von Torsten Heil | 29.11.2010

Mensa: Essensausgabe bis 14.30 Uhr.
Ab 1. Dezember 2010 wird die Mensa am Wall in Greifswald eine halbe Stunde länger geöffnet sein. Das Studentenwerk greift damit den Wunsch der Studierendenschaft auf.
„Zukünftig wird die Mensa also nicht nur bis 14 Uhr, sondern bis 14.30 Uhr öffnen“, teil Dr. Jana Kolbe, Abteilungsleiterin im Studentenwerk Greifswald, mit. Die Studierenden können dann bis 14.30 Uhr aus mindestens zwei vollwertigen Gerichten inklusive Beilagen wählen.
Die verlängerte Öffnungszeit wird bis zum Ende des Wintersemesters zunächst probeweise eingeführt. „Wird das Angebot von den Studierenden gut angenommen, möchte das Studentenwerk die verlängerte Öffnungszeit der Mensa dauerhaft anbieten“, so Kolbe weiter.
Erik von Malottki, Präsident des Studierendenparlamentes, begrüßt die Entscheidung des Studentenwerkes: „Nach einem informellen Gespräch mit der Geschäftsführerin des Studentenwerkes, kam man uns entgegen. Schön das die Zusammenarbeit so reibungslos funktioniert hat.“
Foto: Johannes Leopold Ritz via jugendfotos.de, CC-Lizenz
von Marco Wagner | 11.11.2010

Studierende und Dozenten demonstrieren vergangenes Semester für das Lehramt.
„Die Universität Rostock wird zukünftig Studienplätze für die Lehrämter an Grundschulen und Regionalen Schulen, an Gymnasien, für Sonderpädagogik sowie an Beruflichen Schulen vorhalten, die Universität Greifswald hingegen ihr Angebot im o.g. quantitativen Rahmen auf die Lehrämter an Regionalen Schulen sowie an Gymnasien in den vorhandenen lehrerbildenden Fächern beschränken.“ Mit diesen in der Zielvereinbarung verankerten Sätzen ist damit die im vergangenen Semester hart umkämpfte Lehrerausbildung an der Universität Greifswald für die nächsten Jahre gesichert. Die Zielvereinbarung wurde für die kommenden zehn Jahre zwischen Mecklenburg-Vorpommern und der Greifswalder Universität getroffen. Die Wiedereröffnung der Fächer Latein, Mathematik und Physik, wie es von Studierendenvertretern vorgeschlagen und vom Senat positiv bewertet wurde, wird jedoch nicht vollzogen.
Neuer Campus Loefflerstraße kommt
Somit bleibt für die nächsten Jahre der Status Quo erhalten. Möchte man zumindest vorerst meinen. In den nächsten Jahren wird sich für die Philosophische Fakultät dennoch laut Zielvereinbarung einiges ändern. So wird dem Umbau der bisherigen Kliniken in der Friedrich-Loeffler-Straße zum neuen Campus der Philosophischen Fakultät oberste Priorität zugesprochen. Bis 2017 sollen die Sanierungsarbeiten andauern. Dann werden voraussichtlich unter anderem das Historische Institut sowie die Anglistik untergebracht sein. Beide Institute sind, beziehungsweise waren, in stark baufälligen Gebäuden untergebracht. Das Historische Institut musste zu Beginn dieses Semesters in die Soldmannstraße umziehen, weil Teile der Decke des Institutsgebäudes in der Domstraße 9a herunter fielen. Darüber hinaus will die Universität auf dem Gelände, auf dem gegenwärtig die Innere Medizin, Chirurgie und Pharmazie untergebracht sind, zukünftig eine neue Bereichsmensa sowie ein „Familienzimmer“ errichten. Dem webMoritz liegen Informationen vor, wonach in der Mensa am Schießwall dann ein Zentrum für die studentische Selbstverwaltung Einzug erhalten soll. So soll dort dann der AStA und deren angegliederte Gremien sowie studentische Initiativen und Vereine in dem Gebäude untergebracht werden.
Neues Pharmazieinstitut und Neubau einer Tierversuchsanlage

Das Historische Institut musste Anfang diesen Semesters wegen Baufälligkeit gesperrt werden.
Um die Sanierung zügig voranzutreiben, will die Uni dem Land, dass aufgrund klammer Kassen den Umbau gegenwärtig nicht finanzieren kann, einen finanziellen Vorschuss in Höhe von zwölf Millionen Euro gewähren. „Die erforderlichen Mittel wird die Uni durch eine vorübergehende Belastung ihrer körperschaftseigenen Liegenschaften bereit stellen.“ Das Land verpflichtet sich im Gegenzug, „nach Fertigstellung der Maßnahmen, spätestens jedoch vier Jahre nach letztmaliger Bereitstellung der Mittel das Darlehen in fünf gleichen Jahresraten zurückzuzahlen.“ Der Umbau des Campus‘ Loefflerstraße zum geisteswissenschaftlichen Zentrum ist jedoch nur dann möglich, wenn die bestehenden Institute aus den Gebäuden ausgezogen sind. Die übrigen Institute der Hochschulmedizin werden in den kommenden Jahren in den neuen Klinikumskomplex mit integriert werden. Darüber hinaus sollen bis 2017 Neubauten des Instituts für Pharmazie fortgesetzt und eine neue Tierversuchsanlage errichtet werden.
Landschaftsökologie soll neuer Forschungsschwerpunkt werden
Während die Grundlagenforschung unter anderem in den Schwerpunktbereichen Molekulare Biologie und Medizin, Plasmaphysik und Kulturen des Ostseeraumes in den nächsten Jahren fortgesetzt werden soll, ist auch die Entwicklung der Landschaftsökologie zu einem neuen Forschungsschwerpunkt der Universität vorgesehen. Um die Qualität von Studium und Lehre weiterhin zu sichern und auszubauen, soll die hochschuldidaktische Weiterbildung in den kommenden Jahren fortgesetzt und ausgebaut werden. Zudem wird die Entwicklung und Einrichtung eines modernen und umfassenden Forschungsinformationssystems angestrebt.
Aus Sicht der Universität nehmen gegenwärtig noch zu wenig Studierende an Forschungsprojekten teil. Durch entsprechend qualitativ hochwertige Lehre sollen zukünftig mehr Studierende für die Mitarbeit an Forschungsprojekten gewonnen werden. Um in der Forschung künftig noch mehr in die Tiefe gehen zu können, soll eine Graduiertenakademie eingerichtet werden. Den Grundstein dieser soll eine Graduiertenschule für biomedizinische Wissenschaften bilden und im Rahmen der Exzellenzinitiative um „die Förderung einer Graduiertenschule im Bereich Personalisierte Medizin und Prävention“ seine Fortsetzung finden.
Universität will „familiengerechte Hochschule“ werden
Im sozialen Bereich hat die Universität mit der Landesregierung die Vereinbarung getroffen, die Kinderbetreuung von Kindern Studierender sowie der Belegschaft zu verbessern. So soll der Kindergarten in der Makarenkostraße finanziell unterstützt und das bereits erwähnte „Familienzimmers“ in der Löfflerstraße eingerichtet werden. In diesem Zusammenhang strebt die Greifswalder Alma Mater die Zertifizierung als „familiengerechte Hochschule“ an. Darüber hinaus setzt sich die Hochschule zum Ziel, den Anteil weiblicher Lehrstuhlinhaber zu erhöhen. Darüber hinaus sollen zukünftig die Bedürfnisse behinderter Studierender durch die Ermöglichung eines möglichst barrierefreien Studiums in den kommenden Jahren Berücksichtigung finden.
Internationale Ausstrahlung weiterhin von Relevanz

Die Hochschulmedizin hat in der Zukunftsplanung oberste Priorität.
Internationale Ausstrahlung wird auch in den kommenden Jahren für die Ernst-Moritz-Arndt-Universität von besonderer Relevanz sein. Dazu gehört vor allem die Intensivierung der wissenschaftlichen Beziehungen zwischen Südostasien, insbesondere Vietnam und der Greifswalder Hochschule. Zudem wird die „regionale Verankerung im Ostseeraum“ zur qualitativen und quantitativen Erweiterung ihrer Funktion als „kulturelle Brücke im Ostseeraum“ von Bedeutung sein. Primäres Ziel der Internationalisierung soll die Entwicklung international konkurrenzfähiger Angebote in Forschung und Lehre sein.
Finanziell wird der Hochschule in den kommenden Jahren mehr Geld zur Verfügung gestellt. So sollen die Zuschüsse für die Universität bis 2014 um 600.000 Euro und für die Hochschulmedizin um etwa 2 Millionen Euro erhöht werden. Damit wird auch in Zukunft der medizinischen Forschung an der Greifswalder Alma Mater oberste Priorität eingeräumt.
Fotos: Carsten Schönebeck (Demo), Gabriel Kords (Historisches Institut), Sebastian Jabbusch (Universitätsklinik), Franziska Maxi Müller via Jugendfotos.de (Aufmacher)
von Andrea Dittmar | 17.10.2010
Zwar halten die Bauarbeiten an der Mensa am Schießwall immer noch an, doch kann man eine Neuerung seit Montag bestaunen: die neue Cafeteria mit dem schönen Namen „ins grüne“. Schon beim Eintreten in das Mensagebäude weisen die grünen Aufkleber auf dem Fußboden den Weg. In der Ankündigung wirbt das Studentenwerk mit dem „erfrischenden Ambiente eines grünen Gartens“ und einem Ort zur Entspannung zwischen den Vorlesungen. Die Einrichtung, schlicht in den Farben Grün und Weiß gehalten, wirkt durchaus ansprechend, das finden auch viele Studenten. Auch, dass in die Mensa noch etwas „reingesteckt“ wurde, findet positiven Anklang in der Studierendenschaft.
Frau Wolter, die bereits in der alten Cafeteria gearbeitet hat, betont: „Im Vergleich zu früher ist die neue Cafeteria wirklich schön geworden.“ Preislich wäre auch kaum ein Unterschied zu vorher festzustellen. Dies mag ein weiterer Anziehungspunkt von „ins grüne“ sein: Den Kaffee und auch viele der anderen Angebote kann man hier günstiger erwerben als anderswo oder in diversen Bäckereien.
„Seit Montag können wir einen anhaltend großen Zulauf beobachten“, stellte auch die Chefin der Kaffeebar, Christine Menzel, fest. „Vor allem das größere Snack-Angebot ist sehr beliebt.“
In der Pressemitteilung findet sich auch der Hinweis darauf, dass nur Fair-Trade-Kaffee verwendet wird, was vor allem den Studenten wichtig sei. Doch fragt man gezielt nach, stellt sich heraus, dass es „zwar allgemein wichtig ist, aber ich selbst achte nicht so sehr darauf“, so eine Studentin. Allerdings wurden Bedenken geäußert, was die Ausstattung betrifft. Die „ins grüne Coffeebar“ wurde am 11. Oktober um 20 Uhr eröffnet.
Fotos: Andrea Dittmar
von moritz.tv | 07.10.2010
Am Montag begann für 2.800 Studierende das Unileben. Vor der Mensa wurden sie vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) begrüßt und anschließend von ihren Tutoren sowohl über die grundlegenden Abläufe des Studium aufgeklärt als auch mit der Greifswalder Barszene vertraut gemacht. Hier die ersten Eindrücke der Neuankömmlinge…
von Christine Fratzke | 04.10.2010
Dichtes Gedränge an der Mensa am Schießwall: Kein Wunder, denn am heutigen Montag, dem 4. Oktober, begann die Erstsemesterwoche. Auch dieses Mal war der Ablauf wie in den vergangenen Jahren ähnlich. Es spielte eine Band, es wurden T-Shirts und Beutel für die neuen Studierenden verteilt und anschließend gingen die Erstis mit den Tutoren durch die Stadt, um die Greifswalder Kneipenszene zu testen.
„Es ist schön da“

Anne, Ekaterina, Maximilian und Daniela sind die Organisatoren der diesjährigen Ersti-Woche. Bei der Durchführung hilft aber der gesamte AStA.
Am Nachmittag wurden zunächst die erwarteten 3.000 Studierenden von der Greifswalder Band Five Aces begrüßt. Die, die nahe genug an der kleinen Bühne vor der Mensa standen, konnten sie hören – die Stimmung war ausgelassen. Dann betraten Vertreter des Allgemeinen Studierendenauschusses (AStA) die Bühne: die Vorsitzende Daniela Gleich, die Co-Referentin für Kultur, Sport und Erstsemester Ekaterina Kurakova und die Vorsitzende der Ersti-AG Anne Lorentzen. Referent für die Erstsemesterwoche Maximilian Willmann ergriff das Wort: „Willkommen in Greifswald“, begrüßte er, ein wenig angespannt, aber dennoch souverän, die neuen Studierenden. Weiterhin stellte er das weitere Procedere vor und verwies auf die Begrüßungsparty im TV Club am Abend – ein paar Buhrufe kamen von Mitgliedern des Studentenclubs Kiste und anderen in der Menge. „Es ist schön da“, erwiderte Maximilian charmant und wünschte allen Erstis eine schöne und informationsreiche Woche. Der Ersti-Referent schloss seine knappe Ansprache: „Gut, dass ihr euch für Greifswald entschieden habt.“ In den vergangenen Jahren waren die Ansprachen ein wenig länger, auch von Seiten des StuPa-Präsidiums wurden traditionell ein paar Worte an die Erstis gerichtet – in diesem Jahr nicht.
Zahnbürste, Flyer und Co

AStA-Referent Daniel Focke überreicht einen der 3.000 Ersti-Beutel. Die Freude darüber ist anscheinend groß.
Während die ersten sich in die Mensa drängelten, spielten die Five Aces weiter. Nicht weit entfernt von der Mensa wurden alternative Ersti-Beutel von den Greifswalder Hedonisten mit politischen Inhalten verteilt. Die Ersti-Beutel vom AStA waren auch gut gefüllt. Die Tüten selbst waren aus Baumwolle und mit einem orange-grünen Schriftzug und einigen Wahrzeichen der Universitätsstadt verziert und beinhalteten allerlei Werbeflyer, von denen viele den Weg in die umliegenden Mülleimer fanden. Ein wenig nützlicher könnten sich der Universitätsführer, zahlreiche Kugelschreiber, die obligatorische Zahnbürste in gelb, ein Flyer zum Selbstbedienungsfunktionsportal der Universität und Streichhölzer, Kondome, Feuerzeuge und Gummibärchen erweisen. Auch ein Aufkleber des Fleischervorstadtblogs war dabei. Im Vorfeld wurde von Seiten der Hochschulgruppen kritisiert, dass in den Ersti-Beuteln keine politische Werbung sein darf. Die Organisatoren der Ersti-Woche fanden eine Möglichkeit: Die Hochschulgruppen konnten Werbung im Programmheft veröffentlichen.
Positive Bilanz
In der Mensa selbst wurde es ein wenig chaotisch, die einzelnen Fachschaften standen mit Schildern und Tutoren für die neuen Studierenden bereit. Ein wenig zu sehr engagiert waren die Medizistudierenden, die sich im Eingangsbereich mit ihren vielen Schildern tummelten und das Vorbeigehen erschwerten. Ein paar Vertreter einiger Fachschaften haben angemerkt, dass sie noch zusätzliche T-Shirts für Tutoren bräuchten – die Shirts waren aber, nach Angabe durch die Fachschaftsräte an den AStA, abgezählt. Weitere T-Shirts konnten also nicht rausgegeben werden. Die Vorsitzende Daniela Gleich zieht eine positive Bilanz, von den 3.000 gepackten Beuteln waren letztendlich etwa 200 bis 300 übrig. „Es ist alles gut gelaufen. Es gab keinen Stress, kein Streit, es war also gut organisiert“, sagte sie. Auch seien keine Beschwerden von Tutoren erfolgt. Die letzten Studierenden konnten um 17 Uhr ihre Beutel abholen, danach sah man die Erstis noch durch die Innenstadt laufen.
Fotos: Marco Wagner (Aufmacher, Galerie), Patrice Wangen (Artikel, Galerie), Christine Fratzke (Galerie)