Musikalische Genüsse der nordischen Art: Nordischer Klang 2024 – Part 2

Musikalische Genüsse der nordischen Art: Nordischer Klang 2024 – Part 2

Der 33. Nordische Klang ging am 12. Mai zu Ende. Künstler*innen aus ganz Nordeuropa machten das Festival zu einem großartigen Erlebnis. Ob Ausstellungen, Vorträge, Filme oder musikalische Darbietungen, es war für jede*n etwas dabei. Auch dieses Jahr zog es uns wieder zu den musikalischen Angeboten des Festivals. Hier ein kleiner Einblick für euch, in die musikalische Welt des Nordischen Klangs.

Folk & Swing Abend

-Tjango!-

Am 9. Mai fand im St. Spiritus die ausverkaufte Folk & Swing Nacht des Nordischen Klangs statt. Die erste Band des Abends war Tjango!, deren Bandname sich aus Tango und dem Namen Django Reinhart, dem Begründer des sogenannten Gipsy Swing, zusammensetzt. Wie der Bandname schon andeutet, wird die Band von argentinischem Tango, wie auch Jazz (Jazz Manouche/ Gipsy Jazz), American Root-Music und Nordischer Folk Tradition, inspiriert. All diese musikalischen Einflüsse bringt die vierköpfige Band mit Akkordeon, Violine, Kontrabass und Akustik Gitarre in einer interessanten Mischung auf der Bühne. Was dazu führte, dass Tjango! schon zwei Alben veröffentlichte und nicht nur Finnland, sondern ganz Europa getourt hat. Nach zwölf Tagen Tour durch Deutschland waren sie nun bei uns in Greifswald.

Das Publikum des Abends hatte Tjango! schnell überzeugt und der trockene Humor des Akkordeonisten (Antti Leinonen) machte jede Ankündigung eines Songs zu einem Erlebnis.
Auch ihre Songtitel spiegeln den Humor der Band. So hieß ein Stück Happy Insomnia Blues, in welchem es um Schlafprobleme geht, und der Einsatz der Violine rief eine irische Fiedel in Erinnerung. Einen weiteren Song, den sie über den Tag nach einer Party geschrieben hatten und welcher an träge, schleifende Füße erinnert, nannten sie Lazy Afternoon Tea. Ziemlich passend also.

Tjango!‘s Musik zaubert eine*n an die verschiedensten Orte. So saß man mal bei Piraten in einer Taverne oder auf dem Schiff und hatte mit ihnen Spaß. Manchmal wiederum ist man träumerisch in Paris die Seine entlangspaziert und hat sich anschließend, zum People Watching, in ein Café gesetzt. Andere Stellen jedoch erinnerten an das Tropfen von Wasser in einen alten verrosteten Blecheimer.
Trotz der rein instrumentalen Performance summte und trällerte das Publikum an einigen Stellen vergnügt mit. Mein persönlicher Favorit war, dass viel auf der Geige gezupft wurde, einfach ein wunderbarer Laut. In Tjango!‘s Musik treffen verschiedenste Genres aufeinander, weshalb ihre Songs sehr interessant und charmant anzuhören sind. Jedoch hatte ich durch genau das eine abwechslungsreichere Setlist erwartet und fand einige Songs leider etwas repetitiv. Nichtsdestotrotz ist Tjango! eine Band, die musikalische Grenzen verschwimmen lässt und sich nicht von Genrebarrieren fesseln lässt. Also hört doch gerne einmal auf Spotify hinein.

-Symbio-

Die zweite Band des Abends war Symbio, welche als eine der spektakulärsten Bands der nordischen Folk Szene bezeichnet wird und schon in über 20 Ländern tourte. Symbio spielt einen Mix, bei dem virtuose Folkmusik auf Elektro Dancehall trifft. Es gelingt ihnen problemlos, träumerische Klanglandschaften und hypnotische Club-Beats zusammenzuführen. Diese Kombination riss das tanzende Publikum schon bei dem ersten Song gänzlich mit. Kein Wunder also, dass sie 2023 den Preis für das beste Album des Jahres bei den Swedish Folk & World Music Awards gewannen.

Die Band besteht aus Johannes Geworkian Hellman und LarsEmil Öjeberget, welche sich 2011 auf der königlichen Musikakademie in Stockholm kennen lernten und schon bei ihrem ersten Zusammenspiel merkten, dass sie zusammen eine energetische Symbiose entstehen ließen. Die beiden spielen Drehleier, auch Hurdy-Gurdy genannt, Elektronik, Stompbox und Akkordeon und erzählten ganz stolz, dass sogar Mozart für die Hurdy-Gurdy komponiert hat. Die Mischung aus den eher selten verwendeten Instumenten brachte wunderbar einzigartige Kompositionen hervor, welche zu Teilen schaurige und außerirdische Unterklänge hatten.

Symbio spielte zudem einen Song aus ihrem nächsten und vierten Album, welches im Frühjahr 2025 erscheinen wird, und fragte das Publikum nach Namensideen für den Song. Die Musik und die Klänge haben mich an einigen Stellen an Tame Impala erinnert. Wer also ein Tame Impala Fan ist, sollte auf jeden Fall einmal bei Symbio reinhören und sich verzaubern lassen.

Abschlussfest

Zum Start des Abends am 11. Mai in der STRAZE, wurden alle im Hintergrund des Festivals aktiven Leute auf die Bühne geholt und es wurde ihnen herzlichst für all die Mühe und die Stunden, welche in die Organisation des Festivals flossen, gedankt. Besonders hervorgehoben wurde an dieser Stelle eine Mitarbeiterin, die schon seit über einem Jahrzehnt dabei ist und als Seele des Festivals bezeichnet wird. Wow! Wie jedes Jahr war wirklich wieder für alle Festivalgänger, mit den verschiedensten musikalischen Acts, etwas dabei.

-Myrhauk-

Myrhauk, die Band, die den letzten musikalischen Abend des Nordischen Klangs eröffnete, war ein Geschenk der Greifswalder Partnerstadt, Hamar, zu ebendiesem Event. Myrhauk ist eine norwegische Nordicana-Band. Nordicana daher, da sie Norwegen und das Americana Genre zusammenführen. Sie haben einfach ihre eigene, auf sie zutreffende Genrebezeichnung erfunden. Myrhauk bezeichnen ihre Musik als norwegischen Rock, welcher Züge von Country, Americana, Blues, Soul, Gospel und Folkrock besitzt. All diese Nuancen waren jedoch nicht unbedingt in den Liedern vertreten, welche sie den Abend über spielten. Diese erinnerten an das, was man sich als Leie grob unter amerikanischem Südstaaten Rock vorstellen könnte.

Ihre Texte tragen eine starke Nostalgie für die 60er und 70er Jahre und beschreiben die Höhen und Tiefen des Lebens, mit einer Vorliebe für die analogen Zeiten ihrer Jugend auf dem Land. Die Texte werden von Magnus Østvang geschrieben, der vom Leadsänger (Tom E. Holmlund) liebevoll als „Genie der Band“ bezeichnet wird . Er schreibt die Texte, komponiert die Musik und spielt unter anderem Keyboard, Gitarre und Bass. Ein echtes Rundumtalent also. Die weiteren drei Bandmitglieder sind Bjørn Thomassen (Bass), Finn Andresen (Schlagzeug) und Marius Book (Gitarren). Die Band sang die meisten Songs in norwegischem Dialekt. Mit Ausnahme von zwei Songs, welche überraschenderweise der Gitarrist, Marius Book, auf Englisch sang.

Zu Anfang des Konzertes war das Publikum noch ein wenig verhalten, ab dem zweiten Song tanzte es jedoch mit und gab begeisterten Applaus. Vor allem die kleineren Konzertbesucher hatten Spaß und wurden später noch auf die Bühne geholt, um mit der Band zu musizieren. Eines der Highlights des Abschlussfestes, und das sicherlich nicht nur für die kleinen Nachwuchsmusiker. Für zwei Songs tanzten und musizierten die Greifswalder Nachwuchstalente enthusiastisch mit und bekamen im Anschluss einen riesigen Applaus, bevor die drei Kleinen wieder im Publikum mittanzten. Mit der besten Laune gab Myrhauk die Bühne für die nächste Band des Abends frei.

-Cumbian Colors-

Cumbian Colors, möglicherweise das Highlight des Abends. Eine Band, welche das Publikum mit den ersten Tönen von den Stühlen riss und richtige Partystimmung in die STRAZE einziehen lies.

Die kolumbianische Cumbia ist, neben Salsa und Tango, die beliebteste Musik zum Tanzen des spanisch sprechenden Amerikas. Die Begeisterung für dieses Genre zog bis nach Kopenhagen, wo Cumbian Colors gegründet wurde. Die Band entstand aus dem Bedürfnis heraus, selbst komponierte Musik zu performen, ohne dabei die Wurzeln der kolumbianischen Cumbia zu vergessen, mit welcher alle Mitglieder der Band aufwuchsen und seit Jahrzehnten spielten. Innerhalb kürzester Zeit gewann Cumbian Colors größte Popularität beim dänischen Publikum und 2022 wurden sie sogar für den Danish Music Award Roots als „New Name of the Year“ nominiert.

Sobald die Band an ihre Instrumente trat, wurde das Publikum der STRAZE in die Musikwelt Lateinamerikas katapultiert und ein berauschendes Musikerlebnis entstand. Ab dem ersten Ton war das Publikum nicht mehr zu halten und stürmte den Dancefloor. Was nicht zuletzt auch der unglaublichen Energie und Ausstrahlung der Bandmitglieder zuzuschreiben ist. Neben dem Fakt, dass alle Bandmitglieder sehr talentierte Musiker*innen sind, merkte man ihnen schlichtweg an, wie viel Spaß sie nicht nur am Musizieren, sondern auch am miteinander auf der Bühne stehen haben.

Die großartige Dynamik auf der Bühne führte zu einer der unvergesslichsten Einlagen beim diesjährigen Nordischen Klang. Neben ihrer beindruckenden Bühnenpräsenz war auch die Interaktion mit den Publikum eine geradezu von Leichtigkeit geprägte. Was nicht vielen Bands so natürlich und unbeschwert gelingt. Cumbian Colors schaffte es, das gesamte Publikum abzuholen und auch die Redakteurinnen des webmoritz. mussten ihre Notizblöcke zur Seite legen, um die unvergleichbaren Vibes der Band zu genießen.
Am Ende ihres Konzertes forderte das euphorische Publikum der STRAZE glatt noch zwei Zugaben ein und auch die Musiker*innen der anderen Bands des Abends waren in der Menge zu sehen. Das neueste Album der Band wurde bereits aufgenommen und wird voraussichtlich im Laufe des Jahres erscheinen, also hört doch gerne mal bei Cumbian Colors rein.

-Svømmebasseng-

Zu guter letzt trat Svømmebasseng auf der Bühne der STRAZE und stellt einen wundervollen Abschluss für den Nordischen Klang 2024 dar.

Svømmebasseng (übers. „Schwimmbecken“), heißt es, macht Musik zum verlieben. Die junge Band entführt ihr Publikum in eine Welt verträumter Lyrics, welche von schwebenden Akkordfolgen und treibenden Rhythmen begleitet werden. Seit über zehn Jahren füllt die Band nun norwegische Konzertsäle und Clubs mit Indiepop, der von 80er Jahre Disco inspiriert ist. Ihre Texte beschäftigen sich mit Herzschmerz, Tagträumereien und Selbstgesprächen. Von Utopien bis Dystopien ist alles vertreten. Mit all diesem füllte Svømmebasseng den Dancefloor der STRAZE für das letzte Konzert des Nordischen Klangs.

Zu Beginn ihres Konzertes beeindruckte der Leadsänger der Band schon mit seiner Sympatie und seinem Humor, was einen krönenden Abschluss des Abends versprach. Er sprach Deutsch mit den Publikum, allerdings machte er direkt spaßhaft klar, dass er nicht so viel auf grammatische Korrektheit schauen würde, weil die einfach schwer wäre. Das kann man nun wirklich nicht abstreiten. Svømmebasseng brachte mit einer Vielzahl an Instrumenten (Orgel, Piano, Schlagzeug, Trommeln und Percussions, sowie Gitarren, Bass und Elektronik) eine wunderbare Welt der Klänge in die STRAZE, welche eine ansteckende Leichtigkeit versprühte.

Die elektronischen Elemente, die Trommeln und Percussions, brachten einen besonderen Charakter in die Musik der Indie Band, mit verwunschenen, einzigartigen und satten Klängen. Neben dem Leadsänger sang auch die Pianistin mit einer glasklaren, coolen Stimme. Das Zusammenspiel seiner tiefen, rauen Stimme und ihrer satten und glasklaren, hohen Stimme brachte ein wunderbares zusätzliches Erkennungsmerkmal für Svømmebasseng.
Spontan übersetzte der Leadsänger den Refrain eines ihrer Songs auf Deutsch, sodass das Publikum begeistert mitsingen konnte. Auch Svømmebasseng beeindruckte durch viel Publikumsinteraktion und die Leichtigkeit ihrer Songs mit links auf das Publikum zu übertragen. Wem entspannte und vielfältige Indie Musik gefällt, kann ich Svømmebasseng wärmstens empfehlen. Also hört doch auch bei Svømmebasseng gerne einmal rein, denn letztes Jahr erschien ihr drittes Album Før solen har gått ned (bevor die Sonne untergegangen ist).

Der Nordische Klang war auch dieses Jahr wieder mit den verschiedensten  Musikeinlagen ausgestattet, welche wirklich jeden Musikgeschmack ansprechen. Ein super rundes, wunderbar kultiviertes Programm. Wie auch letztes Jahr empfehle ich es allen, wenigstens einmal bei einer Veranstaltung des Norischen Klangs vorbeizuschauen. Es lohnt sich. Wir sind gespannt, was das nächste Jahr zu bieten hat.
Bis dahin hört doch gerne in die Playlist vom Nordischer Klang 2024 rein!

Beitragsbilder: Nordischer Klang


Zur Person der Autorin

Musikalische Genüsse der nordischen Art: Nordischer Klang 2024

Musikalische Genüsse der nordischen Art: Nordischer Klang 2024

Der Nordische Klang hat wieder in Greifswald stattgefunden. Für das diesjährige Fest übernahm Estland die Schirmherrschaft. Das Event, welches nun schon zum 33. Mal in Deutschland stattfand, war voller fantastischer und wunderbarer Eindrücke, die man nicht so schnell vergisst; egal ob Ausstellungen, Vorträge, Filme oder musikalische Darbietungen.

Letztes Jahr haben sich zwei webmoritz.Redakeurinnen für euch aufgemacht, um ein paar der musikalischen Eindrücke zu erlangen. Part 1 und Part 2 könnt ihr dazu noch einmal nachlesen. Auch dieses Jahr waren sie für euch unterwegs und haben sich diverse musikalische Darbietungen zu Gemüte geführt.

YrrY: Experimentell, Ehrlich, Erstaunlich

Am 07. Mai trat das Quartett YrrY auf, bestehend aus Carmen Bóveda (Cello), Mari Garcés (Gesang), Håkon Skjæret (Schlagzeug, Xylophon), und Owen Weaver (Schlagzeug). Die Band aus Norwegen verbindet ihre Liebe für neue Musik und ungewöhnliche Instrumente. Damit geht auch ein sehr ungewöhnlicher Sound einher, denn die jungen Musiker*innen begannen ihre Darbietung auf ganz andere Art und Weise: sie setzten den Fokus auf genau die Dinge, die bei einer guten Performance eigentlich vermieden werden sollten. Über fünf Minuten lang lauschten wir den Klängen von Räuspern, Stühleschaben, Feedback des Mikrofons, Quietschen eines Ständers, oder ungewollten Tönen eines Instruments.

Ein weiteres Stück der Band wird mir lange noch im Gedächtnis bleiben. Hintergrund dazu war die Geschichte eines Mannes, der über das Meer flüchtet, und genauso klang das Stück auch. Schweres Atmen ins Mikrofon simulierte die Brandung, Xylofon und Cello ahmten das Quietschen und Ächzen eines großen Frachtschiffes nach, und das Schlagzeug erzeugte einen sich tadellos einfügenden metallenen Sound dazu. Hört gern einmal in den Musikclip hinein und schließt dabei eure Augen. Ich ertappte mich dabei, wie ich angestrengt lauschte, um auch ja jeden Ton herauszuhören.

Zum Ende zeigten sich YrrY noch von ihrer schauspielerischen Seite. Zur Frage, was Musikalität eigentlich bedeutet, liefen sie auf der Bühne herum, schwenkten ihre Instrumente umher, tauschten sie auch mal untereinander aus, oder bauten alles komplett ab und dann wieder auf. Zum Schluss standen sie vor ihren zu einem Berg aufgestapelten Musikinstrumenten, rezitierten ein Gedicht und sangen dann a capella dazu, was es heißt, Musikalität zu besitzen.

Dieser einprägsame Abend traf sicherlich nicht den Geschmack von Allen – direkt neben uns saß jemand, der sich im Anschluss bei seiner Begleitung über die Band beschwerte, und gerade den letzten Akt schrecklich fand. Ich kann mir vorstellen, dass ein paar der Zuschauenden diese Meinung teilten (ich selbst fand das letzte Stück ebenfalls ungewohnt und etwas zu lang), aber grundsätzlich ist so eine Darbietung doch total spannend, gerade weil sie so anders und kontrovers ist. Eine angenehme Unterhaltung zum Zurücklehnen war es sicher nicht – doch das soll sie gar nicht sein.

Hier könnt ihr in YrrY hineinhören.

Kalaha feat. Hilal Kaya: Türkischer Gesang, rockiger Klang

Die dänische Band Kalaha trat am selben Abend auf. Niclas Knudsen (Gitarre & Talk Box), Emil de Waal (Drums & Percussion), Jens ‘Rumpistol’ Christiansen (Synths & Gesang), und Anders Stig Møller (Bass & Laptop) spielten energiegeladene Lieder und sorgten für einen angeregten Abend, an den ich gern zurückdenke.

Hier ging es um einiges rockiger zu, und schon bald schwangen die Ersten ausgelassen das Tanzbein. Die 2014 gegründete Band verbindet verschiedene Genres, von Acid Rock und improvisiertem Jazz bis hin zu anatolischem Funk und Acid Techno, was ihnen bereits einen Danish Music Award, einen Carl Award und zahlreiche Nominierungen einbrachte.

Auf der Bühne spielten sie ausgelassen und wild. Gerade der Schlagzeuger tobte sich richtig aus und steckte uns mit seiner Begeisterung an. Man merkte den Musikern das jahrelange Zusammenspiel und den Spaß auf der Bühne sehr an. Die türkische Sängerin Hilal Kaya, mit der die Band kollaborierte, kam ebenfalls für ein paar Lieder auf die Bühne. Mit klarer Stimme sang sie auf türkisch, was sich unerwartet gut mit dem rockigen Sound der Band verbinden ließ. 

Hier findet ihr Kalaha feat. Hilal Kaya zum selbst Reinschnuppern.

Maja Mannila Trio: Fusion Jazz, der belebt

Am 08.05. trat das Maja Mannila Trio im St. Spiritus zur Jazznacht auf. Die finnische Band der Soul/Jazz-Sängerin hat bereits einen beträchtlichen Stein im Brett der europäischen Jazz-Szene. Zusammen mit Johannes Granroth (Bass) und Severi Sorjonen (Schlagzeug) performte Maja Mannila ihre selbst geschriebenen Lieder auf Englisch. Einflüsse des Jazz, Gospel und R’n’B finden sich in ihrem Stil wieder und machten auch diesen Abend zu einer musikalischen Delikatesse.

Letztes Jahr gehörte die Jazznacht zu einem meiner liebsten Abende des Nordischen Klangs, und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht. Mal langsam und nur mit Bass begleitend, mal laut, rhythmisch und kühn verzauberte das Trio die Gäste. Unter anderem wurden Songs wie „With you“, „Daydream“ oder „Fly“ gespielt – letzteren schrieb Maja Manilla mit gerade mal 16 Jahren. Besonders die verschiedenen Soli von Schlagzeug, Bass und Gesang, die nochmal die individuelle Stärke der Künster*innen zeigten, haben es mir angetan.

Hier gehts zum Maja Mannila Trio auf Spotify.

Rahel Talts Quartet: Zusammenspiel der feinsten Art

Der Jazzabend ging weiter mit der Band der estnischen Pianistin Rahel Talt. Sie performten ihre Stücke, welche akustischen Jazz mit Einflüssen aus dem Bebop und der Tradition fusionierten. Mit Mariusz Praśniewski (Polen) am Bass, Jesper Lørup Christensen (Dänemark) am Schlagzeug, Donatas Petreikis (Litauen) am Saxophon und Rahel Talts (Estland) am Klavier sorgte die Band für einen klangvollen, energetischen Abend.

Rahel Talt verbindet in ihrer Jazzmusik alte mit neuen Zeiten, was an Stücken wie „Present Moment“ oder „Russel“ gut zur Geltung kommt. Besonders beeindruckend war das Zusammenspiel der Vier. Das Saxofon fügte sich nahtlos mit dem Kontrabass und dem Klavier ein, und zwischenzeitlich muteten Rahel Talts Finger an, als flögen sie über die Pianotasten. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, von einem Tornado des Jazz überrollt zu werden – ein Erlebnis, das ich jederzeit wiederholen würde.

Beendet wurde der Abend mit einer jazzigen Interpretation eines Esti Folksongs. Tänan teid väga!

Mehr von Rahel Tales Quartett findet ihr hier.

Beitragsbilder: Nordischer Klang

Videos: Marthe Pelz

Es gibt, wie letztes Jahr auch, einen zweiten Teil – also stay tuned!


Zur Person der*des Autor*in

web.woche vom 29. April bis 5. Mai

web.woche vom 29. April bis 5. Mai

Was geht eigentlich ab in Greifswald? In der web.woche geben wir euch eine Übersicht über die kommenden Veranstaltungen in und um unsere Studierendenstadt. Hier findet ihr Termine, Neuigkeiten und Altigkeiten, von Politik und Region, über Universität und Wissenschaft bis hin zu Kultur und Sport. Im Kalender findet ihr eine Übersicht über alle anstehenden Veranstaltungen. In der Übersicht danach haben wir nicht nur die Veranstaltungen in einzelne Ressorts zusammengefasst, sondern auch weitere Neuigkeiten (und Altigkeiten) zusammengetragen.

von  Juli Böhm, Simon Fortmann und Nora Stoll


 

Veranstaltungen

Neuigkeiten

  • Im Rahmen des Nordischen Klangs werden am Campus Löfflerstraße mit Urban AI Art von künstlicher Intelligenz erstellte Collagen aus Greifswalder Bildmaterial ausgestellt. Eröffnung ist am 02.05. um 16 Uhr.
  • Das Caspar-David-Friedrich-Zentrum zeigt die Ausstellung Caspar David Friedrich: das verborgene Leben der Bilder. Vernissage ist am 04.05. um 11 Uhr.
  • Die diesjährige Landeskunstschau steht unter dem Motto Luft nach oben!. Zu sehen ist sie in der Marienkirche und der Spielhalle KUNST. Ausstellungseröffnung ist am 04.05. um 14 Uhr in der Marienkirche.
  • Die Ausstellung straucheln und lichten im Koeppenhaus beschäftigt sich in Fotografien und Texten mit dem Thema Licht im Wald.
  • Im Pommerschen Landesmuseum lässt sich in der Ausstellung Caspar David Friedrich. Lebenslinien der künstlerische Werdegang Friedrichs nachverfolgen.

Altigkeiten

  • Die Schüler*innen der Kunstleistungskurse des Jahngymnasiums zeigen ihre Werke in der Ausstellung DINGE&ICH in der STRAZE. 
  • Die Ausstellung Drucke für Friedrich vereint Arbeiten von über 100 Künstler*innen, die im St. Spiritus, im Koeppenhaus, im KunstLADEN und in der kleinen Rathausgalerie gezeigt werden.
  • Die Künstlerin Lara Faroqhi beschäftigt sich in ihrer Ausstellung 12 Arten, das Wachsen zu beschreiben in der Spielhalle Kunst mit verschiedenen Aspekten des Gartens.
  • Der BUND zeigt seine Alleen-Wanderausstellung in der Marienkirche.
  • Zu Ehren Caspar David Friedrichs wird der Vorplatz des Pommerschen Landesmuseums dieses Jahr von der Lichtinstallation “cdf-light” von Götz Lehmberg erleuchtet.
  • Im Kunstkubus CUBIC ist die Installation “Romantisches Leuchten” zu sehen.

Veranstaltungen

  • Was? Führung durch Aula und Karzer der Uni
  • Wann? Montag, 29.04.2024, 15 Uhr
  • Wo? Treffpunkt am Rubenow-Denkmal
  • Preis? 5€ (3,50€ ermäßigt)
  • Weiteres? Keine Anmeldung notwendig. Findet bis September täglich statt.
  • Was? Altstadtrundgang
  • Wann? Montag, 29.04.2024, 11 Uhr
  • Wo? Greifswald-Inforrmation
  • Preis? 10€ (8€ ermäßigt)
  • Weiteres? Anmeldung bei der Greifswald-Information nötig. Findet bis September täglich statt.
  • Was? CDF-Kerzenworkshop
  • Wann? Dienstag, 30.04.2024, 14 bis 16 Uhr
  • Wo? CDF-Zentrum
  • Preis? Etwa 10€
  • Weiteres? Anmeldung beim CFD-Zentrum zwei Tage vorher nötig.
  • Was? Tanz in den Mai
  • Wann? Dienstag, 30.04.2024, 17 bis 24 Uhr
  • Wo? Klostergarten Landesmuseum
  • Preis? 75€ inklusive Wasser, Wein und Essen
  • Weiteres? Anmeldung bei info@natuerlich-buettners.de
  • Was? Dockparty
  • Wann? Dienstag, 30.04.2024, 21 Uhr
  • Wo? Museumswerft
  • Was? Stadtwerke Fahrradfest
  • Wann? Mittwoch, 01.05.2024, 11  Uhr
  • Wo? Möwencenter
  • Preis? Familien zahlen 5€ für den guten Zweck.
  • Weiteres? VVK für Familienradtour an den VVK-Stellen.
  • Was? Sternwartenführung
  • Wann? Donnerstag, 02.05.2024, 21 Uhr
  • Wo? Domstraße 10a
  • Preis? 5€ (3€ ermäßigt)
  • Was? Stadtführung mit Aerobic
  • Wann? Freitag, 03.05.2024, 17 Uhr
  • Wo? Treffpunkt Pommersches Landesmuseum
  • Weiteres? Auch am Samstag um 11 und 12 Uhr

 

Neuigkeiten

  • Zur Unterstützung bei der Durchführung der bevorstehenden Europaparlaments-, Kreistags- und Gemeindevertretungswahl am 9. Juni 2024 bittet die Gemeindewahlbehörde der Universitäts- und Hansestadt Greifswald wieder interessierte Bürger*innen, sich als ehrenamtliche Helfer*innen für die Arbeit in einem Wahlvorstand zu melden. Grundsätzlich kann jede*r Wahlberechtigte zum*zur Wahlhelfer*in berufen werden, und es sind für diese Tätigkeit keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich. Wahlhelfer*innen müssen für die jeweilige Wahl wahlberechtigt sein, und jede Person darf bei einer Wahl lediglich ein Ehrenamt übernehmen. 

Altigkeiten

  • Es gibt einen neuen Hörspaziergang der Stadt Greifswald. Den Hörspaziergang findet ihr ganz einfach in der kostenlosen Greifswald-App. Bei dem Spaziergang kommt ihr an zwölf unterschiedlichen Gebäuden und Orten vorbei. Dabei sollt ihr Interessantes über Geschichte, Architektur und Kultur in der Innenstadt erfahren
  • Kannst du dich noch an die Radstation am Bahnhof erinnern? Dort kannst du dein Fahrrad nun günstiger abstellen. So kostet ein Stellplatz in der Sammelgarage ab sofort nur noch 50 Cent statt eines Euros, für eine Woche zahlt man nur noch 3 Euro, für einen Monat 6 Euro (bislang 15 €) und für das ganze Jahr 50 Euro (bislang 130 €). Der Grund für die Vergünstigung sei, dass damit die Akzeptanz und die Auslastung der Radstation deutlich erhöht werden sollen, die bisher unter den Erwartungen lag.
  • Ihr sucht eine Toilette in Greifswald? Euer Glück: WC4FREE startet. Dabei werden Gästen der Universitäts- und Hansestadt der Weg zu den WC-Anlagen gewiesen, die sie kostenlos nutzen können, ohne Kunde der Einrichtung sein zu müssen. Zum Start beteiligen sich insgesamt 17 Institutionen, darunter unter anderem die Brasserie Hermann, das Caféhaus Marimar und das Hôtel Galerie. Ausgewiesen werden die Partner mit Aufklebern im Eingangsbereich.
  • In Greifswald wurde das Angebot an Leihfahrrädern erweitert. Um ein Fahrrad auszuleihen, muss zunächst eine Registrierung über die Webseite www.mv-rad.de erfolgen. Seit dem 1. Mai 2022 kann dies auch über die MV-Rad App erfolgen. Die Kosten für 15 Minuten belaufen sich auf 1 Euro, der 2-Stunden-Tarif kostet 6 Euro und der 4-Stunden-Tarif 9 Euro. Wird das Fahrrad für einen Tag gebucht, fallen Kosten in Höhe von 12 Euro an. Bei mehr als drei Tagen Leihfrist gibt es gestaffelte Rabatte auf den Tagespreis.

Veranstaltungen

Alle Veranstaltungen der Universität findet ihr hier aufgelistet.

  • Was? Awareness-Treffen für alle FSR-Beauftragten für Awareness und Antidiskriminierung
  • Wann? Donnerstag, 02.05.2024, 17 Uhr
  • Wo? AStA-Konferenzraum (Friedrich-Loeffler Straße 28, 2. OG)
  • Was wird besprochen? Unter Anderem geht es um den Austausch über aktuelle Vorfälle und über einen Vorschlag über die Einführung eines Safe-Words.

Neuigkeiten

  • Auf dieser Webseite der Uni findet ihr alle aktuellen Medieninformationen.

    Hochschulpolitik und Universitäres:

  • Anlässlich des Caspar David Friedrich Jahres, findet vom 11. bis 29. April 2024 die Ausstellung und Intervention „caspar.reloaded“ im öffentlichen Raum von Greifswald statt.
  • Ab dem 01. Mai ist wieder Stadtradeln! Meldet euch an und strampelt diesen Monat fleißig Kilometer für die Universität.
  • Bis zum 30. Mai läuft noch die Prüfungsanmeldung, also vergesst nicht, euch bis dahin für Prüfungen anzumelden!
  • Es werden immer dringend Blutspender*innen gesucht!! Alle Informationen findet ihr auf der Website der Unimedizin oder in diesem webmoritz.-Artikel, Termine können über 03834/86-5478 und über den Smartimer vereinbart werden.
  • Hier kommt ihr zum aktuellen Rektoratsforum, in dem die Rektorin, Prof. Dr. Katharina Riedel, unter anderem auf das letzte Jahr zurückblickt und auf die Kampagne Gesicht zeigen gegen Rassismus – eine Kampagne für Greifswald aufmerksam macht.

Altigkeiten

  • Lukas Voigt ist neuer studentischen Prorektor. Hennis Herbst verabschiedet sich von der Hochschulpolitik.
  • Die Universität Greifswald ist Teil des Nachhaltigkeitsbündnisses Greifswald.
  • Seit dem 17. April 2023 bietet das Studierendenwerk Greifswald wieder offene Sprechzeiten an. Diese sind in den Bereichen Ausbildungsförderung, Studentisches Wohnen, Sozialberatung, Psychologische Beratung (nur in dringenden Fällen, sonst mit Termin), Mietbuchhaltung und Kasse. Die genauen Zeiten findet ihr auf der Website des Studierendenwerks. Es ist aber auch weiterhin möglich, einen Termin außerhalb der Sprechzeiten zu vereinbaren.
  • Die Uni baut ein Beschwerde- und Konfliktmanagement auf. Mehr dazu findet ihr auf dieser Seite der Uni.
  • Seit dem 18.06.2022 sind die historischen Gewächshäuser im Botanischen Garten wieder geöffnet. Alle Informationen findet ihr auf dieser Website oder in diesem webmoritz.-Artikel.

Veranstaltungen

    • Was? Kinder Kino in der Kiste
    • Wann? Samstag, 04.05.2024, um 15 Uhr
    • Wo? Studentenclub Kiste

      Neuigkeiten

      • Jeden Mittwoch findet von 10 bis 11.30 Uhr in der STRAZE eine feministische Krabbelgruppe statt. Gemeinsam sollen sich Menschen mit Babys oder Kleinkindern über Themen wie gleichberechtigte Elternschaft austauschen.

      Altigkeiten

      • Jeden Samstag findet ab 10.30 Uhr in der Stadtbibliothek das „Vorlesen am Samstag“ statt. Hierbei lesen ehrenamtliche Vorleser*innen Geschichten für Kinder ab 3 Jahren vor. Treffpunkt ist der Kinderbereich der Bibliothek. Der Eintritt ist frei. 
      • Jeden Donnerstag findet in der STRAZE von 16 bis 18 Uhr der Druck- und Zucktreff für alle Jugendlichen ab 14 Jahren statt.

      Veranstaltungen

      • Was? Electronic Dance Music
      • Wann? Freitag, 03. Mai 2024
      • Wo? Geographenkeller
      • Was? Klubnacht
      • Wann? Dienstag, 30. April 2024 ab 23 Uhr
      • Wo? Bunker Greifswald
      • Was? Absolute Eskalation, 90er & 2000er Party
      • Wann? Samstag, 04. Mai 2024 ab 22 Uhr
      • Wo? Bunker Greifswald
      • Was? se kids
      • Wann? Dienstag, 30. April 2024 ab 23:59 Uhr
      • Wo? Rosa
      • Was? Alma Ungut
      • Wann? Freitag, 03. Mai 2024 ab 23:59 Uhr
      • Wo? Rosa
      • Was? Patrice & Vincent Montoya – 80er, 90er, 2000er Hits
      • Wann? Samstag 04. Mai 2024 ab 22:59 Uhr
      • Wo? Rosa

      Hier habt ihr die Veranstaltungen des Nordischen Klang 2024 für diese Woche im Überblick. Viel Spaß!

      Veranstaltungen

      • Was? KULTURFEST mit Hardangergeigerin Johanna Seim
      • Wann? Mittwoch, 01. Mai 2024 um 13 Uhr
      • Wo? Marktplatz
      • Eintritt? frei

      • Was? Die norwegische Hardangergeige – Vortrag von Johanna Seim
      • Wann? Donnerstag, 02. Mai 2024 um 10 Uhr
      • Wo? Kammermusiksaal Bahnhofstraße 50
      • Eintritt? frei

      • Was? Urban AI Art
      • Wann? Donnerstag, 02. Mai 2024 um 16 Uhr
      • Wo? Hörsaalgebäude Campus Ernst-Lohmeyer-Platz 6
      • Eintritt? frei

       

    • Was? My favorite war – Animationsfilm
    • Wann? Donnerstag, 02. Mai 2024 um 18 Uhr
    • Wo? Hörsaal 1, Rubenowstraße 1
    • Eintritt? frei

      • Was? Til stede / From soil to soul – Musikfilm
      • Wann? Donnerstag, 02. Mai 2024 um 20 Uhr
      • Wo? St. Spiritus
      • Eintritt? 9/6 €

      • Was? KinderKlang-Kino: Der Geheimbund von Suppenstadt
      • Wann? Freitag, 03. Mai 2024 um 15:30 Uhr
      • Wo? Stadtbibliothek
      • Eintritt? 1€

      • Was? Feierliche Eröffnung
      • Wann? Freitag, 03. Mai 2024 um 18 Uhr
      • Wo? Stadthalle
      • Eintritt? frei

      • Was? Rita Ray & Band
      • Wann? Freitag, 03. Mai 2024 um 20 Uhr
      • Wo? Stadthalle
      • Eintritt? 21/15/6 €

      • Was? KinderKlang: Vorlesen mit dem Theater Vorpommern
      • Wann? Samstag, 04. Mai 2024 um 10:30 Uhr
      • Wo? Stadtbibliothek
      • Eintritt? frei

      • Was? KinderKlang-Kino: Der Geheimbund von Suppenstadt
      • Wann? Samstag, 04. Mai 2024 um 15 Uhr
      • Wo? Kiste
      • Eintritt? 1€

      • Was? Estonian Sinfonietta: Luminosities – Kompositionen aus Estland
      • Wann? Samstag, 04. Mai 2024 um 16 Uhr
      • Wo? Dom St. Nikolai
      • Eintritt? 17/11/6 €

      • Was? SONGLAND ESTLAND
      • Wann? Samstag, 04. Mai 2024 um 19:30 Uhr
      • Wo? Straze
      • Eintritt? 17/11/6 €

      • Was? Familiennachmittag – Musik und Märchen
      • Wann? Sonntag, 05. Mai 2024 um 15 Uhr
      • Wo? St. Spiritus
      • Eintritt? 9/6 €

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      Beitragsbild: Julian Schlichtkrull