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NoNazis-300x200Vor der heutigen Kreistagssitzung fanden eine Mahnwache und eine Lesung statt, um gegen rechte Übergriffe in jüngster Zeit zu protestieren. Ungefähr 35 Menschen nahmen teil, darunter auch der Bundestagsabgeordnete Dr. Harald Terpe (Die Grünen), Mitglieder von Greifswald Nazifrei, Mitglieder des Studierendenparlamentes und des Allgemeinen Studierendenausschusses sowie Vertreter linker Hochschulgruppen.

„Menschenverachtende Einstellungen in der Gesellschaft unmöglich machen“ und „NPD und JN verbieten“ war auf Bannern zu lesen. Die Teilnehmer verlasen jeweils einen Paragraphen der UN-Menschenrechtskonvention, während sich die Kreistagsmitglieder in die Stadthalle begaben. Insgesamt verlief die Veranstaltung störungsfrei und friedlich.

Dieses Banner war bei der Mahnwache zu sehen.

Dieses Banner war bei der Mahnwache zu sehen.

Marcus G. und einige Begleiter, denen die Anwesenden Verbindungen zur Neonaziszene nachsagten, nutzten die Gelegenheit, um die Teilnehmer der Mahnwache zu fotografieren. „Damit wollten sie ihr persönliches Poesiealbum der Nazigegner durch das Ablichten derselben, auch im Portrait, vervollständigen, um somit den Kreis der möglichen Opfer zu erweitern“, kritisierte ein Teilnehmer gegenüber dem webMoritz.

Ein anderer Teilnehmer, der ebenfalls nicht namentlich genannt werden wollte, ergänzte, „dass G. darüber hinaus seinem Hobby frönte, wahllos Nazigegner anzuzeigen, sodass er durch Stellen einer Strafanzeige die anwesende Polizei in Bewegung setzte und den Versuch nicht ausließ, über eine dadurch mögliche Akteneinsicht an weitere Namen von Nazigegner_innen gelangen.“ Der Fleischervorstadtblog berichtete im März 2012 bereits über diese Praxis. Das Bündnis Greifswald Nazifrei forderte als Reaktion bereits die Stralsunder Staatsanwaltschaft auf, „den AnwältInnen von Marcus G. nicht beliebig Akteneinsicht zu geben.“

Foto: David Vössing; Artikelbild: Archiv

Kommentare

  1. Simon_Voigt    

    Moderation: Die Auseinandersetzung zweier Kommentatoren unter diesem Artikel wurde entfernt, weil sie sich nur noch am Rande mit dem Thema beschäftigten und es zusehends in gegenseitige Beleidigungen, Provokationen und teilweise sogar Hetze ausartete. Dafür ist hier kein Platz.

    Fragen und Anmerkungen an web@moritz-medien.de

    1. katsching    

      Wahrlich ein stalinistischer Akt! Manch einer wetzt bestimmt schon sein Bajonett und poliert die Pickelhaube. 😀

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