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In den Pausen der letzten, neun Stunden langen Sitzung unseres Studierendenparlaments (vom 05.-06.12) erkennen wir eine Gelegenheit und fragen drei erschöpfte StuPist*innen, Xenia Valero-Schönhöft, Soraia Querido Ferreira und Steven Gentzen nach ihrer persönlichen Motivation. Einige Fragen wurden im Nachhinein nochmal mit klarem Kopf beantwortet.


Warum sitzt du im StuPa?

Xenia: Ich wollte dem eher „schlechten Ruf“ des StuPa mit konstruktiven Beiträgen, Anträgen und mehr Engagement entgegenwirken. Außerdem wollte ich mich vermehrt für nachhaltige Belange an der Uni einsetzen.
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Soraia: Vor allem sitze ich im StuPa, weil es noch keine Sänften gibt (was mal dringend notwendig wäre bei der durchschnittlichen Sitzungsdauer!). Ich engagiere mich im Studierendenparlament vor allem aus Interesse am hochschulpolitischen Geschehen und zur Vertretung der Interessen der Studierendenschaft. Mir ist dabei eine pragmatische Lösungsfindung, die möglichst vielen Studierenden zugutekommt, wichtig. Legislaturziele waren für mich: bessere Kommunikation zwischen den Gremien, Evaluierung der AStA-Struktur, Stärkung der Vollversammlung, dass die FSR wieder Zugriff auf ihre Konten erhalten und das Wichtigste Ersti-Shirts für 2018. Alles was ich nicht erreicht habe, war natürlich auch nie mein Ziel.
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Steven: Ich sitze im StuPa, weil ich mich für die Wünsche und Interessen der Studierendenschaft einsetzen und die Bedingungen von Studium und Lehre verbessern will.

Was ist die wichtigste Aufgabe des StuPa?

Xenia: Ich finde es schwierig, da eine einzelne Aufgabe herauszupicken. Wichtig ist aber auf jeden Fall, dass man aktiv Gebrauch von seinem Stimmrecht in diesem Gremium macht – ich verstehe die Motivation nicht, sich ins StuPa wählen zu lassen, wenn man nur selten erscheint, sich inhaltlich kaum mit den Anträgen auseinander setzt und/oder sich bei den Abstimmungen größtenteils enthält. Es ist einfach schade seine Stimme nicht zu nutzen.
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Soraia: Die wichtigsten Aufgaben stellen für mich die Wahlen von AStA-Referenten*innen, sowie die Überprüfung ihrer Arbeit dar, die Behandlung von Finanzanträgen und die Kommunikation mit den FSR.
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Steven: Über Finanzen der Studierendenschaft entscheiden

Auf welche Weise setzt du dich konkret als StuPist*in ein?

Xenia: Ich bin in mehreren AGs und im Medienausschuss aktiv, sowie seit kurzem auch im Präsidium. Daher nehme ich auch regelmäßig an den AStA-Sitzungen teil und versuche auch zu den Veranstaltungen zu kommen.
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Soraia: Mein Fokus lag hauptsächlich bei der AG Wohnsitzprämie und AG AStA-Struktur. Je nachdem wie viel Zeit ich neben dem Studium habe, gerne auch mal bei anderen AGs, Sitzungen oder ähnliches. Man braucht ja neben dem Studium eine Ausrede zum Prokrastinieren.
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Steven: Ich bin erst neu nachgerückt und habe mich bei Debatten erstmal zurückgehalten, da ich mich in das Thema einarbeiten wollte. Ich habe an AStA-Sitzungen teilgenommen und Interesse an der AG Satzung und Ausschussitzungen.

Angenommen, du könntest spontan für eine positive Veränderung in der HoPo sorgen, welche wäre das?

Xenia: Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, dass die HoPo transparenter gestaltet und näher an die einzelnen Studierenden gebracht wird – der allgemein eher „schlechte“ Ruf wirkt sich leider sehr auf das Interesse unter den Studierenden aus. Davon würde ich gerne wegkommen, denn ich halte das Engagement in der HoPo für sehr wichtig und außerdem kann es auch sehr viel Freude bereiten!
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Soraia: Wenn ich spontan etwas verändern könnte, dann wäre es wohl der Umgang der StuPist*innen miteinander. Man sollte sich in regelmäßigen Tonus außerhalb der aufgeladenen Debatten treffen können, um einfach mal ein Bier zusammen zu trinken und nicht nur über HoPo zu diskutieren. In dieser Legislatur gab es viele Reibungspunkte, gerade auch durch die ganze Thematik rund um Verbindungen. Das hat zum Teil zu persönlichen Differenzen geführt, was seinen Höhepunkt in der letzten Sitzung gefunden hat, als der ehemalige Präsident den AStA-Vorsitzenden beleidigt hat. Finde ich sehr schade, da letztendlich jede*r seine Freizeit dafür opfert und man das untereinander anerkennen sollte.
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Steven: Mehr Vielfalt und Akzeptanz, alle Meinungen sollten gehört werden, egal von welchem politischen Spektrum, weg von Parteipolitik, hin zur Hochschulpolitik.

Beitragsbild: Anne Müller

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