Tim Krätschmann äußert schwere Vorwürfe gegen den AStA

Letzte Woche trat Tim Krätschmann „mit sofortiger Wirkung“ von seinem Amt als AStA-Finanzreferent zurück und lößte damit einen Debatte über das interne Klima im AStA aus (m/“ target=“_self“>webMoritz berichtete).

Jetzt erhebt Tim Krätschmann selbst schwere Vorwürfe gegen Teile des

AStA. In einer Stellungnahme für das Studierendenparlament, die dem webMoritz vorliegt, kritisiert er unter anderem die AStA-Vorsitzende Scarlett Faisst.

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Update 2. Dezember 0.50 Uhr:

Die Stellungnahme von Tim Krätschmann wurde auf seine Bitte hin vom webMoritz entfernt. Seine schriftliche Stellungnahme, die er im StuPa abgegeben hat, wurde dem webMoritz aus anonymer Quelle zugespielt. Der webMoritz respektiert den Wunsch von Tim Krätschmann. Die News möchten wir jedoch nicht löschen.

„Beim nächsten Mal sollten wir radikaler sein“ – Fabian Freiberger im Interview

Einen anstrengenden Semesterstart erlebte Fabian Freiberger. Der 24-jährige Student der Geschichte und Politikwissenschaft ist seit Juli AStA-Referent für Hochschulpolitik. Im hektischen Büroalltag des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) fand er Zeit für ein Gespräch über den geplanten Verwaltungskostenbeitrag, die Demonstration in Schwerin am 16. Oktober und die Doppelbelastung während der Erstsemester-Woche.

moritz Warum sprichst du dich gegen einen Verwaltungskostenbeitrag aus?
Fabian Freiberger Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass es keine Gebühren in Mecklenburg-Vorpommern gibt. Das steht im Landeshochschulgesetz, im Koalitionsvertrag und der Verfassung des Landes. Ich glaube außerdem, dass Gebühren nicht zum Vorteil Mecklenburg-Vorpommerns dienen. Im Gegenteil, sie mindern die Attraktivität.
Bei meiner Wahl im Studierendenparlament habe ich meine Position, dass ich gegen Studiengebühren jeder Art bin, klar herausgestellt.

moritz Warum ist der Verwaltungskostenbeitrag so umstritten?
Fabian Die geplanten 50 Euro sind ein Pauschalbetrag, bei dem die Leistungen und Kosten nicht aufgelistet werden. Es handelt sich dabei um eine Studiengebühr, das geht gar nicht. (mehr …)

„Eine urdemokratische Institution…“

Am 12. November findet um 20 Uhr in der Mensa am Schießwall eine Vollversammlung der Studierendenschaft statt (Nähere Informationen findet ihr hier). In Zeiten von drohenden Studiengebühren, überfüllten Hörsälen und obdachlosen Kommilitonen tragen nicht nur Interessensvertretungen, sondern auch jeder einzelne Student Verantwortung für Uni und Studium. Hoffen wir, dass mindestens fünf Prozent der Greifswalder Studierenden dies ähnlich sehen und mit ihrer Anwesenheit dafür sorgen, dass die Versammlung beschlussfähig ist.

Webmoritz sprach mit dem AStA-Referenten für Hochschulpolitik, Fabian Freiberger, über Hintergrund, Themen und Ziele der Vollversammlung:

Fabian, was ist der Grund für diese Vollversammlung?

Laut der Satzung der Studierendenschaft ist es Pflicht, dass diese Versammlung einmal pro Semester stattfindet. Der Anlass ist also erstmal ein rein formaler. Sie wird vom Asta organisiert, der als ausführendes Organ der studentischen Selbstverwaltung von den Beschlüssen des StuPa abhängig ist. [Ergänzung  F.F.11.10.: Natürlich hab ich davon gesprochen, dass die Vollversammlung Formsache (nicht Pflicht) ist. Damit meine ich aber nicht, dass es ein REIN formaler Anlass ist. Ich will die Vollversammlung nicht abwerten.]

Was bedeuten die Abstimmungsergebnisse dieser Tagung für die Hochschulpolitik?

Die Ergebnisse gelten als Empfehlung für das StuPa (Studierendenparlament), sie sind nicht verbindlich. Als Repräsentation der Meinung der Studierenden kommt ihnen allerdings die Ausdruckskraft einer urdemokratischen Institution zu.

Wie muss man sich den Ablauf der Versammlung am nächsten Mittwoch vorstellen?

Generell kann sich jeder einbringen. Man muss einen Antrag stellen, um in die Rednerliste aufgenommen zu werden. Der Reihe nach, tragen dann die Antragssteller ihre Anliegen vor und dann wird abgestimmt. Die Form der Anträge ist jedoch vorgeschrieben, das heisst, es steht vorher fest, ob jemand eine Frage stellen, einen Kommentar abgeben oder einen Vorschlag einbringen will. [Ergänzung  F.F.11.10.: Der beschriebene Ablauf stimmt gar nicht. Jeder hat jederzeit das Recht zu jedem Thema einen Redebeitrag (Antrag, Frage, Kommentar, Kritik usw.) zu leisten. Gerade darum geht es doch auf einer Vollversammlung.]

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