Podcast: Interview mit Anne Klatt

Anne Klatt

Für viele überraschend gewann Anne Klatt (Bündniss 90/die Grünen) vor gut einem Jahr die Wahl zum Greifswalder Studierendenparlament. Es folgte ein Mandat für die Bürgerschaft und eine Kandidatur bei der Bundestagswahl. Von vielen wurden sie als Ikone engagierter Studenten in der Hansestadt gesehen. Doch für das StuPa kandidierte sie nicht noch einmal, in der Bürgerschaft gab sie nach nur wenigen Monaten ihr Mandat ab.

Wie der Fleischervorstadtblog schon richtig feststellte, haben die im Netz aktiven Grünen dazu nichts berichtet. Deshalb haben wir einfach mal Anne Klatt interviewt.

Im Podcast beantwortet sie die Fragen:

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TITEL StuPacalypse Now! – Gremienwahlen 2010

Die Studierendenschaft hat entschieden

Es ist das Jahr, in dem sich bereits am ersten Wahltag lange Schlangen vor den Wahlurnen bildeten. Besonders im Seminarraum der Universitätsbibliothek herrschte Hochbetrieb. Von solch einem Ansturm hatte selbst die Wahlleitung nicht zu träumen gewagt. So kam es, dass zwischenzeitlich in den Wahllokalen der Unibibliothek und der Löfflerstraße sogar die Stimmzettel ausgingen. Wahlleiter Michael Seifert reagierte prompt, zehn Minuten später war das Problem gelöst.

Wahllokal-Alexander-MüllerEs war mit knapp 22 Prozent die höchste Wahlbeteiligung seit 1997, noch dazu fast doppelt so hoch wie 2009. Das hängt vor allem mit der Tatsache zusammen, dass die diesjährigen Wahlen zum Senat, Studierendenparlament (StuPa) und zu den Fakultätsräten parallel zur ersten Urabstimmung in der Geschichte der Universität stattfanden. Diese hatte viele in die Wahllokale gelockt. Damit dürfte es vorerst fragwürdig bleiben, ob dieses Niveau im nächsten Jahr gehalten werden kann. Auch die Zahl der Bewerber für das StuPa übertraf die vergangenen Jahre: 55 Studierende kandidierten in diesem Jahr und damit weit mehr als 2009. (mehr …)

Zum Nachlesen: Ticker aus der letzten StuPa-Sitzung

Am morgigen Dienstagabend wird das Studierendenparlament zum voraussichtlich letzten Mal in dieser Legislatur zusammenkommen. Die Sitzung beginnt um 20 Uhr im Konferenzsaal des Uni-Hauptgebäudes am Rubenowplatz. Es handelt sich um eine „außerordentliche Sitzung“, die letzte ordentliche Sitzung hatte bereits letzten Dienstag stattgefunden. Die morgige Sitzung soll lediglich dazu dienen, die beim letzten Mal vertagten Tagesordnungspunkte abzuarbeiten.

stupa-liveticker-300x200StuPa-Sitzungen außerhalb der Vorlesungszeit sind wie üblich nicht gelpant, in dieser Zeit „vertritt“ der AStA das StuPa. Theoretisch könnte der Präsident aber auch in der vorlesungsfreien Zeit eine Sitzung anberaumen. Ab dem kommenden Semester tritt das StuPa dann in seiner neuen Zusammensetzung entsprechend den StuPa-Wahlen in diesem Monat zusammen.

Neben den liegengebliebenen Punkten vom letzten Mal stehen morgen vier neue Finanzanträge in zum Teil erheblicher Höhe auf der vorläufigen Tagesordnung, die das Ziel, die Sitzung bereits um 22 Uhr zu beenden, gefährden könnten. Allerdings entfallen dieses Mal die Berichte von AStA und moritz-Medien, die nur in den ordentlichen Sitzungen erforderlich sind und bis zu anderthalb Stunden dauern können. Nach 22 Uhr will sich das StuPa dann mit geladenen Gästen zum geselligen Ausklang der Legislatur zusammenfinden. (mehr …)

Live-Ticker zur StuPa-Sitzung am 19. Januar

Am Dienstagabend (19. Januar) tagt das Studierendenparlament der Uni Greifswald (StuPa) zum vorletzten Mal in der derzeitigen Zusammensetzung. In der kommenden Woche ist noch eine kurze außerordentliche Sitzung angedacht, falls man die vorgesehene Tagesordnung nicht vollständig abarbeiten kann. Die Sitzung beginnt wie üblich um 20 Uhr im Konferenzsaal im Erdgeschoss des Hauptgebäudes.

Für Live-Leser: Direkt zum Ende dieser Seite springen.

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Derzeit stehen einige ältere Anträge sowie Finanzanträge zur Debatte. Daneben gehen Anträge zu möglichen Satzungsänderungen in die zweite Lesung. Das Parlament wird zudem versuchen, die beiden freien Stellen im AStA zu besetzen. Auch für den Verwaltungsrat des Studentenwerks werden noch studentische Vertreter gesucht. Bewerben kann man sich auch morgen auf der Sitzung noch, es bietet sich allerdings an, eine kurze schriftliche Bewerbung an das Präsidium zu senden, damit nicht alle Detailfragen morgen Abend geklärt werden müssen.

Ein Finanzantrag wurde bereits im Vorfeld der Sitzung wegen Rechtswidrigkeit abgelehnt. Alexander Lex wollte, dass 7500€ aus den Geldern der Studierendenschaft an das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe und damit für die Opfer der Katastrophe in Haiti gespendet werden. Das Greifswalder StuPa hat jedoch laut Landeshochschulgesetz kein Allgemeinpolitisches Mandat, darf sich also nur mit Problemen befassen, die explizit die Studenten und die Universität betreffen.

Im hochschulpolitischen Dunstkreis gibt es derzeit Gerüchte der RCDS würde zu morgen noch einen Antrag einbringen, der darauf abzielt, dass die Studierendenschaft den Namen Ernst Moritz Arndt wiederverwendet. In einer Urabstimmung hatte sich die Mehrheit der Studenten für eine Beibehaltung des Universitätsnamens ausgesprochen.

Die derzeitige Tagesordnung sieht wie folgt aus: (mehr …)

StuPa-Wahlanalyse 2010

Nach der Auszählung der Stimmen am vergangenen Freitag und der (vorerst noch inoffiziellen) Verkündung des Ergebnisses im Anschluss daran wird es nun Zeit für einen genaueren Blick auf das Wahlergebnis.

Dabei zunächst ein Wort zur Zusammensetzung: Die bisher verbreitete Behauptung, dass neue StuPa zähle 30 Mitglieder, ist zwar höchstwahrscheinlich richtig, aber etwas vorschnell. Tatsächlich entscheidet sich das erst in der ersten Sitzung des neuen Parlaments (im April). Dann wird festgestellt werden, ob die 27 Wahlgewinner ihr Mandat antreten können – und vermutlich wird es für die drei Neu-Stupisten Maike Schneider, Solvejg Jenssen und Martin Hackbarth dann heißen: „Nein“. Denn wer als Stupist ein AStA-Referat innehat, dessen Mandat ruht. Die ruhenden Mandate werden dann mit Nachrückern (Plätze 28-30) besetzt. Somit hat das StuPa dann 27 aktive Mitglieder. Nur wenn dann diejenigen Stupisten, deren Mandat ruht, ihr AStA-Referat aufgeben, werden sie reguläre Stupisten und das StuPa hat plötzlich mehr als die vorgesehenen 27 Mitglieder.

Wir untersuchen aus diesem Grund vorerst nur die 27 Bestplatzierten. Wo wir mit dem StuPa des Vorjahres vergleichen, tun wir es ebenfalls mit dem ursprünglich gewählten StuPa, nicht mit dem durch Nachrücker stark veränderten aktuellen StuPa.

Größter Sieger: Die Wahlbeteiligung

Matthias Müller machte keinerlei Wahlkampf.

Matthias Müller machte keinerlei Wahlkampf.

Es muss hier nicht mehr umfassend thematisiert werden, gehört aber zu den deutlichsten Erfolgen dieser Wahl: Die Wahlbeteiligung ist von 12,7 Prozent im Vorjahr auf etwa 23 Prozent (genaue Zahl wurde noch nicht bekanntgegeben) gestiegen. Das ist die höchste Wahlbeteiligung der letzten Jahre, nur Anfang und Mitte der 90er Jahre war sie noch höher. Die Organisatoren der Wahl haben somit ihr Ziel, die Wahlbeteiligung deutlich zu erhöhen, erreicht, denn dieses Jahr gingen fast doppelt so viele an die Urnen wie im Vorjahr.

Vermutlich war die Urabstimmung über den Uni-Namen für die hohe Wahlbeteiligung zuträglich. An den einzelnen Fakultäten war die Wahlbeteiligung dabei durchaus unterschiedlich. Die folgenden Zahlen stammen von Freitag, 13 Uhr und wurden somit eine Stunde vor Schließung der Wahllokale erhoben. Sie dürften aber annähernd korrekt sein:

  1. Naturwissenschaften 28,56%
  2. Medizin 25,6%
  3. Philosophie 20,69%
  4. RSF 18,38%
  5. Theologie 10,95%
  6. Studienkolleg 0%

Die hohe Wahlbeteiligung bei den Naturwissenschaftlern ist umso erstaunlicher, wenn man sich die Kandidatenliste anschaut: Nicht ein Kandidat darauf kommt aus der Fakultät. Auch die medizinische Fakultät ging lediglich mit zwei Bewerbern (den beiden Bestplatzierten) ins Rennen. Mutmaßlich konnten diese beiden einen großen Teil der Stimmen aus den beiden Fakultäten auf sich vereinen. Der Wahlsieger Matthias Müller errang seinen Erfolg, ohne irgendwelchen Wahlkampf betrieben zu haben. (mehr …)