Kindheit und Jugend, Ausbildung und Freizeit in der einstigen Hansestadt Stralsund vom Spätmittelalter bis zur frühen Neuzeit
Im Pommerschen Landesmuseum findet seit 3. Oktober 2011 die Ausstellung Hereinspaziert statt, in der jeder Besucher noch bis zum 19. Februar 2012 in Spielorte, Fantasieräume und Spielzeugträume vergangener Zeiten reisen kann. Zu diesem Anlass lud am Dienstagabend (10. Januar) Gunnar Möller, Stadtarchäologe und Denkmalpfleger aus Stralsund, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst zu einem historischen Diavortrag. (mehr …)
Israel ist das Land im Nahen Osten, welches am meisten mit der deutschen Geschichte verwoben ist. Es verbindet als schmaler Streifen Afrika und Asien. Der Großteil des Staatsgebietes ist identisch mit dem Land Israel, welches aus der Bibel bekannt ist.
Israel ist ein moderner Staat in einer geographisch und klimatisch abwechslungsreichen Region. So gibt es schneebehangene Berge im Norden neben der trockenen Wildnis im Süden, verlassene Gebiete neben modernen und lebendigen Städten. Israel ist nicht nur ein reiches und faszinierendes ethnisches und religiöses Mosaik, sondern besitzt auch zahlreiche Kultureinrichtungen und Unterhaltungszentren. Dank seiner reichen Geschichte und der Tatsache, dass es als Heiliges Land für die drei monotheistischen Religionen gilt, besitzt Israel auch zahlreiche antike und heilige Stätten. (mehr …)
„Was weißt du eigentlich über Studierendenverbindungen?“, fragten die Kommilitoninnen Tina, Janette, Katja und Marie nicht nur die Zuhörer ihrer gleichnamigen Präsentation, sondern zuvor auch sich selbst. Die Fragestellung war Kern ihres Seminars „Performative Recherche“ im Studiengang Kommunikationswissenschaft. In dem mit vier Teilnehmerinnen paradiesisch kleinen Seminar widmeten sich die Studentinnen der selbst gestellten Frage durch intensive Recherche in alle möglichen Richtungen. Am Donnerstagabend stellten sie ihre Ergebnisse vor – im bis auf den letzten Platz gefüllten Hörsaal in der Alten Augenklinik.
Viele Fakten, aber methodisch kreativ
Die vier Studentinnen versuchten, zwischen den Greifswalder Verbindungen anhand von Schlagwörtern zu differenzieren.
Ihre Dozentin Hedwig Golpon erklärt die angewandte Technik: „Performative Recherche bedeutet, mit künstlerischen Mitteln auf Untersuchung zu gehen.“ So kann bei der Recherche zur Fragestellung mit sehr viel freier gewählten Methoden gearbeitet werden als in der klassischen wissenschaftlichen Forschung und auch bei der Darstellung der Ergebnisse werden künstlerische und dramaturgische Möglichkeiten berücksichtigt. Die Forscherinnen wurden im Wortsinne zu Darstellerinnen: Durch einen Teil des Vortrags wurden die Zuschauer etwa von der als Student des 19. Jahrhunderts verkleideten Tina Winterstein geführt, immer wieder wurde die Präsentation dialogisch zwischen den vier Kommilitoninnen gehalten. (mehr …)
Sonnenschein, Karibik, chillen, tanzen, vielleicht Liebe und Fröhlichkeit: Das sind mögliche Assoziationen, die einem zum Reggae einfallen können. Homophobie ist vielleicht das letzte, woran man denken würde. Dass dies aber im Reggae durchaus vorkommt, zeigte der Jura-Student Peter Madjarov bei seinem Vortrag am 10. November im Rahmen der Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie.
„Genau so wenig, wie man Homophobie im Reggae, der Musik, bei der alles so friedlich ist, vermuten würde, würde man solche Äußerungen an einer Universität vermuten“, leitet Peter ein. In seinem Vortrag gab er einen Überblick über die Entwicklung dieser Musikrichtung, über die Gesellschaft in Jamaika, dem Geburtsland des Reggaes und wie mit dieser Thematik in Deutschland umgegangen wird.
Nur ein kleiner Teil der Texte homophob
Homophobie im Reggae gibt es, so wurde es aus dem Vortrag deutlich.
Zuerst spielte er einen Song von Bob Marley vor, danach das Lied „Chi Chi Man“ von der Dancehallgruppe T.O.K. Mit dem Songtitel werden Homosexuelle bezeichnet, in dem Song werde dazu aufgerufen, sie zu verbrennen. Neben den Liedeinlagen stellte Peter, der Mitglied des Arbeitskreises Kritischer JuristInnen ist, die Hintergründe der Musikrichtung dar. „Jamaika erreichte 1962 die Unabhängigkeit“, referierte er, „Es kam zu einer Vermischung verschiedener Musikstile. Die Themen waren vor allem Spaß und Liebe.“ Die fröhlichen Lieder wurden zunehmend politischer, aber Homophobie habe da noch keine Rolle gespielt. Erst zu Beginn der 80er Jahre kam dies auf, in den 90er Jahren sind ganze Lieder als homophob einzuordnen. Den Höhepunkt solcher Äußerungen erreichte die Bewegung 2002. „Aber“, so betonte der Vortragende, „ist gleichwohl nur ein kleiner Teil der Texte homophob.“ Eher die Bereiche Liebe, Politik und Drogen werden thematisiert.
Doch woher kam die Wende? Peter Madjarov stellte den etwa 20 Zuhörern die Gesellschaft in Jamaika auszugsweise vor. Es wurde deutlich, dass es ein Land mit hoher Armut, Gewalt und Korruption handelt. „Der Geschlechtsverkehr zwischen Männern war seit der britischen Kolonialzeit strafbar und wurde mit zehn Jahren Haft bestraft“, erläuterte der Referierende. Auch die strenge Bibelauslegung der als eher konservativ einzuschätzenden Jamaikaner, 90 Prozent sind in der evangelischen Kirche, sei ein Grund. Ein weiterer Aspekt sei, wie Peter darstellte, die Sprache. Im Reggae dominiert „Patwa“, das einige Abweichungen zum Standardenglisch aufweise. Das Patwa weise eine starke Metaphorik auf. „Feuer wird beispielsweise genommen, um zu verdeutlichen, dass man gegen etwas ist“, erläuterte Peter. Außerdem sei hier eine Kultur der Übertreibungen und Angeberei festzustellen. Weiterhin stellte er, dass zwischen 1997 und 2004 etwa 30 homophob motivierte Morde auf Jamaika gab.
Als bekanntestes Beispiel führte Peter Madjarov den Reggae-Sänger Sizzla an, der etwa 13 oder 14 homophobe Lieder veröffentlichte, von denen die meisten auf dem Index für jugendgefährdende Medien seien. Besonders sein Lied „Nah Apologize“ von 2005 zeigt, dass er sich nicht bei dem „Batty-Boy“, das als Synonym für Homosexuelle hier verwendet wird, entschuldigen wird und dass diese lieber brennen sollen. In Europa, besonders in Deutschland, wurden daraufhin zahlreiche Konzerte von den Veranstaltern abgesagt. Ebenfalls wurde gegen ihn ein Einreiseverbot nach Europa verhangen. Nach fast zwei Stunden beendete Peter Madjarov mit vielen Informationen, Liedbeispielen und Exkursen seinen Vortrag. Die Zuhörer wussten nun, dass man auch mehr mit dem Reggae verbinden kann – aber die Assoziationen mit Sonne und Fröhlichkeit sind nach wie vor naheliegender, zeichnet sich doch eher ein kleinerer Anteil der Texte mit homophoben Inhalten aus.
Am Donnerstagabend geht es bei einer Vortragsveranstaltung mit anschließender Podiumsdiskussion um die aktuelle Lage der Bundeswehr in Afghanistan sowie um Millitärseelsorge. Veranstalterin ist die Konrad-Adenauer-Stiftung.
Wie die Stfitung mitteilt, steht die Veranstaltung unter dem Titel „Soldaten in Afghanistan – Militärseelsorge und die aktuelle Situation in Afghanistan“. Zur gegenwärtigen Situation des militärischen Einsatzes in Afghanistan referiert zunächst Oberstleutnant Uwe Kort. Er ist Leiter der Informationsarbeit des Bundeswehr-Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern. Anschließend spricht Helmut Jakobus, der Militärgeistlicher im Evangelischen Militärdekanat Erfurt ist, über die Militärseelsorge in Deutschland und im Einsatz. (mehr …)
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