Umgekrempelt: 60 Tage zu Fuß durch Greifswald

Umgekrempelt: 60 Tage zu Fuß durch Greifswald

Kennt ihr das, wenn man mal was Neues ausprobieren will, aber am Ende alles beim Alten bleibt? Uns jedenfalls kommt das sehr bekannt vor, deswegen haben wir uns für euch auf einen Selbstoptimierungstrip begeben. In dieser Kolumne stellen wir uns sieben Tage als Testobjekte zur Verfügung. Wir versuchen für euch mit unseren alten Gewohnheiten zu brechen, neue Routinen zu entwickeln und andere Lebensstile auszuprobieren. Ob wir die Challenges meistern oder kläglich scheitern, erfahrt ihr hier.

Wenn das Erkunden aus dem Ruder läuft

Gleich am Anfang muss ich ein Geständnis machen. Dieser Artikel ist ein reines Zufallsprodukt. Als ich Anfang Oktober letzten Jahres mein Studium hier begann, war der Plan erstmal ganz einfach: Die Stadt so schnell wie möglich kennenlernen. Also machte ich mich, nur mit Google Maps und meinen Füßen bewaffnet, auf den Weg. Hier ergibt sich vielleicht schon die erste Frage – warum habe ich nicht das Fahrrad genommen? Die Antwort darauf ist relativ simpel. In meinem Heimatdorf in Niedersachsen ist das Fahrrad fast schon überflüssig. In 5 Minuten war ich beim Supermarkt meines Vertrauens und in knapp drei Minuten bei der Bushaltestelle von der der Schulbus losfuhr. Für alles andere, wie z.B Hobbys, brauchte man sowieso das Auto, da die dafür benötigten Sportstätten in anderen Orten lagen. Ich war es also nicht gewohnt, mit dem Fahrrad zu fahren. Außerdem sollte es, wenn ich mich peinlicherweise trotz Google Maps verirren sollte, nicht gleich für alle ersichtlich sein. Also siegte die Gewohnheit doch über die Verlockung des Fahrrads und die Erkundung Greifswalds begann per pedes.

Und so lernte ich die verschiedenen Orte dieser Stadt kennen: Das Strandbad Eldena und die Klosterruine, den Museumshafen, den Hafen in Wieck und natürlich – am wichtigsten – meinen Campus und die Innenstadt. Ich fand mich in Greifswald relativ schnell zurecht. Und zwar weiterhin zu Fuß, denn zur Gewohnheit hatte sich ein hohes Maß an Unvermögen die Strecken einzuschätzen gesellt. Lange war mir gar nicht bewusst, wie weit die Distanzen wirklich waren, weil ich nie darauf geachtet habe. Ich wusste nur, wie viel Zeit ich für die Strecken brauchte und Zeit war damals kein Problem. Außerdem konnte ich so auch gleichzeitig verhindern, dass ich verschlafe. So musste ich meist mindestens 45 Minuten eher aufstehen als eigentlich notwendig, da ich die Zeit für den Fußweg einkalkulieren musste, wenn ich meinen Wecker stellte.

Von einem Boxkampf und wilden Fahrradfahrer*innen

Auf meinen täglichen Wegen habe ich natürlich auch allerlei erlebt. Es gab lustige, verstörende und auch komische Ereignisse. Zum Beispiel habe ich gelernt, dass Möwen stärker sind als Krähen. Woher ich das weiß? Ich habe sie morgens an einem Mittwoch um eine Brotkrume einen flügelfesten Streit austragen sehen. Und es ging wirklich hoch her. Einem kurzen Staredown folgten ein paar wirklich harte Haken der Möwe. Dann gab es die Antwort der Krähe. Bis dieser Streit durch ein Kind aufgelöst wurde. Die Möwe ging aber als Sieger hervor. Ein Kampf, der an den „Thrilla in Manila“ erinnerte.

Ebenfalls in Erinnerung blieben mir die ein oder anderen wilden Fahrradfahrer*innen. Einige fahren, als stünde ihr Leben auf dem Spiel, andere als wären sie Max Verstappen. Sei es enges Überholen, fehlendes Klingeln beim Überholen oder Fahrer*innen, die auf dem Fußweg eine Geschwindigkeit an den Tag legen, die nicht nur unangebracht ist, sondern so wirkt als seien sie auf der Flucht. Dennoch ist mir hierbei wichtig zu sagen, dass es natürlich nur Einzelfälle sind.

Musik als „bester Freund“

Ein wichtiger Begleiter waren für mich bei jedem “Spaziergang“ meine Kopfhörer. Hierbei lernte ich über mich selbst, dass ich kein wirklicher Podcastmensch bin. Dafür wurde dann einmal beinahe das komplette Spektrum der Musik gehört. (Außer Schlager, aber welcher nüchterne Mensch hört die schon?) Von Klassik über R’n’B bis HipHop und den 70s/ 80s, alles war dabei. Und alles war angenehm zu hören, was dann dazu führte, dass ich das eine oder andere Mal merkte, wie ich an einer Ampel stand und mindestens mitsummte. Und auch wenn man sich einmal an einem Genre satt gehört haben sollte, bieten die gängigen Streamingplattformen immer eine passende Alternative, damit der Gang zur Uni kein langweiliger wird.

Kopfschütteln und ein Schuhproblem

Die Reaktionen meiner Mitmenschen waren dennoch meist von Unverständnis geprägt. Sätze, wie „Besitzt du kein Fahrrad?“ oder “ Ist das nicht anstrengend?“ waren nicht ungewöhnlich. Besonders im Kopf geblieben ist mir eine Begegnung mit einer Rentnerin am Sonntag der Ersti-Woche. Ich war auf dem Rückweg vom Strandbad Eldena, so weit so normal. Sie kam mir entgegen und begann mit dem Kopf zu schütteln, als sie sah, was ich ich in der Hand hielt – eine Getränkedose. Dabei handelte es sich allerdings nicht um eine Bier-, sondern eine Spezi-Dose. Dies war aber nicht sofort ersichtlich. Unter diesem Umstand und dem Fakt des gerade gegen Mittag war, kann ich sogar verstehen, warum sie mir eine Mischung aus Enttäuschung und Verachtung entgegenbrachte. Wäre ich mit dem Fahrrad unterwegs gewesen, wäre mir diese Begegnung vielleicht nicht so unangenehm gewesen.

Ebenfalls besonders in Erinnerung bleiben wird mir mein Schuhproblem. Nun könnte man meinen, dass sie den weiten Fußwegen zum Opfer gefallen seien, aber dem ist nicht so: Stattdessen habe ich feststellen müssen, dass ich ein Paar Schuhe besitze, dessen Sohlen bei Nässe zu quietschen beginnen. Eigentlich ist das kein Problem, bemerkt habe ich das Quietschen aber leider erst, als ich die Bibliothek gegangen bin und keine Musik hörte. Nur zum Verständnis, wir reden hier nicht von einem leisen, sondern von einem – Die-anderen-drehen-sich-nach-mir-um-Quietschen. In der Retrospektive ist mir das schon ein wenig unangenehm. Also wurden für die Wege bei feuchtem Untergrund die Schuhe gewechselt.

Fazit

Abschließend kann ich über diese 60 Tage sagen, dass ich hier keine klare Empfehlung aussprechen kann, mal eine Weile den Alltag zu Fuß zu bestreiten. Es erfordert schließlich doch schon einiges, was man an seinem Lebensstil anpassen muss. Je nach Wohnort kann es schon aus zeitlicher Sicht aufwendig sein. Ich für meinen Teil werde jedoch nun selbst auch auf das Fahrrad umsteigen. Zum einen, um Zeit zu sparen. Schließlich bin ich dann schneller von A nach B als zu Fuß und kann morgens länger schlafen. Zum anderen möchte ich jetzt auch die andere Seite, des typischen Weges zur Uni kennenlernen. Einen Tipp kann ich aber allen Interessierten mitgeben: Habt immer einen Regenschirm griffbereit! Es gibt nichts Schlimmeres, als während eines Fußwegs nicht gegen den Regen gewappnet zu sein.

Beitragsbild: Timothy Dachraoui auf unsplash

foodpipe – Lohnt sich die Bestellung?

foodpipe – Lohnt sich die Bestellung?

Greifswald hat (endlich) seinen eigenen, ersten richtigen Lieferservice für deinen Einkauf. Er heißt ,foodpipe‘ und über ihn können dir Gemüse, Brot, Reinigungsmittel oder Sushi aus dem Supermarkt geliefert werden. Ob der Lieferservice mit denen aus den größeren Städten mithalten kann, erfährst du in diesem Artikel.

Du hast Corona und willst niemanden belästigen, für dich einkaufen zu gehen? Oder du bist voll im Prüfungsstress und hast weder die Zeit noch die Geduld, den Supermarkt aufzusuchen? Ach, da wäre ein Lieferservice allzu schön. Darauf habe ich lange gewartet und der Wunsch ging in Erfüllung: foodpipe. Ob sich die Bestellung und das liebe Geld dafür gelohnt haben?

Was ist foodpipe überhaupt?

Auf foodpipe bin ich über einen gelben Flyer aufmerksam geworden. Ich konnte meinen Augen kaum glauben. Endlich war es so weit. Somit konnte ich es auch kaum abwarten, foodpipe, den Bestelldienst für Lebensmittel und ähnliches, auszuprobieren. Das Bestellen ging von zu Hause ganz bequem von der Couch aus. Das Angebot war gut und übersichtlich. Die Auswahl schien vor allem Supermarkt-Produkte von EDEKA zu betreffen. Dementsprechend waren auch die Preise teurer als beim Discounter.

Positive und negative Erfahrungen

Neben der Übersichtlichkeit der Website fielen mir noch andere positive Sachen auf. Da wäre zum Beispiel, dass man schon vor der Zahlung das Trinkgeld für den Service festlegen konnte. Falls man online zahlen wollte, wurde das Trinkgeld mit abgezogen. Dazu kommt natürlich, dass man nicht so viel Zeit beim Einkaufen verplempert. Es werden sich die Sachen ausgesucht, und man kauft nichts Unnützes, legt ein Zeitfenster fest und der Einkauf kommt an diesem Tag an. Die Mitarbeitenden, die den Einkauf vorbeigebracht haben, waren sehr freundlich und haben den Einkauf bis in die vierte Etage getragen, wie auf der Homepage versprochen.

So viel Negatives fällt mir auch gar nicht ein. Ich hätte nur eine Kleinigkeit zu bemängeln, für Greifswalder*innen, die beim Einkauf sparen wollen, eignet sich der Lieferservice nicht zu 100 %. Zwar bietet foodpipe auch Sparangebote an, allerdings nicht in der gleichen Menge wie im Supermarkt.

Werde ich dort wieder bestellen?

Wie man aus dem vorherigen Abschnitt ableiten kann, empfehle ich den Lieferservice weiter. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Allerdings wird es aufgrund der Kosten eher eine Ausnahme bleiben, dort zu bestellen. Außerdem sollte ich nicht allzu faul werden und lieber zum Einkaufen spazieren gehen.

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Zeitlicher Aufwand

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Verträglichkeit mit dem Geldbeutel

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Weiterempfehlung

Beitragsbild: Jimmy Dean auf Unsplash

web.woche 16. Januar bis 22. Januar

web.woche 16. Januar bis 22. Januar

Was geht eigentlich ab in Greifswald? In der web.woche geben wir euch eine Übersicht über die kommenden Veranstaltungen in und um unsere Studierendenstadt. Hier findet ihr Termine, Neuigkeiten und Altigkeiten, von Politik und Region, über Universität und Wissenschaft bis hin zu Kultur und Sport. Im Kalender findet ihr eine Übersicht über alle anstehenden Veranstaltungen. In der Übersicht danach haben wir nicht nur die Veranstaltungen in einzelne Ressorts zusammengefasst, sondern auch weitere Neuigkeiten (und Altigkeiten) zusammengetragen.

von Maret Becker, Lilly Biedermann, Juli Böhm und Nina Jungierek

moritz.kalender

Hier sammeln wir wichtige Termine für Euch

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
Sonntag 1. Januar
Montag 2. Januar
Dienstag 3. Januar
Mittwoch 4. Januar
Donnerstag 5. Januar
Freitag 6. Januar
Samstag 7. Januar
Sonntag 8. Januar
Montag 9. Januar
Dienstag 10. Januar
Mittwoch 11. Januar
Donnerstag 12. Januar
Freitag 13. Januar
Samstag 14. Januar
Sonntag 15. Januar
Montag 16. Januar
  • 16:00 – 19:00 Reparatur-Café
  • 17:15 – 18:45 Sitzung des Medienausschusses
  • 18:00 – 19:30 Fellow lecture: Protest Movements. Choreography As a Tool to Create and Analyse Dynamics in Topical Situations of Resistance
  • 20:00 – 22:00 Filmvorführung: „Triangle of Sadness“ (OmU)
  • 20:15 – 21:45 OrdentlicheAStA-Sitzung
  • 20:15 – 22:00 Theaterworkshop: „wing-it!“
Dienstag 17. Januar
  • 15:00 – 16:00 Bücherbasar
  • 18:00 – 20:00 Europäische Kreis- und Kettentänze mit dem BoddenFolk Tanzverein
  • 18:00 – 19:30 Public Panel Discussion: Appropriated Feminisms
  • 18:00 – 19:30 Vortrag: Eine kurze Geschichte der Forschung zu Treibhausgasemissionen aus Mooren in Norddeutschland
Mittwoch 18. Januar
  • 10:15 – 14:00 Workshops: Appropriated Feminisms
  • 10:30 – 11:30 Wieck-Führung und der Ryck von unten
  • 13:00 – 13:30 Vorstellung der Kandidat*innen für die Prorektoratstellen
  • 13:30 – 15:00 Sitzung des Akademischen Senats
  • 16:00 – 18:00 Interkulturelles Café
  • 18:00 – 19:30 Fellow Lecture: Writing ‘Archaeologies’ in Roman Literature
Donnerstag 19. Januar
  • 09:00 – 10:00 Buchpräsentation: „Die Tiefseetaucherin“
  • 12:15 – 13:45 Workshop: The Nagoya Protocol – Access and Utilisation of Genetic Resources
  • 14:00 – 15:00 Informationsveranstaltung: Auslandsaufenthalt im Lehramtsstudium
  • 16:00 – 19:00 Netzwerk-Café
  • 16:00 – 18:00 Spieletreff
  • 18:00 – 19:30 Vortrag: Pathogen evolutionary genomics for One Health
  • 18:15 – 19:45 Kommunikation als Beruf – Dialog mit Absolventinnen und Absolventen der Kommunikationswissenschaft in Greifswald
  • 18:15 – 19:45 Public Talk: Defining the Baltic Sea Area
  • 19:00 – 20:00 Öffentliche Sternwartenführung und Himmelsbeobachtung
  • 19:30 – 21:30 Exitszenarien – ukrainische Literatur im Krieg
  • 19:30 – 20:30 Lesung: „Worauf du dich verlassen kannst“ mit Felix Meusel
Freitag 20. Januar
  • 12:00 – 13:00 Job-Talk: Berufsbilder für Wissenschaftler*innen
  • 16:00 – 18:00 Kulinarischer Rundgang
  • 17:00 – 20:00 Meet & Greet: Alternative Berufswege für Anglistik/Amerikanistik-Absolvent*innen
  • 19:00 – 21:00 Filmvorführung und Gespräch: „Pioneers of Group Analysis“
  • 20:00 – 22:00 Jazz Jam Session
Samstag 21. Januar
  • 20:00 – 22:00 Konzert von Hasenscheisse
Sonntag 22. Januar
  • 13:00 – 16:00 Sonntagsbücherflohmarkt
Montag 23. Januar
  • 16:00 – 17:30 Informationsveranstaltung zum Master of Science Psychologie mit Schwerpunkt Forschung in Wissenschaft und Praxis
  • 18:15 – 19:45 Sitzung der AG Ökologie
  • 18:15 – 19:45 Sitzung der Gender Trouble AG
  • 18:15 – 19:45 Vortrag: Alte Bücher erzählen neue Geschichte: Ergebnisse der wissenschaftlichen Erschließung mittelalterlicher Handschriften der Hansestadt Stralsund
  • 19:00 – 20:00 Kleiner Klavierabend
  • 19:00 – 20:00 Skandi-Stammtisch
  • 20:00 – 22:00 Filmvorführung: „Nelly & Nadine
Dienstag 24. Januar
  • 14:00 – 16:00 Seifenworkshop: Star Wars Seifen
  • 16:00 – 17:00 Informationsveranstaltung: Studium zu Ende – was nun?
  • 16:00 – 17:30 Onlineseminar: Studienmöglichkeiten an der Universität Greifswald
  • 20:15 – 22:00 16. ordentliche Sitzung des Studierendenparlaments
  • 21:00 – 23:00 Kiste Kino
Mittwoch 25. Januar
  • 12:15 – 13:15 Ein Konzert zur Mittagszeit – Einladung zur Akademischen Orgelstunde
  • 18:00 – 19:30 Sitzung der AG Erstiwoche
  • 18:00 – 19:30 Sitzung der AG eSports
  • 18:00 – 19:00 Vortrag: Ethik der Individualität in der Frühromantik
  • 19:00 – 22:00 Bar- und Spieleabend
  • 19:30 – 22:00 Theaterstück: „Das Kind von Noah“ nach Éric-Emmanuel Schmitt
Donnerstag 26. Januar
  • 12:15 – 13:45 Workshop: Internationale Mobilität und Forschungsaufenthalte im Ausland
  • 16:00 – 18:00 Informationsveranstaltung: Kooperationsmöglichkeiten mit Frankreich
  • 17:00 – 18:30 Familien-Universität: Der (un)vermeidliche Krieg? Kulturelle Hintergründe des russischen Angriffs gegen die Ukraine
  • 17:00 – 20:00 Semesterschau der Wirtschaftsakademie Nord
  • 18:15 – 19:15 Adornos Mahler-Kriterien für Sibelius? – anhand seiner 4. und 5. Sinfonie
  • 19:00 – 22:00 Open MIC Greifswald
  • 19:00 – 20:00 Vortrag Bestimmen Viren unser Leben?
  • 19:15 – 21:15 Philmeabend vom FSR Philosophie und FSR Bildungswissenschaften
  • 19:30 – 21:30 Hörkino: „Traurige Geschichten für humorvolle Menschen“
  • 19:30 – 20:30 Vortrag und Gespräch Die Letzte Generation. Die Klimakatastrophe u. ziviler Ungehorsam als friedliche Protestform
Freitag 27. Januar
  • Ganztägig Spaziergang zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz
  • 11:00 – 13:00 Online-Seminar: Erstberatung Auslandsaufenthalte
  • 17:30 – 18:30 Tanzdemo zum 4. Geburtstag von FridaysForFuture
  • 18:30 – 22:00 Geburtstagswochenende radio98eins e.V. DJ-Abend
  • 19:00 – 20:00 Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus Verfolgte Kommunist*innen
  • 22:00 80s90s Party
  • 22:00 No Mainstream just HipHop
Samstag 28. Januar
  • 80s90s Party Endet 04:00
  • No Mainstream just HipHop Endet 04:00
  • 14:00 – 16:00 Zeichenworkshop: CDF-Kopisten
  • 16:30 – 17:30 Theateraufführung: „Das lütte Swatte“
  • 18:30 – 20:30 Geburtstagswochenende radio98eins e.V. Band-Abend
  • 20:00 – 22:00 Konzert von LESBUMMMSBOYS
  • 22:00 Party: „Heute ist Geburtstag“
Sonntag 29. Januar
  • Party: „Heute ist Geburtstag“ Endet 02:00
  • 14:00 – 18:00 STRAZEflohmarkt
  • 18:00 – 20:00 Musikalische Messe mit Stücken baltischer Komponist*innen
  • 18:00 – 19:30 Universitätsgottesdienst: Musikalische Messe
  • 18:30 – 21:00 Geburtstagswochenende radio98eins e.V. Live-Special
Montag 30. Januar
  • 16:00 – 19:00 Reparatur-Café
  • 20:00 – 22:00 Filmvorführung: „You look so German!“ (OmU)
  • 20:15 – 22:00 Theaterworkshop: wing-it!
Dienstag 31. Januar
  • 17:00 – 18:00 Theateraufführung: „Lars, der Eisbär“

Veranstaltungen

  • Was? Jazz Jam Session
  • Wann? Freitag, 20.01.2023, 20 Uhr
  • Wo? Brasserie Hermann
  • Eintritt? frei

 Neuigkeiten

Altigkeiten

Veranstaltungen

  • Was? Reparatur-Café
  • Wann? Montag, 16.01.2023, 16 Uhr bis 19 Uhr
  • Wo? STRAZE

  • Was? Bücherbasar
  • Wann? Dienstag, 17.01.2023, 15 Uhr
  • Wo? Caspar-David-Friedrich-Zentrum

  • Was? Wieck-Führung und der Ryck von unten
  • Wann? Mittwoch, 18.01.2023, 10:30 Uhr
  • Wo? historische Klappbrücke in Wieck (am Wärterhäuschen)
  • Eintritt? 8,00 Euro, ermäßigt 6,00 Euro
  • Anmeldung? in der Greifswald-Information; E-Mail: buchen@greifswald-marketing.de; Tel.: (03834) 85361380

  • Was? Interkulturelles Café
  • Wann? Mittwoch, 18.01.2023, 16 Uhr bis 18 Uhr
  • Wo? Sozio-kulturelles Zentrum St. Spiritus

  • Was? Netzwerk-Café
  • Wann? Donnerstag, 19.01.2023, 16 Uhr bis 19 Uhr
  • Wo? STRAZECafé

  • Was? Kulinarischer Rundgang
  • Wann? Freitag, 20.01.2023, 16 Uhr bis 18 Uhr
  • Wo? Greifswald-Information
  • Preis? 35,00 € pro Person
  • Anmeldung? Tel. 03834/85361380

  • Was? Sonntagsbücherflohmarkt
  • Wann? Sonntag, 22.01.2023, 13 Uhr bis 16 Uhr
  • Wo? Bücherfreunde Greifswald e.V. (Spiegelsdorfer Wende, Haus 1)

Neuigkeiten

  • Falls ihr euch noch erinnert, vor kurzem konnte an einer Befragung zur Zukunft des Deponieberges in Greifswald teilgenommen werden. Nun liegen die vorläufigen Ergebnisse vor. Bekannt wurde schon, dass über 95 Prozent sich für den Erhalt der Deponie als künstliche Erhebung aussprachen. Zudem gibt es den sehr starken Wunsch, die Deponie öffentlich zu nutzen, unter anderem als Picknickplatz, für den Sport, als Rodelberg, Spielplatz oder für Veranstaltungen. Viele können sich die Deponie auch als Ort für die Umweltbildung, unter anderem für Schulklassen, vorstellen.

Altigkeiten

  • Auch die Stadt Greifswald bleibt nicht von den Energiesparmaßnahmen verschont. Allerdings wird es wohl schwer werden mit dem Sparen, weil die Stadt anscheinend schon zuvor viele Energiesparmaßnahmen eingeführt hat. Der Oberbürgermeister Stefan Fassbinder meint: ,,Um tatsächlich merklich den Gas- und Stromverbrauch zu reduzieren, kommen wir deshalb um vorübergehende Schließungen von Einrichtungen nicht herum. Aufgrund dessen wurde entschieden, dass die Sporthallen und kulturellen Einrichtungen, wie die Stadtbibliothek, das sozio-kulturelle Zentrum St. Spiritus sowie das Stadtarchiv in den Weihnachtsschulferien geschlossen bleiben.“ Der Weihnachtsmarkt soll trotzdem stattfinden, allerdings mit einem reduzierten Beleuchtungskonzept.
  • Kannst du dich noch an die Radstation am Bahnhof erinnern? Dort kannst du dein Fahrrad nun günstiger abstellen. So kostet ein Stellplatz in der Sammelgarage ab sofort nur noch 50 Cent statt eines Euros, für eine Woche zahlt man nur noch 3 Euro, für einen Monat 6 Euro (bislang 15 €) und für das ganze Jahr 50 Euro (bislang 130 €). Der Grund für die Vergünstigung sei, dass damit die Akzeptanz und die Auslastung der Radstation deutlich erhöht werden sollen, die bisher unter den Erwartungen lag.
  • Ihr sucht eine Toilette in Greifswald? Euer Glück: WC4FREE startet. Dabei werden Gästen der Universitäts- und Hansestadt der Weg zu den WC-Anlagen gewiesen, die sie kostenlos nutzen können, ohne Kunde der Einrichtung sein zu müssen. Zum Start beteiligen sich insgesamt 17 Institutionen, darunter unter anderem die Brasserie Hermann, das Caféhaus Marimar und das Hôtel Galerie. Ausgewiesen werden die Partner mit Aufklebern im Eingangsbereich.
  • In Greifswald wurde das Angebot an Leihfahrrädern erweitert. Um ein Fahrrad auszuleihen, muss zunächst eine Registrierung über die Webseite www.mv-rad.de erfolgen. Seit dem 1. Mai 2022 kann dies auch über die MV-Rad App erfolgen. Die Kosten für 15 Minuten belaufen sich auf 1 Euro, der 2-Stunden-Tarif kostet 6 Euro und der 4-Stunden-Tarif 9 Euro. Wird das Fahrrad für einen Tag gebucht, fallen Kosten in Höhe von 12 Euro an. Bei mehr als drei Tagen Leihfrist gibt es gestaffelte Rabatte auf den Tagespreis.

Veranstaltungen

Alle Veranstaltungen der Universität findet ihr auf hier aufgelistet.

  • Was? Sitzung des Medienausschusses
  • Wann? Montag, 16.01.2023, 17:15 Uhr
  • Wo? Seminarraum 3.28, Ernst-Lohmeyer-Platz 3
  • Was wird besprochen? Es geht neben Berichten und Feedback zum moritz.tv, moritz.magazin und webmoritz., auch um Änderungswünsche der Kommunikation zwischen Medien und Medienausschuss.

  • Was? Ordentliche AStA-Sitzung
  • Wann? Montag, 16.01.2023, 20:15 Uhr
  • Wo? AStA-Konferenzraum
  • Was wird besprochen? Es geht unter anderem um eine Musikanlage und um das Studierendenportal.

  • Was? Sitzung des Akademischen Senats
  • Wann? Mittwoch,18.01.2023, 13:30 Uhr
  • Wo? Konferenzsaal, Domstraße 11 oder online über BigBlueButten im „Moodlekurs Senatssitzung – Hochschulöffentlicher Teil“
  • Was wird besprochen? Unter anderem werden die Prorektor*innen gewählt. Die Vorstellung der Kandidat*innen findet im Voraus ab 13 Uhr statt.

  • Was? Kommunikation als Beruf – Dialog mit Absolventinnen und Absolventen der Kommunikationswissenschaft in Greifswald
  • Wann? Donnerstag, 19.01.2023, 18:15 Uhr
  • Wo? online über BigBlueButton im Moodlekurs „AlumniKowi“

Neuigkeiten

  • Auf dieser Webseite der Uni findet ihr alle aktuellen Medieninformationen.

Hochschulpolitik und Universitäres:

  • Die vorläufigen Ergebnisse der Gremienwahlen sind da! In diesen Artikeln des webmoritz. sind die Ergebnisse der Wahlen des Studierendenparlaments, der Fachschaftsräte und des Senats und der Fakultätsräte zu finden. Ansonsten sind die Ergebnisse der Wahlen für die studentischen Gremien auch auf dieser Seite des Studierendenportals zu finden und die Ergebnisse der Wahlen für die akademischen Gremien sind auf dieser Seite der Universität zu finden.
  • Bis zum 19. Jannuar 2023 kann noch an der Umfrage zur Familienfreundlichkeit der Uni teilgenommen werden. Diese richtet sich an alle Studierenden und Mitarbeitenden an der Uni Greifswald.
  • Die Uni baut ein Beschwerde- und Konfliktmanagement auf. Mehr dazu findet ihr auf dieser Seite der Uni.
  • Vom 9. bis 22.01.2023 finden die Wellbeing-Wochen der Gesunden Universität statt. Hier könnt ihr euch für die kostenlosen Kurse anmelden.
  • Bis zum 05. Februar 2023 kann man sich für eines von vier Promotionsstipendien bewerben. Auf dieser Seite der Uni gibt es mehr Informationen.
  • Einige AStA-Referate sind wieder frei geworden bzw. noch gar nicht besetzt worden. Auf dieser Seite findet ihr alles rund um die noch offenen Positionen.
  • Hier kommt ihr zur aktuellen Ausgabe des Rektoratsforums, bei dem der studentische Prorektor, Hennis Herbst, unter anderem berichtet, dass die Proteste gegen die Kürzungen der Landesregierung gewirkt haben.
  • aktuellen Ausgabe des Rektoratsforums, bei dem Rektorin Prof. Dr. Katharina Riedel auf die Erfolge und Herausforderungen des Jahres 2023 zurückschaut.

Ukraine:

  • Hilfsangebote: Auf dieser Uni-Webseite werden alle Unterstützungsangebote gesammelt. Unter anderem gibt es die Möglichkeit zum Spenden für das Ukraine-Stipendium.
  • Informationsangebote: Auf dieser Webseite der Uni werden außerdem Beiträge und Veranstaltungen zum Kontext des Angriffskrieges gegen die Ukraine laufend gesammelt. Hier findet ihr Literatur zu Hintergründen des Krieges Russlands gegen die Ukraine und zum Verhältnis zwischen beiden Staaten und Kulturen.
  • Die Universität Greifswald schließt sich der Stellungnahme der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen mit Nachdruck an und unterbricht alle wissenschaftlichen Kooperationen mit Russland. Weiterhin heißt es: „Wir verurteilen den vom russischen Präsidenten Vladimir Putin befohlenen Angriffskrieg auf das Schärfste und sind in großer Sorge um Kolleg*innen, Freund*innen und deren Familien.“

Corona:

  • Wie der Krisenstab mitteilte, findet das Wintersemester in Präsenz statt. Sowohl die Maskenpflicht, als auch die Abstandsregelung finden keine Anwendung mehr. Dennoch empfiehlt der Krisenstab weiterhin das Tragen von Masken.
  • Im Falle eines positiven Tests wird gebeten, freiwillig eine Meldung an den Krisenstab abzugeben, damit das Infektionsgeschehen an der Universität weiter nachverfolgt werden kann.
  • Bedenken wegen der Impfung? Die Initiative „Gemeinsam für psychische Gesundheit“ hat ein diskretes psychologisches Beratungs- und Unterstützungsangebot entwickelt. Bei Interesse könnt ihr euch per Mail an gemeinsampsychischgesund@uni-greifswald.de wenden.

    Energie:

    • Es wurde ein Energie-Krisenstab gegründet, der die Planung für eventuelle Krisen-Szenarien übernimmt. Auf dieser Website der Uni und in diesem webmoritz.-Artikel findet ihr Informationen dazu.
    • Folgende Energiesparmaßnahmen werden von der Uni ergriffen:
      • Abschaltung der Außenbeleuchtung vieler Gebäude
      • Ausdehnung der Nachtabsenkung und Anpassung der Heizzeiten
      • Absenkung der Raumtemperatur auf 19°C in Büros, Laboren und Lernräumen
      • Anpassung der Klima- und Raumluftanlagen
      • Benennung von Energieverantwortlichen für einzelne Gebäude

      Altigkeiten

      • Die alte UniApp wurde am 1. Juli abgeschaltet. Ersetzt wird sie durch die App „UniNow“. Diese ist im App Store und bei Google Play verfügbar.
      • Seit dem 18.06.2022 sind die historischen Gewächshäuser im Botanischen Garten wieder geöffnet. Alle Informationen findet ihr auf dieser Website oder in diesem webmoritz.-Artikel.
      • Expert*innen des Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik der Universität Greifswald und des Länderzentrums für Niederdeutsch in Bremen kooperieren, um das Lernen von Plattdeutsch zu stärken. Alles weitere zu dem Vorhaben lest ihr in dieser Medieninformation der Universität.
      • Es werden immer noch dringend Blutspender*innen gesucht!! Alle Informationen findet ihr auf der Website der Unimedizin oder in diesem webmoritz.-Artikel, Termine können über 03834/86-5478 und über den Smartimer vereinbart werden.
      • Auf dieser Uni-Website könnt ihr die Selbstlernplätze der Universität einsehen und euch bei Bedarf anmelden.

       

      Veranstaltungen

        Neuigkeiten

        Altigkeiten

         

        • Jeden Samstag findet ab 10.30 Uhr in der Stadtbibliothek das „Vorlesen am Samstag“ statt. Hierbei lesen ehrenamtliche Vorleser*innen Geschichten für Kinder ab 3 Jahren vor. Treffpunkt ist der Kinderbereich der Bibliothek. Der Eintritt ist frei. 
        • Jeden Donnerstag findet in der STRAZE von 16 bis 18 Uhr der Druck- und Zucktreff für alle Jugendlichen ab 14 Jahren statt.

        Wir haben ein wichtiges Event in dieser Woche vergessen? Ihr habt noch einen heißen Tipp für die nächste Woche? Schreibt uns einen Kommentar oder eine Nachricht, wenn ihr etwas zur web.woche beisteuern wollt!

        Beitragsbild: Julian Schlichtkrull

        Die wichtigsten StVO-Regeln für Radfahrer*innen

        Die wichtigsten StVO-Regeln für Radfahrer*innen

        Greifswald – die Unistadt. Und die Stadt der Radfahrer*innen. Die meisten von uns bewegen sich täglich mit dem Fahrrad durch Greifswald und Umgebung. Doch was darf man dabei eigentlich machen und was nicht? Schließlich ist es als Radfahrer*in leicht, sich noch schnell irgendwo durchzuschlängeln oder die 100 m ohne Licht zu fahren.

        Wie muss ein verkehrstaugliches, sicheres Fahrrad aussehen? Ein verkehrstaugliches Fahrrad braucht zwei funktionierende Bremsen, eine für das Vorder- und eine für das Hinterrad. Außerdem muss eine gut hörbare Klingel am Rad angebracht sein. Das Vorderlicht muss weiß sein und das Rücklicht rot. Blinkende Lichter sind nicht erlaubt. Auch akku- oder batteriebetriebene Lichter sind seit 2013 ok. Zudem braucht das Rad mehrere Reflektoren: Einen weißen für vorne und einen roten für hinten, für jedes Rad zwei gelbe Speichenreflektoren, genauso wie für die Pedale.

        Bei Dunkelheit ohne Licht fahren? Geht natürlich gar nicht und ist vor allem für euch selbst gefährlich. Das Licht muss übrigens schon ab Beginn der Dämmerung eingeschaltet werden und auch wenn die Sichtverhältnisse es generell erfordern.

        Radwege müssen immer benutzt werden? Es gibt verschiedene Typen von Radwegen, Radfahrstreifen und Schutzstreifen für Fahrräder. Da sind zum einen die benutzungspflichtigen Radwege. Sie sind durch ein rundes, blaues Schild, auf dem ein Fahrrad abgebildet ist, gekennzeichnet. Ist dieses Schild nicht vorhanden, handelt es sich um einen nicht benutzungspflichtigen Radweg. Hier darf man entscheiden, ob man lieber auf der Straße fahren möchte. Ansonsten gibt es noch die Fahrradschutzstreifen, die Teil der Straße sind. Hier gilt keine Benutzungspflicht, sondern nur das Rechtsfahrgebot. Autofahrer*innen dürfen auf diesen weder halten noch parken und die gestrichelte Linie nur in Ausnahmefällen kurz befahren, wenn dabei keine Radfahrer*innen behindert oder gefährdet werden. Auf Gehwegen dürfen nur Kinder bis 10 Jahre fahren, sowie eine Begleitperson, die älter als 16 Jahre ist. Außer der Fußweg ist durch das Schild „Fahrrad frei“ freigegeben. Dann darf allerdings nur mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden und Fußgänger*innen haben immer Vorrang.

        Nebeneinander fahren? Ist erlaubt, solange genug Platz ist. Nur wenn andere Verkehrsteilnehmer*innen behindert werden, muss hintereinander gefahren werden. In Fahrradstraßen, oder wenn ihr in einem geschlossenen Verband mit mehr als 15 Menschen fahrt, zum Beispiel in einer sogenannten „Critical Mass“, ist nebeneinander fahren grundsätzlich erlaubt. Bei einer Critical Mass dürft ihr übrigens nicht nur nebeneinander, sondern auch gemeinsam über eine Ampel fahren. Das heißt, wenn die Ersten der Gruppe bei Grün fahren, darf die gesamte Gruppe weiterfahren, auch wenn die Ampel für die letzte Person in der Zwischenzeit auf Rot schaltet. In einer Fahrradzone haben Radfahrer*innen grundsätzlich Vorrang und dürfen nicht behindert werden.

        Autofahrer*innen, die zu dicht überholen, den Spiegel beschädigen? Ist natürlich verboten. Auch wenn ich das Bedürfnis danach sehr gut nachvollziehen kann, wenn ein Auto mal wieder mit weniger als den vorgeschriebenen 1,5 m an einem vorbeifährt (innerorts, außerorts sind es 2 m). Genauso sieht es aus, wenn wieder einmal ein Auto auf unerlaubte Weise auf dem Fahrradschutzstreifen hält oder parkt.

        Richtiges Abbiegen? Fußgänger*innen, die die Straße überqueren, in die abgebogen wird, haben Vorrang. Das Abbiegen muss rechtzeitig angezeigt werden. Das heißt vor und nicht während des Abbiegevorgangs.

        Musik hören? Ist erlaubt. Allerdings nur so, dass der Verkehr wahrgenommen werden kann und das Gehör nicht durch die Musik beeinträchtigt ist. Also am besten mit nur einem Kopfhörer.

        Handynutzung? Ist hingegen absolut verboten. Und auch hier gilt wieder: Das ist besonders für euch gefährlich, weil ihr nicht auf den Verkehr achten könnt, und leider die Verwundbareren seid, wenn ein SUV euch rammt.

        Wie viel Alkohol darf man getrunken haben? Anders als beim Autofahren darf man als Radfahrer*in mit bis zu 1,59 Promille fahren (beim Autofahren sind es 0,49 Promille). Das gilt allerdings nicht in der Probezeit. Es kann aber schon ab 0,3 Promille zu einer Strafanzeige kommen, wenn auffällig gefahren wird oder andere Verkehrsteilnehmer*innen gefährdet werden. Radfahren unter Alkoholeinfluss kann auch zum Entzug des Führerscheins führen. Übrigens: ein Bier mit 0,5 Liter hat ungefähr 0,5 Promille und pro Stunde werden 0,1 Promille abgebaut. So könnt ihr euch leicht ausrechnen, mit wie viel Promille ihr etwa unterwegs seid. Natürlich ist das von Mensch zu Mensch unterschiedlich und hängt unter anderem von Größe und Gewicht der jeweiligen Person ab.

        Insgesamt gelten für Radfahrer*innen die gleichen Regeln, wie für das Führen von Kraftfahrzeugen. Radfahrer*innen müssen sich genauso an Vorfahrtsregeln halten, Verkehrsschilder beachten und sich an den Grundsatz der „Gegenseitigen Vor- und Rücksicht“ halten. Bis dahin: Fahrt sicher!

        Foto: Louise Guillemot

        Adventskalender Türchen 22: schneeige Gedanken

        Adventskalender Türchen 22: schneeige Gedanken

        Pünktlich zu Weihnachten ist der Schnee geschmolzen. Wir möchten euch so kurz vor dem Fest trotzdem winterlich verschneite Gedanken machen und zeigen euch heute eine kleine Winterfoto-Galerie aus unseren Redaktionen. Viel Spaß beim Betrachten!

        Beitragsbild: Laura Schirrmeister

        Mit dem Plakat bis vor das Schweriner Finanzministerium

        Mit dem Plakat bis vor das Schweriner Finanzministerium

        Einem könnte schlecht werden, wenn man an die finanziellen Umstände der Universitäten denkt. In Greifswald können wir das am eigenen Beispiel merken, denn die Bildungspolitik in Mecklenburg-Vorpommern trifft uns ganz schön hart. Vor allem die Sparpolitik führt dazu, dass Lehrstellen stark gefährdet sind. Bereits seit längerem demonstrieren Greifswalder Studierende deswegen. Um die Situation zu ändern, wurde vor Kurzem eine Petition ins Leben gerufen und es kam zu einer Fahrt nach Schwerin. Was genau geschah, erfahrt ihr im Artikel.

        Die Bildungsdemonstrationen häuften sich in diesem Semester. Angefangen hat alles mit der Bildungsdemo in Rostock, weiter ging es mit der Kundgebung in Greifswald und endete zuletzt mit der Fahrraddemo am 22. November. All diese Demonstrationen fanden statt, um auf die prekäre Situation der Universitäten, vor allem der Greifswalder, aufmerksam zu machen. Leider scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

        Studierende unserer Uni haben deswegen eine Petition gestartet, um die Bildung an unserer Universität zu retten. Bereits bei der Vollversammlung am 22. November nahmen die Studierenden Anträge zu #UNIINNOT- Investition statt Kürzung unserer Zukunft an. Bei einem davon ging es darum, dass der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) damit beauftragt werden sollte, eine Petition dazu zu starten. Diese Petition soll in Schwerin beim Petitionausschuss Mecklenburg-Vorpommerns eingereicht werden mit dem Ziel, genug Druck auf die Schweriner Landesregierung auszuüben, wenn genug Unterschriften erreicht werden. Andere Hochschulstandorte in MV sollen dabei inkludiert werden. Gesagt, beschlossen und getan: Die Petition ging vor ein paar Tagen online und hat bereits 747 Unterschriften [Stand: 18.12.2022].

        Das soll aber noch nicht alles gewesen sein. Auch eine Reise nach Schwerin wurde geplant, um der Landesregierung die Tragweite der Situation zu verdeutlichen. In der Pressemitteilung des AStAs kann der genaue Grund nachgelesen werden: ,,[…] Wissenschaftsministerin Bettina Martin (SPD) […] verteidigte die 18,3 Mio. EUR Minderausgaben in Forschung und Lehre.“ Dass das nicht der richtige Weg sein kann, wurde schon bei den letzten Demonstrationen kundgetan.

        Also ging es für eine Handvoll Greifswalder Studierende am 15. Dezember mit einem Plakat nach Schwerin. Die Studierenden waren Vertreter*innen der Studierendenschaft: AStA, Studierendenparlament, Fachschaftskonferenz, studentischer Prorektor. Das Plakat hatten sie bereits bei der Fahrraddemo am 22. November ausgelegt, um Unterschriften neben ihren Forderungen zu sammeln. Begleitet wurden sie in Schwerin von einem Kamerateam des NDR, berichtete Hennis Herbst, studentischer Prorektor, in einem schriftlichen Statement.

        Ihre Forderungen:

        • …, dass die Kosten der Krise für Studierendenwerke kompensiert werden.
        • …, dass das Wissenschaftsministerium von den Kürzungen in Forschung  und Lehre absieht.
        • …, dass zusätzliche Kosten der Krise an Hochschulen durch das Land getragen werden.
        • …, dass die Landesregierung Mittel bereitstellt, um Hochschulgebäude energetisch zu modernisieren.
        • …, dass das BAföG reformiert wird, damit Bildung nicht länger vom Geldbeutel der Eltern abhängt. 
        • …, dass die Bundes- und Landesregierung Wege erarbeitet, die prekäre Beschäftigung von Wissenschaftler*innen und Studierenden an Hochschulen zu beenden.
        • …, dass das Wissenschaftsministerium den Wert der Hochschulen, deren Mitarbeitenden und Studierenden für die Zukunft des Bundeslandes anerkennt.

        Eigentlich sollte das Plakat um 12 Uhr vor dem Finanzministerium ausgebreitet werden und anschließend an den Finanzminister Dr. Heiko Geue (SPD) übergeben, da das Finanzministerium die Minderausgaben entwirft. Sie trafen allerdings auf ein Problem. Hennis Herbst beschreibt es so: „Der war leider nicht zu sprechen. Wir wurden aber durch den stellv. Staatssekretär im FM [Finanzministerium] zu einem Gespräch gebeten. Dort wurden uns einerseits Zahlen des FM präsentiert, andererseits konnten wir unsere Perspektive darlegen. Ob es was genützt hat, bleibt abzuwarten. Das Banner haben wir dort für den Finanzminister hinterlegt.”

        Der Finanzminister wurde also ungünstigerweise nicht angetroffen. Hat es denn dann überhaupt etwas gebracht, nach Schwerin zu fahren?

        Insgesamt waren die Gespräche freundlich und von Verständnis geprägt. Konkrete Zusagen haben wir allerdings nicht bekommen. Insofern hat sich an der Situation erstmal nichts geändert, es bleibt aber abzuwarten, ob unsere Aktion Bewusstsein bei den Entscheidungsträger*innen geschaffen hat. Wir werden in jedem Fall am Ball bleiben.

        Hennis Herbst (studentischer Prorektor) in einem schriftlichen Statement

        Und wie geht es jetzt mit der Petition weiter? Sie konnten bereits viele Unterschriften sammeln.

        Die Petition und damit auch unsere Forderungen möchten wir jetzt natürlich Uni-intern so breit wie möglich streuen, um genügend Unterschriften aus Greifswald zu sammeln (von allen Statusgruppen). Im Namen des AStAs werde ich die Petition heute auch bei der LKS-MV (Landeskonferenz der Studierendenschaften in MV) einbringen, umso auch Unterschriften von weiteren Hochschulstandorten sammeln zu können. 

        Lukas Voigt (Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschusses) in einem schriftlichen Statement

        Der Link zur Petition: Keine Kürzungen an unserer Zukunft! – Online-Petition (openpetition.de)

        Beitragsbild: Hennis Herbst