Blut spenden beim Vampire Cup

Blut spenden beim Vampire Cup

Seit dem 28. Oktober, passend zu Halloween, nimmt der Fachschaftsrat Pharmazie mit Unterstützung des Fachschaftsrats Medizin wieder an der großen Blutspendeaktion “Vampire Cup” teil. Hierbei handelte es sich ursprünglich um eine Kampagne der „International Pharmaceutical Students‘ Federation“. Auch dieses Jahr wird diese Kampagne in ganz Deutschland vom Bundesverband der Pharmaziestudierenden veranstaltet.

Fast dauerhaft herrscht Mangel an Blutspender*innen; die Blutspendeampel der Universitätsmedizin ist ständig auf Rot. Das heißt, Patient*innen können nicht ausreichend versorgt und Operationen müssen verschoben werden. Ziel des Projekts “Vampire Cup” ist es, mehr Menschen zum Blutspenden zu motivieren. Noch bis Freitag den 8. November könnt ihr im Rahmen der Aktion Vollblut, Thrombozyten oder Plasma spenden gehen. Neben der Blutspende muss nur ein ausliegendes Teilnahmeformular ausgefüllt werden. Falls ihr also als Spender*in geeignet seid und Zeit und Lust habt, etwas Gutes zu tun, dann unterstützt doch unsere Pharmaziekomiliton*innen und spendet Blut!

Bis Freitag könnt ihr im Rahmen des Vampire Cups zu folgenden Uhrzeiten im Universitätsklinikum spenden gehen:
Mittwoch: 9-18 Uhr
Donnerstag: 9-18 Uhr
Freitag: 7-16 Uhr

Bild von PublicDomainPictures auf Pixabay 

Partyguide fürs lange Wochenende

Partyguide fürs lange Wochenende

In der letzten Oktoberwoche beginnt unser Wochenende schon am Mittwoch! Und nein, der Grund ist nicht Halloween sondern der Reformationstag. Denn vor circa 500 Jahren hat ein gewisser Martin Luther 95 Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg geschlagen und der Reformation der Kirche den Weg bereitet. Aber genug Bildung – Halloween ist nämlich zufällig trotzdem und das Wochenende lang. Das muss ausgekostet werden und schreit nach Feiern!

Mittwoch, 30. Oktober

Um das Wochenende langsam einzuläuten, bietet sich die Greifswalder Kneipennacht an. Für 6€ könnt ihr heute am Mittwoch in sechs verschiedenen Clubs sechs verschiedenen Bands zu abwechslungsreicher Musik lauschen und ein oder zwei oder sechs Bierchen trinken.
Wann? Einlass ab 20 Uhr, Beginn 21 Uhr
Wo? Comix, Greifswalder Logenhaus, Brasserie Hermann, Mitt’n Drin, Domburg und Poro

Im Anschluss könnt ihr zur Anglistik Halloweenparty und mit eurem schaurigen Outfit in gespenstischer Location beeindrucken. Vertreibt mit eurem Tanzstil bei Electro- und Partymukke die bösen Geister. Der Eintritt kostet 3€, mit Verkleidung sogar nur 2€!
Wann? 22 Uhr
Wo? Klex

Auch in der Kiste findet an diesem Tag eine Halloweenparty statt. Hier könnt ihr für 2€ in Kostümen zu elektronischer Musik gruslig tanzen.
Wann? 22 Uhr
Wo? Studentenclub Kiste

Alternativ (oder zusätzlich) könnt ihr in der ROSA zur „Monsters in my house“-Party gehen. Wie jeden Mittwoch könnt ihr für 5€ das Monster in euch auf der Tanzfläche rauslassen und zu Techno-Beats feiern.
Wann? 23 Uhr
Wo? ROSA

Im Kontorkeller findet die Urban-Madness-Party statt. Auch hier sind kostümierte Menschen willkommen, gruselige Drinks werden bereitgestellt und es kann zu Urban Music getanzt werden.
Wann? 23 Uhr
Wo? Kontorkeller

Donnerstag, 31. Oktober

Wenn ihr euren schwarzen Kater auskuriert habt, geht es am Donnerstag am besten in die Mensa. Auch hier heißt es “Happy Halloween Party Night”. Wer verkleidet ist, kommt kostenlos rein! Der Club wirbt außerdem mit Black Death Shots und Fotoecke.
Wann? 23 Uhr
Wo? Mensaclub

Für die Muggel und Magier*innen unter euch veranstaltet die Kiste eine Harry-Potter-Party. Für 2€ könnt ihr in die Welt von J.K. Rowling eintauchen und euch wegzaubern lassen.
Wann? 23 Uhr
Wo? Kisteclub

Wer zwischendurch mal lieber etwas Gutes tun möchte und wem nicht nur Alkohol durch die Blutbahn fließt, kann vom 28.10. bis 08.11. am “Vampire Cup” teilnehmen. Der Wettbewerb zwischen deutschen Pharmazie-Studierenden soll motivieren, Vollblut, Thrombozyten oder Plasma spenden zu gehen. Also – wenn ihr in der Lage seid Blut zu spenden, dann unterstützt doch unseren FSR Pharmazie!

Nachdem ihr euch am Freitag vom ersten Teil des Wochenendes erholt habt, könnt ihr die restlichen Tage in der Bib verbringen… Oder ihr nehmt noch eine Party mit!

Samstag, 2. November

In der ROSA legt unter anderem Dave Dinger auf, ihr könnt euch als Studierende für 8€ ins Delirium tanzen und euch so vom anstrengenden Party-Wochenende erholen.
Wann? 0 Uhr
Wo? ROSA

Auch die Stadthalle Greifswald bietet mal wieder eine fetzige “Daddy Cool”-Halloween-Party an. Mit Musik aus allen Zeiten könntet ihr Teil der “größten Halloweenparty Greifswald” werden.
Wann? 22 Uhr
Wo? Stadthalle

Alternativ könntet ihr auf die 2000er-Hip-Hop-Party im Kontorkeller gehen.
Wann? 23 Uhr
Wo? Kontorkeller

Na dann! Bastelt euch coole Kostüme, trinkt ein bisschen Blut (oder alternativ Bier) und wir sehen uns auf der Tanzfläche!

Beitragsbild von Colton Sturgeon auf Unsplash

Warum nicht mal Pilz statt Pils?

Warum nicht mal Pilz statt Pils?

Das letzte Mal „in den Pilzen“ war ich vielleicht vor 15 Jahren. Und damals haben mir Pilze nicht mal geschmeckt; ich glaube es war nur eine Form der Kinderbeschäftigung meiner Eltern an grauen Wochenenden. Inzwischen bin ich aber eine richtige Pilzliebhaberin geworden und weil dieses Jahr in meiner Wahrnehmung ja DAS Pilzjahr war, bin ich nicht drum herumgekommen, mal mein Glück in den Greifswalder Wäldern zu versuchen. Gerädert von der Ersti-Woche, schon erschöpft von den ersten Lehrveranstaltungen und irgendwie immer noch verkatert, galt letztes Wochenende also das Motto: Pilz statt Pils.

Wir waren also mit gefährlichem Halbwissen, jahrelanger Pilzsammelabstinenz und einer Pilzbestimmungs-App (die in den internetlosen Tiefen des Waldes nicht funktionierte) unterwegs. Zwar hatte ich im Vorhinein gehört, dass man zurzeit innerhalb von 20 Minuten Körbe voller Pilze sammeln könne; dieser Erfolg blieb uns aber leider zunächst mit unseren ungeschulten Augen verwehrt. Nachdem wir also eine halbe Stunde durch das Unterholz marschiert waren und immerhin einen Dachsbau, Frösche und jede Menge (in unseren Augen) nicht-essbare Pilze entdeckt hatten, sind wir endlich fündig geworden. Schon leicht genervt und enttäuscht fanden wir Ecken, an denen schöne, gelbschwammige Maronen wuchsen. Aus unserem Fund haben wir uns abends selbstversorgermäßig eine leckere Pilzpfanne gekocht. Und da ihr diesen Artikel jetzt lest, habe ich das Essen anscheinend überlebt und es war kein giftiger Pilz dabei.

Falls ihr also mal eine kleine Auszeit braucht und knapp bei Kasse seid, kann ich euch einen Ausflug in die schöne Umgebung unserer Hansestadt nur empfehlen. Selbst wenn man keine Pilze findet, ist so ein Waldspaziergang Balsam für jedes gestresste Studierendenherz.

Übrigens: Wusstet ihr, dass Greifswald sogar eine Pilzberatung anbietet? Falls ihr unsicher seid, ob euer Fund essbar ist oder ihr glaubt, euch eine Vergiftung zugezogen zu haben, könnt ihr euch bei mehreren Berater*innen erkundigen.

Beitragsbilder: Lilli Lipka

retro.kolumne: Schulhofspiele

retro.kolumne: Schulhofspiele

Retro, retro, retro yeah! Die neue Kolumne über alte Dinge. Kennt Ihr diese Spiele, Filme, Accessoires noch? Aus der Kindheit, meist noch aus den 90ern stammen sie und sind vielleicht ja doch noch ein Guilty Pleasure des einen oder anderen.

Den Satz „früher war alles besser“ kann ich nicht leiden. Und ich will auch nicht behaupten, dass ich eine schönere Kindheit hatte als die „Jugend von heute mit ihren Smartphones“. Aber feststeht: die Zeit haben wir uns damals anders vertrieben. Der Schulhof oder die Straße und die anderen Kinder waren das einzige Entertainingprogramm, das wir brauchten.

Wenn wir gerade nicht mit Yu-Gi-Oh!-Karten oder Diddl-Blättern gedealt haben, malten wir mit Kreide den Spielplan und die Zahlen für Himmel und Hölle auf den Asphalt und sind als Spielfiguren über die Kästchen gehüpft. Auch Seilspiele waren der absolute Renner auf dem Schulhof. Neben dem einfachen Seilspringen gab es auch noch Gummitwist – zwei Kinder haben sich das Gummiband um die Beine gespannt, die dritte Person musste im Band verschiedene Sprünge ausführen.

Kettcars, Bälle, Stelzen und Hula Hoop-Reifen waren heiß begehrt auf dem Schulhof. Nicht selten kam es zu Rangeleien. Klatschspiele hingegen konnten jederzeit und von allen gespielt werden. Zwei freie Hände allein reichten. Vielleicht sollte ich das nächste Mal, wenn ich auf meine Bahn warte einfach mal eine Runde „Bei Müllers hat’s gebrannt“ spielen; die Zeit ging früher immer so schnell vorbei.  Ein Spiel, das ich hingegen nie verstanden habe, war das Faden- oder Hexenspiel, bei dem mit einer Schnur irgendwelche – in meinen Augen super komplizierte – Muster zwischen den Händen gespannt und mit verschiedenen Techniken gewechselt wurden.

Was natürlich auch auf keinem Schulhof, keinem Kindergeburtstag oder Spielplatzbesuch fehlen durfte, waren Fangen, Steh-Geh oder Verstecken. „Eins, zwei, drei, vier Eckstein, alles muss versteckt sein!“ wurde laut geschrien, bevor mit einem „Ich koooomme“ auf die Jagd nach den Versteckten gegangen wurde.  Eines meiner absoluten Lieblingsspiele früher war die ultimative Kombination aus Verstecken und Fangen: Versteckfange – auch bekannt als Räuber und Gendarm. Hier gab es Teams, bestehend aus Räubern und Gendarmen, die Räuber wurden von den Gendarmen ins Gefängnis gebracht, konnten aber von den anderen wieder freigeschlagen werden.

Mit diesen Spielen haben wir doch früher Stunden verbracht und erst aufgehört, als die Sonne untergegangen war oder es geklingelt hat. Aber ich muss zugeben: wenn ich heute nochmal klein wäre, würde ich meine Zeit wahrscheinlich auch mit Pokemon GO verbringen.

Beitragsbild von Merio auf Pixabay

Kurios aber kostbar: So war der Fleischervorstadt-Flohmarkt 2019

Kurios aber kostbar: So war der Fleischervorstadt-Flohmarkt 2019

Am Sonntag, den 12.05.2019, wurden in der Fleischervorstadt die Bürgersteige runtergeklappt. Bei schönstem Frühlingswetter fand der jährliche und schon 11. Fleischervorstadt-Flohmarkt statt.

Auf improvisierten Theken aus Malertischen, Wäscheständern und Bierbänken vermittelte die Nachbarschaft ihre Schätze und ihren Schrott an neue Besitzer*innen. Wenn die Nachbarskinder nicht selbst ihr altes Lego oder ihre Puppen an ihrem eigenen Stand verkauften, konnten sie ihr Taschengeld in ein relativ neues Schleichtier oder ein neues Puzzle investieren.

Fündig konnten hier alle werden. Auch wenn man nichts suchte, fand man zwischen dem ganzen Krimskrams und Krempel etwas, das man dann doch unbedingt brauchte. Angefangen bei diversen Büchern und DVDs bis hin zu ausgestopften Hirschen, Schreibmaschinen oder Medaillen der Bundesjugendspiele von 1973. Studierende verkauften ihre alten Lehrbücher oder gebrauchten Klamotten, und während eine mitgebrachten Musikbox den ultimativen Bummel-Flair versprühte, wurde um den Preis gefeilscht.

Um zwischen den viele Ständen mal Pause zu machen, boten sich bestens ausgestattete Hinterhöfe an. Es gab Kaffee, Kuchen, selbstgemachte Limonade oder Bier. (Der Döner-Laden hat an diesem Tag wahrscheinlich auch den Umsatz des Jahres gemacht.) Auch vor der Huschecke herrschte ausgelassene Stimmung: bei Long-Drinks, Bier und einem DJ fühlte sich der Sonntag in Greifswald fast wie ein Sonntag in Berlin an.

Der Fleischervorstadt-Flohmarkt ist nicht nur wegen des Stöberns und Findens immer wieder schön. Die Straßen sind voller alter Bekanntschaften und neuer Gesichter. Man entdeckt nicht nur schon lange vergessene Schätze, sondern auch die Nachbarschaft und das Gemeinschaftsgefühl in diesem Viertel ganz neu.

Beitragsbild: Lilli Lipka
Bilder: Anne Frieda Müller