Das Problem mit den Flaschen

Das Problem mit den Flaschen

Wir, die Redakteur*innen der moritz.medien, machen uns natürlich auch weiterhin Gedanken über unsere Umwelt und berichten daher in einem zweiten Teil unserer Nachhaltigkeitskolumne über weitere Themen, Tipps und Gedanken, damit ihr euer Leben (noch) nachhaltiger gestalten könnt.

Wer schnell noch eine Limo oder ein Bierchen für den Nachmittag am Hafen einkaufen geht, wird sich sicherlich nicht stundenlang mit den Fragen aufhalten, ob sein Wunschgetränk nun in Glas, Aluminium oder Plastik verpackt ist, geschweige denn, ob die Verpackung dem Einweg- oder Mehrwegsystem angehört. Warum man sich aber der Umwelt zuliebe mehr Gedanken um die Verpackung seiner (nicht nur spontan gekauften) Getränke machen sollte und was das Ganze eigentlich mit dem Pfandsystem zu tun hat, verraten wir euch in diesem Beitrag.

Die Verpackung macht’s

Eine Verpackung mehrmals zu nutzen, anstatt sie jedes Mal zerstören und neu produzieren zu müssen, schont Ressourcen. Darüber war sich im Jahr 2003 auch die Politik einig, und führte deshalb das gesetzliche Pflichtpfand für Einwegflaschen ein. Damit sollte die Quote für Mehrwegflaschen auf 80 Prozent gesteigert werden. Man hoffte darauf, dass Kunden*innen so eher zu Mehrwegflaschen greifen würden, für die man der Sache nach schon immer Pfand zahlen musste, weil nun auch Einwegflaschen einem Pfand unterlagen. Doch genau das Gegenteil zum gewünschten Ziel trat ein, denn im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden Einwegflaschen immer beliebter. Der Anteil der Mehrweggetränkeverpackungen nimmt dagegen laut dem Umweltbundesamt kontinuierlich ab. So wurden im Jahr 2017 nur etwa 42 Prozent der Getränke in Mehrwegverpackungen abgefüllt. Im Vergleich dazu lag dieser Wert 2010 immerhin noch bei 48 Prozent. Mit Inkrafttreten des neuen Verpackungsgesetzes im Januar 2019 versuchte man diesem negativen Trend nun mit einer gesetzlich vorgeschriebenen Mehrwegquote von 70 Prozent entgegenzuwirken.

Wo war nochmal der Unterschied?

Nicht ohne Grund sieht das neue Verpackungsgesetz zudem auch vor, dass Supermärkte verpflichtet sind, schon am Getränkeregal deutlich auszuweisen, welche Produkte Einweg und welche Mehrweg sind. Dies ist für Verbraucher*innen nicht immer einfach und schon gar nicht am Pfand zu erkennen. Mittlerweile werden am Markt sogar Einwegflaschen in Mehrwegkästen angeboten, die Verwirrung ist also berechtigterweise groß.

Weniger verwirrend ist die Tatsache, dass Ein- und Mehrweggetränkeverpackungen erst einmal im gleichen Pfandautomaten landen. Jedoch werden PET-Einwegflaschen direkt vom Automaten zerdrückt und später zu sogenannten Flakes weiterverarbeitet, welche wiederum in neue PET-Einwegflaschen recycelt oder zum Beispiel zu Kosmetikverpackungen oder Fleece-Kleidung downgecycelt werden. Immer häufiger in den Regalen findet man auch wieder Getränkedosen aus Aluminium, die nach der einmaligen Benutzung eingeschmolzen und recycelt werden und deshalb ebenso zum Einweg zählen. Mehrwegflaschen werden dagegen nach der Rückgabe gereinigt und wieder befüllt. Sie können sowohl aus PET (Polyethylenterephthalat, einem in den meisten Fällen aus Erdöl oder seltener aus Zuckerrohr hergestelltem Kunststoff) bestehen oder aus Glas gefertigt sein.

Einige Getränkeverpackungen wie Milch- oder Saftkartons landen natürlich nicht oder nur versehentlich im Pfandrückgabeautomaten, da sie eigentlich in die Gelbe Tonne gehören. Auch sie werden nach einmaligem Gebrauch recycelt und zählen zum Einweg, besitzen allerdings aus den verschiedensten Gründen keinen Pfand.

Einweg vs. Mehrweg

Das neue Verpackungsgesetz macht das Erkennen von Mehr- und Einweg zwar etwas leichter, hat allerdings die Debatte um die Frage, welche von beiden Optionen weniger umweltschädlich ist, neu entfacht.

PET-Mehrwegflaschen können etwa 20 bis 25 Mal wieder befüllt werden. Im Falle von Mehrwegflaschen aus Glas sind es sogar bis zu 50 Mal. Weil Mehrwegflaschen häufiger genutzt werden können, verteilt sich der Aufwand in ihrer Produktion also anders als bei Einwegflaschen auf mehrere Lebenszyklen. Laut dem Bundesumweltamt sind Mehrwegflaschen deshalb deutlich umweltfreundlicher als Einwegflaschen, zusätzlich ist der Energie- und Ressourcenverbrauch für ihren Rücktransport und ihre Reinigung geringer als der Herstellungsaufwand für neue Einwegflaschen. Laut der Deutschen Umwelthilfe (DUH) lassen sich durch den konsequenten Einsatz von Mehrwegflaschen jährlich 480.000 Tonnen Rohöl und Erdgaskondensate zur Neuherstellung von Einwegplastikflaschen einsparen.

Trotzdem setzt die Industrie vermehrt auf PET-Einwegflaschen. Das liegt vor allem am Faktor Geld. Einwegflaschen sind nicht nur in ihrer Herstellung günstiger, denn ihr Transport nach Rückgabe am Pfandautomaten ist mit deutlich weniger logistischem Aufwand und entsprechend niedrigeren Kosten verbunden. Natürlich lassen sich zusammengepresste Plastikflaschenblöcke besser transportieren als gestapelte Mehrwegkästen, weil sie zum einen weniger wiegen und sich zum anderen mehr Flaschen auf einmal transportieren lassen. Auch bei den Verbraucher*innen sind die PET-Einwegflaschen aufgrund ihres geringen Gewichts beliebt, aber letztendlich werden Getränke in Einwegflaschen vor allem aufgrund ihrer geringen Preise gekauft.

Diese können nicht nur wegen der günstigeren Logistik und den niedrigeren Herstellungskosten zustande kommen, sondern auch weil Einwegflaschen, laut einer Dokumentation des NDR, ungewollt vom Staat subventioniert werden. So führen die Befreiungen von der EEG-Umlage besonders stromintensiver Unternehmen, zu welchen vor allem Einwegflaschenhersteller und nicht Reinigungs- und Abfüllfirmen für Mehrwegflaschen gehören, zu Kosteneinsparungen dieser Betriebe. Das BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die DUH fordern deshalb eine Lenkungsabgabe von 20 Cent pro gekaufter Einweggetränkeverpackung, um die Preisunterschiede zwischen Ein- und Mehrweg anzugleichen.

PET-Einweg per se schlecht?

Man kann sich durchaus einmal die Frage stellen, ob die PET-Einwegflasche ihren Ruf als Umweltsünde verdient hat. Der Lobbyverband der Bund Getränkeverpackungen der Zukunft (BGVZ) sieht gerade im geringen Gewicht der Einweggetränkeverpackung entgegen der Ansicht des Umweltbundesamts einen großen Vorteil, weil dies zusätzlich zur Einsparung von Kohlenstoffdioxid beim Transport beiträgt. Darin sieht der BGVZ zusammen mit einem hohen Recyclatanteil (Anteil des Herstellungsmaterials, welches aus zuvor recycelten Einwegflaschen stammt) in neu produzierten Einwegflaschen die Einsparung von wertvollen Rohstoffen und Energie.

Laut der Deutschen Umwelthilfe werden etwa 99 Prozent der Einwegflaschen recycelt, allerdings wird nur ein Drittel von ihnen zu neuen Flaschen verwertet. Der Rest wird downgecycelt. Das liegt vor allem daran, dass neues PET günstiger als das recycelte PET ist. Trotzdem gibt es mittlerweile Firmen, die bewusst auf einen sehr hohen Recyclatanteil ihrer Einwegflaschen hingearbeitet haben. Dem Getränkehersteller Bad Dürrheimer hat es geschafft, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem es möglich ist, eine Einwegflasche mit 100 Prozent Recyclatanteil herzustellen, und sein Sortiment dementsprechend umgestellt. Damit ist das Unternehmen allerdings eine Ausnahme, denn im Jahr 2017 lag der durchschnittliche Anteil von Recyclat in Einwegflaschen bei nur 26,6 Prozent. Ressourcen wie Erdöl werden derzeitig also nur zum Teil geschont. Die DUH hält daneben selbst Flaschen aus 100 Prozent Recyclat für keine geeignete Lösung, weil bei der Aufbereitung der Recyclate viel Energie verbraucht wird. Sie bestreitet, dass es einen geschlossenen Materialkreislauf gibt, wie es der BGVZ behauptet.

Das neue Verpackungsgesetz schreibt übrigens einen Recyclatanteil von 58,8 Prozent vor. Was aber passiert, wenn das und die geforderte Mehrwegquote von 70 Prozent von den Herstellern nicht umgesetzt werden, steht nicht im Gesetz geschrieben. Es heißt also erst einmal abwarten und [hier beliebiges Getränk einfügen] trinken. Genauso müssen wir weiterhin auf eine neue Ökobilanz (Verfahren, das umweltrelevante Vorgänge erfasst und bewertet) warten, um mit Sicherheit sagen zu können, ob Einwegflaschen und ihr sehr hoher Recyclatanteil mit der Ökobilanz von Mehrwegflaschen mithalten können.

Einweg, Mehrweg, Ausweg?

Weil momentan nur einzelne Hersteller PET-Flaschen mit einem Recyclatanteil von 100 Prozent anbieten und noch nicht geklärt ist, welche Ökobilanz diese gegenüber herkömmlichen Mehrwegflaschen besitzen, sollten wir auf dem Weg zum Hafen lieber zur Mehrwegflasche aus Glas oder PET greifen. Zusätzlich dazu sollten wir auch Getränke so regional wie möglich kaufen. Wer sich bei seiner Kaufentscheidung jetzt immer noch nicht sicher fühlt, der Umwelt aber trotzdem etwas Gutes tun will, trinkt am besten Leitungswasser. Das hat in Deutschland nicht nur eine hervorragende Qualität, sondern ist auch günstig und kann am Wasserhahn eurer Region gezapft werden.

Mehr Infos für euch:

Seite des Umweltbundesamtes: https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/essen-trinken/mehrwegflaschen

Seite der Deutschen Umwelthilfe (DUH): https://www.duh.de/mehrweg-klimaschutz0/

Seite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU): https://www.bmu.de/faqs/einweg-und-mehrweg/

Seite der Bundeszentrale für politische Bildung: https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/152198/10-jahre-dosenpfand-28-12-2012

Seite des Natursschutzbund (NABU): https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/ressourcenschonung/einzelhandel-und-umwelt/mehrweg/nabumehrwegguide.html

Seite der Verbraucherzentrale: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/abfall/mehrweg-oder-einweg-verwirrung-total-beim-pfand-11504

Seite des Bund Getränkeverpackung der Zukunft (BVGZ): https://www.bgvz.de/

Seite des Deutschen Pfandsystems (DPG): https://dpg-pfandsystem.de/index.php/de/

Für ganz Interessierte:

Doku des ZDF: “Ab in die Presse – das Mehrwegmärchen”

Doku des Handelsblatt: “Einweg-Pfandflaschen: Auf der Spur der PET-Flasche”

Doku des NDR: “Einwegflaschen bevorzugt gegenüber Mehrwegflaschen: Subventionen durch EEG”

Doku von Puls: “Warum verschwinden so viele Bierflaschen? Dem Pfand auf der Spur”

Beitragsbild: Nick Fewings auf Unsplash

Umgekrempelt: Zauberwürfel lösen lernen

Umgekrempelt: Zauberwürfel lösen lernen

Kennt ihr das, wenn man mal was Neues ausprobieren will, aber am Ende alles beim Alten bleibt? Uns jedenfalls kommt das sehr bekannt vor, deswegen haben wir uns für euch auf einen Selbstoptimierungstrip begeben. In dieser Kolumne stellen wir uns sieben Tage als Testobjekte zur Verfügung. Wir versuchen für euch mit unseren alten Gewohnheiten zu brechen, neue Routinen zu entwickeln und andere Lebensstile auszuprobieren. Ob wir die Challenges meistern oder kläglich scheitern, erfahrt ihr hier.

Obwohl viele Menschen ein klares Bild vor Augen haben, wenn man von einem Zauberwürfel spricht, sind nur wenige von ihnen im Stande die durcheinander gebrachten Farben des Würfels wieder zu ordnen. Auch mir war immer bewusst, was es mit dem Zauberwürfel auf sich hat, ihn zu lösen habe ich als Kind allerdings nie hinbekommen. Irgendwann landete das Ding vor lauter Frust in der Ecke des unaufgeräumten Kinderzimmers und ich frage mich bis heute, wo es denn eigentlich hin ist.

Für mein Vorhaben, nach knapp 15 Jahren nun endlich die richtige Lösung des Rätsels zu lernen, kaufe ich mir deshalb einen nagelneuen Zauberwürfel, der übrigens auch als Rubik’s Cube bezeichnet wird, weil er von dem aus Ungarn stammenden Architekten Ernő Rubik in den siebziger Jahren erfunden wurde. Mittlerweile findet man auf dem Markt nicht nur den klassischen 3×3 Würfel, sondern auch größere Varianten mit außergewöhnlichen Farbkombinationen oder Formen. Für meine Zwecke wird erstgenannter wohl aber völlig ausreichen, schließlich möchte ich mein gestecktes Ziel, den Würfel nach sieben Tagen mit je 30 bis 45 Minuten Übungszeit lösen zu können, auch erreichen. Eine bestimmte Zeit für die eigentliche Lösung des Würfels, auf die es beim immer beliebter werdenden sogenannten Speedcubing ankommt, setze ich mir allerdings nicht.

Montag

Zehn Minuten überlege ich, aus Angst den neuen Würfel nie wieder in sein geordnetes Dasein zurück bringen zu können, ob ich ihn überhaupt zerstören soll. Ich tue es dann doch und versuche eine halbe Stunde durch unkoordiniertes Drehen die Farben wieder zu sortieren. Das gelingt mir leider nicht wirklich. Insgeheim hatte ich gehofft, wie auf wundersame Weise ein Naturtalent zu sein und den Würfel auf Anhieb lösen zu können. Der Zauberwürfel landet jedoch nach einer weiteren viertel Stunde in der Ecke meines Zimmers und wird aus Frust bis zum nächsten Tag ignoriert.

Dienstag

Weil es ohne nicht klappen will, versuche ich es mit einer Anleitung aus dem Internet. In der Ansicht, dass es damit bestimmt ganz einfach und schnell geht, habe ich mich allerdings getäuscht. Zumindest weiß ich jetzt, dass ein Zauberwürfel über 43 Quintillionen verschiedene Kombinationsmöglichkeiten besitzt und aus sechs festen Mittelstücken, acht Eck- und 12 Randteilen besteht. Ich erfahre, dass man für seine Lösung, verschiedene Algorithmen auswendig lernen muss. An meine Grenzen komme ich bereits bei der Erklärung, in welche Richtung man welche Seite wie oft drehen muss und bin verwirrt. Dennoch versuche ich die weiße Seite des Würfels zu lösen und schaffe es immerhin ein weißes Kreuz zu erzeugen. Die Anleitung verlangt dann von mir, die restlichen weißen Ecken nach Intuition zu lösen. Diese scheint bei mir schlichtweg nicht vorhanden zu sein. Ich bin abermals frustriert und deshalb landet der Würfel wieder in der Ecke meines Zimmers.

Mittwoch

Ich versuche mich mit dem Gedanken aufzumuntern, dass vielleicht nicht ich, sondern einfach die Anleitung doof war. Auf Empfehlung eines Freundes versuche ich es deshalb mit einem Erklärvideo auf Youtube. Und tatsächlich funktioniert das wie am Schnürchen. Ich schaffe es, die weiße Seite komplett und zusätzlich dazu die ersten beiden Schichten des Würfels zu lösen. Vielleicht besitze ich ja doch mehr Intuition als ursprünglich angenommen.

Donnerstag

Ich mache dort weiter, wo ich mit dem Youtube-Video aufgehört hatte. Nach einigen Fehlschlägen, weil ich bei den Algorithmen anscheinend etwas falsch gemacht habe, muss ich ganz von vorne anfangen den Würfel zu lösen. Ich brauche fünf Anläufe bis ich es tatsächlich schaffe, den kompletten Zauberwürfel zu lösen. Eigentlich wäre mein Ziel damit ja schon erreicht, aber irgendwie fühlt sich das wie Schummeln an, weil der Würfel weniger durch mich, sondern durch höhere Mathematik (die ich wohl nie verstehen werde) gelöst wird.  Einfach nur ablesen, in welche Richtung man zu welchem Zeitpunkt drehen muss, kann ja eigentlich jede*r. Ich setze mir deshalb das neue Ziel, den Würfel ohne weitere Hilfsmittel lösen zu können, mir die Algorithmen in den übrigen Tagen also einzuprägen.

Freitag

Ich übe weiterhin den Würfel zu lösen. Ohne Anleitung klappt das mittlerweile zumindest bis zur Hälfe sehr flüssig.  Die längeren Algorithmen, die ich brauche um den Würfel vollständig zu sortieren, kann ich mir aber einfach nicht merken und brauche einen Spickzettel. Mit diesem löse ich aber einen Würfel nach dem anderen und komme mir vor, wie das größte Genie aller Zeiten.

Samstag

Dass ich aber nicht das größte Genie aller Zeiten bin, weiß ich längst und wird mir auch dadurch wieder bewusst, weil ich mir die langen Algorithmen immer noch nicht merken kann. In den letzten Zügen zur Lösung des Würfels mache ich Fehler und kann dann immer wieder von vorne beginnen. Das macht mich verrückt und abermals macht sich Frustration bei mir breit. Der Würfel landet wie so oft in dieser Woche in der Ecke meines Zimmers.

Sonntag

Trotz harter Bemühungen habe ich die langen Algorithmen immer noch nicht wirklich drauf. Den Würfel mit meinem selbstverfassten Spickzettel zu lösen, fällt mir allerdings immer leichter.

Fazit

Letztendlich hat es geklappt die Frustration aus Kindheitstagen zu überwinden und den Zauberwürfel zu lösen. Ein kleines bisschen stolz bin ich irgendwie schon, wenn ich es auch leider nicht geschafft habe, den Zauberwürfel komplett ohne meinen Spickzettel zu lösen. Ich bin zuversichtlich, dass ich es mit ein wenig mehr Zeit schaffen werde, mir die Algorithmen zu merken. Zum Schluss bleibt zu sagen, dass mit der richtigen Anleitung und dem nötigen Durchhaltevermögen, jede*r in der Lage ist, den Zauberwürfel zu lösen. Zwar werden nur die wenigsten unter uns mit Rekordzeiten von unter fünf Sekunden mithalten oder den Würfel einhändig lösen können, aber das sollte euch nicht davon abhalten, selbst einmal zu versuchen das Rätsel des Zauberwürfels zu entschlüsseln. Das wohltuende Gefühl einen wieder geordneten Würfel in der Hand zu halten ist die Mühe auf jeden Fall wert.

Hier findet ihr das Video zum Erlernen auf Youtube – https://www.youtube.com/watch?v=R-R0KrXvWbc

Digitales Fischerfest

Digitales Fischerfest

In Anbetracht der Corona-Pandemie wurde das Fischerfest Gaffelrigg dieses Jahr bedauerlicherweise abgesagt. Zum Glück müssen wir trotzdem nicht ganz auf die Atmosphäre der sonst von etwa 50.000 Menschen besuchten Veranstaltung verzichten, denn ab morgen, dem 17. Juli 2020, sind zahlreiche digitale Angebote geplant.

Interessierte können sich ab Freitag nicht nur durch die Highlights der letzten Jahre in einer Bildergalerie klicken, sondern auch einem virtuellen Rundgang auf der Greif folgen. Weitere maritime Videos und der Ausblick aus dem Riesenrad sollen die Wartezeit auf das Fischerfest im nächsten Jahr verkürzen.

Für all diejenigen, deren Internet mal wieder Probleme macht, lädt ab Freitag eine reale (!) Bildergalerie in Wieck, insbesondere an der Wiecker Brücke, zum Staunen ein. Für diese rief das Fischerfest Gaffelrigg Kinder dazu auf, ihre schönsten Erlebnisse vom Fischerfest auf Papier festzuhalten. Die über 100 eingegangen Werke können wunderbar bei einem kleinen Spaziergang betrachtet werden und machen sicherlich Lust auf das Fest im nächsten Jahr.

Wer kurzzeitig dem Prüfungsstress und den näher rückenden Abgabefristen für Hausarbeiten entkommen möchte, kann unter den folgenden Seiten dem Geschehen des digitalen Fischerfests folgen und in Erinnerungen an vergangene Jahre schwelgen:

Homepage der Stadt Greifswald – www.greifswald.de/fischerfestgaffelrigg
Facebook – facebook.com/stadtgreifswald
Instagram – instagram.com/hansestadt_greifswald

Beitragsbild: Flyer Fischerfest Gaffelrigg; Universität- und Hansestadt Greifswald

Sammeln statt Kaufen

Sammeln statt Kaufen

Wir, die Redakteur*innen der moritz.medien, machen uns natürlich auch weiterhin Gedanken über unsere Umwelt und berichten daher in einem zweiten Teil unserer Nachhaltigkeitskolumne über weitere Themen, Tipps und Gedanken, damit ihr euer Leben (noch) nachhaltiger gestalten könnt.

Es ist Mai. Bärlauch, Waldmeister und ebenso die ersten Holunderblüten sprießen und gedeihen zu dieser Jahreszeit. Um sich ein leckeres Pesto, eine erfrischende Brause oder einen wohltuenden Sirup aus ihnen herstellen zu können, muss man jedoch erst einmal an sie herankommen. Warum nicht einfach mal in die Natur losziehen und die Pflanzen sammeln gehen, anstatt wie üblich im Supermarkt dafür zu bezahlen?

Dafür muss man zunächst einmal wissen, wo Bärlauch und Co überhaupt wachsen. Zum Glück schafft die Internetseite mundraub.org für alle Unwissenden unter uns Abhilfe! Auf einer interaktiven Karte der Plattform kann man einsehen, an welchen Stellen sich öffentliche Nutzpflanzen befinden, welche im Gegensatz zu Pflanzen auf privaten Grundstücken von jedermann abgeerntet werden dürfen. Wenn diese Orte zur richtigen Jahreszeit aufgesucht werden, steht dem Sammeln nichts mehr im Wege.

Meist muss man sich dafür nicht einmal weit von seinem eigenen Zuhause entfernen, denn der nächste Obstbaum steht wahrscheinlich nur ein paar Straßen weiter. Schnell wird man sich bei dem Gedanken ertappen, warum einem das eigentlich nicht schon viel früher aufgefallen ist.

Nahrung selbst zu sammeln, freut übrigens nicht nur den Geldbeutel, sondern verhindert auch Ressourcen zu verschwenden. Am Ende hat niemand etwas davon, wenn Fallobst ungenutzt auf dem Boden vergammelt. Über unnötige Plastikverpackungen muss man sich beim Sammeln übrigens auch nicht ärgern und ganz nebenbei lernt man, seine Umgebung mit anderen Augen zu sehen.

So kommt es schon einmal vor, dass man selbst weiß, wo sich eine gute Stelle zum Sammeln befindet. Dieser Fundort kann dann ebenfalls in die interaktive Karte eintragen werden und wird so für andere mundräuber*innen sichtbar. Vorher muss man sich allerdings vergewissern, dass die Pflanze wirklich auf öffentlichem Grund steht und im Zweifelsfall die untere Naturschutzbehörde, das Grünflächenamt oder die Straßenverkehrsbehörde danach befragen. Ebenfalls Vorsicht geboten ist bei der gesammelten Ware selbst. Stets ist sicherzustellen, keine falschen und eventuell giftigen Lebensmittel zu sammeln.

Und nun? Werft einen Blick in den Erntekalender von mundraub.org, schnappt euch Körbe, Schüsseln, Beutel und sammelt, was das Zeug hält!

Bis die richtige Pilzsaison beginnt, dauert es zwar noch ein wenig, mit diesem Artikel könnt ihr euch allerdings schon mal auf das Pilze sammeln einstimmen.

Beitragsbild: Pascal Debrunner auf Unsplash
Banner: Jonathan Dehn

Spieleabend mal anders

Spieleabend mal anders

Schon viel zu lange ist es her, dass man seine Liebsten für einen gemütlichen Spieleabend zu sich nach Hause eingeladen hat. Statt ausgelassenem Beisammensein im Wohnzimmer langweilen wir uns alleine auf der Couch. Aber damit ist jetzt ein für alle Mal Schluss! Denn wir haben für euch die besten Tipps, wie ihr die Zeit trotz Zwangsdistanz möglichst spaßig im Freundeskreis gestalten könnt.

Für euren virtuellen Spieleabend, den ihr übrigens auch zu jeder anderen Tageszeit veranstalten dürft, benötigt ihr lediglich ein Handy, Tablet oder einen Computer. Neben dem nötigen Ehrgeiz gegen eure Freund*innen zu gewinnen, solltet ihr außerdem eine einigermaßen stabile Internetverbindung besitzen. Besonders lustig wird die Spielrunde übrigens, wenn man nebenbei telefoniert. Natürlich sind aller hier vorgestellten Spiele mindestens in der Basisversion kostenlos.

Quizduell

Mit der App Quizduell könnt ihr euren eigenen Wissensstand und den der Konkurrenz auf die Probe stellen. Vor allem die Besserwisser*innen unter uns kommen mit diesem Spiel auf ihre Kosten. Leider ist es nicht möglich, im Team gegeneinander anzutreten, sondern immer nur nacheinander gegen eine weitere Person zu spielen. Trotzdem ist es das perfekte Spiel für zwischendurch, es macht Spaß und nebenbei kann man sogar noch etwas lernen.

UNO

Auch auf das allseits beliebte Kartenspiel UNO muss nicht verzichtet werden. Innerhalb der App kann man sich anhand seiner persönlichen Spiel-ID mit anderen Spielenden vernetzen. Zwar ist das Spiel nicht ganz so dynamisch wie im echten Leben, aber zumindest kann sich keiner über die Regeln streiten, denn diese sind in der App vorgegeben. Dafür ist es möglich in Zweierteams gegeneinander anzutreten und so die eigenen Gewinnchancen zu maximieren.

Mario Kart Tour

Durch die App Mario Kart Tour werden Kindheitserinnerungen neu entfacht. Auch hier kann man sich anhand einer individuellen ID mit seinen Freund*innen verbinden. Bevor man sich in die kleinen Autorennen mit bis zu sieben Mitspielenden begeben kann, muss allerdings ein Level allein durchgespielt werden, erst dann schaltet sich der Freundschaftsmodus frei. Dadurch kann man sich zumindest ein bisschen auf die merkwürdige Lenkung per Touchscreen einstellen. Hat man sich daran gewöhnt, steht dem Spielspaß nichts mehr im Wege.

Stadt, Land, Fluss

Ganz einfach und vor allem ohne Anmeldung kann man auf dieser Internetseite Stadt, Land, Fluss spielen. Andere Personen kann man unkompliziert per Link zu einer Spielrunde einladen. Die Länge der Spielrunde und die Kategorien kann man dabei selbst bestimmen. Unter anderem stehen auch die Kategorien Todesursache oder Computerspiele zur Auswahl, welche für frischen Wind beim Spielen sorgen. Zudem kann man die Ergebnisse selbst kontrollieren und sich natürlich weiterhin darüber streiten, ob Wal-, Giraffen- oder Tigerzüchter*in eigenständige Berufe sind.

Skribbl

Wer keine Lust auf Wörter hat, kann auf der Internetseite skribbl.io seine zeichnerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Während man selbst einen Begriff zeichnet, müssen Mitspielende diesen erraten. Wer am schnellsten rät, erhält die meisten Punkte. Macht nicht nur wahnsinnig viel Spaß, sondern auch hier ist keine Anmeldung erforderlich. Andere Personen können einfach per Link zu einer Runde Skribbl eingeladen werden.

Zum Schluss bleibt uns jetzt nichts anderes übrig, als euch viel Spaß beim Ausprobieren der Spiele zu wünschen. Bleibt weiterhin gesund und munter!