von Arik Platzek | 17.10.2008
Während die Regentropfen an meiner lilafarbenen Regenjacke abperlen und ich in Richtung des 18 Tonnen schweren Kutters laufe, sehe ich niemanden. Durch Wiecks ungewohnt menschenleere Hafengegend begleiten mich nur ein paar hungrige Möwen. Es ist Samstag, kurz vor sieben Uhr. Nach einigen hundert Metern erkenne ich Ingo Ohlert, seit fast 50 Jahren Kapitän der Wieck 19, und seine Helfer. Sie stehen regungslos da und lauschen der freundlichen Computerstimme aus dem Ruderhaus. Die Wettervorhersage gibt zunächst Entwarnung und während wir nach knapper Begrüßung ins Boot steigen, geht es auch schon los.
Mit Fisch- und Ölgeruch in der Nase setzt sich das Schiff langsam in Bewegung. „Den Job wollte ich schon immer machen“, erzählt der 61-jährige Kapitän als wir unter dem schützenden Dach des Ruderhauses auf dem Schiff Platz genommen haben. Udo, der heute mithilft, sitzt neben mir. Die Augen des Rentners strahlen, als er anschließend erzählt, er sei aus purer Abenteuerlust manchmal mit an Bord, um mit anzupacken. Geld bekommt er dafür nicht, „aber man weiß ja nie was drin ist, in die Netz“. Unter dem gemächlichen Tuckern des Dieselmotors verlassen wir das Hafengebiet, um auf das Meer und zu den Aalreusen zu fahren. Monoton ist die Aussicht aus dem kleinen Fenster unseres Aufenthaltsplatzes. Schaue ich mich weiter um, fällt mir sofort das Durcheinander im Steuerhaus des elf Meter langen Kutters auf. Überall lugen Tüten und Utensilien hervor. Die Holzverkleidung trägt ein bizarres Muster aus getrockneten Fischschuppen. (mehr …)
von moritz.magazin | 17.10.2008
Pünktlich, sogar früher als verabredet, steht er wartend da. Er hat weder Ausreden erfunden, um nicht kommen zu müssen, noch den Termin verschoben. Erstaunlich, denn das Aufschieben gehört zu seinem Alltag. Vor allem wenn es um die Uni geht, schiebt er Aufgaben solange vor sich her, bis die Zeit knapp wird. (mehr …)
von moritz.magazin | 17.10.2008
Sie sind sich bisher nie begegnet, vollkommen fremd, nun suchen sie sich auf einem Bahnhof oder Parkplatz. Zuerst ihre fragenden Blicke und dann ein vorsichtiges Lächeln. Letzte Gewissheit besteht nach der Gretchenfrage: „Bist du X und fährst nach Y?“ (mehr …)
von moritz.magazin | 17.10.2008

Johannes Hübner (Foto: Arik Platzek)
Am Tag der ersten großen Greifswalder Fahrradverkehrszählung seit 1991 hat die Spannung den Geographiestudenten Johannes Hübner vermutlich lange wach gehalten. In einer Zwei-Wochen-Aktion war es ihm gelungen, 129 Studenten der Uni Greifswald zu finden, welche an 45 Zählpunkten im gesamten Stadtgebiet den Greifswalder Fahrradverkehr von 6 bis 20 Uhr zählen sollten.
Ziel seiner Projektarbeit in der Projektgruppe Klimaschutz: Grundlagen für ein zukünftiges Radverkehrskonzept für die Stadt Greifswald zu schaffen. In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Zölitz-Möller vom Geografischen Institut, sowie Gerd Imhorst und Karl Hildebrandt vom Stadtbauamt wurde ein Netz von Zählpunkten erarbeitet, das die Fläche der Stadt möglichst repräsentativ abdecken sollte. Insgesamt wurden 128 Straßenabschnitte des Haupt- und Nebenroutennetzes erfasst. Man ahnte, dass starke Veränderungen sich zeigen würden und war dann doch erstaunt. (mehr …)
von radio 98eins | 17.10.2008
Die Band, die Anfang 2008 aus den verbleibenden Mitgliedern von „My beloved polarbear“ entstand, lässt sich nicht in eine Schublade stecken. Zwischen Indie, Post-Rock und Alternativ entsteht ein ganz eigener, markanter Stil, bei dem der Sänger auch schon mal ein Triolasolo zum besten gibt!
Überzeugen könnt ihr euch davon am Freitag, dem 17.10. um 20 Uhr bei Saitensprung. Dort spielen sie nicht nur unplugged im Studio, sondern stellen sich auch mutig unseren Fragen und anderen exquisiten Herausforderungen.
von radio 98eins | 17.10.2008
Das Magazin – Am Puls der Stadt – ab 19.00 Uhr
Heute erfahrt Ihr im Magazin etwas über Johannes Hübner, der eine Studie veröffentlichte, bei der alle Fahrradfahrer in Greifswald gezählt wurden. Außerdem hört Ihr einen Bericht zum Abschluss der Gesundheitsreform, die einen Einheitssatz von 15,5 Prozent für alle gesetzlich Krankenversicherten beinhaltet. Moderiert wird das Ganze von Susann Lukas.
Saitensprung – ab 20.00 Uhr
Bei unserem Moderatorenteam Katja Haberecht und Marco Schade ist heute Abend die Band moana zu Gast. Musikalisch bewegen sie sich zwischen Indi, Post-Rock und Alternative. Doch moana spielen nicht nur unplugged im Studio, sondern stellen sich für Euch auch mutig unseren Fragen und anderen exquisiten Herausforderungen.
4 to the floor – Electronic Experience – ab 21.00 Uhr
Auch heute Abend hört Ihr bei 4 to the floor neben Sets aus den unterschiedlichsten Ecken der Erde auch DJ-Portraits, Trends und alles Wissenswerte aus der Partywelt. Außerdem stellen wir Euch Newcomer vor und lassen Euch Neuerscheinungen hören, die auf keinem Turntable fehlen sollten.