Jens Pickenhan

Der webMoritz hat am Montag, dem 4. Januar, allen Kandidaten für StuPa, Senat und Fakultätsräte per E-Mail einen Fragebogen zugesandt. Wir veröffentlichen alle Antworten, die uns bis Freitag, 18 Uhr zugegangen sind. Antworten, die später eingegangen sind, können unter Umständen nicht oder nur verspätet veröffentlicht werden.

Jens Pickenhan

Jens Pickenhan

1. Allgemeine Angaben zur Person (Name, Alter, Studienfach, Fachsemester):

Jens Pickenhan (23) Latein/Geschichte/Deutsch LA Gym , 7. Semester

2. Für welche Gremien kandidierst du?

StuPa

3. Was machst du außer Studium und Gremienarbeit?

Ich habe viel Freude an Musik, Kunst und Literatur, wenn neben Studium und Gremienarbeit überhaupt Zeit bleibt.

4. Warum kandidierst du bzw. willst du in das betreffende Gremium?

Ich beschäftige mich nun schon einige Zeit mit der Hochschulpolitik und nach meinen Erfahrungen im AStA, FSR und Fakultätsrat sehe ich den größten Verbesserungsbedarf  in der Zusammenarbeit der Gremien untereinander sowie beim StuPa selbst! Und an dieser angestrebten Verbesserung möchte ich teilhaben und mich aktiv einbringen.

5. In welcher politischen Richtung fühlst du dich verortet?

Politische Interessen sind meiner Meinung nach in der Hochschulpolitik oft schuld daran, dass das eigentliche Ziel der Selbstverwaltung in den Hintergrund rückt. Zu meiner politischen Richtung: Wenn ich mir eine Partei basteln könnte, hätte sie soziale, liberale, konservative und grüne Elemente auf Basis der Demokratie…bei einem dieser Elemente fühle ich mich jedoch grundsätzlich am wohlsten.

6. Wie empfindest du die Debattenkultur in den universitären Gremien?

Ich würde dies oft nicht nur als keine Debatten“kultur“ bezeichnen,  sondern nicht einmal als Debatten. Vor allem fehlt oft die Fähigkeit als Ergebnis konstruktiver Debatten auch Argumente anderer politischer Lager anzuerkennen. Die stud. Selbstverwaltung braucht konstruktive und inhaltliche Debatten, weniger politisches Gezanke.

7. Welches Themenfeld siehst du in den Gremien/dem Gremium für die/das du kandidierst unterrepräsentiert?

Die Belange der Studierendenschaft, so paradox dies auch klingen mag.

8. Als wie groß siehst du die Rolle der Studenten und der studentischen Selbstverwaltung in universitären Entscheidungsprozessen?

Ich finde unsere Rolle eigentlich sehr gut, jedoch muss sie vernünftig, zielorientiert und an der richtigen Stelle ausgespielt werden.

9. Eine der Hauptaufgaben des StuPa ist das Wählen und Kontrollieren des AStA. Was sollte sich hier verbessern?

Um dem AStA und damit dem Wohle der Studierendenschaft eine handlungsfähige Zukunft zu geben, müssen sich Dinge in folgenden Bereichen ändern: Auftrag, Arbeitsweise, Attraktivität, Aufwandsentschädigung, Anerkennung, Aktivität…. Das wäre Buchstabe „A“. Wenn dort Verbesserungen erreicht wurden geht’s mit „B“ weiter. 

10. Was sind deine haushaltspolitischen Ziele?

Gerechte und vernünftige Verteilung der Haushaltsmittel im Sinne der Studierendenschaft.

Foto: privat

*Update* Solvejg Jenssen übernimmt das Ruder

Bereits in der AStA-Sitzung am Montag zeichnete sich ab, dass der Haussegen zwischen den Gremien der Studierendenschaft mehr als schief hängt. Während StuPa-Präsident Korbinian Geiger laut über eine Personaldebatte zur Vorsitzenden nachdachte, war sich diese nicht sicher, ob eine friedliche Lösung noch möglich sei.

asta_kopflos-300x2001Die Debatte kam, sie dauerte und sie endete verherend. Gleich vier Referenten traten mit sofortiger Wirkung zurück. Neben der Vorsitzenden Scarlett Faisst auch ihr Stellvertreter Jens Pickenhan, der gerade erst gewählte Finanzreferent Timo Schönfeldt und der Referent für Hochschulpolitik Fabian Freiberger.

Im Laufe der letzten ordentlichen Sitzung des Studierendenparlaments in diesem Semester versuchte der AStA von Beginn an, Geschlossenheit zu demonstrieren. Gleichmäßig in den AStA-Shirts gekleidet bildete man beinahe einen „schwarzen Block“ im Konferenzsaal. Demonstrativ verließen alle Referenten nach den Berichten die Sitzung, wohlwissend, dass die Personaldebatte auf der Tagesordnung stand. Lediglich der Finanzreferent ließ sich erweichen, zum TOP „Finanzanträge“ zurückzukehren; seine Kollegen feierten derweil im Büro mit Kuchen und Sekt. Einige erklärten, es gehe um den Abschied von Angelika Meißner, die bereits vor einigen Tagen ihren Rücktritt als Sozialreferentin angekündigt hatte, andere äußerten gegenüber dem webMoritz man „feiere sich selbst“. Ob man später wieder zur Sitzung käme, ließ man offen.

Das Signal jedenfalls war deutlich – auch wenn zur Personaldebatte der gesamte AStA wieder den Raum betrat. Das StuPa selbst debattierte ganze drei Stunden um „das Personal“ – zunächst nur unter sich und ohne AStA und Öffentlichkeit, später rief man die Vorsitzende und ihrem Stellvertreter hinzu, bald darauf das gesamte Team. Wer zunächst noch glaubte, man käme ohne diplomatisches Blutvergießen aus dem Abend, sah sich bald getäuscht.

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Demonstrierte Geschlossenheit: Der AStA kurz vor Beginn der Personaldebatte

Nach etwa 90 Minuten drang nach draußen, das Mißtrauensvoten gegen die beiden Führungspersonen nur knapp gescheitert waren. Nach weiteren 30 Minuten munkelte man vor der Aula bereits von möglichen Rücktritten. Noch mal eine Stunde später war es dann soweit. Sichtlich konsternierte Gesichter begrüßten die Gäste und Medienvertreter gegen 2:30 Uhr zurück im öffentlichen Sitzungsteil. Mit Faisst, Pickenhan, Schönfeldt und Freiberger war die gesamte AStA-Spitze zurückgetreten, wohl weil sie keine Möglichkeit für eine weitere Zuammenarbeit mit dem StuPa sah. (mehr …)