Kein guter Start in die Senatslegislatur

Kein guter Start in die Senatslegislatur

Nach den Gremienwahlen ist vor den Ämterwahlen – so auch im Senat. Doch schon zu Beginn dieser Legislatur kam es in der Statusgruppe der studentischen Senator*innen zu Uneinigkeiten bei dem Vorschlag für den stellvertretenden Senatsvorsitz.

Zwei Kandidierende für den stellvertretenden Vorsitz im Senat, offensichtliche Unstimmigkeiten zwischen den Listen. Der Start in die neue Legislatur beginnt mit einer Streitigkeit. Auslöser ist eine Nachricht in der gemeinsamen Telegramgruppe der studentischen Senator*innen kurz vor der Senatssitzung: Melissa Seidel würde gerne wieder den stellvertretenden Vorsitz übernehmen. Das Problem: Jada Ladu war bereits als offizieller Vorschlag aus der Gruppe der studentischen Senator*innen eingereicht. So kam es zu einer Doppelkandidatur.

Der webmoritz. wendete sich daraufhin an alle studentischen Senator*innen, um die vergangenen zwei Monate zu rekonstruieren. Im Laufe der Recherche hat Melissa in ihrer Stellungnahme ihre Kandidatur wieder zurückgezogen. Doch was genau ist passiert?

Zurück in den März

Alle Senator*innen erhielten eine E-Mail von Frau Schmock aus der Geschäftsstelle des Senats, in der auf die Besetzung der Kommissionen und auch die Vorschläge für den stellvertretenden Senatsvorsitz der einzelnen Statusgruppen aufmerksam gemacht wurde. Melissa schickte daraufhin das Dokument der zu besetzenden Kommissionen in die gemeinsame Telegramgruppe der studentischen Senator*innen. Nach einer Doodle-Umfrage wurde eine listenübergreifende Zoom-Sitzung vereinbart, bis zu der sich die Listen Gedanken über die Besetzung der Posten machen sollten.

Bei diesem Meeting waren letztendlich nicht alle studentischen Senator*innen anwesend, aber alle drei Listen mit mindestens einer Person repräsentiert. Wie geplant wurden dort die Kommissionen vergeben – allerdings auch der Senatsvorsitz besprochen. So sagen es jedenfalls die Mitglieder der Solidarischen und Liberalen Liste; dazu später mehr.

Die Sitzung wurde von Hennis Herbst (Solidarische Liste) moderiert. Da dieser seinen Bildschirm teilte, war während der gesamten Sitzung eine Tabelle zu sehen, die neben den Kommissionen in der obersten Zeile um den Senatsvorsitz ergänzt war. Nach Angaben der Progressiv-Ökologischen Liste und Hennis selbst sei diese Liste teilweise bereits mit den Vorschlägen der Solidarischen Liste zur Besetzung einiger Positionen ausgefüllt gewesen – so auch beim stellvertretenden Senatsvorsitz mit Jada.

Wie kam der Vorschlag für Jada zustande?

Der Vorschlag für den stellvertretenden Senatsvorsitz wurde direkt zu Beginn der Sitzung besprochen. Dabei weichen die Aussagen der einzelnen Listen voneinander ab: Lia Grahl und Susanne Schmidt von der Liberalen Liste antworteten auf unsere Nachfrage schriftlich, dass „die Kandidatur nebenbei abgesegnet“ worden sei, wobei es sich für sie weder um ein „solidarisches Verhalten“ noch eine „transparente[] Zusammenarbeit“ handele. Die Progressiv-Ökologische Liste berichtet, sie habe von Jada als Vorschlag erst am Tag der Senatssitzung im April erfahren: „Im weiteren Verlauf ergab sich, dass wir ein unglückliches Kommunikationsproblem hatten, dessen Folge zwei qualifizierte Personen für das Amt des stellvertretenden Vorsitzes waren.“

Die gewählten Mitglieder der Solidarischen Liste wurden dazu vom webmoritz. einzeln telefonisch befragt, um eventuelle Absprachen der Antworten zu vermeiden. Alle gaben an, dass zu Beginn des Meetings Jada als Vorschlag für den stellvertretenden Senatsvorsitz eingebracht worden sei. In Anlehnung an die letzte Legislatur, in welcher die Liste mit den meisten Stimmen Hannes Damm (den damaligen stellv. Senatsvorsitzenden aus der Progressiv-Ökologischen Liste) vorgeschlagen hatte, habe die Solidarische Liste nun den Vorschlag für Jada eingebracht. Dieses Vorgehen ist jedoch keinesfalls als feste Vorschrift anzusehen und kann lediglich – analog zum Vorgehen in anderen Parlamenten – als Gang und Gäbe bezeichnet werden.

Bei der Rekonstruktion des Ablaufs gibt es Unstimmigkeiten, inwiefern der Vorschlag diskutiert, bzw. Jada vorgestellt wurde. Einige Senator*innen gaben uns gegenüber an, dass kurz die Argumente für Jada vorgestellt worden seien, andere sprachen von keinen weiteren Ausführungen. Ob dies daran liegt, dass die Sitzung bereits zwei Monate zurückliegt oder die Abläufe im Nachhinein ausgeschmückt wurden, kann nicht abschließend geklärt werden. Übereinstimmend wurde allerdings berichtet, dass es keine Gegenrede oder weiteren Vorschläge der anderen Listen zum stellvertretenden Senatsvorsitz gab.

Jada selbst äußerte dem webmoritz. gegenüber folgende Motivation, sich zu bewerben:

„Mir ist die Position wichtig, da ich in diesem Amt in der Lage bin, im höchsten organisatorischen Kreis des Senates besondere Impulse zu geben und Entscheidungen zu begleiten. Im vergangenen Jahr habe ich durch meine Arbeit im Allgemeinen Studierendenausschuss die Entwicklungen im Rahmen der Internationalisierung beobachten und mitgestalten können. Dabei haben mir vor allem auch meine Erfahrungen geholfen, die ich aufgrund meiner internationalen Herkunft sammeln konnte. Zudem ist für mich die Thematik Ralph Weber von hoher Bedeutung. Ich hoffe vor allem bei diesen Themen, Akzente durch die Mitwirkung als stellvertretender Senatsvorsitz setzen zu können.“

Jada Ladu im Interview mit dem webmoritz.

Anschließend wurde das Meeting mit der Besetzung der restlichen Kommissionen fortgeführt. Danach schickte Hennis das Dokument in die besagte Telegramgruppe, wobei im Laufe des Monats einige Besetzungen geändert und Neufassungen des Dokuments geteilt wurden. Um Änderungen für die Kommissionen vornehmen zu können, musste dementsprechend das Dokument, in dem Jada in der ersten Zeile als Vorschlag eingetragen war, geöffnet worden sein. Dem webmoritz. liegt ein Screenshot vor, aus dem ersichtlich ist, dass auch Melissa noch eine Änderung eingebracht und das Dokument daher geöffnet hat. Ob dabei die obere Zeile nicht gesehen wurde, können wir natürlich nicht beantworten.

Nachdem keine Änderungswünsche oder Anmerkungen mehr bestanden, leitete Jada das Dokument an den Senat weiter. Die Frist für die Einreichung der Vorschläge war der 31. März. Der inzwischen wieder gewählte Senatsvorsitzende Prof. Dr. Bornscheuer hat uns gegenüber bestätigt, dass die Mail und damit auch Jada als offizieller Vorschlag für den stellvertretenden Senatsvorsitz eingegangen war.

Weiter in den April zur Senatssitzung

Kurz vor der Senatssitzung am 20. April, auf der auch die Wahl des stellvertretenden Senatsvorsitzes auf der Tagesordnung stand, teilte Melissa im Chat der studentischen Senator*innen mit, dass Prof. Dr. Bornscheuer sie gefragt habe, ob sie den stellvertretenden Vorsitz wieder übernehmen würde. In der Phase der Vorschlagsfrist bis zum 31.03. war Prof. Dr. Bornscheuer jedoch noch nicht als Senatsvorsitzender gewählt und besaß somit kein offizielles Vorschlagsrecht. Sowohl im Chat als auch uns gegenüber bekundete Melissa ihre Bereitschaft, das Amt weiterzuführen:

„Gerne hätte ich das Amt im stellvertretenden Senatsvorsitz, das ich erst seit Beginn dieses Kalenderjahres inne hatte, fortgeführt und mich hier auch in Zukunft weiter für die Belange der Studierendenschaft eingesetzt. Uwe Bornscheuer hatte mich gefragt, ob ich weiterhin für den stellvertretenden Senatsvorsitz zur Verfügung stünde und ich hatte gerne zugesagt, denn mir war zu diesem Zeitpunkt keine gegenteilige Kandidatur bekannt. […] Erst am Tag der Sitzung habe ich im Chat mit einigen Senatoren der Solidarischen Liste erfahren, dass Jadas Aufstellung bereits im Meeting zur Kommissionsbesetzung – angeblich konsensual – beschlossen worden sein soll.“

Melissa Seidel im Interview mit dem webmoritz.

Am Telefon erklärte Prof. Dr. Bornscheuer, dass das Gespräch mit Melissa am Vorabend der Senatssitzung stattgefunden habe. Dort sei allerdings auch darüber gesprochen worden, dass Jada bereits als offizieller Vorschlag eingereicht war.

Auf die Frage, wann die anderen studentischen Senator*innen von Melissas Wunsch zur Kandidatur erfahren haben, äußerten die Mitglieder der Solidarischen Liste, dass dies etwa eine Stunde vor der Senatssitzung in der Telegramgruppe geschehen sei. Die Liberale Liste gab dazu keine Auskunft. Fenja Neumann und Charlotte Sigel gaben für die Progressiv-Ökologische Liste an, dass sie „vor der Sitzung“ davon erfahren und die Kandidatur bestärkt hätten. Wann genau ist uns demnach nicht ersichtlich. Sie äußerten aber, dass Jadas Kandidatur für sie überraschend gekommen und sie sich daher keines Konfliktes bewusst gewesen seien.

Melissa äußerte sich wie folgt zu der Situation:

„Aus der Studierendenschaft hatte niemand das direkte Gespräch mit mir gesucht, weder in Bezug auf Kritik an meiner Arbeit, noch in Bezug auf Wunsch nach Ablöse oder Neubesetzung. Ich hatte das Amt erst zum Jahreswechsel übernommen und war nicht zuletzt aufgrund des Vorschlags durch ein Mitglied der Solidarischen Liste von listenübergreifender Unterstützung ausgegangen. Ich bin keineswegs der Meinung, dass das Ausführen eines Amtes automatisch zur Fortführung legitimiert, in diesem Fall hatte ich das Amt ja aber erst kürzlich mit dem Rückhalt der Studierendenschaft übernommen.“

Melissa Seidel im Interview mit dem webmoritz.

Die Wahl des stellvertretenden Vorsitzes wurde schließlich auf die Sitzung im Mai verschoben.

Klärungsversuche im Mai

Auf Initiative von Melissa hin gab es vorletzte Woche eine zweite listenübergreifende Sitzung der studentischen Senator*innen. Die Stimmung wurde mehrfach als konstruktiv, aber auch teilweise aufgeladen beschrieben. Weder Jada noch Melissa wollten nach der Aussprache ihre Kandidatur zurückziehen, sodass es zu einer Abstimmung kam. Bei dieser stimmten die 6 Mitglieder der solidarischen Liste für Jada und die 2 Mitglieder der Liberalen und sowie die 4 der Progressiv-Ökologischen Liste für Melissa – eine 6:6 Pattsituation.

Die Liberale Liste äußerte, dass sie beide als geeignete Kandierende für das Amt ansähen, aber für Melissa aufgrund ihrer Erfahrung in der Hochschulpolitik und zur Erhöhung der „Sichtbarkeit von starken Frauen in wichtigen Ämtern und Positionen in der Politik“ gestimmt hätten.
Auf die Nachfrage, inwiefern vor der Senatssitzung bereits Kontakt zur Liberalen Listen bestand, gab die Progressiv-Ökologische Liste an:

„Bereits zur Senatssitzung haben wir uns mit der liberalen Liste ausgetauscht und waren von Anfang an der Ansicht, dass Melissa weiter kandidieren sollte. Deshalb war es naheliegend, dass wir die liberale Liste auch bei weiteren Überlegungen mit einbeziehen.“

Charlotte Sigel und Fenja Neumann für die Progressiv-ökologische Liste im Interview mit dem webmoritz.

Trotz der Aussprache konnte sich nicht auf eine gemeinsame Person geeinigt werden. Nach Angaben der Progressiv-Ökologischen Liste und Melissa hätten diese vorgeschlagen, geschlossen Jada und Melissa als Vorschlag an den Senat weiterzugeben. Begründet wurde dies unter anderem aus einem demokratischen Gesichtspunkt heraus: 

„Da Ämter innerhalb eines demokratischen Systems üblicherweise durch Wahlen besetzt werden, standen wir als Liste dahinter, Jada und Melissa beide für das Amt zur Wahl zu stellen. So hätten wir Melissa unterstützen und gleichzeitig zeigen können, dass wir auch Jada als geeigneten Kandidaten ansehen. Leider hat die SoLi – Liste einen gemeinsamen Vorschlag abgelehnt. Wir sehen die Aufstellung zweier Kandidat:innen aus der Studierendenschaft nicht als negativ an; viel eher schätzen wir die Tatsache, dass zwei Studierende bereit wären, dieses Amt anzutreten.“

Charlotte Sigel und Fenja Neumann für die Progressiv-ökologische Liste im Interview mit dem webmoritz.

Felix von der Solidarischen Liste bestätigte dies und erklärte dazu, dass sie keine Uneinigkeit demonstrieren und zwei Personen zur Wahl stellen wollten, insbesondere mit Blick auf die Außenwirkung der studentischen Statusgruppe im Senat. Dies sei auch während der Sitzung als Grund genannt worden.

Letztendlich wurde mit zwei Vorschlägen aus den jeweiligen Listen verblieben. Die Mitglieder der Solidarischen Liste äußerten auf Nachfrage, dass die Stimmung durch die Situation und das gemeinsame Auftreten der anderen beiden Listen dementsprechend abgekühlt und das Vertrauensverhältnis in der Hinsicht jedenfalls beschädigt sei. Nichtsdestotrotz beschrieben sie jeweils eine produktive Stimmung innerhalb der Statusgruppe und äußerten den Wunsch auf eine konstruktive, positive Zusammenarbeit in der Legislatur.

Der dann eingereichte Vorschlag der Progressiv-Ökologischen Liste für Melissa als stellvertretende Senatsvorsitzende musste allerdings aus verschiedenen Gründen zurückgezogen werden. Melissa äußerte, es habe sich herausgestellt, dass die Grund- und Geschäftsordnung keine zwei Vorschläge aus der gleichen Statusgruppe vorsehe und sie es nicht mit sich vereinbaren könne, wenn sich die Senatsstimmen auf zwei Kandidierende aufteilten. Sie wolle sich jedoch weiterhin für ihre Werte auf andere Weise einsetzen.

Ein Fazit

Dass die Position des stellvertretenden Senatsvorsitzes bis zur Senatssitzung selbst keine große Beachtung gefunden hat, liegt auf der Hand – besonders im Vergleich zu dem Tumult danach. Die Liberale und Progressiv-Ökologische Liste kritisierten, dass das Amt mit seinen Aufgaben nicht gut vorgestellt worden, nicht offen genug innerhalb der Statusgruppe besprochen und insbesondere für neu gewählte Senator*innen nicht nachvollziehbar gewesen sei.

Die Solidarische Liste gab uns gegenüber an, darin keine Notwendigkeit gesehen zu haben, da weder Gegenrede, Anmerkungen noch sonstige Vorschläge geäußert worden seien, zumal alle Listen in der besagten Sitzung vertreten waren.

Inwiefern es an den einzelnen gewählten Personen selbst oder der vorschlagenden Gruppe ist, entweder eine Vorstellung zu initiieren oder die Nachfragen zu stellen, bleibt den studentischen Senator*innen überlassen.

Offen bleibt, inwieweit die Situation vorsätzlich oder durch interne Kommunikationsprobleme oder einer Mischung aus beidem innerhalb der Statusgruppe und Listen zustande gekommen ist. Die Progressiv-Ökologische Liste sprach davon, „dass ein gravierender Kommunikationsfehler aufgetreten war“. Dass der Vorschlag aus der stimmenstärksten Liste erbracht wird, wird von der Liberalen Liste jedenfalls abgelehnt und war der Progressiv-Ökologischen Liste nach eigenen Angaben nicht bekannt. Dieses Vorgehen, die listeninterne und -übergreifende Kommunikation sowie die Einarbeitung der neuen Senator*innen sind demnach Punkte, die mit Blick auf kommende Legislaturen Klärungsbedarf gezeigt haben.

Anmerkung der Redakteurin:

Um der Transparenz willen soll folgende Kritik am Vorgehen des webmoritz., die mehrfach von Melissa geäußert wurde, offen gelegt werden. Auf Grundlage der bereits im Artikel geschilderten Informationen, der Vorlage des Dokuments und Chats wurden Interviewfragen formuliert, die die Situation aufklären sollten. Nach dem Versenden der Fragen wurde ein Telefonat mit der stellv. Chefredakteurin geführt, woraufhin ich eine Mail zur erneuten Erklärung des Vorgehens schickte. Nichtsdestotrotz steht folgender Absatz in der Stellungnahme, der daher nicht vorenthalten werden soll:

„Nach diesem nicht-öffentlichen Gespräch ging bei allen Senatorinnen und Senatoren die Aufforderung des webmoritz. zur Äußerung ein. Der webmoritz. hat die Informationen, die ihnen aus unbenannter Quelle ‚zugespielt wurden‘ bzw. ‚vorliegen‘ in ihren Interviewfragen wie Fakten impliziert, nicht einmal in Konjunktiv gesetzt. Dies entspricht nicht meinen Auffassungen von unabhängigem, wertschätzendem Journalismus. Sollte dies ein Versuch der SoLi-Liste gewesen sein, die studentischen Medien für die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren, widerstrebt das meinem Verständnis von Solidarität. Vor Versenden des Interviewfragebogens an alle Senatorinnen und Senatoren gab es weder Kontakt zu den beiden anderen Listen, noch wurde auf Nachfrage Einsicht in die Fragen an die SoLi-Liste gewährt oder Einsicht in den Artikel vor Veröffentlichung zugesichert.“

Melissa Seidel im Interview mit dem webmoritz.

Wie im Vorhinein dreifach dargelegt wurde, sind die Interviewfragen als Teil des Rechercheprozesses anzusehen. Ebenfalls verkündet wurde, dass ein sachlicher Artikel geschrieben wird, der die vergangenen Monate so gut es geht rekonstruieren soll, ohne dass eine Seite bevorzugt wird. Journalismus hat dabei nicht wertschätzend zu sein, sonst wäre er nicht unabhängig.

Beitragsbild: Annica Brommann

Von Studis für Studis – auf diese AStA-Ämter könnt ihr euch bewerben

Von Studis für Studis – auf diese AStA-Ämter könnt ihr euch bewerben

Du hast Lust, dich für die Interessen der Studierendenschaft einzusetzen? Dafür engagiert sich unter anderem der allgemeine Studierendenausschuss (AStA) als Außenvertretung. Für diesen werden bei der nächsten Sitzung des Studierendenparlamentes am 17.05. die vakanten Ämter neu gewählt. Vom Referat für Veranstaltungen bis hin zu den Bereichen Studium und Lehre, Antirassismus oder Finanzen (und noch vielem mehr) habt ihr die Möglichkeit, euch für die Belange der Studierendenschaft einzubringen und Strukturen selbst mitzugestalten.

Worauf kann ich mich bewerben?

Die AStA-Struktur wurde erst im vorletzten Jahr grundlegend überarbeitet und hat auch in dieser Legislatur noch einige Änderungen erhalten. Seitdem gliedert sich der AStA in einen strategischen (inhaltlichen) und einen operativen (Verwaltungs-)Bereich mit jeweils verschiedenen Ämtern und Positionen. Im Folgenden findet ihr die Stellen, auf die ihr euch bewerben könnt, mit den jeweiligen Aufgaben und Anforderungen. Für die nächste StuPa-Sitzung stehen zunächst die Wahlen der Referate und des Vorsitzes an. Für weitere Angaben, beispielsweise den ungefähren Arbeitsaufwand pro Woche, könnt ihr einfach im Studierendenportal für die jeweilige Ausschreibung nähere Informationen nachlesen. Wenn ihr Fragen zu einem der Ämter habt, könnt ihr den jetzigen Vorsitzenden Lukas über asta_vorsitz@uni-greifswald.de erreichen, gerne auch zur vorherigen Kontaktaufnahme.
Übrigens: Die Ämter sind jeweils mit einer unterschiedlich hohen Aufwandsentschädigung versehen, sodass eure investierte Zeit, die ihr vielleicht auch für einen Nebenjob nutzen wollen würdet, ziemlich gut ausgeglichen wird. Die voraussichtlichen Beträge findet ihr ebenfalls unter dem jeweiligen Link im Studierendenportal.

Wie läuft die Wahl ab?

Wenn ihr euch schon vor der Sitzung des Studierendenparlaments für eine Kandidatur entscheidet, dann füllt ihr zunächst den Bewerbungsbogen aus und sendet ihn danach an das neue StuPa-Präsidium Frieda, Robert und Marie, die ihr über stupa@uni-greifswald.de erreichen könnt. Der Bogen ist bereits vor der Sitzung für die Hochschulöffentlichkeit einsehbar. Relativ zum Anfang der Sitzung werden dann die AStA-Wahlen stattfinden. Dafür wäre es am besten, wenn ihr vor Ort seid, ansonsten könnt ihr sicherlich auch mit dem Präsidium sprechen, dass ihr digital dazu geschaltet werdet. Auch falls ihr euch spontan für eine der Positionen interessiert, könnt ihr euch noch initiativ am Dienstagabend melden. Wenn ihr euch bewerbt, folgt in jedem Fall eine kurze mündliche Vorstellung eurerseits und die offene Fragerunde für alle Teilnehmenden an der Sitzung. Danach kommen nur noch die Wahlen.

Der Artikel wird laufend aktualisiert, sodass ihr hier einsehen könnt, welche Stellen im AStA noch unbesetzt sind.

Strategischer Bereich

Vorsitzende*r (besetzt)
  • Koordinierung und Leitung der Arbeit im Allgemeinen Studierendenausschuss
  • Außenvertretung der Studierendenschaft
  • Vertretung der Studierendenschaft in der Dienstberatung des Rektorats
  • Leitung und Planung der AStA Sitzungen
  • Kooperation und Absprache mit der Universitätsverwaltung
  • Beratung und Durchführung bei und von StuPa Entscheidungen
  • Zusammenarbeit mit dem Präsidium des StuPa
  • Anwesenheit auf den Sitzungen der Gremien
  • Vernetzung der Studierendenschaft auf Bundes- und Landesebene
  • Aufsicht über AStA-Referate
  • Übernahme der Grundtätigkeiten bei freien Referaten

Dein Profil:

  • Kenntnisse in Verwaltung, Koordinierung und Teamleitung
  • Kenntnisse des Landeshochschulgesetzes und sichere Anwendung der Satzungen und Ordnungen der Studierendenschaft
  • Sicherer Umgang mit Office-Anwendungen
  • Ausgeprägte Kommunikationsstärke, Kreativität, Teamfähigkeit, Organisationsgeschick und Belastbarkeit
  • Student*in der Universität Greifswald
  • Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement und Gremienarbeit

Zeitaufwand ca. 30-35 h pro Woche

    Referent*in für politische Bildung und Antifaschismus
    • Planung und Durchführung mindestens einer bildungspolitischer Veranstaltung pro Semester
    • Förderung von einem demokratischen Antifaschismus
    • Fördert die Aufklärungsarbeit in der Studierendenschaft über stark faschistische oder rechtsradikale Bewegungen, Gruppen oder Verbindungen an der Universität
    • Förderung des staatsbürgerlichen Verantwortungsbewusstseins der Studierenden auf Grundlage der verfassungsmäßigen Ordnung
    • Unterstützung des Referates für Hochschul- und Innenpolitik
    • Unterstützung bei AStA-Veranstaltungen

    Dein Profil:

    • Begeisterung für Bildungspolitische Arbeit
    • Starkes Interesse an demokratischer Antifaschistischer Arbeit
    • Ausgeprägte Kommunikationsstärke, Kreativität, Teamfähigkeit, Organisationsgeschick und Belastbarkeit.
    • Student*in der Universität Greifswald.
    • Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement und Gremienarbeit.

    Zeitaufwand ca. 15 h pro Woche

    Referent*in für Ökologie (besetzt)
    • Sich mit umweltpolitischen, nachhaltigen und ökologischen Belangen innerhalb der Studierendenschaft und an der Universität auseinandersetzen
    • Das ökologische Bewusstsein an der Universität fördern
    • Enge Zusammenarbeit & Teilnahme an der AG Ökologie sowie der Nachhaltigkeitskommission
    • Zusammenarbeit mit der Universität und der Stadt
    • Veranstaltungen organisieren zum Thema Nachhaltigkeit
    • Bewerbung und Wartung unserer Lastenfahrräder sowie der Foodsharingräder
    • Unterstützung bei AStA-Veranstaltungen

    Dein Profil:

    • Starkes Interesse für Nachhaltigkeit und Umweltpolitik
    • Bereitschaft, sich mit verwaltungsorganisatorischen Prozessen auseinanderzusetzen
    • Ausgeprägte Kommunikationsstärke, Kreativität, Teamfähigkeit, Organisationsgeschick und Belastbarkeit
    • Student*in der Universität Greifswald
    • Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement und Gremienarbeit

    Zeitaufwand ca. 20 h pro Woche

    Referent*in für Internationales und Antirassismus (besetzt)
    • Ansprechpartner*in für die internationalen Studierenden an der Universität Greifswald
    • Kontakt mit den zuständigen Stellen der Stadt und des Kreises
    • Kontakt mit dem International Office, dem Studienkolleg, der studentischen Organisation LEI und anderen Personen, Organisationen und Einrichtungen, die im internationalen Bereich tätig sind
    • Organisieren von Veranstaltungen mit antirassistischem Schwerpunkt wie dem Festival contre le racisme
    • Medienwirksame Vermittlung und Veröffentlichung von Antirassimuskampagnen und Projekten
    • Unterstützung bei AStA-Veranstaltungen

    Dein Profil:

    • Sehr gute Kenntnisse in Wort und Schrift in deutscher und englischer Sprache und ggf. weitere Fremdsprachen
    • Ausgeprägte Kommunikationsstärke, Kreativität, Teamfähigkeit, Organisationsgeschick und Belastbarkeit
    • Student*in der Universität Greifswald
    • Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement und Gremienarbeit

    Zeitaufwand ca. 15 h pro Woche

    Referent*in für Soziales (besetzt)
    • Organisation der Notwohnraumbörse.
    • Beratung zur Studienfinanzierung (Sozialdarlehen, BAföG, Stipendien, Studienkredite, Jobs, Studiengebühren)
    • Beratung von Studierenden und Weiterleitung an die entsprechenden Stellen (Gleichstellungsbeauftragte, Gender Trouble AG, Behindertenbeauftragte, Studierendenwerk, Sozialberatung, Familienservice usw.)
    • Mitwirkung zur paritätischen Zusammensetzung der studentischen Gremien.
    • Enge Zusammenarbeit mit dem Gleichstellungsbüro und dem Studierendenwerk
    • Erstellung von Informationsangeboten
    • Mitglied des Sozialdarlehensausschusses
    • Unterstützung bei AStA-Veranstaltungen

    Dein Profil:

    • Ausgeprägte Empathie und soziale Kompetenz
    • Bereitschaft, sich mit verwaltungsorganisatorischen Prozessen auseinanderzusetzen
    • Ausgeprägte Kommunikationsstärke, Kreativität, Teamfähigkeit, Organisationsgeschick und Belastbarkeit
    • Student*in der Universität Greifswald
    • Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement und Gremienarbeit

      Zeitaufwand ca. 20 h pro Woche

      Referent*in für Studium und Lehre (besetzt)
      • Zentrale*r Ansprechpartner*in für Fragen Studienplanung und bei Problemen rund um das Studium
      • Setzt sich für den Erhalt der Studierbarkeit aller Fachbereiche für die Steigerung der Qualität von Studium und Lehre ein
      • Hält Kontakt zu Personen, Organisationen und Einrichtungen, die für die Weiterentwicklung von Lehre verantwortlich sind
      • Steht im ständigen Austausch mit den Prüfungsausschüssen, dem Zentralen Prüfungsamt, dem Studierendensekretariat und den Fachschaftsräten
      • Unterstützung bei AStA-Veranstaltungen

      Dein Profil:

       

      • Bereitschaft, sich mit verwaltungsorganisatorischen und prüfungsrechtlichen Prozessen auseinanderzusetzen
      • Ausgeprägte Kommunikationsstärke, Kreativität, Teamfähigkeit, Organisationsgeschick und Belastbarkeit
      • Student*in der Universität Greifswald
      • Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement und Gremienarbeit

      Zeitaufwand ca. 20 h pro Woche

      Operativer Bereich

      Referatsleitung Administration und Geschäftsführer*in (besetzt)
      • Leitung der Büroarbeit innerhalb des AStA
      • Personalentwicklung – Planung von Weiterbildungsangeboten
      • Beratung sowie Bearbeitung von Anträgen zur Verwendung der Wohnsitzprämie
      • Beschaffung und Bau
      • Ressourcenmanagement – Inventar-Verwaltung
      • Ausstellung von Tätigkeitsnachweisen
      • Überarbeitung und Erstellung von Formularen
      • Übernahme der Grundtätigkeiten bei freien Referaten
      • Übergreifende Zusammenarbeit mit der Universitätsverwaltung
      • Zuarbeit AStA-Vorsitz
      • Protokollführung
      • Reservierungen der AStA-Räumlichkeiten
      • Urlaubsvertretung der AStA-Verwaltungskraft
      • Unterstützung bei AStA-Veranstaltungen

      Dein Profil:

      • Generelles Interesse an Verwaltung, Koordinierung und Teamleitung
      • Interesse, sich in neue Themenfelder einzuarbeiten und Lösungen zu entwickeln
      • Kenntnisse Projektmanagement oder Interesse sich einzuarbeiten
      • Gute Office Kenntnisse
      • Ausgeprägte Kommunikationsstärke, Kreativität, Teamfähigkeit, Organisationsgeschick und Belastbarkeit
      • Student*in der Universität Greifswald
      • Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement und Gremienarbeit

      Zeitaufwand ca. 25-35 h pro Woche

      Referent*in für Öffentlichkeitsarbeit (besetzt)
      • Koordination der Öffentlichkeitsarbeit des AStA
      • Informiert die Studierendenschaft regelmäßig über die Tätigkeiten der Organe der verfassten Studierendenschaft
      • Betreuung der Social-Media-Präsenz des AStA
      • Verantwortlich für die Veröffentlichung eines regelmäßigen Newsletters
      • Kontaktpflege zur Hochschulkommunikation und den moritz.medien
      • Enge Zusammenarbeit mit der Sachbearbeitung Grafik sowie Übernahme der Aufgaben bei Vakanz der Sachbearbeitung
      • Unterstützung bei AStA-Veranstaltungen

      Dein Profil:

      • Sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
      • Ausgeprägte Kommunikationsstärke, Kreativität, Teamfähigkeit, Organisationsgeschick und Belastbarkeit
      • Interesse an Webdesign
      • Affinität für Social Media
      • Student*in der Universität Greifswald
      • Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement und Gremienarbeit

      Zeitaufwand ca. 15 h pro Woche

      Referent*in für Digitales (besetzt)
      • Unterstützung bei der Ausweitung der Digitalisierungsprozesse der Studierendenschaft
      • Enge Zusammenarbeit mit der AG Studierendenportal bezüglich der Betreuung und Pflege des Studierendenportals
      • Verantwortlich für datenschutzrechtliche Angelegenheiten des AStA
      • Verantwortlich für die Einführung geeigneter Software-Lösungen
      • Unterstützung bei AStA-Veranstaltungen

      Dein Profil:

      • Generelles Interesse an IT und Verwaltung
      • Interesse, sich in neue Themenfelder einzuarbeiten und Lösungen zu entwickeln
      • Ausgeprägte Kommunikationsstärke, Kreativität, Teamfähigkeit, Organisationsgeschick und Belastbarkeit
      • Student*in der Universität Greifswald
      • Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement und Gremienarbeit

      Zeitaufwand ca. 15 h pro Woche

      Referent*in für Hochschul- und Innenpolitik
      • Vernetzung der Gremien innerhalb der Studierendenschaft
      • Vernetzung mit anderen Studierendenschaften in Mecklenburg-Vorpommern und dem Bund
      • Organisation der Vollversammlung
      • Überarbeitung von Satzungen und Ordnungen
      • Förderung des hochschulpolitischen Engagements der Studierendenschaft
      • Erarbeitung von redaktionellen Inhalten für Informationsangebote im Studierendenportal
      • Unterstützung bei AStA-Veranstaltungen

      Dein Profil:

      • Starkes Interesse für Politik, insbesondere an Hochschulen
      • Gutes Verständnis für politische Abläufe
      • Großes Interesse an verwaltenden Aufgaben
      • Bereitschaft zur Einarbeitung in die Landeshochschulgesetzgebung und den Satzungen der Studierendenschaft
      • Ausgeprägte Kommunikationsstärke, Kreativität, Teamfähigkeit, Organisationsgeschick und Belastbarkeit
      • Student*in der Universität Greifswald
      • Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement und Gremienarbeit

      Zeitaufwand ca. 20 h pro Woche

      Referatsleiter*in für Finanzen (besetzt)
      • Verantwortliche*r für die Erstellung des Haushaltsplanes, des Jahresabschlusses und die Haushaltsrechnung
      • Bewirtschaftung der Einnahmen und Ausgaben der Studierendenschaft
      • Buchungs- und Rechnungslegung
      • Kontrolle und Aufsicht über der Finanzen der Studierendenschaft
      • Aufstellung der Lohnnebenkosten und Zuarbeit der Umsatzsteuervoranmeldungen
      • Referatsleitung des Referates Finanzen und Personal
      • Beratung von Antragsteller*innen
      • Entscheidung über Finanzanträge bzw. Beratung des StuPa bei Entscheidungen
      • Beratung bei Personalangelegenheiten
      • Anhörung bei der Vergabe aus Mitteln der Wohnsitzprämie
      • Enge Zusammenarbeit mit dem Haushaltsausschuss, dem Steuerberater sowie den Dezernaten 2 und 3 der Universität
      • Anwesenheit auf den Sitzungen des Studierendenparlaments

      Dein Profil:

      • Kenntnisse in Haushalts-, Wirtschafts- und Buchführung
      • Kenntnisse des Landeshaushaltsrechts und sichere Anwendung der Satzungen und Ordnungen der Studierendenschaft
      • Sicherer Umgang mit Office-Anwendungen
      • Ausgeprägte Kommunikationsstärke, Kreativität, Teamfähigkeit, Organisationsgeschick und Belastbarkeit
      • Student*in der Universität Greifswald
      • Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement und Gremienarbeit

      Zeitaufwand ca. 20-25 h pro Woche

      Referent*in für Fachschaftsfinanzen (besetzt)
      • Kontrolle der Finanzen der Fachschaften
      • Beratung und Betreuung der Fachschaftsräte in finanziellen Angelegenheiten
      • Erstellen von Auszahlungsanordnungen
      • Durchführen von Finanzworkshops und Aktualisierung des Handbuchs für Fachschaftsfinanzen
      • Regelmäßiger Austausch mit dem Steuerberater und der Fachschaftskonferenz
      • Unterstützung und Vertretung des AStA-Finanzreferates
      • Enge Zusammenarbeit mit der AStA-Verwaltungskraft

      Dein Profil:

      • Grundkenntnisse in Haushalts-, Wirtschafts- und Buchführung
      • Sicherer Umgang mit Office-Anwendungen
      • Bereitschaft zur Einarbeitung in das Landeshochschulgesetz und die Landeshaushaltsordnung
      • Ausgeprägte Kommunikationsstärke, Kreativität, Teamfähigkeit, Organisationsgeschick und Belastbarkeit
      • Student*in der Universität Greifswald
      • Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement und Gremienarbeit

      Zeitaufwand ca. 20 h pro Woche

      Referatsleitung Veranstaltungen (besetzt)
      • Organisation von Veranstaltungen wie beispielsweise die Erstiwochen, die 24-Stunden-Vorlesung und die Lange Nacht des Lernens
      • Kontakte mit Studiclubs und studentischen Initiativen pflegen
      • Unterstützung anderer AStA-Referent*innen bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen
      • Unterstützung bei AStA-Veranstaltungen

      Dein Profil:

      • Interesse an der Organisation von Veranstaltungen
      • Interesse, sich in neue Themenfelder einzuarbeiten und Lösungen zu entwickeln
      • Bereitschaft zur Einarbeitung in das Landeshochschulgesetz und die Landeshaushaltsordnung
      • Ausgeprägte Kommunikationsstärke, Kreativität, Teamfähigkeit, Organisationsgeschick und Belastbarkeit
      • Student*in der Universität Greifswald
      • Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement und Gremienarbeit

      Zeitaufwand ca. 20 h pro Woche

      Sachbearbeiter*in für die 24-Stunden-Vorlesung
      • Organisation der 24-Stunden-Vorlesung der Studierendenschaft
      • Recherchieren möglicher Referent*innen
      • Rücksprache mit Referent*innen halten und Fragen beantworten
      • Erstellen des Veranstaltungsprogramms und Koordination einzelner Vorträge
      • Organisation der Werbung (Banner, Plakate, Programme, Social Media)
      • Organisation von Catering oder sonstigen Angeboten
      • Präsente für Referent*innen besorgen

      Dein Profil:

      • Sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift
      • Ausgeprägte Kommunikationsstärke, Kreativität, Teamfähigkeit, Organisationsgeschick und Belastbarkeit
      • Student*in der Universität Greifswald
      • Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement und Gremienarbeit

      Zeitaufwand ca. 8 h pro Woche

      Sachberarbeiter*in für Grafikdesign
      • Gestaltet Informations- und Werbematerialien für den Druck
      • Erstellt Grafiken und Beitragsbilder für das Studierendenportal
      • Enge Zusammenarbeit mit dem*der Öffentlichkeitsreferent*in

      Dein Profil:

      • Grundlegende Kenntnisse in Adobe InDesign und Photoshop
      • Sicherer Umgang mit Office-Anwendungen
      • Ausgeprägte Kommunikationsstärke, Kreativität, Teamfähigkeit, Organisationsgeschick und Belastbarkeit
      • Student*in der Universität Greifswald
      • Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement und Gremienarbeit

      Zeitaufwand ca. 2 h pro Woche

      Beitragsbild: Annica Brommann

      moritz.uncut Folge 3: Der Bürgermeister

      moritz.uncut Folge 3: Der Bürgermeister

      In der dritten Folge moritz.uncut hört ihr Svenja, die inzwischen ehemalige Ressortleiterin für Podcast, und Maret, unsere Ressortleiterin für Region & Politik. Die beiden haben sich auf ein Gespräch mit Stefan Fassbinder, dem amtierenden Oberbürgermeister Greifswalds, getroffen.

      Dabei ging es unter anderem um die Fragen: Was für Ziele hätte er im Falle seiner Wiederwahl im Juni 2022? Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Universität aus? Was sind seine Gedanken zum Stadtbild und zur Wohnraumentwicklung in Greifswald?

      Das Interview ist bereits auf dem webmoritz. in schriftlicher Variante erschienen.

      Wer lieber hören mag, kann das hier auf Apple Podcasts…

      …und hier auf Spotify:

      Beitragsbild: Robert Wallenhauer

      moritz.uncut Folge 3: Der Bürgermeister

      moritz.uncut Folge 3: Der Bürgermeister

      In der dritten Folge moritz.uncut hört ihr Svenja (Ressortleiterin Podcast) und Maret (Ressortleiterin Region & Politik), die sich mit Stefan Fassbinder, dem amtierenden Oberbürgermeister Greifswalds, auf ein Gespräch getroffen.

      Das Interview ist bereits im webmoritz. erschienen. Hier könnt ihr es lesen: https://webmoritz.de/2022/03/03/was-haben-sie-bisher-erreicht-herr-buergermeister-im-interview-mit-stefan-fassbinder/

      Oder hier auf Apple Podcasts…

      …und hier auf Spotify:

      Greifswalds erster studentischer Prorektor im Amt

      Greifswalds erster studentischer Prorektor im Amt

      Lange Zeit wurde an der Universität Greifswald für die Stelle gekämpft, bis sie 2021 schließlich eingeführt werden konnte: So groß die Freude über das studentische Prorektorat zunächst war, so gedämpft erschien die einjährige Wartezeit für eine Verfahrensfindung nach der gescheiterten Wahl des letzten Jahres. Nun hat das Warten allerdings ein Ende, denn der ehemalige AStA-Vorsitzende Hennis Herbst ist nun Teil des Rektorats der Universität Greifswald.

      Am 16. Februar 2022 wählte der akademische Senat mittels Onlinewahl Hennis Herbst in das Amt des studentischen Prorektors. Mit der Ernennung eines studentischen Prorektors gehört Greifswald zu den wenigen Hochschulstandorten, die eine studentische Vertretung in die Universitätsleitung integriert haben. Die Bezeichnung „studentischer Prorektor“ gibt es de facto bisher allerdings noch nicht: Streng genommen handelt es sich laut unserer Grundordnung (§ 14) um eine der Prorektoratsstellen, die lediglich aus der Statusgruppe der Studierenden besetzt werden können. Verpflichtend ist hingegen, dass mindestens ein Prorektoratsposten durch eine Person besetzt wird, die nicht der Gruppe der Professor*innen angehört – sofern sich der erweiterte Senat nicht vorher auf die Besetzung mit Professor*innen festlegt. Eine feste Integration des Amtes weist Greifswald daher noch nicht auf, auch wenn die Stelle eines der zentralen Anliegen unserer derzeitigen Rektorin Frau Prof. Dr. Riedel war.

      Mit welchen Wahlversprechen ist Hennis angetreten und welche Erfahrungen bringt er mit ins Amt? Um das herauszufinden, sprachen Svenja und Tom von unserem Podcast Unterm Dach mit den frisch gewählten Prorektoren Hennis Herbst sowie Prof. Dr. Ralf Schneider, der die Nachfolge von Prof. Dr. Lars Kaderali im Prorektorat für Forschung, Digitalisierung und Transfer antritt. Dieser hatte sein Amt aufgrund seines hohen Arbeitsaufwands als Corona-Berater für die Politik niedergelegt.

      Vom AStA ins Rektorat

      Hennis ist seit Juli 2020 in der Hochschulpolitik aktiv. Zunächst als AStA-Referent für Administration und Geschäftsführung, nach langwierigen Wahlprozessen auch als AStA-Vorsitzender und seit 2021 zusätzlich als studentischer Senator.

      Rückblickend betont Hennis, dass die höhere alleinige Verantwortung im AStA vergleichsweise große Freiheiten in der Ausgestaltung und Umsetzung eigener Ideen mit sich bringe, aber auch viel Verantwortung und Koordination mit den anderen Referent*innen erfordere. Im Gegensatz dazu befinde er sich jetzt in einem professionelleren Rahmen gegenüber dem manchmal geltenden „Laissez-faire“ der Studierendenschaft.

      „Hochschulpolitik funktioniert dann besonders gut, wenn alle Gremien Hand in Hand arbeiten.“

      Hennis‘ Rede zur Prorektorats-Kandidatur vor dem Studierendenparlament, 08.12.2021

      Aber auch inhaltlich bestehen nun Unterschiede: Während er als AStA-Vorsitzender allein für Angelegenheiten der Studierendenschaft sprechen konnte, existiert diese Vertretungsrolle nun nicht mehr im gleichen Ausmaß. Vielmehr müsse Hennis sich künftig im allgemeineren Sinne den unterschiedlichsten Themen widmen, die im Rektorat behandelt werden. Dabei empfinde er es als sinnvoll, die studentische Perspektive direkt einbringen zu können.

      Denn auch wenn der*die AStA-Vorsitzende*r Teil der Dienstberatung und des Corona-Krisenstabs ist, so ist nun im Rektorat eine Stimme fest integriert, die sich in erster Linie für studentische Bedürfnisse einsetzt. Auf die Frage, ob Hennis als vollwertiges Mitglied aufgenommen wurde, berichtet er von der bisher guten Einarbeitung, aber auch den vielen Arbeitsprozessen, in die er sich teilweise noch einfinden muss. Durch die Wahl von Prof. Dr. Schneider sei er aber immerhin nicht der einzige „Neuling“ im Rektorat.

      Ambitioniert ins Amt

      Mit seinem Wahlantritt setzte Hennis öffentlich mehrere Themenschwerpunkte. Eines dieser Anliegen bildet das große Thema Nachhaltigkeit, für das er nun der zentrale Ansprechpartner im Rektorat ist. Dadurch könne er die vielen Schritte begleiten, die aktuell an der Universität initiiert werden.

      Aber auch die studentische Kultur, die während der Coronapandemie stark zurückstecken musste, solle gestärkt werden. Die ehrenamtliche Tätigkeit in den Greifswalder Vereinen und Organisationen solle beispielsweise über die kostenlose Mietmöglichkeit der universitären Räumlichkeiten für Veranstaltungen erleichtert werden. Der bisher bestehende Kostenfaktor schränke vor allem kleine Vereine ein, die nicht die nötigen finanziellen Mittel dafür aufbringen können. Da derartige Veränderungen allerdings mit dem Wissenschaftsministerium zusammenhängen, könnte die Umsetzung innerhalb der einjährigen Amtszeit sportlich werden.

      Als Herzensangelegenheit beschreibt Hennis das Problemfeld des studentischen Wohnens, was ihn bereits während seiner Zeit im AStA beschäftigt hat. Und dafür besteht Zeitdruck, denn vor allem zu Beginn des Wintersemesters besteht erheblicher Mangel an bezahlbaren und verfügbaren Wohnungen. Dafür müssten Abhilfe geschaffen und Übergangsmöglichkeiten gefunden werden.

      „Das war im letzten Oktober ja echt grauenvoll im AStA, unsere Telefone standen nicht still. Wir haben extrem viele E-Mails von verzweifelten Studierenden bekommen, die noch immer keine Wohnung hatten, sogar noch Anfang oder Ende Oktober. Das Thema begleitet mich seitdem.“

      Hennis im Interview mit Unterm Dach

      In der Vergangenheit habe Hennis bereits Gespräche mit der Universitätsverwaltung und der Bürgerschaft Greifswalds geführt, an die er zukünftig anknüpfen möchte. Dass er nun Teil der Universitätsleitung ist, könne zu mehr Gewicht bei derartigen Vorhaben beitragen, so Hennis.

      Ein Ausblick

      Die Frage, ob ihm Vorbehalte einiger Universitätsangehöriger gegenüber dem Amt bekannt seien, beantwortet Hennis zögerlich. Er könne dies schwer beurteilen und freue sich, dass seine Wahl mit großer Mehrheit geklappt hat. Auf erneute Nachfrage sprach er von einzelnen Vorbehalten. Er vermute aber, dass dies bei Neuerungen normal sei. Dementsprechend habe er die Hoffnung, den Nutzen und Mehrwert seines Amtes aufzeigen zu können.

      Letztendlich bleibt abzuwarten, wie sich das studentische Prorektorat in Greifswald etabliert und wie dies von den verschiedensten Stellen angenommen wird. Hennis‘ breite Vernetzung inner- und außerhalb der Universität, seine Erfahrung aus dem AStA-Vorsitz und der Dienstberatung werden dabei sicherlich von Nutzen sein. Nichtsdestotrotz gibt es bisher keine Vorgänger*innen oder Ausgestaltung, an die angeknüpft werden kann – demnach besteht neben den eigenen Zielsetzungen für die einjährige Amtszeit zusätzlicher Arbeitsaufwand. Eine Hürde, die natürlich jeder erstgewählten Person bevorstehen würde, von der Belastung der Coronapandemie ganz zu schweigen. Wir bleiben gespannt, was die Legislatur nach dem schwierigen Start des Prorektorats mit sich bringen wird.

      Beitragsbild: Marvin Manzenberger

      Was haben Sie bisher erreicht, Herr Bürgermeister? Im Interview mit Stefan Fassbinder

      Was haben Sie bisher erreicht, Herr Bürgermeister? Im Interview mit Stefan Fassbinder

      Am 16. Februar durfte der webmoritz. den amtierenden Oberbürgermeister unserer Stadt, Stefan Fassbinder, treffen. In vier Monaten, am 12.06.2022, wird in Greifswald nämlich der*die neue Oberbürgermeister*in für eine Wahlzeit von 7 Jahren direkt gewählt. Auch Fassbinder wird hier wieder antreten. Zusammen haben wir auf seine bisherige Amtszeit zurückgeblickt und ihn gefragt, welche Ziele er bei einer Wiederwahl umsetzen möchte.

      Das Interview wurde geführt von Maret Becker und Svenja Fischer

      Hallo! Zum Anfang können Sie sich vielleicht erst einmal vorstellen. Zum Beispiel, in dem Sie uns sagen, wo Ihre Lieblingsorte in Greifswald sind?

      Mein Name ist Stefan Fassbinder. Ich bin seit 2015 der Oberbürgermeister von Greifswald und vor 22 Jahren aus beruflichen Gründen hierhergekommen. Ich habe damals eine Stelle beim Pommerschen Landesmuseum angenommen.

      In Greifswald gibt es natürlich ganz viele schöne Orte. Die Innenstadt ist wunderschön, genauso wie Wieck und die Klosterruine. Ich habe einen unbekannteren Lieblingsort in Ladebow, nördlich der Kleingartensparte. Da gibt es einen kleinen Strand, den man zu Fuß erreichen kann. Den mag ich besonders, weil er so schön abgelegen ist.

      Sie sind auch auf Social Media extrem aktiv, gerade auf Instagram. Was bedeutet das für Ihre Arbeit und auch hinsichtlich Ihres Wahlkampfes, dass Sie da so direkt mit den Leuten ins Gespräch kommen?

      Sie haben gerade schon das richtige Stichwort genannt. Die sozialen Medien können ein gutes Mittel sein, um miteinander in Kontakt zu treten. Natürlich auch, um meine Ansichten und Projekte vorzustellen, manchmal aber auch nur, um eine Stimmung wiederzugeben. Das darf auch mal ein Sonnenuntergang sein oder andere schöne Motive, die wir in Greifswald haben. Es gibt aber auch Leute, die mich über die sozialen Medien anschreiben, Kommentare abgeben oder sich ganz direkt an mich wenden. Hier liegt eine große Chance, um vielfältige und sehr niedrigschwellige Kommunikationswege zu öffnen.

      Wir wissen ja, dass es auf Social Media auch Hasskommentare gibt. Sind Sie davon öfter betroffen?

      Es kommt vor, zum Glück nicht so häufig. Aber es gibt solche Fälle. Wenn sie wirklich strafrechtlich relevant sind, erstatten wir auch Anzeige. Ich finde, das geht einfach nicht. Da muss man einen Riegel vorschieben, aber insgesamt, denke ich, hält es sich in Grenzen. Wobei ich es schade finde, dass auf Facebook richtige Diskussionen sehr schwierig sind, weil doch sehr schnell die persönliche Keule herausgeholt wird. Das finde ich schade, weil es eine Chance wäre, aber das wirkliche Diskutieren ist eher selten auf Facebook.

      Insgesamt ist das politische Klima in den letzten Jahren rauer geworden, auch außerhalb von Social Media, so zumindest unser Eindruck. Fällt Ihnen das auch auf?

      Ja, ich habe ebenfalls den Eindruck, dass es rauer geworden ist. Oder man merkt es einfach mehr. Früher haben sich die Leute am Stammtisch entsprechend geäußert und die 10 Leute drum herum haben es mitbekommen. Inzwischen kann man es in die ganze Welt hinauslassen. Das ist auf keinen Fall ein Gewinn, das ist auch teilweise eine Gefahr. Das betrifft auch Ehrenamtliche, die in der Kommunalpolitik tätig sind, wo es nicht hinzunehmen ist, wenn sie massiv angegriffen werden. Diese Personen machen das in ihrer Freizeit und setzen sich für die Gemeinschaft ein. Da sind manche Zeitgenoss*innen, die sich auf eine Art und Weise verhalten, die nicht anzunehmen ist.

      Dazu passen vielleicht auch die Montagsproteste. Wie schätzen Sie den Einfluss dieser Proteste ein, die ja seit Längerem sehr regelmäßig stattfinden? Glauben Sie, dass es das Klima der Stadt und der Bevölkerung in Greifswald verändert?

      Also es ist natürlich festzustellen, dass jeden Montag eine Gruppe von 200 bis 400 Personen nach Greifswald kommt — darunter übrigens auch viele Auswärtige –, um ihre Meinung kundzutun. Das ist erstmal in Ordnung, das gehört zur Demokratie. Insofern habe ich da kein Problem mit. Zum Glück ist es in Greifswald so, dass die Demonstration nicht gewalttätig ist. Auch der Einfluss der Rechtsextremist*innen ist nicht so deutlich und massiv. Darüber bin ich froh und dankbar. Nicht in Ordnung ist, wenn man gewalttätig wird. Ich wehre mich so ein bisschen gegen den Ausdruck, der ja manchmal von dieser Seite kommt, dass die Gesellschaft gespalten ist. Im Endeffekt ist es eine relativ kleine Gruppe, die diese Meinung vertritt, die man auch vertreten kann. Deswegen gehört das zur Demokratie und man muss es aushalten, solange es sich im angemessenen Rahmen bewegt.

      Wir würden als nächstes ein ganz anderes Thema anschneiden: Wie würden Sie die Beziehung und die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Uni einschätzen?

      Es war mir zu Beginn meiner Amtszeit ein großes Anliegen, das Verhältnis nicht nur zu verbessern, sondern es auch qualitativ auf ein anderes Niveau zu heben. Ich habe gleich regelmäßige Gespräche mit dem Rektorat eingeführt. Das ist wichtig, denn in diesen regelmäßig angesetzten Gesprächen behandelt man ganz viele Themen, die nicht immer gleich ein Problem sind. Es ist aber wichtig, dass man sich darüber austauscht. Inzwischen ist die Beziehung zwischen Stadt, Stadtverwaltung, Universität, Universitätsverwaltung und der Universitätsmedizin sehr gut und konstruktiv. Wir arbeiten bei vielen Projekten eng zusammen. Natürlich ist die Universität und alles, was damit zusammenhängt — die Studierenden, das Studierendenwerk, die außeruniversitären Forschungsinstitute, die hier sind, weil die Universität hier ist — der Lebensmotor für die Stadt. Selbst die produzierende Wirtschaft oder die Start-ups haben sich teilweise entwickelt, weil die Universität hier ist. Greifswald und die Universität gehören zusammen. Das bedingt einander und ich glaube, dass die Beziehung inzwischen sehr gut und sehr konstruktiv ist.

      Können Sie uns ein paar größere Themen nennen, die in solchen Gesprächen häufig zum Tragen kommen?

      Das ist wirklich eine bunte Palette. Es sind Themen, die die Mobilität betreffen. Wir sprechen natürlich über Verkehrskonzepte, die Anbindung der Institute, mögliche Konflikte zwischen Mobilitätsströmen von Studierenden und anderen Mobilitätsströmen, die man konstruktiv lösen muss. Wir reden in letzter Zeit verstärkt über Nachhaltigkeitsthemen. Die Universität ist auch eine große Landbesitzerin. Wir haben gemeinsam Projekte — unter anderem Wirtschaftsförderprojekte wie Vorpommern Connect — auf den Weg gebracht. Die Universität wirkt auch immer mehr in die Region und in der Region. Da ist die Zusammenarbeit sehr eng geworden. Wohnraum ist auch ein großes Thema, wo wir versuchen, uns auszutauschen. Internationale Beziehungen sind mir persönlich und auch der Universität sehr wichtig.

      Passend zum Politischen bzw. Hochschulpolitischen: Haben Sie eine Meinung zur Ralph-Weber-Kontroverse?

      Es ist natürlich sehr bedauerlich, dass jemand wie Ralph Weber Mitglied des Lehrkörpers der Universität ist. Das ist keine Zierde für unsere Stadt oder für die Universität. Sie muss sich aber im vorgegebenen gesetzlichen Rahmen bewegen und das ist auch richtig so. Ich denke, der entscheidende Faktor ist, wie die Studierenden mit der Situation umgehen. Wie weit sie das Lehrangebot wahrnehmen oder auch nicht. Ich habe momentan das Gefühl, dass Herr Weber keine Belastung für die Universität wird.

      Gerade der Wohnraumausbau ist ein großes Thema. Auch unter Studierenden ist es ja vor allem zum Semesterbeginn jedes Mal so, dass geschaut wird, wo man unterkommen kann. Gibt es da konkrete Pläne, stark in den Wohnraumausbau zu investieren?

      Die Wohnraumthematik stellt sich allen Bevölkerungsgruppen. Wir brauchen mehr Wohnraum. Diese große Wohnraumnachfrage ist ein Ergebnis unseres Erfolges, dass sich Greifswald so positiv entwickelt. Deswegen kommen Menschen nach Greifswald. Wir haben schon eine ganze Menge auf den Weg gebracht, zum Beispiel das große Bebauungsgebiet an der Hafenstraße, da werden 500 bis 600 neue Wohnungen entstehen. Das geht jetzt endlich los. In Schönwalde und im Ostseeviertel entsteht neuer Wohnraum. Wir versuchen auch, Projekte zu fördern, die mehr Wohnraum geben. Da gibt es zum Beispiel Alternativwohnraumprojekte. Wir haben die Projekte seitens der Stadt unterstützt, also Häuser an dieses Projekt gegeben. Wir versuchen auch, das Studierendenwerk aktiv zu unterstützen, dass der Wohnraum ausgebaut wird. Es ist ein langer Prozess. Denn Wohnraum schaffen ist in Deutschland immer langwierig und es ist oft schwierig, neue Bebauungsgebiete anzubieten. Das ist eine Hauptaufgabe, die wir haben. Gleichzeitig entstehen neue Konflikte. Jeder neue Wohnraum, der gebaut wird, verdrängt eine Grünfläche oder es wird enger. In diesem Dilemma befindet man sich und man muss versuchen, das möglichst gut zu lösen.

      Haben Sie da konkrete Zahlen, als grobe Vorstellung, wie sich die Bevölkerung in Greifswald entwickelt?

      In Deutschland haben wir seit Jahren die Tendenz, dass die Bevölkerung älter wird. Das ist auch in Greifswald so. Wir haben ein Durchschnittsalter von 43 Jahren und sind damit eine der jüngsten Städte in Deutschland, und halten das eigentlich seit Jahren. Das bedeutet, es kommen mehr ältere Menschen dazu, aber es ziehen gleichzeitig auch jüngere Menschen nach Greifswald. Die Studierendenzahl ist seit einigen Jahren ziemlich gleich, so um die 10.000. Aber wir haben verstärkt Studierende, die bleiben, weil sie hier einen Job finden. Es gibt auch junge Familien, die hier Jobs finden. Das heißt also auch, der Anteil der Jüngeren wächst und zum Glück in den letzten Jahren auch der Anteil der Kinder. Die Bevölkerungspyramide bleibt einigermaßen ausgeglichen. Wir haben zum Glück nicht diese extremen Verhältnisse. Wir wachsen in allen Bereichen. Ich glaube, dass wir noch schneller wachsen würden, wenn wir mehr Wohnraum anbieten könnten. Ich weiß von Leuten, die hier einen Job gefunden haben, aber ins Umland ziehen mussten. Deshalb ist die Wohnraumschaffung sehr wichtig. Denn wenn man in der Stadt wohnt, kann man mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren und muss nicht ins Auto. Auch das ist für unsere Stadt ganz wichtig. Mir ist es schon lieber, wenn die Leute in der Stadt wohnen.

      Denken Sie, dass in den letzten Jahren, was die Jobsituation angeht, mehr geschaffen wurde und gerade auch die jungen Leute hierbleiben können?

      Einerseits ist die Arbeitslosigkeit stark gesunken. Im letzten Monat [Anm. d. Red.: also im Januar 2022] lag sie zum Beispiel bei 5,7 %. Das ist der niedrigste Wert seit der Wende. Aber nicht, weil alle in Rente gehen, sondern weil neue Jobs kommen. Auch die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs ist in den letzten 7 Jahren stark gestiegen. Dabei vor allem die Zahl der hoch qualifizierten Jobs, aber auch in der Produktion. Wir haben große Betriebe, zum Beispiel HanseYachts oder Cheplapharm. Es ziehen Leute aufgrund der Jobs her. Das gab es vor 10 Jahren kaum. Was mich besonders freut: Diejenigen, die ihr Studium abgeschlossen haben, können, wenn sie es möchten, hierbleiben.

      Haben Sie das Gefühl, dass das Stadtbild sich verändert, da unter anderem die Ruine am Hafen oder der alte Speicher abgerissen wurden?

      Natürlich ist das Stadtbild im Wandel und das war auch immer so. Ich bin dagegen, zu versuchen, da eine Käseglocke drüberzupacken und zu sagen, das muss alles so bleiben. Sowas funktioniert nicht bei einer Stadt, die dynamisch ist. Das funktioniert vielleicht bei einer Stadt, die abstirbt, aber nicht bei einer, die sich weiterentwickelt. Und natürlich werden die Gebäude zum Teil auch größer und höher. Ich finde das nicht schlimm und dieser Prozess war auch immer schon so. Man muss natürlich aufpassen und Maß halten. Man muss immer das Stadtbild im Blick behalten, damit nicht etwas entsteht, was gar nicht gut ist, aber der Wandel ist da und wird auch bleiben. Ein Beispiel ist die Bebauung am Hafen. Die Stadt war immer bis zur Kaikante bebaut. Es ist erst eine Entwicklung der DDR, dass der Hansering gekommen ist und Blöcke abgerissen wurden. Schon zu DDR-Zeiten war geplant, die Felder, die da leer waren, die sogenannten A-Quartiere, wieder aufzubauen. Das machen wir jetzt nach und nach und dass die Gebäude jetzt etwas größer sind, als vor 50 oder 100 Jahren, das ist so. Aber da sind wir schon wieder bei einem anderen Thema. Wohnraum-, Gewerbe- und Büroflächen werden in Greifswald dringend gesucht und irgendwo müssen sie hin. Wir versuchen es so zu gestalten, dass es gut ist für die Stadtentwicklung. Bei der Ruine: Es ist schade um das Haus, es war auch ein wunderschönes Gebäude. Aber es war auch klar, dass es nach dem Brand nicht mehr zu halten ist. Und ich bin froh, dass wir es jetzt geschafft haben, dass es abgerissen wurde, denn es war nun wirklich keine Zierde mehr. Ich hoffe jetzt, dass das Grundstück zur Verfügung steht für eine vernünftige Entwicklung. Es ist ein schönes, attraktives Grundstück mitten in der Stadt. Da kann man viel draus machen und ich hoffe, das gelingt in den nächsten Jahren, aber es ist nicht einfach.

      Nochmal zu den Ruinen bzw. zu den Häusern in der Innenstadt, die leer stehen. Sollte man als Stadt versuchen zu intervenieren, da viele in Privatbesitz sind? Indem zum Beispiel ein Kaufangebot gemacht wird?

      Wir versuchen, das in den Fällen zu tun. Wir haben zum Glück nicht mehr so viele leer stehende Häuser in der Innenstadt, außer dem Sybilla-Schwarz-Haus eigentlich gar keins mehr. In der Langen Straße gab es noch einen Fall, aber der ist inzwischen zum Glück gelöst. Da haben wir unsere baurechtlichen Instrumente genutzt, dass da etwas passiert. In der Schützenstraße ist es leider nicht gelungen, bzw. insofern nur, als dass das Gebäude jetzt abgerissen wurde. Das ist ein ästhetischer Gewinn, hinsichtlich Wohnraum und ähnlichem natürlich erstmal nicht. Da wo wir können, versuchen wir Einfluss zu nehmen, dass kein Gebäude leer steht oder sich negativ entwickelt. In manchen Punkten stößt man an Grenzen, weil Privatbesitz in Deutschland sehr stark geschützt ist. Da kann man in manchen Bereichen ran, aber es ist ein schwieriger Prozess.

      Sie sind mit dem Vorhaben angetreten, die Stadt grüner und fahrradfreundlicher zu machen. Glauben Sie, das Ziel erreicht zu haben und haben Sie, im Fall einer Wiederwahl, noch Pläne für die Zukunft?

      Es ist einiges erreicht worden und ich freue mich auch, dass wir uns beim ADFC-Fahrradklima-Test verbessert haben. Wir sind auf Platz 4 in Deutschland [Anm. d. Red.: Ortsgrößenklasse 50.000 bis 100.000 Einwohner]. Das ist schon mal ganz gut, aber natürlich bin ich noch nicht zufrieden damit. Wir wollen definitiv weitergehen. Wir haben konkrete kleinere Projekte vor: Die Beleuchtung des Radwegs nach Wackerow oder des letzten Stücks der Pappelallee ist in Arbeit, die Loefflerstraße soll eine Fahrradstraße werden. Das wurde von der Bürgerschaft beschlossen. Mir war in den letzten Jahren der Ausbau der Fahrradwege ins Umland besonders wichtig. Gerade für Leute, die da wohnen, sind es manchmal nur wenige Kilometer, aber manche Straßen sind einfach nicht mit dem Fahrrad befahrbar. Jetzt kann man nicht nur am Wochenende raus-, sondern auch unter der Woche reinfahren. Wir haben sehr viele Fahrradwege saniert, allerdings oft nur kurze Stücke. Das fällt nicht unbedingt auf, aber wenn man jeden Tag fährt, kann das eine Verbesserung sein. Die Radstation ist gekommen, die mir als Mobilitätsbaustein sehr wichtig ist, aber es ist ein Dauerthema. Wir haben mit über 40 % fast den höchsten Fahrradfahrer*innenanteil in ganz Deutschland. Andere Städte verkünden oft große Projekte, zum Beispiel will Hannover den Radanteil auf 25 % erhöhen, das haben wir schon lange erreicht. Dann ist es auch schwieriger, weiterzugehen. Alle, die es möchten, sollen die Möglichkeit haben, mit dem Fahrrad zu fahren. Da gibt es noch einiges zu tun.

      Es wurden in den letzten Jahren immer mehr Möglichkeiten eingeführt, Lastenräder zu nutzen. Auch von der Stadt kann man sich Lastenräder ausleihen. Haben Sie eine Vorstellung, wie stark das nachgefragt und genutzt wird?

      Unser Lastenradsystem LARA, was ein gemeinsames Projekt mit der Universität ist, wird gut angenommen. Was mich wirklich positiv überrascht, ist der starke Anwuchs an privaten Lastenrädern. Das hat fast explosionsartig zugenommen, was ich sehr schön finde. Dieses Thema, was man früher hatte: Wie kann ich meinen Bierkasten, meine zwei Kinder, den Einkauf transportieren? Das ist mit den Lastenrädern gelöst. Wenn ich dann womöglich noch ein E-Lastenbike habe, dann haben wir neue Dimensionen erreicht, was ich sehr erfreulich finde. Das stellt einen aber auch wiederum vor Herausforderungen. Die Räder brauchen Platz, sie müssen irgendwo stehen, irgendwo fahren, die klassischen Fahrradständer funktionieren da nicht mehr. Aber ich halte es für eine sehr positive Entwicklung, denn sie zeigt, was möglich ist, auch ohne Kfz-Nutzung, und ich glaube, das wird auch weiterwachsen. Die Wohnungsbaugesellschaften merken das, die Mieter fragen das an — „Wo kann ich mein Rad unterstellen?“ — und ich finde das sehr erfreulich.

      Wie ist eigentlich das Parteienklima in der Bürgerschaft? Wurden Sie schon von anderen Parteien abgehalten, Ihre Ziele zu erreichen?

      Wir haben in der Bürgerschaft eine Links-Grüne Mehrheit, die sehr klein ist. Das heißt, alle Partner*innen müssen immer zustimmen. Das ist manchmal nicht einfach, da muss man viel verhandeln, auch Kompromisse eingehen und auf der anderen Seite gibt es vor allem die CDU-Fraktion, die leider gegen viele Vorhaben stimmt, was ich bedauerlich finde. Ich fände es besser, sie würde Alternativen aufzeigen und man diskutiert darüber. Es ist eher so eine Fundamentalopposition, die da gemacht wird, die im Übrigen auch für das politische Klima nicht so gut ist. Das bedauere ich. Insgesamt denke ich, haben wir in den letzten 7 Jahren sehr viel umsetzen können durch die Bürgerschaft, die das meiste bestimmt. Und da bin ich auch wirklich zufrieden. Wenn man zurückschaut, ist doch sehr viel erreicht worden. Manches geht langsamer, als man vielleicht gedacht hat, das ist so in Deutschland, aber in der Summe haben wir sehr viel erreicht.

      Können Sie Beispiele nennen, wo Sie sich gewünscht hätten, dass es schneller gegangen wäre?

      Die Entwicklung der Bebauungsgebiete ist so ein Fall. Man sieht zum Beispiel beim Bebauungsgebiet am Elisenpark (B-Plan 13), da geht es jetzt richtig los, die Erschließungsstraße ist fertig. Das Projekt hat 5 oder 6 Jahre gedauert. Auch andere B-Pläne dauern mehrere Jahre. Das ist schon sehr lange, finde ich. Unser neues Schulzentrum, ein ganz großes Bauprojekt für die Stadt, ist von den ersten Gedanken an fast 10 Jahre alt und der erste Spatenstich ist noch nicht getan. Das sind schon sehr lange Prozesse, was aber nicht mit der politischen Situation zusammenhängt. Das sind Probleme, die wir in Deutschland haben, dass gewisse Prozesse einfach extrem langsam sind, und das ärgert mich und macht es manchmal schwierig. Das verstehen auch die Bürger*innen nicht so richtig, warum alles so lange dauert und ich verstehe es zwar manchmal, weil ich weiß, warum es so ist, finde es aber nicht gut. Da müssen wir insgesamt in Deutschland zu schnelleren Wegen kommen.

      Hatten Sie ein großes politisches Herzensprojekt oder auch große Erfolge in der vergangenen Legislatur?

      Ich hatte nicht so das eine große Projekt, weder vor der Wahl noch jetzt. Ich fände es auch ein wenig dünn bei 7 Jahren, wenn man sagt, ich nehme mir dieses eine Projekt vor. In manchen Städten ist das vielleicht so, aber hier in Greifswald nicht. Mir war es insgesamt wichtig, dass wir Greifswald nachhaltiger machen, dass wir es sozialer machen — ein ganz wichtiges Thema — dass wir es innovativ und weltoffener machen. Und das ist, glaube ich, wenn man alle Punkte zusammennimmt, gelungen in vielen Bereichen. Beim einen mehr, beim anderen weniger. Es ist auch eine Daueraufgabe, da gibt es Aufgaben, die nie abgeschlossen sind, an denen man immer kontinuierlich dranbleiben muss. Aber wenn ich mir anschaue, wo wir gestartet und wo wir gelandet sind, zum Beispiel bei den ganzen Beteiligungsformaten, die wir auf ein ganz anderes Niveau gehoben haben, die internationalen Kontakte, die wir aufgebaut haben, die vielen sozialen Projekte: Wir haben die Straßensozialarbeiter gehalten, wir haben SoPHi, den Pflege- und Sozialdienst bei der WVG installiert, wir haben mit den Greifswaldgutscheinen ein sehr innovatives Wirtschaftsförderinstrument geschaffen und der freie Eintritt im Strandbad, der vor allem Familien zugutekommt, und und und. Es lässt sich sehr viel aufzählen und da bin ich schon zufrieden mit, aber es sind immer Daueraufgaben und man darf sich nie ausruhen, sonst fällt eine Stadt wieder zurück.

      Sie haben sich ja auch für die kommende Wahl wieder aufgestellt. Unter der Annahme, dass Sie wiedergewählt werden, was sind große Projekte, die für die nächste Legislatur anstehen?

      Also ganz wichtig: Im Vordergrund stehen die großen Projekte, die schon laufen. Diese müssen erfolgreich zu Ende geführt werden. Das ist das große Schulzentrum, die Sanierung des Theaters, die Umsetzung des Verkehrskonzeptes in der Innenstadt. Damit haben wir jetzt erst angefangen und das wird uns auch noch eine Weile begleiten. Das ist die Sanierung oder der Neubau des Humboldt-Gymnasiums und andere wichtige Sachen, die schon angestoßen sind und weitergeführt werden müssen. Natürlich hat man auch noch Ideen, was man so auf den Weg bringen könnte. Ich fände eine Schienenverbindung von Ladebow über Greifswald nach Lubmin sehr attraktiv. Vielleicht sogar eine Verlängerung Richtung Freest/Kröslin. Da gibt es einen ersten Prüfauftrag, da werden wir uns ranmachen, denn die Schiene liegt ja schon – die nach Freest nicht, aber die nach Lubmin. Das wird ein Projekt sein, bei dem man einen sehr langen Atem braucht, aber da werden wir uns auf jeden Fall heranmachen. Ein anderes Thema: Wir haben in letzter Zeit schon angefangen, dass in den Kitas wieder gekocht wird, sehr gut, sehr erfolgreich, das möchten wir auf jeden Fall wieder massiv ausbauen. Ich möchte sogar, dass wir vielleicht einen Schritt weitergehen und die komplette Schulverpflegung als selbst gekocht anbieten. Dass dann irgendwann alle Kinder und Jugendlichen eine gute Küche bekommen, möglichst regionale Produkte, möglichst biologisch hergestellt. Eine gesunde und schmackhafte Küche, mit einer regionalen Wertschöpfungskette.

      Wir würden unser Interview abschließen wollen mit der Frage, wie man Sie erreichen kann? Per Mail, Telefon oder auch persönlich.

      Persönlich in den Bürgersprechstunden, die einmal im Monat stattfinden, in allen Stadtteilen. Ein Projekt, was ich auch gleich eingeführt habe und was bis heute sehr erfolgreich läuft. Selbstverständlich kann man mir einen Brief schreiben, man kann an oberbuergermeister@greifswald.de eine E-Mail schreiben. Das ist im Übrigen für mich die einfachste Kommunikationsform, weil ich ja viele Anfragen mit den Fachämtern abstimmen muss und das ist natürlich per E-Mail am einfachsten. Aber man kann mich auch über Facebook oder Instagram anschreiben, auch darauf reagiere ich. Man kann mich auch auf der Straße ansprechen, wenn man mich sieht. Das ist gar kein Problem. Da ich meistens mit dem Fahrrad unterwegs bin, im Zweifel einfach winken, dann steige ich auch ab, wenn die Zeit es erlaubt.

      Vielen Dank für das Gespräch!

      Auch Ihnen vielen Dank!

      Beitragsbild: Svenja Fischer