Es ist wieder INSOMNALE Zeit! Und Moritz TV hat uns Studenten dazu einen kleinen Einstimmungstrailer gezeigt, den wir euch hier präsentieren dürfen:
Alles weitere über die INSOMNALE verrät die Pressemitteilung der Veranstalter, die alles wichtig enthält, so dass wir sie hier direkt abdrucken können:
„Seit nunmehr acht Jahren findet die INSOMNALE, der künstlerisch – kunstwissenschaftliche Wettbewerb der Studierenden des Caspar-David-Friedrich-Instituts der Universität Greifswald, statt. Im Jahre 2001 zunächst noch eine kleine Ausstellung in einem abrißreifen Unigebäude, mauserte sich dieser Wettbewerb zu einem Ereignis von Rang. Neben der Bachwoche, dem Nordischen Klang, den Tanztendenzen oder den Eldenaer Jazzevenings gehört die INSOMNALE inzwischen zu den bekannten Kulturereignissen der Stadt. (mehr …)
Wieder lädt die Universitäts- und Hansestadt Greifswald Studierende der Ernst-Moritz-Arndt-Universität zum Segeln auf die GREIF ein. Die Bewerbungfrist läuft noch bis zum 5. Mai
Vierzig Studentinnen und Studenten können am Tagestörn, der am Donnerstag, 5. Juni vom Heimathafen Greifswald-Wieck hinaus auf die Ostsee führt, teilnehmen. Noch bis zum 5. Mai können sich Studierende, die sich mit Hauptwohnsitz in Greifswald angemeldet haben, um einen der begehrten Mitsegelplätze auf dem stadteigenen Schiff bewerben. Bewerbungsunterlagen finden sich im Internet unter www.greifswald.de. Die Kosten für den Törn übernimmt seit 2007 ein renommiertes Greifswalder Unternehmen. Mit an Bord sind Oberbürgermeister Dr. Arthur König und Vertreter der Universitätsleitung.
Die Brigatine GREIF 1951 als Stahlsegler erbaut, hat insgesamt eine Segelfläche von 570 Quadratmetern. Das ermöglicht eine Geschwindigkeit von bis zu 14 Knoten. Die Studenten brauchen für den Tagestörn keine Segelerfahrung. Kapitän Wolfgang Fusch und seine Mannschaft geben beste Anleitung, um das Schiff vor den Wind zu bringen. Die Kommandos zum Brassen und Fieren sind schnell und sicher zu befolgen. Schwieriger ist es schon, in die Takelage zu klettern und auf das Fußperd umzusteigen. Doch gerade das ist das Reizvolle, das in jedem Jahr jenen Studierenden, die den Törn miterlebten, zum unvergesslichen Erlebnis in der Greifswalder Studienzeit werden lässt. Manch einer kehrt nach dem Studium als „Mann für Koje“ zurück auf das Schiff.
Zum Dank für die Hauptwohnsitznahme in Greifswald lädt die Stadt seit 2001 Greifswalder Studierende zum Tagestörn ein und zahlt seit 2005 nach Antragstellung auch eine Unkostenpauschale in Höhe von 150 Euro. Dafür stehen im kommunalen Haushalt des Jahres 2008 150.000 Euro zur Verfügung. Zudem können Studierende mit Greifswalder Hauptwohnsitz auch die Vergünstigungen des Greifswalder Kultur- und Sozialpasses in Anspruch nehmen. Damit kosten zum Beispiel die Monatskarte für den Stadtbus nur 18,70 Euro und der Eintritt in das Freizeitbad 5,70 Euro.
Wer sich mit Hauptwohnsitz zu Greifswald bekennt, leistet einen Beitrag für die Entwicklung der Stadt. Landeszuweisungen an die Kommunen sind in erster Linie davon abhängig, wie viele Einwohner/-innen mit Hauptwohnung gemeldet sind. Im Jahre 2007 erhielt die Universitäts- und Hansestadt zum Beispiel Zuweisungen als Oberzentrum in Höhe von rund 1,675 Millionen Euro.
Die lokale Band Morning Rain ist sicher nicht gänzlich unbekannt. Dann und wann treten die vier Greifswalder in ihrer Heimatstadt auf, zuletzt im Dom bei der Aktion Kunst gegen Kohle(wir berichteten).
Die Band verhält sich recht unscheinbar und gewinnt heimlich, still und leise in steter Regelmässigkeit Wettbewerbe, Auszeichnungen und einen Videodreh. Am 27. März wird der Kinofilm Meer is nich Premiere feiern, zu dessen Soundtrack Morning Rain ebenfalls ein Lied beisteuern.
Uni Greifswald und Schüler erarbeiten Vernetzungsprojekt zur Landeskulturgeschichte
Schüler und Lehrer begeben sich mit Lehramtsstudierenden und Germanisten der Universität Greifswald auf eine Europarundreise und Pilgerreise nach Jerusalem in die Zeit der Renaissance und des Frühbarocks. Mit dem Projekt „PONT – Pommern On Tour“ erforschen sie zwei Reiseberichte der höfischen Welt des 15. und 16. Jahrhunderts, um Schüler der 7. bis 13. Klasse an grundlegende Methoden und Fragestellungen des geisteswissenschaftlichen Arbeitens heranzuführen. Die Ergebnisse des unter der Leitung von Dr. Monika Schneikart vom Institut für deutsche Philologie und Dörte Buchester von der Universität Göttingen stehenden Projektes werden unter anderem in einem multimedial gestalteten Reiseführer im Internet und im Rahmen eines Mittelaltermarktes umgesetzt. Das Vorhaben wird im Rahmen des Denkwerk-Konzeptes der Bosch-Stiftung mit 25.000 Euro gefördert. Darüber hinaus wird es seit der Anlaufphase im vergangenen Jahr über den Verein „bildung am meer e. V.“ unter anderem aus der Heinz-Nixdorf-Stiftung und dem Schuleplus-Programm unterstützt.
An dem bis Juni 2009 laufenden Vorhaben sind Schüler der 12. und 13. Klasse des Humboldt-Gymnasiums Greifswald, der 7. bis 10. Klasse der Regionalschule Binz sowie eine 9. Klasse der Caspar-David-Friedrich-Regionalschule (Nexö-Schule) aus Greifswald beteiligt. Anhand des Erkundens der Reisen der Regenten Herzog Philipp Julius von Pommern-Wolgast und Bogislaw X. eignen sich die Schüler Schlüsselqualifikationen an, zum Beispiel beim Verstehen von Texten oder beim Erarbeiten von methodischen Vorgehensweisen. Darüber hinaus werden sie am Gymnasium auf ein (geistes-) wissenschaftliches Studium vorbereitet. Die Lehramtsstudierenden vermitteln wiederum neben der Methodik des wissenschaftlichen Arbeitens erworbene Kenntnisse aus den Fächern Deutsch, Geschichte und Kunstgeschichte. Durch diese Herangehensweise begeben sich alle Teilnehmer gemeinsam auf die Suche, um Sprache, Kultur, Bräuche, Denk- und Verhaltensmuster der vergangenen Zeit zu analysieren. Hoffeste, Festessen, Exkursionen zum Stettiner Herzogsschloss oder in die herzogliche Gruft nach Wolgast, Stippvisiten ins Pommersche Landesmuseum, Kontakte mit Historikern sind dabei verschiedenste Arbeitsformen, alte Texte zu verstehen und fremde Geschichte als eigene zu erleben.
Greifswalder Wissenschaftler wollen den Klimawandel mit Holzwachstums- und Holzeinlagerungsprozessen aufhalten
Durch ein ausgeweitetes Holzwachstum und eine nachfolgende Holzeinlagerung lässt sich das globale Kohlendioxidproblem und damit auch das anhaltende Klimaproblem lösen. Zu diesem Ergebnis kommen der Greifswalder Professor für Analytische Chemie und Umweltchemie, Fritz Scholz, und Dr. Ulrich Hasse, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl, in einem Essay, das jetzt im Forschungsjournal „ChemSysChem“ (Chemie und Nachhaltigkeit) veröffentlicht worden ist. Demzufolge kann das Treibhausgas Kohlendioxid aus der Atmosphäre entfernt werden, indem es durch biochemische Prozesse in Holz umgewandelt und dann das Holz für lange Zeit in luftabgeschlossenen Räumen eingelagert wird. Im Ergebnis soll durch das neue Verfahren der globalen Erderwärmung entgegengewirkt werden. Gleichzeitig bleibt der Wertstoff Holz für lange Zeit erhalten. Gegenwärtig gelangen jährlich etwa 32 Gigatonnen Kohlendioxid durch Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas in die Atmosphäre.
Mittels der Photosynthese, die in allen grünen Pflanzen abläuft, wird Kohlendioxid der Atmosphäre entzogen und damit Biomasse gebildet. In Bäumen entsteht hauptsächlich Holz (Zellulose und Lignin). Sowohl in den gemäßigten Gebieten Europas als auch in den Subtropen und Tropen bieten sich günstige Bedingungen für Aufforstungen von Flächen an, die bisher nicht landwirtschaftlich genutzt werden (Brachland). Das dort wachsende Holz muss dann anaerob (das heißt unter Sauerstoffausschluss), zum Beispiel auf dem Boden von Braunkohlentagebauen oder anderen geeigneten Bergbaubetrieben, eingelagert werden. Während der Holzeinlagerung können nur ganz langsame Verkohlungsprozesse ablaufen, die den im Holz enthaltenen Kohlenstoff jedoch weiter gebunden lassen, das heißt der Wertstoff Holz bleibt nur wenig verändert erhalten. Durch die Einlagerung von Holz wird so ein wertvoller Rohstoff für zukünftige Zeiten aufgespart, in denen möglicherweise einmal bessere Technologien für seine Nutzung zur Energiegewinnung zur Verfügung stehen werden.
Diese Verfahrensweise stellt einen Paradigmenwechsel dar, weil erstmals umwelterhaltende Maßnahmen mit einer langfristigen Investition in die Zukunft verknüpft werden. Es wird primär primär nicht das Ziel verfolgt, den produzierten Wertstoff direkt zu nutzen, sondern entzieht ihn dem globalen Kohlenstoffkreislauf, um so katastrophale Klimaänderungen durch die Erderwärmung abzuwenden. Das neue Verfahren weist neben einem günstigen Massenverhältnis (eine Tonne Holz entspricht etwa 1,8 Tonnen Kohlendioxid) auch den weiteren Vorteil auf, dass es ökonomisch viel günstiger ist als alle bisher bekannten oder geplanten Verfahren, wie zum Beispiel die so genannte Kohlendioxid-Sequestierung, bei der Kohlendioxid deponiert wird, das zum Beispiel in Kraftwerken entstanden ist.
Die Greifswalder Wissenschaftler betonen in ihrem Essay, dass auch weiterhin jene Verfahren, die Energie ohne Verbrennung fossiler Brennstoffe erzeugen, entwickelt und angewendet werden, damit möglichst Kohlendioxid auf diesem Weg gar nicht in die Atmosphäre gelangt. Die Menschen sollten Energie effektiver erzeugen und einsparen. Realistisch betrachtet werden die fossilen Brennstoffe jedoch noch auf längere Sicht verwendet werden. Deshalb könnte ein Verfahren Anwendung finden, dass Kohlendioxid wieder der Erdatmosphäre entzieht, wie es mit den Holzwachstums- und Holzeinlagerungsprozessen vorgeschlagen wird.