Neues (und Altes) zum Semesterstart

Neues (und Altes) zum Semesterstart

Neues Semester und nicht ganz neue Regeln, aber dennoch ein paar Veränderungen. Es gibt eine neue UniApp, Energiesparmaßnahmen müssen ergriffen werden, Corona ist weiterhin präsent, es gibt neue und alte Sprachkurse und Sportkurse, drei neue Studiengänge und Informationen zu den Universitätsbibliotheken und Mensen. Hier erfahrt ihr, was zum Semesterstart wichtig ist.

Die neue UniApp:

Die alte UniApp musste ersetzt werden. Sie wurde bereits zum 1. Juli abgestellt. Die neue offizielle App ist nun UniNow, welche von einem ehemaligen StartUp aus Magdeburg konzipiert wurde. Sie ist bereits seit ein paar Monaten im App Store und in Google Play verfügbar, soll aber erst jetzt zum Semesterstart offiziell starten. Im Moment zeichnet sie sich wohl eher durch viel Werbung und geballte Benachrichtigungen aus. Aber auch Noten, E-Mails, Speiseplan, Kalender, Unibibliothek und Stellenangebote sind abrufbar. Insgesamt erinnert die App an Instagram, denn man kann verschiedenen Accounts folgen und kriegt dann deren Posts zu sehen. Hat man die Benachrichtigungen angestellt, dann wird man informiert, sobald etwas Neues gepostet wurde. Nur leider scheint das von der Uni immer auf einen Schlag zu passieren. Man wird aber auch benachrichtigt, wenn eine neue Note im his eingetragen wurde und sich mit der App synchronisiert hat. Außerdem kann man in zwei Minispielen (Schiffe versenken und Basketball) gegen andere Studierende von anderen Unis antreten – eine neue Beschäftigung für monotone Vorlesungen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die App weiterentwickelt. Demnächst wird hier auch ein Artikel dazu erscheinen.

Energiesparmaßnahmen:

Aufgrund des Krieges von Russland gegen die Ukraine ist die Energieversorgung in Europa massiv beeinträchtigt. Russland, das zuvor einen Großteil des Gases lieferte, hat die Gaslieferung seit September komplett eingestellt. Nun muss Deutschland auf deutlich teurere Gasquellen ausweichen. Zurzeit sind die deutschen Gasspeicher bereits zu 94,1 Prozent gefüllt, welche im gefüllten Zustand allein für etwa zwei Wintermonate ausreichen sollten. Aufgrund der dennoch bestehenden Sorge vor einer Gasknappheit und den steigenden Kosten muss auch die Uni Greifswald Energiesparmaßnahmen ergreifen.

Allgemeine Informationen zur Energiekrise:

Folgende Energiesparmaßnahmen werden von der Uni ergriffen:

  • Die Raumtemperatur wird auf 19 °C gesenkt. Eine Anpassung der Gebäudeleittechnik erfolgt.
  • Die werktägliche Heizzeit wird auf 7 bis 16 Uhr beschränkt. Außerhalb davon läuft die Nachtabsenkung (2-3 °C weniger). Ausnahmen können beim Dezernat 2 beantragt werden. Strittige Fälle werden durch die Hochschulleitung entschieden.
  • Die Außenbeleuchtung zahlreicher Gebäude wird dort, wo keine Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit besteht, abgestellt.
  • Klima- und Raumluftanlagen werden angepasst. Ein verringerter Einsatz senkt den Energieverbrauch.
  • Benennung von Energiebeauftragten für einzelne Gebäude

Zudem ist dieses Wintersemester in Präsenz geplant und die Uni lehnt ein Energiekonzept ab, das das Arbeiten von zu Hause aus vorsieht. Demnach wird sich für die Studierenden vorerst wenig ändern.

Außerdem wurde ein Energie-Krisenstab gegründet, der die Planung für eventuelle Krisen-Szenarien übernimmt.

Weitere Informationen zu den Energiesparmaßnahmen der Uni:

  • Dieser webmoritz.-Artikel informiert über den Krisenstab.
  • Dieser webmoritz.-Artikel fasst die Informationen aus der Pressekonferenz mit der Rektorin Frau Prof. Dr. Riedel und dem studentische Prorektor Hennis Herbst zusammen.
  • Auf dieser Seite der Uni informiert die Uni selbst zu den Energiesparmaßnahmen.

Corona-Regelung:

Auch wenn sich inzwischen wieder ein Gefühl von Normalität einpendelt und die Pandemie geradezu in den Hintergrund rückt, sind die Coronazahlen immer noch, bzw. wieder hoch. Die 7-Tages-Inzidenz in Deutschland liegt aktuell bei 800 und in Vorpommern-Greifswald bei 971 (Stand: 12.10.2022). Die Zahlen steigen wieder verstärkt an, wobei in Deutschland zurzeit die Omikron-Untervariante BA.5 dominiert. Gegen diese Variante haben viele Menschen durch Impfung oder überstandene Infektion einen guten Immunschutz, weshalb durch eine von dieser Variante geprägten Welle keine übermäßige Belastung der Krankenhäuser erwartet wird. Allerdings gibt es weltweit derzeit eine Vielzahl weiterer Varianten, welche auch nach Deutschland kommen können. Kurzum, wir haben noch immer eine Pandemie und dementsprechend angepasste Regelungen an der Uni.

Allgemeine Informationen zur Pandemie in Deutschland:

Der Corona-Krisenstab der Uni existiert noch immer und trifft sich weiterhin wöchentlich, um zu beraten und, wenn nötig, notwendige Maßnahmen einzuleiten.

Aktuelle Hygieneregeln an der Uni:

  • Aktuell besteht in den Räumen der Universität, sowie in den Bibliotheken, keine Maskenpflicht und keine Abstandsregelungen.
  • Es wird darum gebeten, in den Innenräumen freiwillig eine OP- oder FFP2-Maske zu tragen und auch sonst weiterhin vorsichtig zu sein.

Am 2. November, von 9 bis 16 Uhr, gibt es die Möglichkeit, sich im Konferenzraum im Unihauptgebäude mit einem der Covid-19-Impfstoffe impfen zu lassen. Dabei wird auch der neue, angepasste Impfstoff zur Verfügung stehen. Bei Interesse muss ein Termin über smartimer gebucht werden, der Link ist in einer E-Mail vom Corona-Krisenstab vom 4. Oktober zu finden.

Weitere Informationen zum Coronavirus an der Uni:

Neue und altbewährte Sprachkurse:

Es werden für Studierende aller Fachbereiche verschiedene Sprachkurse vom Sprachenzentrum angeboten. Diese sind kostenlos, wenn sie in der Studien- oder Prüfungsordnung vorgesehen sind. Sind die Kurse nicht curricular oder wahlobligatorisch vorgesehen, so kostet ein Semesterkurs mit 2 SWS 22 Euro und ein Semesterkurs mit 4 SWS 40 Euro. Zudem kommen im Anschluss des Kurses noch Gebühren für die Zeugnis-/Zertifikatsprüfung hinzu.

Dieses Semester werden Kurse folgender Sprachen angeboten: Arabisch, Deutsche Gebärdensprache, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Schwedisch und Spanisch.

Viele Kurse sind inzwischen schon voll, aber es gibt noch freie Plätze in den Kursen Arabisch A2, Italienisch A2, Japanisch A2, Russisch A2 und B1, sowie Spanisch B1 und B2.

Für die Kurse kann man sich hier über das Selbstbedienungsportal anmelden. Die fakultativen Kurse sind dabei für Studierende, für die ein Sprachkurs nicht in der Studien- oder Prüfungsordnung vorgesehen ist und diesen freiwillig machen. Die curricularen Kurse hingegen sind für Studierende, für die ein solcher Sprachkurs in der Studien- oder Prüfungsordnung vorgesehen ist.

Weitere Informationen zum Sprachenzentrum:

Sportkurse:

Der Hochschulsport bietet wieder eine Vielzahl an Kursen an. Diese finden in Präsenz oder auch digital statt und gehen jeweils vom 17.10.2022 bis zum 29.01.2023.

Freie Plätze gibt es zur Zeit noch in folgenden Kursen: Abschalten und Energie tanken mit Kampfkunst, Aikido, Aqua Fitness, Athletik Pur, Baseball (Vereinstraining), Basketball (Kurse: Freies Spiel und Uni-Liga), Bewegte Pause, Bouldern (Kurse: Fortgeschrittene und Gesund Bouldern), Brazilian Jiu Jitzu, Klinikclownerie, Core-Training, Cricket (Indoor), Cross Training, Drachenboot, Early Bird Workout, Fitnessstudio Flat, Fußball, Gesellschaftstanz (Kurs: F2), Resilienztraining, Handball (Vereinstraining), Jugger, Karate (Kurs: F), Lauftreff (Kurs: F), Leichtathletik (Vereinstraining), Orientalischer Tanz, Performance-Körpertheater-Ausdruckstanz, Präventionskurs im Winter, Qigong, Roundnet (Spikeball), Rugby, Salsa, Seilklettern, Sportplatz Flat, Stretching, Taichi, Tobezeit (für Familien), Ultimate Frisbee, Ultimate Frisbee (Vereinstraining), Volleyball (Kurs: Freies Spiel), Volleyball (Vereinstraining), Yoga und Yogilates

In diesem webmoritz.-Artikel und auf der Seite des Hochschulsports findet ihr mehr Informationen dazu. Die Anmeldung zu den Sportkursen erfolgt hier. Inzwischen finden auch wieder Turniere und Hochschulmeisterschaften statt. Informationen dazu gibt es ebenfalls auf der Seite des Hochschulsports.

Neue Studiengänge:

Der neue Lehramtstudiengang Deutsch-Polnisch binational:

Der zehnsemestrige Double Degree Studiengang befähigt zum Lehren der Fächer Deutsch und Polnisch an deutschen Gymnasien und an polnischen Grundschulen (Klassen 4 bis 8) und weiterführenden Schulen. Dabei findet das Studium zu ungefähr gleichen Teilen an der Uni Greifswald und der Uni Szczecin (Polen) statt. Die Studierenden erhalten nach Abschluss sowohl das Erste Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien des Landes Mecklenburg-Vorpommern, als auch das polnische icencjat und den magister. Unterrichtssprachen sind Deutsch und Polnisch, weshalb bereits zu Studienbeginn ein Polnisch- und ein Deutsch-Nachweis vorgelegt werden muss. Der Studiengang ist NC-frei und startet ab dem Wintersemester 2022/23. In dieser Medieninformation und auf dieser Seite der Uni findet ihr mehr Informationen zu diesem Studiengang.

Der neue Masterstudiengang Bioeconomy:

Dieser Wirtschaftsstudiengang fokussiert auf der Nutzung biologischer Ressourcen für eine nachhaltige Wirtschaft. Dabei besteht der viersemestrige Studiengang neben wirtschafts-, geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern aus naturwissenschaftlichen Fächern im Bereich der Biotechnologie. Besonderer Schwerpunkt wird dabei auf ländliche und küstennahe Räume, bzw. den Ostseeraum gelegt. Dieser Studiengang richtet sich an Bachelor-Absolvent*innen der Biochemie, Biologie, Pharmazie, Geographie, BWL, VWL, Agrar- und Forstwirtschaft und ähnlichen Fächern. Hauptunterrichtssprache ist Englisch, wobei Deutsch weitere Unterrichtssprache ist. Der Studiengang ist NC-frei, aber es wird ein Englisch-Nachweis benötigt. Start ist das Wintersemester 2022/23. In dieser Medieninformation und auf dieser Seite der Uni findet ihr mehr Informationen zu diesem Masterstudiengang.

Der neue Masterstudiengang Infection Biology & Immunology:

Dieser forschungsorientierte Masterstudiengang richtet sich an Bachelor-Absolvent*innen der Biologie, Biochemie, Humanbiologie und ähnlichen Fächern. Neben Kenntnissen der Infektionsbiologie, Immunologie, Biotechnologie und Biophysik werden auch Kenntnisse der Versuchstierkunde und Ethik vermittelt. Dabei arbeitet die Uni mit dem Friedrich-Loeffler-Institut und dem Helmholtz Institut für One Health zusammen. Der viersemestrige Masterstudiengang startet im Wintersemester 2022/23. Hauptunterrichtssprache ist Englisch, wobei Deutsch weitere Unterrichtssprache ist. Der Studiengang ist NC-frei, aber es wird ein Englisch-Nachweis benötigt. In dieser Medieninformation und auf dieser Seite der Uni findet ihr mehr Informationen zu diesem Masterstudiengang.

Universitätsbibliotheken:

Die zentrale Unviersitätsbibliothek, die Bereichsbibliothek und die alte Universitätsbibliothek sind geöffnet. Wer also der kalten Wohnung entfliehen oder das ein oder andere Buch ausleihen möchte, findet zu fast jeder Zeit eine geöffnete Bibliothek. Allerdings werden diese im Rahmen der Energiesparmaßnahmen ebenfalls auf gerade mal 19 °C geheizt. Die Pflicht zum Tragen einer Maske und die Abstandsregeln sind zurzeit ausgesetzt. Vor dem ersten Ausleihen muss ein eigenes Passwort für das Benutzerkonto eingerichtet werden. Das geht unter diesem Link. Auch wenn die Bücher je nach Fachgebiet auf die Bibliotheken verteilt sind, können die Arbeitsplätze und Carrels in den Bibliotheken von Studierenden jeglicher Fachrichtung genutzt werden.

Zentrale Universitätsbibliothek:

Hier finden sich diverse Medien zu den Fachbereichen Allgemeines, Psychologie, Geschlechterforschung, Recht, Wirtschaft, Geografie, Geologie, Mathematik/Informatik, Physik, Chemie, Pharmazie, Biologie, Medizin, Technik, Sport, Kunst.

Zudem sind hier viele Arbeitsplätze auf vier Etagen (Erdgeschoss miteingerechnet), 24 Einzelcarrels sowie vier Gruppencarrels (für 2 bis 10 Personen) zu finden. Die Einzelcarrels und Gruppencarrels können durch Hinterlegung des Studierendenausweises an der Servicetheke während der gesamten Öffnungszeiten ausgeliehen werden.

  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 23 Uhr und am Wochenende von 9 bis 23 Uhr
  • Servicezeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr

Bereichsbibliothek:

Hier finden sich diverse Medien der geisteswissenschaftlichen Fachgebiete und der Theologie, als da wären: Allgemeines, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Theologie, Philosophie, Pädagogik, Allgemeine und vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaften, Klassische Philologie, Germanistik, Fennistik/Skandinavistik, Anglistik, Romanistik, Slawistik/Baltistik, Ethnologie, Klassische Archäologie, Politologie, Soziologie, Geschichte.

Zudem sind hier 256 Arbeitsplätze, 12 Einzelcarrels und 3 Gruppencarrels (für 2 bis 6 Personen) zu finden. Die Einzelcarrels und Gruppencarrels können durch Hinterlegung des Studierendenausweises an der Servicetheke während der gesamten Öffnungszeiten ausgeliehen werden.

  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 23 Uhr
  • Servicezeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr

Alte Universitätsbibliothek:

Hier finden sich diverse Medien der Fachbereiche Kirchenmusik und Musikwissenschaft, sowie Medien der Spezialsammlungen Pomeranica, Altes Buch und Handschriften.

Zudem sind hier 52 Arbeitsplätze im Lesesaal und weitere Plätze mit Computer zu finden.

  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 20 Uhr
  • Servicezeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 15:30 Uhr

Weitere Informationen zu den Universitätsbibliotheken:

Die Mensen und Cafeterien:

Es gibt eine Mensa und eine Cafeteria am Berthold-Beitz-Platz und eine Mensa und Cafeteria am Campus Loefflerstraße, sowie eine Cafeteria im Klinikum. Hier gab es seit letztem Semester einige Änderungen bezüglich der Öffnungszeiten.

Mensa am Berthold-Beitz-Platz:

  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 11 bis 14 Uhr
  • Zahlungsart: Servicekarte, Studierendenausweis, Barzahlung
  • Hier ist der Speiseplan zu finden

Cafeteria am Berthold-Beitz-Platz:

  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr
  • Zahlungsart: Servicekarte, Studierendenausweis, Barzahlung

Mensa am Campus Loefflerstraße:

  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 11 bis 14 Uhr
  • Zahlungsart: Servicekarte, Studierendenausweis, Barzahlung
  • Hier ist der Speiseplan zu finden

Cafeteria „ins grüne“ am Campus Loefflerstraße:

  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 14 Uhr
  • Zahlungsart: Servicekarte, Studierendenausweis, Barzahlung

Cafeteria „ins grüne“ im Klinikum:

  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 7 bis 17:30 Uhr und am Wochenende von 12 bis 17 Uhr
  • Zahlungsart: Servicekarte, Studierendenausweis, Barzahlung

Solltet ihr während des Lernens Zugang zu Kaffee benötigen, ist das Mensa-Gebäude am Berthold-Beitz-Platz seit letzter Woche bis 20 Uhr geöffnet, sodass der Kaffeeautomat vor der Cafeteria bis zur Schließzeit für einen koffeinhaltigen Wachmacher (oder Wachhalter) genutzt werden kann.

Beitragsbild: Juli Böhm

Winter is coming Part 2

Winter is coming Part 2

Am vergangenen Freitag, dem 31.09. haben die Rektorin Frau Prof. Dr. Riedel und der studentische Prorektor Hennis Herbst zu einer Pressekonferenz im Büro der Rektorin eingeladen. Am Ende hat sich mit insgesamt 7 anwesenden Personen der mediale Ansturm etwas zurückgehalten, dennoch sind einige neue Informationen durchgedrungen, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen.

Zuerst sei gesagt: Wer den ersten Beitrag zu dem Thema noch nicht kennt, sollte einen Blick hineinwerfen. Unter diesem Link geht´s zum ersten Teil. Aber für die Vielbeschäftigten unter euch hier eine Kurzfassung:

Die Uni hat einen Krisenstab gegründet, um der drohenden Strom- und Gasknappheit im Winter Herr zu werden. Das Ziel ist dabei vor allem die Schadens- und Gefahrenminimierung, insbesondere wenn es um langanhaltende Stromausfälle geht, was bedeutet, dass gewisse Stoffe nicht mehr richtig gelagert werden können, oder durch Feuchtigkeit und Kälte empfindliche Gegenstände und Geräte beschädigt werden können.

Was hat sich nun Neues getan? Um eine Vorstellung über Mehrkosten, die auf die Uni zukommen, zu bekommen, wurden nun auch Zahlen preisgegeben. Die Uni, inklusive das Uniklinikum müssen mit circa 8 Million Euro zusätzlichen Kosten rechnen im Vergleich zum Vorjahr. Dabei fallen 7 Millionen allein auf Energiekosten. Schuld daran ist neben der Gasknappheit auch die aktuell anhaltende, starke Inflation, welche das Preisniveau in die Höhe treibt. Demnach liegt auch eine große Aufmerksamkeit auf Energiesparmaßnahmen, insbesondere wenn es ums Heizen geht. Es wird versucht, für gewisse Gebäude jeweils eine Art Energiebeauftragte*n zu finden, um die Arbeit etwas einfacher zu managen. Ab 16 Uhr soll eine Nachtabsenkung der Temperatur um 3 Grad stattfinden. Generell möchte der Krisenstab darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, in allen Bereichen Strom und Gas zu sparen so gut es geht – Zuhause und am Arbeitsplatz.

Wie sehen die Pläne aus? Nach wie vor laufen die Vorbereitungen ausgehend von den 3 besprochenen Szenarien
(siehe Teil 1). Die bereits erwähnten Gefahrenstoffe sollen gesammelt in die Uni-Medizin gebracht werden – dort wird so ziemlich am längsten Strom und Wärme sein, sollten alle Stricke reißen. Darüber hinaus möchte die Universität gewisse Gebäude als Wärmeinseln bereitstellen. Den Bibliotheken und dem Rechenzentrum sollte der Winter vorerst auch nichts anhaben können. Die Thermik stimmt hier und hinzu kommt, dass die Server des Rechenzentrums genug Wärme abgeben, um das Gebäude zu heizen. Überhaupt ist der Beitz-Platz gut gewappnet, da dort mit Geothermie (also Erdwärme) geheizt wird. Auch dem Hochschulsport sollte der Winter soweit nichts anhaben können, da die Einrichtungen oft nicht sehr heizintensiv sind und… ihr bewegt euch ja sowieso.

So warm ist es laut Thermometer etwa in der Bereichsbibliothek

Was heißt das jetzt für die Studierenden? Tatsächlich erstmal recht wenig. Die Pläne, euch im nächsten Semester ganz normal (oder so normal wie Präsenzlehre mittlerweile ist) in die Hörsäle zu schicken und eure Freunde und Lieblingsdozierenden endlich wiederzusehen, stehen nach wie vor. Die Räumlichkeiten werden aufgrund einer Maßgabe des Bundes auf kuschelige 19 Grad geheizt werden. Einen Aufruf an die Studierendenschaft, wo es geht Energie zu sparen, ob in der Uni oder zuhause, sollte trotzdem erwähnt werden. Dazu haben Hennis und Frau Riedel während der Konferenz Thermometer ausgehändigt mit einer Skala, welche neben der Temperatur auch die entsprechende Energieeinsparung (oder Nicht-Einsparung) im Vergleich zur Vorgabe des Bundes anzeigt.

Probleme könnte es eventuell in der experimentellen Forschung geben, da diese sehr energieaufwendig ist. Aber dazu steht der Krisenstab selbst noch in der Planung.

Generell heißt es wie im ersten Teil für uns alle erst einmal: Ruhe bewahren und keine Katastrophenszenarien ausmalen. Was der Krisenstab bespricht und worauf sich die Uni vorbereitet sind quasi worst-case-Szenarien, die noch weit davon entfernt sind einzutreffen. Man möchte hier lediglich vorbereitet sein und nicht mit runtergelassenen Hosen im Schnee stehen. Alle Zeichen stehen gut, dass die Uni diesen Winter gut überstehen wird.

Beitragsbild: Laura Schirrmeister

Steckrüben-Curry mit Gewürzreis (vegan)

Steckrüben-Curry mit Gewürzreis (vegan)

In diesem Semester ist einiges anders. Unter anderem können die Studierenden und Mitarbeiter*innen an der Universität nicht zwangsläufig ihren Hunger in den Mensen stillen. Da wir ohnehin viel mehr Zeit zuhause verbringen, können wir also auch kulinarische Experimente wagen. Kocht sie nach und kommentiert mal wie es war und was ihr verbessert habt!

Eigentlich ist das einzige, was an diesem Gericht etwas mit Curry zu tun hat, Teile der Gewürze. Ein Curry, obwohl es hier als Gewürzmischung (aka Currypulver) bekannt ist, ist eigentlich ein Sammelbegriff für Gerichte mit sämiger Soße. Mit Curry-Ketschup hat das nix zu tun! Was genau reinkommt unterscheidet sich massiv. Ohne allzuviel darüber zu wissen, denke ich jedoch nicht, dass die Steckrübe ein typisches Gemüse in den Teilen Asiens ist, wo Currys herkommen. Thailand, Indien, Malaysia … Aber es ist ein Gemüse, dass aus unserer Region kommt, günstig ist und zu unrecht ein bisschen in Vergessenheit geraten ist. Unsere Vorfahren hatten Steckrübenwinter nach dem Krieg – wir können unsere eigene Steckrübengeschichte schreiben.

Zutaten fürs Curry:

  • 1 kleine Steckrübe
  • 1 Shotglas voll roter Linsen
  • 1 halbe Paprika
  • 3 cm Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleine Zwiebel
  • ½ TL Currypulver
  • ½ TL Korianderpulver
  • ½ TL Kreuzkümmel (Cumin)
  • Salz
  • Pflanzenöl
Steckrübe, rote Linsen, Zwiebel und Ingwer

Zutaten für den Gewürzreis:

  • 1 Tasse Reis
  • 1/3 TL Anispulver
  • Salz
  • Pflanzenöl

Wie wird’s gemacht?

Zunächst werden Zwiebel, Ingwer und Knoblauch fein gewürfelt. Ingwer und Knoblauch kann man auch reiben – nervt aber dann beim Abwasch. Dann kann die Steckrübe gewaschen, geschält und in etwa 1 Zentimeter große Würfel geschnitten werden. Richtig geil an dieser Stelle wäre Chili. Hab ich aber nicht.

Meine Rezepte entstehen im Kochprozess und deswegen kaufe ich selten gezielte Zutaten. Improvisation ist alles!!!!!

Reis mit Salz, Anis und einem EL Pflanzenöl in einen kleinen Topf geben und kurz bei starker Hitze anschwitzen. Den Reis mit Wasser bedecken (eigentlich ist das Verhältnis 1 Teil Reis 2 Teile Wasser, aber ich finde es so einfacher), bis der Reis circa zwei Fingerbreit unter Wasser ist. Deckel drauf. Wenn es aufkocht, die Temperatur runter drehen auf eine kleine Flamme und mit geschlossenem Deckel weiter köcheln lassen. (Niemals umrühren!!!!!)

In einem größeren Topf die vorbereitete Zwiebel mit dem Ingwer, dem Knoblauch und den Gewürzen in Öl anbraten. Das Öl sollte den Boden vom Topf bedecken, also ca. 2 ½ EL Öl. Wenn die Gewürze angebraten werden, entfalten sie ihren Geschmack anders, als wenn sie erst später hinzugegeben werden. Aber aufpassen, dass nichts anbrennt! Wenn die Zwiebeln leicht glasig und die Gewürze leicht (!!) gebräunt sind, kommt die Steckrübe dazu. Kurz mit umrühren und dann die Linsen hinzugeben. Rote Linsen müssen nicht eingeweicht werden, deswegen können sie auch spontan verwendet werden. Das Ganze dann mit Wasser auffüllen, salzen und auf mittlerer Hitze köcheln lassen. Jetzt die Paprika schneiden und würfeln und auch in den Topf schmeißen. Geil! Das einzige, das noch geiler wäre, wäre Kokosmilch. Hab ich aber auch nicht. Pech gehabt.

Hin und wieder mit einem Löffel den Reis vorsichtig auseinander schieben und gucken, ob noch Wasser im Topf steht. Wenn keines mehr da ist und der Reis noch nicht durch ist, einfach ein bisschen Wasser nachgießen. Ist der Reis durch und noch Wasser im Topf, den Deckel abnehmen und die Temperatur hochdrehen, bis das Wasser verkocht ist. Den fertigen Reis abgedeckt zur Seite stellen.

Wie schmeckt’s?

Leider brauchen die Steckrüben wesentlich länger als ich gedacht hätte. Insgesamt fehlt es ein bisschen an Flüssigkeit und Schärfe im Curry. Falls ich das ganze nochmal kochen würde, würde ich definitiv Chili und Kokosmilch mit reinnehmen. Kein Essen für den schnellen Hunger, aber es gibt Schlimmeres. Wenigstens duftet die Küche richtig geil!

Bilder: Veronika Wehner
Banner: Julia Schlichtkrull

Diskussion mit Gesine Lötzsch: Was ist uns der Euro wert?

Diskussion mit Gesine Lötzsch: Was ist uns der Euro wert?

Der Euro ist in aller Munde: Ob Griechenland, Portugal oder Spanien – die Zukunft der gemeinsamen EU-Währung wird in sämtlichen Medien diskutiert. Nun soll sich auch Gesine Lötzsch, Vorsitzende der Partei Die Linke, dazu äußern. Die Chance erhält sie am 7. Juli bei der Veranstaltung „Was ist uns der Euro wert? Sozialstaatabbau in Zeiten der Krise“ : Dort wird sie zunächst einen Vortrag halten und im Anschluss darf diskutiert werden.

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Krisen-Management: GreiMUN simuliert UN-Sicherheitsrat

Ein Beitrag von Eileen Splitt

Beim „Crisis“-Workshop des Greifswald Model United Nations e.V. (GreiMUN) im Rahmen des GrIStuF ging es um die Bewältigung von Krisen. Schon am zweiten Workshoptag erreichte die Teilnehmer eine „Eilmeldung“, in der sie darüber informiert wurden, dass eine politische Krise zwischen Georgien und Russland ausgebrochen sei. Schlimmer noch, ein Krieg, über den sie nun im UN-Sicherheitsrat berieten, welche Schritte einzuleiten seien.

Doch bevor ihnen die schlechten Nachrichten überbracht wurden, bekamen sie zunächst eine allgemeine Einführung in das Thema „Krise“, unter anderem durch eine Podiumsdiskussion mit Professor Margit Bussmann, Lehrstuhlinhaberin für Internationale Politik, und Yu-Wen Chen, taiwaneisische Gastdozentin am Lehrstuhl für Vergleichende Regierungslehre. Anschließend folgte eine Einführung in das UN System, dessen Arbeitsweisen und formale Abläufe. Als die Teilnehmer über die ausgedachte Russland-Georgien Krise erfuhren, bekamen sie gleichzeitig ihre Länderposition zu diesem Thema mitgeteilt und mussten sich nun innerhalb kürzester Zeit der Position ihres zu vertretenden Landes annehmen, um am Ende zu einer Resolution zu kommen.

Katharina Behm und Lars Hunze, Teilnehmer der diesjährigen GreiMUN-Fahrt nach New York, führten als „Chairs“ (Vorsitzende) durch das formale Prozedere der UN Sicherheitsrat-Sitzungen. Sie äußerten sich erleichtert und glücklich über den Verlauf der Simulation: „Die Teilnehmer zeigten viel Engagement und Interesse an der UN“, so Hunze. Behm fügte hinzu: „Ich hätte mir zwar am Anfang ein wenig mehr Teilnehmer gewünscht, aber immerhin haben sich die, die da waren, rege an Diskussionen beteiligt, waren sehr motiviert und sind zu erfolgreichen Ergebnissen gekommen“.

Diese Freude spiegelte sich auch bei den Teilnehmern wieder. Die Indonesierin Asrining Tyas sagte, sie habe bisher nichts über Krisenmanagement gewusst und auch nicht, wie die UN funktioniere und das, obwohl sie Internationale Beziehungen studiere: „I wanna be a diplomat and this is like a real-life experience for my future life”. Mit nach Indonesien nimmt sie nicht nur tolle Erinnerungen und neue Freundschaften, sondern auch die Begeisterung und das Interesse an der UN. Selbst falls es mit der Diplomatenkarriere nicht klappen sollte, spätestens wenn sie die die „Mid-Life Crisis“ erreicht, wird sie sich an das Krisenmanagement zurück erinnern und wissen was zu tun ist…

Die Autorin war selbst Teilnehmerin der diesjährigen NMUN-Simulation in New York.