Alle Artikel mit dem Tag: Museumshafen

Kultur Ahoi

Geschrieben von | Veröffentlicht am 21. Mai 2012 um 18:59 Uhr

Frühlingsluft um die Nase, Wind in den Ohren, Wellen kabbeln gegen Schiffe. Menschen arbeiten emsig oder sitzen vor Kaffetassen, Kinder spielen. Es riecht nach Leim, Holz und Aufbruchstimmung. Zu Besuch auf der Greifswalder Museumswerft.

Der Greifswalder Museumshafen. Im Sommer ein Ort des lebendigen Umtrunks und der Entspannung. Zwei Restaurantschiffe, ein Ruderbootshaus, Fluten von glitzernden Yachten aus örtlicher Produktion, dahinter ein heimeliges Üferchen voll skandinavischer Ferienbuden. Und doch versteckt sich, zwischen dem Ruderclub Hilda und dem wirtschaftlichen Zugpferd „Hanse-Yachten“ ein wahrhaftes Greifswalder Kleinod, oft in Bewegung, doch hinter alten Masten und Bordwänden gut getarnt.

„Werft mit Kultur“ schallt es daher nun auf Postkarten aus der Greifswalder Museumwerft e.V.; Sommer, Sonne und maritime Aktivität stehen an und man hofft auf zahlreiche Zuflüsse, auch aus ryckfernen Gegenden der Stadt.

Die Aktivitäten des seit 2001 bestehenden Vereins sind mindestens so abwechslungsreich wie die Geschichte seines Geländes typisch für Vorpommern, hat doch der Schiffsbau und Werftbetrieb in der Greifswalder Salinenstraße eine lange Tradition. Einst war das nördliche Ryckufer gesäumt von Holzschiffwerften, jedoch der Niedergang der Segelschiffahrt machte vielen Betrieben den Garaus. Verschont blieb lediglich das jetzt noch genutzte Grundstück, im Volksmund alte Buchholz‘sche Werft genannt. Im Jahre 1911 hatte Richard Buchholz das Grundstück erhalten und den Betrieb in den Folgejahren stetig ausgebaut. Übrig geblieben sind aus dieser Blütezeit einige Gebäude sowie Maschinen.

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Der große Greifswalder Fischbrötchentest (Teil 2)

Geschrieben von | Veröffentlicht am 5. Juli 2011 um 08:30 Uhr

Ein Testbericht von Martin Hackbarth, Felix Kremser und Simon Voigt

In der letzten Woche hatten die Freibeuter vom webMoritz im ersten Teil vom großen Fischbrötchentest zwei grundsolide Fischbuden und ein schwarzes Schaf aus der maritimen Fast-Food-Szene von Greifswald gefischt. Dieser dunkle Bock, die Fischereigenossenschaft Greifswalder Bodden e.G., hat es trotz mehrfacher Präsenz in der Hansestadt glücklicherweise nur kurz geschafft, die Brötchen-Prüfer in wirre (Fisch-)Alpträume zu jagen.

Gesättigt und zufrieden durchkreuzten wir also weiter die Greifswalder Fischbrötchengründe, weiter auf der Suche nach den drei wirklich guten Fischbuden in der Hansestadt. Für einen kurzen Landgang setzten wir unseren Anker schließlich im Museumshafen, wo sich hungrige Studenten gleich bei zwei Kombüsen eine Stärkung für lange Vorlesungspausen gönnen können.

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Der große Greifswalder Fischbrötchentest (Teil 1)

Geschrieben von | Veröffentlicht am 26. Juni 2011 um 13:22 Uhr

Ein Testbericht von Martin Hackbarth, Felix Kremser und Simon Voigt

Die Sonne kitzelt, das Thermometer steigt – Zeit für ein Eis! Zeit für ein Eis? Nein, eher für einen KALTgeräucherten Lachs im Brötchen! Anders als die Eismädchen vom webMoritz gingen die Fischköppe Martin Hackbarth, Felix Kremser und Simon Voigt zum großen Fischbrötchentest. Wo es die besten Brötchen der Stadt gibt, erfahrt ihr hier.

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Fette Musik zur Fête de la Musique

Geschrieben von | Veröffentlicht am 19. Juni 2011 um 16:25 Uhr

Im Kalender steht unter dem 21. Juni meistens Sommeranfang. Es ist die kürzeste Nacht und der längste Tag im Jahr und wird seit fast drei Jahrzehnten traditionell mit der Fête de la Musique gefeiert. Umsonst und draußen, so lautet da das Programm und daher spielen zahlreiche Bands für lau. Ursprünglich kommt das Fest aus Paris, später wurde es auch in anderen Großstädten veranstaltet und seit fünf Jahren gibt es auch in Greifswald einen Ableger. Das Programm 2011 ist dabei wieder vielfältig und umfangreich.

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SOS, Elternbesuch! Oder: Gemeinsame Ostern in Greifswald

Geschrieben von | Veröffentlicht am 23. April 2011 um 10:00 Uhr

Ostern mit den Eltern in Greifswald- so gelingt's.

Es ist Ostern, die Sonne scheint vom Himmel und ihr habt keine Vorlesungen- die Welt könnte nicht schöner sein. Aber auf einmal klingelt das Handy: “Ja, Schatz, Mama hier. Du, Papa und ich wollen dich über Ostern in Greifswald besuchen, was hältst du davon?”

Und schon stehen Mami und Papi auf der Matte, drücken und knuddeln euch und wollen in Greifswald herumgeführt werden. Schön und gut, aber ob sie sich wirklich für eine Clubtour inklusive Absacker in der Kneipe interessieren, ist fraglich. Aber nicht verzagen, webMoritz fragen: Für alle, die von Greifswald nur die Studentenclubs von innen kennen, haben wir eine kleine Auswahl an elterngerechten Sehenswürdigkeiten in und um Greifswald zusammengestellt.

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Bund informiert über Atommüllendlager

Geschrieben von | Veröffentlicht am 11. August 2010 um 15:35 Uhr

Im Juli machten Atomkraftgegner mit Demonstrationen in Greifswald und Lubmin sowie mit Infoständen auf sich aufmerksam und kündigten Protest gegen den nahenden Castor-Transport an. Zugleich plädierten sie für einen sofortigen Atomausstieg. Begründet wurde die Forderung nicht zuletzt aufgrund der ungeklärten Endlagerung der radioaktiven Abfallprodukte.

Das Bundesamt für Strahlenschutz fährt nun mit zwei LKW durch Deutschland, in dessen Containeranhänger über den gegenwärtigen Stand nach der Suche nach Endlagerstätten für Atommüll informiert wird. Die Containerausstellung ist ab heute am Museumshafen zu besichtigen. Bis zum 14. August bleibt er noch in Greifswald. Die Ausstellung kann Mittwoch bis Freitag von 12 Uhr bis 19 Uhr und Samstags von 10 Uhr bis 18 Uhr besichtigt werden. Sie ist Bestandteil der mobilen Endlagerausstellung in Berlin, die im April vorigen Jahres eröffnet wurde.

Schacht Konrad wird zum Endlager für schwach-mittelstark radioaktiven Müll umgebaut.

Interessierte Besucher sollen sich mit dieser Ausstellung sowohl fundiert informieren und sich einen Überblick über die komplexe Endlagerthematik verschaffen können. So vermittelt der Infocontainer I Grundlagen von Strahlung, Strahlenschutz und verbindet dies mit dem Endlagerproblem. Es werden außerdem die vergangenen Endlagerprojekte Asse, Schacht Konrad, Morsleben und Gorleben vorgestellt. Die Projekte in Asse und Morsleben mussten abgebrochen werden, da sie den hohen Sicherheitsstandards nicht gerecht werden. Der Schacht Konrad wird gegenwärtig zum Endlager für schwachen und mittelstark radioaktiven Müll umgebaut.Für die Endlagerung von hochradioaktivem Material gibt es gegenwärtig noch keine Lösung. Das Bergwerk Gorleben wird jedoch seit einigen Jahrzehnten als Endlagerungsstätte erkundet.

Der Infocontainer II ermöglicht dem Besucher eine virtuelle Befahrung des Erkundungsbergwerks Gorleben. In einer Zukunftsmaschine wird gezeigt, was bei der Einlagerung hochradioaktiver Abfälle in Salz, Ton oder Granit im Laufe der Zeit geschehen kann. Zudem wird ein Überblick über die Endlagersuche in anderen Ländern der Erde sowie über den derzeit vorhandenen radioaktiven Müll gegeben.

Teile der Ausstellung sind auch online verfügbar.

Foto: Georg Slickers via wikimedia commons

Polizei statt Flashmob: Beer Floating fällt ins Wasser

Geschrieben von | Veröffentlicht am 24. Juli 2010 um 17:34 Uhr

Ungewohnte Szenen spielten sich am Sonnabend, dem 24. Juli, am Museumshafen ab. Ursprünglich sollte ein Flashmob mit dem Motto “Beer floating” nach finnischem Vorbild stattfinden. Die Idee: Alle, die wollten, sollten sich ihre Luftmatratze oder Ähnliches schnappen, sowie ein paar Freunde und Bier oder andere Getränke und sich damit auf dem Ryck treiben zu lassen. Doch es kam anders. Der Flashmob begann um 14 Uhr, allerdings sind nur wenige gekommen. Zwei Boote schipperten bereits im Ryck, ein paar Schlauchboote wurden an Land aufgepumpt. Man entschied sich auf Grund der geringen Teilnahme, den Flashmob abzubrechen.

Teilnehmer Andreas verkündet, unter wachsamen Augen, den Abbruch des Flashmobs.

Das erfreute die Greifswalder Polizei, die mit vielen Beamten zahlreich am Museumshafen vertreten war. Sie nahmen sich Andreas, der den Abbruch der Aktion verkündete, zur Seite – und ließen verkünden, dass die Aktion keineswegs geduldet sei. Es handele sich bei diesem Flashmob um keine angemeldete Veranstaltung. Weiterhin werde die Sicherheit gefährdet, wenn man Boote alkoholisiert fahren würde und die Anwesenden sollen sich zurückziehen. „Ich musste nun die Veranstaltung anmelden, so wurde es mir angeraten. Das dauert nun aber zwei Wochen“, sagt Andreas, der als Verantwortlicher für die Veranstaltung von der Polizei auserkoren wurde.

Wasserpolizei mit Motorboot versus Schlauchboot.

2,3 Promille auf dem Boot

Zwei junge Männer, die sich bereits im Schlauchboot auf dem Ryck befanden, interessierte das zunächst wenig. Sie schipperten vor sich hin – die Wasserpolizei intervenierte. Dabei kam es zu einer kurzen Verfolgung. Doch das Schlauchboot musste sich schnell geschlagen geben. Personalien wurden aufgenommen, der Blutalkohol getestet. 2,3 Promille wurden gemessen.

Die Stimmung war gedrückt. Eine kleine Gruppe ist extra aus Rostock angereist – samt Schlauchboot. Manche Anwesende machten aber aus der Not eine Tugend und setzten sich an Land in ihre Schlauchboote und tranken dort ihr Bier. Nach und nach verließen sie den Museumshafen, auf mehrmals ausdrücklich geäußerten Wunsch der Polizei. “Warum funktioniert sowas in Finnland, aber nicht in

Aus der Not eine Tugend machen.

Deutschland?”, fragte eine Teilnehmerin in die Runde. Sie gab sich die Antwort selbst: “Weil wir in Deutschland sind.” Die Flashmobber sind dann weiter zur Fleischerwiese gezogen und hofften, wenigstens dort die Schlauchboote zum Einsatz kommen zu lassen.

Fotos: Christine Fratzke

Umfrage: Was macht ihr im Sommer?

Geschrieben von | Veröffentlicht am 23. Juli 2010 um 16:31 Uhr

Ein Beitrag von Martin Hackbarth

Beginn der vorlesungsfreien Zeit: Die Tage sind lang, die Temperaturen steigen, viele sonnen sich am Hafen, fahren ans Meer, genießen das ein oder andere Getränk im Biergarten oder fahren in den Urlaub. So schön und idyllisch  kann der Sommer sein. Doch  irgendetwas fehlt. Ach ja, das Studium. Die vorlesungsfreie Zeit bedeutet für viele Studentinnen und Studenten wieder das Schreiben von unzähligen Hausarbeiten und/oder Klausuren. Das abgammeln in den stickigen Räumen der Bibliotheken, oder das absolvieren von Praktika. Einige nutzen auch die zweieinhalb  Monate, um sich etwas Geld zu verdienen. So schön scheint der Sommer wohl doch nicht mehr zu sein. Wie idyllisch die vorlesungsfreie Zeit wirklich ist, sollte eine kleine Umfrage, an der etwa 100 Studentinnen und Studenten teilnahmen, ergeben.

Wo lernt es sich besser für 2,75 Klausuren, als im Liegestuhl?

1,5 Hausarbeiten und 2,75 Klausuren

Rund die Hälfte der Befragten gab an, dass sie sich zumindest einen Teil  des Sommers mit Zettel und Stift zufrieden geben müssen. Nicht selten kam bei der Befragung eine Lernbelastung von mehr als drei Klausuren und/oder Hausarbeiten heraus. Der negative Rekord liegt dabei bei vier Hausarbeiten, einem Praktikum und einer Klausur. Diesem Glücklichen kann man nur viel Erfolg wünschen. Ebenso viel Erfolg sei allen gewünscht, die an ihrer Abschlussarbeit sitzen werden. Ein kleiner Teil gab nämlich an, dass sie mit der Bachelor- oder Masterarbeit zu tun haben werden. Die Befragung ergab, dass die durchschnittliche Belastung bei 1,5 Hausarbeiten und 2,75 Klausuren liegt.

Lernst du noch oder lebst du schon?

Studieren, wo andere Urlaub machen

Trotz dieser Belastung lassen sich viele den Sommer nicht vermiesen. Die Meisten antworteten zeitgleich mit der Alternative „Greifswalder Museumshafen, Strand und Umgebung sind Urlaub genug“.  Die, die also in Greifswald verbleiben, brauchen demnach keine Angst haben, dass sie in einer Geisterstadt leben werden. Außerdem werden hier auch einige Festivals, Konzerte und sicherlich viele Partys stattfinden. Wem das nicht reichen sollte, der kann sich auch in den nächsten Bus oder Zug setzen und an den Strand nach Lubmin oder Usedom fahren. Eine Fahrt nach Rostock oder Berlin ist ebenso schnell absolviert. Bei diesen Temperaturen reisen hier jedenfalls viele Menschen aus der ganzen Welt an. Na,  wenn das keine gute Möglichkeit ist, andere Menschen und Kulturen kennenzulernen!?

Nordische Länder an der Spitze

Wer dies doch lieber in den jeweiligen Ländern erleben will, sollte seinen Urlaub dorthin verlagern. Dieser Ansicht sind jedenfalls

Wohin soll es gehen?

mehrere Studentinnen und Studenten, denn die Hälfte der Befragten gab an, einen Teil der vorlesungsfreien Zeit im Ausland zu verbringen. Ganz oben im Kurs liegen dabei die skandinavischen Länder. Rund ein Viertel der Urlauber gab an, nach Schweden, Dänemark oder Norwegen zu fahren. Schweden steht auch im gesamten Ergebnis an erster Stelle. Der Angel-, Wander- oder einfach nur Erholungsurlaub wurde in den letzten Jahren immer beliebter. Geschätzt werden dort die Ruhe, die Natur und die freundliche Mentalität der Menschen. Allgemein scheint der Norden eine gewisse Anziehungskraft zu besitzen, denn viele fahren beziehungsweise fliegen auch nach England, Irland,  Schottland, Island oder Finnland. Rundreisen durch Europa scheinen auch nicht mehr selten zu sein, da ein kleiner Teil der Befragten quer durch Europa reisen wird. Ebenso beliebter scheint Osteuropa zu werden. Ein nicht unerheblicher Teil, etwa zehn Prozent, gab an, nach Kroatien, Bulgarien, Tschechien, Slowenien, Ukraine oder Polen zu fahren. Wenig besucht werden hingegen Spanien, Frankreich, Türkei, Italien und Portugal, obwohl diese Länder die gefragtesten Urlaubsziele der Deutschen sind, fahren gerade mal nur zehn Prozent der ins Ausland fahrende Studentinnen und Studenten in diese Gebiete. Den europäischen Kontinent hingegen verlassen eher die Wenigsten. Keine zehn Prozent gaben an, nach Nordamerika, Nordafrika, Asien oder in die Karibik zu fliegen. Die exotischsten Reiseziele waren Kuba und Japan.

Urlaub in Deutschland

Schuhe aus und ab ins Wasser.

Denen, den Greifswald nicht genügt und nicht ins Ausland wollen beziehungsweise können, machen auch gerne mal Urlaub in Deutschland. Ein nicht unerheblicher Teil, der an der Umfrage teilnehmenden Personen, gab an Urlaub in Bayern, Berlin, Niedersachsen oder im Schwarzwald zu machen. Außerdem nutzen auch einige die Zeit, um Freunde in der gesamten Republik zu besuchen. Lediglich ein Viertel der Teilnehmenden gab an, über die vorlesungsfreie Zeit nach Hause zu fahren. Insgesamt ist zu betrachten, dass die Studenten zwar einen gewissen Lernstress haben, sich aber die Zeit nicht nehmen lassen, um sich mal so richtig zu erholen. Ob dies nun im Greifswalder Museumshafen oder bei der Besichtigung des berühmten Vulkans Eyjafjallajökull geschehen soll, ist dabei irrelevant.

Allen Leserinnen und Lesern sei ein  schöner Sommer gewünscht!

Fotos: gretaa (Liegestuhl, via jugendfotos), Kilian Dorner (Skater), elle79 (Wohin, via jugendfotos), tino (Schuhe aus, via jugendfotos), petiteMarie (Pinguin, via jugendfotos)

Was sonst noch war: webMoritz kompakt (4)

Geschrieben von | Veröffentlicht am 22. Januar 2010 um 20:35 Uhr

Das Semester neigt sich dem Ende zu und nach der Senatswahl und Urabstimmung flaut die Nachrichtenlage wieder ab. Dennoch gab es in den letzten Tagen eine ganze Reihe von Ereignissen und Entwicklungen, denen wir uns bisher nicht gewidmet haben – teils, weil sie keinen ganzen Artikel hergaben, teils, weil es an personeller Kapazität in der Redaktion mangelte. Nun stellt der webMoritz die wichtigsten Meldungen aus dieser Zeit in einem Überblick zusammen.

Hinweis: An manchen Stellen sind Artikel aus Online-Medien verlinkt, die nur für Abonnenten zugänglich sind oder nur für einen begrenzten Zeitraum kostenlos im Netz stehen. Daher kann es sein, dass die verlinkten Artikel nicht oder nicht mehr verfügbar sind.

Dürfen 1-Euro-Jobber Schnee schaufeln?

Wie die Ostsee-Zeitung am letzten Wochenende meldete, wurden Ein-Euro-Jobber dazu eingesetzt, die Straßen von Eis und Schnee zu befreien, damit zumindest in Unfallschwerpunkten freie Fahrt herrscht. Der Kreisverband Greifswald-Uecker-Peene von Bündnis 90/Die Grünen gab daraufhin eine Pressemitteilung heraus, in denen er sichtlich verärgert diesen Einsatz kritisierte. Der sozialpolitische Sprecher Gregor Kochhan erklärte, dass das Schneeräumen keine Eingliederungsmaßnahme auf dem Weg zum ersten Arbeitsmarkt ist, sondern Gefahrenabwehr und damit Aufgabe der Gemeinde. Zudem mache es den Markt kaputt, da normalerweise die Gemeinde selber oder von der Gemeinde beauftragte Unternehmen diese sogenannten Pflichtaufgaben ausführen. Am Dienstag berichtete die OZ über die Pressemitteilung und zitiert den Amtsleiter Fred Wixforth mit den Worten “Der Einsatz war im öffentlichen Interesse und eine zusätzliche Aufgabe, die wir sonst nicht hätten erfüllen können.”.

Umgestaltung am Museumshafen

Museumshafen nach Fertigstellung (Quelle: Tiefbau- und Grünflächenamt)

Museumshafen nach Fertigstellung (Quelle: Tiefbau- und Grünflächenamt)

Wie die OZ gestern berichtete steht in diesem Jahr der zweite Bauabschnitt zur Aufwertung des Museumshafens an. Die Kosten belaufen sich auf knapp 3 Millionen Euro, von denen 85% von der Pommerania getragen werden sollen, im Rahmen des Förderprogramms INTERREG IV A (2007-13). Betroffen von den Baumaßnahmen ist “die Nordseite, d. h. der Bereich von der Fußgänger- zur Steinbeckerbrücke, der Platz am Fangenturm sowie der Bereich am Südufer im Anschluss an den schon sanierten Kai” zudem wird ein 300 Meter langer Bootssteg zwischen Schwedenkontor und “An den Wurthen” entstehen, denn laut Verwaltungsmitarbeiter Peter Lubs gab es zahlreiche Anfragen nach Liegeplätzen. Bauausschussmitglied Burchard Dreiseitel (SPD) bemängelte, dass nicht weiter in den im ersten Bauabschnitt entstandenen Bereich zwischen Yachtwerft und Fußgängerbrücke investiert würde, da dieser im Sommer oft einem Müllplatz gleiche. Leider fehlt dafür aber das Geld.

Dritte Bürgerkonferenz für mehr Klimaschutz am 27. Januar

Wie vor zwei Tagen berichtet, hat die Stadt einiges im Bereich Radverkehr vor. Dazu lädt sie am kommenden Mittwoch um 18 Uhr in den Bürgerschaftssaal des Rathauses zur Bürgerkonferenz ein. Dort wird der erste Entwurf des Radverkehrsplans vorgestellt und es können Vorschläge gemacht werden, die in den endgültigen Entwurf einfließen werden. Man könnte sich z.B. um geeignete Maßnahmen im Winter kümmern (siehe webMoritz-Kommentar dazu).

Bahnparallele wird später fertig

Eigentlich sollte die Bahnparallele bereits am 30. Dezember übergeben worden sein, doch erst wurden zwei Öltanks aufgefunden und jetzt verzögert der Wintereinbruch die Bauarbeiten. Bauleiter Matthias Krüger erklärte, dass frostfreies Wetter benötigt wird, “um Fahrbahn und Nebenanlagen in bester Qualität und verkehrssicher abliefern zu können.”. Dies bedeutet, dass die Übergabe vermutlich erst im März erfolgen wird, da ein Provisorium weitere Kosten verursachen würde. Hat man hier aus den Schäden an der Bahnunterführung gelernt? (webMoritz berichtete)

StuThe weiß nicht, wohin es soll

Szenenfoto aus der "Grünen Gans" (Foto: Eva Held)

Szene aus der "Grünen Gans" (Foto: Eva Held)

Nachdem das Studentheater (StuThe) vor einigen Tagen aus den Räumen in der Soldtmann-Straße ausgezogen ist, hat es “Räume bezogen, die ihm eventuell als Vereinstreffpunkt dienen könnten.” Wie Schatzmeister Jan Holten jedoch mitteilte, sei man “In Dingen Proben- oder Aufführungsstätte derzeit alternativlos.” Bis eine neue Bleibe gefunden ist, sind Gastauftritte geplant, z.B. wird die Improgruppe des StuThe am 28. Januar ihre Auftaktveranstaltung im IKuWo geben (Goethestr. 1, Beginn 21 Uhr, Inhalt).

Weiterhin gibt es jetzt eine Materialsammlung [PDF] über die Tätigkeitsfelder und die Geschichte von StuThe e.V..

Kultur- und Sozialpass 2010 jetzt beantragen

Der KuS-Pass bietet verbilligte Karten für den Busverkehr (z.B. 8-Fahrtenkarte für Erwachsene kostet 7,50 € statt 9,- €), geringere Eintrittspreise fürs Freizeitbad (Mo-So 5,20 € statt 7,70 € bzw. 8,50 €), ermäßigte Kursgebühren in der Volkshochschule und im St. Spiritus und eine Jahresgebühr von 7,- € in der Stadtbibliothek. Studenten mit Hauptwohnsitz Greifswald können den Pass beantragen, was bisher nur wenig genutzt wird. Die Antragsstelle ist jetzt im Amt für Jugend, Soziales und Familie (Goethestraße 2a, Zimmer 10).

Klimapiraten segeln von Greifswald aus zur Klimakonferenz in Kopenhagen

Geschrieben von | Veröffentlicht am 5. Dezember 2009 um 19:04 Uhr

Heute Vormittag wurden im Museumshafen die Klimapiraten verabschiedet, die mit dem Greifswalder Segelschiff “Lovis” in Richtung Kopenhagen in See stachen. Vorher gab es noch ein Hafenfest, bei dem heiße Getränke, Infostände und eine Theaterperformance geboten wurden (siehe auch webMoritz-Ankündigung). In Kopenhagen wird am Montag die UN-Klimakonferenz eröffnet und nach einer vier- bis fünftägigen Fahrt wollen die 50 Aktivisten dort einlaufen und ihre Standpunkte vertreten.

Zur Einstimmung gab es musikalische Unterhaltung und zu Beatles und Seemannsliedern wurde fleißig getanzt, was bei der Kälte eine gute Methode zum Aufwärmen war. Johannes Krause von den Klimapiraten hielt eine Rede zur Einstimmung und wies die Zuschauer in ihre Aufgaben während der Performance ein. Weiterhin forderte er mehr Engagement im internationalen Klimaschutz, denn “Deutschland muss sich bereit erklären, mehr Geld für Anpassungsmaßnahmen in ärmeren Ländern zu investieren”.

Nachdem die 40 Aktivisten an Bord gegangen waren – die anderen werden in Stralsund dazu stoßen mit dem zweiten Schiff “Petrine” – und auch Oskar Gulla und Bernd Giese von der Bürgerinitiative gegen das Steinkohlekraftwerk in Lubmin, kam leibhaftig das Kohlekraftwerk von DONG vorbei. Die Klimapiraten schnappten sich das paffende Ungetüm und nach lauten Forderungen wurde es auf die Planke und in den Ryck geschickt.

Als nächster Gast wurde Angela Merkel präsentiert, die im Kostüm und mit berühmter Rautengeste die Forderungen für den Klimagipfel überreicht bekam. Die Klimapiraten trugen ihr auf, die CO2-Emissionen bis 2020 um 40% zu senken und bis 2050 um 95%. Eine weitere Forderung war, jährlich sieben Milliarden Euro für Klimafonds zur Verfügung zu stellen, denn obwohl Länder wie China einen immer höheren CO2-Ausstoß haben, liege die historische Verantwortung bei den Industrieländern. Darauf ging auch Vera Neumann in ihrer Rede mit den Wörtern ein: “Jede Generation hat ihre Aufgabe. Unsere ist es, den Klimawandel zu verhindern.”

Logo der Klimapiraten

Logo der Klimapiraten

Gegen zwölf Uhr stach die “Lovis” mit nur halbstündiger Verspätung “Mit dänischer presse und zdf an bord” (Tweet der Klimapiraten) dann endlich in See bzw. zunächst den Ryck hinauf und nach einer Wende dann wirklich auf die Ostsee hinaus.

Die Aktion wird etwa 16.000 Euro kosten und obwohl durch Unterstützung vom ASA-Programm und der BUNDjugend die Kosten fast gedeckt sind, so bleibt doch noch “ein kleines Loch im Rumpf”. Dieses soll durch die Aktion Rent a Pirate gestopft werden. Dabei kann man einen Aktivisten für bestimmte Aktionen “mieten”. Die angebotenen Mietoptionen (zum Beispiel Demo-Teilnahme) sollen durch Fotos bewiesen werden. Einiges Geld ist schon eingegangen, wie Stephan Gröschel erzählte, weil viele Klimapiraten ihre Freunde und Verwandten informiert haben.

In den kalkulierten Kosten ist auch die Miete für einen Bagger enthalten, an den sich einige Aktivisten vor der Kopenhagener DONG-Zentrale ketten wollen. Die Genehmigung steht allerdings noch aus.

Logo: Webseite der Klimapiraten, Bildergalerie/Fotos Startseite: Textautorin

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