Beginn der Koeppentage
Vom 23. Juni bis zum 1. Juli finden die diesjährigen Koeppentage statt. Unter dem Motto „Der geborene Leser, für den ich mich halte…“ kann man verschiedene Lesungen und Ausstellungen besuchen.
Vom 23. Juni bis zum 1. Juli finden die diesjährigen Koeppentage statt. Unter dem Motto „Der geborene Leser, für den ich mich halte…“ kann man verschiedene Lesungen und Ausstellungen besuchen.
Als wäre Silvester nicht schon vorbei, zündet das Kulturleben in Greifswald ein ordentliches Feuerwerk der Vergnügungsangebote. Gleich drei Raketen startet das Koeppenhaus mit Jazz und Literatur, während im IKuWo zu lateinamerikanischen Rhythmen die Funken sprühen. In der Kiste gibt es „Wave Gothic“ und in der Universitätsaula Liebesgedichte. (mehr …)
Das Literaturzentrum Vorpommern im Koeppenhaus macht in dieser Woche wieder mit zwei vielversprechenden Lesungen seinem Namen alle Ehre. Am Dienstagabend wird der Neurologe Christoph Kessler Erzählungen unter dem Titel „Wahn“ vortragen. Am Mittwochabend liest Alexander Nitzberg aus seiner Neuübersetzung von Michail Bulgakows „Meister und Margarita“. (mehr …)
Ansichtskarten können viel über einen Menschen aussagen. Sie sind Ausdruck der Reisegewohnheiten oder jener von Freunden oder Verwandten, von denen man die Ansichtskarte erhielt. Das Literaturzentrum Vorpommern präsentiert im Rahmen der Ausstellung „Reiseandenken. Koeppens unbeschriebene Ansichtskarten“ eine Auswahl der Reiseandenken des Greifswalder Schriftstellers. (mehr …)
Am Freitag, dem 22. Oktober, ist der Direktor des an der Oder gelegenen Frankfurter Kleist-Museums, Dr. Wolfgang de Bruyn, also zu Gast zu im Koeppen. Ab 20 Uhr wird er über den Schriftsteller sprechen, einige Texte Kleists lesen und über das Kleist-Jahr referieren. Außerdem möchte er dem Publikum nahe bringen, warum es sich heute noch lohnt, „Der zerbrochne Krug“, „Der Prinz von Homburg“ oder die Novellen „Die Marquise von O…“, „Das Erdbeben von Chili“ und „Michael Kohlhaas“ zu lesen.
Heinrich von Kleists Werke sind vielschichtig und auf den ersten Blick inhaltlich und sprachlich nicht immer leicht zu begreifen. Beispielsweise die Novelle „Die Marquise von O…“, die 1808 erschien. Die Novelle beginnt mit einer Zeitungsannonce, in der die Marquise nach dem Vater ihres ungeborenen Kindes sucht. Während des Krieges wurde sie vergewaltigt und nun sucht sie den Täter, der sie dann heiraten solle. Eine verzwickte Geschichte wird dann erzählt. Zuerst rückblickend, wie sich der Vorfall ereignete, bis hin zur Annonce und den Folgen aus dieser. Erzähltheoretisch gehört Kleist unbestritten zu den Klassikern der deutschen Literatur, er wurde allerdings zu seiner Lebzeit von seinen Zeitgenossen nicht gewürdigt. Skeptisch stand ihm seinerzeit die geistige Elite gegenüber. Heute jedoch erfährt Heinrich von Kleist Anerkennung, seine komplexe Persönlichkeit und seine zahlreichen Werke, die oft mit dem Extremen spielen, faszinieren. Im kommenden Jahr wird es neben der Ausstellung im Kleist-Museum auch eine Ausstellung im Ephraim-Palais in Berlin geben. In der Hauptstadt verstarb der Schriftsteller nämlich am 21. November 1811.
Für die Veranstaltung beträgt der Eintritt fünf, ermäßigt drei Euro. Karten gibt es im Vorverkauf im Café Koeppen, im Antiquariat Rose und in der Greifswalder Stadtinformation.
Fotos: Christine Fratzke (webMoritz-Archiv)