Seit weitaus mehr als 10 Jahren findet das „festival contre le racisme“ nun schon an deutschen Hochschulen statt. Auch Greifswald veranstaltet das Festival dieses Jahr wieder und will vom 26. Juni bis zum 3. Juli mit einem breiten Programm für Sichtbarkeit und Aufklärung sorgen.
Nein zu Rassismus und Diskriminierung!
Seit 2005 veranstaltet der freie Zusammenschluss von Student*innenschaften gemeinsam mit dem Bundesverband ausländischer Studierender e.V. das festival contre le racisme. Rassismus und Diskriminierung sind weiterhin alltägliche Probleme und rechtsextreme Übergriffe sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Der AStA der Uni Greifswald möchte mehr Schutzräume, Antidiskriminierungsstellen und Fortbildungsangebote schaffen, da viele Berichte über Diskriminierungserfahrungen nicht ernst genug genommen werden. Um das öffentliche Bewusstsein für die vielen Probleme zu stärken, werden eine Reihe an Workshops, Seminaren und auch Filmvorführungen stattfinden.
Behaltet die Uniwebsite im Blick, um keine Veranstaltungen zu verpassen.
Programm:
26. Juni: Vortrag zur Sensibilisierung von Rassismus in der Schule; 14 Uhr – 16 Uhr, Ernst-Lohmeyer-Platz 1 Seminarraum 1.2.1
27. Juni: Mischszenen in MV, Vortrag von Endstation Rechts; 18 Uhr, Ernst- Lohmeyer- Platz 6 Hörsaal 2
28. Juni: The Hate you Give, Filmvorführung von der Kiste; 19:30 Uhr, Studentenclub Kiste
29. Juni: Rassistische und rechte Parolen, Seminar von Aufstehen gegen Rassismus; 14 Uhr – 17 Uhr (Zur Anmeldung), Ernst- Lohmeyer- Platz 3 Seminarraum 2.32
Ein Recht auf Hoffnung, Film über Kinderrechte – von und mit den Kindern Madagaskars – FSR Deutsche Philologie; 19 Uhr, Hörsaal Rubenowstraße 3
01. Juli: Unity through Sport, Beachvolleyball- und Basketballturnier vom Hochschulsport; Hans-Fallada-Straße 11 – Range- Sportplatz 10:00 Uhr (Zur Anmeldung)
02. Juli: Queer im Islam, Vortrag und Gesprächskreis von Marco Linguri und der Gender Trouble AG; 14 Uhr, Ort wir im Studierendenportal noch bekanntgeben
03. Juli: Diversity und Vielfalt: Fassade oder tatsächliche Realität? (Online-Veranstaltung), (Zur Anmeldung)
Das Wichtigste auf einen Blick: Was? festival contre le racisme Wann? 26. Juni bis zum 03. Juli Wo? Überall in Greifswald Programm: Das Programm findet ihr hier
Diese Redaktion besteht aus Studierenden. Und Studierende studieren. Oder besuchen Seminare. Oder schreiben Hausarbeiten. Und ab und zu kommt dabei auch etwas Sinnvolles zustande. Damit diese Perlen der wissenschaftlichen Hochkultur mit der Abgabe nicht im Nirvana verschwinden, werden wir hier ausgewählte Ergebnisse aus unserem eigenen Studium teilen.
Diese gekürzte Zusammenfassung basiert auf dem Vortrag und der Ausarbeitung zum Thema „Zufallswege“ aus dem Seminar „Simulation von Zufallszahlen des MSc. Biomathematik im SoSe 2021“.
Der Begriff „Zufallsweg“ (Irrfahrt, Irrweg, engl.: random walk) stammt aus einer im Jahr 1905 im Journal Nature geführten Konversation zwischen Karl Pearson und Lord Rayleigh. Pearson fragte nach einer Lösung für ein statistisches Problem: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand nach n Wegstrecken, mit bestimmter Länge und beliebigen Winkeln zwischen diesen Strecken, wieder in der Nähe des Ausgangspunktes erscheint? Lord Rayleigh konnte ihm bereits eine Woche später antworten, Pearson bedankte sich in der darauffolgenden Woche und resümierte:
Wir können aus der Lösung von Lord Rayleigh die folgende Lehre ziehen: In offenem Gelände ist der wahrscheinlichste Ort, an dem man einen Betrunkenen antrifft, der überhaupt noch auf seinen Beinen stehen kann, irgendwo in der Nähe seines Ausgangspunktes.
Ein Zufallsweg ist grundsätzlich ein mathematisches Modell, das die zufälligen Wege eines Teilchens im ein- oder mehrdimensionalen Raum beobachtet und verknüpft. Dieser stochastische Prozess besitzt unabhängig und identisch verteilte Zuwächse in diskreter Zeit. Das bedeutet, dass einzelne, gleich große Zeitschritte beobachtet werden und die Bewegungen des Teilchens nur vom aktuellen Zeitschritt abhängen.
Zur Veranschaulichung des Konzepts kann man sich einen betrunkenen Studenten, nennen wir ihn Moritz, vorstellen, der in der Innenstadt herumläuft. Im eindimensionalen Fall bewegt er sich nur auf der Langen Straße. Da Moritz so betrunken ist, weiß er nach jedem Schritt nicht mehr, in welche Richtung er gerade gelaufen ist und geht mal vor und mal zurück. Wir bleiben an dem Punkt, wo wir ihn getroffen haben, stehen und beobachten seinen Weg.
Um die Sache zu vereinfachen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Moritz einen Schritt nach vorne macht, genau so groß wie die Wahrscheinlichkeit eines Schrittes nach hinten. Damit können wir den beobachten Zufallsweg symmetrisch nennen. In diesem Fall kann man zeigen, dass Moritz nach einer gewissen Zeitspanne wieder zu seinem Ausgangspunkt zurückkehrt. Tatsächlich kommt er unendlich oft zurück, wenn eine unendliche Zeitspanne betrachtet wird. Aber da am nächsten Tag Vorlesungen sind, können wir ihn nicht so lange beobachten und wollen ihn irgendwann daran erinnern, dass er nach Hause gehen sollte, um wenigstens etwas Schlaf zu bekommen. Doch wann kommt Moritz das nächste Mal zu uns an seinen Ausgangspunkt zurück? Die Wahrscheinlichkeit, dass er in 100 Schritten mindestens einmal bei uns vorbeikommt, liegt bei 92%. Also wird das hoffentlich noch rechtzeitig klappen.
In einem zweiten Szenario treffen wir Moritz nicht auf der Langen Straße, sondern auf dem Marktplatz. Somit liegt ein zweidimensionaler Fall vor. Auch hier nehmen wir etwas vereinfachte Bedingungen an. Zusätzlich zu dem gleichmäßigen Laufen kann Moritz nur geradeaus, zurück oder im rechten Winkel nach links bzw. rechts abbiegen.
Und auch hier kann gezeigt werden, dass Moritz nach endlicher, aber möglicherweise sehr langer Zeit, wieder bei uns am Ausgangspunkt erscheint. Georg Pólya konnte 1921 zeigen, dass diese Eigenschaft des garantierten Zurückkehrens zum Ausgangspunkt nur für ein- und zweidimensionale symmetrische Zufallswege zutrifft. Ab der dritten Dimension gibt es Zufallswege, die für immer im Nirgendwo verschwinden.
Ein betrunkener Mensch findet nach Hause, aber ein betrunkener Vogel kann für immer verloren gehen.
Stress kennt jeder. Aber wie verhält man sich wenn man merkt, dass man dauernd angespannt ist? Der Allgemeine Studierenden Ausschuss (ASTA) der Universität Greifswald bietet deshalb am 03.-04.07.2010 ein Seminar zur Stressbewältigung an.
Stopp den Stress!
Das Ziel ist es stressauslösende Faktoren zu ergründen und individuell wirksame Elemente zu erarbeiten, die dann dem Stress entgegensetzt werden. Die Teilnehmer erlernen Entspannungstechniken und Bewegungsübungen, die vorbeugend und akut helfen. – ASTA Flyer
Das Seminar wird jeweils mit 650€ vom Studierendenparlament (Sitzung vom 02.06.2010) und Studentenwerk Greifswald gefördert. Trotz der Förderung fallen pro Person 20€ Teilnahmegebühr an. Der für studentische Seminare hohe Preis kommt laut Aussage von Philipp Helberg, Referent für Soziales beim ASTA, vor allem durch die hochqualifizierten Dozenten zustande. Durchgeführt wird das Seminar von Mitarbeitern des Instituts für Gesundheitssport & Trainingsanalyse Greifswald, die ausgebildete Sporttherapeuten und Präventionstrainer sind.
Inhalte des Workshops sind unter anderem:
Stresstheorie/Definition
Stressorenanalyse
Kognitive Techniken
Kräftigungsübungen
Muskelentspannung
Zeitmanagement
Autogenes Training
Atemtechniken
Kommunikationstraining
Das Seminar findet am 03.07.2010 von 09-18 Uhr und am 04.07.2010 von 09-16 Uhr in der Volkshochschule Lubmin statt. Wer Lust hat an dem Seminar teilzunehmen sollte umgehend eine E-Mail an soziales@asta-greifswald schreiben oder den ASTA unter 03834/861750 anrufen.
Am kommenden Wochenende werden der RCDS Greifswald und die Konrad-Adenauer-Stiftung gemeinsam ein Rhetorikseminar veranstalten. Es steht unter dem Titel „Politik Live – Wenn’s zur Sache geht…“ und richtet sich an junge Erwachsene.
Das Seminar wird nach Angaben der Veranstalter einen Schwerpunkt auf politische Rhetorik legen. Der Referent wird der Rhetoriktrainer und Publizist Holger Doetsch sein, der 1990 in der DDR-Regierung de Maizière Sprecher des Jugend- und Sportministeriums war.
Die Veranstaltung beginnt am Samstagnachmittag gegen 13 Uhr und endet im Laufe des Sonntagnachmittags. Während des Seminars bestehen ausreichende Gelegenheiten für praktische Übungen, die auch im Programm vorgesehen sind. Das vollständige Programm kann hier nachgelesen werden.
Der Teilnehmerbeitrag beträgt 15 Euro, Anmeldungen sind noch bis zum Freitag, dem 8. Januar 2010 an rcds@rcds-greifswald.de möglich. Das Seminar findet statt im Seminarraum 109 der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät, Domstr. 20.
Am kommenden Wochenende findet ein Hörspiel-Workshop in den Räumlichkeiten von radio 98eins statt, welches vom Jugendmedienverband Mecklenburg-Vorpommern, dem JMMV, organisiert wird. Für das Seminar gibt es noch einige freie Plätze.
Das ganze Wochenende dürfen sich Interessierte im Hörspielbereich austoben. Dabei geht es von der Grundidee, über das Einsetzen der eigenen Stimme, bis hin zu technischen Aspekten, wie der Aufnahme und den Schnittprogrammen, . Doch steht neben der Theorie vor allem auch die Praxis im Vordergrund. Unterstützung gibt es vom radio 98eins-Team.
Neulinge und Erfahrene sind herzlich willkommen. Voranmeldungen können unter tom[ät]jmmv.de abgegeben werden. Der Workshop, inklusive Verpflegung und Übernachtung, kostet 30 Euro, für JMMV-Mitglieder 20 Euro.
Weiteres Seminar vom JMMV: Poetry Slam
Um das gesprochene Wort geht es auch beim zweiten Workshop des JMMVs am kommenden Wochenende in Greifswald. „Deine Texte, dein Mikro, deine Chance“, verspricht der Jugendmedienverband auf seiner Homepage. Im Mittelpunkt des Seminars steht der Poetry Slam. Unter anderem wird der Slammer Björn Högsdal referieren, der zu den bekanntesten Künstlern der Szene gehört. Die Teilnehmer lernen von ihm, wie sie ihre Beobachtungen bühnenreif und unterhaltsam darstellen können.
Wer vom 11. bis 13. Dezember also lernen möchte, wie man Gestik, Mimik und Stimme einsetzen kann, sollte sich bei tino[ät]jmmv.de anmelden. Der Teilnahmebeitrag beträgt ebenfalls 20 Euro für Mitglieder und 30 Euro für Nicht-Mitglieder.
Bilder
Foto Startseite – Thomas Heil / www.jugendfotos.de
Foto im Artikel – Stephan Glagla / www.jugendfotos.de
Hier könnt ihr das aktuelle Video von moritz.tv sehen.
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