von Lucas Hohmeister | 01.12.2024
Der Adventskalender ist heute ein fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit und eine beliebte Tradition für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Doch seine Ursprünge und die Entwicklung sind tief in der christlichen Tradition verwurzelt. Der Artikel gibt einen Überblick über die Geschichte des Adventskalenders, seiner Entstehung und seiner Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte.
Ursprung und frühe Formen des Adventskalenders
Die Ursprünge des Adventskalenders liegen im Christentum, genauer gesagt in der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Der Advent ist die vierwöchige Fasten- und Vorbereitungszeit, die mit dem vierten Sonntag vor Weihnachten beginnt und bis zum Heiligen Abend andauert. Der Begriff „Advent“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Ankunft“ – die Ankunft Jesu Christi. Traditionell war diese Zeit eine Periode des Gebets und der Besinnung.
Bereits im 19. Jahrhundert begannen Menschen, verschiedene Methoden zu entwickeln, um die Tage bis Weihnachten zu zählen. Die ersten Adventskalender waren keine modernen, mit kleinen Türen oder Fenstern versehenen Kalender, wie wir sie heute kennen. Stattdessen markierten Familien oft die Tage des Advents mit Strichen an der Wand oder malten Bilder, um die Kinder auf das bevorstehende Fest vorzubereiten.
Ein früher Vorläufer des Adventskalenders war die sogenannte „Adventskerze“, die mit 24 Markierungen versehen war. Jeden Tag wurde ein Stück des Wachses abgebrannt, sodass die Kinder das zunehmende Licht der kommenden Weihnacht spüren konnten.
Der erste gedruckte Adventskalender
Die Entwicklung des Adventskalenders, wie wir ihn heute kennen, nahm jedoch erst im 19. Jahrhundert Gestalt an. Der erste gedruckte Adventskalender wurde 1851 von dem deutschen Verleger Gerhard Lang entwickelt. Inspiration erhielt er von einer Kindheitserinnerung, bei der seine Mutter 24 Bilder auf Papier klebte, die er an den Tagen des Advents entdecken konnte. Lang entwarf den ersten Kalender mit 24 Bildern, die Kinder jeden Tag nach und nach aufdeckten.
Um 1900 wurden die ersten Adventskalender aus Papier massenhaft produziert. Diese einfachen Kalender hatten 24 nummerierte Felder, hinter denen sich jeweils ein Bild oder ein Spruch verbarg. Mit der zunehmenden Kommerzialisierung und dem Wachstum des Marktes für Geschenke und Süßigkeiten begannen die Kalender, immer aufwändiger und bunter zu werden.
Der Adventskalender und seine Veränderungen im 20. Jahrhundert
Im 20. Jahrhundert nahm der Adventskalender viele verschiedene Formen an. Die Kombination aus Schokolade und Kalender war eine der größten Innovationen. Ab den 1950er Jahren begannen Unternehmen, Schokoladen-Adventskalender zu produzieren, bei denen hinter den einzelnen Türen kleine Schokoladenstücke versteckt waren. Dies war eine besonders beliebte Variante, die bis heute weit verbreitet ist.
Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal war die kommerzielle Ausdehnung des Adventskalenders. Die Vielfalt an Themen, Motiven und Designs nahm im Laufe der Jahre zu. Während früher religiöse Symbole und Motive im Mittelpunkt standen, gibt es heute Adventskalender mit Themen aus der Popkultur, wie etwa von beliebten Serien, Filmen oder Marken.
Moderne Adventskalender sind häufig auch in Form von Boxen oder Täschchen zu finden, in denen kleine Geschenke oder Kosmetikprodukte aufbewahrt werden. Der Trend zu „alternativen“ Kalendern, die sich nicht nur auf Süßigkeiten oder Bilder beschränken, hat in den letzten Jahren weiter zugenommen.
Der Adventskalender heute
Der Adventskalender ist heute ein beliebtes Geschenk für Menschen jeden Alters. In vielen Familien ist er zu einer liebgewonnenen Tradition geworden. Die Kalender sind nicht nur eine Methode, die Zeit bis Weihnachten zu zählen, sondern auch ein Symbol für Vorfreude und Besinnlichkeit.
Moderne Kalender bieten eine breite Palette von Möglichkeiten: vom klassischen Schokoladenkalender über Kalender mit kleinen Spielsachen, bis hin zu Luxusversionen mit teuren Parfums oder hochwertigen Teesorten. Auch DIY-Adventskalender, bei denen Eltern oder Freund*innen selbst kleine Überraschungen in die Kalender einfüllen, erfreuen sich großer Beliebtheit.
Der Adventskalender hat sich über die Jahre von einer religiösen Tradition zu einem kulturellen Phänomen entwickelt. Was einst als bescheidene Methode zur Zählung der Tage bis Weihnachten begann, ist heute ein globaler Brauch, der in zahlreichen Variationen gefeiert wird. Vom einfachen Papierkalender bis hin zum luxuriösen Erlebnis ist der Adventskalender ein wunderbares Symbol für die Vorfreude auf das Weihnachtsfest. Erzählt doch mal, was ihr dieses Jahr für einen Adventskalender habt, an dem ihr euch die nächsten 24 Tage erfreuen werdet.
Beitragsbild: Vanessa Finsel
Zur Person des Autors
Lucas stammt ursprünglich aus dem Rheinland und ist nun schon seit einigen Jahren in Greifswald. Derzeitig ist er Student der Organisationskommunikation im Master. Für den webmoritz. ist Lucas seit 2022 aktiver Redakteur. Sein Lieblingstier ist der Panda 🐼
von Allan Kant | 25.07.2024
Vor 900 Jahren im Jahr 1124 unternahm Bischof Otto von Bamberg eine erste Missionsreise nach Pommern. Eine zweite folgte 1128. Diese Missionsreisen bildeten den Beginn des Christentums in Pommern, was für weitreichende Veränderungen für die Einwohner*innen der Region sorgte.
Die beiden Missionsreisen geschahen jeweils auf Wunsch weltlicher Herrscher. Bei der ersten Missionsreise kam dieser Wunsch vom christlichen Herzog Bolesław von Polen. Er hatte zuvor einen Krieg gegen Pommern gewonnen, sodass der pommersche, heidnische Herzog Wartislaw I. nun unter seiner Lehnsherrschaft stand, ihm also bis zu einem gewissen Grad an Autonomie unterstellt war. Um seinen Einfluss auf Pommern zu festigen, forderte Herzog Bolesław von Pommern unter anderem die Annahme des Christentums. Dazu bat er Otto, eine Missionsreise nach Pommern zu unternehmen. Die zweite Missionsreise erfolgte auf Wunsch des römisch-deutschen Königs Lothar von Sachsen. Sie bewirkte, dass sich viele lokale Adelige taufen ließen. Zudem betätigte er sich bei dieser Missionsreise als Diplomat und konnte so einen erneuten Einmarsch in Pommern durch Herzog Bolesław verhindern. Den Erfolg der Missionsreisen schreiben die Quellen vor allem dem sehr überzeugenden Auftreten Ottos zu. Dieser wurde 1060 nach Christus geboren. Während seiner theologischen Ausbildung war er mehrere Jahre in Polen. Dort wurde er auch zum Priester geweiht. Dieser längere Aufenthalt erklärt auch seinen Kontakt zu Herzog Bolesław. Später war er mehrere Jahre am römisch-deutschen Königshof tätig, war also in den führenden Kreisen der politischen Elite, und wurde Bischof von Bamberg. Bei seinen beiden pommerschen Missionsreisen seien laut christlichen zeitgenössischen Texten mehrere Kirchen gebaut und etliche Personen getauft worden.
Heidnische Slaw*innen umgeben von Christ*innen
Zum Zeitpunkt der Missionsreise war Pommern eines der letzten nicht christlichen Gebiete in Europa. Im späteren westkirchlichen, also nicht orthodoxen, Europa erfolgten lediglich die Christianisierungen im heutigen Baltikum und im Großfürstentum Litauen noch später. Die Region war zum Zeitpunkt der Missionsreisen Ottos also bereits vollständig von christlichen Gebieten umgeben. Durch Handelskontakte mit christlichen Regionen befanden sich in den Randgebieten auch bereits erste christliche Gemeinden, die parallel zur heidnischen Kultur existierten.
Heidnische Bräuche herausgefordert
Über Details der religiösen Kulte der Slaw*innen ist nur wenig bekannt. Auffallend ist, dass archäologische Untersuchungen nur Tempel und religiöse Gegenstände aus der Zeit der ersten noch gescheiterten christlichen Missionsversuche im 10. Jahrhundert, in dem Pommern kurzzeitig Teil des christlichen Ostfrankenreichs war, gefunden haben. Zuvor wurden ihre kultischen Feiern wohl vermutlich in der freien Natur begangen. Nach der Vertreibung der christlichen Besatzer und der Reetablierung des paganen Glaubens entstanden wohl erstmals große Tempelanlagen, und auch archäologische Funde heidnischer Kultgegenstände stammen vielfach aus dieser Zeit. Die christlichen Missionsversuche beförderten also anscheinend die Intensität und Pompösität der paganen Bräuche, vermutlich als abgrenzende Reaktion auf das Christentum. Dass sich die lokale Religion trotz der Missionsbemühungen der umliegenden bereits christianisierten Gebiete so ungewöhnlich lange halten konnte, liegt vermutlich auch daran, dass die heidnischen Priester*innen eine mächtige Gesellschaftsschicht darstellten, die ihren paganen Glauben vehement verteidigten, um nicht ihre Machtposition zu verlieren. Diese Priester*innenklasse hatte sich während der Missionsbemühungen als Gegenreaktion gegründet. Hinzu kommt, dass die pagane Religion wahrscheinlich sehr heroische Legenden und Glaubensvorstellungen beinhaltete, die sehr dem Zeitgeist einer Epoche militärischer Bedrohung – Pommern war umgeben von zwei größeren Mächten: Polen und dem Heiligen Römischen Reich – entsprochen haben dürften.
Heidnische Glaubenspraktiken vor und während der Christianisierung
Das Wissen über die Religion der Slaw*innen vor der Christianisierung ist nur sehr begrenzt, weil sie selbst keine schriftlichen Quellen hinterließen, sodass nur sehr wenige zeitgenössische Texte zur slawischen Mythologie überliefert sind, die von christlichen Missionar*innen verfasst wurden und daher eine eindeutig negativ wertende Sicht auf diesen Glauben beinhalten. Bekannt ist, dass es eine polytheistische Religion mit einigen Gemeinsamkeiten zu anderen Mythologien des indogermanischen Sprachraums war. In der slawischen Mythologie existierten vier Hauptgötter, denen jeweils bestimmte Funktionen zugeschrieben wurden. Bei den Elb- und Ostseeslaw*innen, also auch den slawischen Stämmen in Pommern, vollzog sich zeitgleich mit der Errichtung von Tempeln und der Schaffung einer paganen Priesterklasse ein Wandel im Götterbild der Gläubigen. Die Hauptgötter, die ursprünglich Naturgötter mit bestimmten Zuständigkeiten gewesen waren, wurden nun zu Stammesgöttern, die jeweils von bestimmten slawischen Stämmen verehrt wurden. Teil der gesamten slawischen Mythologie war außerdem ein ausgeprägter Glaube an Dämonen und Naturgeister. Diese Glaubensvorstellungen blieben auch lange nach der Christianisierung bis in die Neuzeit als Aberglaube erhalten. Naturgeister wurden unter anderem in den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft angenommen und verehrt. Zudem ging man davon aus, dass in bestimmten Pflanzen Geister wohnen würden. So gab es unter anderem heilige Bäume und Haine. Die Jenseitsvorstellungen beinhalteten sowohl einen transzendenten Ort, der jenseits eines Flusses läge und an dem ein Drache wohnen würde, als auch eine Vorstellung von Wiedergeburt. Üblich war zudem vor dem Beginn christlicher Einflussnahme die Feuerbestattung. Interessant und auffallend ist hierbei, dass sich während der Zeit der ersten christlichen Missionsversuche die im Christentum übliche Bestattung unverbrannter Leichname durchsetzte, während gleichzeitig eine sehr aktive pagane Abgrenzung zum missionierenden christlichen Glauben stattfand. Das ist deshalb bemerkenswert, weil Bestattungssitten eigentlich sehr eng mit religiösen Überzeugungen verbunden sind.
Heidnische Bräuche vergangen
Obwohl einige pagane Vorstellungen noch lange als Aberglaube erhalten blieben, markiert die Christianisierung doch einen großen Umbruch in der pommerschen Geschichte. Mit der Übernahme der christlichen Religion glich sich Pommern religiös aber auch politisch den das Land umgebenden Mächten an. Aber auch für die einfache Bevölkerung dürften die Veränderungen deutlich spürbar gewesen sein. Aufgrund dieser hohen Bedeutung für die Region finden anlässlich des 900-jährigen Jubiläums der ersten Missionsreise einige kulturelle und akademische Veranstaltungen im deutschen und im polnischen Pommern statt, die auf der zugehörigen Internetseite recherchiert werden können. Informationen, Ergänzungen oder Eindrücke dazu dürfen auch gerne in die Kommentare geschrieben werden.
Beitragsbild: Allan Kant
von Allan Kant | 06.12.2023
Am 06. Dezember ist in allen christlichen Kirchen der Gedenktag Bischof Nikolaus von Myra. Dieser war ein Bischof der Spätantike, über dessen wohltätiges Wirken und sein Vollbringen von Wundern viele Legenden existieren. Aus einigen davon haben sich kulturelle Bräuche entwickelt, die bis heute bestehen. Über sein tatsächliches Leben ist nur wenig bekannt.
Biographie
Bischof Nikolaus wurde 283 nach Christus vermutlich in Patara – heute nur noch Ruinen – nahe Kalkan in der Türkei, geboren. Er wurde im Alter von ungefähr 19 Jahren von seinem Onkel zum Priester geweiht und später zum Bischof von Myra – heute Demre in der Türkei. Er starb zwischen 345 und 351 nach Christus, in jedem Fall am 06. Dezember. Sein gesamtes Vermögen vermachte er Armen. Im Kult wurde er vermutlich mit Abt Nikolaus von Sion – heute untergegangener Ort in der Türkei – vermengt, der später zum Bischof von Pinara – ebenfalls heute untergegangener Ort in der Türkei – geweiht wurde und 564 nach Christus starb. Bischof Nikolaus lebte während einer Welle von Christ*innenverfolgungen in seiner Region. Legenden berichten, dass auch er inhaftiert wurde. Zeitgenössische Quellen belegen, dass er am ersten Konzil von Nicäa teilnahm. Ein Konzil ist eine Versammlung aller Bischöfe, bei der theologische Fragestellungen diskutiert und einzelne Lehrmeinungen als richtig festgelegt werden. Dort hat er hitzig gegen die aus christlicher Sicht falsche Lehre des Arianismus argumentiert. Diese geht im Gegensatz zum Christentum davon aus, dass Jesus Christus nicht gleichzeitig Mensch und Gott sei, sondern nur dessen bedeutendste Schöpfung, weil er im Gegensatz zu Gott gezeugt worden sei. Die Falschheit der Lehre aus christlicher Sicht wurde auf dem Konzil festgelegt. Bischof Nikolaus argumentierte auf dem Konzil laut Überlieferung mit starker Vehemenz wurde aber auch als Vermittler wahrgenommen. Viele Legenden ranken sich um seinen Lebenslauf.
Die Legenden
Seine Eltern seien an der Pest gestorben. Ihr Erbe habe er an Arme verteilt und so unter anderem verhindern können, dass einige junge Frauen zur Prostitution gezwungen wären. In einer anderen Fassung der Legende stahl er das Geld seinen Eltern zu deren Lebzeiten. Nach dem Tod seines Onkels sei er ins Heilige Land gepilgert und im Anschluss von der Gemeinde von Myra – heute Demre – zum Bischof gewählt worden. Drei zu Unrecht Gefangene habe er je nach Variante der Legende befreit, indem er entweder dem Kaiser im Traum erschienen sei oder das Henkersschwert festgehalten und ihn so daran gehindert habe, die Hinrichtung zu vollstrecken. Er habe mehrere Schiffbrüchige gerettet; einmal sei er auf einem kleinen Boot unsichtbar mitgefahren und habe einen aufgezogenen Sturm beendet. Drei Jungen, die ermordet und von Kannibalen zu Nahrung zubereitet worden seien, seien von ihm von den Toten auferweckt worden. Er habe mehrere Tempel der griechischen Göttin Artemis zerstört, die in der Region von Seefahrerenden angebetet wurde. Der 06. Dezember ist in der griechischen Mythologie Artemis Geburtstag. Während einer Hungersnot in Myra habe er von Seefahrerenden, die Getreideschiffe zum römischen Kaiser gebracht. Er bat ihn von jedem Schiff jeweils 100 Scheffel (35,24 l) Getreide behalten zu dürfen und ihnen versprochen, dass durch sein Gebet trotzdem die gesamte Menge Getreide beim Kaiser ankommen würde, was auch geschehen sei. Dadurch habe er die Lebensmittelversorgung Myras für mehrere Jahre sicherstellen können und sogar noch Saatgut für neue Getreidepflanzen übrig gehabt.
Bräuche zum Nikolaustag
In einigen christlichen vor allem katholischen Kulturen bringt Bischof Nikolaus am 06. Dezember die Geschenke und nicht das Christkind oder der Weihnachtsmann an Weihnachten. Hintergrund ist die Legende, nach der er mehrere junge Frauen beschenkte. Der Brauch entwickelte sich im Spätmittelalter und begann zunächst damit, dass sich ein Kind als Bischof verkleidetet und die anderen Kinder als solcher belohnte oder bestrafte. Später taten dies Erwachsene und es kam Knecht Ruprecht als Strafender zu einem gütigen, belohnenden Nikolaus hinzu. Dieser Brauch wird heute nur noch selten praktiziert. Verbreiteter ist es, leere Schuhe am Vorabend vor die Haustür zu stellen, die dann in der Nacht befüllt werden. In der Vergangenheit wurden anstelle von Schuhen kleine, selbstgebastelte Papierschiffe vor die Tür gestellt, was auf die Legende, nach der Bischof Nikolaus mehrere Schiffbrüchige rettete, zurückgeht. Die Tradition, dass stattdessen das Christkind an Weihnachten die Geschenke bringt entstand durch die Reformation, die die Heiligenverehrung ablehnte. Im 19. Jahrhundert entstand in den Vereinigten Staaten von Amerika die Tradition des Nikolauses als Geschenkbringer. Diese wurde mitgebracht von niederländischen Auswanderer*innen. Der Weihnachtsmanns als solcher, wurde dort zu einer säkularen Figur, deren Popularität durch eine Marketing-Kampagne von Coca-Cola stark anstieg.
Fazit
Bischof Nikolaus von Myra ist also bis heute eine unter Christ*innen sehr populäre Figur, um die sich zahlreiche Legenden ranken, über die es aber kaum historisch belegbares Wissen gibt. Aus diesen Legenden entstanden im Laufe der Kirchengeschichte einige Bräuche, die bis heute fortbestehen. Auch deshalb ist er wohl trotz der wenigen bekannten Fakten noch heute einer der bekanntesten Heiligen.
Beitragsbild: Laura Schirrmeister
von Marthe Pelz | 16.10.2023
2006 fand die erste Vortragsreihe „Universität im Rathaus“ statt, heißt es auf der Website der Universität Greifswald. Seitdem stellen Wissenschaftler*innen aus Greifswald im Bürgerschaftssaal ihre jeweiligen Arbeiten vor – aber nicht im klassischen Uniformat, sondern auf eine Weise, die allgemeinverständlich ist und kein Fachwissen erfordert. So können vor allem Nicht-Studierende einen Einblick in die Strukturen der Universität erlangen. Und das völlig umsonst!
Diesen Montag um 17 Uhr wird wieder der Beginn der alljährlichen Vortragsreihe „Universität im Rathaus“ eingeläutet. Unter dem Hashtag #wissenlocktmich … zur Universität Greifswald werden ab jetzt jeden Monat Greifswalder Wissenschaftler*innen von Oktober bis Ende Januar ihre Forschung und Forschungsergebnisse vorstellen. Dabei soll der Fokus vor allem darauf liegen, die Verbundenheit zwischen der Universität und den Bewohner*innen Greifswalds und Umland zu stärken, sowie Wissen allgemeinverständlich an alle zu vermitteln, die sich für Wissen und Wissenschaft begeistern.
Die Vortragsreihe findet auch in diesem Jahr im Bürgerschaftssaal des Rathauses statt – ein Symbol dafür, dass Forschung und Wissen nicht in den eigenen vier Wänden der Uni verbleiben, sondern Wirtschaft, Leben, Kultur und soziales Engagement auch in der Stadt stark prägt. Zudem ist der Zugang barrierefrei und somit für jede Person erreichbar, die Lust hat, vorbeizukommen. Und wer spontan Zeit hat, muss nicht bangen – eine Anmeldung ist vorher nicht nötig, ebenso wenig wie Eintrittsgeld, da die Vortragenden auf ein Honorar verzichten und die Stadt den Saal kostenfrei zur Verfügung stellt. Organisiert wird das Ganze von der Universitäts- und Hansestadt sowie der Universität Greifswald.
Dies sind die angekündigten Vorträge:
Am 16.10.2023: Ein Baustein der Verkehrswende: die Förderung des Radverkehrs – hier stehen die Möglichkeiten, nach geltendem Recht den Radverkehr zu fördern, im Mittelpunkt. Insbesondere soll es um die Frage gehen, ob und wie die Aufteilung der Straße auf verschiedene Nutzende neu gestaltet werden kann. Vortragender ist Prof. Dr. jur. Michael Sauthoff.
Am 13.11.2023: Sind medizinische Untersuchungen immer hilfreich? Diagnostik kann auch schaden! Vortragender ist Prof. Dr. rer. med. habil. Dr. phil. Carsten Oliver Schmidt.
Am 11.12.2023: Körpermodelle im Gehirn – fundamental, flexibel und fragil. In diesem Vortrag stellt sich vor allem die Frage nach der Funktion und Anpassung des Gehirns, ein „eigenes“ – stabiles – Körpermodell zu erstellen, welches sich flexibel an Umstände wie z.B. Veränderungen der Umwelt anzupassen vermag. Und wo liegen die Grenzen bei diesen neuronalen Körpermodellen? Vortragender ist Prof. Dr. Jakub Limanowski.
Am 08.01.2024: Ernst Troeltsch und die umstrittene Modernität des Christentums. Vortragender ist Prof. Dr. theol. Tobias Braune-Krickau.
Am 22.01.2024: Die Prinzessinnenbibliothek. Eine schwedisch-preußische Geschichte über Kulturaustausch, mächtige Frauen und die Welt der Bücher. Vortragender ist Prof. Dr. phil. Clemens Räthel.
Es gibt leider bisher noch nicht zu allen Vorträgen genauere Informationen. Checkt gern regelmäßig die Uni-Website zu Universität im Rathaus nach Neuigkeiten.
Was? Universität im Rathaus
Wann? Jeweils montags, um 17 Uhr
Wo? Bürgerschaftssaal des Rathauses (am Markt)
Sonstiges? Eintritt ist frei, Anmeldung vorher nicht nötig, Zugang ist barrierefrei
Beitragsbild: Juli Böhm
von JETZT WIRDS ERNST | 28.07.2019
Heute sprechen wir über das Christentum und darüber welche Bedeutung es für uns und auch für die heutige Zeit hat. In diesem Zusammenhang erörtern wir auch die aktuellen Themen, die im Brennpunkt der Öffentlichkeit stehen.
Außerdem klären wir allgemeine Fragen und Begrifflichkeiten, die sich zum Thema Christentum auftun, um es besser zu verstehen und um Euch möglicherweise etwas Distanz zur Kirche zu nehmen.
Um einen genaueren Einblick in die katholische Kirche zu bekommen haben wir uns dafür heute einen besonderen Gast eingeladen. Frank Hoffmann, seines Zeichens Pfarrer bzw. Probst der katholischen Kirche in Vorpommern, wird uns bei diesem Thema die einen oder anderen Zusammenhänge erklären.
Weitere Sprecher sind Jonathan, Carlotta und Mels.
Falls ihr noch Fragen oder Anmerkungen
habt, dann nutzt doch die Kommentarfunktion oder schreibt eine Email
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