Kreative Köpfe für Poetry-Slam-Workshop gesucht

Unter dem Motto „Literatainment mit Spaßfaktor statt Pflichtlektüre mit Schnarchfaktor“ lädt der Jugendmedienverband Mecklenburg-Vorpommern (JMMV) in Zusammenarbeit mit der Kulturagentur „assemble ART“ am Wochenende vom 11. bis 13. Dezember zu einem Poetry-Slam-Workshop ein.

poetry_slam_stephan_glagla_jugendfotos-200Der JMMV schreibt in seiner Ankündigung: „Poetry Slams sind interaktive und erfrischende Literaturwettstreits auf offener Bühne – sie stampfen in den letzten Jahren wie Pilze aus den Boden. So mancher Nachwuchsgoethe und Möchtegernschiller sieht da den Wald vor Bäumen nicht mehr, denn die Kunst des erfolgreichen Vortragens will gelernt sein.“

Stattfinden wird der Workshop vom 11. bis 13. Dezember 2009 in Greifswald. Unter der Anleitung des Referenten Björn Högsdal – selbst bühnenerfahrener Profislammer und Gewinner zahlreicher Literaturpreise – sollen die Teilnehmer gemeinsam literarische Weltbeobachtungen studieren und lernen, wie sie diese mit der richtigen Mischung aus Rhetorik, Mimik und Gestik bühnenreif machen, heißt es beim JMMV. Außerdem schreiben die Veranstalter:

„Frei nach dem Motto: Versüße deine Zeilen mit Entertainmentzucker, bringe die Gedichteküche zum Brodeln und buhle um die Gunst des syntaxhungrigen Publikums. Ein schmackhaftes Slammermenü für alle Poesiegourmets.“

Anmeldeschluss für den Workshop ist 07. Dezember 2009. Teilnehmen können alle  Interessierten zwischen 14 und 27 Jahren. Die Teilnahmekosten des Seminars betragen 20 Euro für JMMV-Mitglieder oder Inhaber einer JuLeiCa, Nichtmitglieder bezahlen 30 Euro. Unterkunft und Verpflegung sind im Preis inbegriffen. Fahrtkosten können bis zum BahnCard25-Preis erstattet werden.

Als kleinen Vorgeschmack gibt’s hier eine Fotogalerie mit Bildern eines Poetry-Slams im IKuWo Anfang dieses Jahres. Alle Fotos stammen von Luisa Wetzel.

Ergebnisse am 12.12.

Die Ergebnisse des Seminars sollen am Samstagabend, dem 12.12.2009, auf einem Poetry Slam im Koeppenhaus präsentiert, zu dem auch die Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist. Einlass ist ab 20:30 Uhr, der erste Künstler wird ab 21 Uhr vortragen.

Mehr Infos finden sich auf der JMMV-Homepage oder alternativ auch in diesem Flyer.

Foto: Stephan Glagla via jugendfotos.de

GrIStuF lädt ein zum Running Dinner *update*

Das nächste Running Dinner naht! Am Dienstag, dem 8. Dezember, werden wieder die Kochlöffel geschwungen und Rezepte gewälzt. Running Dinner, das bedeutet ins Kurzform: Drei Gänge in drei Küchen bei drei Teams – also ein Haufen leckeres Essen und neuer Leute.

Um 18 Uhr geht’s los mit der Vorspeise, um 20 Uhr folgt die Hauptspeise und um 22 Uhr das Dessert. Ihr bereitet entweder eine Vorspeise, ein Hauptgericht oder eine Nachspeise gemeinsam mit euren Running-Dinner-Team-Partnern zu, wobei das Team insgesamt aus zwei bis drei Leuten besteht. Die Anmeldung ist bis Freitagabend, dem 4. Dezember, Sonntagmorgen, dem 6. Dezember, möglich. Am darauffolgenden Tag werdet ihr dann über Eure zugelosten Gäste und Gastgeber per Brief und als email informiert.

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Klick auf das Bild um zu Flyer zu gelangen (PDF)

Und wenn ihr dann Lust habt, die Leute wiederzusehen, heißt es „Nach dem Essen ist vor der Party!“ Der GrIStuF e.V. lädt alle Köchinnen und Köche zur Running Dinner Party ab 23 Uhr ins IKuWo in der Goethestr. 1 ein, um gemeinsam von kulinarischen Leckerbissen zu schwärmen und das Tanzbein verzückt zu verdrehen. Dazu werden euch DJ hazelnut mit Balkanbeats und DJ rungsta mit Electro und D’n’B einheizen, bis der Morgen graut! Der Eintritt ist 1,50 € für Teilnehmer des Running Dinner und 2,50 € für alle anderen. Die Anmeldung und mehr Informationen findet ihr unter rd.gristuf.org.

Update: Neuer Anmeldeschluss

Der Anmeldeschluss wurde um einen Tag nach hinten auf Freitag, den 4. Dezember, verlängert. Der Artikeltext wurde entsprechend korrigiert.

Noch ein Update (4.12.): Anmeldeschluss erneut verlängert!

Gristuf hat den Anmeldeschluss erneut verändert. Eine Anmeldung über das Internet ist jetzt noch bis zum Sonntag, 6.12., bis 10 Uhr möglich.

polenmARkT: Vortrag über Studieren in Polen

Welche Möglichkeiten es für einen Auslandsaufenthalt in Polen gibt, stellen am Donnerstag MitarbeiterInnen der akademischen Auslandsämter der Universität Greifswald und Szczecin in einem Vortrag dar. Die Veranstaltung findet im Rahmen des polenmARkT statt.

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Das akademische Auslandsamt informiert.

Im Mittelpunkt stehen dabei mögliche Studien- und Stipendienmöglichkeiten. Partneruniversitäten gibt es in Kraków, Wroclaw, Poznan und Szczecin. Abschließend werden deutsche und polnische Studierende über ihre Auslandserfahrungen berichten.

Wer ein Auslandsstudium in Polen in Erwägung zieht, sollte die Faustregel beachten, mindestens ein Jahr vorher mit der Planung zu beginnen, um rechtzeitig alle Fragen klären zu können und alle Anträge auf Zuschüsse fristgemäß stellen zu können. Allgemeine Infos für die ersten Planungen hält das akademische Auslandsamt auf seinen Internetseiten bereit. Wer mit der Planung des Auslandsaufenthalts beginnt, sollte zudem eine persönliche Beratung im Auslandsamt in Anspruch nehmen.

Der Vortrag beginnt am Donnerstag, dem 26.11., um 16 Uhr im Internationalen Kultur- und Wohnprojekt IKuWo, Goethestraße 1. Der Eintritt ist frei.

Weitere Infos:

Bilder: Akad. Auslandsamt (Foto), gemeinfrei (Wappen)

Donnerstag: Arndt-Diskussion beim Debattierclub

Nachdem sich die „Kampagne für die Umbenennung der Universität Greifswald“, kurz „Uni ohne Arndt“ und die „Arndt AG der EMAU Greifswald“ bereits im Internet gegenüberstehen (webMoritz berichtete), veranstaltet der Debattierclub Greifswald am 26. November um 20 Uhr im Audimax eine Debatte zum Thema: „Soll der Name unserer Universität geändert werden?“. Hier werden sich Vertreter beider Gruppen erstmals offiziell gegenüberstehen und sich nach den Regeln des Debattierclubs miteinander messen.

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Das Logo des Debattierclubs Greifswald

Die Idee zu dieser Veranstaltung geht auf das Bestreben des Debattierclubs zurück, der beide Gruppen zu einer offenen Debatte einlud, da das Thema „Namenspatron der Universität“ zur Zeit unter einigen Studenten heiß diskutiert wird. Zunächst konnte der Debattierclub nicht genügend Redner für die einzelnen Themen finden (webMoritz berichtete). Dieses Problem ist nun jedoch gelöst.

Ingo Witt, Vorsitzender des Debattierclub Greifswalds, hofft, dass durch die Debatte die Kernpositionen der beiden Gruppen deutlich werden und, dass Dank der strengen Regeln des Clubs die Veranstaltung nicht zu einer „Talk-Show“ wird.

Bei der Debatte haben zwei Vertreter der beiden Gruppen jeweils sieben Minuten Redezeit, auf die sich Nachfragen aus dem Publikum anschließen. Abschließend werden die Positionen der Gruppen durch zwei Redner des Debattierclubs zusammengefasst. Bisher ist lediglich bekannt, dass für die „Uni ohne Arndt“ Karla Thurm und Sebastian Jabbusch sowie für die „Arndt AG“ Thorben Vierkant antreten werden.

Eine gute Ausgangsposition für eine Debatte scheint gegeben, da Sebastian Jabbusch (einer der Initiatoren der „Uni ohne Arndt“ Gruppe), sich dahingehen äußerte, dass es zwischen den beiden Gruppen eine gute Beziehung und keinerlei Feindschaft geben würde. Trotzdem hat die Intiative „Uni ohne Arndt“ keine allzu großen Erwartungen an die Veranstaltung. Man freue sich auf eine spannende Debatte und hoffe vor allem, dass die Gegenseite mit neuen Argumenten überraschen könne und nicht immer nur auf das Argument hinweise: „Man müsse Arndt in seiner Zeit sehen“.

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Spricht für die Arndt-Befürworter: Thorben Vierkant

Thorben Vierkant, Vorsitzender der „Arndt AG“, ist sich der Tatsache bewusst, dass viele Studenten die Homepage und Argumentation seiner Gruppe noch nicht kennen und sieht die Debatte als Möglichkeit einem größeren Personenkreis die Argumente seiner Gruppe näher zu bringen. Allerdings geht er davon aus, dass viele Studenten schon eine vorgefasste Meinung zum Thema haben und viele an der Diskussion Interessierte der Debatte fernbleiben könnten.

In einem Punkt sind sich aber beide Gruppen zur Zeit ganz sicher: Diese Debatte war nicht die Letzte. Beide Gruppen kündigen an, dass diverse Aktionen vor der Urabstimmung im nächsten Jahr geplant sind.

Da die Redner am gestrigen Montag eine kleine Einweisung durch den Debattierclub erhalten haben, kann man davon ausgehen, dass die Debatte sicherlich spannend und handwerklich gut umgesetzt sein wird. Der WebMoritz wird über die Debatte berichten und freut sich viele eifrige Kommentar-Schreiber zum Thema Ernst Moritz Arndt zu treffen.

Bilder:

Logo Debattierclub – Homepage des Debattierclubs

Foto Thorben Vierkant – RCDS Greifswald

Arndt Bild Startseite – Gemeingut

Arndt-Gegner erheben Vorwürfe gegen Uni-Text

Die Initiative „Uni ohne Arndt“ hat schwere Vorwürfe gegen den Informationstext über Ernst Moritz Arndt auf der Homepage der Greifswalder Universität erhoben. Die Aktivisten, die sich seit der Vollversammlung im Juni gegen den Namenspatron der Universität stark machen, werfen der Universität vor, mit dem Text die Darstellung der Person Arndts zu verfälschen.

emarndt-uni-homepage-275Die Mitteilung der Gruppe enthält unter anderem den Satz: „Die Universität versucht mit dem Text, Arndts Rassenwahn zu verstecken.“ So spreche der Text statt von „rassischer Reinheit“ lediglich vom „Erhalt kultureller und sprachlicher Besonderheiten.“ Es handle sich im Gegensatz zu dem bei der Vollversammlung geforderten „kritischen Text“ um eine „Schönfärbung für die PR.“

Zum Vorwurf macht die Initiative der Universität insbesondere, dass der Informationstext keine Angabe über seine Verfasser enthält. Der Text war bereits im Vorfeld seiner Veröffentlichung diskutiert worden. Seine Veröffentlichung hatte sich immer wieder verzögert und war erst einige Wochen nach der Vollversammlung, auf der knapp 1000 Studenten gegen Arndt als Namenspatron votierten, veröffentlicht worden.

Vorangegangen waren anderthalb Jahre Arbeit einer Arbeitsgruppe, die mit verschiedenen Wissenschaftlern besetzt war. Dem webMoritz ist mindestens ein Mitglied der Arbeitsgruppe bekannt, das sich mit dem Ergebnis nicht identifizieren konnte und seiner Namensnennung im Zuge der Veröffentlichung des Textes widersprochen hatte. Auf dieses Mitglied beruft sich vermutlich auch die Initiative „Uni ohne Arndt“ in der Pressemeldung.

Initiative: „Manipulative Darstellung sofort löschen!“ (mehr …)

Wie viel Nazi steckt im Bio-Essen?

Die These, dass Neonazis sich in größerem Stil in die Öko-Lebensmittelszene eingeklinkgt haben, dürfte vielen neu sein. Dafür gibt es aber offenbar mindestens Anhaltspunkte, denn heute Abend findet im Ikuwo (Goethestr. 1) ein Vortrag mit anschließender Diskussion unter dem Titel „Wie viel Nazi steckt in Deinem Bioessen?“ statt.

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Neulich gab's ein Bio-Menü in der Mensa. Hoffentlich war es nazifrei.

Die Referentinnen kommen vom Verein Soziale Bildung aus Rostock. Sie werden die Geschichte der rechten Ökologiebewegung erörtern und ausführen.

Die Veranstalter schreiben zu den Hintergründen:

„Nazistrukturen engagieren sich immer offensiver in den Bereichen der Umweltbewegung und positionieren sich demzufolge auch klar gegen Grüne Gentechnik, denn Umweltschutz ist Heimatschutz. Diese Veranstaltung bietet einen Einblick hinter die Kulissen brauner Ökos, die nicht nur auf Parteiebene zu beobachten sind, sondern auch vereins- und agrarökologische Strukturen betreffen, um somit immer mehr in die Mitte der Gesellschaft zu rücken. Diese Verflechtungen können dazu führen, dass unser „bewusster“ Konsum von Bionahrungsmitteln mitunter von braunen Ökobauer und –bäuerinnen stammt.“

Die Veranstaltung beginnt am heutigen 19. November um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Bilder: Carsten Schönebeck, Ikuwo