von webmoritz. | 01.12.2024
Was geht eigentlich ab in Greifswald? Ihr wollt etwas unternehmen, wisst aber nicht was? Wir haben da was für euch! Ob kreative Work-Shops, spannende Vorträge oder faszinierende Ausstellungen – hier stellen wir euch jede Woche unsere Veranstaltungstipps rund um die Themen Uni und Wissenschaft, Politik und Region, sowie Kultur und Sport vor.
Mit Empfehlungen von Vanessa Finsel, Simon Fortmann und Luise Markwort
Kultur und Sport
Ihr singt gerne in der Dusche, im Auto oder beim Abwaschen? Oder bekommt „All I Want For Christmas Is You“? Dann habt ihr diese Woche die Möglichkeit euer Talent oder euren Ohrwurm auf die Bühne zubringen. Beim Karaoke in der Kiste erwartet euch eine große Auswahl an Liedern aus allen möglichen Genres und natürlich auch eine Menge Weihnachtslieder. Also schnappt euch eure Freunde und bringt viel gute Laune mit. (Tipp: Seid am Besten pünktlich da, es wird für gewöhnlich sehr voll.)
Wo? Kiste
Wann? Montag, 2. Dezember 2024, 20 Uhr
Eintritt? frei
Der SimsalaSlam ist zurück. Einen ganzen Abend tragen Poetinnen und Poeten ihre selbstgeschriebenen Texte vor und das Publikum entscheidet am Ende wer gewonnen hat. Seid dabei wenn aus einfachen Worten Poesie wird.
Wo? STRAZE
Wann? Mittwoch, 4. Dezember 2024, 20 Uhr
Eintritt? 3-5-7 Euro (nach Selbsteinschätzung
Mehr Informationen findet ihr hier.
Das Team vom Grips macht Nachtschicht und lädt euch ein mitzumachen. Ihr könnt bis 2 Uhr nachts zu Clubsounds Bouldern. Stimmungsvolles Licht, Glühwein, Chili sin Carne und weiter Getränke sind auch noch dabei.
Wo? Grips Boulderhalle
Wann? Freitag, 6. Dezember, 18 Uhr
Eintritt? 8 Euro
Mehr Infos findet ihr hier.
P.S. am Tag danach findet der Grips Weihnachtsflohmarkt statt. Noch kann man auch seinen eigenen Tisch unter kontakt@grips-boulderhalle.de anmelden.
Region und Politik
Wie sieht Greifswald in 100 Jahren aus? Wie können sich Küstenstädte wie Greifswald vor dem Klimawandel schützen? Diese Fragen beantwortet der Geowissenschaftler Professor Kegler in seinem Vortrag „Die Stadt in 100 Jahren – Perspektiven einer großen Transformation am Alfred Krupp Wissenschaftskolleg.
Wo? Alfred Krupp Wissenschaftskolleg
Wann? Dienstag, 3. Dezember, 18 Uhr
Frauen müssen im Iran für Gerechtigkeit kämpfen. Oft ist dieser Kampf jedoch ohne Erfolg. Der Film „Sieben Winter in Teheran“ zeigt den Kampf für Gerechtigkeit im Fall der Iranerin Reyhaneh Jabbaris und geht auf die tiefe Ungerechtigkeit in dem autoritären Staat ein.
Wo? Koeppenhaus
Wann? Mittwoch, 4. Dezember, 20 Uhr
Ein Weihnachtsmarkt direkt am Wasser erwartet euch am Samstag und Sonntag in Wieck. Wer auf dem Marktplatz also schon alles gesehen hat, der kann mit einem kurzen Ausflug nach Wieck für adventliche Abwechslung sorgen.
Wo? Wieck
Wann? Samstag und Sonntag, 7./8. Dezember, 12 bis 19 Uhr
Universität und Wissenschaft
Wie kann man im Namen der Demokratie protestieren, aber auch im Namen der Demokratie Proteste zurückweisen? Wie können die einen die AfD für eine demokratische Partei, die anderen sie für den Feind der Demokratie halten? Das erklärt Prof. Hubertus Buchstein (Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaften) in seiner Vorlesung „Was ist Demokratie?“ bei der Vorlesungsreihe „Universität im Rathaus“.
Wo? Bürgerschaftssaal im Greifswalder Rathaus
Wann? Montag, 2. Dezember, 17 Uhr (s.t.)
Wie schreibe ich eine Bewerbung, was gehört in den Lebenslauf und was kann ich? Im Workshop „Das Bewerbungstraining: Bewerbungsmappe & Bewerbungsgespräch“ lernen Studis, die innerhalb der nächsten beiden Semester ihr Studium abschließen werden, wie man sich bewirbt. Eine Anmeldung bis zum 2. Dezember ist erforderlich, mehr Infos hier.
Wo? SR 1.23, Rubenowstr. 2
Wann? Mittwoch, 4. Dezember, 13 bis 18 Uhr
Wie ist das Patriarchat entstanden? Dazu gibt es viele Thesen, die Alexandra Arnsburg in ihrem Vortrag „Die Entstehung des Patriarchats“ untersucht.
Wo? Hörsaal, Deutsche Philologie, Rubenowstr. 3
Wann? Donnerstag, 5. Dezember, 18 Uhr (c.t.)
Weitere Veranstaltungen könnt ihr im Veranstaltungskalender der Uni (hier) finden.
Was sind eure Veranstaltungstipps? Kommentiert sie!
Beitragsbild: Vanessa Finsel
von Lucas Hohmeister | 01.12.2024
Der Adventskalender ist heute ein fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit und eine beliebte Tradition für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Doch seine Ursprünge und die Entwicklung sind tief in der christlichen Tradition verwurzelt. Der Artikel gibt einen Überblick über die Geschichte des Adventskalenders, seiner Entstehung und seiner Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte.
Ursprung und frühe Formen des Adventskalenders
Die Ursprünge des Adventskalenders liegen im Christentum, genauer gesagt in der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Der Advent ist die vierwöchige Fasten- und Vorbereitungszeit, die mit dem vierten Sonntag vor Weihnachten beginnt und bis zum Heiligen Abend andauert. Der Begriff „Advent“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Ankunft“ – die Ankunft Jesu Christi. Traditionell war diese Zeit eine Periode des Gebets und der Besinnung.
Bereits im 19. Jahrhundert begannen Menschen, verschiedene Methoden zu entwickeln, um die Tage bis Weihnachten zu zählen. Die ersten Adventskalender waren keine modernen, mit kleinen Türen oder Fenstern versehenen Kalender, wie wir sie heute kennen. Stattdessen markierten Familien oft die Tage des Advents mit Strichen an der Wand oder malten Bilder, um die Kinder auf das bevorstehende Fest vorzubereiten.
Ein früher Vorläufer des Adventskalenders war die sogenannte „Adventskerze“, die mit 24 Markierungen versehen war. Jeden Tag wurde ein Stück des Wachses abgebrannt, sodass die Kinder das zunehmende Licht der kommenden Weihnacht spüren konnten.
Der erste gedruckte Adventskalender
Die Entwicklung des Adventskalenders, wie wir ihn heute kennen, nahm jedoch erst im 19. Jahrhundert Gestalt an. Der erste gedruckte Adventskalender wurde 1851 von dem deutschen Verleger Gerhard Lang entwickelt. Inspiration erhielt er von einer Kindheitserinnerung, bei der seine Mutter 24 Bilder auf Papier klebte, die er an den Tagen des Advents entdecken konnte. Lang entwarf den ersten Kalender mit 24 Bildern, die Kinder jeden Tag nach und nach aufdeckten.
Um 1900 wurden die ersten Adventskalender aus Papier massenhaft produziert. Diese einfachen Kalender hatten 24 nummerierte Felder, hinter denen sich jeweils ein Bild oder ein Spruch verbarg. Mit der zunehmenden Kommerzialisierung und dem Wachstum des Marktes für Geschenke und Süßigkeiten begannen die Kalender, immer aufwändiger und bunter zu werden.
Der Adventskalender und seine Veränderungen im 20. Jahrhundert
Im 20. Jahrhundert nahm der Adventskalender viele verschiedene Formen an. Die Kombination aus Schokolade und Kalender war eine der größten Innovationen. Ab den 1950er Jahren begannen Unternehmen, Schokoladen-Adventskalender zu produzieren, bei denen hinter den einzelnen Türen kleine Schokoladenstücke versteckt waren. Dies war eine besonders beliebte Variante, die bis heute weit verbreitet ist.
Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal war die kommerzielle Ausdehnung des Adventskalenders. Die Vielfalt an Themen, Motiven und Designs nahm im Laufe der Jahre zu. Während früher religiöse Symbole und Motive im Mittelpunkt standen, gibt es heute Adventskalender mit Themen aus der Popkultur, wie etwa von beliebten Serien, Filmen oder Marken.
Moderne Adventskalender sind häufig auch in Form von Boxen oder Täschchen zu finden, in denen kleine Geschenke oder Kosmetikprodukte aufbewahrt werden. Der Trend zu „alternativen“ Kalendern, die sich nicht nur auf Süßigkeiten oder Bilder beschränken, hat in den letzten Jahren weiter zugenommen.
Der Adventskalender heute
Der Adventskalender ist heute ein beliebtes Geschenk für Menschen jeden Alters. In vielen Familien ist er zu einer liebgewonnenen Tradition geworden. Die Kalender sind nicht nur eine Methode, die Zeit bis Weihnachten zu zählen, sondern auch ein Symbol für Vorfreude und Besinnlichkeit.
Moderne Kalender bieten eine breite Palette von Möglichkeiten: vom klassischen Schokoladenkalender über Kalender mit kleinen Spielsachen, bis hin zu Luxusversionen mit teuren Parfums oder hochwertigen Teesorten. Auch DIY-Adventskalender, bei denen Eltern oder Freund*innen selbst kleine Überraschungen in die Kalender einfüllen, erfreuen sich großer Beliebtheit.
Der Adventskalender hat sich über die Jahre von einer religiösen Tradition zu einem kulturellen Phänomen entwickelt. Was einst als bescheidene Methode zur Zählung der Tage bis Weihnachten begann, ist heute ein globaler Brauch, der in zahlreichen Variationen gefeiert wird. Vom einfachen Papierkalender bis hin zum luxuriösen Erlebnis ist der Adventskalender ein wunderbares Symbol für die Vorfreude auf das Weihnachtsfest. Erzählt doch mal, was ihr dieses Jahr für einen Adventskalender habt, an dem ihr euch die nächsten 24 Tage erfreuen werdet.
Beitragsbild: Vanessa Finsel
Zur Person des Autors
Lucas stammt ursprünglich aus dem Rheinland und ist nun schon seit einigen Jahren in Greifswald. Derzeitig ist er Student der Organisationskommunikation im Master. Für den webmoritz. ist Lucas seit 2022 aktiver Redakteur. Sein Lieblingstier ist der Panda 🐼
von webmoritz. | 24.11.2024
Was geht eigentlich ab in Greifswald? Ihr wollt etwas unternehmen, wisst aber nicht was? Wir haben da was für euch! Ob kreative Work-Shops, spannende Vorträge oder faszinierende Ausstellungen – hier stellen wir euch jede Woche unsere Veranstaltungstipps rund um die Themen Uni und Wissenschaft, Politik und Region, sowie Kultur und Sport vor.
Mit Empfehlungen von Vanessa Finsel, Simon Fortmann und Luise Markwort
Kultur und Sport
Weihnachtliche Handwerkskunst könnt ihr ab jetzt wieder jedes Wochenende bis Weihnachten im Rathauskeller finden. Der Greifswalder Kunsthandwerkermarkt zieht mit seinen rund 60 Aussteller*innen wieder in die Kellergewölbe. Dort findet ihr unter anderem Holzarbeiten, Keramiken, Filzarbeiten, Postkarten und vieles mehr. Untermalt von den Düften frischgebackenes Plätzchen, Christstollen und Kerzen kommt bei allen wohlige, weihnachtliche Stimmung auf.
Wo? Rathauskeller
Wann? Samstag, 30. November 11Uhr, dann immer freitags von 14 bis 20 Uhr, samstags und sonntags 11 bis 20 Uhr
Am ersten Advent kommt hoher Besuch nach Greifswald: der Weihnachtsmann ist da! Doch statt mit Schlitten fährt er mit einem historischen Schiff in den Hafen ein und begrüßt an der Brücke die Greifswalder*innen. Danach steigt er mit dem Bürgermeister in seine Kutsche und fährt zum Weihnachtsmarkt am Marktplatz.
Wo? Museumshafen
Wann? Sonntag, 01. Dezember 14:30 Uhr
Bei der Zweihnacht erwartet euch eine musikalisch, verrückte Reise durch die Vorweihnachtszeit. Es ist ein Theaternachmittag gegen die Einsamkeit und bietet alles was Weihnachten so mit sich bringt.
Wo? STRAZE
Wann? Sonntag, 01. Dezember 16 Uhr (Einlass: ab 15:30 Uhr)
Eintritt? 20 Uhr (Es gibt aber auch für Menschen, die sich den Eintritt nicht leisten können ein Freikartenkontigent – einfach an der Abendkasse nachfragen)
Mehr Informationen? Der Vorverkauf findet in der Buchhandlung Scharfe statt und mehr zum Programm findet ihr hier.
P.S. In der STRAZE könnt ihr auch eure ungeliebten Weihnachtsdekostücke mit anderen tauschen und vielleicht euer neues Lieblingsstück finden. Der Weihnachtsdeko-Tausch findet in der Bibliothek im ersten Obergeschoss ab dem 26. November immer samstags bis donnerstags 14-16 Uhr statt. Hier findet ihr noch mehr dazu.
Region und Politik
Am Donnerstag beginnt in Greifswald auch ganz endgültig die Vorweihnachtszeit! Um 12 Uhr eröffnet der Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz und dem Fischmarkt. Mutzen, Glühwein und weitere Leckereien warten wie jedes Jahr auf euch. Bis zum 21.12. ist der Markt täglich ab 11 Uhr geöffnet.
Wo? Marktplatz/Fischmarkt
Wann? Donnerstag, 28. November, ab 12 Uhr, sonst ab 11 Uhr täglich geöffnet.
Gewalt gegen Frauen und Mädchen sollte der Vergangenheit angehören. Weltweit ist die Gewalt jedoch noch immer Teil der Gegenwart. Anlässlich des Internationalen Tages gegen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zeigt die Straze den Film „Morgen ist auch noch ein Tag“, indem es um die Frauenbewegung im Italien der Nachkriegszeit geht.
Wo? Straze
Wann? Montag, 25. November, 20 Uhr
Eintritt? Frei
Wer in der Bundespolitik noch nicht genug von den kontroversen Themen des Genderns und der Gestaltung des Finanzhaushalts hat, der kann sich den Spaß auch live vor Ort anhören. In der Sondersitzung der Greifswalder Bürgerschaft geht stehen unter anderem die beiden genannten Themen auf der Tagesordnung. Es verspricht, spannend zu werden.
Wo? Bürgerschaftssaal
Wann? Montag, 25. November, 18 Uhr
Weiteres? Auch im Livestream zu sehen.
Universität und Wissenschaft
Am kommenden Dienstag ist es endlich wieder so weit, denn die studentische Vollversammlung der Universität Greifswald im Wintersemester 2024/2025 findet statt. Alle Anträge sind bereits eingegangen und lassen sich hier einsehen. Die Vollversammlung ist immer wieder eine Gelegenheit für die Studierendenschaft, ihre Stimme an dieser Universität Gehör zu verschaffen. Kommt am Dienstag um 14 Uhr zum ELP und macht mit! Für die Beschlussfähigkeit müssen mindestens 3% der Studierendenschaft anwesend sein, also kommt rum. Wir werden auf dem webmoritz. natürlich auch wieder einen Live-Ticker haben, in dem ihr alles mitverfolgen könnt. Es wird auch wieder ein VV-Bingo geben, um die ganze Veranstaltung etwas aufzulockern.
Wo? Ernst-Lohmeyer-Platz 6, Hörsaal 3/4
Wann? Dienstag, den 26. November um 14 Uhr
Wer kennt es nicht, die Aufgaben und Abgaben stapeln sich immer weiter in die Höhe und der Prokrastinier-Modus läuft auf Hochtouren auf. Aber keine Sorge, denn das ewige Aufschieben hat nun ein Ende! In der kommenden Woche erwartet euch ein Workshop zum Thema Prokrastination. Josef Löbke aus de Psycho-Sozialen Beratung wird euch mehr zur Aufschieberitis erzählen und was ihr machen könnt, um diese zu vermindern.
Wo? Studierendenwerk, Beratungsraum, Bahnhofstraße 44 B
Wann? Mittwoch, den 27. November von 13 Uhr bis 18 Uhr
Sonstiges? Es ist eine Anmeldung bis zum 25. November notwendig unter infothek@stw-greifswald.de
Weitere Veranstaltungen könnt ihr im Veranstaltungskalender der Uni (hier) finden.
Was sind eure Veranstaltungstipps? Kommentiert sie!
Beitragsbild: Vanessa Finsel
von Jan-Niklas Heil | 05.12.2023
Weihnachtsbäume gehören zu Weihnachten, wie Schnee in den Winter. Jede Person, die ich kenne liebt Weihnachtsbäume. Der Geruch nach Tannengrün ist der Geruch, welchen man auch jeden Fall mit Weihnachten verbinden sollte. Aber was passiert mit den Bäumen, die abgeholzt, aber nicht verkauft wurden?
Der klassische Weihnachtsbaum
Kurzer Disclaimer vorneweg: Es geht in diesem Artikel nur um den klassischen Weihnachtsbaum. Also um den aus dem Wald. Falls ihr euch für andere Weihnachtsbaumalternativen interessiert oder einfach mal wissen wollt, was es für Alternativen gibt, kann ich euch nur diesen Artikel empfehlen.
Der Lebenszyklus
Aber kommen wir von den möglichen Alternativen eines Weihnachtsbaums zurück zu den echten Bäumen. Wir schauen uns zuerst den Lebenszyklus eines Weihnachtsbaums an.
Rund 25 Millionen Weihnachtsbäume kommen jedes Jahr in Deutschland auf den Markt. Davon sind mehr als 75% der klassische Weihnachtsbaum. Die Nordmanntanne. Unter der Zugabe von Chemikalien wird zum Beispiel bei dem Grün des Baumes nachgeholfen. Auch werden Nordmanntannen meist in Monokulturen gepflanzt. Diese beiden Punkte kommen natürlich der Natur nicht gerade entgegen. Eine Nordmanntanne braucht um eine Länge von 2 Meter zu erreichen rund zwölf bis vierzehn Jahre. Damit dann aus der Nordmanntanne auch ein Weihnachtsbaum wird, wird diese gefällt und in den Verkauf gebracht und im Idealfall verkauft.
Nicht gekauft – und nun?
Was passiert jetzt aber mit Weihnachtsbäumen, die nicht gekauft werden. Die Antwort ist vielschichtig.
Viele unverkaufte Weihnachtsbäume werden geschreddert. Die entstandene Mulch wird dann als Dünger weiterverwendet. Der ungeliebte Baum hat also in diesem Fall entscheidenden Einfluss auf seine Nachfolger. Auf das es denen besser ergeht. Es gibt aber auch andere Optionen. So gibt es auch die Möglichkeit, dass der Baum zerschnitten wird. Der entstandene Grünschnitt wird dann als Frostschutz von Zierpflanzen und Sträuchern verwendet. Der Baum „opfert“ sich in gewisser Weise für den Schutz von anderen Pflanzen. Auch ein sinnstiftendes Ende. Die wahrscheinlich „schönste“ Variante ist eine weitere Verwendung in den Zoos der Bundesrepublik. Etwa als Spielzeug oder gar Futter für Elefanten. Liegt aber auch daran, dass es grundsätzlich niedlich ist, was Elefanten und gerade Babyelefant machen.
Nun wissen wir, dass ein abgeholzter Weihnachtsbaum doch noch einen Sinn im Leben findet, auch wenn dieser nicht das Weihnachtsfest ist. Welchem Zweck er aber letztendlich zugute kommt ist nebensächlich, solange der Weihnachtsbaum noch einen Sinn in seiner Existenz findet. Um umsonst abgeholzt zu werden, ist egal welcher Baum zu schade.
In eigener Sache
Abschließend möchte ich noch ein paar Worte loswerden. Der Weihnachtsbaum steht wie nichts anderes für die Weihnachtszeit. Mit Weihnachtsbäumen verbinden so viele Menschen so schöne Erinnerungen, aber besonders mit der Weihnachtszeit allgemein. Also nutzt die Weihnachtszeit und verbringt sie mit den Menschen, die euch wichtig sind. Schafft schöne Erinnerungen für euch und eure Mitmenschen. Mit Weihnachtsbaum oder ohne.
Beitragsbild: Laura Schirrmeister
von Vanessa Finsel | 04.12.2023
Musik – Töne mit Zusammenhang, oder gerne auch ohne. Im Prinzip systematischer Krach. Jede*r hat schon mal Musik gehört, aber was ist die Geschichte hinter den einzelnen Stücken, auch Lieder genannt, und womit verbinden wir sie? Was lösen sie in uns aus, und wer hat sie erschaffen? webmoritz. lässt die Pantoffeln steppen, gibt vor, was angesagt ist, und buddelt die versteckten Schätze aus. Unsere Auswahl landet in eurer moritz.playlist.
Die Vorweihnachtszeit ist geprägt von thematisch passender Musik, welche im Radio und auf Weihnachtsmärkten auf- und abgespielt wird. Ein deutscher Künstler hat es dabei geschafft, Generationen mit seinen Weihnachts- sowie auch Kinderliedern zu prägen: Rolf Zuckowski. Mit seinen Liedern hat er seit über 40 Jahren nicht nur die Kindheit vieler musikalisch untermalt, sondern den Kindern auch durch kleine versteckte Lehren das alltägliche Leben nähergebracht.
Musikalischer Anfang
Rolf Zuckowski wurde am 12. Mai 1947 in Hamburg geboren. Schon während seiner Schulzeit sammelte er mit seiner Band „The beAthovens“ musikalische Erfahrungen. Diese gewann im Jahr 1966 bei einem Bandwettbewerb nicht nur einen Plattenvertrag, sondern bekam auch die Möglichkeit, im Vorprogramm der „Beach Boys“ aufzutreten. Im darauffolgenden Jahr erschien das erste und einzige Album der Band mit dem Titel „Happy To Be Happy“, bevor sich die Band 1968 letztendlich auflöste.
Zuckowski studierte nach seiner Schulzeit Betriebswirtschaftslehre in Hamburg und schloss das Studium 1972 mit Diplom ab. Anschließend wurde er Assistent der Geschäftsführung im Musikverlag Hans Sikorski. Er schrieb Texte für andere Künstler und konnte sich als Produzent und Dirigent über Erfolge beim Eurovision Song Contest freuen.
Vom Familienvater zum erfolgreichen Kinderliedermacher
Mit der Geburt seiner Kinder in den 1970er Jahren wandte sich Zuckowski immer mehr der Kindermusik zu. Seine Kinder sangen auch viele der Lieder mit ihm zusammen ein und sind auf den Alben zu hören.
Zuckowski wollte mehr Alltägliches in die Welt der Kinderlieder einführen, da nach seinem Geschmack die alten Lieder wenig mit dem zu tun hatten, was die Kinder im Alltag erlebten. Seine Musik handelt von Themen wie den unterschiedlichen Jahreszeiten und ihren Festen, der Natur, dem Umgang miteinander sowie auch Verkehrssicherheit. Er versucht außerdem, durch Lieder wie Ich schaff‘ das schon, welches durch seinen Sohn inspiriert ist, den Hörer*innen Mut zu machen und ihnen wieder aufzuhelfen.
Sein erstes Album für Kinder, „Rolfs Vogelhochzeit“, produzierte er im Jahr 1977. Das Album basiert auf der Bilderreihe „Der Vogelkreislauf“ von Peter Meetz, einem weiteren ehemaligen Bandmitglied der „The beAthovens“. Die Bilder hat dieser im Rahmen seines Studiums zum Graphikdesigner erstellt. Zuckowski kreierte basierend auf diesen Bildern eine Liedergeschichte, die von einem Vogelmännchen handelt, welches nach einem Weibchen sucht und nach erfolgreicher Suche mit ihm Hochzeit feiert. Das Vogelpärchen bekommt Nachwuchs, welcher am Ende der Geschichte auch nach einem Partner sucht. Der Name „Rolfs Vogelhochzeit“ wurde ausgewählt, um sich von der traditionellen Vogelhochzeit abzugrenzen. Das Album war sehr erfolgreich und wurde Ende der 1980er für das Kinderprogramm des ZDF verfilmt.
Durch Sendungen beim Radio Luxemburg sowie Auftritte bei der Fernsehsendung „Wetten, dass…?“ stieg der Bekanntheitsgrad von Zuckowski in den 80er Jahren rasant an. Lieder wie Du da im Radio sowie …und ganz doll mich erlangten große Bekanntheit.
Vor 40 Jahren, im Jahr 1983, entstand aus der Feder von Peter Maffay, Rolf Zuckowski und Gregor Rottschalk der kleine grüne Drache Tabaluga, der die Welt entdeckt. Die drei entwickelten um die Figur ein Rockmärchen für Kinder, welches zunächst nur ein Album werden sollte, aber aufgrund des Erfolges wird die Geschichte um den kleinen Drachen bis heute immer noch weitererzählt.
Eines seiner bis heute erfolgreichsten und gleichzeitig eines der erfolgreichsten deutschen Weihnachtsalben ist das 1987 erschiene Album „Winterkinder“. Neben eigenen neuen Liedern finden sich auf diesem Album auch Cover von traditionellen Weihnachtsliedern wie Leise rieselt der Schnee oder Kling Glöckchen. Das Album behandelt Themen wie das sehnsüchtige Erwarten von Schnee (Winterkinder), das Chaos in der Küche, welches beim Plätzchenbacken entsteht (In der Weihnachtsbäckerei) und die generelle Vorfreude auf Weihnachten (Auf der Suche nach Weihnachten). Seit 2010 findet sich das Album jährlich zur Weihnachtszeit in den deutschen Top 100 Albumcharts wieder und ist eines der meistverkauften Weihnachtsalben in Deutschland.
Rolf Zuckowski veröffentlichte außerdem neben seiner Kindermusik seit 1985 auch Alben für Erwachsene und gründete 1995 sein eigenes Musiklabel „Musik für dich“. Insgesamt veröffentlichte er über 40 Studioalben und zusätzlich dazu noch Noten, Bücher und Musikfilme. Er war regelmäßig auf Tour und trat in Fernsehsendungen auf, bevor er sich 2012 aus dem Showgeschäft zurückzog. Seitdem tritt er nur noch vereinzelt zu besonderen Anlässen beziehungsweise für gemeinnützige Zwecke auf. 2022 erschien seine Biografie „Ein bisschen Mut, ein bisschen Glück. Mein musikalisches Leben“, in der er auf über 40 Jahre Musikkarriere zurückblickt.
Soziales Engagement
Neben seiner Musik ist Zuckowski auch sozial sehr engagiert. Abseits der Musik setzt er sich im Sinne der Kinder ein. So unterstützt er unteranderem die SOS-Kinderdörfer und mehrere Kinderhospize.
Des Weiteren setzt sich Zuckowski für die musikalische Förderung junger Musiker*innen und Kinder ein. Dafür gründete er die Stiftung „Kinder brauchen Musik“, diese setzt sich unter anderem dafür ein, dass auch Kinder aus benachteiligten Verhältnissen die Möglichkeit bekommen, Musik zu machen und zu erleben. Für seinen unermüdlichen Einsatz für die musikalische Bildung wurde er 2005 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande gewürdigt und bekam 13 Jahre später das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.
In der Weihnachtsbäckerei
Das wohl bekannteste Weihnachtslied Rolf Zuckowskis, das man mittlerweile auch als Klassiker deutscher Weihnachtsmusik bezeichnen kann, ist das Lied In der Weihnachtsbäckerei. Es erschien 1987 auf dem Album „Winterkinder“ Entstanden ist das Lied auf einer Autofahrt, nachdem Zuckoswkis Frau ihm am Telefon erzählt hat, dass sie und die Kinder gemeinsam Plätzchen backen.
Ich verbinde kein anderes Lied so sehr mit der Vorweihnachtszeit wie dieses. Bereits wenn die ersten Töne erklingen, bekomme ich ein nostalgisches Gefühl, welches mit dem Geruch von frisch gebackenem Stollen sowie dem Glücksgefühl, erfolgreich den rohen Keksteig aus der Schüssel auf dem Küchentisch stibitzt zu haben, verbunden ist.
Das Lied handelt vom Chaos, welches beim Plätzchenbacken ohne Rezept entsteht, da dieses abhandengekommen ist. Letztendlich verbrennen den Bäcker*innen die Plätzchen im Ofen, aber dennoch wird der Zuhörenden die Freude am gemeinsamen Backen vermittelt. Außerdem sind kleine Lehren für Klein und Groß in den Text mit eingebaut, wie zum Beispiel vorsichtig mit Eiern umzugehen oder sich die Hände zu waschen.
„Sind die Finger rein?
Du Schwein.“
In der Weihnachtsbäckerei (1987)
Aus dem Lied entstand 2019 das gleichnamige Musical, welches zur Weihnachtszeit aufgeführt wird. Es handelt von drei Geschwistern, deren Eltern aufgrund von Schnee nicht rechtzeitig nach Hause kommen können, um die Weihnachtsleckereien zu backen. Mit viel Chaos und Improvisation übernehmen deshalb die Kinder diese Aufgabe.
Es schneit
Ebenfalls auf dem Album „Winterkinder“ erschien das Lied Es schneit. Es handelt von der kindlichen Freude, die entsteht, wenn die Umgebung von einer Schneedecke bedeckt ist und die graue triste Welt durch eine glitzernde weiße Pracht ersetzt wurde.
„Aus grau wird weiß, aus laut wird leis
Die Welt wird zugedeckt
Und von der Frühlingssonne
Wird sie wieder aufgeweckt“
Es schneit (1987)
Zuckowski erfasst in dem Lied die Gedanken, die Kinder beim Anblick von Schnee bekommen: ans Rodeln, Schneemänner-Bauen und an Schneeballschlachten.
Zuckowski schafft es, in seinen Liedern nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen Freude auch in tristeren Zeiten zu schenken, was seine Musik für mich immer besonders machte. Die Musik von Rolf Zuckowski ist ein großer Teil der Kindheit von vielen und ruft bei Erwachsenen nostalgische Gefühle hervor. Doch auch wenn man nicht mit seiner Musik aufgewachsen ist, kann ich nur empfehlen, sich ein paar seiner Lieder anzuhören und vor allem während der Weihnachtszeit nicht auf das Album „Winterkinder“ zu verzichten.
Beitragsbild: Laura Schirrmeister
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