retro.kolumne: Polly Pocket

retro.kolumne: Polly Pocket

Retro, retro, retro yeah! Die neue Kolumne über alte Dinge. Kennt Ihr diese Spiele, Filme, Accessoires noch? Aus der Kindheit, meist noch aus den 90ern stammen sie und sind vielleicht ja doch noch ein Guilty Pleasure des einen oder anderen.

Kleine Puppen ganz groß

Polly Pocket ist sicherlich jedem Kind der 90er ein Begriff. Der britische Designer Chris Wiggs ahnte aber bestimmt nicht, dass sich seine Erfindung eines Tages so großer Beliebtheit erfreuen würde, als er aus einer leeren Puderdose ein Haus samt Miniaturpuppe für seine Tochter zauberte. Doch genau das war der Fall, als er seine Idee 1989 der Firma Bluebird Toys vorstellte: Die ersten Polly Pockets waren geboren.

Polly Pockets, das sind also Plastikdosen zum Zusammenklappen, in denen sich immer eine Spielwelt mit passenden Figuren befindet: klein genug für jede Handtasche, aber gerade groß genug, um mit den Puppen die detailreiche Welt der Schatulle erkunden zu können. Die eigentlichen Figuren bestanden zunächst aus zwei Teilen, die durch ein Scharnier in der Mitte bewegt werden konnten. Anfangs wurden die etwa zehn Zentimeter großen Dosen noch schlicht gehalten. Später waren einige sogar mit Licht oder Musik ausgestattet. Je nach Set konnten die Puppen, welche unter Kennern auch Pollys genannt werden, nach Herzenslust am Strand Urlaub machen, zu Hause kochen oder im Ballsaal eines Märchenschlosses tanzen. Im Laufe der Jahre konnten dann sogar die Körperteile der Figuren einzeln bewegt werden. In einigen Spieldosen wiederum waren Magnete enthalten, mit denen man die ebenfalls magnetisierten Puppen von außen steuern konnte.

Neben der Reihe Polly Pocket stellte die Firma Bluebird Toys ab 1992 übrigens auch eine Reihe namens Mighty Max her, welche ein eher dunkles und gruseligeres Pendant zu Polly Pockets darstellte. Die Dosen sahen unter anderem aus wie Totenschädel oder Skorpione und enthielten verschiedenste Abenteuerwelten.

Unter dem Namen Disney Tiny Collection erschienen dann auch Spieldosen angelehnt an beliebte Disneyfilme, wie König der Löwen oder Arielle.

Sammlerherzen schlagen höher

Gerade wegen der Liebe zum Detail waren Polly Pockets in den 90ern so beliebt und sind mittlerweile zu echten Sammlerobjekten geworden. Einige der seltenen Sets bringen einem heute bis zu 100 Euro ein. Falls ihr also zufällig alte Polly Pockets besitzt, lohnt sich der Blick in die Spielzeugkisten vergangener Kindheitstage durchaus.

Aber aufgepasst, nicht alle Polly Pockets sind dabei gefragt! Durch den Verkauf von Polly Pocket im Jahr 1998 an die Firma Mattel, welche auch die Barbie auf den Markt gebracht hatte, wurde die Produktion zwar zunächst unverändert fortgeführt, dann aber durch ein neues Konzept ersetzt. So wuchsen die kleinen Figuren seit 2002 auf satte acht Zentimeter an und bestanden jeher nicht mehr aus Hart- sondern Weichplastik. Letztere konnten dann mit Kleidung, verschiedensten Accessoires und sogar Perücken beschmückt werden. Das alte Konzept von Bluebird Toys verschwand in den letzten 17 Jahren vollkommen von der Bildfläche und ist gerade deswegen so heiß begehrt unter Sammlern.

Alte Liebe rostet nicht

Seit diesem Jahr produziert Mattel allerdings tatsächlich wieder Figuren und Schatullen, die dem damaligen Konzept nachempfunden sind. Die neue „alte“ Generation der Polly Pockets ist zwar nicht mehr ganz so detailliert wie früher, aber wer weiß schon, ob sie in 20 Jahren nicht trotzdem an Wert gewinnen wird.

Wer sein Glück versuchen möchte, macht sich am besten auf den Weg in das nächste Spielwarengeschäft, kauft das gesamte Polly-Pocket-Sortiment auf und verstaut es für die nächsten 20 Jahre in der hintersten Ecke seines Schrankes. Und wer nicht von dieser Idee überzeugt ist, ärgert sich in ein paar Jahren vielleicht genauso wie ich, dies nicht getan zu haben.

Beitragsbild: Nina Jungierek; Banner: Jonathan Dehn

Improvisationstheater am Samstag

Improvisationstheater am Samstag

Am ersten Juni ist wie immer Kindertag. Passend dazu lädt uns die Improvisationsgruppe Ma’Ma Ernst vom StuThe Greifswald an diesem Abend um 20 Uhr zu ihrem Stück Kindheitsträume ein.

Aber was ist Improvisationstheater eigentlich? Vergleichen kann man es mit einem normalen Theater. Größter und auch wichtigster Unterschied ist allerdings: Improtheater kommt ohne ein vorher einstudiertes und festgelegtes Theaterstück aus. Das macht es zu einem einzigartigen Erlebnis! Kein Stück ist wie das andere, denn auch das Publikum darf mitten im Geschehen Impulse geben. Manchmal führt eben gerade das zu nicht enden wollenden Lachanfällen.

Für alle Interessierten unter Euch findet das außergewöhnliche Spektakel wie immer im Studententheater in der Franz-Mehring-Straße 48 statt. Für 6 Euro wird einem hier Eintritt gewährt, wobei man als Student*in Glück hat und nur 4 Euro zahlt. Einlass ist bereits ab 19.30 Uhr. Wenn Ihr also Lust auf einen spannenden Abend habt, solltet Ihr das auf keinen Fall verpassen!

Foto von Rob Laughter auf Unsplash

Feiern mal anders!

Feiern mal anders!

Ihr habt noch keine genauen Pläne für das Wochenende und wollt mal wieder etwas Außergewöhnliches erleben? Dann haben wir vielleicht genau den richtigen Tipp für Euch! Am Samstagabend (13.04.) steigt nämlich die erste Silent Party in Greifswald. Ab 23 Uhr könnt ihr im Mensaclub das Tanzbein schwingen, für schmale 5€ Eintritt für Studierende. Das Besondere hierbei: Es läuft keine laute Musik, sondern jeder Gast bekommt einen eigenen Kopfhörer ausgehändigt. Die speziellen Kopfhörer leuchten in unterschiedlichen Farben und zeigen so an, in welchem der drei verschiedenen Musikkanäle Ihr Euch gerade befindet. Welche Musik im dritten Kanal läuft, bestimmt Ihr an diesem Abend selbst. Hier dürft Ihr dafür Eure Wunschtitel in eine offene Spotify-Playlist eintragen. Wird Euch die Musik dann doch zu viel, einfach Kopfhörer abnehmen und die Stille genießen. Also, wenn das nicht außergewöhnlich ist, wissen wir auch nicht weiter!

Wir wünschen Euch ein wunderschönes Wochenende und viel Spaß bei der Party!

Beitragsbild: Emmanuel bei Unsplash

Badespaß im Theater Greifswald

Badespaß im Theater Greifswald

Gutes Wetter, laute Musik, reichlich Alkohol und viel nackte Haut – bei ausgelassener Stimmung wird im kleinen Ostseestädtchen Greifswald sauniert und anschließend nur in Handtüchern gekleidet das Tanzbein geschwungen. Nichts lässt zu diesem Zeitpunkt erahnen, welche Wendung dieses idyllische Treiben erwartet.

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Plastikfreies Badezimmer – Aber wie?

Plastikfreies Badezimmer – Aber wie?

Die Redakteur*innen der moritz.medien haben sich schon immer einen Kopf um unsere Umwelt gemacht und darüber berichtet. In unserer neuen Kolumne erzählen wir euch, was wir über das Thema Nachhaltigkeit denken und geben euch viele hilfreiche Tipps, um euer Leben (noch) nachhaltiger zu gestalten. (mehr …)