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von Sophie & Philipp

Ein Nachruf auf Tillmann Paul Kraft.

„Wenn alles untergeht, bleib ich hier und bleib bei dir,
du bei mir, wenn nichts anderes übrig bleibt, bleibt das Wir.“

– Prinz Pi / Glück

Tillmann ist seit Ende 2014 Mitglied bei den moritz.medien. Wir schreiben bewusst ist, weil er nie aufhört, ein Teil der moritz.-Familie zu sein. Das wird auch sein viel zu früher Tod nicht ändern. Denn er hat nicht nur die Beiträge von moritz.tv bereichert, sondern vor allem die Menschen, die das Glück hatten, ihn kennenlernen zu dürfen und mit ihm zu arbeiten.

Tillmann schlug in die Hochschulpolitik ein, wie ein… ja wie Tillmann das eben gemacht hat: Mit einem frechen Grinsen, einem lockeren Spruch und manchmal auch leicht angenervt. Er blieb dem Studierendenparlament noch mehrere Jahre treu, wo er sich bei Sitzungen und im Haushaltsausschuss einbrachte. Doch bald genügte ihm die Hochschulpolitik nicht mehr und er fand seinen Weg zu den moritz.medien, wo er besonders vor der Kamera brillierte. Dafür musste er nicht einmal viel sagen. Oft reichte es, wenn er einfach aus einer Tanne schritt und mit einem freundlichen und unverkennbaren „Hallo“ eröffnete oder in der Abstellkammer auf seinen Einsatz als Quizmaster wartete.

Tillmann konnte einen ganzen Raum für sich einnehmen, ohne sich in irgendeiner Art und Weise aufzudrängen oder darzustellen. Viel mehr war es seine positive Aura, die Menschen veranlasste, ihn zu mögen. Dass Tillmann fehlen wird, müssten wir hier nicht extra schreiben und doch machen wir es. Tillmann fehlt. Jeder, der ihn kannte, ob durch die Arbeit bei den moritz.medien, durch das Studierendenparlament oder weil er einen Beitrag von Tillmann gesehen hat, wird irgendetwas mit ihm verbinden. Seine Art, sein Grinsen, seinen Lockenkopf oder seine Schlagfertigkeit.

Tillmanns motivierendes, manchmal sehr langes Klatschen wird uns allen für immer im Gedächtnis bleiben. Jetzt ist es an uns, ihm zu applaudieren: Dafür, dass er der war, der er war und für das, was ihn ausgemacht hat.

 

„Wenn du in meiner Nähe warst, wusste ich es gibt einen Ort für mich, wo ich sein kann wie ich bin. Wo ich zeigen konnte, dass ich mich freue, wütend bin, genervt, überschwänglich oder traurig. Du hast einen akzeptiert, wie man war, mit allen Ecken und Kanten, ohne zu verurteilen. Stunde um Stunde haben wir zusammen gelacht, gefeiert und vor allem geredet – über alles. Wenn ich durch Greifswald gehe, sehe ich unsere gemeinsamen Erinnerungen an jeder Ecke. Es sind nur Positive, da ist kein Streit, keine Negativität. Und so werde ich und viele andere dich in Erinnerung behalten, als der wundervolle Mensch der du warst.“ – S.

 

 

 

 

 

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