von Gabriel Kords | 09.11.2009
Der Fachschaftsrat des Instituts für Kommunikations- und Politikwissenschaft hat in dieser Woche gleich zwei Experten-Vortrtäge über die Wirtschaftskrise organisiert. Es geht um die Rolle der Meiden sowie um den Einfluss der Krise auf die baltischen Staaten.

Medien in der Wirtschaftskrise: Täter oder Opfer?
Am Dienstag, dem 10. November, kommt Professor Frank Lobigs von der TU Dortmund und spricht über das Thema: „Täter oder Opfer? Medien und die Wirtschaftskrise“. Lobigs ist Lehrstuhlinhaber am Institut für Journalistik der TU Dortmund. Der Vortrag beginnt um 20 Uhr im Hörsaal 4 des Audimax.
Am kommenden Samstag, dem 14. November, wird dann Prof. Dr. Juris Rozenvalds von der Universität Lettlands (Riga) über das Thema „The economic crisisis and it’s impact on politics and social welfare in Latvia and the baltic states“ sprechen. Der Vortrag wird, wie der Titel verheißt, auf Englisch gehalten und findet um 15 Uhr ebenfalls im Hörsaal 4 des Audimax statt.
Im Anschluss an beide Vorträge sollen die Besucher noch die Möglichkeit haben, mit den Vortragenden zu diskutieren.
Weitere Inforamtionen auf der Homepage des FSR IPK.
Bilder: Michael Schulze von Glaßer via jugendfotos.de (Motivbild „Medienkritik“), Yannick Hoen (Motivbild Startseite)
von Carsten Schönebeck | 05.11.2009
Im Rahmen der Entwicklungspolitischen Tage in Greifswald findet am 5. November um 20 Uhr im Internationalen Kultur- und Wohnprojekt (IKuWo) (Goethestraße 1) eine Vortragsabend mit dem Linguisten und Historiker Feryad Fazil Omar statt. Omar spricht über die Unterdrückung ethnischer Minderheiten am Beispiel der kurdischen Bevölkerung in der Türkei in Syrien und im Iran.

Feryad Fazil Omar
Der Referent ist Präsident des Instituts für Kurdische Studien Berlin e.V. und Dozent für kurdische Sprache, Literatur und Geschichte an der Freien Universität Berlin.
In der Pressemitteilung heißt es:
Überall auf der Welt werden Menschen aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit unterdrückt – trotz gesetzlichen Minderheitenschutzes. (…) Doch was passiert mit den Kognitionen eines Volkes, das die eigene Sprache nicht sprechen, die eigenen Feste nicht feiern und die eigenen Geschichten nicht aufschreiben darf? Wie wirkt sich dieser Umstand auf die Bildung und damit auf die Sprache aus? Der Vortrag soll den Zusammenhang zwischen Menschenrechtsverletzungen und der kurdischen Sprache und Bildung sichtbar machen.
Der Eintritt ist frei.
Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Entwicklungspolitischen Tage findet ihr im Programmheft (pdf).
Bilder:
Feryad Fazil Omar – privat
Foto Startseite – Louisa Manz via jugendfotos.de
von Carsten Schönebeck | 04.11.2009
Im Rahmen der Entwicklungspolitischen Tage in Greifswald findet am 4. November im Literaturzentrum Vorpommern (Bahnhofstraße 4) eine Lesung mit dem Historiker und Publizisten Alexander Bahar statt. Bahar liest dabei aus seinem Buch „Auf dem Weg in ein neues Mittelalter?“. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr.

Alexander Bahar
Der iranischstämmige Autor, der in Freiburg und Frankfurt studierte, legt in seinem im April erschienen Buch eine umfassende Gesamtbetrachtung des Themas vor – historisch, international und bezogen auf die aktuellen Anlässe.
In der Pressemitteilung heißt es:
Wird die Würde des Menschen antastbar? Das Folterverbot ist eine der größten Errungenschaften der Zivilisation. Dennoch scheinen Folter sowie gewaltsame Verhörmethoden leider erneut Einzug in die Sphären der Politik zu halten.
(…) Auch in Deutschland wird die Folter wieder zum Teil befürwortet. Selbst mancher seriöser Jurist oder Politiker hält sie „unter bestimmten Umständen“ für anwendbar. Das absolute Folterverbot, das jahrzehntelang die Basis des Rechtsstaats bildete, wird mehr und mehr untergraben.
Der Eintritt beträgt 5 Euro (ermäßigt 3 Euro).
Bilder:
Foto Alexander Bahar – privat
Foto Startseite – Paul Marx via pixeliode
von Gabriel Kords | 30.06.2009
Bei Egon Bahrs Vortrag in der Universitäts-Aula wurde es so voll, dass Teile des Auditoriums dem Vortrag per Videoübertragung im Konferenzsaal unter der Aula folgen mussten. Der wichtigste Vertraute Willy Brandts und Architekt der neuen Ost-Politik ab 1969, hielt seinen Vortrag unter dem Titel: „Nach 40 Jahren staatliche Einheit erreicht – nach 20 Jahren innere Einheit verfehlt“.
Eine lange Liste an Erfolgen der Wiedervereinigung zählte Bahr auf, zum Beispiel die Erneuerung von Verkehrswegen, den Ausbau der Kommunikation, die Rettung von Bausubstanz und Kulturgütern – dann jedoch kam das große ,Aber‘: „Unseren eigenen Maßstab, die innere Einheit, haben wir nicht erreicht. Damit sind wir gescheitert.“
Zuvor hatte der 87-Jährige seine Analyse der Lage in West und Ost nach 20 Jahren Wiedervereinigung präsentiert: Die Differenzen zwischen Ostdeutschen und Westdeutschen lägen seiner Meinung nach daran, dass die Politik bei der Vorbereitung der Wiedervereinigung „die unterschiedlichen Mentalitäten und Strukturen der Gesellschaften nicht richtig berücksichtigt habe.“ Man hätte durchaus das ein oder andere Element der ostdeutschen Gesellschaftsstruktur übernehmen können – etwa bei der Kinderbetreuung. Eigentlich könnten die Ostdeutschen, die den Mauerfall selbst herbeigeführt hätten, stolz auf ihre Leistung sein. Aber eben dieser Stolz sei dann durch die Form der Wiedervereinigung „erdrückt worden“. Und weiter: „Aus Brüdern und Schwestern sind Ossis und Wessis geworden.“

Bundesminister a.D. Egon Bahr bei seinem Vortrag in der Universitätsaula
Die jetzige Lage in Ostdeutschland müsse politisch verändert werden, sagte Bahr. Sein ernüchterndes Fazit: „Wenn wir so weitermachen, kann der Osten auch bis 2050 nicht besser werden.“ Selbst eine Rückentwicklung sei möglich.
Grundgesetz oder neue Verfassung? (mehr …)
von Gabriel Kords | 14.04.2009
Am kommenden Donnerstag, dem 16. April, wird in der Universitätsbilbiothek ein Vortrag zum wissenschaftlichen Publizieren im Internet gehalten. Dr. Eric W. Steinhauer wird um 14 Uhr in der Felix-Hausdorff-Straße 10 einen kurze Einführung in das Urheberrecht und Open Access für wissenschaftliche Auotren im Internet geben.

Dr. Eric W. Steinhauer
Zum Inhalt der kostenlosen Veranstaltung teilen die Veranstalter mit:
Das Internet entwickelt sich auch in der Wissenschaft mehr und mehr zu einem Leitmedium. Nahezu jeder Wissenschaftler nutzt das Netz für die eigene Recherche und die wissenschaftlich Selbstdarstellung. Wenn es aber um die Publikation wissenschaftlicher Werke geht, haben viele Autoren noch Vorbehalte. Sie fürchten um ihre Rechte als Urheber. Auch herrscht Unsicherheit, wie sich die konventionelle Publikation in einem Verlag mit der Veröffentlichung im Internet verträgt. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung wird eine kurze Einführung in das Urheberrecht für wissenschaftliche Autoren geboten. Zugleich wird das Open-Access-Prinzip erläutert. Ziel ist es, den Wissenschaftlern eine mündige und informierte Entscheidung über die ihnen als Urheber zustehenden Rechte zu ermöglichen. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit für Fragen und zur Diskussion.
Eine kurze Information über den Referenten haben uns die Veranstalter ebenfalls zugesandt:
Dr. jur. Eric W. Steinhauer ist stellvertretender Direktor der Universitätsbibliothek Magdeburg. Er war Mitbegründer des Universitätsverlages der TU Ilmenau sowie in der Lehre tätig an der Hochschule der Medien in Stuttgart und der Bayerischen Bibliotheksschule in München.
Dies ist eine gemeinsame Veranstaltung des Zentrums für Forschungsförderung der Universität Greifswald, des Forschungsverbundes Mecklenburg-Vorpommern / Spin-Off, des Ausgründungsprojektes Geozon Science Media und der Universitätsbibliothek Greifswald.
Übrigens: Der webMoritz setzt bereits seit 2008 auf Creative Commons…
Foto: Veranstalter
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