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Ticker_VollversammlungDie Studierendenschaft der Uni Greifswald ist vom AStA aufgerufen, sich heute Nachmittag ab 16 Uhr in der Mensa am Schießwall zur Vollversammlung einzufinden. Aus diesem Grund fallen alle Uni-Veranstaltungen ab 14 Uhr aus. Der webMoritz wird mit einem Live-Ticker dabei sein.

Bisher wurden bereits zehn Anträge eingereicht, viel mehr als bei den Vollversammlungen der letzten Semester. Weitere Anträge können noch folgen. Die populistische PARTEI-Hochschulgruppe, die schon seit einigen Wochen die Greifswalder Hochschulpolitik aufmischt, ist mit gleich zwei Anträgen vertreten. Sie fordern zum einen die Umbenennung der Almer Mater in Toni-Kroos-Universität Greifswald und schlagen zum anderen die Aula des Uni-Hauptgebäudes als neue Unterkunft für den Club 9 vor. Weitere Themen wie Wohnsitzprämie, Hochschulimkerei oder Straze wurden bereits in diesem Artikel erläutert.

Alle Beschlüsse der Vollversammlung führen nicht sofort dazu, dass sich irgendein Sachverhalt sofort ändert. Wie den Beschlussvorlagen zu entnehmen ist, zielen sie meist darauf ab, einen Auftrag an den AStA, eine Bitte oder Forderung an Universität, Studentenwerk beziehungsweise Bürgerschaft zu richten oder das Befürworten eines Vorhabens auszudrücken. Was die Adressaten damit machen, ist ihnen überlassen. Allerdings haben solche Beschlüsse um so mehr Wirkung, je mehr Studierende an der Vollversammlung teilnehmen.

Erst ab einer bestimmten Menge an Teilnehmern gelten die Beschlüsse der Vollversammlung als gültig. Laut Satzung ist diese Beschlussfähigkeit bei fünf Prozent der Studierenden erreicht. Die einfache Mehrheit reicht dabei aus. Im Anschluss gehen die Beschlüsse als Arbeitsauftrag an das Studierendenparlament (StuPa), welche sie meist aber nicht immer direkt übernimmt. Die Parlamentarier brüsten sich gerne damit, auf ihre Wählerschaft zu hören, tun dies aber auch nicht immer.

Nähere Details zu den einzelnen Anträgen hat der AStA in einem Antragsheft zusammengefasst. Die komplette Tagesordnung sieht derzeit folgendermaßen aus:

TOP 1 Begrüßung
TOP 2 Formalia
TOP 3 Sprachausbildung am Fremdsprachen- und Medienzentrum erhalten! Die Hochschulpiraten Jan Magnus Schult, Joel Franke, Hauke Schröder und Milos Rodatos wollen mit diesem Antrag die Uni dazu bewegen, die Kursgebüren am Fremdsprachen- und Medienzentrum (FMZ) nicht zu erhöhen. Sie sprechen von Steigerungen um bis zu 300 Prozent, die es geben könnte und was derzeit von einer Rektorats-Arbeitsgruppe erarbeitet werde. Ferner sprechen sie sich für kostenlosen Sprachstundenkontingente aus.
TOP 4 Informationen Hochschuldefizit Keine Informationen zu diesem Antrag liegen vor.
TOP 5 Wohnsitzprämie unterstützen Erik von Malottki und Milos Rodatos stellen diesen Antrag und wollen die Wohnsitzprämie vom Land bekannter machen. Sie wird pro Kopf ausgezahlt, wenn sich Studierende aus anderen Bundesländern ihren Hauptwohnsitz nach Greifswald verlegen und eine vorgegebene Quote von 50 Prozent innerhalb eines Studienganges erreicht wird. 
TOP 6 Solidarität mit den Studierenden in Brandenburg und Sachsen – Anhalt Die Vertreter aus dem SDS Martin Grimm, Michael Axnick, Marvin Hopf, Marco Wagner und Marian Wurm wollen, dass sich die Studierenden der Universität Greifswald mit den protestierenden Studierenden der Hochschulen in Sachsen-Anhalt und Brandenburg solidarisieren. Ferner soll es ein Bekenntnis für ausfinanzierte Hochschulen und für eine Aufhebung des Kooperationsverbots geben. Die Antragsteller sehen in zunehmenden Sparzwängen eine Bedrohung für die Hochschulen dieser „strukturschwachen Länder“.
TOP 7 Raum für studentische Kultur wäre fein – Die ganze Aula soll es sein! Hannes Nehls, Björn Wieland, Luise Zubek und Mike Hanske von der DIE PARTEI-Hochschulgruppe fordern, dass die historische Aula im Unihauptgebäude für den Club 9 bereitgestellt werden soll. Sie sehen in einer „exzellenten Akustik, Behindertenfreundlichkeit und einer gute Dämmung“ gute Gründe dafür, außerdem könne die Uni-Leitung ein Zeichen für studentische Kultur setzen.
TOP 8 Viva con Agua für Greifswald 61 Antragsteller suchen Unterstützer, das Studentenwerk dahingehend zu bewegen, Viva con Agua (VcA) Quellwasser in den Cafeterien und Mensen zu verkaufen. Dieses geht auf einen Hamburger Verein zurück, der sich „die Verbesserung der Trinkwasser- sowie der sanitären Grundversorgung in so genannten „Entwicklungs“- bzw. „Schwellenländern“ zum Ziel gesetzt hat.“
TOP 9 Forderungskatalog studentischen Wohnraum Einem Katalog mit fünf Punkten soll zugestimmt werden. Es geht um Forderungen wie nach einer Mietobergrenze, Leerstand in Studenten-WGs umzubauen oder keine Privatinvestoren zu bevorzugen. Somit soll dem gestiegenen Mietspiegel begegnet werden.
TOP 10 Arndt exmatrikulieren! – Für die Toni-Kroos-Universität zu Greifswald! Hier will die PARTEI-Hochschulgruppe die Debatte um den Namenspatron der Universität Greifswald neu aufrollen. Einen neuen Vorschlag haben sie auch: Den „FC Bayern München, Triple-Sieger, deutschen Nationalspieler und nicht zuletzt Greifswalder Toni Kroos“, der sich aus den „heruntergekommenen Greifswalder Favelas an die Weltspitze des Fußballs“ gekämpft hat.
TOP 11 Unterstützung der Initiative um die Stralsunder Straße 10 /11 Die Studierendenschaft soll die Sanierung der Stralsunder Straße 10/11, wie sie der Verein Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V. betreiben will, befürworten. Die Antragsteller Jan Schütter, Ruben Gallé, Jan Stobbe, Glad Mihai und Marcus Leip führen aus, dass das Haus bis 2007 auch vielen Studentischen Initiativen Raum bot. Ein Abriss, wie ihn der Eigentümer Petruswerk anstrebt, sei abzulehnen. Langfristig will der Verein das Haus erwerben und Betreiben.
TOP 12 Operation Schwarz-Gelb 2013 Hier fordern Natalie Rath und Oliver Gladrow, dass der AStA Prüfen soll, ob es möglich wäre, eine Hochschulimkerei einzurichten. Ergebnisse seien der Studierendenschaft zu präsentieren. Die Verbindung „zwischen Student und Biene“ sei zu stärken, Studenten, Dozenten und sonstige Interessierte könnten gemeinsam das Imkerhandwerk erlernen. Einen ähnlichen Antrag gab es bereits vor einem halben Jahr im StuPa, er wurde schnell abgelehnt.
TOP 13 Sonstiges

Hier beginnt ab 16 Uhr unser Ticker

Es tickern Natalie Rath und Simon Voigt

16:12 Wir versuchen verzweifelt ins WLAN zu kommen, haben aber unsere Probleme. Der Ticker könnte dementsprechend nur eingeschränkt verfügbar sein. Es geht noch nicht los, allerdings sind schon sehr viele Studenten im Raum.

16:15 StuPa-Präsident Milos Rodatos versucht ein letztes Mal zu mobilisieren. Die Beschlussfähigkeit scheint fast erreicht.

16:22 Es geht noch immer nicht los.

16:23 Benjamin Schwarz, der AStA-Referent für Hochschulpolitik eröffnet die Vollversammlung und übergibt das Mikrofon an Milos, der zusammen mit dem restlichen StuPa-Präsidium die Versammlung leiten wird. Zwischen den Tagesordnungspunkten können sich heute studentische Vereine und Initiativen vorstellen.

16:25 521 Studierende sind heute anwesend, 578 hätten für die Beschlussfähigkeit vorbeikommen müssen.

16:27 Joel Franke von den Hochschulpiraten stellt den ersten Antrag vor. Die Vollversammlung soll sich gegen eine Kursgebührenerhöhung beim FMZ aussprechen. Er spricht recht holprig und das Mikrofon fällt dabei des öfteren aus.

Vollversammlung_SS2013_Menge-Johannes Köpcke

Voller Saal

16:30 Ulrike Schmidt fragt nach, ob das Kursangebot erhalten werden kann, wenn die Gebühren nicht steigen. Milos erläutert viel, beantwortet die Frage aber nicht. Die Kurse werden von der Uni bezuschusst und er meint, das dies deswegen eine politische Entscheidung der Uni sei. Internationalität muss erhalten werden und so weiter.

16:33 Nach einer kleinen Änderung wurde dieser Antrag bei einer großen Mehrheit angenommen.

16:36 Johanna Ehlers, AStA-Vorsitzende, erläutert das Haushaltsdefizit der Uni. Es geht um den im Kommentarbereich erläuterten Antrag, der erst kurzfristig hinzugekommen ist.

16:38 Dieses Problem betrifft alle Hochschulen des Landes, ein Ausweg könnte eine Lockerung des Kooperationsverbots auf Bundesebene sein.

16:40 Eine Aktion ist zwar geplant, was genau ist aber noch offen. Ein Vorschlag vom AStA ist es, einen flashmobähnlichen Spaziergang in der Stadt zu veranstalten, um das Problem an die lokalen Landtagsabgeordneten heranzutragen. Eine Demo würde sich erst im Herbst lohnen, da derzeit in Schwerin Sommerpause ist.

16:43 StuPa-Mitglied Christoph Böhm gibt zu bedenken, dass wenn der Bund fördert, die Gefahr besteht, dass er auch bestimmte Interessen durchdrücken will.

16:45 Die Versammlung soll über die Art der Aktion entscheiden.

16:47 Anglistik-Student Hieronymus findet den Antrag unterstützenswert, allerdings befürchtet er, dass die Gelder nur in Richtung der Prestigeprojekte fließen. Hier meint er die Physik oder Medizin.

16:54 Es gab einen Änderungsantrag, die Uni soll aufgefordert werden, sich wirtschaftlich an einem Windenergieprojekt zu beteiligen.

16:55 Eine Mehrheit war dafür, eine Petition zu starten.

16:54 Nun geht es zur Aktion, die gestartet werden soll. Marco Wagner spricht sich für eine Demonstration aus.

16:58 Jetzt gibt es sogar die Idee, einen Fahrradrundkurs, vielleicht durch ganz MV, zu veranstalten.

17:02 Till Lüers, AStA-Finanzreferent ist gegen eine Demo zu diesem Zeitpunkt. Es sollten alle Studierendenschaften des Landes gemeinsam protestieren, dies könne aber erst im Herbst realisiert werden. Marco findet, dass Greifswald als Pionier auftreten sollte und jetzt aktiv werden soll.

17:03 Antje mit einem Rugby-Pullover meint, dass beides geht. Jetzt eine kleine Aktion, im Herbst eine große Demo. Die Studenten seien ja nicht so kurz angebunden, sie könnten sich noch in ein paar Monaten an das Thema erinnern.

17:05 Björn Wieland, stellvertretender Vorsitzender der PARTEI-Hochschulgruppe meint, dass jetzt in der Prüfungszeit eine kleine und süße Aktion reichen würde.

17:07 Benjamin Schwarz informierte, dass mit falschen Zahlen gerechnet wurde. Laut Studierendensekretariat wäre die Zahl der Studierenden geringer, somit sei die Beschlussfähigkeit bereits erreicht. Konfusion!

17:12 Die Vollversammlung beauftragte den AStA, einfach alle der drei möglichen Aktionen durchzuführen, um auf das Hochschuldefizit der Universität Greifswald aufmerksam zu machen.

17:13 Jetzt kommt auch noch eine Fahrraddemo hinzu. Breite Mehrheit. „Ich hoffe ihr setzt euch alle im Herbst auf das Fahrrad“ freut sich Milos.

17:15 Es geht zur Gesamtabstimmung des Antrags. Bei ein paar Enthaltungen angenommen.

17:18 578 Teilnehmer gibt laut AStA derzeit.

17:20 Tosenden Applaus gab es gerade für einen Vorstellungsspot von moritzTV, denn Carolin Kock und Nele Reidenbach stellten die moritz-Medien vor.

17:23 Jetzt rechnet Erik von Malottki die Wohnsitzprämie vor. Ein kompliziertes Verfahren, wie er zugibt. Kurz: wenn sich viele Studierende in Greifswald ummelden, gibt es „Cash auf die Hand“. Wenn sich pro Studiengang genügend Studierende ummelden, bekommen die Institute Geld. Ein weiterer Anteil geht auch an die Uni und die Studierendenschaft, die Verteilung könnte auf der VV entschieden werden. „Erik ist auch aufgeregt, vor 500 Leuten zu sprechen“, versucht Milos das zunehmend unruhige Publikum zu bändigen.

17:28 Und wieder Hieronymus. Er weißt darauf hin, auch die Eltern der Studierenden zu informieren, dass sie ihren „Sprösslingen“ ans Herz legen, sich umzumelden.

17:33 Es gab die Frage, ob auch kleine Institute mit wenig Studierenden profitieren können. Erik erläutert, das dies nur indirekt funktioniert.

17:43 Es gibt neue Ideen, wohin das Geld aus der ersten Auszahlung der Prämie fließen soll. Es gibt den Vorschlag, neue Buchscanner anzuschaffen oder die Präsenzbestände zu erhöhen. Sie setzen sich nicht weiter durch, im Antrag sollte etwas in diese Richtung geändert werden, allerdings erfolglos.

17:45 Der Antrag wurde angenommen.

17:49 „Ein Finger kann man brechen, aber fünf Finger sind eine Faust“ führt Martin Grimm seinen Antrag aus. Er beschwört den Zusammenhalt der Hochschulen Ostdeutschlands.

17:50 Das gab eine Mehrheit.

17:51 Der Verein GrIStuF stellt sich vor. Sie treffen sich jeden Mittwoch um 20 Uhr in ihrem Büro in der Wollweberstraße. „Ein richtig schöner Keller.“

Wasser von Viva con Agua.

Wasser von Viva con Agua.

17:53 Jetzt geht es zum VcA-Antrag. Vereinsmitglied Tobi stellt vor. Den Verein gibt es seit 2006, er will gegen eine Unterversorgung von Sanitäranlagen und Wasserversorgung in „sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern“ vorgehen. Die Welthungerhilfe setzt die Projekte um, Ortsgruppen des Vereins generieren das Geld. Es gibt auch VcA-Quellwasser zu kaufen und dies sollte zukünftig auch in den Mensen möglich sein, so Tobi. Der Vertrieb ist als „social business“ organisiert. Die Einnahmen werden größtenteils gespendet.

17:58 Wir sehen auf einer VcA-Flasche vor uns, dass der Quellort in Mildstedt (Schleswig-Holstein) liegt. Recht weiter Transportweg.

17:59 Tobi beteuert, dass der Verein transparent arbeite.

18:00 Es gab eine breite Mehrheit auch für diesen Antrag.

18:01 Leonhard Dirks von der DGB-Hochschulgruppe stellt den nächsten Antrag vor. Die Stadt sollte sich um das Wohnraumproblem zu kümmern.

18:03 Ein Student aus dem Publikum hält eine Mitobergrenze für einen Freibrief, die Mieten enorm zu steigern. Er wohnt in einem weitaus günstigerem Wohnheimzimmer. Marco Wagner entgegnet, dass Privatinvestoren weitaus höhere Mieten verlangen, dies sei zu unterbinden. Er fordert mehr sozialen Wohnungsbau.

18:07 Wieder Hieronymus. Die Stadt betreibe eine Politik, den sozialen Wohnungsbau an der Lomonossowallee zu konzentrieren. Er wünscht, dass im Antrag das Wort „Studierende“ durch „Bedürftige“ ausgetauscht wird, da auch andere Gruppen auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind. Dies wurde übernommen. Der komplette Antrag wurde mit Mehrheit angenommen.

18:11 Jetzt stellt sich die Lokale Erasmus Initiative vor. Sie organisieren vielfältige Veranstaltung, die Erasmus-Studenten und ansässige Studenten zusammenbringen soll.

18:15 Jetzt geht es zum Antrag „Arndt exmatrikulieren“. „Wir wollen zusammen mit euch die Universitätsleitung mit äußerster Inbrunst und Vehemenz auffordern, Namensdebatte wieder aufzunehmen“ erläutern sie. Toni Kroos sei ein Paradebeispiel für die Internationalisierung, welche sich die Uni auf die Fahne geschrieben habe. Arndt sei ein demokratiefeind, hätten bereits die Sozialdemokraten zu genüge dargestellt.

Die Hochschulgruppe der Partei DIE PARTEI

Die Hochschulgruppe der Partei DIE PARTEI

18:18 Hieronymus schlägt vor, für diese Initiative auch Sebastian Jabbusch wieder nach Greifswald zu holen. „Wer ihn nicht kennt, kann ja mal googeln“ schlägt Milos vor. Die PARTEI-Hochschulgruppe hat auch Videos mitgebracht. Sogar Martin Sonneborn unterstützt die Initiative. „Wenn ihr uns wählt, gibt es 15 Semester lang BaFöG, 1000 Euro im Monat“ so der Vorsitzende der Partei, DIE PARTEI.

18:21 Ein Jurastudent meint, das eine Umbenennung gut wäre, allerdings nicht zu Toni Kroos. Er wäre nach ein paar Jahren wieder vergessen. Das gibt viel Applaus.

18:23 Mounir Zahran stimmt dem zu, eine neue Namensdebatte findet er aber gut. Auch gibt es den Hinweis, dass Kroos noch jung ist, er also noch einige Fehler begehen könnte.

18:25 Christoph Böhm stellt sich als früherer Verfechter Arndts vor. Er bedauert, dass nach der letzten Debatte nicht viel an Aufarbeitung geschehen ist. Kroos lehnt er ab, er schlägt aber vor, den Antrag dahingehend abzuändern, das wenigstens die Debatte angestoßen wird. Er hält es für peinlich, solche satirischen Anträge zu verabschieden.

18:26 Jetzt gibt es einen neuen Vorschlag: Ein Lehramtsstudent schlägt Angela Merkel vor.

18:28 Weiterer Vorschlag: Nicht die Uni umbenennen, sondern die Sporthalle in der Falladastraße.

18:29 Es gibt viel Ablehnung für Kroos, aber gleichviel Zustimmung, dass die Debatte um Arndt angestoßen wird. Auch Heinrich Rubenow, der Uni-Gründer wurde vorgeschlagen.

18:33 Auch der Name Caspar David Friedrich steht im Raum.

18:35 Die PARTEI meint, dass es unbedingt einen Namensvorschlag geben müsse, um in Verhandlungen hoch einzusteigen. Es gibt viele Stimmen, die einen Vorschlag aus dem Antrag streichen wollen.

18:36 Böhm meint, dass die Debatte breiter geführt werden muss. Er findet es wichtig, einen Gegenvorschlag einzubringen, dieser sollte aber von mehr als nur den Anwesenden getragen werden.

18:37 Peter Madjarov verweist darauf, dass seit der Debatte viele neue Studierende an der Uni sind, diese sollten jetzt ein Recht mitzureden. „Dann brauchen wir aber alle paar Jahre einen neuen Namen“ wirft jemand ein.

18:40 Das Ganze scheint nun in einer Grundsatzdebatte zu enden: „Dürfen wir jetzt kein Wagner mehr hören nur weil die Nazis diesen auch gehört haben?“ wird in den Raum geschmissen.

18:42 Malottki weist auf das Ergebnis von vor 4 Jahren hin: Gerade einmal knappe 51 Prozent haben damals für Ernst-Moritz-Arndt gestimmt und 49 Prozent sich dagegen ausgesprochen. Den Toni Kroos Antrag findet Malottki hingegen ganz toll: „Der Antrag ist so satirisch, dass wir damit der Uni Leitung zeigen, dass wir sogar lieber einen Fussballer als Namenspatronen haben als Ernst-Moritz Arndt.“. Als gut gewollte Satire sieht er es an. Die Partei Hochschulgruppe sieht das wohl nicht so gerne.

18:46 Tobender Applaus nach Malottkis herzzerreißender Rede.

18:47 Nur noch 3 Redebeiträge werden geduldet. Danach soll es wohl weiter im Programm gehen, so Milos Rodatos.

18:50 Christoph Böhm hingegen kann sich nicht mit dem satirischen Grundton anfreunden: „Wir sind ein demokratisches Beschlussorgan. Wir treffen Beschlüsse und machen keine Satire. Was wäre wenn der Bundestag auf einmal beschließen würde, dass er die amerikanische Sicherheitspolitik toll findet?!“.

18:52 Die Endabstimmung scheint so knapp zu sein, dass sogar ausgezählt werden muss. Wir sind gespannt.

18:54 Die Enthaltungen werden nicht ausgezählt. Mit 105 Ja-Stimmen und über 200 Nein-Stimmen werden wir in Zukunft doch nicht Toni-Kross Universität heißen. Nun soll beschlossen werden ob heute Abend noch ein anderer Namenspatron beschlossen werden soll. Auch hier muss ausgezählt werden.

18:57 In 63 Minuten soll übrigens schon wieder das StuPa tagen.

18:57 119 Studenten wollen die Namensdebatte weiter führen, 148 Studenten wollen dies nicht. Es darf nun nicht darüber weiter diskutiert werden.

19:00 Es geht zum nächsten PARTEI-Antrag. Die Forderung, die Aula dem Club 9 zur Verfügung zu stellen.

19:03 Wieder Kritik an der Satire. Die Uni-Verwaltung wird als humorlos bezeichnet, sie könne dies nicht verstehen. Außerdem seien Beschlüsse bindend, sollten also auch ernsthaft sein.

19:06 Dietrich Wenzel ermahnt, mit der historischen Bausubstanz der Uni nicht so umzugehen.

19:07 Erik von Malottki schwärmt von den Möglichkeiten der Satire, er spricht sich für Anträge in dieser Form aus. Dies könnte sogar bundesweit für Schlagzeilen sorgen.

19:08 Arne, C9-Mitglied bemängelt, dass sein Verein vor diesem Antrag nicht kontaktiert wurde. Auch er hält es für wichtig, ernsthaft gegenüber der Verwaltung aufzutreten. „Wir wollen ein zügiges Ergebnis, aber der Ton macht die Musik, wir wollen niemandem auf dem Schlips treten“ mahnt er an, diesem Antrag nicht zuzustimmen.

19:11 „Ab dem Moment, an dem dieser Antrag beschlossen wurde, hört die Satire auf“ so Böhm.

19:12 Der Antrag wurde nicht angenommen.

19:12 Wenn jemals Beschlussfähigkeit erreicht wurde, ist es damit schon lange vorbei. Der Saal leert sich zusehends.

19:13 Es geht zum Straze-Antrag. Jan Schütter erläutert, dass das Haus eine Fläche von 2.000 Quadratmetern bietet. Es könnte vielfältig genutzt werden, viele Vereine aus der Stadt hätten Interesse.

19:15 Keine Änderungsanträge, es geht zur Abstimmung. Bei Acht Enthaltungen angenommen.

19:16 Summ summ summ, nach drei Stunden schon der letzte Antrag: „Bienen sind ne wichtige Sache“, erläutert Oliver Gladrow. Eine Vielzahl von Studenten würden von einer Hochschulimkerei profitieren. Ziel ist es, zu prüfen, wie viel Interesse für das Projekt besteht, danach könnte weiter gesehen werden.

19:18 Die Hochschulgruppe der PARTEI unterstützt diesen Antrag.

19:19 Stupist Christopher Riemann hält nicht viel von dem Antrag. Er fände es besser, eine Vernetzung mit lokalen imkereien zu schaffen.

19:20 Antje Gärtner, AStA-Referentin für Ökologie möchte in der Umsetzung Einsatz der Antragsteller sehen. „Der Antrag ist unterstützenswert, aber wir brauchen eine breite Basis, die sich dafür einsetzt.“ Das sehe sie noch nicht.

19:22 Christoph Böhm fehlt wieder die Ernsthaftigkeit.

19:23 Oliver führt aus, dass es in Aachen schon eine Hochschulimkerei gibt. Diese stünde in Kooperation zum dortigen Institut für Botanik.

19:24 Geographiestudent Frederick wird aggressiv, da dieser Antrag schon als „Spaßantrag“ abgetan wurde. Er ist der festen Überzeugung, dass die Hochschulimkerei das Imkereiwesen verjüngen könnte. Es leiste einen elementaren Beitrag zur Bestäubung.

19:49 Die Leitung brach völlig zusammen, aber jetzt ist das Ticker-Team wieder zurück. Der Bienen-Antrag wurde inhaltlich komplett geändert und in eine aus Sicht der meisten Beteiligten ernsthaftere Sprache gebracht und danach mit großer Mehrheit angenommen.

19:51 Die Vollversammlung ist beendet, allerdings beginnt planmäßig in wenigen Minuten das nächste Gremium zu tagen. Wir können noch nicht Abschätzen, ob sich der Beginn der StuPa-Sitzung verzögern wird, aber eins ist gewiss: Wir melden uns aber gleich zurück beim nächsten Ticker.

08:04 Der Beitrag von moritzTV ist auch schon fertig:

Fotos: Johannes Köpcke

 

 

Comments

  1. ErikvonMalottki    

    Zum Punkt 2 Hochschuldefizit verweise ich auf folgenden Artikel des Webmoritz: http://webmoritz.de/2013/06/25/asta-will-gegen-un

    Konkret lautet der Antrag des AStAs wie folgt:

    Die Vollversammlung der Studierendenschaft möge beschließen:

    Die Studierendenschaft spricht sich für voll ausfinanzierte Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern aus und betont die essenzielle Bedeutung der Hochschulen für die weitere Entwicklung des Landes und der einzelnen Regionen.Die Studierendenschaft spricht sich für einen Einstieg des Bundes in die Grundfinanzierung der Hochschulen aus und fordert die Aufhebung des Kooperationsverbotes.

    Folgende Maßnahmen werden für das weitere Vorgehen beschlossen:

    1)Unterstützung des Bündnis „Bildung braucht Priorität“.

    2)Der AStA und die Greifswalder Vertreter in der Landeskonferenz der Studierendenschaft werden beauftragt, eine landesweite Volksinitiative/Petition zu initiieren.

    3)Das Land wird aufgefordert, den aktuellen Bedarf der Hochschulen im Rahmen der Haushaltsberatungen des Doppelhaushalt 2014/2015 auszugleichen.

    4)Der AStA wird beauftragt, am 4. Juli eine lokale Demonstration/ Flashmob /kleinere Aktion in Greifswald durchzuführen, um auf das Hochschuldefizit der Universität Greifswald aufmerksam zu machen.

    5)Der AStA wird beauftragt, eine landesweite Demo in Schwerin im Sommer (Juli)/ im Herbst zu organisieren, um auf die prekäre finanzielle Lage der Hochschulen aufmerksam zu machen.

    Die Petition des Bündnisses Bildung braucht5 Priorität ist hier zu finden:
    https://www.openpetition.de/petition/online/bildu

    Also für alle die nicht da sind, bitte unterschreibt die Petition.

  2. gast_gast    

    Warum gibt es eigentlich einen Liveticker, wenn doch alle Studierenden an der Vollversammlung teilnehmen sollten? Sollten nicht die, die jetzt hier mitlesen, eigentlich bei der Vollversammlung sein und mitbestimmen? Hmm…

    1. 17vier    

      Zum Beispiel, damit Leute, die nicht mehr studieren, informiert bleiben können 😉

      1. gast_gast    

        Na wenn du diesen Ticker wirklich informativ findest, sei es dir gegönnt 😉 Siehe 16:30 "… Milos erläutert viel, beantwortet die Frage aber nicht. […] Internationalität muss erhalten werden und so weiter."

    2. tacr    

      Oder damit diejenigen die studieren so kurz vor den Prüfungen ihre Bibliothekszeit effektiv nutzen können und trotzdem hinterher informiert sind.

      1. gast_gast    

        Richtig, ja, die fehlenden 10.500 Studierenden sitzen in den Bibliotheken der Universität. Vorbildlich fleißig, da bleibt natürlich keine Zeit für die geringste Form des Engagement.

        1. HanseMatze    

          Also ich hatte keinen Bock.

          Schon der zweite Punkt auf dem Poster ("Toni Kroos") löste bei mir ein stures Kopfschütteln aus, welches ich mit privaten Couchsurfing in meiner Wohnung behandeln lassen musste.

        2. freitagfreitag    

          wenigstens biste ehrlich :-p

  3. Oliver Wunder    

    Danke für den Ticker!

    Für den Einwurf durch Unbekannt: Wagner…da heißt das Stichwort nicht Hitler sondern Antisemitismus!

    1. Kapartia    

      JA und nun? Das Antisemitismus nicht fein und nicht richtig ist, ist die eine Sache. Jegliches Schaffen von Künstlern damit aber zu mindern die andere Sache. Goethe war Antisemit und viele andere Namenspatronen auch und trotzdem werden sie geduldet und verehrt, wo ist da jetzt das Problem solange das kritisch geschieht?

  4. meckermann    

    Malottki vergißt anscheinend mal wieder, daß nicht 43% der Studenten gegen Arndt waren, sondern 43% der abgegebenen Stimmen. Das waren 1216 von 2803 gültigen. 1200 Stimmen sind aber nicht einmal 10%. Die Mehrheit scheint also überhaupt kein Problem mit Arndt zu haben. Es ist einfach nur lästig, daß diese unsägliche Debatte alle paar Jahre aus der Versenkung geholt wird, damit sich mal wieder ein paar Hochschulpolitiker, die das über ihr "Studium" nicht schaffen, profilieren können.

    1. wayne_inter    

      Das mit der Deomkratie hast Du noch nicht so ganz kapiert, oder?

      1."Es ist einfach nur lästig, daß diese unsägliche Debatte alle paar Jahre aus der Versenkung geholt wird…"
      —> Tja, so ist das nun mal mit dem gesellschaftlichen Fortschritt in der D., da wird gestritten und gestritten und gestritten bis auch die letzten Deppen kapiert haben, dass es von Vorteil für sie ist. Erfreu dich lieber über die Hartnäckigkeit von sozialen Bewegungen in ihren Kämpfen, denn wer weiß ob du sonst heute studieren dürftest und ob deine Eltern Dich sonst in deiner Kindheit nicht hätten misshandeln dürfen.

      2. "Die Mehrheit scheint also überhaupt kein Problem mit Arndt zu haben." —> Woher weisst du das? Hast du die "schweigende Mehrheit " befragt? Oder ist es wegen "Weil ist so!" oder wegen "Muss man wissen."

      meckermann du scheinst auf jeden Fall das richtige Pseudonym angenommen zu haben, denn deine substanzlose meckerei muss man in einer ernsthaften Diskussion nicht wirklich berücksichtigen.

      1. freitagfreitag    

        plus 1!

        "Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen." (George Orwell)

        Meinungsstreit und Pluralismus sind schon wirklich furchtbare Elemente eines demokratischen Systems. Nach meckermanns Logik hätte nach '45 auch eine einzige Parlamentswahl genügt… die Dinge ändern sich schließlich nicht und die Politik ist unfehlbar, wozu noch Legislaturen? Nur lästig, diese Möglichkeit zur Partizipation, echt ma!

        1. Kapartia    

          minus 1!

          Eure Logik ist auch nicht so ganz das Wahre oder?
          Wenn 1216 von 2803 (und somit definitiv die Gesamtminderheit) dagegen sitmmen und an die 10000 Leute gar nicht erst abstimmen heißt das wohl nur eins: den Leuten ist es egal und zwar nicht nur wie die Uni heißt, sondern auch so ziehmlich vieles was HoPo angeht.
          Als das Wahlergebnis 15% betrug,argumentierten die Herren von Malottki, Wagner und Wurm hier, dass der Rest ja dann wohl mit dem status quo zufrieden ist….dasselbe lässt sich auch auf die Namensdebatte übertragen:
          Wenn nur etwas mehr als 1200 Studenten überhaupt dagegen stimmen und dann nicht mal 10% Aller anwesend sind, dann ist denen der Name sowas von schnuppe….

        2. freitagfreitag    

          So stand es, gemeißelt in Steine und begründet auf alle Ewigkeit! Und jener Tor, der wagte, dieses gottesgleiche Zeugnis, gemeißelt in Steine, anzutasten, den mochte Mordor verschlingen mit Haut und Haar, bis auf das von den blasphemischen Lästerern und Ketzern keiner mehr sprach auf immerdar!

  5. Teodric    

    "19:06 Dietrich Wenzel ermahnt, mit der historischen Bausubstanz der Uni nicht so umzugehen."

    Kurze Korrektur: Währen ich eine solche Nutzung zwar durchaus auch für wahnwitzig und schlichtweg in seiner bloßen Erwähnung für einer Vollversammlung unwürdig halte, thematisierte ich sie nicht. Ich äußerte mich viel mehr verstimmt über die Veralberung unserer lieben Kommilitonen durch eine solch überflüssige und niveaulose Satire. Insebesondere griff und greife ich an, dass die Vermittlung der Wichtigkeit von Vollversammlungen massiv darunter leidet, dass solcherlei Humbug an Anträgen eingebracht wird.
    Da die tickernden Redakteure aber passenderweise einen nicht besprochenen Aspekt meiner Meinung erwähnten, nehme ich das auch ob der Länge der heutigen Debatte keineswegs übel und hoffe auf eine kurze Änderung bezüglich meiner tatsächlichen Worte.

    1. Kapartia    

      Wo sind unsere Vollversammlungen wichtig? Seit 4 Jahren verfolge ich unsre HoPo mit Interesse und hab bisher keine Vollversammlung ausgelassen. Aber irgendwie hat sich bisher noch nicht die Notwendigkeit der VV gezeigt, denn abgesehen von der sehr geringen Präsenz und dem damit fehlenden Nutzen, waren durch weg seltsame Beiträge und Forderungen vertreten die sich in ihrer Tragik mit der aneblichen Satire der PARTEI durchaus messen können.
      DIe VV ist leider Gottes eine große Lachnummer, vor allem dann, wenn ein Großteil der Studenten den Saal vor Ende verlässt, somit dann auch die eigentliche Beschlußfähigkeit verloren geht.

      1. Teodric    

        Gute Punkte die du aufzeigst, aber eben auch sehr diskutierbare. Als gewählter Vertreter der Studenten in der verfassten Studentenschaft ist die VV die beste Chance zu sehen, ob ich überhaupt noch auf dem Boden der Realität handle, oder ob die Meinung meiner Kommilitonen sich mitterweile kilomterweit von dem entfernt hat, was wir in den Gremien so treiben. Natürlich ist es schade, dass die VV so unpopulär sind, dass wir dieses Meinungsbild leider oft an den Anträgen von StuPisten und anderweitig organisierten Studenten messen müssen. Mehr Anträge aus der Mitte der Studentenschaft, statt von ihren ohnehin omnipräsent engagierten Vertretern, wären toll gewesen. Trotzdem, ist die VV ein gutes Mittel um ein grobes Meinungsbild einzufangen.

        Dazu kommt auch, der großartige informierende Charakter der Veranstaltung. So viele Leute wie dort bekommt man sonst selten zumindest grundlegend über ein Thema das sie betrifft erreicht und informiert. Super Sache, aber natürlich auch hier noch deutlich zu wenig Beteiligung und daraus resultierend Wirkungsgrad.

        Zur Satire: Meine Meinung dazu ist deutlich, die gehört in den Moritz, meinetwegen noch in's Stupa, aber auf keinen Fall in die VV. Die Zeit ist dafür einfach zu kurz und folglich zu kostbar, wir sollten uns da mit wichtigen Themen beschäftigen. Am Ende hat das Abstimmungsverhalten der Studenten mir Recht gegeben und den Befürwortern eines satirischen Beschlusses eben Unrecht. Eine demokratische Entscheidung zeigt, was der anwesende Teild der Studentenschaft als Meinungsäußerung für sinnvoll hält und was eben nicht. Meiner Einschätzung nach die beste Lösung um vieleicht in Zukunft solchen Anträgen vorzubeugen, oder ihnen zumindest die Unterstützung der "Etablierten" zu entziehen. Sie mögen ja daraus gelernt haben.

        Alles in allem ist das doch ganz gut, die Leute wissen Bescheid, sie sagen uns Gewählten mal im etwas größeren, wenn auch nicht ausreichenden Umfang die Meinung und der Unfug der PARTEI wurde deutlich abgestraft.
        Sicher muss man sich als Student jedesmal sagen: "Die Zeit nehme ich mir jetzt", aber es kann ja nur besser werden.

        1. franzfroehlich    

          " Als gewählter Vertreter der Studenten in der verfassten Studentenschaft ist die VV die beste Chance zu sehen, ob ich überhaupt noch auf dem Boden der Realität handle, oder ob die Meinung meiner Kommilitonen sich mitterweile kilomterweit von dem entfernt hat, was wir in den Gremien so treiben."

          – das wäre echt traurig wenn man sich als Student von der "Basis" entfernt. Aber es soll auch Leute geben, die glauben, dass Wohl und Wehe der Studenten davon abhängen, dass man in Schlips und Kragen Satzungen und Ordnungen so lange frisiert, bis der Reglungsgrad eines Nationalparlaments übertroffen wurde. Andere stellen in steter Regelmäßigkeit alternativlose, progressive Anträge, in denen x-beliebige Leute aufgerufen werden x-beliebige Aktionen zu unterstützen. Die Aktionen sind dann in der Regel entscheidend für den Fortbestand einer über 500-Jahre alten Uni. Yolo

          Was an Satire-Anträgen jetzt so schlimm sein soll, verstehe ich nicht. Die bringen Leute auf die VV und sind unterhaltsam. Wie man abstimmt, ist doch jedem selbst überlassen. Die VV wäre für mich ohne die Anträge der Hochschulgruppe der Partei DIE PARTEI wertlos gewesen. Ich wär sonst bestimmt nicht gekommen. So war wenigstens mal Feuer in den Wortbeiträgen 😀

        2. Christoph_Boehm    

          Ganz davon abgesehen, dass ich es ablehne mich für meine Kleidung zu rechtfertigen. Grundlage der Arbeit der Studierendenschaft sind ihre Ordnungen und die müssen sowohl in der Praxis funktionieren, als auch einem gewissen Rechtsstandard genügen. Da die Studierendenschaft in den letzten 10 Jahren diese Baustelle geschickt übergangen hat, war es jetzt einmal sehr arbeits- und zeitaufwendig alles sauber zu zu überarbeiten. Der Pseudo-Vorwurf der Überregulierung ist aber so nicht haltbar, 90% des Regelungsinhalt war ja schon vorher da,,,

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