Studentische Gremienwahlen 2022 – Bewerbungen für das Studierendenparlament

Studentische Gremienwahlen 2022 – Bewerbungen für das Studierendenparlament

FSR, FakRat, StuPa, Senat. Vor langer Zeit lebten alle vier Gremien zusammen in Harmonie. Doch dann erklärten ihnen die Gremienwahlen den Krieg und alles änderte sich. Nur der webmoritz., Herr der gesamten HoPo, kann Klarheit in das gesamte Wahlchaos bringen. Und so kehrte der webmoritz. aus dem Winterschlaf im Eisberg zurück, genau dann, als die Welt ihn am meisten brauchte.

Das Jahr hat kaum begonnen und schon steht das erste HoPo-Highlight vor der Tür: die Gremienwahlen. Oder wie wir es nennen: der Kampf der vier Elemente. Ab Dienstag, dem 11.01.2022, um 8:45 Uhr, bis Freitag, den 14.01.2022, um 18 Uhr, könnt ihr online eure Stimme für eure Fachschaftsräte und das Studierendenparlament sowie für die studentischen Bewerber*innen für die Fakultätsräte und den Senat abgeben.

Wofür sind die Kandidat*innen Feuer und Flamme? Was erdet sie? Warum kann man genau ihnen nicht das Wasser reichen und was lässt sie Luftsprünge machen? Diese äußerst wichtigen und viele weiteren spannenden Fragen haben wir ihnen in einem Fragebogen gestellt.
In diesem Artikel stellen wir euch das Element Feuer vor: alle heißen StuPa-Vorstellungen, die bei uns hereingezischt sind. 

Hier gelangt ihr zu Übersicht mit allen Wahlvorschlägen für das StuPa.
Sämtliche Angaben – sowohl bei den Listen als auch in den Fragebögen – sind ohne Gewähr.

Beitragsbilder: Julia Schlichtkrull,
inspiriert von Avatar – Der Herr der Elemente, Nickelodeon

Eilmeldung für die Bewerber*innen der Gremienwahlen

Eilmeldung für die Bewerber*innen der Gremienwahlen

Liebe Bewerber*innen für die Gremienwahlen 2022,

jedes Jahr aufs Neue lässt euch der webmoritz. einige Wochen vor der Wahl einen Fragebogen zukommen, über den ihr euch euren Wähler*innen vorstellen könnt. Wie ihr vielleicht bereits mitbekommen habt, ist bei uns dahingehend in diesem Jahr leider einiges schief gelaufen. Zwar war der Fragebogen bereits am 17.12. fertig und sendebereit, durch einige Kommunikationsprobleme ging die Mail allerdings erst etwa 10 Tage später an euch raus. Da sich die universitären Wahlhelfer*innen zu dieser Zeit bereits in einer — wohlverdienten — Weihnachtspause befanden, erreichte die Mail alle Bewerber*innen für den Senat und die FakRäte bis heute nicht.

Da wir möchten, dass alle Kandidierenden die gleiche Möglichkeit bekommen, sich an den Fragebögen zu beteiligen, wollen wir euch den Fragebogen nun noch einmal auf diesem Weg zur Verfügung stellen. Die ausfüllbare PDF-Datei steht euch jetzt unter diesem Link zur Verfügung. Wir würden euch bitten, uns den Fragebogen über euren universitären Mailaccount zuzusenden, damit wir auch nachvollziehen können, ob es sich bei euch wirklich um eine*n Bewerber*in für das jeweilige Gremium handelt. Fügt eurer Mail auch gerne ein Foto von euch bei, damit sich eure Wähler*innen ein Bild von euch machen können. Unsere Adresse ist web@moritz-medien.de.

Im Zuge dieses ganzen Durcheinanders werden wir außerdem die Frist ein weiteres Mal verlängern, nämlich auf den 06.01.2022, 23:59 Uhr. Da die Gremienwahlen bereits am 11.01.2022 starten, werden wir die Antworten aller Gremien dann gebündelt am 08.01.2022 veröffentlichen, wenn auch der Übersicht halber in verschiedenen Artikeln.

Falls ihr Studierende kennt, die sich für die Gremienwahlen beworben haben, informiert diese gerne über den Fragebogen und diesen Artikel, damit möglichst viele eine gleiche Chance erhalten können.

Es tut uns sehr leid, dass es zu diesem ganzen Chaos gekommen ist und dadurch womöglich für einige von euch unfaire Bedingungen entstanden sind.

Habt dennoch einen schönen Start ins neue Jahr und viel Erfolg an alle bei den Gremienwahlen 2022!

euer webmoritz.-Team

Beitragsbild: Julia Schlichtkrull

Das geistige Klima an den Universitäten

Das geistige Klima an den Universitäten

Wie fühlen sich eigentlich Professor*innen und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen an den Universitäten? Fühlen sie sich durch umstrittene Themen wie Political Correctness, Diversität und Frauenquote in ihrer Lehre beeinträchtigt? Das und viele ähnliche Fragen untersuchte die Studie „Das geistige Klima an den Universitäten“ des Instituts für Demoskopie Allensbach. Was bei der interessanten Studie herauskam, erfahrt ihr hier.

Auch du wirst wohl nicht um die Debatte „Professor Weber“ an unserer Uni herumgekommen sein. Bei dieser geht es vor allem um die Abwägung, was ein*e Hochschullehrer*in in und teilweise auch außerhalb der Uni äußern darf und was nicht. Daraufhin kam es bisher zu mehreren Demonstrationen und Anträgen in den universitären Gremien. Und genau solche Debatten haben Einfluss auf das geistige Klima an Universitäten. Denn nicht nur die Studierenden waren über diverse Aussagen von Professor Weber empört, sondern auch die Professor*innen unserer Uni.

Passend zur Thematik erschienen im November die Ergebnisse einer Online-Befragung von Hochschullehrer*innen vom Institut für Demoskopie Allensbach. Dabei wurden 1.020 Professor*innen und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen im Zeitraum vom 30. September bis zum 11. Oktober 2021 interviewt. Die Stichprobe unterlag einer Zufallsauswahl aus dem Deutschen Hochschullehrerverzeichnis und dem Mitgliederverzeichnis des Deutschen Hochschulverbandes. Auftraggebende sind der Deutsche Hochschulverband und die Konrad-Adenauer-Stiftung.

Damit ihr euch abseits des Unialltags nicht durch noch mehr Studien quälen müsst, habe ich mir die Ergebnisse der Online-Befragung für euch angeguckt. Die zentralen Punkte sind im Folgenden zusammengefasst, am Ende schließt sich noch eine kleine persönliche Einschätzung von mir an.
Anmerkung: Es handelt sich immer nur um einen Auszug aus den Angaben der Studie. Zudem wurde in der Studie nicht auf eine gendergerechte Sprache geachtet. Dies wurde im Zuge der Aufarbeitung von mir selbstständig verändert.

In der Studie wurden folgende Punkte erfragt:

  1. Selbstbild und Selbstverständnis der Hochschullehrer*innen
  2. Diversität
  3. Was an der Universität erlaubt sein sollte
  4. Der Druck durch das gefühlte Meinungsklima an den Universitäten

Selbstbild und Selbstverständnis der Hochschullehrer*innen

Es wurde die Frage gestellt: „Was ist in Ihren Augen der Zweck der Wissenschaft, was gehört zu den Aufgaben der Wissenschaft?“

Die Top 3 bei Professor*innen waren:

  1. Neues entdecken
  2. Wissen weitergeben
  3. Wissenschaftliche Erkenntnisse dokumentieren und Wissenslücken schließen

Bei dieser Frage geht es um die mangelnde Distanz: „Hatten Sie auch schon ein oder mehrmals das Gefühl, dass Sie selbst Gefahr laufen, die Distanz zu Ihrem Forschungsobjekt zu verlieren, oder ist das noch nicht vorgekommen?“. 73 % der Befragten gaben an, dass das noch nicht vorgekommen sei – bei 19 % allerdings schon. Interessant dabei ist der Blick auf die Fachgebiete: 33 % der Mediziner*innen gaben an, dass es bei ihnen so ein Distanzverlust vorkomme. Mit den 33 % liegt die Medizin vor den anderen Fachbereichen Geisteswissenschaften, Rechts-/Wirtschafts-/Sozialwissenschaften und Naturwissenschaften.

Diversität

In dieser Kategorie wurde ermittelt: „Wie wichtig finden Sie ganz allgemein, dass an Ihrer Hochschule ein hohes Maß an Diversität herrscht?“ Auffällig ist, dass Frauen und Männer unterschiedliche Meinungen dazu hatten. 41 % der Frauen hielten Diversität für sehr wichtig, Gleiches galt jedoch nur für 17 % der Männer. Frauen fanden es mit 50 % (Männer: 19 %) wichtiger, dass es Diversität mit einer ausgewogenen Mischung von Männern und Frauen, Älteren und Jüngeren, Menschen unterschiedlicher Herkunft usw. gibt. Gefragt wurde auch nach dem Verhältnis zur Frauenquote. 13 % der Frauen (Männer: 3 %) gaben an, dass eine bestimmte Frauenquote eingehalten werden müsse.

Was an der Universität erlaubt sein sollte

Viele stimmten darüber ein, dass man „[a]ls Westdeutscher über die DDR forschen“ (98 %), „[a]ls Atheist über die katholische Kirche forschen“ (97 %) und „[e]inen prominenten Parteipolitiker an die Universität einladen“ (90 %) dürfe. Überraschend ist vielleicht, dass etwa die Hälfte der Befragten der Meinung war, es wäre in Ordnung, „[d]en Klimawandel zu bestreiten“, 33 % fanden es auch in Ordnung „[d]en Islam als Religion abzulehnen“ und 6 % „[d]as Grundgesetz abzulehnen„.

Interessant ist auch, dass 80 % der Befragten meinten, dass „[s]ich der gendergerechten Sprache verweigern“ erlaubt sein sollte; 17 % waren dagegen. Auch hier gab es einen Geschlechterunterschied: Frauen waren mit 28 % dagegen und nur 13 % der Männer. Allgemein waren Männer mit 61,9 % öfter für „Das sollte erlaubt sein“ als die befragten Frauen.

Druck durch das gefühlte Meinungsklima an den Universitäten

Es wurde außerdem der Frage nachgegangen: „Mit welchen dieser Verhaltensweisen würde man an einer Universität auf erheblichen Widerstand stoßen, egal, ob von den Studierenden oder von der Universitätsleitung?

Die Top 3 für 2021 waren:

  1. Das Grundgesetz ablehnen
  2. Rassenforschung betreiben
  3. Menschliche Embryonen klonen

Wie steht es um die Political Correctness? 18 % waren 2021 der Meinung, dass „[d]ie Political Correctness verhindert […], dass man bestimmten Forschungsfragen nachgehen kann“. Im Vergleich: 2019/2020 waren es nur 13 %. Das betrifft laut dieser Studie mit 21 % vor allem die Geistes- und mit 26 % die Rechts-/Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Eigene Meinung

Viele Ergebnisse scheinen eine*n nicht weiter zu verwundern. Für mich trifft das auf alle Teilbereiche der Studie zu. Das, was ich in meinem Studienalltag bemerke, spiegelt auch diese Studie wider. Manche Dozent*innen sind weltoffen und bedacht, jeden Menschen zu integrieren – andere scheinen hinter ihrem Berg von Publikationen vergessen zu haben, wie man miteinander umgeht und warum es ehrenwert ist, anderen Menschen Wissen zu vermitteln. Auch bin ich der Meinung, dass Dozent*innen an Hochschulen ihre Meinung frei äußern können sollten. Wenn ihre Meinung aber andere diskriminiert, verfassungsfeindlich ist und/oder Falschinformationen enthält, haben diese Menschen ihre Berufung verfehlt. Schließlich soll die Studierendenschaft während des Studiums lernen, wie man richtig mit Informationen umzugehen hat.

Beitragsbild: Michał ParzuchowskiHire auf Unsplash

Unterm Dach 27: Den FSR unters Dach geschaut Vol.5

Unterm Dach 27: Den FSR unters Dach geschaut Vol.5

Svenja und Tom schauen dem Fachschaftsrat Kunst unters Dach.

Timestamps:

00:00:00 – 00:03:42
Intro – Quarantäne kickt mit viel wenigen Menschen
00:03:42 – 00:26:46
Vollversammlung – Menstruationsartikel, Weber, Prüfungen, Tischkicker
00:26:46 – 00:45:20
13. ordentliche StuPa-Sitzung – studentische Vertretung im Prorektorat, Finanzplan Part 1
00:45:20 – 01:09:59
FSR Kunst- Drawing and Drinking
01:09:59 – 01:12:45
Outro – Wir wünschen Allen ein schönes Weihnachtsfest!

Ihr habt Fragen oder Anregungen? Dann schreibt uns einfach einen Kommentar oder eine Mail an: web-podcast@moritz-medien.de

Beitragsbild: Lilli Lipka

Unterm Dach 27: Den FSR unters Dach geschaut Vol.5

Unterm Dach 27: Den FSR unters Dach geschaut Vol.5

Hier kommt ihr zur siebenundzwanzigsten Folge

In dieser Folge geht es sehr gibt es die doppelte Portion Hochschulpolitik. Vor der 13. ordentlichen StuPa-Sitzung fand dieses Mal die studentische Vollversammlung des Wintersemester 21/22 statt. Hier werden die Themen kostenlose Menstruationsartikel in der Mensa, Studium ohne Ralph Weber, studierendenfreundliche Prüfungzeit und Tischkicker in den Mensen besprochen. Auch im StuPa wird dieses Mal Wichtiges besprochen. Es wird nicht nur die erste Lesung des Finanzplan durchgearbeitet, sondern auch ein zweiter Anlauf beim Thema studentische Vertretung im Rektorat gestartet.

Auch in dieser Folge gibt es wegen dem großen Hopo-Teil nur ein Fachschaftsinterview mit dem FSR Kunst. Wie kommt man eigentlich in das Kunststudium, wie wird die Mappe dafür vorbereitet? Was hat es mit dem tollen Drink and Draw auf sich? Diese und viele andere Fragen klären wir mit dem Fahschaftsrat.

Wir wünschen Allen ein schönes Weihnachtsfest!

Abstimmungs- und Anwesenheitslisten

Ihr habt Fragen oder Anregungen? Dann schreibt uns einfach einen Kommentar oder eine Mail an: web-podcast@moritz-medien.de

Beitragsbild: Jonas Meyerhof