Unternehmer auf Luxus-Demo für Kohlekraftwerk

Bockwurst, Glühwein und Musik – von den Dächern einer Sporthalle und eines Großzelts vor dem ersten Schnee der Saison geschützt, hielten Vorpommerns Unternehmer eine Kundgebung für den Bau des Steinkohlekraftwerks ab. Abgesehen von den kämpferischen Redebeiträgen ging es vorher und nachher sehr heiter zu – die Unternehmer schienen sich ihrer Sache sicher zu sein. Einer handvoll Kraftwerks-Gegner gelang mit Transparenten allerdings eine kurze Störung der Veranstaltung.

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Das Datum war nicht zufällig gewählt: Heute war der letzte Tag der Anhörungen im Zuge des Genehmigungsverfahrens für das Kraftwerksprojekt. Zu Beginn der Anhörungen hatten 200 Gegner gegen das Kraftwerk protestiert. „Wir haben damals gedacht: Das können wir auch“, sagte Gerold Jürgens, ehemaliger Mitarbeiter im Kernkraftwerk Lubmin und heute Präsident des Unternehmerverbands Vorpommern, nachdem er würdevoll zu den Klängen von „Final Countdown“ in die Halle eingezogen war.

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Historisches Institut: Situation hat sich mit Stud.IP verbessert

Zu Anfang des laufenden Semesters hatte der webMoritz über überfüllte Seminare und die Einführung des Stud.IP-Systems am Historischen Institut berichtet. Seit diesem Semester müssen sich alle Geschichtsstudenten in ihre Kurse über das Internet-System „Stud.IP“ einschreiben.

Professor Spieß

Der geschäftsführende Direktor des Historischen Instituts, Professor Karl-Heinz Spieß, bilanziert im Gespräch mit dem webMoritz: „Die Einführung des neuen Systems hat sich gelohnt.“ Bei einer Mitarbeiterversammlung des Instituts, bei der auch der Fachschaftsrat zugegen gewesen sei, habe sich kein Widerspruch gegen das System erhoben. Daher sei fest geplant, die Technik auch für die nächsten Semester zu verwenden.

Spieß erinnert sich aber auch, dass das System zu Beginn des Semesters für reichlich Diskussionsstoff gesorgt hat: „In meinem Seminar gab es eine hitzige Debatte, ob der automatische Losentscheid über die Teilnahme gerecht sei“, sagt er. Es seien aus über 150 Bewerbern lediglich 40 ausgelost worden. Dabei galt das Zufallsprinzip, der Zeitpunkt der Anmeldung (innerhalb einer mehrwöchigen First) war egal. (mehr …)

Samstag: Dvořák-Konzert im Dom

Den festlichen Abschluss der vom Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft veranstalteten Konzertreihe „Greifswalder November“ bildet am kommenden Samstag, dem 22. November, ein Konzert mit geistlicher Vokalmusik des böhmischen Komponisten Antonin Dvořák (1841-1904). Das Konzert beginnt um 20 Uhr im Dom. Geleitet werden das Philharmonische Orchester Vorpommern und der Greifswalder Domchor von Kirchenmusikdirektor Professor Jochen A. Modeß.

Kirchenmusikdirektor Prof. Jochen A. Modeß

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Unternehmer und Umweltschützer demonstrieren für Kohlekraftkraftwerk

Das in verschiedenen Medien großspurig als „Demonstration“ angekündigt worden war, scheint doch nur eine gesittete Kundgebung zu werden: Am kommenden Freitag will der Unternehmerverband Vorpommern mit einer Veranstaltung seine Meinung zum geplanten Kohlekraftwerk in Lubmin (bei Greifswald) kundtun.

Und auch die Kraftwerksgegner rufen dazu auf die Veranstaltung zu besuchen.

Nur ein kleiner Klecks in der Landschaft? So zumindest in der Darstellung der Betreiber.

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Ostsee-Pipeline: Kommt sie oder kommt sie nicht?

Neben dem umstrittenen Kraftwerksbau gerät auch das zweite Großprojekt am Möchtegern-Industriestandort Lubmin in Frage: Die Ostseepipeline, die Deutschland direkt mit russischem Gas versorgen soll, soll in Lubmin aus der Ostsee kommen. Derzeit läuft das Genehmigungsverfahren für das Großprojekt.

Logo der Pipeline-Baufirma

Der russische Ministerpräsident Putin stellte jedoch vor einigen Tagen öffentlich den Bau der Gaspipeline in Frage. So wurde es zumindest in zahlreichen Medien mitgeteilt. Putin wurde von der Agentur Reuters zitiert: „Europa muss sich entscheiden, ob es diese Leitung braucht oder nicht. […] Es steht ihnen [den Europäern] frei, sich das selbst auszurechnen“. (mehr …)