Unser Programm am 20.10.

Das Magazin – Am Puls der Stadt – ab 19.00 Uhr

Auch heute geht es wieder um aktuelle Themen und News aus Greifswald und Umgebung. Ihr hört einen Bericht zum 1. Jahreskongress zur politischen Bildung in MV, der unter dem Motto “Politische Bildung im Umbruch“ stand. 120 Teilnemer diskutierten am Samstag über Herausforderungen und Chancen der politischen Bildung in Mecklenburg-Vorpommern. Außerdem berichten wir über das Modellprojekt “Aktiv im Alter“, welches Gesundheit, Bewegung und Bildung unserer greifswalder Altgemeinde fördern soll. Um die Wünsche der Älteren zu erfüllen und sie aktiv einzugliedern, soll ganz Greifswald mit einem Zuschlag von 10.000 Euro für Senioren attraktiver gemacht werden.

CampusCharts – Ganz nach oben gewählt – ab 20.00 Uhr

Und wieder buhlen die Bands dieser Welt um die Rangfolge in den CampusCharts:Es geht um die Plätze elf bis eins, dazu wie jedes Mal acht Neuvorstellungen. Also, lasst Euch nicht lumpen und infiltriert die Campuscharts mit dem gepflegten Geschmack des Nordens! Klickt rein und wählt mit unter www.campuscharts.de!

Schlagerexpress – Musik auf gut Deutsch – ab 21.00 Uhr

Heute gibt es bei uns die neuesten Informationen rund um den deutschsprachigen Schlager. Diese werden nicht einfach nur dargestellt, sondern vom Moderator mit viel Insider- und Hintergrundwissen angereichert. Außerdem gibt es wieder die CD der Woche und es werden auch die Musikwünsche unserer HörerInnen erfüllt.

Kulturbeutel – Für den gepflegten Hörer – ab 22.00 Uhr

Ist ja sagenhaft! Diese Woche dreht sich bei uns alles um Mythen und Legenden. Dabei tauchen wir ein in die Sagenwelt Greifswalds, die allerhand Spannendes über Schätze, Zwerge und andere seltsame Gesalten zu berichten weiß. Außerdem erfahrt ihr so einiges über Störtebeker! Für die passende Musik sorgt unter anderem Sava mit alten traditionellen Klängen.

Bernhard Eder – Unsere CD der Woche

Erscheinungsdatum: 24.10.2008
Label: Solaris Empire

Die CD der Woche bei radio 98eins:

Bernhard Eder mit dem Album „Tales from the East Side“

Bernhard Eder ist ein junger östereichischer Singer- Songwriter. Seine Karriere began er vor mehr als zehn Jahren in Wien. Dort gründete er zusammen mit Freunden die alternativ PopBand wa:rum mit der erste Erfolge, viele Auftritte und das Release des Albums „Bilingual“ feiern konnte. Mit der Zeit wollte Bernhard aber noch etwas anderes ausprobieren. Er verliess Wien und brach nach Berlin auf. Dort brachte er letztes Jahr sein erstes eigenes Album heraus: „The Livingroom Sessions“, dass auch genau dort, also in seinem Wohnzimmer, aufgenommen wurde.

Nun kommt am Freitag sein zweites Album heraus. „Tales from the East Side“ zeigt eine deutliche Entwicklung. Er und seine Musik mit ihm sind reifer geworden und das in allen Schritten der Produktion. Seine Musik auf dem Album ist nun mehr und mehr zu einer verspielten Mischung aus Badly Drawn Boy und Tom Mcrae geworden. Eine Gradwanderung die Bernhard Eder ohne Zögern meistert und trotz der meist düsteren Themen, die dort besungen werden, strahlt das Album an sich doch eine wehmütige Leichtigkeit und Wärme aus.

Auch diese Woche könnt ihr wieder ein Exemplar des Albums gewinnen. Um dieses zu gewinnen, schreibt einfach an musik@98eins.de und beantwortet uns folgende Frage richtig:

„Auf welchem österreichischem Label veröffentlicht Bernhard Eder in seiner Heimat?“

Der Gewinner oder die Gewinnerin wird unter den richtigen Einsendungen ausgelost und am Montag, den 26.10., benachrichtigt.

Die Verlosung läuft bis Sonntag den 25.10.08, 12 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Der AStA persönlich (4): Katja Krohn

Der AStA kämpft für uns und unsere Interessen gegenüber der Universität und gegenüber dem Land. Der AStA ist aber nicht nur Interessenvertretung der Studenten, sondern er bietet zudem viel Service und Informationen. Daran arbeiten 15 Referent

en tagtäglich. Der webMoritz stellt sie Euch nun in einer kleinen Serie persönlich vor:

Katja Krohn

  • kommt aus Oranienburg (Brandenburg)
  • studiert Anglistik/Amerikanistik, Englische Literaturwissenschaft und Kommunikationswissenschaft, im 9. Semester
  • Co-Referentin für Studierendenaustausch & Internationalisierung
  • Zu mir kann man mit allen Problemen kommen, die den Auslandsaufenthalt betreffen: Wie/was kann ich machen? Wo kann ich überhaupt hin? Wird mir alles anerkannt? Was ist vorher alles zu beachten?

Warum hast Du dich beim AStA beworben?

Weil ich selbst im Ausland war und diese Erfahrung eine der besten war, die ich jemals gemacht habe. Dies will ich auch anderen möglich machen bzw. die Leute animieren, auch ins Ausland zu gehen und ihre eigenen Erfahrungen zu machen. Ich möchte anderen helfen.

Was muss an der Uni besser werden?

Der Informationsfluss zum „normalen“ Studenten, soll heißen was genau machen Rektor und Uniführung, was machen AStA & StuPa gerade. Welches sind die „angesagten“ Themen momentan und was könnte demnächst an der Uni anders werden.

Das wichtigste hochschulpolitische Thema ist Deiner Meinung nach (zurzeit)…

Studiengebühren, denn viele haben Angst, dass es auch hier zu Gebühren oder zu versteckten Gebühren kommen kann und ich denke, dass sollte verhindert werden.

Viele Leute haben Angst vor Hochschulpolitik. Was sagst du diesen Studenten?

Dass ich anfangs genauso gedacht habe. Nun denke ich, dass man auch helfen kann, auch wenn man nicht so sehr politisch interessiert ist/war, denn in der Uni gibt es viele Bereiche in denen man sich engagieren kann ohne sich gleich politisch einordnen zu müssen oder einer Partei angehören muss.

Wenn du einen Tag Rektor der Universität wärst…

Dann würde ich eine Studentensprechstunde einrichten, zu der Studenten kommen und ihre Probleme dem Rektor vortragen können, da dann auch das Rektorat mitbekommen würde, was den „kleinen“ Studenten bewegt und welche Probleme weiter „unten“ auftauchen.

Deine Lieblingslocation am Abend ist… ?

Der Mensaclub -> gute Atmosphäre, super Preise und nette Mitglieder
Mitt’n’drin -> viel Auswahl, leckere Baguettes, gemütliche Location

In Greifswald zu studieren ist super, weil…

Es eine absolute Studentenstadt ist und man immer bekannte Leute in der Stadt trifft. Außerdem muss ich nicht ewig fahren, um in die Stadt und zur Uni zu kommen und die Dozenten kennen mich unter meinem Namen, nicht unter einer Nummer.

Entspannung ist für Dich…

Einen ganzen Tag mit Freunden zu verbringen, mit lecker essen und viel Spaß, ohne dabei an Arbeit und Uni denken zu müssen. Am Besten noch mit meinen Lieblingsserien oder Filmen.

Foto: Marco Herzog

Karikaturenstreit: Darf der moritz das?

„Wie ist dieses Comic zu verstehen?“, fragt Qais Aburok in der letzten AStA-Sitzung sichtlich erregt. „Ich möchte gerne mit dem Zeichner sprechen. Der soll mir das mal Zeile für Zeile vorlesen und erklären, wie das zu verstehen ist“. Um dieses Comic

geht es:

Zum Vergrößern auf das Comic klicken.

Wer am vergangenen Montag die AStA-Sitzung besuchte, musste sich festhalten. Die Gäste waren teils enttäuscht, teils wütend. Die Kritik entflammte sich am neuen Tapir im aktuellen „Wintermoritz“. Der „Winter-“ beziehungsweise „Sommermoritz“ ist der kostenlose Uni-Kalender, der von den Moritz-Medien in jedem Semester neu aufgelegt wird. Der Tapir sorgte schon häufiger für Aufsehen, da er stets auf dem schmalen Grad zwischen Gesellschaftskritik und politischer Unkorrektheit entlang schrammt.

Vier Studenten muslimischen Glaubens und der Referent für Ausländerfragen Hussein Al-Haushaby äußerten teils scharfe Kritik. Der Comic verletzte die Gefühle der Muslime und diskreditiere sie. Außerdem würde der Comic die Integrationsversuche von Studenten aus islamischen Ländern zunichte machen und die üblichen Vorurteile gegenüber Muslime verstärken. Vor allem, das Muslime gefährlich seien und zu Terrorismus neigen. Zuvor hatten sie sich bereits an den Rektor gewendet.

„Das Comic ist das genaue Gegenteil“

Zoran Vasic, der zu Gast auf der AStA-Sitzung war, versuchte die Gemüter zu beruhigen: Der Comic sei nicht anti-muslimisch, sondern das genaue Gegenteil. „Mir ist es auch erst beim zweiten Lesen aufgefallen, aber dann ist es recht eindeutig“, so Zoran, der früher u. a. AStA-Referent für Soziales und Wohnen war und jetzt im Senat der Universität sitzt. Er weist vor allem darauf hin, dass die Massenvernichtungswaffen im Schrank nach dem Schild „nur für Menschenrechtsverletzungen“ eingesetzt werden dürfen. Dies sei eine klare Kritik an den USA, so Zoran, die Terroristen fürchten, selbst aber im Besitz der meisten Massenvernichtungswaffen sind.

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Diese Kritik an den USA wird erneut im unten Bereich des Comics aufgegriffen: Im „amerikanischen Verhör“ wird ein (muslimischer?) Gefangener mit einem Schweißbrenner gezwungen, ein

Geständnis abzulegen. Dies könne man als Kritik an Guantanamo und am Abu-Ghuraib-Gefängnis interpretieren. Selbst die vom Tapir geäußerte Verwechslung von Moslems und Vampiren sei eine Kritik an der westlichen Welt, die vor allem mit Vorurteilen und ohne Wissen argumentiere. Die „Feinde der Freiheit“, seien deshalb nicht die Muslime, sondern die Amerikaner selbst.

Am Ende der AStA-Sitzung einigt man sich auf einen gemeinsamen Gesprächstermin zusammen mit den Moritz-Chefredakteuren und Kai-Uwe Makowski. Der zeigte sich gegenüber dem webMoritz von der Kritik überrascht. Er sei aber offen für eine kritische, öffentliche Diskussion und gab uns auch die Erlaubnis den Comic hier erneut zu veröffentlichen.