist mit den Prüfungsvorbereitungen nur selten vereinbar.

Also beantragte Glatzer einen Bildungskredit der KfW, der Kreditanstalt für Wiederaufbau, den er nun in der Hand hält. „Ich schaute den Vertrag nur kurz durch. Die Erleichterung über die finanzielle Hilfe war groß und ich brauchte mir um meinen Abschluss keine Sorgen mehr machen“, schildert der gebürtige Brandenburger. Nun weiß er, dass solch ein Vertrag genauer durchgelesen werden sollte.

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Prüfung am Wickeltisch: Studium mit Kind

Geschrieben von | Veröffentlicht am 7. Juli 2008 um 21:45 Uhr

Rastlos läuft die junge Studentin im Badezimmer auf und ab. Ihr stehen qualvolle Minuten bevor. Tausend Gedanken kreisen in ihrem Kopf herum. Nie hatte sie geglaubt, in solch eine Situation zu kommen. Doch nicht sie. Ihr konnte sowas doch nicht passieren! Endlich wagt sie einen Blick auf den Schwangerschaftstest. Der Schock ist groß. Unmöglich konnte das Ergebnis stimmen, unmöglich konnte ausgerechnet sie schwanger sein. Erst vor ein paar Jahren hat sie ihr Abitur gemacht und steckt mitten in ihrem Studium. Das Geld reicht gerade mal für sie selbst, wie soll sie da noch ein Kind ernähren?

Eine fiktive Szene, die trotzdem einigen Studentinnen bekannt geworden ist. Auch Maria Nehmzow (Name von der Redaktion geändert), Studentin der Uni Greifswald, ist Mutter und kümmert sich allein um ihren kleinen Sohn. Geplant war der Nachwuchs allerdings nicht. „Zuerst habe ich noch gehofft, dass der Test nicht richtig funktioniert hat. Doch dann hat mir meine Frauenärztin das Ergebnis bestätigt“, berichtet die Studentin. Ein Schock war es für sie schon. Dennoch kam eine Abtreibung für sie nicht in Frage. „Ich habe mich zwar daüber informiert, aber als ich das erste Ultraschallbild gesehen habe, kam es für mich gar nicht mehr in Frage und meine Wahl für das Baby stand fest“, schildert die junge Mutter ihre Entscheidung. Während die Eltern die Schwangerschaft ihrer Tochter akzeptiert haben, war ihr Freund weitaus weniger begeistert. Umstimmen ließ sich die Studentin jedoch nicht. „Auch gegen den Wunsch meines Freundes entschied ich mich für das Kind.

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Studieren auf Pump: Pro und Contra Studienkredit

Geschrieben von | Veröffentlicht am 7. Juli 2008 um 21:21 Uhr

Die Entscheidung für eine Hochschule ist schnell gefallen. Die Antwort auf die Frage, wie man sich das Studium finanzieren wird, hingegen nicht. Die finanzielle Unterstützung seitens der Eltern reicht selten aus. Eine Förderung durch BAföG steht nicht allen zu. Die heiß begehrten Stipendien können nur Wenige ergattern. Am Ende bleibt nur noch der Nebenjob. „Aber die Wenigsten sind bereit und dazu in der Lage, sich ihr ganzes Studium über die eigene Arbeit zu finanzieren“, merkt Aniisa Paul (AStA-Referentin für Studienfinanzierung) an. Seit kurzem möchte jedoch eine neue Finanzierungsform die Sorge vieler Studenten erleichtern: der Studienkredit.

Attraktive Konditionen

Eingeführt wurde der Kredit für Studenten erstmalig vor knapp zwei Jahren von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfWFörderbank). Das Ziel war es, die in zwölf Bundesländern eingeführten Studiengebühren, abzufedern und den angehenden Akademikern eine Fortführung des Studiums trotz dieser Mehrbelastung zu ermöglichen. Mit Hilfe des Studiendarlehenssollen die Lebenshaltungskosten während des Erststudiums finanziert werden. Seine Attraktivität erhält dieser Kredit vor allem dadurch, dass er sich den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Studenten anpasst. Zum einen erfolgt die
Auszahlung des Geldes nicht in einem Zuge, sondern pro Semester. Die Höhe des Betrages kann den individuellen Erfordernissen entsprechend angepasst werden und von einem zum anderen Semester variieren. Die Rückzahlung des Kredites muss frühestens ein Jahr nach der Hochschulausbildung erfolgen. Die jeweilige Rückzahlungssumme wird von den meistens Banken einkommensabhängig erhoben. Die Voraussetzungen für die Bewilligung des Kredites sind von Bank zu Bank unterschiedlich. Essentiell ist in jedem Fall die Immatrikulation an einer

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Notenverbesserung adé: Bildungsministerium novelliert Landeshochschulgesetz

Geschrieben von | Veröffentlicht am 7. Juli 2008 um 20:54 Uhr

Der Freiversuch wird abgeschafft. So jedenfalls sieht es das „geheime“ Diskussionspapier aus dem Schweriner Bildungsministerium vor (moritz 69). Laut Paragraph 38, Absatz 3 wird die Freiversuchsregelung künftig nur noch optional geregelt. Damit werde einem vielfach geäußerten Wunsch der Hochschulen entsprochen.

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Halbgegart schmeckt es nicht: Studentenausschuss führungslos

Geschrieben von | Veröffentlicht am 7. Juli 2008 um 20:22 Uhr

Patrick Leithold entwickelt sich langsam zum Dauerbrenner, wenn das Studentenparlament (StuPa) zur Wahl aufruft. Im letzten Jahr versuchte er zweimal erfolglos, Finanzreferent des Allgemeinen Studentenausschusses (AStA) zu werden. Damals sah er persönliche Probleme mit alten AStA-Mitgliedern als Grund für seine Niederlage. Zuvor war der Theologiestudent nämlich als Queer-Referent für die Studenten unterwegs. Am 13. Mai stellte er sich dann für den Posten des AStA-Vorsitzenden auf. Trotz langer, intensiver Debatte: Leithold schaffte es wieder nicht. Nur zaghaft wagten sich indes auch Neulinge in das hochschulpolitische Terrain.

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Kommentar: Endlich Ruhe

Geschrieben von | Veröffentlicht am 7. Juli 2008 um 20:21 Uhr

Während nun die Vertreter im Studentenparlament (StuPa) lustig vor sich hingammeln und dabei nach bestem Gewissen versuchen, so gut wie möglich auszusehen – was hoffnungslos ist, wenn sie es in der Legislatur noch nicht ein einziges Mal vollzählig in den Konferenzsaal geschafft haben – steht der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) vor einer ernstzunehmenden Krise.

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Ideen, Konzepte, leere Taschen: Der neue Studentenausweis

Geschrieben von | Veröffentlicht am 7. Juli 2008 um 19:51 Uhr

Kümmerlich mutet der Studentenausweis an, welcher sich derzeit in den Geldbörsen der Greifswalder Studenten befindet. Zeit für etwas Neues, dachte sich die Uni und bestückt jeden Studenten ab kommendem Wintersemester mit einer Neuausgabe.

Einen Studentenausweis mit allerlei Innovationen, so zumindest hoffen viele Studenten. Denn der rosa Papierausweis ohne Foto, stattdessen mit Knickfalte, ist wenig praktisch.Studenten in Stralsund und Neubrandenburg besitzen einen Ausweis, der einiges mehr hergibt. In Form einer Chipkarte mit Foto ist der Studentenausweis zugleich Bezahlkarte für die Mensa, Unibibliotheksausweis und Kopierkarte. Auch der Zugang zu speziellen Räumlichkeiten, wie den PC-Pools, ist möglich. Zusätzlich können mit dieser Karte Selbstbedienungsterminals genutzt werden, wie die Rückmeldung, das An- und Abmelden zu Prüfungen, das Abfragen der Ergebnisse, außerdem das Drucken von Studienbescheinigungen. Alles in allem eine Karte für den täglichen Gebrauch. Große Ideen, kleines Budget Ginge es nach Dr. Jürgen Formella, Direktor des Rechenzentrums, wären auch die Studenten in Greifswald längst im Besitz eines solchen Multifunktionsausweises. Er entwickelte vor circa sechs Jahren in Zusammenarbeit mit den Fachhochschulen Stralsund und Neubrandenburg ein Konzept zur Neuerung der Studentenausweise. Dieses ist an beiden Fachhochschulen umgesetzt worden, nicht jedoch in Greifswald.

Es scheiterte an vielen Punkten. Das Studentenwerk, gerade mit einem neuen System ausgestattet, war nicht bereit, finanzielle Mittel aufzubringen, um dieses erneut zu ändern. Neue Kassentechnik, Software und Aufwerter wären notwendig gewesen – ein Kostenaufwand von 60.000 Euro. Auch die Unibibliothek stellte sich quer. Neue Technologien wären hier ebenfalls notwendig gewesen. Teuer sind außerdem Anschaffung und Unterhaltung der SB-Terminals. Nicht zu vergessen die Kosten für die Chipkarte selbst. Die Einmalkosten für einen so komfortablen Studentenausweis belaufen sich auf 500.000 Euro, jedes weitere Jahr kostet 80.000 Euro. Diese Summe konnte die Universität nicht aufbringen und entschied sich vor drei Jahren gegen die Einführung.

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„Die endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen.“

Geschrieben von | Veröffentlicht am 7. Juli 2008 um 19:36 Uhr

Professor Matschke nennt Verpflichtungen zum Wohl der Uni

moritz: Welche Ziele verfolgen Sie nach der Wiederwahl zum Senatsvorsitzenden für die Universität Greifswald?
Matschke: Ich möchte möglichst viel von dieser Universität an Substanz erhalten. Und das ist ein schwieriges Geschäft, da wir bei der letzten Zielvereinbarung 2005/2006 viel verloren haben. Mein Anliegen ist es, dass in der nächsten Runde 2009/2010 im Grundsatz kein weiterer Verlust eintritt. Und zwar aus dem einfachen Grunde: Wir brauchen eine Phase der Konsolidierung. Ich würde es für sehr unglücklich halten, wenn in der nächsten Runde an der Struktur, die wir momentan haben, weiter im Sinne von Reduktion gearbeitet wird. Ich wünsche mir, dass die jetzige Struktur erst mal längerfristig Bestand hat und zwar auf jeden Fall bis 2020. Denn Universitäten sind keine Institutionen, die man jedes Jahr anders stricken kann. Sondern es sind Institutionen, die auf lange Frist angelegt sind. Wir sind über 550 Jahre alt und da herrschten immer Phasen der Kontinuität, sonst hätten wir nicht als Institution überlebt.
Natürlich kann und muss es auch Veränderungen geben, aber diese müssen von der Universität gewollt sein und ihr nicht von außen aufgedrückt werden, was letzten Endes geschehen ist, auch wenn wir durchaus Veränderungen der Ministeriumsvorstellungen in Einzelheiten erreicht und der Vereinbarung zugestimmt haben. Das Ministerium und die Hochschule sind jedoch zwei ungleiche Partner. Der
Begriff „Zielvereinbarung“ ist sehr euphemistisch. Denn das Ministerium kann sich letztendlich mit einer Zielvorgabe durchsetzen.

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