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Grafik: Jakob PallusDas Studierendenparlament (StuPa) tagt wieder – und diskutiert diesmal unter anderem über transgene Tiere an der Universität, die für Tierversuche genutzt werden. Auch die Drittmittel der Universität stehen auf der Tagesordnung. Heute Abend reden sich die StuPisten also wieder heiß – ab 20 Uhr im Konferenzraum des Universitätshauptgebäudes.

Der SDS wünscht sich außerdem, dass möglichst viele Studierende bei der Blockupy-Bewegung mitmachen, die am 24. Mai auch in Greifswald den Marktplatz belegen will. Das ganze findet im Rahmen einer bundesweiten Bewegung zwischen dem 15. und 25. Mai statt. Die Veranstalter wollen auf die europäische Krisenpolitik aufmerksam machen – auf den Umgang der EU mit der Krise der Ukraine, die EU-Sparpolitik, aber auch alltägliche Probleme wie Wohnungsnot und gerechte Arbeitsbedingungen. Gerade in Greifswald soll auf die desolate Finanzierungssituation des Bildungsektors hingewiesen werden.

Die ersten AStA-Wahlen stehen an

Nachdem in der letzten Sitzung die Struktur des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) besprochen und beschlossen wurde, sind für diese Sitzung die ersten Bewerbungen angesetzt. Allerdings sieht es ziemlich mau aus: Nur für vier Posten wollen sich bisher Studenten aufstellen lassen. Eine Bewerbung für den Vorsitz ist nicht zu finden, jedoch gibt es eine Bewerbung für den Finanzreferenten, Fabian Lewenhagen. Und für die Referentin für Internationales stehen die beiden Bewerber, die sich auch in der vorletzten Sitzung für den Rest der Legislatur beworben hatten, zur Wahl: Julia Skroch und Olga Klassen.

Das ist das Drucksachenpaket und hier die Tagesordnung:

TOP1 Begrüßung
TOP 2 Berichte
TOP 3 Fragen und Anregungen aus der Studierendenschaft
TOP 4 Formalia
TOP 5 Finanzanträge
TOP 5.1 Finanzantrag radio 98eins Das Radio möchte gerne, dass das StuPa dessen Bühne für die Fête de la Musique mit bis zu 500 Euro fördert.
TOP 6 Wahlen AG-Vorsitz
TOP 6.1 Wahl der Vorsitzenden AG Gender Trouble
TOP 7 Wahlen AStA
TOP 7.1 Wahl AStA-Referentin für Internationales Wie auf der vorletzten Sitzung bewerben sich Olga Klassen und Julia Skroch.
TOP 7.2 Wahl AStA Referent für Gleichstellung Yannick van de Sand möchte dieses Referat übernehmen.
TOP 7.3 Wahl AStA Co-Referat für HoPo Politische Bildung Marie Bonkowski möchte ihrem Referat treu bleiben und stellt sich wieder auf.
TOP 7.4 Wahl AStA Referent für Finanzen Diesen Posten möchte gerne wieder ein Jurist übernehmen: Fabian Lewenhagen.
TOP 8 InfoTOP Finanzen der Studierendenschaft
TOP 9 Unterstützung des Bildungsstreiks 2014
TOP 10 Aufwandsentschädigung moritz-Medien
TOP 10.1 Aufwandsentschädigung der Chefredakteurin moritz-Magazin Corinna Schlun macht die Arbeit für zwei und soll dementsprechend 60 Euro mehr erhalten.
TOP 10.2 Aufwandsentschädigung der Chefredakteurin webMoritz Auch Katrin Haubold hat noch keinen Stellvertreter und soll deswegen auch 60 Euro mehr im Monat erhalten.
TOP 11 Unterstützung der Kundgebung zu Blockupy am 24.05.2014 auf dem Marktplatz Zwischen dem 15. und 25. Mai finden bundesweite Aktionen des Blockupy-Bündnisses statt. Unter anderem auch in Greifswald am. 24. Mai, da soll der Marktplatz besetzt werden. Der SDS wünscht sich, dass die AStA-Referentin für Hochschulpolitik, politsche Bildung und Antirassismus diese Veranstaltung bewerben soll.
TOP 12 Transparenz bei Drittmitteln an der Universität Die Jusos möchten, dass die AStA-Referentin für Hochschulpolitik und deren Co-Referentin herausfinden, wie viele Drittmittel an der Universität wo eingeworben werden. Unterstützung sollen sie durch die studentischen Senatoren erhalten.
TOP 13 Tierversuche transparenter gestalten Das StuPa soll sich gegen Tierversuche mit transgenen Tieren aussprechen. Außerdem sollen die studentischen Senatoren anstreben, dass ein Tierversuchsbericht durchgesetzt wird, der unter anderem dokumentiert, wie viele Projekte mit Tieren arbeiten und wie viele Tiere genutzt werden.
TOP 14 Sonstiges

Watt soll dat? Das StuPa ist eine Welt für sich und es fällt schwer, die Verfahren und Regeln, die dort herrschen, auf Anhieb zu verstehen. Sei es im Sitzungssaal oder beim Lesen des Tickers, damit wirklich alle mitreden können, haben wir ein StuPa-Einmaleins veröffentlicht, in dem alle wichtigen Fakten und Regelungen zusammengefasst sind.

Hier tickert es ab 20 Uhr mächtig gewaltig

 Es tickert Katrin Haubold.

20:06 Noch geht es nicht los im StuPa. Die StuPisten, AStA-Referenten und Medien-Vertreter scheinen sich auf eine lange Sitzung eingestellt zu haben: Überall sieht man Energydrinks, Süßkram – ab und an blitzt auch was was Gesundes hervor.

20:15 Und es geht pünktlich los: „Wollen wir?“, fragt Philipp Schulz, der StuPa-Präsident. „NEIN!“, schallt es aus dem Publikum. „Müssen wir?“ – ja leider. Der AStA wird beschenkt und für seine Arbeit belohnt, Geschenke gibt es aber erst in der Pause. Und Philipp holt schon zum zweiten Mal die Glocke heraus. TOP 2 Berichte ist dran. Zum Präsidium gibt es einen Hinweis von Fabian Schmidt:“Bitte das nächste Mal den Bericht ein wenig ausführlicher.“

20:20 Die AStA-Vorsitzende Johanna Ehlers erzählt, dass das Fremdsprachen-und Medienzentrum die Sprachkurse Türkisch, Persisch und Arabisch dauerhaft ins Programm aufnehmen will. Der Finanzreferenten Till Lüers wird gebeten, die GEMA-Problematik näher zu erläutern. Er meint, dass es vielleicht die Möglichkeit gibt, dass es für die Universität eine Pauschalabgabe geben könnte, sodass viele Veranstaltungen abgedeckt werden können.

20:25 Martin fragt nach, ob es in der Stadt ein Public Viewing für die Debatte zwischen Martin Schulz und Jean-Claude Juncker gibt, aber Marie weiß von nichts. Bei Antje Gärtner, der Ökologiereferentin, gibt es keine Nachfragen. Lea Otte, die Fachschaftsrats-und Gremienreferentin, möchte gerne das Projekt mit dem Schreibwarenautomaten in den Bibliotheken weiterführen, auch wenn sie nicht mehr Referentin ist.

20:30 Sylvia Mehnert, die Referentin für Soziales, wird von Milos Rodatos gefragt, wie der Tag der Stiftungen war. Sylvia erklärt, dass zehn Stiftungen da waren und sie es gut besucht fand. Bei allen anderen Referentin gibt es keine Nachfragen.

Florian_Steffen_radio98eins_Corinna Schlun

Florian Steffen stellt den Finanzantrag für das Radio vor.

20:35 Es gibt keine Rechenschaftsberichte der Arbeitsgruppen und Ausschüsse. Jonathan Dehn, der stellvertretende Vorsitzende des Medienausschuss umreißt die letzte Sitzung kurz: Man habe über das ReDesign der Medien und ein neues Konzept des webMoritz gesprochen. Kevin Oelze spricht über die AG E-Learing. Das Präsidium kriegt heute einiges auf den Deckel: Sie haben vergessen, für die nächste Sitzung der AG einzuladen. Es gibt keine weiteren Nachfragen oder Nachträge.

20:40 Radio 98eins ist mit TOP 5 dran. Florian Steffen stellt den Antrag vor. Till findet ihn förderungsfähig und -würdig, auch der Haushaltausschuss sieht das so. Es sind übrigens 24 StuPisten da. Es gibt nur eine kurze Nachfrage, ob es eine „bis zu“-Förderung sei; Florian bejaht das. Der Antrag wird einstimmig angenommen.

20:46 Philipp ist nicht ganz bei der Sache, so übersieht er TOP 6, die Wahl der AG-Vorsitzenden für Gender Trouble und will gleich zu den AStA-Wahlen. Die Bewerberin wird einstimmig gewählt.

20:48 Es stellen sich Olga Klassen und Julia Skroch für das Referat Internationales als erster Punkt des TOP 7 AStA-Wahlen vor. Olga hatte beim letzten Mal keine Nachricht bekommen, weswegen sie nicht kam. Beide stellen sich vor. Julia konnte sich in den letzten Wochen ein wenig einarbeiten, da sie vor zwei Wochen in das Amt gewählt wurde.

20: 53 Olga ist auch bei Unicef-Hochschulgruppe dabei. Sie wird gefragt, wie sie die Leute motivieren will, ein Auslandssemester zu absolvieren. Sie meint, dass man unbedingt an der Anerkennung arbeiten muss, damit die Studenten ein Auslandssemester nicht etwa als Verschwendung sähen. Julia wurde dazu auf der Sitzung vor zwei Wochen befragt.

20:58 Yannick van de Sand stellt sich vor für das Referat Gleichstellung und Studierende mit Kind. Er möchte das Eltern-Kind-Café weiterführen, da er es sehr sinnvoll findet: „Es ist ein Ort, zu dem die Studierenden mit Fragen und Problemen gehen können.“ Er möchte vermehrt aufklären. Yannick ist übrigens richtig frisch an der Universität: Er ist in seinem ersten Fachsemester Jura. Milos findet es klasse, dass sich auch ein Erstsemester schon dafür einsetzen will.

21:03 Olga hat 9 Stimmen, Julia 15 – damit ist Julia die erste neu gewählte AStA-Referentin. Herzlichen Glückwunsch. Für Yannick gehen übrigens gerade grüne Zettel rum.

21:05 Marie Bonkowski stellt sich vor. Sie ist schon seit einem Jahr AStA-Referentin für Hochschulpolitik, politische Bildung und Antirassismus und da sie Spaß an der Arbeit hatte, möchte sie das gerne weiterführen. Martin Hackbarth fragt nach, was mit dem Antirassismus Training gemeint sei. Marie erklärt, dass sie sich eigentlich schon für sehr offen hielt, dieses Training habe sie aber trotzdem weitergebracht. Yannick wurde unterdessen mit 20 Ja-, drei Neinstimmen und einer Enthaltung gewählt; er nimmt die Wahl an. Und auch hier: Herzlichen Glückwunsch!

Der Blick vom Tickertisch.

Der Blick vom Tickertisch.

21:10 Fabian Lewenhagen stellt sich für das Finanzreferent vor, während Marie ausgezählt wird. Fabian ist noch kooptiertes Mitglied im Fachschaftsrat (FSR) Jura, er möchte die Zusammenarbeit mit den FSR stärken und für sie da sein, da nicht immer alle Mitglieder in den anderen FSR Ahnung von der Abrechnung haben. Björn Wieland fragt nach, ob er schon Erfahrung habe. Fabian erklärt, dass Till ihm schon ein wenig gezeigt habe und er, was Abrechnungen angeht, durch Projekte in der Schule Erfahrung gesammelt habe.

21: 14 Milos erklärt vorneweg, dass er nicht glaubt, dass dieses Referat heute gewählt werden kann. Er hat drei Nachfragen, einmal eine Förderungskultur, die Fabian anstrebt, wie er zu Beitragserhöhungen steht und wie er das Umsatzsteuerproblem angehen will. Fabian will den Leuten, die gefördert werden wollen, unter die Arme greifen; er hat kein Probleme mit einer geringen Beitragserhöhung, nennt aber keine Zahlen, und erklärt, dass man bei der Umsatzsteuer nicht versuchen sollte, das Finanzamt übers Ohr zu hauen – das gehe eh nicht gut aus.

21:20 Martin Hackbarth fragt nach, was Fabian unter einer moderaten Steigerung der Beiträge sieht: Maximal fünf Prozent wären das für ihn – das wären 0,40 Euro pro Student, die an die Studierendenschaft gehen würde. Fabian Schmidt möchte wissen: „Siehst du dich in der Lage dazu, dem Studierendenparlament die Stirn zu bieten?“ Er spielt darauf an, dass eventuell das StuPa einen Antrag fördern will, der eigentlich nicht mehr gefördert werden kann.

21:25 Philipp möchte von Till wissen, ob er Fabian den Job zutrauen würde. „Du stellst vielleicht Fragen“, ist Tills Antwort. Er bezweifelt, dass je ein Student kommt, der schon super in diesen Dingen Bescheid weiß und alles kann – das muss man alles lernen. Milos macht klar, dass er Fabian nicht wählen wird. Seiner Meinung nach sei die politische Ausrichtung Fabians, gerade was die Steuerproblematik und die Beitragserhöhung angeht, nicht das, was die Studierendenschaft gerade braucht. Damit ist die Fragerunde beendet. Während die Wahlzettel ausgezählt werden, wird das Ergebnis für Marie bekannt gegeben: 21 Ja-2 Neinstimmen und eine Enthaltung: Glückwunsch, liebe Marie!

21:32 Es gibt eine spontane Bewerbung von Claudia Hoßbach. Die StuPisten haben die Bewerbung erst durch die Tischvorlage bekommen und lesen erst einmal. Sie möchte Referentin für Fachschaften und Gremien werden. In der Zwischenzeit gibt Philipp bekannt, dass Fabian nicht als Finanzer gewählt wurde, er erhielt nur 9 Ja-Stimmen, aber 12 Neinstimmen und 3 Enthaltungen.

21:36 Claudia wollte sich eigentlich für Studium und Lehre bewerben. Durch ein Telefonat mit Johanna wurde ihr mitgeteilt, dass dort schon eine Bewerbung vorliegt. Da sie auch sehr großes Interesse an diesem Referat hatte, entschloss sie sich spontan für eine Bewerbung bei diesem. Katharina von Schack möchte wissen, ob Claudia sich den Vorsitz vorstellen könnte, da es dort noch keine Bewerbung gibt – “ vielleicht im nächsten Jahr“, wiegelt sie erst einmal ab.

21:41 Till wurde gerade beauftragt, das Amt als Finanzer weiterzuführen, bis ein neuer gewählt wurde. Das wurde angenommen. Lisa-Samira Henke bewirbt sich noch mal als Presse-und Öffentlichkeitsreferentin, allerdings nur bis zum 31. Juni 2014. “ Das ist natürlich kein festes Datum“, erklärt sie. Sie ist bemüht sich, einen Nachfolger zu finden – aber während der Europa- Kommunalwahlen, dem Bildungsstreik und der Vollversammlung sei es wichtig, dass das Referat besetzt sei. Für Samira gibt es sandgelbe Zettel.

21:47 Herzlichen Glückwunsch, Claudia. Sie wurde mit einer Enthaltung, einer Nein- und 22 Ja-Stimmen gewählt. Als nächstes bewirbt sich Sylvia Mehnert für das Referentin für Soziales, Wohnen und Studienfinanzierung. Sie möchte das nicht ohne Nachfolger zurücklassen, da es einige Projekte gibt, die sie nicht zurücklassen will. Außerdem gibt es einige Problemfälle, denen sie noch helfen will.

21:54 Samira wurde mit drei ungültigen, zwei Neinstimmen und 19 Ja-Stimmen gewählt. In der Zwischenzeit wurde Johanna beauftragt, den Vorsitz bis zur nächsten StuPa-Sitzung zu leiten. Es gibt auch eine Bewerbung für Studium und Lehre: Martha Markowski. Sie wollte eigentlich erst einmal Praktikantin werden, als sie dann aber hörte, dass das Referat frei sei, habe sie sich dazu entschlossen, es zu übernehmen.

Der AStA bekommt Geschenke.

Der AStA bekommt Geschenke.

22:03 Syliva wurde auch gewählt – auch hier Glückwunsch – und zwar mit 19 Ja- und 2 Neinstimmen sowie einer Enthaltung und einer ungültigen Stimme. Bis viertel elf ist nun Pause.

22:21 Martha erhielt keine Nein-Stimme, drei Enthaltung und 20 Ja-Stimmen. Anna-Lou Beckmann stellt sich nun vor für das Referat Veranstaltungen und studentische Kultur. Sie wird gefragt, was sie zu Beitragserhöhungen bzw. Studiengebühren und zum Bildungsstreik sagt. Gerade bei zweiterem sagt sie: “ Das ist ja wohl klar, dass das wichtig ist.“ Sie wusste bei ihrer Bewerbung nicht, wie viel Zeit sie dazu braucht, aber sie hat recht wenig Uni, deswegen denkt sie, dass sie das gut schaffen kann.

22:36 Auch an Anna-Lou herzliche Glückwünsche, denn sie wurde mit 16 Ja-, 4 Neinstimmen sowie 2 Enthaltungen bei einer ungültigen Stimme gewählt. In der Pause wurde das Präsidium darauf hingewiesen, dass für die Beauftragungen ein Beschluss her muss. Dieser wird fix geschrieben und wurde auch angenommen. Damit sind die drei; Antje, Till und Johanna, offiziell noch ein Weilchen im Amt.

22:39 Es geht um den InfoTOP 8. Es geht um die Umsatzsteuer. Till meint, dass es ein paar Ansätze gibt für Lösungen, bei denen es noch nicht sicher ist, ob das Finanzamt mitzieht. Man denkt darüber nach, einen Steuerberater für die Umsatzsteuer einzustellen. Es könnte sein, dass die Studierendenschaft die Umsatzsteuer nachzahlen muss für die letzten Jahre. Aber es gibt noch die Möglichkeit, dass alles erst ab 2013 gilt, dass es also einen Cut gibt. Stephanie Wauschkuhn geht nach Hause.

22: 52 Milos wundert sich, dass diese Informationen so spät ans StuPa getragen wird. Dem widersprechen Johanna und Till vehement: Es gibt Artikel auf dem webMoritz, es war Thema auf jeder letzter Sitzung des AStA und es war auch in den Rechenschaftsberichten. Milos beantragt ein Meinungsbild, ob die StuPisten sich über dieses Thema ordentlich informiert fühlen. Dem stimmen viele zu. Erik von Malottki ist dazugestoßen und wirft ein:“Till möchte doch erst einmal nur eine Richtung wissen.“ Das bedeutet zum Beispiel, dass das StuPa sich dafür entscheidet, dass wenige Steuern gezahlt werden müssen. Timo möchte das auf nächste Woche vertagen, sodass sich das StuPa darüber noch mal Gedanken machen kann.

23:05 Am Donnerstag soll es einen Termin geben, bei dem es um das Sammeln um Informationen geht, wie hoch eventuelle Nachzahlungen werden könnten. Es wird überlegt, wen man dazu schicken könnte, denn Till wünscht sich eine Unterstützung aus dem StuPa. „Das Risiko Umsatzsteuer sollte möglichst klein gehalten werden“, macht Johanna deutlich.

Das Präsidium lauscht den Anwärtern für die verschiedenen AStA-Posten.

Das Präsidium lauscht den Anwärtern für die verschiedenen AStA-Posten.

23:15 Es soll ein Beschluss gefasst werden, indem das StuPa-Präsidium, Till bzw. sein Nachfolger eine Lösung für das Umsatzsteuerproblem finden soll. Diese soll folgende Bedingungen erfüllen: eine geringe steuerliche Belastung sowie ein geringer bürokratischer Aufwand für die FSR und den AStA. Der Finanzer und das Präsidium sollen die MitstuPisten regelmäßig informieren, vor allem aber in der nächsten StuPa-Sitzung. Tillmann Paul Kraft möchte, dass mindestens ein Mitglied des Haushaltsausschusses bei dem Termin am Donnerstag dabei ist.

23:25 Till, Milos und Johanna geben persönliche Erklärungen ab – Till meint, er bräuchte keinen Beschluss, ihm hätte gereicht, wenn das StuPa ihm eine Richtung vorgibt; Milos sprich dagegen, dass genau deswegen ein Beschluss notwendig gewesen ist. Johanna appelliert: „Lest unsere Berichte!“ Da hätte alles drin gestanden.

23: 30 TOP 9, eine Unterstützung des Bildungsstreiks, ist dran. Therése Altenburg stellt ihn vor: Man möchte 5000 Euro vom StuPa haben, um die ganzen Aktionen zu bezahlen. Dazu gehören Sonderhefte, Sticker, Flyer und ähnliches. Außerdem sollen damit Busse bezahlt werden, mit denen man nach Rostock am 25. Juni fahren will, denn dort soll an diesem Tag noch eine weitere Demonstration.

23:34 Für den 20. Mai stellt das Studentenwerk die Verpflegung. Außerdem ist die AG Bildungsstreik 2014 dabei, weitere Sponsoren zu finden. Diese 5000 Euro sollen bis zum Herbst 2014 reichen. Eingerechnet sind deswegen alle Reisekosten – ausgenommen ist die Großdemo im Oktober, die im Herbst geplant ist.

23:37 „Meiner Meinung nach könnten hier auch 50.000 Euro stehen“, meint Philipp polemisch, „Wir wissen alle, dass das wichtig ist.“ Der Antrag wird abgestimmt und einstimmig angenommen. Philipp erzählt noch kurz von der Sitzung des Studierendenrates aus Rostock, bei der er gestern zu Gast war und das Thema Bildungsstreik vorgestellt hat.

23: 45 TOP 10, die Aufwandsentschädigungen für die Chefredakteurin des moritz-Magazins Corinna Schlun und die der tickernden Redakteurin wird schnell drangenommen. Da es keine Stellvertreter gibt, bekommen beide 60 Euro mehr im Monat, wie das StuPa einstimmig festlegte. Damit ist erstmal Pause bis 23:55. Die Sitzung wurde zudem um eine Stunde verlängert.

23: 58 Weiter geht es. Martin Grimm stellt den nächsten TOP, TOP 11 vor: Die Unterstützung des Blockupy-Bündnisses. „In der letzten Legislatur hat das StuPa etwas ähnliches gemacht mit umFAIRteilen“, erklärt er. Er wird gefragt, wer damit macht: Der SDS, die Piraten, es gibt ein Open-MIC. Martin Hackbarth fragte dies um herauszufinden, ob es nur von einer Partei organisiert wird, dem ist aber nicht so. Es gibt keine weiteren Redebeiträge. Die namentliche Endabstimmung findet statt, dabei fällt auf, dass Benedikt Eisele und Mike Hanske sind gegangen, ohne sich abzumelden. Bei einer der Nein-Stimme nahm das StuPa den Antrag an.

00:05 Martin Hackbarth möchte mit dem Antrag aus TOP 12 wissen, wie viel Drittmittel aus der Wirtschaft kommen. Erik stimmt dem zu: „Man muss die Drittmittelherkunft kritisch beleuchten.“ Die Dokumentation sollen die StuPisten und auch die gesamte Studierendenschaft informiert werden, woher das Geld kommt. Daraus sollen die StuPisten eventuelle politische Konsequenzen ziehen.

Die andere Seite_Corinna

Vor der Pause waren die Reihen voller, jetzt haben sie sich gelichtet.

00:10 Die StuPisten möchten gerne mehr über die Drittmittel erfahren und nehmen den Antrag einstimmig an. Es geht weiter mit dem letzten Antrag, TOP 12. Das StuPa soll sich dagegen aussprechen, dass transgene Tiere genutzt werden – was transgene Tiere sind, steht in der Begründung, erklärt Martin Hackbarth. Er möchte gemeinsam mit den Antragstellern, dass die alternative Forschung vermehrt unterstützt wird. Außerdem soll die Kooperation zwischen der Universität und dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) näher untersucht werden.

00:15 Milos bedankt sich, möchte den Antrag aber lieber in die Vollversammlung tragen. Auch Philipp spricht sich dafür aus. Martin und Matias Bluhm sprechen sich dagegen aus. „Einen Tierschutzantrag als Mittel zum Zweck für die Vollversammlung zu nutzen, finde ich bedenklich“, erklärt er. Er möchte nicht, dass es verzögert wird.

00:18 Erik denkt, dass dieses Thema die Studierenden eher abschrecken könnte, zur Vollversammlung zu gehen. Wer übrigens nicht die Begründung lesen will: Bei transgenen Tieren sind Genome verändert, und zwar nicht durch Züchtung oder zufällige Mutagenese sondern sie wurden eingepflanzt.

00:21 Philipp meint, dass es eher kontraproduktiv sei, dass kontroverse Themen nicht in der Vollversammlung besprochen werden. „Das habe ich so nicht gesagt“, erklärt Erik. Antje spricht sich dafür aus, dass der Antrag auf der Vollversammlung besprochen wird, sodass die Legitimation durch mehrere Studierende gegeben wird. Das wird im Senat eher angenommen als ein Beschluss vom StuPa, so ihre Meinung.

00:26 Martin Hackbarth hat eine Idee: Man könne den Teil mit der Überprüfung der Kooperation zwischen Universität und FLI auf die Vollversammlung verlegen, den Rest heute beschließen. Martin möchte die Rednerliste schließen, Fabian Schmidt ist dagegen. Deswegen wird abgestimmt: Martins Antrag wird angenommen.

00:30 Die Emotionen kochen hoch. Fabian hat einen GO-Antrag, dass die Redezeit auf eine Minute begrenzt wird. Antje erzählt von ihren Erfahrungen: Gerade mit der Medizin und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät gibt es große Unterschiede bei der Betrachtungsweise.

00:35 Till möchte, dass die Ökologiereferentin Informationen sammelt, sodass es kein Bashing auf der Vollversammlung gibt sondern die Studenten informiert werden. Er meint, er habe sich aus Halle eine Studentenzeitung mitgenommen, in der das Thema stand. Dort ist es durch den Senat gegangen, dass Informationen veröffentlicht und gesammelt werden. Dadurch sind auch den Senatsmitgliedern erst einmal die Zahlen bewusst geworden.

00:38 Während Björn seine Minute Redezeit für ein bisschen Ruhe nutze und eine Weile nichts sagte, spricht er sich erneut dafür aus, das auf die Vollversammlung zu tragen. Auch wenn es nur eine Minute Redezeit gibt, bekommt die tickernde Redakteurin aufgrund der hochgekochten Emotionen nicht alles mit. Martin Hackbarth hat einen Ordnungsruf erhalten.

00:42 Das StuPa hat sich dafür ausgesprochen, dass Thema auf die nächste Sitzung zu vertagen. Milos gibt eine persönliche Erklärung ab. Er meint, dass es eine Absage an die Basisdemokratie sei, dass der Antrag nicht auf die Vollversammlung gebracht wird. Fabian widerspricht dem: Man kann Anträge bis zum 16. Mai einbringen, wie eine Email des AStA mitteilte, und auch spontan einbringen.

00:45 Es ist schon Sonstiges dran: Aufruf zur Bildungsstreik AG morgen 18 Uhr, Aufruf zur Teilnahme der Demo am Demmin am 8. Mai, Einladung zur Pharmazeuten-Mensa-Party jetzt. Vielleicht gehen ja ein paar StuPisten hin. Nun ist aber erst einmal Schicht im Schachte.

Fotos: Katrin Haubold, Corinna Schlun

Kommentare

  1. franzfroehlich    

    Das Tierversuchsthema ist ja sehr spannend. Weiß man eigentlich wie die betroffenen Professoren und Mitarbeiter das Thema sehen und wieso?

    1. chris63    

      Natürlich sind sie für die Tierversuche, ihre ganze Arbeit hängt daran.
      Was soll überhaupt der Antrag darauf die Zusammenarbeit des FLI mit der Uni zu untersuchen?
      Es ist schon erstaunlich wie in den letzten Jahren immer wieder gegen die Mat.-Nat. und Medizin gehetzt wurde.

      1. ErikvonMalottki    

        Hey Chris, jetzt abgesehen von der Frage der Tierversuche,. Wie das in deinem privaten Umfeld aussieht kann ich natürlich nicht sagen, aber von offizieller studentischer Seite kann ich das so nicht stehen lassen das gegen die Mat Nat und Medizin gehetzt wurde. Im Gegenteil. In den letzten Jahren haben wir es geschafft mit der Senatsliste Solidarische Universität, genau von diesem Lagerdenken weg zu kommen. Im Moment sind sogar 7 der 12 studentischen Senatoren Mediziner. Wir als Studierenden haben zum größten Teil die gleichen Interessen. Auf keinen Fall dürfen wir uns vom Dekan der MAt Nat auseinander bringen lassen. Es geht um eine Volluniversität und um Fakultäten die gegenseitig die Bedeutung des jeweils anderen anerkennen. Genau deswegen habe ich gestern im StuPa auch eine EInbindung der Mediziner und Naturwissenschaftler in diese Debatte gefordert. Das StuPa ist diesem Antrag ja dann auch gefolgt. Ich bin mir sicher das wir gemeinsam einen Konsens finden werden.

        1. franzfroehlich    

          Hm. Wo ist bitte der Konsens zwischen "Wir wollen Tierversuche" und "Wir wollen keine Tierversuche"? Ist für mich ziemlich binär…

        2. chris63    

          Es fing zum Beispiel damit an, dass darüber gemeckert wurde, dass die Mat. Nat. und die Medizin immer wieder neue Gebäude erhalten. So war es auch damals bei der Eröffnung des C_DAT.
          Dann natürlich die Zuwendung der Fördergelder, dass die Mat. Nat. und die Medizin mehr Gelder erhalten als die Geisteswissenschaftlichen Bereichen.

  2. franzfroehlich    

    Halt mal. Das liest sich ja glatt so, als hätte Milos gern einen Finanzer, der die Studenten schröpfen und das Finanzamt bescheißen will… Das kann doch aber nicht ernsthaft so sein, oder?

  3. sabal    

    Mal ein Vorschlag an alle die gegen Tierversuche sind: Meldet euch freiwillig als Versuchsperson!!!
    Tierversuche sind nun leider eben mal notwendig.

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